Al-Muradscha'at
- Dialog zwischen Sunniten und Schiiten -
von
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi
Die Konsultation
- Dialog zwischen Sunniten und Schiiten -
Gesammelt und zusammengestellt von
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi
Deutsche Übersetzung in Erinnerung an Prof. Aduljavad Falaturi
Islamisches Zentrum Hamburg e.V.
Islamisches Zentrum Hamburg, Schöne Aussicht 36, D-22085 Hamburg www izhamburg .com
Das Buch gilt als Pflichtlektüre für jeden Muslim, der tiefer in den innerislamischen Dialog einzusteigen gedenkt und durch Kenntnis der unterschiedlichen Richtungen im Islam die innerislamische Geschwisterlichkeit vertiefen will.
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi Herausgeber: Islamisches Zentrum Hamburg e.V.
Al-Muradscha'at - Die Konsultation
- Dialog zwischen Sunniten und Schiiten -
© 2006 m-haditec GmbH & Co. KG - Bremen www.mhaditec.de
ISBN 3-939416-04-5 ISBN 978-3-939416-04-3
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Vorwort zur deutschen Übersetzung
Al-Muradscha'at gilt als eines der bedeutsamsten Werke im Rahmen des innerislamischen Dialogs zwischen Sunniten und Schiiten. Es beinhaltet eine Reihe von Briefwechseln zwischen einem der größten sunnitischen und einem der größten schiitischen Gelehrter ihrer Epoche. Die Briefe sind voller Fragen und Antworten, detaillierter Erläuterungen mit Quellenangaben und Rechtfertigungen und in der äußerst innerislamisch geschwisterlichen Atmosphäre, die der Würde dieser beiden großen Gelehrten entspricht.
Der sunnitische gelehrte Scheich Salim al-Bischri al-Maliki war zwei Mal Rektor der al-Azhar1 Universität in der Zeit 1900 bis 1904 und 1909 bis 1916. Seine zweite Amtszeit endete mit seinem Ableben. Er hinterließ zahlreiche Bücher, darunter Kommentare zu alten historischen Werken. Seiner Autorität ist die zu der Zeit verstärkte Öffnung der al-Azhar Universität für die dscha'faritische Rechtsschule zuzuschreiben. Die vorliegende Diskussion fand während seiner zweiten Amtszeit statt..
1 Eine der bedeutendsten sunnitischen Lehreinrichtungen der letzten Jahrhunderte
2 So wird die Schia auch genannt.
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Scheich al-Bischri begann den vorliegenden Dialog mit seinem Gesprächspartner im frühen zwanzigsten Jahrhundert, allerdings nicht in der Art einer in der Geschichte schon bedauerlicherweise oft erfolgten hasserfüllten Debatte sondern mit dem aufrichtigen Wunsch, sich der Wahrheit anzunähern und den Standpunkt der Schiiten besser zu verstehen. Scheich al-Bischri sandte seine Fragen an einen der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit Sayyid Abdalhussain Scha-raffuddin al-Musawi aus der Stadt Dschabal Amil im südlichen Libanon, der in der Zeit 1329-1330 n.H.1 (1911-1912 n.Chr.) Ägypten bereiste und dadurch in Kontakt mit der Leitung der al-Azhar Universität kam.
Sayyid al-Musawi stammt von Imam Musa ibn Dscha'far2 (a.)3 ab und ist in Kataniyya im Irak 1290 n.H. (1872 n.Chr.) geboren und starb 1377 (1957). Er erhielt eine sehr tiefgehende Lehre von den größten Gelehrten seiner Zeit in den Lehranstalten in Nadschaf, Kerbela und Samara und lebte später am Wohnort seiner Eltern im Südlibanon. Er beeinflusste das Denken einer ganzen Gelehrtengeneration mit zahlreichen teils sehr umfangreichen Werken. Im ersten Weltkrieg, als Franzosen versuchten den Libanon zu koloniali-sieren, versuchten sie einen der größten Hindernisse für ihr Vorhaben, den Gelehrten Sayyid al-Musawi, zu töten. Sie scheiterten zwar ihn selbst zu erfassen, brannten aber sein gesamtes Haus inklusive einiger wertvoller Manuskripte nieder, darunter 18 Werke von ihm, die kurz vor der Veröffentlichung standen, darunter auch Teile des hier vorliegenden Briefwechsels, was letztendlich zu einer erheblichen Verzögerung der Veröffentlichung führte, wie es der Autor selbst in seinem eigenen Vorwort andeutet.
1 Islamische Zeitrechnung nach dem Mondjahr Beginnend mit der nach der Auswanderung [hidschra], daher „nach der Hidschra" (n.H.).
2 Der siebte Imam der Schiiten (Sohn des sechsten Imams).
3 „Aleyhi salam oder aleyha salam": Der Friede sei mit ihm/ihr, wird verwendet für die Reinen der Prophetenfamilie
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Beide Gelehrte gelten unter Fachleuten als Wegbereiter für einen intensiven und sachlich fundierten innerislamischen Dialog mit dem Ziel zur Einheit der Gläubigen.
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi
Scheich Salim al-Bischri
Scheich al-Bischri war beim Zusammentreffen beeindruckt von höflichen rechtschaffenen Auftreten Sayyid al-Musawis und vor allem von seinem hohen Maß an Wissen. Und so begann der Dialog in Form von schriftlich niedergelegten Briefen, die nachträglich als „Konsultationen" [muradscha'at] bezeichnet wurden, da sie mit der „Konsultation" des einen an den anderen zu diesem Dialog begannen.
In den sehr ausführlichen Abhandlungen über alle wesentlichen Meinungsunterschiede zwischen den sunnitischen und der schiitischen Rechtsschulen wurden fast alle Hauptwerke beider Seiten als Quellen verwendet und ausdiskutiert. Neben der inhaltlichen Tiefe
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beeindruckt insbesondere der Umgang der beiden Gelehrten miteinander.
Am Ende der schriftlichen Diskussion erbat Sayyid al-Musawi von Scheich al-Bischri die Briefe in gesammelter Form unter dem Titel „al-Muradscha'at" herausbringen zu dürfen. Nach der Zustimmung erschien das Buch mit einiger Verzögerung durch widrige Umstände und einer Rekonstruktion durch den Autor in 1355 n.H. (1936 n.Chr.).
Das Buch gilt als Pflichtlektüre für jeden Muslim, der tiefer in die Materie einzusteigen gedenkt und durch Kenntnis der unterschiedlichen Richtungen im Islam die innerislamische Geschwisterlichkeit vertiefen will.
Die deutsche Übersetzung hat einen ähnlich langen Weg hinter sich. Bereits zu Lebzeiten des im deutschsprachigen islamischen Raum sehr bekannten und angesehenen islamischen Gelehrten und Hochschullehrers Prof. Dr. Abduldjavad Falaturi (1926-1996) wurden die ersten Teile des sehr umfangreichen Werkes ins deutsche übersetzt. Von dort bis zum Islamischen Zentrum Hamburg war ein sehr langer Weg mit vielen Zwischenstationen. In 2005 hat die neue Leitung des Islamischen Zentrum Hamburg die bestehenden Teile dem für seine islamische Übersetzungsarbeit bekannten Islamischen Weg e.V. anvertraut und darum ersucht, die fehlenden Teile zu ergänzen und ein einheitliches Sprachbild anzustreben.
Die vorliegende Arbeit wurde im Frühjahr 2006 beendet und vom Islamischen Zentrum Hamburg herausgegeben. Um die Leserlichkeit für den im Islam weniger kundigen Leser zu ermöglichen, wurde die Übersetzung mit zahlreichen Erläuterungen in Form von Fußnoten ergänzt. In manchen Fällen wird zum besseren Verständnis der arabische Begriff in deutsche Schreibweise in eckigen Klammern hinzugefügt. Alle Anmerkungen und Fußnoten in der
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deutschen Übersetzung stammen von den Überarbeitern der Übersetzung und kommen in der Originalkonsultation nicht vor.
Möge Allah es zu einem weiteren Meilenstein der innerislamischen Verbrüderung im deutschsprachigen Raum werden lassen. Aufgrund des inzwischen verstorbenen Initiators, wurde das Buch Prof. Falaturi gewidmet.
Vorwort und Einleitung des Autors
Diese Seiten wurden nicht heute geschrieben, und diese Gedanken sind nicht heute geboren. Sie wurden vielmehr organisiert über einen Zeitraum eines viertel Jahrhunderts. Sie hätten viel früher als Druck erscheinen können, wenn nicht schwerwiegende Umstände und Unheil große Hindernisse in den Weg gelegt hätten1. Es gab sie aber, und daher musste ich warten, bis ich verlorene Teile sammeln und vernichtete Teile rekonstruieren konnte. Die Ereignisse, welche die Veröffentlichung verzögert haben, ermöglichten allerdings auch eine Neuordnung der Zusammenstellung.
Was die Idee zum Buch angeht, so ist ihm eine sehr umfangreiche Debatte vorausgegangen. Die Idee erstrahlte in meinem Herzen seit meiner jungen Jahre wie das Licht über den Wolken und brachten mein Blut zur Wallung mit Enthusiasmus, um einen Weg zu suchen, das Chaos zu beenden, das die Muslime in ihrer Uneinigkeit in eine Sackgasse geführt hat, so dass sie das Leben ernsthafter betrachten und sich ihrer Wurzeln ihrer Religion besinnen, was jeder anstreben sollte. Nur diese Rückbesinnung kann unsere Bemühungen am Seil Allahs zusammenfügen und uns befähigen, das Banner zu tragen, dass uns auffordert, uns gegenseitig zu lehren und auszubilden und
1 Gemeint ist der erste Weltkrieg und der Versuch der Franzosen, den Autor zu ermorden. Dabei wurde seine Bibliothek und Teile seiner Manuskripte verbrannt. Siehe dazu auch Vorwort zur deutschen Übersetzung
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uns pflichtbewusst ermöglicht die Reihen der Bruderschaft gegenseitig zu stärken.
Aber der Anblick der Bruderschaft, die miteinander verbunden sind durch das Prinzip des einheitlichen Glaubens, wurde bedauerlicherweise in eine brutale Kontroverse verwandelt, dass durch igno-rante Argumente gespeist wird, wie eben ungebildete Völker Extreme anstreben. Dieses wurde derart lange und intensiv ausgeübt, dass der Gedanke zur Gewöhnung wurde, eine solche unheilvolle Kontroverse wäre eine Methode zur Wahrheitsfindung oder gar zum erzielen einer endgültigen Lösung. Allein das ist Grund genug, um besorgt zu sein und Abkehr anzustreben. Wahrlich, es bewirkt Betrübnis, Schmerz und Trauer, aber was ist die Lösung? Was sollten wir tun? Diese Umstände plagen uns schon seit mehreren Jahrhunderten und diese Misere bedroht uns von vorne und von hinten, von rechts und von links. Es waren einstmals Federn, gefüllt mit Dürftigkeit die einander geschadet haben und gierig aufeinander waren. Parteilichkeit trieb es mehr und mehr an und ermöglichte die Steigerung ins Emotionale, und dazwischen gab es Verwirrung. Was also können wir tun? Was ist die Lösung?
Ich habe genug von alldem und daher erfüllte Trauer mein Herz. So erreichte ich Ende 1329 n.H. (1911) Ägypten in der Hoffnung mein Ziel zu erreichen. Ich war erfüllt von der Hoffnung, dass es mir gelingen könnte, zumindest teilweise meine Sehnsüchte erfüllen zu können und mit jemanden in direkten Kontakt zu treten, mit dem ich meine Ansichten austauschen konnte. Ich hatte die Hoffnung, dass Allah uns bei einer Diskussion sinnvoller Ratschläge beistehen würde, um unsere Ziele in dem Land Ägypten zu erreichen, und es gelingen könnte, das andauernde Unheil zu heilen, welches Muslime gefährdet, indem es sie auseinander reißt und sie mit Spaltung und Zweitracht plagt. Es war mir - gelobt sei Allah - möglich, dieses Ziel zu erreichen, zumal Ägypten ein Land ist, in dem Wissen gepflanzt wird und gedeiht, genährt von Aufrichtigkeit und Ergebung in die tiefgründige Wahrheit durch die Kraft des Beweises.
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Das zeichnet Ägypten aus1 und ist höher zu werten als alle anderen Auszeichnungen.
Meine Bedingungen waren dort gut, mein Herz friedfertig, meine Seele erleuchtet und ich hatte das Glück, Kontakt zu einem der hervorragenden bekannten Persönlichkeiten zu erhalten, der eine offene Seele, noble Eigenschaften, ein pulsierendes Herz, umfangreiches Wissen besaß und hohes Ansehen genoss, dass er aufgrund seiner religiösen Führungsqualitäten verdiente.
Wie gütig ist doch die Seele, die ein gebildeter Mensch haben kann, wie anerkannt seine Aussagen und wie wahrhaftig sein Benehmen. So lange ein Gelehrter gekleidet ist mit Güte, wird er gütig und erfolgreich sein, die Menschen um ihn herum werden sicher und gesegnet sein, und niemand wir sich scheuen, seine Meinung auszusprechen oder ihm seine Gedanken zu übermitteln. So war der bekannte Würdenträger und Imam2 Ägyptens, und so war auch unsere Begegnung, für die wir beide dem Allmächtigen unendlich und zeitlos dankbar sind.
Ich klagte ihm über meine Sorgen und er klagte mir über gleichartige Sorgen und Unbehaglichkeiten. Und es war die rechte Zeit für uns beide, etwas in Erwägung zu ziehen, das mit dem Willen Allahs, uns und unsere Nationen vereinigen könnte. Wir waren uns darin einig, dass beide Gruppen3 der wahrhaften Religion des Islam folgen und einhellige Übereinstimmung in der Betrachtung der Botschaft des Propheten besteht, dass es keine wesentlichen Differenzen in grundlegenden Angelegenheiten gibt, die das Befolgen der prächtigen Prinzipien des Islam beeinträchtigen würden, dass es wirklich keinen Streit zwischen ihnen über die grundsätzlichen Leh-
1 Gemeint ist die Atmosphäre der Gelehrsamkeit, die er zu seiner Zeit an der theologischen Hochschule und bei seinem Gesprächspartner vorgefunden hat.
2 Imam hier im Sinn von „Vorbeter" bzw. Oberhaupt einer Gemeinschaft.
3 Gemeint sind Sunniten und Schiiten.
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ren gibt, außer in den Bereichen, die es natürlicherweise zwischen Rechtsgelehrten hinsichtlich einiger Regeln gibt aufgrund ihrer Interpretation des Buches1 und der Sunna2, der Einheit der Gelehrten und der vierten Quelle3, und dass all das in keinster Weise einen so großen Abstand und eine bodenlose Grube zwischen beiden rechtfertigen kann. Was also bewirkt all dieser Streit, in das die Blitze einschlagen, seit es die zwei Begriffe gibt: Sunniten und Schiiten?
Wenn wir die islamische Geschichte untersuchen, und die Glaubensrichtungen, Ansichten und Vorurteile erkennen, die darin hervorgebracht wurden, werden wir zu dem Schluss kommen, dass der ursächliche Faktor für die Auseinandersetzung der Einsatz für eine Teilrichtung, die Verteidigung einer Theorie oder die Parteilichkeit für eine Ansicht sind, und dass der größte Streit der in der islamischen Weltgemeinschaft [umma] aufgetreten ist, die Uneinigkeit über das Imamat4 ist, denn es wurden nie mehr Schwerter aus der Scheide gezogen für irgendein islamisches Prinzip als für das Imamat.
Die Angelegenheit des Imamats gehörte zu den am häufigsten vorgebrachten Aspekten, die solch eine Auseinandersetzung verursacht haben. Die unterschiedlichen Generationen, die untereinander un-eins waren hinsichtlich Imamat, gewöhnten sich törichterweise daran vom Fanatismus überwältigt zu werden, und solch eine Gegnerschaft wurde aufgebaut ohne Vorsicht und Umsicht. Hätte einer dieser Gruppen mit verständigen Augen in die Definitionen der an-
1 Gemeint ist der Heiligen Qur'an
2 Vorbild des Propheten (s.)
3 Für alle Recksschulen der Sunniten und Schiiten gilt der Heilige Qur'an als erste Quelle der Wahrheitsfindung, die Sunna des Propheten (s.) als zweite und die Einheit der Gelehrten in einer Fragestellung als dritte. Nur in der vierten Quelle gibt es einen Unterschied: Während bei Sunniten der so genannten Ver-gleichsschluss [qiyas] die vierte Wahrheitsfindungsquelle darstellt, ist es bei Schiiten der Vernunftschluss [aql].
4 Islamischer Führung sauf trag
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deren geschaut, und nicht mit dem Gedanken gegenüber einem verfluchten Gegner, wäre die Wahrheit bereits damals sehr klar geworden, und das Licht der Morgendämmerung hätte von allen bemerkt werden können, die sehen können.
Wir haben uns dazu verpflichtet, die Angelegenheit derart zu behandeln, indem wir die Argumente beider Seiten betrachten, mit der Absicht sie gründlich nazuvollziehen, ohne durch unsere eigene Neigung, Umgebung, Gewohnheit oder Routine beeinflusst zu werden. Anstelle dessen müssen wir uns von allen Emotionen durch Fanatismen befreien und anstreben, die Wahrheit zu erreichen auf seinem grundsätzlichen gelobten Weg, um sie zu berühren. Dies könnte die Aufmerksamkeit der Muslime erregen, ihren Seelen Beruhigung bringen durch ausgewählte Fakten, die wir ihnen übermitteln, um den Stillstand - so Allah will - zu überwinden.
Daher haben wir beschlossen, dass wir seine Fragen in Form einer Schrift vorstellen würden, und ich ihn versorgen würde mit meinen schriftlichen Antworten, welche die korrekten Bedingungen wiedergeben, begründet entweder durch Argumente oder durch authentische Zitate beider Gruppen. Derart erfolgten alle unser Diskussionen mit der Hilfe Allahs, dem Erhabenen und Allmächtigen. Später verfolgten wir den Gedanken, sie zu veröffentlichen, so dass wir uns der Früchte unserer Arbeit erfreuen könnten im reinen Streben nach dem Wohlgefallen Allahs, dem Hohen, dem Erhabenen, aber grausame Tage und auftretendes Verhängnis entmutigte uns zwischenzeitlich, aber möglicherweise war das im Nachhinein betrachtet zum Allerbesten.
Ich behaupte nicht, dass alle diese Seiten sich auf den Text beschränken, den wir beide erstellt haben, und das nicht irgendeiner der folgenden Aussagen nicht von meiner Feder stammt. Die Umstände, die ihre Veröffentlichung verzögert haben, haben auch ihre Reorganisation notwendig gemacht, wie wir es bereits erwähnt haben. Aber die Abhandlungen bezüglich der diskutierten Angelegen-
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heiten sind wortgetreu wiedergegeben, lediglich ergänzt durch einige notwendige Zusätze zur Erläuterung und Rechtleitung, oder bedingt zur Überleitung der Diskussionen ohne unseren gegenseitige Vereinbarung zu verletzen.
Ich habe heute den gleichen Wunsch, den ich gestern hatte, dass dieses Buch Verbesserung und Güte bewirkt. Falls es die Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Muslime gewinnt, dann ist das eine Gnade meines Herrn, und das ist der Wunsch zur Vollendung dieser Arbeit: Ich wünsche nichts weiteres als Verbesserung, so viel wie möglich, und mein Erfolg hängt einzig von Allah ab, Ihm gehört mein Vertrauen und zu Ihm kehren wir zurück.
Ich veröffentliche mein Buch für jedermann und alle, die anstreben Wissen zu erlangen, für den leidenschaftlichen Forscher, der vertraut ist mit den komplexen Zusammenhängen im Streben nach Wissen, für den gelehrigen freimütigen Gelehrten, dessen Rede eine Autorität ist hinsichtlich der Aussprüche und Handlungen des Propheten (s.)1, für den Philosophen, der die Kunst der Sprachwissenschaft beherrscht und für alle und jeden ausgebildeten Jugendlichen, der frei ist von den Ketten der Gefangenschaft, und der bereit ist für ein neues Leben der Freiheit. Wenn all diese den Nutzen in dieser Veröffentlichung erkennen, bin ich am meisten erfreut.
Ich habe das Buch sorgfältig zusammengestellt, indem ich die Antworten in der bestmöglichen Weise unter Berücksichtigung aller Aspekte erstellt habe mit der Absicht, gerecht denkende Menschen mit diesen Gedanken inspirieren zu können, und sie Beweise kosten lassen zu können, die keine Möglichkeiten offen lassen, und Argumente, die keine Ausflucht ermöglichen. Dabei habe ich großen Wert auf die Sorgfalt hinsichtlich authentischer Texte über die Aussagen und Handlungen des Propheten (s.) gelegt; eine Sorgfalt, wel-
1 „Sallalahu aleyhi wa alihi wa-sallam": Allahs Segnungen und Gruß seien mit ihm und seiner Familie.
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che dieses Buch als geeignet für eine gut ausgestattete Bibliothek mit den wertvollsten Büchern in der islamischen Theologie, Geschichte, Biographien und Ähnlichem gestalten sollte. Letztgenanntes gehört zu den signifikanten Aspekten dieses Buches1. Ich habe versucht eine gut ausgewogene und authentische Philosophie anzuwenden, und Methoden, die jeden, der mit solchen Büchern vertraut ist, dazu anregt, das Buch gedanklich fortzuführen. Es ist geschrieben für die Wahrheitsliebenden vom ersten Anfang bis zum letzten Abschnitt. Wenn mein Buch von den gerecht denkenden Lesern akzeptiert wird, dann ist das genau die Erfüllung meiner Sehnsucht, für die ich Allah danke.
Was mich selbst anbelangt, so bin ich dankbar für das Buch und erfreut über das Leben danach. Es ist, so glaube ich, ein Werk, dass mich alles vergessen lässt, was mich in der Vergangenheit so belastet hat: Die schweren Lasten des Lebens, die Armut verbreitenden Sorgen der Zeit und die Feinde, über die ich mich kein Stück bei Allah, dem Allmächtigen, beklagt habe. Er allein ist der Richter und Muhammad (s.) ist der Widersacher der Feinde. Vergesst daher die Plünderer, die nach der eigenen Unterkunft strebten2. Ich habe auch andere Armut bringende Katastrophen überstanden, wie Fluten aus allen Richtungen, mit Vorahnungen zum Elend, verbunden mit Schwierigkeiten und Leid. Aber mein Leben, dass durch dieses Buch fortgesetzt wird, ist eine Gnade in diesem Leben und in dem zu erwartenden Leben. Mit diesem Buch wurde meine Seele erfreut und mein Gewissen erleichtert. Daher flehe ich zu Allah, meine Arbeit anzunehmen die Schwächen und Fehler zu bedecken und mein Lohn für dieses Buch wird - so Gott will - der Rechtleitung der Gläubigen zugute kommen.
1 Allein in der 16. Konsultation werden 100 Biographien von frühen islamischen Persönlichkeiten wiedergegeben.
2 Gemeint sind wohl die Franzosen, die sein Haus abgebrannt haben
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„Diejenigen, die glauben und gute Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres Glaubens recht. Unter ihnen werden Bäche fließen in den Gärten der Wonne. Ihre Anbetung darin wird sein: ,Preis sei Dir, oh Allah!', und ihre Begrüßung darin:,Friede!' Ihr abschließender Ruf: ,Lob sei Allah, dem Herrn der Welten!'" 1
Die 1. Konsultation - Bitte um Erlaubnis zur Konsultation2
6. Dhul-Qada 13293 (29.10.1911)4
5Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Wahrlich, ich habe im Verlauf der Zeit nicht das Innere der Schia erforscht und kennengelernt, habe von ihrem Naturell keine Notiz genommen, da ich nicht mit einem von ihnen Gesellschaft pflegte und einen großen Teil ihrer Gelehrten nicht kenne. Ich sehnte mich dürstend danach, an einem Vortrag ihrer Koryphäen teilzunehmen, hatte ein brennendes Interesse, mich unter ihre guten Schwimmer6
1 Heiliger Qur'an 10:9-10
2 Die erläuternde Überschrift zu den Briefen steht nicht im arabischen Original sondern wurde erst in späteren Auflagen hinzugefügt. Zudem heißt es im Original jeweils „erste Muradscha 'atu usw., so dass eine Übersetzung in „erste Konsultation" oder „erste Reflektion" möglich wäre. Manche Übersetzungen in andere europäische Sprachen übersetzen es hingegen mit „der rechte Pfad".
3 Islamische Zeitrechnung nach dem Mondjahr nach der Auswanderung. Dhul-Qada ist der 11. Monat im islamischen Kalender.
4 Die Zeitangabe nach christlicher Zeitrechnung erfolgt durch nachträglich Umrechnung und kann um einen Tag vom realen Datum abweichen.
5 Alle Briefe beginnen mit der Formel Jm Namen Allahs des Erbarmers des Barmherzigen". Da das Buch bereits mit der Formel beginnt, wurde auch im Originalbuch in den einzelnen Briefen darauf verzichtet.
6 Gemeint sind die Kenntnisreichen im Meer des Wissens einer Thematik, im Gegensatz zu den Nichtschwimmern.
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zu mischen, ihre Ansichten zu studieren und ihre Rechtsschulen zu erforschen. Dann, als Allah mir vorherbestimmte am Ufer Ihres Ozeans Halt zu machen und mit meinem Mund einen Schluck aus Deinem überquellenden Becher zu nehmen, beantwortete Allah meinen heftigen Durst durch Dein schmackhaftes süßes Wasser und stillte meinen Durst damit. Du bist ein Nachfahre der Stadt des Wissens - dein Großvater ist al-Mustafa1 und ihr Tor dein Vater al-Murtadha2.
Wahrlich, ich probierte keinen Schluck aus Deiner frischen, kühlen und paradiesischen Quelle, der mir nicht wirklich den brennenden Durst linderte und der mir nicht wirklich angenehm und milde bekam.
Während ich am Ufer dieser stürmischen See stehe, bitte ich Dich höflichst, darin zu schwimmen, darin einzutauchen, um ihre Juwelen zu erfassen. Wenn Du mir Deine Erlaubnis gewährst, werden wir tief eintauchen, da der Weg viele Einzelheiten und Unklarheiten beinhaltet, welche mich seit langem beschäftigen. Es hängt von Dir ab. In der Eröffnung meiner Fragen strebe ich nicht danach, Fehler oder Schwächen (bei Dir) ausfindig zu machen, noch habe ich vor, Dir zu widersprechen oder etwas abzulehnen, vielmehr habe ich lediglich das Bestreben nach Wahrheit. Wenn die Wahrheit manifestiert ist, dann ist es notwendig, ihr zu folgen, und wenn nicht, dann bin ich nur wie ein Dichter der sagte:
„ Wir sind in dem was wir haben und Du in dem was Du anbietest Alles ist befriedigend, selbst wenn unsere Ansichten voneinander abweichen."
1 Prophet Muhammad (s.)
2 Gemeint ist Imam Ali (a.) in Anlehnung an die Überlieferung des Propheten (s.): „Ich bin die Stadt des Wissens und Ali (a.) ist das Tor dazu". Die Begriffe „Großvater" und „Vater" stehen für „Vorfahren".
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Ich würde, Dein Einverständnis vorausgesetzt, meine Anfragen begrenzen auf zwei Themenfelder. Das Eine beschäftigt sich mit der Rechtsschule der Imam-Anhänger1 in seinen Grundzügen und Zweigen und das Zweite bezieht sich auf die Fragestellung des I-mamats2 im Allgemeinen und im Speziellen im Anschluss an den Propheten (s.). Meine Unterschrift am Ende meiner Briefe möge ein „S" sein und Deines ein „Sch"3. Im Voraus ersuche ich Dich um Vergebung aller Fehler und der Friede sei mit Dir.
Der 2. Konsultation - Erlaubnis zur Konsultation
6. Dhul-Qada 1329 (29.10.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam4, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Dein sehr lieber Brief hat mir derart viel Ehre zukommen lassen, dass die Zunge nicht ausreicht, um dafür genügend zu danken, noch kann ich auch nur einen Teil der auferlegten Verpflichtung erfüllen, selbst wenn es ein ganzes Leben lang dauern würde. Du hast Deine Hoffnungen auf mir aufgebaut und mir Deine Fragen auferlegt, während Du doch selbst die Hoffnung derjenigen mit Fragen bist, eine Zuflucht für diejenigen, die Zuflucht suchen. Ich für meinen Teil bin den ganzen Weg von Syrien zu Dir gekommen, um an Deinem Wissen teil haben zu können und von Deinem Wohlwollen begünstigt zu werden, und ich bin sicher, ich werde Dich voller Hoffnung verlassen - außer Allah will es anders.
1 Gemeint ist die 12er-Schia
2 Islamische Führung
3 Jeweils der arabische Anfangsbuchstabe der Vornamen. Es sind aber gleichzeitig die arabischen Anfangsbuchstaben für „Sunnit" und „Schiit". Da bereits am Anfang durch die Widerholung der Grußformel der Autor klar wurde, wurde in der Übersetzung auf die Signatur verzichtet.
4 Titel des Rektors der al-Azhar Universität
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Du hast um Erlaubnis ersucht um anzufragen. Du bist es, der das Recht hat zu gebieten und verbieten. Daher sag, was immer Du möchtest. Du hast den Vorzug, Dein Urteil ist maßgebend, Dein Maßstab ist gerecht und der Friede sei mit Dir.
Der 3. Konsultation - Mehrheit und Einheit
7. Dhul-Qada 1329 (30.10.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ich frage heute über die Gründe warum Ihr1 nicht der Rechtsschule der Mehrheit der Muslime folgt, ich meine der Richtung von al-Asch'ari2, in der Ausübung der Prinzipen des Glaubens und den vier Rechtsschulen3 in Detailfragen. Die Muslime haben sich zu allen Zeiten darauf geeinigt, sich daran zu halten, zumal den Gründern Gerechtigkeit und die Fähigkeit zur selbstständigen Rechtsfin-dung [idschtihad] nachgesagt wird, wie auch ihre Glaubwürdigkeit, ihre Frömmigkeit, ihr Verzicht auf weltliche Güter, ihre Wahrhaftigkeit, guter Charakter und eine hohe Stufe in Wissen und Taten.
Wie groß ist doch heutzutage die Notwenigkeit zur Einheit und Einigkeit. Dies kann erzielt werden durch Ihren Anschluss an diese Rechtsschulen entsprechend dem generellen Konsens der Muslime, insbesondere wenn die Feinde der Religion sich entschlossen haben, uns mit allen möglichen Mitteln zu schaden. Sie haben ihre Gedan-
1 Gemeint sind Schiiten
2 Philosophische Schule, die auf den sunnitischen Rechtsschulen aufbaut.
3 Die vier Rechtsschulen der Sunniten: Hanefiten, Hanbaliten, Malikiten, Schafi-ieten
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ken und Herzen solchen Zielen verpflichtet, während Muslime führungslos sind, als wenn sie ein Schlummer überwältigt hätte, und einige die Feinde unterstützen gegen sich selbst, indem sie es zulassen, dass sie ihre eigenen Reihen spalten und ihre Einheit zerstören durch Sektiererei und Fanatismus, sie uneinig werden lassen, gespalten, einander irre leitend und einander den Glauben absprechend. Daher beraubten uns Wölfe während Hunde unser Fleisch begehrten.
Siehst Du es anders, als ich es dargelegt habe? Möge Allah Deine Schritte stärken, um unsere Reihen zu einigen. Bitte teile es mir mit, denn Du findest Gehör, wenn Du sprichst und wirst befolgt, wenn Du befiehlst.
Und der Friede sei mit Dir.
Der 4. Konsultation - Einheit durch Ahl-ul-Bait
8. Dhul-Qada 1329 (31.10.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Unser Festhalten an anderen Glaubensprinzipien als der Schule der Asch'aria und unsere Befolgung einer anderen Schule bezüglich der Details des Islam als der vier Rechtsschulen erfolgte niemals aufgrund von Sektiererei und Fanatismus, noch erfolgte es aufgrund des Zweifels an der selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] der Imame jener Rechtsschulen, ihrem Gerechtigkeitssinn, ihrer Wahrhaftigkeit, Integrität oder ihrem Maß an Wissen und Taten.
Es sind vielmehr islamische rechtswissenschaftliche Beweise, die uns die Anordnung auferlegt haben, der Rechtsschule der Imame aus dem Haus des Prophetentums zu folgen, der Wiege der Bot-
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schaft und dem Platz, den die Engel dauerhaft aufsuchen, dem Wohnsitz der Offenbarung und Eingebung.
Wir haben uns daher immer auf sie bezogen, um alle Angelegenheiten bezüglich der Teilfragen des Glaubens und der Glaubenslehre zu erfassen auf den Wegen und auf der Grundlage der islamischen Rechtslehre für die Kenntnis der Ethik, des Verhaltens und der Riten. Wir haben das alles aufgrund der Beurteilung der Belege und Beweise durchgeführt, um der Sunna1 des Fürsten aller Propheten und Gesandten (s.) zu folgen. Wenn es uns die Beweise erlaubt hätten von den Imamen der Nachkommen Muhammads (s.) abzuweichen, oder wäre es uns möglich gewesen, die Nähe zu Allah - gelobt ist Er - zu erlangen indem wir anderen Rechtsschulen folgen, dann hätten wir uns den Fußspuren der Mehrheit angeschlossen indem wir die Freundschaft verstärken und die geschwisterlichen Beziehungen festigen. Andererseits stehen eindeutige Beweise auf dem Weg des Gläubigen, die ihn von der Befolgung eigener Neigungen abhalten.
Grundsätzlich ist die Mehrheit kein Beweis für den Vorzug einer bestimmten Rechtsschule über andere, geschweige denn dass sie damit für andere verpflichtend wird. Wir haben die Vorwände der Muslime ausgiebig und tiefgründig mit offenen Augen studiert, aber wir haben keine Beweise für Deine Argumentation gefunden außer die von Dir erwähnte selbständige Rechtsfindung [idschtihad], Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeitssinn und Bescheidenheit.
Du weißt aber, dass selbständige Rechtsfindung [idschtihad], Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeitssinn und Bescheidenheit im Lebensstil keine exklusiven Eigenheiten alleine von jenen sind. Wie kann daher ihre Rechtsschule verpflichtend sein, zumal die Angelegenheit derart ist, lediglich weil Du sie hervorhebst.
1 Vorbildhaftes Verhalten des Propheten (s.)
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Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der es wagen würde, ihren Vorzug in Wissen und Taten über unsere Imame zu verfechten, welche von reiner Abstammung, die Rettungsboote der Umma1, das Tor zur Erlösung, die Sicherheit gegen Irreleitung, die Flagge der Rechtleitung, die Nachkommen des Gesandten Allahs (s.) und seine Beauftragten sind. Er (s.) sagte: „Überholt sie nicht, sonst droht Euch Verderbnis und bleibt nicht hinter ihnen zurück, sonst droht euch Verderbnis. Maßt Euch nicht an, sie zu lehren, denn sie sind gelehrter als Ihr". Aber es ist das Diktat der Politik, welche die Morgendämmerung des Islam zu verhindern sucht.
Deine Behauptung, dass die guten früheren Generationen dieser Rechtsschule anhingen, verwundert mich, wie auch die Behauptung, dass sie damit einverstanden gewesen wären, dass man ihnen zu allen Zeiten und in jedem Fall folgt. Du beschreibst es derart, als wenn Du keine Kenntnis von unseren Vorfahren2 hast und von der guten früheren Generation, welche der Nachkommenschaft Muhammads (s.) folgten, und dass gemäß der Festschreibung in der Literatur die Hälfte der muslimischen Bevölkerung ausschließlich der Glaubenslehre der Imame unter den Nachkommen Muhammads (s.) folgten. Sie fanden keine Alternative für jene und sie blieben auf diesem Weg seit den Tagen von Ali (a.) und Fatima (a.), als es weder die Asch'aria noch die Imame der anderen vier Rechtsschulen gab, und noch nicht einmal deren Väter existierten, wie Du es sehr gut weißt.
Die ersten drei Generationen des ersten Jahrhunderts folgten nie irgendeiner jener Rechtsschulen. Wo waren jene Rechtsschulen während der ersten drei Generationen, der besten Generation die es gab? Al-Asch'ari3 wurde 270 n.H.4 geboren und starb 320 n.H., Ibn
1 Weltgemeinschaft der Gläubigen
2 Der Autor stammt direkt vom Propheten (s.) und den Imamen (s.) ab.
3 Auf den die philosophische Schule der Asch'aria zurückgeführt wird
4 Nach der Hidschrah, nach der Auswanderung, dem Beginn der islamischen Zeitrechnung mit dem Mondkalender.
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Hanbal1 wurde 164 n.H. geboren und starb 241 n.H., al-Schafi2 wurde 150 n.H. geboren und starb 204 n.H., Malik3 wurde 95 n.H.4 geboren und starb 179 n.H und Abu Hanifa wurde 150 n.H. geboren und starb 204 n.H.
Schiiten folgen der Rechtsschule der Imame aus dem Haus des Propheten (s.), und die Hausinsassen kennen sicherlich den Inhalt ihres Hauses. Nicht-Schiiten folgen den Rechtsschulen der gelehrten Gefährten [sahaba] und späteren Gefährten [tabi'un]5; was also sollte es obligatorisch für alle Muslime machen, nachdem mehrere Jahrhunderte vergangen waren jenen Rechtsschulen zu folgen anstelle derjenigen, die sie vorher befolgt haben? Was hat sie dazu gebracht ihre Aufmerksamkeit von denjenigen abzuwenden, die Experten für das Buch Allahs und dessen Gefährten waren, die Nachfolger des Gesandten Allahs und ihre Vertrauten, die Arche der Umma und ihre Erlösung, die Führer und die Sicherheit am Tor d er Erlösung?
Und was sonst führte dazu das Tor der selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] vor dem Gesicht der Muslime zuzuschlagen, nachdem es bis zu drei Jahrzehnte weit offen stand, als die Hinwendung zu Widerwillen, Bequemlichkeit, Faulheit, die Hinnahme von Freiheitsverlust und die Befriedigung durch Ignoranz? Wer würde es sich selbst bewusst oder unbewusst erlauben zu behaupten, dass Allah - gepriesen und gelobt ist Er - nicht Seinen besten Gesandten und Propheten mit der besten Religion und Riten gesandt hat oder nicht Sein bestes Buch ihm eingab mit den besten Mitteln, Gesetzen
1 Auf den die hanbalitische Rechtsschule zurückgeführt wird
2 Auf den die schafiietische Rechtsschule zurückgeführt wird
3 Auf den die malikitische Rechtsschule zurückgeführt wird
4 Wobei es einige geringfügige Abweichung bei seinem Geburtsdatum in der Literatur gibt
5 In der islamischen Geschichtswissenschaft wird unterschieden zwischen den direkten Gefährten [sahaba], die den Propheten direkt erlebt haben, und den späteren Gefährten [tabi'un], die zwar nicht den Propheten (s.) aber einen Gefährten direkt erlebt haben.
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und Regeln, oder gar nicht Seine Religion für ihn vervollständigt hätte und ihn mit dem größten Segen ausgestattet hätte, oder ihn nicht gelehrt hätte über die Vergangenheit und Gegenwart, außer für das einzige Ziel, dass die ganze Angelegenheit einen Abschluss findet bei den erwähnten Imamen jener Rechtsschulen1, um ein Monopol darauf zu beanspruchen? Und danach würden sie es für alle anderen verbieten, es aus jeglicher anderer Quelle zu erwerben, als wenn der islamische Glaube mit seinem Buch und dem Vorbild des Propheten [sunna] und all den anderen Zeichen und Schriften ihr Eigentum wäre, und sie es anderen verbieten würden, irgendeinen anderen Weg zu wählen, als ihren eigenen!? Waren sie denn die Erbberechtigten des Propheten oder hat Allah durch sie die Nachfolgerschaft der Imame versiegelt oder ihnen das Wissen der Vergangenheit und Gegenwart gelehrt und ihnen etwas verliehen, was Er sonst keinem anderen unter den Menschen verliehen hat?
Nein, sie waren genau so wie viele andere, Beschützer und Wärter des Wissens, Verwalter und Ausrufer. Diejenigen, die nach Wissen streben sind fern davon, anderen die Tür zu verschließen oder ihnen zu verbieten, es selbst zu erreichen. Sie bremsen nicht den Forschungsdrang, noch beschränken sie die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich selbst, noch versiegeln sie die Herzen der Menschen oder machen sie taub, blind, stumm. Sie legen auch keine Handschellen oder Ketten an. Solch ein Vorwurf kann ihnen nicht gemacht werden, außer von einem Lügner. Und ihre eigenen Aussagen sind Beleg für unsere Behauptung.
Lass uns nun konzentrieren auf die Angelegenheit, mit welcher Ihr unsere besondere Aufmerksamkeit erzielt habt: Die Einheit der Muslime. Was ich erkenne, ist, dass diese Angelegenheit nicht davon abhängt, dass Schiiten ihren eigenen Glauben aufgeben, noch dass Sunniten ihren eigenen Glauben aufgeben. Schiiten dazu aufzufordern, so zu verfahren, ohne auch gleichzeitig Sunniten dazu
1 der Sunniten
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aufzufordern, ist eine Bevorzugung ohne Abwägung, ja sogar eine Bevorzugung des weniger zu bevorzugenden. So etwas steht außerhalb unserer Erwägung, wie es bereits in der Einleitung verdeutlicht wurde.
Ja, Einheit und Einigkeit kann erreicht werden, wenn Ihr die Rechtsschule der Ahl-ul-Bait befreit und sie genau so betrachtet, wie eine eurer eigenen Rechtsschulen, so dass Schafiieten, Hanefi-ten, Malikiten und Hanbali ten1, die Anhänger der Ahl-ul-Bait genau so berücksichtigen, wie sie sich gegenseitig berücksichtigen. Nur so kann die Einheit der Muslime erreicht werden, und so werden sie vereint in einer Linie.
Die Unterschiede unter den sunnitischen Rechtsschulen sind ja nicht geringer als zwischen sunnitischer und schiitischer Rechtsschule, wie es tausende von Bücher über die Prinzipien der Rechtsschulen und der Glaubenslehre beider Gruppen belegen. Daher stellt sich die Frage: Warum haben verschiedene Leute unter Euch Schiiten verurteilt als Abweichung von den Sunniten? Warum haben sie nicht auf gleicher Basis Sunniten verurteilt als Abweichung von Schiiten oder zumindest für die Unterschiede untereinander? Wenn es vier unterschiedliche Rechtsschulen geben kann, warum kann es dann nicht fünf geben? Und warum können vier unterschiedliche Rechtsschulen als Einheit dargestellt werden, aber wenn es fünf werden, die Einheit der Muslime bedroht sei und Muslime dann untereinander gespalten seien? Ich wünschte, als Du uns im Anschluss zur Einheit aufgefordert hast, dass Du dann auch die Anhänger der vier Rechts schulen2 dazu aufgefordert hättest. Letztgenanntes wäre für Dich viel einfacher und auch für sie. Aber warum hast Du uns ausgesondert für Deine Einladung? Glaubst Du, dass die Anhänger der Ahl-ul-Bait die Einheit zerstören, während die anderen ihre Herzen und Bestimmungen vereinigen, obwohl ihre
1 Die Anhänger der vier sunnitischen Rechtsschulen
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2 der Sunniten
Rechtsschulen und Gedanken unterschiedlich sind und ihre Gefühle und Neigungen unzählig sind?
Ich glaube, Du stehst über solch Gedankengut, da ich Deine Liebe zu Deiner Verwandtschaft1 kenne.
Und der Friede Gottes sei mit Dir.
Der 5. Konsultation - Frage nach Argumenten
9. Dhul-Qada 1329 (1.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Dein Brief was sehr klar, gut aufgebaut und lobenswert. Er ist wortgewandt, kraftvoll im Ausdruck und schlagkräftig in der Argumentation. Er spart nicht am Hinweis, dass es nicht verpflichtend ist, der Rechts schule der Mehrheit bezüglich der Glaubensprinzipien zu folgen und scheut keine Mühen zu bestätigen, dass die Türen der selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] offen bleiben müssen. Daher ist dein Brief in beidseitiger Hinsicht schlagkräftig, er ist korrekt im Beweis beider Argumente und wir bezweifeln nicht Deine sorgfältige Untersuchung diesbezüglich, deine Klarstellung von Unklarheiten, auch wenn wir nicht damit übereinstimmen und unsere Sicht nicht Deiner übereinstimmt.
Wir hatten Dich nach den Gründen gefragt, warum die Befolgung der Rechts schule der Mehrheit nicht akzeptiert wird, und Du antwortest aufgrund von „islamischen rechtswissenschaftlichen Beweisen", wobei es wünschenswert wäre, wenn Du das detaillierter be-
1 Hier ist die Bruderschaft der Gläubigen gemeint.
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gründen könntest. Kannst Du diese Behauptung mit ansprechenden Beweisen aus dem Buch1 und dem Vorbild des Propheten [sunna] belegen, welche den Gläubigen, wie Du meinst, davon abhält, der eigenen Ansicht zu folgen.
Ich danke Dir im Voraus und der Friede Gottes sei mit Dir.
Die 6. Konsultation - Nachkommenschaft des Propheten
12. Dhul-Qada 1329 (4.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Allah sei gelobt. Du gehörst zu den Menschen, bei denen schon ein Wink es überflüssig macht, noch deutlicher zu werden. Du bedarfst keiner weiteren Erklärung, die Andeutung allein genügt Dir völlig. Allah bewahre Dich vor Zweifeln an den Imamen (a.) aus der reinen Nachkommenschaft [itra] des Propheten (s.) und behüte Dich davor, dass Du vergisst, wie sehr sie jedem anderen vorzuziehen sind. Deren Überlegenheit ist bereits mit Deutlichkeit bekannt gegeben worden, ihr Ruhm ist allumfassend und ihre Auszeichnung allseits bestätigt. Sie führen vom Propheten (s.) das Wissen der Propheten (a.) mit sich und sie verstehen aus ihm heraus die Bestimmungen für die Welt und für den Glauben.
Aus diesem Grunde verband er sie auch mit dem Qur'an und errichtete durch sie ein Vorbild für all jene, denen Verstand gegeben wurde. Mit ihnen erschuf Er eine Arche für den Fall, dass die Stimmen der Heuchelei alle Maße überschreiten und die Stürme der Entzweiung sich erheben sollten. Sie sind die Pforte der Vergebung,
1 Gemeint ist der Heilige Qur'an
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wo die Sünden derer, die hindurchgelangen, erlassen werden und sie bilden einen Halt, der unzerstörbar fest und zuverlässig ist.
Der Befehlshaber der Gläubigen1 (a.) sagte:
„ Wohin geht ihr und warum benehmt ihr euch so absonderlich, wo doch die Wegweiser noch vorhanden und die Zeichen ganz eindeutig sind, ja, wo der Leuchtturm nach wie vor sich in die Höhe streckt? Wo also irrt man mit euch herum, oder vielmehr: Wie überhaupt könnt ihr so umherirren, wo doch die Nachkommenschaft eures Propheten unter euch weilt, diejenigen welche die Imame der Wahrheit, die Wegweiser des Glaubens und die Zungen der Wahrhaftigkeit sind. So ehrt sie mit den schönsten Stellen aus dem Qur'an und kommt zu ihnen wie die Dürstenden! Oh ihr Menschen! Übernehmt dies vom Siegel der Propheten (s.): ,Es stirbt jemand von uns und doch ist er nicht tot, und jemand von uns zerfällt zu Staub und doch wird er nicht zu Staub!' So sprecht nicht über das, worüber Ihr kein Wissen habt, denn das meiste von der Wahrheit Hegt in dem, was Ihr verleugnet. Sprecht den von Schuld frei, gegen den ihr keinerlei Argument vorzubringen wisst, denn dieser, der bin ich. Stand mein Handeln nicht im Einklang mit dem Schwerwiegendem2? Habe ich Euch nicht das weitere Gewichtige3 hinterlassen und des Glaubens Banner fest in Euch verankert?"
Er (a.) sprach außerdem: „Betrachtet die Angehörigen des Hauses eures Propheten [ahl-ul-bait], richtet Euch nach ihrem Lebensweg und folget ihrer Spur. Niemals nämlich werden sie Euch aus der Rechtleitung hinausführen oder der Verderbnis anheim fallen lassen. Bleibt nahe bei ihnen, wenn sie ruhig sind und erhebt Euch, wenn auch sie dies tun. Geht ihnen nicht voran, sonst bleibt Ihr in
1 Titel von Imam Ali (a.)
2 Gemeint ist der Heilige Qur'an
3 Mit schwerem und weiterem Gewicht werden in diesen Überlieferungen der Heiligen Qur'an und die Ahl-ul-Bait beschrieben. Hier sind die späteren Imame, insbesondere Imam Hassan und Imam Hussain (a.) gemeint.
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der Dunkelheit, doch folgt ihnen auch nicht in allzu großer Ferne, sonst werdet ihr vernichtet."
Er (a.) erwähnte die Imame einst, als er sagte: „Sie sind das Leben des Wissens und der Tod für die Unwissenheit. Ihr Sanftmut kündet von ihrem Wissen, ihr Äußeres von dem, was Innen ist und ihr Schweigen vom Urteil ihrer Logik. Niemals widersprechen sie der Wahrheit oder weichen von ihr ab. Sie sind die Stützpfeiler des Islam und die Höhlen der Zuflucht. Durch sie fand das Recht zu seiner Grundlage zurück und die Unwahrheit verschwand, bekämpft an ihrer Wurzel. Die Religion war für sie eher eine Sache der Fürsorge und Betreuung als der des Hörens und Weitererzählens, denn Überlieferer gibt es viele, die Anzahl der Betreuer bleibt jedoch gering."
In einer anderen Rede sagte er (a.): „Seine Nachkommenschaft [itrah] ist die beste Nachkommenschaft, seine Familie ist die beste Familie und der beste Stammbaum ist der seinige; dieser wuchs auf heiligem Boden und war von überragender Ergiebigkeit, doch blieb die Frucht an seinen langen Ästen unerreichbar."
Und er (a.) sagte: „Wir sind die Losung [scha'ar] und die Gefährten, die Schatzkammer [haznah] und die Pforten. In die Häuser findet nur der Einlass, der durch die Pforten geht, jeder andere wird als Dieb bezeichnet."
In der Beschreibung der reinen Nachkommenschaft [al-itrah-tut-tahirah] ging er soweit, dass er sagte: „Unter ihnen finden sich die Kostbarkeiten des Qur'ans, sie sind die Schätze des Barmherzigen. Wenn sie sprechen, sagen sie die Wahrheit und wenn sie schweigen, ist niemand fähig, ihnen voranzugehen. Ja, die Führer der (reinen) Nachkommenschaft sind aufrichtig."
In einer Rede sagte er (a.): „Wisset, dass Ihr die Rechtleitung erst dann erkennen könnt, wenn Ihr auch den erkennt, der sie vernach-
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lässigt hat, dass Ihr euch erst dann (ganz) an die qur'anische Verpflichtung halten könnt, wenn Ihr erkennt, wer sie missachtet hat, und dass Ihr erst dann gemäß dieser handeln könnt, wenn Ihr den erkennt, der sie zurückgewiesen hat. Sucht diese (Rechtleitung) also bei den Anhängern (der Angehörigen des Propheten), sind sie doch das Leben des Wissens und der Tod der Unwissenheit. Ihr Urteil kündet euch von ihrem Wissen, ihr Schweigen von ihrer Logik und ihr Äußeres von ihrem Innerem. Niemals widersprechen sie der Religion oder weichen von ihr ab, denn unter ihnen ist sie ein aufrichtiger Zeuge, der trotz aller Schweigsamkeit zu sprechen w eiß. "
Es gibt zu diesem Thema noch eine ganze Reihe weiterer Texte, die von ihm1 überliefert sind. So sagt er (a.) beispielsweise: „Durch uns bekommt ihr in der Finsternis den rechten Weg gewiesen und erreicht die höchsten Höhen, ja ihr gelangt durch uns aus dunkler Nacht in das Licht des jungen Morgens. Möge in jene Ohren, denen immer Verständnis hierfür fehlt, die Taubheit kommen."
Und er (a.) sprach: „ Oh ihr Menschen! Entzündet euer Licht an dem Feuer eines Predigers, der sich selbst ermahnt, und inspiriert Euch an der Klarheit eines Blickes, dessen Trübheit sich in Klarheit verwandelt hat. Wir sind der Baum des Prophetentums, der Abschluss des Prophetentums, wir sind den Engeln gegenübergestellt, und wir sind die Bergwerke des Wissens. Die Herrschaft entspringt unseren Anhängern. Unsere Freunde erwartet die Gnade und Barmherzigkeit, und unsere Feinde und Hasser sollen unseren Angriff erwarten. "
Und er (a.) sagte: „Wo sind jene, die behaupten, sie seien von sich aus und ohne uns im Wissen fest gegründet? Sie belügen uns und tun uns Unrecht, denn Allah hat uns erhöht und sie erniedrigt, uns beschenkt und sie beraubt und uns eintreten lassen und sie hinausgewiesen (aus dem Tor der Rechtleitung). Durch uns bittet man um
1 Imam Ali (a.)
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rechte Führung und klare Sicht. Die Imame der Quraisch1 wurden in den Stamm Haschims2 eingepflanzt, und Niemandem sonst außer ihnen (den Imamen) steht die Herrschaft zu."
Und weiter sagte er (a.) über ihre Gegner: „Sie schätzen das, was dem Diesseits angehört, sehr hoch ein und stellten (dafür) das dem Jenseits Angehörende zurück. Statt klarem Wasser trinken sie trübes. "
Und er (a.) sagte: „Wenn jemand von euch auf seinem Lager vom Tod ereilt wird und er (dabei) der Wahrheit seines Herrn, seines Gesandten und der Angehörigen seines Hauses eingedenk ist, so stirbt er gleich einem Märtyrer und wird von Allah für seine guten Taten mit Lohn bedacht, selbst wenn er diese lediglich nur beabsichtigte. Die Intention allein tritt bereits an die Stelle des gezückten Schwertes3."
Und er (a.) sagte: „Wir sind die Herausragenden, unsere Söhne sind die Söhne der Propheten und unsere Partei ist die Partei Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. Zur Partei Satans gehört die Schar der Ungerechten. Wer immer uns gleichsetzt mit dem Feinde, kann niemals einer der Unsrigen sein."
Der auserwählte Imam Abu Muhammad al-Hassan4 (a.), der Enkel des Propheten und der Fürst der Jugend des Paradieses, sagte: „Seid ehrfürchtig gegenüber Allah durch uns, denn wir sind Eure Befehlshaber."
Imam Abu Muhammad5 (a.), der Herr jener, die sich niederwerfen, pflegte mit der Rezitation folgenden Verses des Erhabenen lange
1 Familie des Propheten (s.)
2 Stamm des Propheten (s.)
3 Gemeint ist die ausgeführte Handlung
4 Imam Hassan ibn Ali (2. Imam)
5 Imam Ali ibn al-Hussain Zain-ul-Abidien (4. Imam)
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Zeit zu Allah zu beten: „ Oh ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaften"1. Seine Anrufungen umfassten auch die Bitte, ihm doch den Rang der Aufrichtigen einzuräumen und ihn (dadurch) zu erhöhen. Neben einer Schilderung der Heimsuchungen [mihan] beschrieben sie auch die Anmaßungen jener Ketzer, die sich sowohl von den Glaubensführern als auch vom Stamme des Propheten lösten.
Er (a.) sprach: „Manche neigten dazu, unserer Herrschaft gegenüber nachlässig zu sein. Ihre Argumente stützten sich auf die mehrdeutigen Verse im Qur'an, ihre Interpretationen folgten eigenem Ermessen. Und hinsichtlich der Überlieferungen [hadithf über uns - die zu unseren Gunsten sind - hegten sie Zweifel."
Er (a.) sagte weiter: „ Wohin nun sollen die Kinder dieser Gemeinschaft flüchten, da doch die wegweisenden Zeichen dieser Religionsgemeinschaft verloren gegangen und über sie Spaltung und Uneinigkeit gekommen ist und man sich gar gegenseitig des Unglaubens bezichtigt? Allah, der Erhabene sprach: , Und seid nicht wie diejenigen, die sich gespalten haben und uneinig waren, nachdem zu ihnen die klaren Beweise gekommen sind'3. Wem also darf man vertrauen, wenn es um Beweisermittlung und die Erhellung von Grundsätzen geht, wenn nicht den Qur'an-Kundigen, den Söhnen der Imame der Rechtleitung, den Leuchten in der Finsternis, die Allah seinen Dienern als Beweis geschickt hat? Allah ließ die Menschheit nicht gänzlich ohne maßgebende Autorität. Ihr erkennt und findet sie in nichts anderem als in den Zweigen des gesegneten Baumes4, in der bleibenden Auslese, die Allah von jeglicher Un-
1 Heiliger Qur'an (9:119)
2 Anstelle des im islamischen Sprachgebrauch üblichen Fachbegriffs „Hadith" wird in diesem Buch durchgehend die deutsche Übersetzung „Überlieferung" verwendet.
3 Heiliger Qur'an (3:105)
4 Gemeint ist der Stammbaum des Propheten bzw. seine auserwählte Nachkommenschaft
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reinheit befreite, bis auf das Letzte läuterte und von jeglichen Übeln freisprach. Im Qur'an verpflichtete er zur Liebe zu ihnen."
Dies waren genau seine (a.) Worte. So prüfe sie nun ebenso gründlich wie die angeführten Äußerungen des Befehlshabers der Gläubigen1. Du wirst erkennen, dass sie beide der schiitischen Rechtsschule [madhab] zu diesem Gegenstand eindeutig ähneln. Betrachte diese Sätze, die wir aus ihren Reden herangezogen haben, als ein Muster für die Aussagen der übrigen Imame von den Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait], denn sie stimmen darin überein. Unsere authentischen Überlieferungen über sie - in dieser Konsultation - weisen (zudem) eine ununterbrochene Kette von Gewährsmännern auf, d.h. sie sind zuverlässig.
Der Friede sei mit Dir.
Die 7. Konsultation - Bitte um Beweise durch Allah und Seinen Gesandten
13. Dhul-Qada 1329 (5.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Liefere aus dem Qur'an und von den Äußerungen des Gesandten Allahs (s.) einen Beweis, der eindeutig Zeugnis davon ablegt, dass die Verpflichtung zur Nachfolge sich einzig und allein auf die Imame der Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait] bezieht. All das, was nicht selbst als das Wort Allahs oder als Aussage seines Gesandten betrachtet werden kann, sollten wir an dieser Stelle außer acht lassen. Die Worte eurer Imame sind nämlich als Argumente gegen ihre Widersacher von keinerlei Gültigkeit. Sie bei dieser
1 Imam Ali (a.)
2 Gemeint sind die Überlieferer
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Frage (dennoch) als Beweismittel anzuführen heißt nichts weiter, als sich im Kreis zu drehen, wie Du sicherlich weißt.
Der Friede sei mit Dir.
Die 8. Konsultation - Das Gleichnis der Arche Noah als Erlösung
15. Dhul-Qada 1329 (7.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Wir haben den unmissverständlichen Beweis aus den Worten des Propheten (s.) durchaus nicht unberücksichtigt gelassen, sondern wir haben ihn vielmehr in unserer ersten Konsultation klar und deutlich vermerkt, indem wir auf die Verpflichtung der Gefolgschaft der Imame aus dem Hause des Propheten, die ihnen mehr als ihren Mitmenschen gebührt, hinwiesen.
Jenes ist der Fall, überall, wo wir sagen, dass Er1 sie2 (a.) mit dem unzweifelhaften Buch zusammenband und sie zu einem Vorbild für all jene machte, denen Verstand gegeben wurde, sie zu Schiffen der Rettung, zum Schutz der Gemeinschaft und sie zur Pforte der Vergebung machte, auf die das Überlieferte, in diesem Sinn hinweist, das aus dem wahrhaftigen Verhalten und eindeutigen Textstellen besteht. Wir sagen, dass Du zu denjenigen gehörst, der auf das Überlieferte, das nur auf einer Aufstellung basiert, verzichten kann und zu denen gehörst, die im Zusammenhang mit der oben aufgeführten Anspielung keiner Erklärung bedürfen. Weiterhin sagten wir, dass Du zu denjenigen zählst, bei denen eine
1 Allah
2 Die Ahl-ul-Bait
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Andeutung jede weitere Erklärung überflüssig macht und die bei einem Wink keine Verdeutlichung nötig haben.
Die Worte unserer Imame also haben, aufgrund des von uns Angedeuteten, gegen ihre Widersacher durchaus Gültigkeit. Sie in dieser Frage als Beweismittel anzuführen, heißt daher nicht, wie Du weißt, dass man sich im Kreis bewegt.
Vor Dir liegt (nun) eine Zusammenfassung all der Worte des Propheten (s.), auf die wir (bereits) hingewiesen haben. Er ermunterte die Unwissenden und wies die Nachlässigen an, indem er (s.) ausrief:
„Oh ihr Menschen! Ihr werdet nicht in die Irre gehen, wenn Ihr an dem festhaltet, was ich Euch hinterlassen habe: den Qur'an und die Nachkommenschaft meiner Angehörigen [itrati Ahl-ul-Baiti]."
Und er (s.) sagte: „Nach meinem Tode werdet Ihr nicht in die Irre gehen, wenn Ihr an dem festhaltet, was ich Euch hinterlassen habe: den Qur'an, ein vom Himmel bis zur Erde hinabreichendes Seil und die Nachkommenschaft meiner Angehörigen [itrati Ahl-ul-Baiti]. Beide werden nicht getrennt werden, bis sie bei mir am Wasserbecken1 eingetroffen sind. Also seht, wie Ihr mir in ihnen nachfolgen könnt!"
Und er (s.) sagte: „Ich hinterlasse Euch zwei Nachfolger: den Qur'an, der ein sich zwischen Himmel und Erde erstreckendes Seil ist und die Nachkommenschaft meiner Angehörigen. Beide werden nicht getrennt werden, bis sie bei mir am Wasserbecken eingetroffen sind."
1 Gemeint ist: bis zum jüngsten Tag im Paradies
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Und er (s.) sagte: „Ich habe Euch die beiden Gewichtigen1 hinterlassen: den Qur'an und meine Angehörigen [Ahl-ul-Baiti]. Beide werden nicht getrennt werden, bis sie bei mir am Wasserbecken eintreffen."
Und er (s.) sagte: „Bald werde ich gerufen, und (diesem Rufe) werde ich folgen. Ich hinterlasse Euch die beiden Gewichtigen: Das Buch Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen und meine Nachkommenschaft. Der Qur'an ist ein vom Himmel bis zur Erde hinabreichendes Seil und meine Nachkommenschaft sind die Angehörigen meines Hauses [wa itrati Ahl-ul-Baiti]. Der Gütige und Allwissende hat mir verkündet, dass beide nicht getrennt werden, bis sie bei mir am Wasserbecken eintreffen. Also seht zu, wie Ihr sie befolgen könnt."
Als er (s.) von der Abschiedspilgerfahrt zurückgekehrt war und sich am Brunnen von Chumm [ghadir chumm] niedergelassen hatte, befahl er, dass man den Boden unter den größeren Bäumen [dau-hat]2 vom Staub befreien solle. Er sprach: „Es ist so, als ob ich gerufen würde und ich (diesem Rufe) folgen müsste. Ich habe Euch die beiden Gewichtigen hinterlassen, von denen eines bedeutender als das andere ist: der Qur'an und meine Nachkommenschaft [itrati]. Also seht, wie Ihr in ihnen nachfolgen könnt, denn beide werden nicht getrennt werden, bis sie bei mir am Wasserbecken eintreffen."
Ferner sagte er (s.): „Allah der Allmächtige und Erhabene ist mein Schutzherr [mawla] und ich bin der Schutzherr eines jeden Gläubigen. " Hierauf nahm er die Hand Alis und sprach: „ Wem ich sein Schutzherr [mawla] bin, dem sei er sein Gebieter [wali]. Oh Allah!
1 Die „beiden Gewichtigen" heißen im Arabischen: al-Thaqalain. Dementsprechend ist diese bedeutsame und berühmte Überlieferung auch die als Thaqalain-Überlieferung bekannt.
2 Der hier verwendet Begriff bedeutet neben „größerem verzweigten Baum" gleichzeitig auch „Stammbaum", so dass in dem Satz auch eine nichtmaterielle Bedeutung erkennbar ist.
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Wer ihm beisteht, dem sei ein Freund, wer ihm aber feindlich gesonnen ist, dem sei ein Feind." Soweit die ungekürzte Überlieferung.
Abdullah ibn Hantab sagte: Der Gesandte Allahs hat sich in al-Dschuhfah1 mit Folgendem an uns gewandt. „Habe ich nicht mehr Anspruch auf Euch als Ihr selbst?" - „Doch, oh Gesandter Allahs", antworteten die Anwesenden, worauf er sagte: „So werde ich Euch nach zwei Dingen befragen: den Qur'an und meine Nachkommenschaft [ itrati]."
Die authentischen Überlieferungen - hinsichtlich der Verpflichtung an den beiden Gewichtigen festzuhalten - werden (allesamt) in lückenlosen Überlieferungsketten überliefert. Sie leiten sich über zwanzig Gewährsmänner her und unterstützen sich gegenseitig.
Der Gesandte Allahs (s.) erwähnte diese Aussprüche in den unterschiedlichsten Situationen: Einmal an jenem Tage am Brunnen von Chumm, wie Du ja bereits gehört hast, einmal bei Arafat2 zur Zeit der Abschiedspilgerfahrt, einmal nach seinem Aufbruch von at-Ta'if, einmal auf seiner Kanzel in Medina und ein weiteres Mal, als er im Beisein der Gefährten krank in seinem segensreichen Zimmer weilte. Dort sagte er: „ Oh ihr Menschen! Mein Tod ist nahe und bald wird man mich holen. Ich habe schon zu Euch gesprochen und bin somit entschuldigt. Ich hinterlasse Euch das Buch Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, und die Angehörigen meiner Nachkommenschaft [itrati Ahl-ul-Baiti]. Hierauf nahm er die Hand Alis, hielt sie hoch und sprach: ,Seht! Dieser ist mit dem Qur'an und der Qur'an ist mit Ali. Beide trennen sich nicht, bis sie bei mir am Wasserbecken eintreffen.'"
2
1 Ort bei Mekka Berg bei Mekka
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Eine ganze Reihe von herausragenden Gelehrten der Allgemeinheit hat (genau) dies bestätigt und selbst Ibn Hadschar, der ja die Überlieferung über die beiden Gewichtigen [hadith al-thaqalain] übermittelt hat, äußerte sich hierzu: „Und wisse, dass dieser Ausspruch, der ein Festhalten an den beiden Gewichtigen nahe legt, viele Ü-berlieferungswege kennt, die sich auf mehr als zwanzig Prophetengefährten zurückverfolgen lassen." Diese umfangreichen Überlieferungswege wurden in dem Kapitel „Die elf Ähnlichkeiten" erwähnt. Bei einer seiner Überlieferungen heißt es, dass der Prophet diese Aussage bei Arafat zur Zeit der Abschiedswallfahrt machte; nach einer anderen war sie von ihm zu hören, während er im Beisein der Gefährten krank in seinem Zimmer weilte, und nach einer weiteren äußerte er den Ausspruch an dem Brunnen von Chumm. Sodann heißt es an anderer Stelle - wie bereits erwähnt - dass seine erwähnte Aussage nach seinem Fortgang von Ta'if gemacht wurde.
Er (Ibn Hadschar) sagte: „Dies muss kein Widerspruch sein, denn die Tatsache, dass der Ausspruch an diesen und jenen Orten wiederholt worden ist, und zwar gemäß der Bedeutung des Qur'ans und der reinen Nachkommenschaft [al-itrah-tut-tahirah] steht nichts entgegen."
Den Imamen der reinen Nachkommenschaft ist es Genüge, dass sie bei Allah und seinem Gesandten den Rang des Buches einnehmen. Weder von vorne noch von hinten gelingt es der Falschheit, sich ihm zu nähern. Um an der Verehrung ihrer Lehre1 fest zu halten, mag dies als zwingender Beweis genügen. Denn der Muslim kann sich unmöglich mit einem Ersatz für Allahs Buch zufrieden geben. Warum also strebt er danach, sich von jenen, die sich mit dem Qur'an im Gleichgewicht2 befinden zu entfernen?
1 bzw. Rechtsschule
2 wörtlich: die Waage halten
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„Ihr werdet nicht in die Irre gehen, solange Ihr an dem festhaltet, was ich Euch hinterlassen habe: Das Buch Allahs und meine Nachkommenschaft [itrati]." In diesen Worten, die man von ihm berichtet, geht es - wie allgemein bekannt - um den Irrweg desjenigen, der eben nicht zugleich an beiden festhielt. Dies wird durch die Aussage des Gesandten (s.) in der Überlieferung zu den beiden Gewichtigen bei al-Tabarani bekräftigt: „ Geht ihnen nicht voran, sonst werdet Ihr zugrunde gehen und wendet Euch nicht von ihnen ab, sonst werdet Ihr verloren sein. Versucht auch nicht, sie zu belehren, denn sie sind wissender als Ihr es seid."
Ibn Hadschar sagte hierzu: „Seine Worte: „Geht ihnen nicht voran, sonst werdet Ihr zugrunde gehen und wendet Euch nicht von ihnen ab, sonst werdet Ihr verloren sein. Versucht auch nicht, sie zu belehren, denn sie sind wissender als Ihr es seid", sind ein Beweis, dass derjenige, der sich mit ihnen verbindet, einen hohen Rang und eine religiöse Stellung hat, die den anderen voran steht."
Wodurch wird die Verbindung zu den Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait] aufgenommen und der Gläubige aufgefordert, sich in der Religion auf sie zu konzentrieren? Es ist der Ausspruch des Gesandten Allahs (s.) „Ist das Gleichnis der Angehörigen meines Hauses [Ahl-ul-Bait], die unter Euch weilen, etwa nicht (wie) das Gleichnis der Arche Noahs; wer mit ihr fährt, der wird gerettet werden, wer sich hingegen von ihr fernhält, wird ertrinken."
Und weiterhin: „Wahrlich, die Angehörigen meines Hauses, die unter Euch sind, ähneln der Arche Noahs: Wer mit ihr fährt, der wird gerettet werden, wer sich hingegen von ihr fernhält, wird ertrinken. Die Angehörigen meines Hauses, die unter euch weilen, sind wie die Pforte der Vergebung von den Sünden bei den Nachkommen Israels. Wer sie durchschreitet, dem wird verziehen."
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Und weiterhin: „Die Sterne sind für die Erdbewohner Schutz vor dem Untergang1 und die Angehörigen meines Hauses sind für meine Gemeinschaft Schutz vor den Meinungsverschiedenheiten. Sollte ihr auch nur ein arabischer Stamm mit Widerspruch entgegentreten, so wird Uneinigkeit über ihn kommen, und er wird der Partei Satans anheim gefallen sein."
Dies ist der Grund, allerdings nicht ausführlich dargelegt, hinsichtlich der Verpflichtung der Gemeinschaft, ihnen zu folgen und sich von Meinungsverschiedenheiten fernzuhalten. Keine anderen Worte - so denke ich - könnten dies besser verdeutlichen als dieser Ausspruch.
Mit den Angehörigen seines Hauses [ahl-ul-baitihi] ist hier die Gesamtheit der Imame gemeint, nicht also die Gesamtheit aller Angehörigen des Prophetenhauses. Denn diesen Rang nehmen - gemäß der Vernunft und der Überlieferung - lediglich die Beweise Allahs [hudschatuUah] und die Bewahrer seiner ureigensten Angelegenheiten ein.
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Eine Gruppe von hervorragenden Gelehrten der Allgemeinheit hat dies bestätigt. So steht in Ibn Hadschars „al-Sawa'iq ul-Muhriqah"3 geschrieben: „Einige von ihnen sagen: Es ist möglich, dass man mit den Schutz gewährenden Angehörigen des Hauses des Propheten [ahl-ul-bait] diejenigen von ihnen meinte, denen Wissen gegeben worden ist, da sie - den Sternen gleich - sich auf die rechte Führung verstehen. Sollte es sie nicht mehr geben, so wird über alle Erdbewohner die bereits angekündigten Zeichen kommen."
1 Gemeint ist die Navigation der Schiffe anhand der Gestirne. Entsprechend soll man sich an den Ahl-ul-Bait orientieren.
2 Gemeint sind die Sunniten
3 Übersetzt: Der brennende Blitzschlag
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Er (s.) sagte weiter: „Dieses wird geschehen, sobald der Mahdi erscheint, denn in den Überlieferungen heißt es, Jesus werde hinter ihm sein Gebet verrichten und dem Widersacher [dadschal] zu seiner Zeit den Tod bringen; hierauf erfolgt dann ein Zeichen nach dem anderen."
Und anderswo bemerkte er: „Man fragte den Gesandten Allahs (s.): , Wie werden die Menschen leben, wenn sie1 nicht mehr gegenwärtig sind?' Er antwortete: ,Ihr Leben wird einem Esel gleichen, der ein gebrochenes Rückgrat hat.'"
Du weißt, dass der Prophet (s.), als er sie (a.) mit der Arche Noahs verglichen hat, folgendes damit in Sinn hatte: Wer bei ihren gesegneten Imamen Schutz und bei ihnen Unterweisung sucht, der rettet sich vor der Qual des Höllenfeuers. Wer sich hingegen von ihnen fernhält, gleicht einem Menschen, der auf einem Berge Obdach sucht2, um vor der göttlichen Entscheidung zu fliehen. Das Ertrinken darauf erfolgt diesseits im Wasser, wohingegen es sich jenseits im Sud der Hölle zuträgt - möge Allah uns schützen!
Die Bedeutung ihrer Ähnlichkeit (s.) mit der Pforte der Sündenvergebung ist, dass Allah, der Höchste, jene Pforte zu einem Sinnbild der Demut - in Anbetracht Seiner Erhabenheit, Seines Tadels und Seiner Weisheit - gemacht hat, und damit gab es ein Mittel zur Erlangung der Vergebung. Diese Unterwerfung und dieser Gehorsam der Gemeinschaft galt den Angehörigen des Prophetenhauses und das Befolgen ihrer Imame stellt eine Äußerung der Demut, in Anbetracht Seiner Erhabenheit, Seines Tadels und Seiner Weisheit dar, denn mit diesen gab es ein Mittel zur Erlangung der Vergebung. Dies ist die Bedeutung der Ähnlichkeit.
1 Gemeint sind die Angehörigen der Prophetenhauses
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2 Während die Sintflut
Hierin also liegt die besagte Ähnlichkeit. Nachdem Ibn Hadschar diese Aussprüche überliefert hat, versucht er eben diese Ähnlichkeit näher zu erläutern: „Sie mit der Arche zu vergleichen, soll Folgendes veranschaulichen: ,Wer sie aus Dankbarkeit gegenüber der Gnade Desjenigen, der ihnen Ehre erwiesen hat, liebt und rühmt, und wer sich von ihren Gelehrten [ulama] rechtleiten lässt, der rettet sich vor der Dunkelheit des Zwiespalts. Wer jedoch dahinter zurückbleibt, ertrinkt im Meer der Undankbarkeit und geht zugrunde in den Wüsten der Tyrannei.'"
Und weiter sagte er: „ Wenn sie mit der Pforte der Sündenvergebung verglichen werden, so bedeutet dies, dass Allah das Durchschreiten dieser zu Jericho oder Jerusalem gehörenden Pforte in einer demütigen Haltung, in der man um Verzeihung bittet, zur Grundlage der Vergebung gemacht hat. Und dies gilt ebenso für die Liebe gegenüber den Angehörigen des Propheten."
Die glaubwürdigen Überlieferungen über die Verpflichtung zur Gefolgschaft an die Imame werden (alle) in ununterbrochenen Ü-berlieferungsketten überliefert, und zwar hauptsächlich über den Weg der reinen Nachkommenschaft.
Wenn wir nun nicht so den Widerwillen befürchten würden, hätten wir bei unseren Nachforschungen der Feder freien Lauf gelassen. Jedoch entsprechen unsere Worte (bereits) dem, was wir beabsichtigten.
Der Friede sei mit Dir.
Die 9. Konsultation - Die Bitte nach weiteren relevanten Texten
17. Dhul-Qada 1329 (9.11.1911)
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Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Lass der Feder freien Lauf und befürchte nicht den Überdruss, denn ich höre Dir aufmerksam zu und bin offenen Herzens. Wenn ich jetzt an Deinem Wissen teilhabe, so ist mein Geist dabei gesammelt und meine Seele [nafsi] beruhigt. Das, was mir (bisher) von Deinem überzeugenden Argumenten zugetragen wurde, hat meine Kräfte neu belebt und jeglichen Widerwillen von mir genommen.
Lass mir daher mehr zuteil werden von der Fülle Deiner Äußerungen und dem Ausmaß deiner Weisheit, denn in Deinen Worten suche ich die Weisheit, die andernorts auf falsche Bahnen gelangt zu sein scheint. Deine Überlegungen haben mein Herz benetzt mit kühlendem Wasser und ich beschwöre Dich nun bei deinem Vater: Lass mir davon mehr zuteil werden - Allah zum Wohlgefallen.
Der Friede sei mir dir.
Die 10. Konsultation - Der Eindruck eines hinreichenden Textes
19. Dhul-Qada 1329 (11.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Wenn Du meiner Konsultation mit Wohlwollen begegnest und Dich konzentriert mit ihr beschäftigst, so hast Du damit meine Hoffnungen erfüllt und mein Bemühen mit Erfolg gekrönt. Wer von lauterer Absicht und guter Gesinnung, von bescheidenem Wesen und Ausgewogenheit beseelt sich zeigt und wer dazu charakterlich gefestigt und gekrönt mit Wissen in die Sphären der Einsicht gelangen konn-
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te, der ist würdig, dass die Wahrheit in seinem Wort und seiner Schrift Gestalt annehme, und dass die Gerechtigkeit und Ehrlichkeit sich durch sein Sprechen und sein Schreiben offenbare.
Deine Worte „Lass mir mehr davon zuteil werden" haben mich dazu bewogen, Dir Dank zu sagen und Deiner Bitte zu entsprechen, denn wie sollte eine solche Freundlichkeit, ein solches Wohlwollen und solche Bescheidenheit noch übertroffen werden? Hier bin ich -Dir ganz zu Diensten!
Im Namen Allahs, segne ich Deine Augen und sage:
Al-Tabarani schrieb in „al-Kabir"1 und al-Rafi in seinem Werk „al-Musnad"2, die Kette der Gewährsmänner geht auf Ibn Abbas zurück: Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Wem es gefällt, ein Leben wie das meinige zu führen, einen Tod wie den meinigen zu sterben und in dem von meinem Herrn geschaffenen Paradies zu wohnen, der soll nach meinem Tode Ali und darauf jenem Treu ergeben sein, dem er die Herrschaft und Führung anvertraut hat. Die Angehörigen meines Hauses [ahl-ul-baiti] soll er sich zum Vorbild nehmen, denn sie sind von derselben Abstammung, wie ich es bin, sie sind geschaffen aus meiner Erde3 und sind beschenkt mit meinem Verstand und meinem Wissen. Unheil denen aus meiner Gemeinschaft, die ihren Vorrang leugnen und meine Bande zu ihnen durchzuschneiden suchen. Möge Allah ihnen meine Fürsprache verweigern! "
Es berichteten Matir, al-Barudi, Ibn Gharir, Ibn Schahin und Ibn Manda über Ishaq von Ziyad bin Matraf, der sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen: ,Wer ein Leben wie das meinige führen, einen Tod wie den Meinigen sterben und in das Paradies
1 Das Große
2 Die lückenlose Überlieferung
3 Gemeint ist der gleiche Lehm, aus dem der Prophet (s.) geschaffen wurde
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eingehen will, das mein Herr mir versprochen hat und das ewig währen wird, der muss Ali und dessen Nachkommen die Herrschaft übertragen. Dann werde sie Euch weder aus dem Tor der Rechtleitung hinaus, noch in das Tor der Irreführung hineingehen lassen.'"
Ähnlich lautet die Überlieferung von Zaid bin Arqam, der sagte: „Der Gesandte Allahs (s.) sagte: ,Wer ein Leben wie das meinige führen, einen Tod wie den meinigen sterben und im Garten der E-wigkeit wohnen möchte, den Allah mir versprochen hat, der muss Ali bin Abi Talib die Herrschaft und Führung übertragen. Dann wird er euch weder von dem rechten Wege abirren, noch einen falschen betreten lassen.'"
Ebenso verhält es sich mit der Überlieferung von Ammar bin Yassir, der sagte: „Der Gesandte Allahs sagte: ,Diejenigen, die an mich geglaubt und mir vertraut haben, befehle ich, Ali bin Abi Talib die Herrschaft und Führung zu übertragen. Wer ihm die Macht gibt, der gibt auch mir die Macht, und wer mir die Macht gibt, der gibt auch Allah die Macht. Wer ihn liebt, der liebt auch mich, und wer mich liebt, der liebt Allah. Wer ihn hasst, der hasst Allah, den Allmächtigen und Erhabenen.'"
Vom Ammar wird zurückgehend auf den Propheten überliefert: „Bei Allah, wer an mich geglaubt und mir vertraut hat, der muss Ali bin Abi Talib die Herrschaft und Führung übertragen. Denn seine Herrschaft ist meine Herrschaft, und meine Herrschaft ist die Herrschaft Allahs, des Erhabenen."
Der Prophet (s.) sagte einmal in einer Predigt: „Oh ihr Menschen! Der Vorzug, die Würde, der Rang und die Vormundschaft gebühren dem Gesandten Allahs und seiner Nachkommenschaft. Las st euch nicht von nichtigem Gerede leiten!"
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Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „In jeder (mir) nachfolgenden Generation gibt es Rechtschaffene von den Angehörigen meines Hauses [ahl-ul-baiti]. Sie weisen die falschen Darstellungen der Irrenden, die Behauptungen der Lügner und die Auslegungen der Unwissenden zurück. Wahrlich, sie sind eure Imame und eure Fürsprecher bei Allah. Gebt in Freundschaft acht, wen ihr beauftragt!"
Und er (s.) sprach: „Geht ihnen nicht voran und wendet euch nicht ab von ihnen, sonst werdet ihr zugrunde gerichtet. Versucht auch nicht, sie zu belehren, denn sie sind wissender als ihr es seid!"
Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Lasst den Angehörigen meines Hauses [ahl-ul-baiti] jene Stellung zukommen, die das Haupt hinsichtlich des Körpers innehat und die von den Augen hinsichtlich des Hauptes eingenommen wird. Nur mit den Augen vermag der Kopf den rechten Weg zu finden."
Und er (s.) sprach: „Bleibt uns, den Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait] in Freundschaft zugetan. Wer sich so verhält, wird, sobald er Allah begegnet, durch unsere Fürsprache in das Paradies eingehen. Bei dem, der meine Seele in seiner Hand hält1, nur das Wissen um unser Recht kann den Menschen helfen."
Und der Prophet (s.) sagte: „Die Familie Muhammads zu kennen, bedeutet die Erlösung von dem Höllenfeuer; die Familie Muhammads zu lieben, bedeutet das Erreichen des rechten Weges; der Familie Muhammads die Vormundschaft [wilaya] zu übertragen, bedeutet Sicherheit vor dem Strafgericht des Jüngsten Tages."
Und der Prophet (s.) sprach: „Die beiden Füße eines Menschen werden am Jüngsten Tag solange nicht verschwinden2, bis man ihn nicht über vier Dinge befragt haben wird: Darüber nämlich, wie er
1 Gemeint ist der Schöpfer
2 d.h. in die Hölle eingehen und dort vernichtet werden
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sein Leben verstreichen ließ, wie er seinen Körper behandelte, wie er sein Hab und Gut erwarb und es verwendete und über seine Liebe zu uns, den Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait]."
Der Prophet (s.) sagte: „ Wenn sich jemand ständig mit nebeneinander gestellten Füßen zwischen der Kaaba und der Stätte1 aufhielte, und wenn er dazu betete und fastete, dabei aber der Familie Muhammads mit Hass begegnete, so ginge er in das Höllenfeuer."
Der Prophet (s.) sagte: „ Wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, der stirbt als Märtyrer. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, dem wird in der Todesstunde vergeben. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, der stirbt in Reue. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, der stirbt als Gläubiger in Vollendung seines Glaubens. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, dem verheißt der Todesengel das Paradies; eben dies tun auch Munkir und Nakir2. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, der wird feierlich in das Paradies geleitet; ganz so, wie die Braut feierlich in das Haus ihres Gemahls geleitet wird. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, dem werden in seinem Grab zwei Türen zum Paradies geöffnet. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, dessen Grab macht Allah zu einem Ort, an dem die Engel des Erbarmens in Erscheinung treten. Wahrlich, wer mit Liebe zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, der stirbt gemäß der Sunna (des Propheten) und gemäß der Gemeinschaft. Wahrlich, wer (hingegen) mit Hass zur Familie Muhammads im Herzen stirbt, bei dem wird am Tag der Auferstehung zwischen seinen Augen geschrieben stehen: ,Er verzweifelte an der Gnade Allahs bis zu den letzten Worten seiner Rechtfertigung.'"
1 Gemeint ist die Abrahamstätte neben der Kaaba
2 Die beiden Engel, die einen Verstorbenen nach seinem Glauben fragen.
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Der Prophet (s.) wollte hiermit die unverbindlichen und willkürlichen Anschauungen zurückweisen. Die Inhalte dieser prophetischen Aussagen werden in lückenlosen Überlieferungsketten überliefert und zwar hauptsächlich über den Weg der reinen Nachkommenschaft.
Wenn die Imame nicht die vortrefflichen Beweise Allahs [hudscha-tullah] und die Quelle seiner korrekten Rechtsprechung wären, wenn sie nicht des Gesandten Allahs Stelle in Gebot und Verbot einnähmen und wenn sie ihn nicht in den offenkundigsten Aspekten seiner Rechtleitung verträten, so würde ihnen dieser Rang niemals zuteil. Aus diesem Grund ist derjenige, der sie liebt, auch Allah und seinem Gesandten in Liebe zugetan und derjenige, der sie hasst, ist auch Allah und seinem Gesandten gegenüber mit Hass erfüllt.
Der Prophet (s.) sagte: „Uns liebt einzig und allein der fromme Gläubige und nur der elende Heuchler ist des Hasses voll für uns."
Deshalb sagte al-Farazdaq über sie: „Der Segen einer Gesellschaft besagt: Sie zu lieben ist Glaube und sie zu hassen ist Unglaube, und ihre Nähe bedeutet Sicherheit und Zuflucht. Wenn man die Gottesehrfürchtigen betrachtet, so sind sie ihre Imame; denn würde gesagt: , Wer sind die Besten der Erdenbewohner?', so würde gesagt: ,Sie sind es'."
Der Befehlshaber der Gläubigen1 (a.) pflegte zu sagen: „Ich und all jene so Vortrefflichen, die meiner Herkunft sind, die Gütigen, die mir entstammen, sie zeichnen sich durch höchste Weisheit in der Jugend und durch vollendetste Gelehrsamkeit im Alter aus. Allah verbannte durch uns die Lüge und durch uns lässt er des Wolfes Maul zerreißen. Er lindert durch uns eure Not und nimmt euch die Schlinge vom Hals. Durch uns setzt Allah den Anfang und das Ende."
1 Imam Ali (a.)
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Es genügt, dass wir ihnen - allen anderen gegenüber - Vorrang einräumen, ganz in der Weise, wie Allah, der Allmächtige und Erhabene ihnen Vorzug gibt, so dass er sogar das ihnen geltende Bittgebet zu einem Teil des Pflichtgebets für alle seine Diener machte. Ohne dieses wäre das Gebet eines jeden Menschen ganz verfehlt, selbst wenn er aufrichtig und gerecht wäre, oder er gar eine, zwei oder eine Reihe von Erleuchtungen hätte. Kein Diener Allahs jedoch kann sich seinen Pflichten entziehen. In der Erfüllung seiner Pflichten verehrt er Allah, wenn er für sie betet, ebenso wie er ihn mit den beiden Glaubensbekenntnissen verehrt. Diesem Rang wandten sich die Gesichter der Gemeinschaft zu und vor ihm senkten sich die Blicke deren, die ihr Imame nanntet.
1 9
Imam Schafii (r.) sagte: „Oh ihr aus dem Hause des Gesandten Allahs! Die Liebe zu euch ist eine Pflicht, die Allah im Qur'an offenbart hat. Als höchste Tugend genügt es euch, dass für den, der nicht für euch betet, kein Gebet Gültigkeit hat."
Mit dieser Anzahl an Überlieferungen, die in der heiligen Sunna vorkommen, und die zu den Beweisen hinsichtlich der Verpflichtung der Annahme ihrer Handlungen, Aussprüche, Entscheidungen und ihrer Vorschriften gehören, wollen wir es nun genug sein lassen.
Es gibt im Buche Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, eindeutige Verse zu finden, die dies zur Auflage machen. Wir vertrauen sie dem Zeugnis Deines Verstandes und Deines scharfen Intellekts an, denn Du gehörst zu denjenigen, denen eine andeutende Ein-flechtung genügt und die schon auf einen Wink eines Fingerzeigs verzichten können.
1 Auf ihn geht ein der vier sunnitischen Rechtsschulen zurück
2 radiyallahu anhu: Allah möge an ihm Wohlgefallen finden
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Lob sei Allah, dem Herrn der Menschen in aller Welt. Der Friede sei mit Dir.
Die 11. Konsultation - Anfrage nach klaren Zeichen im Buch Allahs
20. Dhul-Qada 1329 (12.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Durch Deinen erhabenen Brief wurde ich beehrt. Er zeugt vom geraden Weg und der vorgeschriebenen Lehre und füllt somit den Krug der Wissbegier. Wie sich ein Sturzbach vom Bergesgipfel ergießt, brachtest Du darin Ideen hervor, so dass sich mein Blick wandelte. In Ruhe habe ich den Brief gelesen und sah Dich ausgezeichnet durch große Stetigkeit, standhafte Unbeirrbarkeit, Gewandtheit in der Sprache und bisweilen scharfer Zunge.
Als ich eintauchte in die Erkundung Deiner Argumentation und mich vertiefte in die Erforschung Deiner Beweise, sah ich mich in eine erstaunliche Lage versetzt. Deine Argumente betrachtend erkenne ich, dass sie stichhaltig sind und Deine Beweise halte ich für unbestritten. Auf die reine Nachkommenschaft [itrah-tu-tahirah] blicke ich und stelle fest, dass sie bei Allah und Seinem Gesandten eine hohe Stellung innehaben. In Ehrfurcht und Verehrung senkt sich auf sie der Flügel der Demut. Dann betrachte ich die Leute der Qibla1 und den größten Teil der Vertreter dieser Gemeinschaft und sehe, dass sie - ebenso wie die Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait] - anders sind, als es die Äußerungen dieser Beweisführung auferlegen. So ziehe ich zwei Seelen in mir zu Rate: Eine See-
1 Qibla ist die Gebetsrichtung der Muslime. Mit „Leute der Qibla" ist die Gesamtheit aller Muslime gemeint.
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le neigt nun dazu, dieser Beweisführung zu folgen, während die andere ihre Zuflucht zur Mehrheit der Leute der Qibla nimmt.
Die erste Seele sei ganz Deiner Führung unterstellt, sie wird Deinen Händen sicher nicht entgleiten; die andere jedoch ging Dir infolge ihres Eigensinns verloren, sie lehnte sich sogar gegen Dich auf. Bist Du fähig, sie mit Hilfe schlagender Beweise aus dem Qur'an zu besiegen, so dass sie von ihrem derzeitigen Weg abgebracht wird? Und vermagst Du es, Dich zwischen sie und die herkömmliche Auffassung zu stellen?
Der Friede sei mit Dir.
Die 12. Konsultation - Beweise aus dem Qur'an
22. Dhul-Qada 1329 (14.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Gelobt sei Allah, gehörst Du zu jenen, die das Buch mit Wissen bereicherten und sowohl das Offenkundige als auch das Verborgene in ihm mit Erfahrung zu umgeben wussten. Oder wem sind denn sonst noch solche glanzvollen Beweise offenbart worden, wie die über den Weg der reinen Nachkommenschaft? Und bezogen sich die erfüllten Urteile des Buches hinsichtlich der Entfernung jeglichen Schmutzes1 etwa nicht auf sie? Für welchen Menschen gilt denn etwas Vergleichbares, wie der Beweis ihrer Lauterkeit?
Und wurde uns die Verpflichtung zur Freundschaft ihnen gegenüber nicht durch klare Offenbarung auferlegt? Hat Gabriel den Beweis durch die gegenseitige Verfluchung [mubahala]2 nicht nur für sie
1 Vergleiche Heiliger Qur'an 33:33.
2 Heiliger Qur'an 3:61
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hinabgesandt und brachte er das Lob etwa für jemand anderen als nur für sie?
Nein! Durch die Nennung ihrer Namen wurde Wohlgeschmack gewährt. Sind sie etwa nicht das Seil Allahs, Der sagt:
„Und haltet euch fest am Bindeseil Allahs, allesamt, und spaltet euch nicht! "1
Und sind sie nicht die Aufrichtigen, von denen Er sagt:
„ Oh ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaften!"2
Und sind sie nicht der Weg Allahs, wobei Er sagt: „Dies ist Mein richtiger Weg, also folgt ihm. "3 Und sind sie nicht der Pfad Allahs, wobei Er sagt:
„... und folgt nicht den anderen Pfaden, so dass ihr von Seinem Pfad getrennt werdet. "4
Und sind sie nicht Seine S ach verwalter, über die Er sagt:
„Oh ihr die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denjenigen unter euch, die Befehlsgewalt haben. "5
1 Heiliger Qur'an 3:103
2 Heiliger Qur'an 9:119
3 Heiliger Qur'an 6:153
4 Heiliger Qur'an 6:153
5 Heiliger Qur'an 4:59
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Und sind sie nicht die Leute der (göttlichen) Anrufung [ahl-ul-dhikr], von denen Er sagte: „... also fragt die Leute der Anrufung, wenn ihr nicht wisst." 1
Und sind sie nicht die Gläubigen, von denen Er sagte:
„ Wer sich von dem Gesandten abspaltet, nachdem ihm die Rechtleitung klargemacht wurde, und er folgt einem anderen als dem Weg der Gläubigen, machen Wir ihn verantwortlich für das, wofür er Verantwortlichkeit gewonnen hat und lassen ihn in der Hölle brennen ..." 2
Und sind sie nicht die rechte Führung, über die Er sagte:
„Du bist ja ein Warner; und für jedes Volk gibt es einen Rechtleitenden. "3
Und gehören sie nicht zu denen, denen Allah Gnade erwiesen hat? Er verdeutlichte es mit den beiden Sieben4 in dem erhabenen Qur'an und sprach:
„Leite uns den richtigen Weg, den Weg derjenigen, denen Du wohlgetan hast."5
Und Er sagte:
1 Heiliger Qur'an 21:7
2 Heiliger Qur'an 4:115
3 Heiliger Qur'an 13:7
4 Einerseits können die Brust, bestehend aus zwei mal sieben Rippen gemeint sein gemäß den vierzehn Reinen, und andererseits analog dazu die erste Sure des Heiligen Qur'an bestehend aus 7 Versen, die mit den Ahl-ul-Bait verbunden sind und zwei Mal offenbart wurde.
5 Heiliger Qur'an 1:5-6
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„Jene sind mit denjenigen, denen Allah Gnade erwiesen hat von den Propheten und den Wahrhaften und den Glaubenszeugen und den Rechtschaffenen." 1
Hat Er ihnen nicht die Herrschaft übertragen und hat Er diese nach dem Tode des Gesandten nicht auf sie beschränkt?
„Euer Schutzfreund ist ja Allah und Sein Gesandter und diejenigen, die glauben, diejenigen, die das Gebet einrichten und die Zakat geben, und sie sind die sich Beugenden. Und wer sich mit Allah und Seinem Gesandten und denjenigen befreundet, die glauben, so sind sie die Partei Allahs, und sie sind die Siegreichen." 2
Hat Er nicht demjenigen Vergeltung gewährt, der bereut, der glaubt und Gutes tut. Die Vergebung ist aber an die Hinführung zu ihrer Herrschaft gebunden. Wahrlich, Er spricht:
„Doch siehe, Ich bin Allvergebend gegen den, der bereut und glaubt und das Gute tut, und dann der Führung folgt."
Ist ihre Herrschaft nicht ein Teil der Treuhänderschaft [amana], über die Allah, der Erhabene, sagte:
„ Wir haben ja das Anzuvertrauende den Himmeln und der Erde und den Felsenbergen angeboten, da weigerten sie sich, dass sie es tragen und schreckten davor zurück, und der Mensch hat es getragen, der ist ja unrecht handelnd und unwissend." 4
Ist sie nicht ein Teil der Religion des Islam, in die einzutreten Allah befahl? Er sagte:
1 Heiliger Qur'an 4:69
2 Heiliger Qur'an 5:55-56
3 Heiliger Qur'an 20:82
4 Heiliger Qur'an 33:72
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„ Oh ihr, die ihr glaubt, tretet ein in das Friedensheil, gänzlich, und folgt nicht den Schritten des Teufels." 1
Ist sie nicht die Wohltat, über die Allah, der Erhabene, sagte:
„Dann, ganz bestimmt, werdet ihr gefragt, an diesem Tag, nach der Wohltat." 2
Wurde dem Gesandten Allahs (s.) nicht befohlen, sie zu verkünden? Wurde er nicht in dieser Hinsicht bedrängt, so dass es fast einer Drohung Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, gleichkam, Der sagte:
„ Oh du Gesandter! Verkündige, was zu dir hinabgesandt ward von deinem Herrn; und wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht verkündigt. Allah wird dich vor den Menschen schützen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungläubigen den Weg." 3
Wurde der Gesandte Allahs (s.) bei Verkündung der Botschaft mit Allah nicht vervollkommnet an dem Tage beim Brunnen von Chumm, als er seine wortreiche Rede hielt und die Flut seiner Worte sich ergoss? An jenem Tage offenbarte Allah daraufhin:
„Heute habe Ich eure Glaubenslehre für euch vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Bekenntnis erwählt. "4
Weißt Du nicht, wie dein Herr mit jenen verfuhr, die ihre Herrschaft offen verleugnete, als er diesbezüglich mit lauter Stimme verkünde-
1 Heiliger Qur'an 2:208
2 Heiliger Qur'an 102:8
3 Heiliger Qur'an 5:67
4 Heiliger Qur'an 5:3; davon steht zudem der Satz: „Heute sind die Ungläubigen an eurem Glauben verzweifelt, also fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich."
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te: „ Oh Allah, wenn dies Deine Wahrheit ist, dann lass Steine auf uns regnen und füge uns schmerzliche Pein zu." Da fiel ein großer Stein aus dem Himmel auf ihn, so wie zuvor mit den Leuten des Elefanten1 verfahren wurde. Daraufhin sandte Er Folgendes herab:
„Ein Fragender fragt nach der Strafe, die da treffen wird - die Ungläubigen - es kann sie keiner abwehren" 2
Und die Menschen werden am Tage ihrer Auferstehung nach der Führerschaft dieser (Ahl-ul-Bait) befragt werden, so wie es in der Auslegung der Worte des Erhabenen zu finden ist:
„ Und haltet sie an; denn sie sollen befragt werden.
u 3
Zahlreiche Überlieferungen des Gesandten Allahs (s.) wurden zur Erläuterung dieses Verses überliefert. Und zweifelsohne hat die Liebe zu den Ahl-ul-Bait solch eine Bedeutung, dass die Gewährleistung dieses Erfordernisses Teil dessen ist, womit Allah die Propheten entsandte und worauf Er ihnen die Beweise und die Vormundschaft errichtete. So findet man es auch in der Auslegung der Worte Allahs, des Erhabenen:
„ Und frage, wen Wir vor dir gesandt haben von Unseren Gesandten: " 4
Der Führungsauftrag gehört doch zu den Dingen, zu welchen Allah alle Seelen verpflichtete, als Er sie schuf am Tag von „Alastu"5, wie es im folgenden Wort Allahs, des Erhabenen zu finden ist:
1 Hinweis auf Sure 105 im Heiligen Qur'an
2 Heiliger Qur'an 70:1-2
3 Heiliger Qur'an 37:24
4 Heiliger Qur'an 43:45
5 „Alastu" ist die arabische Frage „bin ich nicht" aus dem Versteil: "Bin Ich nicht euer Herr?"
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„Und als dein Herr von den Kindern Adams aus ihren Rücken ihre Nachkommenschaft nahm und sie gegen sich selbst Zeugnis gaben: Bin Ich nicht euer Herr? 'Sie sagten: ,Ja doch, wir bezeugen es''„1.
Und Adam (a.) erhielt von seinem Herrn Namen, derer Er sich bedienen konnte und Er wandte ihm Seine Gnade zu. Und Allah bestrafte die (Menschen) nicht, da sie (die Ahl-ul-Bait) unter ihnen auf Erden und ihre Mittler zu Ihm waren.2
Sie sind die Beneideten, von denen Allah sagt:
„ Oder beneiden sie etwa die Menschen für das, was ALLAH ihnen von Seiner Gunst zuteil werden ließ? " 3
Sie sind diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind und über die Allah sagt:
„ Und die Festgegründeten im Wissen sagen: , Wir glauben daran, alles ist von unserem Herrn'" 4
Und sie sind die Männer der Höhen, über die Allah sagt:
„ Und in den Höhen sind Leute, die alle an ihren Merkmalen erkennen werden."5
Und sie sind die Leute der Aufrichtigkeit, über die Allah sagt:
1 Heiliger Qur'an 7:172
2 Gemäß dem Heiligen Qur'an 8:33: „Allah aber wollte sie nicht strafen, solange du unter ihnen warst, noch wollte Allah sie strafen, während sie Vergebung suchten. "
3 Heiliger Qur'an 4:54
4 Heiliger Qur'an 3:7
5 Heiliger Qur'an 7:46
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„ Unter den Gläubigen sind Leute, die dem Bündnis, welches sie mit Allah geschlossen haben, die Treue hielten. Es sind welche unter ihnen, die ihr Gelübde erfüllt haben, und welche, die noch warten, und sie haben (sich) nicht im geringsten verändert." 1
Und sie sind die Männer der Lobpreisung Allahs, über die Allah, der Erhabene, sagt:
„Darin preisen (sie) Ihn am Morgen und am Abend. Männer, die weder Ware noch Handel abhält von dem Gedenken an Allah und der Verrichtung des Gebets, und dem Geben der Zakat. Sie fürchten einen Tag, an dem sich Herzen und Augen verdrehen werden" 2
Und ihre Häuser erwähnt Allah, der Mächtige und Erhabene, mit den Worten:
„In Häusern, die Allah zu errichten verfügt hat, damit Sein Name darin geehrt wird." 3
Und Allah hat ihre Leuchte im Lichtvers4 zum Gleichnis für Sein Licht gemacht. Ihm gebührt das höchste Vorbild im Himmel und auf Erden, denn Er ist der Mächtige, der Weise.
Sie sind diejenigen, die vorangingen und jene, die Allah nahe stehen. Sie sind die Rechtschaffenen, die Märtyrer und die Tugendhaften. Allah, der Erhabene, sagt über sie und diejenigen, die ihnen nahe stehen:
„Und unter denen, die Wir erschufen, gibt es eine Gemeinschaft, die mit der Wahrheit leitet und danach Gerechtigkeit übt." 5
1 Heiliger Qur'an 33:23
2 Heiliger Qur'an 24:36-37
3 Heiliger Qur'an 24:36
4 Heiliger Qur'an 24:35
5 Heiliger Qur'an 7:181
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Über ihre Schar und die Schar ihrer Feinde sagt Allah:
„Nicht gleich sind die Bewohner des Feuers und die Bewohner des Gartens. Es sind die Bewohner des Gartens, die erfolgreich sind." 1
Und weiter sagt Er über beide Gruppen:
„Sollen Wir etwa diejenigen, die glauben und gute Werke üben, gleich behandeln wie die, die Verderben auf Erden stiften? Sollen Wir die Gerechten behandeln wie die Ungerechten?" 2
Und Er sagt auch über sie:
„ Wähnen diejenigen, die Böses verüben, etwa, dass Wir sie denen gleich behandeln werden, die glauben und gute Werke tun, so dass ihr Leben und ihr Tod gleich sein wird? Schlimm ist, wie sie urteilen!!" 3
Und Er sagt über sie und ihre Anhängerschaft:
„Wahrlich, diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, sind die besten der Geschöpfe."4
Und Er sagt über ihre Gegner:
„Diese beiden sind zwei Streitende, die über ihren Herrn hadern. Für die, die nun Glaubensgegner sind, werden Kleider aus Feuer zurechtgeschnitten werden; siedendes Wasser wird über ihre Köpfe gegossen werden "
1 Heiliger Qur'an 59:20
2 Heiliger Qur'an 38:28
3 Heiliger Qur'an 45:21
4 Heiliger Qur'an 98:7
5 Heiliger Qur'an 22:19
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Und über sie und ihre Feinde wurde herabgesandt:
„Ist wohl jener, der gläubig ist, dem gleich, der frevelt? Sie sind nicht gleich. Jene aber, die glauben und gute Werke tun, werden Gärten der Geborgenheit haben als einen Wohnsitz für das, was sie getan haben. Jene aber, die ungehorsam sind - ihre Herberge wird das Feuer sein. Sooft sie (auch) daraus entfliehen wollen, sie werden wieder dahin zurückgetrieben, und es wird zu ihnen gesprochen: , Kostet nun die Strafe des Feuers, die ihr zu leugnen pflegtet!'" 1
Und über sie und diejenigen, die sich bei ihnen der Tränkung der Pilger (in Mekka) des Baus der heiligen Stätte rühmen, sandte Allah, der Erhabene, herab:
„Wollt ihr etwa die Tränkung der Pilger und die Erhaltung der Heiligen Moschee (den Werken) dessen gleichsetzen, der an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt und in Allahs Pfad streitet? Vor Allah sind sie nicht gleich. Und Allah weist nicht dem sündigen Volk den Weg" 2
Und über die Schönheit ihrer Geduld und die Erhabenheit ihrer Tapferkeit sagt Allah, der Erhabene:
„Und unter den Menschen ist manch einer, der sich selbst hergibt im Verlangen nach Allahs Wohlgefallen. Und Allah ist wahrlich gütig gegen die Diener."
Und Er sagt:
1 Heiliger Qur'an 32:18-20
2 Heiliger Qur'an 9:19
3 Heiliger Qur'an 2:207
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hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung - bindend für Ihn - in der Thora und im Evangelium und im Qur'an. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit. Denjenigen, die sich in Reue (zu Allah) wenden, (Ihn) anbeten, (Ihn) lobpreisen, die (in Seiner Sache) umherziehen, die sich beugen und niederwerfen, die das Gute gebieten und das Böse verbieten und die Schranken Allahs achten - verkünde (diesen) Gläubigen die frohe Botschaft.“1
Weiterhin heißt es im Heiligen Qur'an:
„Diejenigen, die ihren Besitz bei Nacht und Tag, geheim oder offen, spenden - denen ist ihr Lohn von ihrem Herrn (gewiss), und sie brauchen keine Furcht zu haben noch werden sie traurig sein." 2
Sie glaubten an die Wahrheit, und der Wahrhaftige - gepriesen sei Sein Name - legt für sie Zeugnis ab und sagt:
„ Und der, der die Wahrheit bringt, und (der, der) sie bestätigt - das sind die Gottesfürchtigen."
Sie sind die getreue Schar des Gesandten Allahs und seine Ihm nahe stehenden Anverwandten, die Allah ausgezeichnet hat, indem Er sie gnädig in Seine Obhut nahm und auf erhabene Weise für sie sorgte. Er sprach (zum Heiligen Propheten):
„ Und warne deine nächsten Verwandten." 1
1 Heiliger Qur'an 9:111-112
2 Heiliger Qur'an 2:274
3 Heiliger Qur'an 39:33
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Sie sind die Blutsverwandten, und die Blutsverwandten stehen einander am nächsten. Dies ist im Buche Allahs festgelegt.
Sie sind diejenigen, die am Tag der Auferstehung emporsteigen zu Seiner Stufe und in den Gärten der Glückseligkeit mit Ihm vereint sind, wie es aus der bezeichnenden Aussage des Erhabenen zu entnehmen ist:
„Und diejenigen, die glauben und deren Nachkommen ihnen im Glauben folgen, mit denen wollen Wir ihre Nachkommen vereinen. Und Wir werden ihnen ihre Werke nicht im geringsten schmälern. Jedermann ist ein Pfand für das, was er gewirkt hat."
Sie sind diejenigen, die im Besitz des Anrechts sind, über das der Qur'an offen mit seiner Herabsendung verkündete:
„Also gib dem Verwandten sein Recht."
Und sie sind Besitzer der Fünftelabgabe [chums], die das Gewissen nur durch Entrichtung zu entlasten vermag:
„ Und wisset, was immer ihr gewinnen möget, es gehört ein Fünftel davon Allah und dem Gesandten" 4
Sie sind die Beschenkten:
1 Heiliger Qur'an 26:214; während jener Veranstaltung, als der Prophet (s.) seine verwandten warnte, stellte er ihnen gleichzeitig die Nachfolger unter seinen verwandten vor, wie es später noch dargestellt wird.
2 Heiliger Qur'an 52:21
3 Heiliger Qur'an 30:38
4 Heiliger Qur'an 8:41; Der Vers geht weiter: "..und den Waisen und den Bedürftigen und dem Wanderer, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir niedersandten zu Unserem Diener", und alles ist gemäß einigen Auslegungen eine Beschreibung der Ahl-ul-Bait.
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„ Was Allah Seinem Gesandten als Beute von den Bewohnern der Städte gegeben hat, das ist für Allah und für den Gesandten und für die nahen Verwandten und die Waisen und die Armen und den Wanderer." 1
Und es sind die Angehörigen des Hauses gemeint, die durch die Worte des Erhabenen angesprochen sind:
„Allah wünscht nur Unreinheit von euch zu nehmen, ihr Angehörigen des Hauses [ahl-ul-bait], und euch rein und lauter zu machen. "2
Sie sind die Leute des „Yasin", die Allah im Qur'an mit den Worten erwähnt:
„Friede über die Familie des Yasin [aali yasin]." 3
Und sie sind die Familie Muhammads [aali muhammad], hinsichtlich derer Allah Seinen Dienern auferlegte, über sie Segen und Gruß auszusprechen:
„ Wahrlich, Allah sendet Segnungen auf den Propheten, und Seine Engel grüßen ihn. Oh ihr, die ihr glaubt, grüßt (auch) ihr ihn und wünscht ihm Frieden in aller Ehrerbietung." 4
1 Heiliger Qur'an 59:7
2 Heiliger Qur'an 33:33
3 Heiliger Qur'an 37:130; es ist zu berücksichtigen, dass diese Darstellung nur mit einer zweiten, bei Schiiten bekannten Lesart des Verses deutlich wird; in der allgemeinen Lesart wird der Begriff als „il-yasin", also „Elias" gelesen, obwohl es kein zusammenhängendes Wort ist, sondern aus zwei voneinander getrennten Worten besteht.
4 Heiliger Qur'an 33:56
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Und sie (die Anhänger des Propheten) sprachen: „Oh Gesandter Allahs! Den Gruß an Dich kannten wir schon. Aber wie lautet der Segen über Dich? Und er antwortete: ,Sprecht: Oh Allah, segne Muhammad und die Familie Muhammads'", gemäß der Überlieferung.1
So wurde offensichtlich, dass der Segen über sie ein Teil des Gebets ist, der in diesem Vers zur Pflicht auferlegt worden ist. Deshalb rechneten die Gelehrten ihn zu den Qur'an-Versen, die über sie herabgesandt wurden.
Selbst Ibn Hadschar rechnet ihn im elften Kapitel seines Werkes „al-Sawa'iq" zu den Qur'an-Versen über sie (a.): „Der Baum des Paradieses [tuba], gehört ihnen und der vortreffliche Ort im Garten Eden öffnet ihnen die Tore: Wer mit ihnen wetteifert, erfährt das Wesen der Sonne. Mühselig und ermüdend ist es für den, der mit ihr wetteifert."
Und sie sind die Auserwählten unter den Dienern Allahs, diejenigen, die - mit Allahs Erlaubnis - mit guten Taten vorangingen. Sie sind die Erben des Buches Allahs, über die Er sagte:
„Dann gaben Wir das Buch jenen unter Unseren Dienern, die Wir erwählten, zum Erbe. Und unter ihnen sind einige, die gegen sich Selbst unrecht handeln", dies ist derjenige, der seine Imame nicht kennt, „und unter ihnen sind einige, die immer den rechten Pfad einhalten," dies sind die Anhänger der Imame, „und unter ihnen sind einige, die (andere) übertreffen an Güte und Tugend mit Allahs Erlaubnis." Dies ist der Imam. „Das ist die große Gnade." 2
1 U.a. in Bucharis „Sahih" im Abschnitt über die Erläuterungen zum Heiligen Qur'an als Erläuterung zu besagtem Vers sowie bei Muslims „Sahih" im Abschnitt über das Gebet.
2 Heiliger Qur'an 35:32
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Damit soll es nun mit der Aufzählung der Verse über ihren Vorrang genug sein. Ibn Abbas sagte: „Über Ali wurden 300 Verse herabgesandt."1 Ein anderer sagte: „Über diese (Ahl-ul-Bait) wurde ein Viertel des Qur'ans herabgesandt." Es ist nicht verwunderlich, denn sie und er sind Brüder, die nicht voneinander getrennt werden.
Ich halte mich jetzt zurück in Anbetracht der Tatsache der Wiederholung der eindeutigen Verse, welche die Mutter des Buches bilden. Nimm sie als Erlaubnis zum Voranschreiten. Mit ihnen brechen die Säulen des Morgens plötzlich herein. Nimm sie ruhig und einzeln, aus freien Stücken und ungetrübt an. Nimm sie von einem Kenner, der dir Kleinigkeiten bringt an. Wende Dich nicht, wie ein Besserwisser ab.
Der Friede sei mit Dir.
Die 13. Konsultation - Argumentation zur Überlieferung
23. Dhul-Qada 1329 (15.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Möge Allah Deine Hand und Deinen Schreiber segnen. Wie erhaben sind doch die Zeilen und die Antwort auf die angeführten Zweifel und Widerspruch. Und wie verteidigungswürdig sind die weisen Schreiben gegenüber der Ansicht ihrer Kritiker und forschenden Wissenschaftler. Deine Seiten bemühen sich um ein Ziel, gehen einen beabsichtigten Weg in einer entschlossenen Weise. Deine
1 Siehe Kap. 9 in Sawalq al Muhriqah von Ibn al-Askari
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Argumente werden von einem Weisen nicht überhört ohne das lobende Widerhallen.
Bezüglich Deines letzten Briefes muss festgestellt werden, dass der Wildwasserbach übergeflossen ist, er ist übergesprudelt unterstützt durch ideale Vers-Zitate und angemessene Beweise mit Deinem eigenen Plädoyer auf den Druck der Anklage, ohne jegliche Schwäche bei all jenem, was Dir (an Wissen) anvertraut ist. Wer immer Dich anzweifelt ist schwach in der Beweisführung, halsstarrig, argumentiert falsch und handelt wie ein Ignorant.
Allerdings könnten Deine Gegner argumentieren, dass all jene, die diese Aussagen überliefert haben, Schiiten waren, und dieses nicht maßgebend für Sunniten sein kann. Was wäre dann Deine Antwort darauf? Bitte höflichst, versorge uns mit Deinen Argumenten, so Du es möchtest, und bitte akzeptiere meinen Dank.
Der Friede sei mit Dir.
Die 14. Konsultation - Ansichten der Gegner
24. Dhul-Qada 1329 (16.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Unsere Antwort wäre, dass jene Argumente unserer Gegner falsch sind. Sie sind haltlos aufgrund der Täuschung in den wesentlichen und auch weniger wesentlichen Argumenten.
Bezüglich der weniger wesentlichen Argumente, wobei ich das Argument meine, dass all jene, die diese Aussagen überliefert haben, Schiiten waren, ist festzustellen, dass diese offensichtlich falsch
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sind, wie es von verlässlichen sunnitischen Kompetenzen bestätigt wird, die jene Aussagen aufgezeichnet haben, wie wir es bereits dargelegt haben.
Ihre gesicherten Werke [musnad]1 bestätigen es in einem Ausmaß, dass eine höhere Anzahl an Überlieferungen diesbezüglich beinhaltet, wie wir es in unserem Buch „Tandhil ul-Ayat al-Bahira" im Abschnitt „Tugenden der reinen Familie" bereits beschrieben haben. Du kannst Dich auch beziehen auf das Buch „Ghayah ul-Maram", dass sehr weit verbreitet ist in der islamischen Welt.
Was das wesentlichen Argument angeht, dass Schiiten in der sunnitischen Welt als glaubhafte Überlieferer nicht akzeptiert seien, ist dessen Fehlerhaftigkeit noch deutlicher erkennbar als bei den weniger wesentlichen Argumenten. Die bei Sunniten akzeptierten Werke beinhalten die Belege hierzu, denn die Persönlichkeiten, auf die sie sich beziehen sind voller schiitischer Namen. Nimm als Beispiel die sechs Sahih-Werke2 und andere Werke, die sich darauf beziehen. Letztgenannten wurden von denen, die behaupten, sie seien vom richtigen Weg abgewichen, mit einem Brandmahl versehen wie „Ablehner" [rafidhi3]. Ihnen wurde vorgeworfen Extremist, Fanatiker und Ablehner von rechten Weg zu sein.
Selbst unter Bucharis Überlieferern gibt es Schiiten, denen man vorgeworfen hat „Ablehner" zu sein und sie mit Hass abgestempelt hat. Dennoch hat solch eine Beurteilung Buchari und andere nicht dazu bewegt Zweifel an ihrer zuverlässig zu haben. Letztgenannter bezieht sich sogar in seinem Werk „Sahih" auf sie und fühlt sich dabei wohl. Wie können daher diejenigen, die behaupten, dass Sun-
1 gemeint sind die für Sunniten akzeptable Geschichts-Werke
2 Gemeint sind die sechs bei Sunniten am meisten akzeptierten Überlieferungs-Sammlungen
3 Der Begriff „rafidhi" bedeutet allgemein „Ablehner", womit die Ablehnung der ersten drei Kalifen gemeint ist. Der Begriff wurde i.d.R. nur gegen Schiiten verwendet.
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niten sich nicht auf Schiiten beziehen, Gehör finden? Sicherlich doch nicht, oder?
Derartige Gegner sind ignorant. Wenn sie die Wahrheit wüssten, müssten sie auch die Tatsache wissen, dass Schiiten stets den Fußstapfen der Abkömmlinge der reinen Familie1 gefolgt sind. Ihr Benehmen entsprach den Abkömmlingen. Somit sind diejenigen, auf die sie sich beziehen, unvergleichlich in Wahrhaftigkeit und Wahrheitsliebe. Unvergleichlich sind auch ihre vertrauenswürdigen Helden in Demut und Umsicht. Für ihre zuverlässigen Würdenträger gibt es keine edleren Menschen in Entsagung der Welt, in ihrer Gottesehrfurcht, dem Gottesdienst, den guten Eigenschaften, der Selbstdisziplin, der Selbstentsagung und Selbsterziehung. Niemand gleicht ihnen im Verständnis der Wahrheit und deren Verteidigung mit großer Sorgfalt und Maßhaltung.
Wenn ihr Gegner ihren Wert erkannt hätten, wie es der Realität entsprach, hätte selbst er ihnen vertraut und seine eigenen Angelegenheiten ihnen anvertraut. Aber seine Ignoranz gegenüber ihnen brachte ihn zum willkürlichen Umherirren gegenüber ihnen wie ein blindes Tier in der dunklen Nacht. Dabei hätte er von den wertvollen Hinterlassenschaften des Islam profitieren können, wie es z.B. Muhammad ibn Ya'qub al-Kulaini tat und andere Wahrheitsliebende, wie Muhammad ibn Ali ibn Babawayh al-Qummi und ein Vordenker der Umma, wie Muhammad ibn al-Hassan ibn Ali al-Tusi. Er hat ihre wertvollen Bücher herabgewürdigt, welche die Hüter des Wissens der Familie Muhammads (s) sind, er hat ihre Vordenker angezweifelt, welche doch die Pioniere des Wissens sind, die uns das Wissen über den Heiligen Qur'an näher gebracht haben und die ihr leben der Verbreitung der Lehre Allahs, dem Erhabenen und Allmächtigen, Seines Buches und seines Gesandten (s.) und der Imame der Muslime und ihrer Anhänger gewidmet haben.
1 Ahl-ul-Bait
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Sowohl wahrhaftige als auch bösartige Individuen können ersehen, wie rechtschaffene Menschen die Angelegenheit der Verbreitung von Lügen beurteilen. Tausende Bücher haben Lügen aufgedeckt, haben Fälschungen der Überlieferungen gekennzeichnet als eine Sünde, die mit dem Höllenfeuer bestraft wird. Sie wurden bestätigt in ihrer Beurteilung durch eine wissenschaftsübergreifende Beurteilung der Überlieferungen. Und sie haben solch eine Verbreitung gleichgesetzt mit dem widerrechtlichen Fastenbrechen sowohl hinsichtlich der Entschädigung als auch hinsichtlich der Reue, die jemanden betrifft, der im Monat Ramadan sein Fasten vorsätzlich bricht. Die islamische Rechts sprechung und Überlieferungen sind in diesem Zusammenhang eindeutig.
Wie also kann jemand die Sammler derart beschuldigen, während sie doch die Aufrichtigen und Rechtschaffenen sind, die Nacht und Tag mit Gebet und Fasten verbracht haben? Seit wann wurden jene Aufrichtigen unter den Unterstützern der Familie Muhammads (s.) beschuldigt, während die Charidschiten1, Muridschiten und Qadris nicht beschuldigt wurden? Was ist das anderes als offen Feindschaft gepaart mit hässlicher Ignoranz?
Wir nehmen unsere Zuflucht zu Allah, dass er uns immer beistehe, und von Ihm erhoffen wir Hilfe gegen die negativen folgen von Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Es gibt keine Kraft noch Macht außer durch Allah, dem Erhabenen, dem Allmächtigen,
und der Friede sei mit Dir.
1 Ablehner der Wahrheit, die einen Krieg gegen Imam Ali (a.) angezettelt haben. Hier wird darauf verwiesen, dass so mancher jener, die einen Krieg gegen Imam Ali (s.) angezettelt hat unter den glaubwürdigen Überlieferern in sunnitischen Hauptwerken gilt.
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Die 15. Konsultation - Details der Wahrheit
25. Dhul-Qada 1329 (17.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Dein letzter Brief war makellos in seiner Aussagekraft und klar in seiner Aussage, freundlich und von großem Nutzen, leicht verständlich, enorm wirkungsvoll, weitsichtig und gut begründet. Ich habe es leidenschaftlich studiert und aus dem Inhalt wird Dein Erfolg deutlich und Zeichen Deines Könnens werden ersichtlich.
Als Du darauf hingewiesen hast, dass Sunniten sich auch auf Schiiten beziehen, hast Du es nur kurz dargestellt. Du hast Deine Aussage diesbezüglich nicht weiter ausgeführt. Es wäre hilfreich, wenn Du jene Personen und ihre Namen nennen könntest, die in sunnitischen Texten erwähnt werden und deutlich wird, dass sie Schiiten waren und niemals Abstand davon genommen haben. Kannst Du uns damit versorgen, so dass die Flagge der Wahrheit sichtbar wird und das Licht der Gewissheit erscheint?
Der Friede sei mit Dir.
Die 16. Konsultation - Unzählige schiitische Größen in Sunniten Werken
2. Dhu-l-Hidscha 1329 (24.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
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Ja, ich will Dich schnellstmöglich versorgen mit dem, was Du erbeten hast1 und beschränke mich dabei auf einige jener Persönlichkeiten, die von Leuten aus nah und fern gesichtet wurden, wobei ich nicht all zu ausführlich auf jeden einzelnen eingehen werde, da es den Rahmen unserer Konsultation sprengen würde. Hier sind ihre Namen und die Namen ihrer Väter in alphabetischer Reihenfolge2.
1. Aban ibn Taghlib ibn Riyah al-Qari3 al-Kufi4
Ibn al-Dhahabi5 hat seine Biographie in seinem eigenen Werk „Mi-zan"6 folgendermaßen aufgezeichnet: „Aban ibn Taghlib (r.) aus Kufa ist ein standhafter Schiit. Dennoch ist er glaubhaft, weshalb wir uns auf seine Glaubwürdigkeit verlassen und überlassen ihm seine Strafe für sein Abweichen 7". Er verwies auch darauf, dass Ahmad ibn Hanbai, Ibn Muln und Abu Hatim ihm Glauben schenkten. Ibn Adi zitiert ihn und behauptet, dass er ein „extremer Schiit" sei. Ibn al-Dhahabi fährt fort in der Beschreibung seiner Glaubwürdigkeit und zählt ihn zu den Herrschaften, auf welchen Muslim und die Autoren der vier sunnitischen Geschichtswerke [sunan], nämlich Abu Dawud, al-Tirmidhi, al-Nisa'i und Ibn Mad-scha sich beziehen, wobei er seinen Namen mit ihren Initialen mar-
1 Im dieser Konsultation werden im Folgenden 100 Namen und Kurzbiographien von Schiiten aufgelistet, die von sunnitischen Überlieferungswerken zitiert werden, obwohl der jeweilige sunnitische Autor wusste, dass der Überlieferer ein Schiit war. Leser, die sich nicht für die Details interessieren, können diesen extrem langen Abschnitt überspringen und ohne wesentlichen Informationsverlust in der nächsten Konsultation oder ab Seite 175 weiter lesen.
2 Die alphabetische Reihenfolge bezieht sich auf die arabischen Buchstaben.
3 Der Rezitator des Heiligen Qur'an
4 Bezeichnung für jemanden, der aus Kufa stammt
5 Ein bekannter sunnitischer Autor, der Biographien zusammengestellt und veröffentlicht hat
6 Neben al-Dhahabi haben auch andere ihr Werk „al-Mizan" genannt, so dass jenes Werk immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Autor erwähnt wird, um Missverständnisse zu vermeiden.
7 Für manche sunnitische Autoren galt die Schia als „Abweichung"
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kiert. Es sei auf die Wiedergabe der Überlieferungen in Muslims „Sahih" und den vier sunnitischen Geschichtswerken [sunan] verwiesen mit Bezug auf al-Hakam und al-A'masch zusätzlich zu Fud-hail ibn Umar. Sufyan ibn Ayina, Schu^ba und Idris al-Audi zitieren ihn, wie es in Muslims Buch aufgezeichnet ist. Er starb 141 n.H, möge Allah ihm gnädig sein.
2. Ibrahim ibn Yazid ibn Umar ibn al-Aswad al-Nachi al-Kufi, der Jurist [faqih]
Seine Mutter war Malika, die Tochter von Yazid ibn Qais al-Nachi und Schwester von al-Aswad, Ibrahim und Abdurrahman, die Söhne von Yazid ibn Qais. Genau so wie ihre Onkel Alqama und Ubayy, die Söhne des Qais, gehörten sie zu den zuverlässigsten und respektiertesten Persönlichkeiten unter den Muslimen. Die Autoren der sechs Sahih-Bücher1, wie auch andere haben sich auf sie bezogen, obwohl sie wussten, das sie Schiiten waren.
Was Ibrahim ibn Yazid selbst betrifft, so zählt ihn Ibn Qutaiba in seinem Buch „al-Ma'arif" auf Seite 206 zu den schiitischen Würdenträgern, die er dort aufzählt, und beschreibt seine Zuverlässigkeit als gesichert. Vergleiche dazu die Überlieferungen in Bucharis und Muslims Sahih-Werken, wo er zitiert wird von der Mutter seines Onkels Alqama ibn Qais und von Hammam ibn al-Harith, Abu Ubaida ibn Abdullah ibn Mas'ud, Ubaida und al-Aswad ibn Yazid, seinem Onkel. Vergleiche auch seine Überlieferung in Muslims „Sahih" über seinen Onkel mütterlicherseits, über Abdurrahman ibn Yazid und über Sahm ibn Mundschab, Abu Muammar, Ubaid ibn Nadla und Abis. In beiden Sahih-Werken wird er zitiert von Fudhail ibn Umar, al-Mughira, Ziyad ibn Kulaib, Wasil, al-Hassan ibn Ubaidullah, Hammad ibn Abu Sulaiman, und
1 Gemeint sind die sechs Hauptwerke der Sunniten
2 Die sehr oft auftretende Beschreibung „seine Überlieferung" bedeutet „die von ihm über den Propheten Muhammad (s.) weitergegebene Überlieferung".
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von Samak. Ibrahim wurde 50 n.H geboren und starb im Alter von 95 oder 96 Jahren vier Monate vor dem Ableben von al-Hadschadsch.
3. Ahmad ibn al-Mufdhil ibn al-Kufi al-Hafri
Abu Zur'a und Abu Hatim zitieren ihn und verweise auf ihn obwohl sie absolut sicher waren, dass es sich um einen Schiiten handelt. In Ahmads Biographie, wie es in al-Mizan angegeben wird, beleuchtet Abu Hatim diesen Sachverhalt, indem er schreibt: „Ahmad ibn al-Mufdhil ist einer der Anführer der Schiiten, aber er ist glaubhaft". Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem Buch „al-Mizan" versieht ihn zudem mit den Initialen von Abu Dawud und al-Nisa'i mit dem Hinweis, dass auch diese ihn als zuverlässig einstufen. Vergleiche dazu die Überlieferungen in ihren „Sahih" übermittelt durch al-Thawry. Er überliefert es über die Mittelsmänner Asbat und Ibn Nadhir und Isra'il.
4. Ismall ibn Aban al-Azdi al-Kufi al-Warraq
Er war einer der Lehrer von Buchari. Allamah1 al-Dhahabi schreibt, dass Buchari und Tirmidhi ihre jeweiligen Auffassungen auf die von ihm übermittelte Überlieferungen gründete, und er schreibt auch, dass Yahya und Ahmad2 Überlieferungen von ihm übernommen haben. Buchari stuft ihn als wahrhaftigen Überlieferer ein. Andere Autoren beschreiben, dass er der schiitischen Glaubenslehre folgt und dass er 286 n.H. verstorben ist. Al-Qaisarani hingegen setzt den Todeszeitpunkt auf 216 n.H fest und versichert, dass Buchari die Überlieferungen direkt von ihm übernommen hätte für seine Bücher und auch in seinem „Sahih".
1 Auszeichnungstitel eines hochgelehrten islamischen Wissenschaftlers.
2 Immer wenn der Name „Ahmad" ohne weiteren Zusatz als Quelle genannt wird, ist Ahmad ibn Hanbal gemeint.
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5. Ismall ibn Chalifah al-Malal al-Kufi
Sein Beiname ist Abu Israll, und es ist der Name unter dem er allgemein bekannt ist. Allamah al-Dhahabi schreibt in seinem Buch „Mizan al-I'tidal": „Er war ein fanatischer Schiit hielt Uthman1 für einen Ungläubigen" und hat diesem zahlreiche weitere Kommentare über ihn beigefügt. Trotz alldem haben Tirmidhi und andere Schreiber von Geschichtswerken [sunan] durch ihm übermittelte Überlieferungen übernommen und Abu Hatam hat diese zudem als glaubwürdig eingestuft. Abu Zarah betrachtete ihn als einen wahrhaftigen Berichterstatter, obwohl seine Ansichten etwas fanatisch wären. Ahmad ibn Hanbal hält seine Überlieferungen für „würdig zum Aufzeichnen". Ibn Muln beurteilt ihn als vertrauenswürdig. Der Autor Fallas bemerkt: „Er gehört nicht zu denen, die Falsches äußern", und die von ihm übermittelten Überlieferungen sind im „Sahih" von al-Tirmidhi zu finden. Und Ibn Qutaiba zählt ihn in seinem Buch „Ma'arif" zu den berühmtesten Schiiten.
6. Ismall ibn Zakariyya Chalkani al-Kufi
Al-Dhahabi beschreibt in seinem „Mizan al-Ftidal" dass er ein Vertrauenswürdiger und ein Schiit ist. Und er gehört zu denen, bei dem die von ihm übermittelten Überlieferungen in allen sechs „Sahih" Büchern zu finden sind. Sie stehen in Buchari und Muslims. Er starb 104 n.H.
7. Ismall ibn Abbad ibn al-Abbas al-Taleghani
Sein Beiname ist Abul-Qasim, er ist jedoch besser bekannt unter dem Namen al-Sahib ibn Abbad. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem Buch „al-Mizan" mit den zusätzlichen Initialen „DT" auf seinem Namen, die darauf hinweisen sollen, dass sowohl Dawud als auch al-Tirmidhi auf ihm aufbauen in ihrem Sahih-Bücher. Anschließend
1 Dritter amtierender Kalif
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beschreibt er ihn als „begabten Schiiten, ein Mann des Wortes". Die Tatsache, dass er Schiit war, kann von niemanden angezweifelt werden. Aus diesem Grund erzielten er und sein Vater hohes Ansehen und Größe im Staat der Buwayhiden. Er ist die erste Person in der Regierung der Minister, der „Sahib", da er seit seiner Jungend ein Gefährte von Muayyad al-Daula ibn Buwayh war. Dieser Titel haftete an ihm bis in das Erwachsenenalter und so ist er unter diesem Titel bekannt. Später wurde der Titel für jeden verwendet, der ähnliche Würden der Verantwortung in einer Regierung trug. Zunächst war er Minister unter Muayyad al-Daula Abu Mansur ibn Rukn al-Daula ibn Buwayh. Nach dem Ableben des letztgenannten im Monat Schaban 373 n.H. in der Stadt Dschur-dschan, ergriff Abu-l-Hassan Ali, besser bekannt als Fachr al-Daula, der Bruder von Muayyad, die Macht und bestätigte Sahibs Position. Fachr al-Daula würdigte Sahib mit hoher Wertschätzung und erfüllte ihm seine Wünsche, genau so wie es sein eigener Vater Abu Abbad ibn al-Abbas bereits gegenüber dem Vater von Fachr al-Daula, Rukn al-Daula, tat.
Als al-Sahib im Alter von 59 Jahren an einem Donnerstag den 24. Safar 385 n.H in der Stadt Rayy starb, schlossen die Läden in Rayy als Zeichen der Trauer und die Menschen versammelten sich am Eingang des Friedhofes und erwarteten seinen Sarg. Auch Fachr al-Daula ging gekleidet in Trauerkleidung dorthin zusammen mit seinen Ministern und Kommandeuren der Armee. Als der Sarg kam, rief die Bevölkerung gemeinsam „Allahu akbar"1, küssten den Boden in Lobpreisung Gottes und Fachr al-Daula folgte dem Sarg zu Fuß zusammen mit der Masse und saß mit ihnen zusammen während der dreitägigen Trauerzeit. Poeten lasen Lobesreden und Gelehrte hielten Gedenkgottesdienste zu seinen Ehren, und er wurde auch von allen geehrt, die nicht an der Zeremonie teilnehmen konnten. Abu Bakr al-Chawarizmi sagte: „Al-Sahib ibn Abbad wuchs auf im Schoß des Ministeriums, lernte zu krabbeln und laufen in ihrem
1 Allah ist am Größten
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Umfeld, wurde genährt von den besten ihres Busens und erbte es von seinem eigenen Vorgänger." Abu Sa'id al-Rustani dichtete folgende Verse um ihn zu ehren:
„Er erbte das Ministerium, ein Glied in der Kette Ein großer Mann war er, eines großen Mannes Erbe Al-Abbas über das Ministerium von Abbad dichtete Während über Abbad Isma 11 dichtete "
In der Biographie über Sahib schreibt al-Tha'alibi: „Ich kann keine Worte finden um den erhabenen Stand in Wissen und Wissenschaft von Sahib zu beschreiben, oder das Ansehen, dass er genoss für seine Mildtätigkeit, Großzügigkeit und seine besonderen Eigenschaften und zahlreichen Verdienste. Selbst die beste Beschreibung die ich über ihn geben könnte, würde zu kurz fallen und daher ungerecht sein im Hinblick auf seine Tugenden und Ehre und die beste Beschreibung wäre nicht in der Lage seine Tugenden und Eigenschaften angemessen wieder zu geben."
Sahib hat mehrere kostbare Bücher geschrieben, darunter „al-Muhit1„ über Sprache in sieben Bänden, dessen Kapitel alphabetisch angeordnet sind. Er hat eine unübertroffene Bibliothek zusammengesammelt. Nuh ibn al-Mansur, einer der Herrscher der Zeit schrieb ihm einst, um ihn einzuladen, sein eigenes Kabinett der Minister zu leiten und die Angelegenheiten des Reiches zu bewältigen. Er entschuldigte seine Absage damit, dass er allein für den Transport seiner Bibliothek 400 Kamele benötigen würde. So viel über ihn sollte hinreichend sein.
8. Ismall ibn Abdurrahman ibn Abu Karima al-Kufi
Er ist besser bekannt als al-Sa'di. Er ist einer der angesehenen Interpreten des Heiligen Qur'an. Bei der Aufstellung seiner Biogra-
1 Es war ein sprachwissenschaftliches Buch
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phie beschreibt al-Dhahabi ihn als „verwickelt in Schia". Hussain ibn Waqid al-Maruzi beschreibt ihn mit der Behauptung, dass er gehört hätte, wie er einmal Abu Bakr und Umar verwünscht habe. Trotz all dieser Vorwürfe wird er von al-Thauri und Abu Bakr ibn Ayyasch und vielen andern gleichwertigen Schreibern zitiert. Muslim und die Schreiber von vier Sahih-Büchern akzeptieren ihn als akzeptable Persönlichkeit während Ahmad1 ihm volles Vertrauen zuschreibt. Ibn Adi beschreibt ihn als wahrhaftig. Yahya al-Qattan behauptet, dass es keinen Fehler in den Überlieferungen gibt, die er überliefert. Yahya ibn Sa'id sagt: „Ich habe niemals jemanden schlecht über al-Sa 'di sprechen hören, niemand hat ihn verlassen." Ibrahim al-Nachal sah einst, wie al-Sa'di den Heiligen Qur'an interpretierte. Ibrahim sagte, dass al-Sa'di den Heiligen Qur'an nach den allgemein angewandten Methoden interpretierte.
Wenn Du über al-Sa'di in „Mizan al-Ftidal" nachliest, wirst Du weitere Details über das oben beschriebene finden. Vergleiche dazu die von al-Sa'di übermittelten Überlieferungen in Muslims „Sahih" durch Anas ibn Malik, Sa'd ibn Ubaida und Yahya ibn Abbad. Abu Awana, al-Thawry, al-Hassan ibn Salih, Zaida und Isra'il haben ihn alle zitiert, als Übermittler, wie es in den vier Sahih-Büchern dargelegt ist. Er starb 127 n.H.
9. Ismall ibn Musa al-Fazari al-Kufi
In al-Dhahabis „al-Mizan al-Ftidal" steht, dass Ibn Adi zu sagen pflegte: „Er wurde für seine extremen schiitischen Ansichten kritisiert". In „al-Mizan" wird auch Abdan zitiert, der gesagt hat: „Hammad und Ibn Abu Schaiba stellten sich gegen unsere Besuche bei ihm" . Einstmals fragte er ihn, wie es sein kann, dass er Kontakt haben kann mit einem „Unmoralischen, der unsere Ahnen belei-
1 Ahmad ibn Hanbal
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digt1". Trotz alldem zitieren sowohl Ibn Chuzaima als auch Abu Aruba ihn als ihren Lehrer. Er wird in die gleiche Kategorie eingestuft wie Abu Dawud und al-Tirmidhi, die ihn in ihren Sahih-Werken ebenfalls zitieren und seiner Persönlichkeit vertrauen. Abu Hatim erwähnt ihn und nennt ihn „vertrauenswürdig". Al-Nisa'i sagt: „Er ist zuverlässig". All das ist nachzulesen in der Biographie des Mannes in al-Dhahabis „al-Mizan". Vergleiche seine Überlieferung im „Sahih" von al-Tirmidhi und dem Geschichtswerk von Abu Dawud, wie es von Malik, Scharik und Umar ibn Schakir, einem Freund von Anas, wiedergegeben wird. Er starb 245 n.H., er war der Sohn der Tochter von al-Sa'di, obwohl er das möglicherweise verheimlicht hat und Allah weiß es am Besten.
10. Talid ibn Sulaiman al-Kufi, al-A'radsch
Ibn Mu'in erwähnt ihn und sagt: „Er beleidigte so manches mal Uthman. Einige Anhänger Uthmans hörten das und bewerfen ihn mit einem Stein, der sein Bein brach. Daher ist sein Beiname ,der Lahme' [al-a'radsch]". Abu Dawud hat ihn erwähnt und ihn als „Ablehner" [rafidhi] bezeichnet, der Abu Bakr und Uthman beleidige. Trotz alldem vertrauen Ahmad und Ibn Namir seiner Zuverlässigkeit, obwohl sie wussten, dass er der schiitischen Glaubensrichtung angehörte. Ahmad hat festgestellt: „ Talid ist zwar ein Schiit, aber dennoch konnten wir nichts Falsches an dem, was er überliefert hat, finden." Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem Buch „al-Mizan", wobei er Darstellungen über ihn von Gelehrten zitiert, die den obigen entsprechen. Er setzte die Initialen von al-Tirmidhi auf seinen Namen, um darauf hinzuweisen, dass jener ihn als zuverlässige Autorität akzeptiert. Vergleiche seine Überlieferung im „Sahih" von al-Tirmidhi über Aha ibn al-Sa'ib und Abdel-Malik ibn Umair.
1 Gemeint ist die Kritik der Schiiten an den ersten amtierenden Kalifen und deren Anhänger.
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11. Thabit ibn Dinar
Thabit ist besser bekannt als Abu Hamza al-Thumali. Seine Anhängerschaft zur Schia ist so klar wie die Sonne. Der Autor von „al-Mizan" erwähnt ihn in dem Zusammenhang, dass der Name „Uthman" nur ein einziges Mal in der Anwesenheit Abu Hamzas erwähnt wurde. Letztgenannter fragte dabei sarkastisch: „Wer ist Uthman?" Es wird zudem erwähnt, dass al-Sulaimani die Person Abu Hamza zu den Ablehnern [rafidhi] zählte. Al-Dhahabi setzt die Initialen von al-Tirmidhi auf Abu Hamzas Namen als Zeichen dafür, dass er ein akzeptierter Überlieferer ist. Vergleiche dazu die Überlieferung im „Sahih" von al-Tirmidhi über Anas und al-Scha^bi und anderer Gleichwertiger. Er starb 150 n.H, möge Allah seiner Seele Barmherzigkeit schenken.
12. Thaubar ibn Abu Fachna
Er ist besser bekannt als Abu Dschahm al-Kufi, ein von Umm Hani, der Tochter von Abu Talib, befreiter Sklave. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und zitiert Yunus ibn Abu Ishaqs Unterstellung, er sei ein Ablehner [rafidhi]. Nichtsdestotrotz zitieren ihn sowohl Sufyan als auch Schu^ba, und al-Tirmidhi hat einige seiner Überlieferungen in sein „Sahih" aufgenommen weitergeleitet von Ibn Umar und Zaid ibn Arqam. In der Zeit von Imam Baqir1 (a.) verblieb er stets loyal zum Imam und war auch dafür bekannt. In diesem Zusammenhang führte er einige recht interessante Dialoge mit Amr ibn Dharr, dem Richter, mit seinem Zeitgenossen Ibn Qais und mit al-Salt ibn Bahram, welche diesen Umstand bestätigen.
1 Der fünfte schiitische Imam
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13. Dschabir ibn Yazid ibn al-Harith al-Dschu'fi al-Kufi
Al-Dhahabi hat dessen Biographie in seinem „al-Mizan" aufgezeichnet und ihn als einen der schiitischen Gelehrten beschrieben. Er zitiert Sufyan, der behauptet, wie er Dschabir sagen hören hat, dass das Wissen des Propheten (s.) auf Ali übergegangen ist, und dann zu Hassan (a.) und so weiter bis hin zu Imam Dscha'far Sadiq (a.), der einer seiner Zeitgenossen war. Muslim erwähnt ihn in einem der ersten Abschnitte in seinem „Sahih" und zitiert dabei al-Dscharrah, der Dschabir gehört hat, wie er sagte, dass er siebzigtausend Überlieferungen des Propheten (s.) allesamt überliefert bekommen hat durch den Vater1 von Imam Dscha'far Sadiq (a.). Er zitiert auch Zuhair, dass Dschabir gesagt haben soll: „Ich kenne noch fünfzigtausend Überlieferungen, die ich noch nicht weitergegeben habe." Einmal rezitierte er eine Überlieferung und sagte dann: „Das ist eine der Fünfzigtausend". Gemäß der Biographie im „al-Mizan" von al-Dhahabi sagt er immer dann, wenn eine Überlieferung durch ihn zitiert wird: „Der Nachfolger des Nachfolgers des Propheten hat mir gesagt...". In seiner Biographie in „al-Mizan" sagt Ibn Ubayy: „Zeitgenossen beschuldigten ihn, dass er an die Rückkehr2 glaube."
Mit Verweis auf die Aussage von Zaida hat al-Dhahabi seine Biographie in seinem „al-Mizan" aufgenommen und schrieb: „Dschabir al-Dschufi ist ein Ablehner [rafidhi], der beleidigt...". Nichtsdestotrotz haben sowohl al-Nisa'i als auch Abu Dawud seiner Zuverlässigkeit vertraut. Vergleiche dazu die Überlieferung in beiden Sahih-Werken, welche sich auf die zusätzlichen Niederwerfungen wegen Fehler im Gebet [sudschud al-sahwa] beziehen. Schihab, Abu Awana und viele andere ihresgleichen zitieren ihn. Al-Dhahabi, der ihn in seinem al-Mizan erwähnt, hat jeweils zwei Ini-
1 Imam Muhammad Baqir (a.)
2 Gemeint ist die letztendliche Rückkehr der Herrschaft an die Ahl-ul-Bait, denen es zusteht.
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tialen der beiden Abu Dawud und al-Tirmidhi auf seinen Namen gesetzt, um den Bezug auf seine Autorität herzustellen. Er zitiert auch Sufyan, der sagt, dass Dschabir al-Dschu'fi voller Gottesehrfurcht ist, während er eine Überlieferung wiedergibt, und dass er gesagt hat: „Ich habe keinen frommeren Menschen kennen gelernt als ihn1". Er zitiert zudem Schu'ba der sagt, dass Dschabir wahrhaftig ist und „wann immer Dschabir eine Überlieferung aussprach, hörten wir ihm zu, da er der vertrauenswürdigste unter den Leuten war". Waki pflegte zu sagen: „Falls Zweifel deine Seele befällt, dann kannst Du an jedem zweifeln außer an Dschabir al-Dschu fi." Und Ibn Abd al-Hakam hörte einst Schafii sagen, dass Sufyan al-Thawry einst zu Schu^ba gesagt hat: „Wenn Du jemals Zweifel an Dschabir haben solltest, wäre das ein Zeichen für das Ende der Freundschaft".
Dschabir starb 127 oder 128 n.H., möge Allah ihm Barmherzigkeit gewähren.
14. Dscharir ibn Abd-al-Hamid al-Dabbi al-Kufi
In seinem Werk „al-Ma'arif“ beschreibt Ibn Qutaiba ihn als einen der schiitischen Würdenträger, während al-Dhahabi im „al-Mizan" seinen Namen herausstreicht als denjenigen, dessen Erwähnung den Konsens der Sahih-Werke untermalt. Er lobt ihn mit den Worten: „Er ist ein gelehrter Mann aus Rayy, auf wessen Glaubwürdigkeit viele andere aufbauen" und bestätigt den Konsens hinsichtlich seiner Zuverlässigkeit. Vergleiche dazu die Überlieferungen in den Sahih-Werken von Buchari und Muslim, welche überliefert wurden über A'masch, Mughira, Mansur, Isma'il ibn Chalid, und Abu Ishaq al-Schaibani. Qutaiba ibn Said, Yahya ibn Yahya und Uthman ibn Abu Schaiba haben allesamt seine Überlieferungen zitiert, wie es in den beiden Sahih-Werken wiedergegeben ist. Er starb 187 n.H im Alter von 77 Jahren; möge Allah seiner Seele Frieden schenken.
1 Dschabir al-DschuTi
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15. Dscha'far ibn Ziyad al-Ahmar al-Kufi
Abu Dawud erwähnt ihn mit den Worten: „Er ist ein wahrhaftiger Schiit". Al-Dschwazdschani sagte: „Er ist von Weg abgewichen", was so viel bedeutete wie von dem Weg al-Dschwazdschanis bezüglich der Nachkommenschaft des Propheten (s.). Ibn Adi beschrieb ihn als frommen Schiiten. Sein Enkel al-Hussain ibn Ali ibn Dscha'far ibn Ziyad sagte: „Mein Großvater war eine der Anführer der Schiiten in Khorassan1„. Abu Dscha'far al-Dawaniqi beschreibt ihn als jemand mit einem Halsband um seinen Hals und den Hals anderer Schiiten, um wie Hunde herumgezogen zu werden2, und sie wurden allesamt für eine lange Zeit in den Kerker gesperrt. Ibn Ayina, Waki, Abu Ghassan al-Mahdi, Yahya ibn Bischr al-Hariri und Ibn Mahdi haben allesamt seine Überlieferungen zitiert als deren Weiterleiter. Ibn Muln und andere haben ihn als zuverlässigen Überlieferer der prophetischen Überlieferungen eingestuft. Ahmad beschreibt ihn in seinem „Sahih" als fehlerfrei authentisch. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und überliefert ebenfalls das oben genannte, setzt aber zudem die Initialen sowohl von al-Tirmidhi als auch von al-Nisa'i auf seinen Namen als Hinweis darauf, dass ihm beide vertrauen. Vergleiche dazu die entsprechenden Überlieferungen in den genannten Sahih-Werken, übermittelt durch Bayan ibn Bischr und Ara ibn al-Sa'ib. Er wird auch von anderen Gleichwertigen zitiert.
Er starb 167 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
16. Dscha'far ibn Sulaiman al-Dhabl al-Basri (Abu Sulaiman)
1 Provinz im heutigen Nordosten des Iran
2 Die Symbolik wird auch verwendet, um den nahenden Tod oder eine bestehende Todesgefahr auszudrücken
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Auf Seite 206 seines „Ma'arif" zählt Ibn Qutaiba ihn zu den schiitischen Würdenträgern. Ibn Sa'd erwähnt ihn ebenfalls und hebt hervor, dass er Schiit ist aber dennoch ein wahrhaftiger Überlieferer von Überlieferungen. Ahmad ibn al-Miqdam hat ihm Vorgeworfen ein Ablehner [rafidhi] zu sein. Ibn Adi erwähnt ihn und sagt: „Er ist ein Schiit. Es gibt nichts an seinen Überlieferungen zu bemängeln, die von ihm übermittelten Überlieferungen sind zuverlässig und bestätigen ihn als jemanden, dessen Überlieferungen akzeptabel sind."
Abu Talib1 sagte: „Ich habe Ahmad sagen gehört, dass es keinerlei Fehler in den Überlieferungen gibt, die Dschafar ibn Sulaiman überliefert hat." Ahmad wird folgende Aussage zugesprochen: „Sulaiman ibn Harb sagt, dass er die Überlieferungen von al-Dhab 'i nicht aufgeschrieben hat." Ahmad antwortete, dass Ibn Harb niemanden beauftragt hat, die Überlieferungen durch al-Dhab "\ aufzuschreiben, da al-Dhab"\ ein Schiit war, der ständig Überlieferungen mit Bezug auf Ali zitierte. Ibn Mu'in sagte: „Ich habe viele Reden von Abdurrazzaq gehört, welcher über sektiererische Glaubensrichtungen referierte. Ich sage zu ihm: ,Du hattest doch Lehrer wie Mu'mmar, Ibn Dschuraih, al-Awza'i, Malik, und Sufyan, die alle Sunniten waren, wo hast Du über diese Sekte2 etwas gelernt?' Er antwortete: ,Eines Tages besuchte uns Dschafar ibn Sulaiman al-Dhab % und ich sah in ihm einen rechtschaffenen frommen Menschen und von ihm habe ich über diese Sekte erfahren." Ich vermute Muhammad ibn Abu Bakr al-Muqaddami sah es anders. Er beschuldigte Dscha'far offen das Ablehnertum gelernt zu haben, und zwar von Abdurrazzaq. Daher beschuldigte er den letztgenannten und sagte: „Kein anderer als er hat Dschafars Glauben verdorben".
1 Ein späterer Muslim mit dem gleichen Namen wie der Prophetenonkel
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2 Gemeint war die Schia
Mit Bezug auf Sahl ibn Abu Chadutha, hat al-Aqili gesagt: „Ich sagte zu Dschajar ibn Sulaiman: ,Ich habe gehört, dass Du Abu Bakr und Umar verfluchst, ist das wahr?' Und der antwortete: ,Ich verfluche sie nicht aber ich verabscheue sie, was immer Du als Rechtfertigung für ihr Handeln anbringst.'"
Mit Bezug auf Dscharir ibn Yazid ibn Harun, hat Ibn Haban in seinem „Thiwat" notiert: „Mein Vater hat mich einst zu Abu Dschajar al-Dhab'i geschickt, und ich sagte zum Letztgenannten: ,Ich habe gehört, dass Du Abu Bakr und Umar verfluchst, ist das wahr?' Und er antwortete: ,Ich verfluche sie nicht, aber wenn Du behaupten willst, dass ich sie verachte, dann fühl Dich ungezwungen', und daher schloss ich, dass er ein Ablehner [rafidhi] war."
In seiner Biographie über Dscha'far im al-Mizan, hat al-Dhahabi alle oben genannten Aspekte mit eingebunden und gleichzeitig berücksichtigt, dass der Mann ein frommer Gelehrter war „obwohl er Schiit war". Muslim vertraute ihm in seinem „Sahih" und zitiert einige seiner einzigartigen Überlieferungen, die an keiner anderen Stelle veröffentlicht wurden, wie es bereits al-Dhahabi selbst festgestellt hat, als er Dscha'fars Biographie zusammenstellte. Vergleiche dazu die Überlieferung in seinem „Sahih" übermittelt durch Thabit al-Banani, al-Dscha'd ibn Uthman, Abu vUmran al-Dschauni, Yazid ibn al-Raschk und Sa'id al-Dschariri. Qatam ibn Nasir, Yahya ibn Yahya, Qutaiba, Muhammad ibn Ubaid ibn Ha-sab, Ibn Mahdi und Musaddid, die allesamt die Überlieferung zitiert haben.
Beispielsweise hat er gesagt: „Der Gesandte Allahs (s.) entsandte eine Division der muslimische Armee unter dem Kommando von Ali ..." Und eine andere Überlieferung, die er übermittelt hat, lautet: „Was wollt ihr von Ali? Ali ist von mir und ich bin von ihm. Er ist der Bevollmächtigte [wali] nach mir für jeden Gläubigen", wie es im „Sahih" von Nasal zitiert ist und übermittelt wurde durch Ibn Adi durch al-Nasa'i. Al-Dhahabi hat dieses bestätigt, als er
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Dscha'far in seinem „al-Mizan" beschrieb. Jener starb im Monat Radschab 178 n.H., möge Allah barmherzig zu ihm sein.
17. Dschami ibn Umaira ibn Thalaba al-Kufi al-Taimi (Taim-Allah)
Abu Hatim hat seine Biographie in seinem eigenen „al-Mizan" erwähnt, wobei er zu folgender Schlussfolgerung kam: „Al-Kufi ist einer der angesehenen Schiiten, der die Überlieferungen authentisch übermittelte." Ibn Haban hat ihn ebenfalls erwähnt und stuft ihn als Ablehner [rafidhi] ein, wie es in al-Mizan belegt ist. Ich behaupte, dass al-Ala ibn Salih, Sadaqa ibn al-Muthanna und Hakim ibn Dschubair allesamt ihr Wissen von ihm erhalten haben, der ihr Lehrer war. Die Geschichtswerke [sunan] zitieren ihn drei Mal. Al-Tirmidhi erkennt seine Überlieferungen an, wie es al-Dhahabi in seinem „al-Mizan" bestätigt. Er gilt als einer der Nachfolgegeneration [tabi'un]. Er lernte Überlieferungen durch Ibn Umar und Ai-scha. Eine der Überlieferungen, die er von Ibn Umar gelernt hatte, besagt, dass Letzterer gehört hat, wie Allahs Gesandter Ali folgendermaßen ansprach: „Du bist mein Bruder in dieser Welt und in der nächsten Welt".
18. Harith ibn Hasira Abu-l Nu'man al-Azdi al-Kufi
Abu Hatim al-Radhi beschreibt ihn als einen der geehrten Schiiten. Abu Ahmad al-Zubairi zählt ihm zu den Anhängern derjenigen, die an die Rückkehr glauben. Ibn Adi erwähnt ihn, wobei er sagt: „Seine Überlieferungen wurden niedergeschrieben, obwohl ich eine Schwäche darin sah, da er zu den Bewohnern Kufas gehört, die im Feuer brennen werden, weil er Schiit ist." Thanidsch sagte: „Ich habe Dscharir einst gefragt: ,Bist Du jemals Harith ibn Hasira begegnet?' Er antwortete: ,Ja, ich bin ihm begegnet. Ich sah ihn als alten Mann, der die meiste Zeit ruhig blieb, und er bestand auf etwas recht Wichtigem." Yahya ibn Mu'in hat ihn ebenfalls erwähnt
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und sagte: „Er ist zuverlässig obwohl er Schiit1 ist". Al-Nisa'i vertraute ihm ebenfalls. Al-Thawry, Malik ibn Maghul, Abdullah ibn Namir und eine Reihe weiterer Gleichwertiger haben ihn alle zitiert, zumal er ihr Lehrer war, dem sie vertrauten. Al-Dhahabi hat in seiner Biographie in seinem „al-Mizan" all das oben genannte aufgelistet. Vergleiche dazu die Überlieferung in den Geschichtswerken [sunan] übermittel durch Zaid ibn Wahab, Ikrima und durch weitere Ähnliche. Al-Nisa'i zitiert Abbad ibn Ya'qub al-Rawandschni, welcher eine Kette von Überlieferern zitiert einschließlich Abdullah ibn Abdul-Malik al-Mas'udi, dass al-Harith ibn Hasira gemäß Zaid ibn Wahab wiedergegeben hat, dass Ali einmal gehört wurde, wie er sagte: „Ich bin der Diener Allahs und der Bruder Seines Gesandten, niemand anders außer mir kann das sagen, außer einem Lügner".
Al-Harith ibn Hasira überliefert über Abu Dawud al-Subail über Umran ibn Hasin, der sagte: „Ich saß in Anwesenheit von Allahs Gesandten (s.) zusammen mit Ali, neben ihm. Allahs Gesandter (s.) rezitiert: ,Oder wer erhört den Bedrängten, wenn er zu Ihm ruft, und behebt das Böse und macht euch zu Nachfolgern auf der Erde? ' Ali erschauerte sehr stark. Daraufhin sagte der Prophet: ,Kein anderer als der wahre Gläubige liebt Dich und kein anderer hasst Dich als ein Heuchler. Und das wird bis zum Tag des Gerichtes3 so sein'".
Überlieferer wie Muhammad ibn Kuthayyir und andere haben diese Überlieferung zitiert über al-Harith ibn Hasira. Al-Dhahabi hat es übermittelt im Rahmen seiner Biographie von Nafi ibn al-Harith mit der gleichen Kette an Überlieferern. Als er bei al-Harith ibn Hasira ankam bemerkte er: „Er ist zwar zuverlässig aber ein Ablehner [ra-fidhi].".
1 Im arabischen Original wird an dieser Stelle der herabwürdigende Begriff „chasbi" für Schiiten verwendet. Zur Erläuterung siehe 16. Konsultation.
2 Heiliger Qur'an 27:62
3 Gemeint ist bis zum Ende aller Zeiten bzw. bis zum jüngste Tag im Jenseits
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19. Al-Harith ibn Abdullah al-Hamdani
Er war einer der nahen Gefährten des Befehlshabers der Gläubigen1 (a.) und einer der besten späteren Gefährten [tabi'un]. Dass er Schia war, bedarf keines zusätzlichen Beweises. Er ist der erste, der bei Ibn Qutaiba in seinem „al-Ma'arif" als schiitischer Würdenträger erwähnt wird. Al-Dhahabi hat ihn in seinem „al-Mizan" erwähnt mit der Anerkennung, dass er einer der am meisten anerkannten Gelehrten unter den späteren Gefährten [tabi'un] war; dann allerdings zitiert er eine Aussage von Ibn Haban, dass er ein Extremist im schiitischen Glauben gewesen ist. Im Anschluss geht er ausführlich darauf ein, dass einige Leute Ärger mit ihm hatte aufgrund seines schiitischen Bekenntnisses. Trotz alldem beschreibt er gleichzeitig, dass ein Konsens darüber bestand, dass jener Mann der am meisten Wissende, fromm und am besten über die Riten informiert war. Er räumt auch ein, dass die Überlieferungen, welche von al-Harith übermittelt wurden in allen vier Geschichtswerken [sunan] vorkommen. Er erläutert die Tatsache, dass al-Nisal, im Gegensatz zu den Vorurteilen, sehr stark der Persönlichkeit von al-Harith vertraute, und er erläutert, dass die Allgemeinheit, im Gegensatz zur Herabwürdigung des Mannes, fortfuhr seine Überlieferungen in allen religiösen Angelegenheiten zu zitieren und dass al-Scha'bi ihn als Lügner beschimpfte und später abkehrte und ihn zitierte.
Al-Dhahabi beschreibt Folgendes in seinem „al-Mizan": „Offensichtlich wirft al-Nisa'i ihn Verfälschung bezüglich seines Umgangstons und seiner Aussagen vor, aber wenn es um die weitergegebenen Überlieferungen des Mannes geht, misstraut er ihm nicht." In „al-Mizan" wird Muhammad ibn Sirin zitiert, wie er sagt: „Es gab fünf berühmte Schüler von Ibn Mas 'ud. Ich kam dazu vier von ihnen kennenzulernen, aber ich verpasste al-Harith, den ich nie
1 Imam Ali (a.)
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sah. Er starb vor mir, aber er war der beste unter ihnen ". Er sagte weiter: „Es existiert eine große Kontroverse darüber, welcher von den dreien, nämlich Alqama, Masruq oder Ubaida der Fähigste ist..."
Ich glaube, dass Allah wahrheitsliebende Überlieferungsschreiber befähigt hat al-Scha^bi selbst zu beurteilen und ihn als Lügner zu entlarven. Dies wurde hervorgehoben bei Ibn Abd al-Barr in seinem Buch „Dschami Bayan al-Ilm", in der eine klare Aussage vom Ibrahim al-Nachi bezüglich al-Scha'bi festgehalten wurde mit der wortgetreuen Aussage: „Ich glaube, dass al-Scha'bi seine gerechte Strafe erhalten hat für seine Aussage über al-Harith al-Hamdani: ,Al-Harith ist einer der Lügner, der mir sagte ... usw.'" Ibn Abd al-Barr sagte: „Al-Harith hat keinerlei Anzeichen gezeigt, ein Lügner zu sein. Einige Leute haben Neid gegen ihn entwickelt, lediglich weil er Ali so sehr liebte und ihn anderen vorzog". Das ist der Grund, warum al-Scha'bi ihn einen Lügner genannt hat, weil al-Scha1)i Abu Bakr1 bevorzugte mit der Behauptung, letztgenannter wäre der erste, der den Islam2 angenommen hat, und er bevorzuge auch Umar3.
Zu denen, die Neid gegen al-Harith entwickelt haben, gehörte auch Muhammad Ibn Sa'd, der die Biographie von al-Harith im Band sechs seines „Tabaqat" eingefügt hat, wobei er behauptet, al-Harith würde „bösartig" sprechen. Allerdings wird er keinem einzigen schiitischen Würdenträger gerecht, nicht einmal hinsichtlich Wissen oder Leistung. Die „bösartige" Rede, auf die sich Ibn Sa'd bezieht, ist nichts anderes als die Loyalität zu Muhammads Verwandtschaft und seine Rede, diese als Führung in allen Bereichen vorzustellen, wie es Ibn Abd al-Barr in der oben genannten Aussage bestätigt hat.
1 Erster amtierender Kalif
2 Tatsächlich war Imam Ali (a.) der erste männliche Muslim und Chadidscha die erste weibliche Muslima.
3 Zweiter amtierender Kalif
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Das Ableben von al-Harith erfolgte 65 n.H. Möge Allah seiner Seele gnädig sein.
20. Habib ibn Abu Thabit al-Asadi al-Chahili al-Kufi
Er war einer der nachfolgenden Gefährten [tabi'un]. Sowohl Qutai-ba, in seinem Ma'arif, als auch Schahrastani in seinem „al-Milal wa-Nihal" haben ihn zu den schiitischen Würdenträgern gezählt. Al-Dhahabi hat ihn in seinem „al-Mizan" erwähnt, wobei er seinen Namen derart markierte, dass sechs Sahih-Werke seiner Glaubwürdigkeit ohne jegliche Einschränkung vertrauen. Yahya Ibn Muln und ein Gruppe anderer Gelehrter haben ihm alle vertraut.
Al-Dawalibi hingegen sprach sehr übel über ihn und stufte seine Überlieferungen als schwach ein, weil er Schiit ist. Was mich allerdings wirklich erstaunt, ist die Haltung von Ibn Aun, der unfähig war, jeglichen Beleg zu finden, um seinen Zweifel an den von Habib übermittelten Überlieferungen zu belegen, ganz im Gegensatz zu seinem sehnlichsten Wunsch ihm etwas nachzuweisen. Daher schaute er auf ihn herab und bezeichnete ihn als „Einäugigen". Dabei ist die eigentliche Behinderung derart zu sündigen und schlecht über andere zu sprechen, nicht aber der Verlust eines Auges.
Vergleiche dazu die Überlieferungen von Habib in Bucharis und Muslims „Sahih", wie sie dort übermittelt werden von Sa'id ibn Dschubair und Abu Wa'il. Seine Überlieferung, die weitergegeben wurde über Zaid ibn Wahab, ist ausschließlich in Bucharis „Sahih" aufgezeichnet. In Muslims „Sahih" ist seine Überlieferung weitergegeben durch Muhammad ibn Ali ibn Abdullah ibn Abbas und über Tawus, al-Dhahhak al-Maschriqi, Abu Abbas ibn al-Scha'ir, Abu al-Minhal Abd-al-Rahman, Ata ibn Yasin, Ibrahim ibn Sa'd ibn Abu Waqqas und über Mudschahid. Mis'ar, al-Thawry, und Schu^ba haben seine Überlieferung in beiden „Sahih" überliefert. In Muslims „Sahih" werden seine Überlieferungen zudem zitiert von
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Sulaiman al A'masch Hasin, Abdulaziz ibn Saya und Abu Ishaq al-Schaibani.
Er starb 119 n.H., möge Allah seiner Seele Barmherzigkeit schenken.
21. Al-Hassan ibn Hayy
Der richtige Name von Hayy ist Salih ibn Salih al-Hamdani. Er ist der Bruder von Ali ibn Salih. Beide waren Zwillinge und stehen an obersten Stellen der schiitischen Würdenträger. Ali wurde nur eine Stunde früher geboren. Niemand kannte ihn allerdings unter seinem Vornamen, stattdessen ist er als „Abu Muhammad" bekannt. Das wird erwähnt im sechsten Band des „Tabaqat" von Ibn Sa'd im Kapitel über al-Hassan. Der Autor stellt fest: „Al-Hassan war einer der geehrten Persönlichkeiten, aber er war involviert in Schia. Er nahm nicht an den Freitagsgebeten teil1 und er predigte Anklagen gegen ungerechte Herrscher". Er erwähnt ebenfalls, dass jener Mann nie um Allahs Barmherzigkeit für Uthman gefleht hat.
Ibn Sa'd erwähnt ihn im sechsten Band seines „Tabaqat", und schreibt: „Er ist zuverlässig, überliefert zahlreiche Überlieferungen und er ist ein Schiit". Imam ibn Qutaiba hat seinen Namen eingefügt unter die anderen Überlieferer von Überlieferungen in seinem „Ma'arif", wobei er darauf Hinweis, dass er Schiit ist. Im Anhang seines Buches listet er al-Hassan unter allen Überlieferern mit auf. Muslim und die Autoren der Geschichts-Werke [sunan] haben alle seiner Person vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in Muslims „Sahih" übermittelt von Samak ibn Harb, Ismall al-Sa'di, A-sim al-Ahwal, und Harun ibn Sa'd. Ubaidullah ibn Musa al-Abbasi, Yahya ibn Adam, Hamid ibn Abd-al-Rahman al-Rawasi, Ali ibn al-
1 Für Schiiten ist die Teilnahme an einem Freitagsgebet nur dann Pflicht, wenn zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sind, die unter einer Gewaltherrschaft der späteren umayyadischen und Kalifen nicht erfüllt waren.
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Dscha'd, Ahmad ibn Yunus und alle bekannten Personen ihresgleichen haben Überlieferungen von ihm gelernt.
In seiner Biographie in „al-Mizan" deutet al-Dhahabi an, dass Ibn Mu'in und andere seinen Überlieferungen vertraut haben. Er fügt hinzu, dass Abdullah ibn Ahmad seinen Vater zitierte mit der Aussage, dass al-Hassan glaubwürdiger sei als Scharik. Al-Dhahabi gibt auch wieder, dass Abu Hatim gesagt hat: „Er ist glaubwürdig, er hat ein einwandfreies und authentisches Gedächtnis", und dass Abu Zahra gesagt hat: „Er verbindet in sich Fähigkeit, Rechtswissen, Frömmigkeit und Bescheidenheit", und dass Nasa'i ihm vertraut hat. Er zitiert auch Abu Nairn, der sagte: „Ich habe achthundert Überlieferungen zitiert, aber ich habe keine besseren gefunden als diejenigen von al-Hassan ibn Salih mir übermittelten". Und er sagte auch: „Ich habe keinen erlebt, der keine Fehler gemacht hat, außer al-Hassan ibn Salih ". Er zitiert Ubaidullah ibn Sulaiman, der sagt: „Allah wird nicht Willens sein al-Hassan ibn Salih zu strafen". Er zitiert auch Yahya ibn Ali Baqir, der al-Hassan ibn Salih fragt: „Beschreibe uns die rituelle Waschung des Verstorbenen", aber er war dazu nicht in der Lage, weil ihn die Tränen überwältigten. Er zitiert auch Ubaidullah ibn Musa, der sagte: „Ich pflegte den Heiligen Qur'an zu rezitieren in Anwesenheit von Ali ibn Salih. Und als ich an die Stelle kam ,.. hab keine Eile mit ihnen! Denn Wir zählen ihnen nur noch (ihre Tage) ab. '1, fiel sein Bruder (al-Hassan) auf den Boden und keuchte wie ein verletztes Rind. Da half ihm Ali hoch, wischte und reinigte sein Gesicht und stützte ihn gegen erneutes fallen"} Waki stellt fest: „Al-Hassan und Ali, die Söhne von Salih und ihre Mutter teilten die Nacht unter sich in drei Teile auf. Und jede von ihnen übernahm einen Teil der Nachtwache gefüllt mit Gebeten und Anbetungen. Als ihre Mutter starb teilten sie die
1 Heiliger Qur'an 19: 84
2 Mit diesen Beispielen soll die besondere von anderen Zeitgenossen beschriebene Gottesehrfurcht der Gebrüder dokumentiert werden.
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Nacht in zwei gleiche Hälften. Und als Ali starb verbrachte al-Hassan öfters die ganze Nacht im Gottesdienst."
Abu Sulaiman al-Darani hat gesagt: „Ich habe nie jemanden gesehen der so gottesehrfürchtig war wie al-Hassan ibn Salih, der des Nachts aufstand, um ,al-Naba}1 zu rezitieren, dann in Trance verfiel und dann weiter las bis zum Morgengrauen." Er wurde 100 n.H geboren und starb 169 n.H., möge Allah ihm Gnade gewähren.
22. Al-Hakam ibn Utaiba al-Kufi
Ibn Qutaiba hat in seinem Werk „Ma'arif" die Tatsache angedeutet, dass al-Hakam bin Utaiba ein Schiit war und zählte ihn zu den schiitischen Würdenträgern. Sowohl Buchari als auch Muslim vertrauten seiner Persönlichkeit. Vergliche dazu seine Überlieferung in ihren Sahih-Werken, wie sie von Abu Dschahifa, Ibrahim al-Nachi, Mudschahid und Sa'id ibn Dschubair übermittelt werden. In Muslims „Sahih" wird er wiedergegeben von Abd-al-Rahman ibn Abu Laila, al-Qasim ibn Muchaimara, Abu Salih, Dharr ibn "Abdullah, Sa'id ibn Abd-al-Rahman ibn Abzi, Yahya al-Dschazzar, Nafi - ein Sklave Ibn Umars, Ata ibn Abu Rabah, Imara ibn Umair, Arrak ibn Malik, al-Scha'bi, Maimun ibn Mihran, al-Hassan al-Arni, Mus'ab ibn Sa'd und Ali ibn al-Hussain.
In beiden Sahih-Werken werden seine Überlieferungen zitiert von Mansur, Mis'ar und Scha'ba. Nur in Bucharis „Sahih" sind seine Überlieferungen übermittelt durch Abdul-Malik ibn Abu Ghaniya. In Muslims „Sahih" sind seine Überlieferungen auch übermittelt von al-A'masch, Amr ibn Qais, Zaid ibn Abu Anisa, Malik ibn al-Maghul, Aban ibn Taghlib, Hamza al-Zayyat, Muhammad ibn Dschihada, Matraf und Abu Awana.
1 Sure 78 des Heiligen Qur'an
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Er starb 115 n.H im Alter von 65 Jahren. Möge Allah seiner Seele Gnade schenken.
23. Hammad ibn Isa al-Dschuhni
Er ertrank in Dschuhfa. Abu Ali hat ihn in seinem Buch „Muntahal Maqal" erwähnt. Al-Hassan ibn Ali ibn Dawud brache eine gekürzte Fassung in seinem eigenen übersichtlichen Werk „Muchtasar" in dem Abschnitt über die Biographien geehrter Personen. Eine Gruppe schiitischer Gelehrter und Autoren von Biographien und Lexika, betrachteten ihn als äußerst vertrauenswürdig und Anhänger der rechtgeleiteten Imame (a.). Er lernte von Imam Sadiq1 (a.) siebzig Überlieferungen des Propheten (s.), aber er gab nicht mehr als 20 davon weiter. Er gilt als Autor einiger Bücher, die bei den Befolgern des Glaubens bekannt sind.
Einstmals trat er bei Imam Abu-l-Hassan al-Kazim2 (a.) ein und sagte: „Möge mein Leben Dir geopfert sein! Bitte bete zu Allah, dass Er mich segnet mit einem Haus, einer Ehefrau, einem Sohn, einem Diener und einer Pilgerfahrt in jedem Jahr!" Der Imam sagte: „Oh Herr, ich ersuche Dich Muhammad und seine Familie zu segnen und schenke diesem Mann ein Haus, eine Ehefrau, einem Sohn, einen Diener und eine Pilgerfahrt in jedem Jahr 50 Jahre lang." Hammad sagte: „Als er für mich betete, 50 Mal die Pilgerfahrt auszuführen, war ich mir sicher, dass ich danach nicht mehr leben würde. Ich vollzog die Pilgerfahrt bisher 48 Mal. Und dies ist mein Haus, da ist meine Ehefrau, die hinter dem Vorhang uns zuhört, das ist mein Sohn und jener ist mein Diener. Ich wurde mit all dem gesegnet!" Zwei Jahre später, nachdem er die Pilgerfahrt 50 Mal abgeschlossen hatte, nahm er Abu-l Abbas al Naufal al-Qasir mit auf seine 51. Pilgerfahrt. Als sie den Grenzort erreichten, an dem die Pilger in den Weihezustand übergehen, stieg er in den
1 Der sechste Imam der Schiiten
2 Der siebte Imam der Schiiten
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Dschuhfa Fluss zum Vollziehen der Vollkörperreinigung. Aber die Strömung überwältigte ihn, und er ertrank bevor er seine 51. Pilgerfahrt vollziehen konnte. Sein Ableben erfolgte 209 n.H.; möge Allah seiner Seele Gnade gewähren. Sein Geburtsort war Kufa, aber er lebte in Basra. Er wurde über 70 Jahre alt. Wir haben eine sorgfältige Untersuchung seiner Biographie in unserem Buch „Muchtasar al-Kalam fi Mu'allifi al-Schia min Sadr al-Islam" (Ein kurzer Diskurs über schiitische Autoren im frühen Islam) wiedergegeben.
Al-Dhahabi erwähnt ihn und setzt die Initialen „TQ" auf seinen Namen um auf die Autoren der Geschichtswerks [sunan] hinzuweisen1, die ihn zitiert haben, und er erwähnt die Tatsache, dass er 208 n.H. ertrunken ist, und dass er Überlieferungen übermittelt durch Imam Sadiq (a.) weitergab. Allerdings zeigt der Autor Neid gegenüber dem Mann, indem er einerseits seine Überlieferungen als „schwach" bezeichnet und andererseits sie in seinem eigenen Geschichtswerk als Quelle verwendet; das ist die Methode, nach der manche Leute verfahren.
24. Hamran ibn Ayina
Er ist der Bruder von Zurara. Beide gehörten zu den vertrauenswürdigsten Schiiten, Hüter der Schari'a und Ozeane des Wissen über die Familie Muhammads (s.). Sie waren Laternen, die im Dunkeln scheinen und Säulen der Rechtleitung. Sie besuchten des Öfteren Imam Baqir (a.) und Imam Sadiq (a.) und erfreuten sich eines erhabenen Standes in den Augen der Imame unter den Nachkommen des Propheten (s.).
Al-Dhahabi erwähnt Hamran in seinem „al-Mizan" und markiert seinen Namen mit einem „Q", um darzulegen, welcher der Autoren der Geschichtswerke seiner Person vertraute2. Dann fügt al-Dhahabi
1 Gemeint ist al-Tirmidhi und Dar Qutni
2 In diesem Fall Dar Qutni
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hinzu: „Er hat Überlieferungen übermittelt von Abu-t-Tufail und anderen. Hamza hat ihm den Heiligen Qur'an vorgelesen und er selbst verlas ihn in perfekter Aussprache." Ibn Muln bewertet seine Überlieferungen als „unbedeutend", während Abu Hatim ihn als Lehrer lobt. Und Abu Dawud bezeichnet ihn als „Ablehner" [rafid-hi].
25. Chalid ibn Muchlid al-Qatwani Abul-Haytham al-Kufi
Er ist einer der Lehrer Bucharis, wie es letztgenannter in seinem „Sahih" selbst erwähnt. Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 2831 in seinem sechsten Band seines „Tabaqat" und schreibt: „Er war ein standhafter Schiit und starb in Kufa in der Mitte des Monats Mu-harram 213 n.H. während der Regierungszeit von al-Ma'mun. Er war extremistisch in seinem schiitischen Glauben und diverse Autoren haben dies bestätigt".
Abu Dawud erwähnt ihn, wobei er schreibt: „Er ist zuverlässig, aber er folgt der Schia". Al-Dschawzdschani sagt Folgendes über ihn: Er hat nie aufgehört in der Öffentlichkeit anzuprangern2, wobei er seine falsche Sekte vertrat. Al-Dhahabi gibt seine Biographie wieder in seinem eigenen „al-Mizan", wobei er die Sicht von Abu Dawud und al-Dschawzdschani wiedergab, die oben erwähnt ist. Sowohl Buchari als auch Muslime haben seiner Person vertraut in zahlreichen Kapiteln ihrer jeweiligen Sahih-Werke. Vergleiche dazu die Überlieferung in Bucharis „Sahih" wie sie wiedergegeben wird von al-Mughira ibn Abdurrahman, und in Muslims „Sahih" von Muhammad ibn Dscha'far ibn Abul-Kathir, Malik ibn Anas und Muhammad ibn Musa. Beide Sahih-Werke beziehen sich auf „al-Mizan" mit Verweis auf Sulaiman ibn Bilal und Ali ibn Mu-schir. Buchari zitiert seine Überlieferungen in zahlreichen stellen
1 Nach anderen Versionen 238
2 Gemeint ist das Anprangern des Unrechts, das der Familie des Propheten (s.) zugefügt wurde und dessen Urheber.
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seines „Sahih", allerdings ohne eine vollständige Kette von Überlieferern anzugeben, wobei er zwei seiner Überlieferungen über Muhammad ibn Uthman ibn Karama zitiert. Muslim übermittelt seine Überlieferungen, die weitergegeben waren von Abu Karib, Ahmad ibn Uthman al-Awdi, al-Qasim ibn Zakariyya, Abd ibn Hamid, Ibn Abu Schaiba und Muhammad ibn Abdullah ibn Namir. Die Autoren der Geschichts-Werke [sunan] haben seiner Weitergabe von Überlieferungen vertraut, obwohl sie seine Ausrichtung kannten.
26. Dawud ibn Abu Auf, Abul-Hidschab
Ibn Adi hat ihn erwähnt, wobei er schrieb: „Ich kann seiner Person nicht vertrauen, weil er ein Schiit ist. Die Mehrheit der von ihm überlieferten Überlieferungen sind mit Verweis auf die Ahl-ul-Bait"
Betrachte derartige Aussagen mit Erstaunen! Kein Vorwurf gelangt zu Dawud von diesen Schreibern, zumal beide Sufyans ihn zitieren zusätzlich zu Ali ibn Abis und andere, die zu der Elite ihrer Zeitgenossen gehörten. Sowohl Abu Dawud als auch al-Nisa'i haben seiner Person vertraut, wie auch Ahmad und Yahya. Al-Nisa'i sagte Folgendes über ihn: „Da ist nichts Falsches in seinen Überlieferungen". Abu Hatim hat gesagt: „Seine Überlieferungen sind einwandfrei". Al-Dhahabi hat solche Beurteilungen in seinem „al-Mizan" zitiert. Vergleiche dazu seine Überlieferung in dem „Sunan" von Abu Dawud und in al-Nisa'i übermittelt durch Abu Hazim al-Aschdscha'i, Ikrima und andere.
27. Zubaid ibn al-Harith ibn Abdul-Karim al-Yami al-Kufi
Er ist auch bekannt als Abu Abdurrahman und wird erwähnt in al-Dhahabis „al-Mizan", worin der Autor sagt: „Er ist ein zuverlässiger aus der späteren Gefährtengeneration [tabi 'un] der zur Schia neigt". Dann zitiert er einige Aussagen, dass Zubaids Überlieferungen von al-Qattan bestätigt werden, und dass es andere bekannte Kritiker und Prüfer gibt, die ihn als zuverlässig einstufen. Abu Is-
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haq al-Dschawzdschani hat einige bösartige Aussagen über ihn ver-fasst, wie es für Nasibis1 üblich ist: „ Unter den Bewohner Kufas gibt es eine Fraktion, dessen Glaube nicht geschätzt wird2, dennoch werden sie als Meister der Überlieferung angesehen. Zu ihnen gehört Abu Ishaq, Mansur, Zubaid al-Yami, al-A'masch und andere Zeitgenossen. Die Leute haben sie toleriert aus keinem anderen Grund als ihre Wahrhaftigkeit bei der Weitergabe von Überlieferungen, und ihre Weitergaben bestätigen die Authentizität des jeweils anderen."
Ausgehend von dieser Schlussfolgerung bestätigt sogar er, dass sie die Wahrheit verbreiten. Die Wahrheit wird nicht nur von aufrichtigen Gerechten verbreitet, sondern manchmal auch von Halsstarrigen und Verbissenen.
Was für einen Schaden könnte es für diese erhabenen Säulen des Wissens und diesen Meistern der Überlieferung im Islam bewirken, wenn solch eine Kritik nicht ihre hohe Achtung zu der Familie des Propheten (s.) ehrt, welche die Tore zur Erlösung und die Beschützer aller Menschen auf Erden nach dem Propheten sind, die Arche der Erlösung seines Volkes. Welcher Schaden kann sie von einem Kritiker befallen, der gar keine andere Wahl hat, als seine Forschung so lange fortzusetzen, bis er an ihr Tor gelangt und keine andere Wahl hat, als sie um ihren Gefallen zu bitten?
Wenn Würdenträger meiner Sippe zufrieden sind mit mir,
Dann lass die Schufte sich an mir reiben und ärgerlich sein mit mir.
Diese Personen achten keinen Deut auf al-Dschawzdschani oder andere wie ihn, die als vertrauenswürdig eingestuft wurden von den Autoren der Sahih-Bücher wie auch der Geschichts-Werke [sunan].
1 Bezeichnung für extreme Gegner der Schiiten, die behaupten, dass Muawiya rechtmäßigerweise Kalif wurde.
2 Von so genannten Nasibis
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Vergleiche dazu die Überlieferung von Zubaid sowohl in Buchari als auch Muslim, wie sie übermittelt wurden von Abu Wall, al-Scha1)i, Ibrahim al-Nachi und Sa'd ibn Ubaidullah. Seine Überlieferung übermittelt durch Mudschahid zitiert nur Buchari. Im Muslims „Sahih" ist seine Überlieferung übermittelt von Murrah al-Hamdani, Muharib ibn Dithar, Ammara ibn Umair und Ibrahim al-Taimi. In beiden Sahih-Werken ist eine weitere Überlieferung durch ihn übermittelt von Schu'ba, al-Thauri und Muhammad ibn Talha. In Muslims „Sahih" ist seine Überlieferung zudem übermittelt von Zuhair ibn Muawiya, Fadhal ibn Ghazwan und Hussain ibn al-Nachi.
Er starb 124 n.H., möge Allah seiner Seele gnädig sein. 28. Zaid ibn al-Habab, Abu-l-Hassan al-Kufi al-Tamimi
Ibn Qutaiba hat in seinem Welk „al-Ma'arif" dessen Biographie unter diejenigen Biographien eingefügt, die er schiitischen Würdenträgern zugeordnet hat. Al-Dhahabi hat ihn in seinem „al-Mizan" erwähnt und beschreibt ihn als „fromm, wahrheitsliebend und wahrhaftig". Er wird als wahrhaftiger Gewährsmann angesehen von Ibn Muln und Ibn al-Madini. Er hat zudem Abu Hatim und Ahmad zitiert, die ihn als glaubwürdig beschreiben mit dem Zusatz, dass Adi gesagt hat: „Er ist einer der glaubwürdigen Überlieferer aus Kufa, dessen Wahrhaftigkeit nie angezweifelt wurde". Muslim hat seinen Aussagen vertraut.. Vergleiche dazu das „Sahih" des Letztgenannten, welches eine Überlieferung beinhaltet, die weitergegeben wurde von Muawiya ibn Salih, al-Dhahhak ibn Uthman, Qurra ibn Chalid, Ibrahim ibn Nafi, Yahya ibn Ayyub, Saif ibn Sulaiman, Hasan ibn Waqid, Ikrima ibn Ammar, Abdulaziz ibn Abu Salma, und Aflah ibn Sa'id. Seine Überlieferung wird zitiert von Ibn Abu Schaiba, Muhammad ibn Hatim, Hassan al-Hulwani, Ahmad ibn al-Mundhir, Ibn Namir, Ibn Karib, Muhammad ibn Rafi, Zuhair ibn Harb und Muhammad ibn al-Faradsch.
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29. Salim ibn Abul-Dscha'd al-Aschdschal al-Kufi
Er ist der Bruder von Ubaid, Ziyad, Umran und Muslim, den Söhnen von Abdullah Dscha'd. Im Band sechs des „al-Tabaqat" erwähnt Sa'd sie alle auf Seite 230 und den folgenden Seiten. Als er zu Muslim kam schrieb er: „Abul-Dscha 'd hatte sechs Söhne. Zwei davon folgten der Schia. Diese Waren Salim und Ubaid. Zwei andere waren Muridschis1 wohingegen zwei mit den Charidschiten ü-b er einstimmten. Ihr Vater sagte gewöhnlicherweise: ,Was ist nur mit euch? Ich bin verwundert, warum Allah eure Ansichten so unterschiedlich gemacht hat'."
Ibn Qutaiba behandelt sie auf der Seite 156 in seinem „Ma'arif" im Kapitel, das die schiitischen späteren Gefährten [tabi'un] und ihre Anhänger behandelt. Eine Gruppe Gelehrter hat die schiitischen Ansichten von Salim ibn Abul-Dscha'd bestätigt. Qutaiba hat ihn auf Seite 206 seines „Ma'arif“ unter den schiitischen Würdenträgern aufgelistet, und das gleiche hat auch al-Schahrastani in seinem Werk „al-Milal wa-Nihal" auf Seite 27 seines zweiten Bandes in einer Fußnote zum Kapitel über Ibn Hazm getan. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und nennt ihn einen glaubhaften späteren Gefährten [tabi'un]. Er weist auch drauf hin, dass seine Überlieferung übermittelt von al-Nu'man ibn Baschir und Dschabir in beiden Sahih-Werken eingebunden wurde, wie Überlieferungs-Wissenschaftler es wissen. Al-Dhahabi sagt, dass seine Überlieferung über Abdullah ibn Umar und von Ibn Umar in Bucharis „Sa-hih" vorkommt. Letztgenanntes beinhaltet auch seine Überlieferung über Ma'dan ibn Abu Talha und dessen Vater. Seine Überlieferung wird zitiert in beiden Sahih-Büchern von al-A'masch, Qatada, Amr ibn Murrah, Mansur, und Hasin ibn Abdurrahman. Er kennt auch
1 Eine Sekte aus der frühen Zeit des Islam, die sich als Reaktion auf die Charidschiten gebildet hatte. Letztgenannte sahen jeden als vom Glauben abgefallen an, der schwere Sünden begann, wohingegen die Muridschiten ausschließlich den bewussten. Abfall vom Glauben selbst als solchen betrachteten. Der Name der Sekte bedeutet sinngemäß „die Abwartenden".
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Überlieferungen, die von al-Nisal und Abu Dawud in ihren jeweiligen Geschichtswerken [sunan] zitiert werden.
Er starb 87 oder 97 n.H. während der Regierungszeit von Sulaiman ibn Abdul-Malik oder, wie es manche behaupten, 100 oder 101 n.H. in der Zeit von Umar ibn Abdulaziz, und Allah weiß es m besten.
30. Salim ibn Abu Hafsa al-Idschli al-Kufi
Al-Schahrastani schließt ihn in sein Buch „al-Milal wa-Nihal" unter die schiitischen Würdenträger ein. Al-Fallas behauptet: „Er ist ein schwacher Überlieferer, der ein Extremist ist in seinem schiitischen Glauben". Ibn Adi sagt: „Die Leute beschuldigen ihn des Extremismus, aber ich hoffe, dass nichts falsch ist mit seinen Überlieferungen". Muhammad ibn Baschir al-Abdi sagt: „Ich habe Salim ibn Abu Hafsa als einen Dummkopf mit einem langen Bart gesehen; was für ein Bart", denn er sagt: ,Ich wünschte ich wäre ein Teilhaber Alis in allem, was er ertragen musste gewesen'." Al-Hussain ibn Ali al-Dschu'fi sagte: „Ich sah Salim ibn Abu Hafsa als einen Dummkopf mit einem langen Bart, der immer wieder sagte: ,Hier bin ich oh Mörder von Na 'thai1 und Zerstörer der Umayyaden'."
Amr ibn al-Salim ibn Abu Hafsa fragte ihn einst: „Hast Du Uthman ermordet"? Er antwortete: „Ich?" Amr sagte: „Ja Du, denn Du verurteilst den Mord nicht". Abu ibn al-Madini hat gesagt: „Ich habe Dscharir sagen gehört: ,Ich habe meine Freundschaft mit Salim ibn Abu Hafsa beendet, weil er ständig die Schiiten verteidigte '." Al-Dhahabi has seine Biographie ausführlich beschrieben und alle oben genannten Fakten erwähnt. In seinem „Tabaqat" auf Seite 234 im sechsten Band erwähnt ihn ibn Sa'd und sagt: „Er ist sehr standhaft in seinem schiitischen Glauben. Er betrat Mekka während der Regierungszeit der Abbasiden und schrie heraus: Hier bin ich,
1 Bezeichnung des dritten amtierenden Kalifen Uthman
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hier bin ich oh Mörder der Umayyaden!“1 Seine Stimme war ziemlich laut, derart dass sein Ruf von Dawud ibn Ali gehört wurde, der fragte: „Wer ist dieser Mann?" Die Leute informierten ihn, dass es Salim ibn Abu Hafsa war und erzählten ihm seine Geschichte und seine Ansichten.
Al-Dhahabi hat seine Biographie in sein „al-Mizan" mit aufgenommen mit dem Kommentar: „Er gehörte zu den Anführern derjenigen, die Abu Bakr und Umar herabwürdigten". Trotz alldem haben beide Sufyans seine Überlieferungen zitiert, wie auch Muhammad ibn Fudhail, während al-Tirmidhi seinen Aussagen vertraute und Ibn Muln ihn als glaubhaft einstufte. Er start 137 n.H.
31. Sa'd ibn Tarif al-Iskafi al-Hanzali al-Kufi
Al-Dhahabi erwähnt ihn und markiert seinen Namen mit den Initialen „TQ" als Hinweis auf die beiden Autoren von Geschichts-Werken [sunan], die ihn zitieren. Al-Dhahabi zitiert auch al-Fallas, der Sa'd als „schwachen Extremisten mit schiitischem Glauben" einstuft. Obwohl sie ihn als „extremen Schiiten" einstufen, zitieren ihn al-Tirmidhi und andere. Vergleiche dazu die Überlieferung in al-Tirmidhis „Sahih", die von Ikrima und Abul-Wall übermittelt wurde. Er übermittelt auch Überlieferung, die von al-Asbagh ibn Nabatah, Uman ibn Talha und Umair ibn Ma'mun weitergeleitet wurden. Isra'il, Haban und Abu Muawiya zitieren ihn alle.
32. Said ibn Aschwa
Er ist erwähnt in al-Dhahabis „al-Mizan" in dem der Autor schreibt: „Said ibn Aschwa ist ein berühmter glaubhafter Richter aus Ku-
1 Einige Schiiten glaubten in der Anfangszeit der Niederlage der Umayyaden gegen die Abbasiden fälschlicherweise, dass die Abbasiden dem wahrhaftigen Imamat zur Macht verhelfen wolle.
2 Gemeint sind al-Tirmidhi und Dar Qutni
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fa." Al-Nisa'i sagt, dass es keine Fehler gibt in seinen Überlieferungen und dass er ein Freund von al-Scha'bi ist. Al-Dschawzdschani beschreibt ihn als extremen Herätiker und schiitischen Zeloten.
Sowohl Buchari als auch Muslim vertrauen seiner Person in ihren jeweiligen Sahih-Werken. Seine Überlieferung von al-Scha^bi gilt als authentisch für beide Autoren der Sahih-Bücher. In beiden Sa-hihs, sowohl bei Buchari als auch bei Muslim ist seine Überlieferung zitiert durch Zakariyya ibn Abu Zaida und Chalid al-Chassa. Er starb während der Regierungszeit von Chalid ibn Abdullah1.
33. Said ibn Chaitham al-Hilali
Ibrahim ibn Abdullah ibn al-Dschunaid wurde einstmals gefragt: „Said ibn Chaitham ist ein Schiit, was denkst Du über ihn?" Er antwortete: „Lass uns annehmen, dass er ein Schiit ist, aber er ist auch vertrauenswürdig."
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und zitiert Ibn Mu'in, der das Wesentliche des oben erwähnten überliefert. Er markierte seinen Namen mit den Initialen sowohl von al-Tirmidhi als auch al-Nisa'i. Er erwähnt ebenso die Tatsache, dass Sa'id Überlieferungen von Yazid ibn Abu Ziyad und Muslim al-Malal überliefert. Sein Neffe, Ahmad ibn Raschid überliefert seine Überlieferungen ebenfalls.
34. Salama ibn al-Fudhail al-Abrasch
Er war Richter in Rayy und Aufzeichner von Überlieferungen und Aufzeichnungen der Kriege, an denen der Prophet (s.) teilnahm, übermittelt durch Ibn Ishaq, worin er als Abu Abdullah bekannt ist.
1 Zwischen 89 und 96 n.H.
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In seiner Biographie im Werk „al-Mizan" von Ibn Muln steht: „Sa-lama al-Abrasch al-Radhi ist ein gläubiger Schiit und ein Mann, dessen Überlieferungen oft zitiert werden, und es gibt keine Fehler darin." Abu Zarah hat im gleichen Werk erwähnt, dass die Einwohner von Rayy ihn nicht besonders mögen aufgrund seiner religiösen Ansichten. Tatsächlich folgt ihre Einstellung aufgrund ihrer eigenen Ansichten hinsichtlich der Anhänger des Hauses des Propheten (s.).
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und markiert seinen Namen mit den Initialen von Abu Dawud und al-Tirmidhi und sagt: „Man erinnert sich seiner aufgrund seiner rituellen Gebete und Bittgebete".
Er starb 191 n.H. Ibn Muln bestätigt die Tatsache, dass die Überlieferungen bezüglich der militärischen Auseinandersetzungen, wie sie von Salama übermittelt wurden, glaubwürdiger sind als von irgendeinem anderen. Zanih wird zitiert mit der Aussage, dass er Sa-lamah al-Abrasch gehört haben will, dass jener Überlieferungen zu den Feldzügen zwei Mal von Ishaq gehört hat, und diese auch aufgeschrieben hat, wie er auch andere Überlieferungen zu den Feldzügen aufschrieb.
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35. Salama ibn Kahl ibn Hasin ibn Kadi ibn Asad al-Hadhrami, Abu Yahya
Eine Reihe von Gelehrten, die der Mehrheitsmeinung1 unter den Muslimen folgen, wie z.B. Ibn Qutaiba in seinem „Ma'arif", der seine Auszeichnung auf Seite 206 erwähnt, und al-Schahrastani in seinem „al-Milal wa-Nihal" auf Seite 27 im zweiten Band, zählten ihn zu den schiitischen Würdenträgern. Die Autoren der sechs „Sa-hih-Werke haben ihm allesamt vertraut, wie auch andere. Er hat die Überlieferungen gelernt von Leuten wie Abu Dschahifa, Suwaid ibn Ghafla, al-Scha'bi und Ata ibn Abu Rabah, die alle bei Buchari und Muslim genannt werden. In Muslim zitiert er Überlieferungen von Karib, Dharr ibn Abdullah, Baqir ibn al-Aschadsch, Zaid ibn Ka'b, Said ibn Dschubair, Mudschahid, Abdullah ibn Abdurrahman ibn Yazid, Abu Salama ibn Abdurrahman, Muawiya ibn al-Suwaid, Habib ibn Abdullah und Muslim al-Batin. Al-Thaquri und Schu'ba haben ihn beide in diesen beiden Werken zitiert, während in Buchari seine Überlieferung zusätzlich zitiert wird von Ismall ibn Abu Chalid. In Muslim wird er zudem zitiert von Said ibn Masruq, Aqil ibn Chalid, Abdul-Malik ibn Abu Sulaiman, Ali ibn Salih, Zaid ibn Abu Anisa, Hammad ibn Salama und al-Walid ibn Harb. Salama ibn Kahl starb im Monat Aschura des Jahres 121 n.H.
36. Sulaiman ibn Said al-Chuzal al-Kufi
Er galt als der oberste Schiit des Irak, als Richter unter ihnen und als ihr Hüter und Berater. Man hatte sich allesamt in seinem Haus getroffen, als man einen Treueid ausrief zu Imam Hussain (a.). Er gilt als Vorbote der „Büßer" [tauwwabien]2 unter den Schiiten, die den Aufstand zur Rache an den Mördern Imam Hussains (a.) anfachten. Sie waren viertausend Entschlossene, die in der Nähe von
1 Gemeint sind Sunniten
2 Eine Gruppe von Aufständischen gegen die Umayyadan-Dynastie, um das Blut Imam Hussains (s.) zu rächen
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Nachila im frühen Monat Rabi-ul-Thani im Jahr 65 n.H lagerten und dann in Richtung Ubaidullah ibn Ziyad loszogen und seine Armee bei Dschazira angriffen. Sie kämpften standhaft, bis jeder einzelne von ihnen starb. Auch Sulaiman wurde Märtyrer an einem Platz mit der Bezeichnung „Am al-Warda", nachdem ihn Hasin mit einem tödlichen Pfeil getroffen hatte. Er war damals 93 Jahre alt. Sein Kopf und derjenigen von al-Musayyib ibn Nadschaba wurden als Trophäe zu Marwan ibn al-Hakam1 gebracht.
Seine Biographie ist aufgezeichnet im sechsten Band, Teil eins im „Tabaqat" von Ibn Sa'd und im „Isti'ab" von Ibn Abd al-Barr. Alle diejenigen, welche die Geschichten der Ahnen beschrieben haben, haben auch seine Biographie aufgezeichnet und seine Tugenden, und haben seinen Glauben und seine Frömmigkeit gelobt. Er erfreute sich hohen Ansehens, großer Ehre und Würde in seiner Bevölkerung, und sein Wort wog schwer. Er ist derjenige, der Hauschab, einen berüchtigten Fein des Befehlshabers der Gläubigen2, während eines Zweikampfes bei der Schlacht von Siffin tötete. Sulaiman trug in jener Schlacht leidenschaftlich dazu bei, dass die Feinde der Ahl-ul-Bait auseinander gerissen wurden. Überlieferer suchten seine Nähe. Die Überlieferungen, die er über den Propheten (s.) weitergibt, sowohl diejenigen, die er direkt weiter gibt, als auch diejenigen mit Verweis auf Dschubair ibn Mut Im, der ihm vertraute, sind sowohl in den Sahih-Werken von Buchari als auch von Muslim aufgezeichnet. Im Letztgenannten wird er zudem zitiert von Abu Ishaq al-Subail und Adi ibn Thabit. Sulaiman hat auch Überlieferungen weitergereicht, die in keinen der Sahih-Werke enthalten sind. Diese beinhalten Aussagen vom Befehlshaber der Gläubigen, seinem Sohn Imam al-Hassan al-Mudschtaba und Abi. In Werken außerhalb dieser genannten Sahih-Bücher, werden seine Überlieferungen übermittelt von Yahya ibn Ya'mur, Abdullah ibn Yasar und anderen.
1 Der herrschende Umayyaden-Kalif
2 Imam Ali (a.)
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37. Sulaiman ibn Tarchan al-Taimi al-Basri
Der ehemalige Sklave der Qais und ein Vorbeter gilt als einer der vertrauenswürdigsten Persönlichkeiten hinsichtlich Überlieferungen. Ibn Qutaiba zählt ihn zu den schiitischen Würdenträgern in seinem Buch „al-Ma'arif". Die Autoren der sechs Sahih-Werke, wie auch andere, haben ihm vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in beide Sahih-Werken übermittelt durch Anas ibn Malik, Abu Madscha, Bakr ibn Abdullah, Qatada und Abu Uthman al-Nahdi. In Muslims „Sahih" werden seine Überlieferungen über andere Wege zitiert. Zudem sind in beiden Sahih-Werken seine Überlieferungen zitiert durch seinen Sohn Mutmir und durch Schu^ba und al-Thauri. Auch eine andere Gruppe zitiert seine Überlieferungen in Muslims „Sahih". Er starb 143 n.H.
38. Sulaiman ibn Qarm ibn Mu'adh
Er ist auch bekannt unter dem Namen Abu Dawud al-Dabbi al-Kufi. Ibn Haban erwähnt ihn in einem gesonderten Text zur Biographie Sulaimans in seinem „al-Mizan". Ibn Haban sagte: „Er ist ein Ablehner [rafidhi] - sogar sehr deutlich". Nichtsdestotrotz hat Ahmad ibn Hanbal ihm vertraut. In der Zusammenfassung zu Sulaimans Biographie, wie es in „al-Mizan" aufgezeichnet ist, sagt Ibn Adi: „Die Überlieferungen, die von Sulaiman ibn Qarm weitergegeben werden sind authentisch. Und zudem sind seine Überlieferungen weitaus vertrauenswürdiger als diejenigen von Sulaiman ibn Arqam".
Muslim, al-Nisal, al-Tirmidhi und Abu Dawud; alle haben seine Überlieferungen zitiert. Als al-Dhahabi ihn erwähnt, setzt er die Initialen dieser Überlieferungssammler auf seinen Namen. Vergleiche dazu in Muslims „Sahih" wie Abul-Dschawabs Überlieferung weitergegeben wird durch Sulaiman ibn Qarm über al-A'masch bis zum Propheten (s.). Besagte Überlieferung behandelt
108
die Aussage des Propheten darüber, dass ein Mensch mit denjenigen Kontakt pflegt, die er liebt. In den Geschichtswerken [sunan] wird seine Überlieferung zitiert von Thabit über Anas zurück bis zum Propheten (s.), der gesagt hat: „Nach wissen zu streben ist eine religiöse Verpflichtung für jeden Muslim". Er zitiert al-A'masch über Amr ibn Murrah über Abdullah ibn al-Harith über Zuhair ibn al-Aqmar über Abdullah ibn Umar, der sagt, dass al-Hakam ibn Abdul As es gewohnt war, mit dem Propheten (s.) Kontakt zu haben, um es dann den Quraisch verdreht wieder zu geben. Daher hat der Prophet (s.) sein Verhalten verurteilt und alle, die ihm folgen, bis zum Tag des Gerichtes.
39. Sulaiman ibn Mihran al-Kahili al-Kufi A'masch
Er ist einer der schiitischen Anführer und einer der zuverlässigsten Überlieferer. Zahlreiche sunnitische Gelehrte, wie z.B. Ibn Qutaiba in seinem Ma'arif und al-Schahrastani in seinem „al-Milal wa-Nihal", wie auch viele andere, zählten ihn zu den schiitischen Würdenträgern.
In seiner Biographie über Zubaid sagt al-Dschawzdschani Folgendes im Buch „al-Mizan": „ Unter der Bevölkerung von Kufa gibt es einige Leute, deren Glaubensrichtung nicht angesehen ist, aber sie haben die Meister der Überlieferung unter den Überlieferern von Kufa unter sich. Zu ihnen gehören Abu Ishaq, Mansur, Zubaid al-Yami, al-A'masch und andere Zeitgenossen. Die Leute dulden sie nur deshalb, weil sie wahrhaftig in der Weitergabe der Überlieferungen sind". Bis zum Ende jener Aussage wird die Dummheit und das Vorurteil klar deutlich, das dahinter steckt. Welcher Schaden kann diese Würdenträger treffen, falls die Nasibis1 nicht ihren Einsatz zur Erfüllung der göttlichen Befehle, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen, indem sie treu zur Familie des Propheten und seine
1 Bezeichnung für extreme Gegner der Schiiten, die behaupten, dass Muawiya rechtmäßigerweise Kalif wurde.
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Nachkommenschaft verbleiben, anerkennen? Jene Nasibis - und das ist eine Tatsache - haben diese Leute nicht geduldet, nur weil sie wahrhaftig waren in der Übermittlung von Überlieferungen, sondern weil sie unverzichtbar waren. Hätten sie die Überlieferungen durch diese Leute abgelehnt, dann wäre die Mehrheit der prophetischen Überlieferungen hinfällig geworden, wie es al-Dhahabi selbst zugibt in sein seinem „al-Mizan", als er die Biographie von Aban ibn Taghlib diskutiert. Ich glaube, dass die Aussage von al-Mughira: „Abu Ishaq und dein A 'masch haben Kufa an den Rand der Zerstörung geführt", nur gegen die Leute mit schiitischem Glauben gesagt wurde. Ganz im Gegensatz dazu waren sowohl Abu Ishaq als auch al-A'masch Meere des Wissen und Hüter des prophetischen Erbes.
Al-A'masch hat uns eine Reihe von interessanten Begebenheiten hinterlassen, die eindringlich seine Größe darlegen. Eine davon ist beispielsweise aufgenommen von Ibn Challikan in seinem „Wa-fiyya al A'yan", worin sich al-A'maschs Biographie befindet, worin der Autor darlegt:
„Hischam ibn Abdul-Malik schrieb einst an al-A'masch und sagte: Wiederhole für mich die Tugenden Uthmans und Alis Laster'. Al-A'masch nahm den Brief und warf es ins Maul eines Kamels. Dann drehte er sich zum Briefüberbringer und sagte: ,Das ist meine Antwort'. Der Briefüberbringer aber flehte al-A 'masch an und wies ihn darauf hin, dass sein Auftraggeber ihn umbringen würde, wenn er ohne Nachricht zurückkehrt. Und er flehte auch seine Brüder an al-A 'masch dazu zu bringen, etwas aufzuschreiben. Schließlich schrieb er: ,Im Namen Gottes des Allerbarmers, des Barmherzigen. Wenn Uthman sämtliche Tugenden aller Menschen der Welt hätte, würde es dir nichts nützen, und wenn Ali in sich alle Laster der Menschen der Welt hätte, könnten sie dir letztendlich nicht schaden. Daher sei beunruhigt über deine eigene Seele, und der Friede sei mit Dir'."
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Eine andere Anekdote ist wiedergegeben bei Ibn Abd al-Barr in seinem Kapitel über die Aussagen der Geistlichen, welche ihre Werke gegenseitig bewerten, in seinem Buch „Dschami Bayan al-Ilm wa Fadha'il". Der Autor zitiert Ali ibn Chaschram, der sagt: „Ich hörte Abul-Fadhl ibn Musa sagen: ,Ich betrat einst das Haus von al-A 'masch begleitet von Abu Hanifa, um ihn während einer Krankheit zu besuchen. Abu Hanifa sagte: ,Oh Abu Muhammad! Wenn ich nicht befürchten würde, dass mein Besuch eine Belastung für Dich wäre, dann hätte ich Dich öfters besucht' Al-A'masch antwortete: ,Du bist eine Belastung für mich selbst in deinem eigenen Haus, so stell dir vor, wie ich mich fühle, wenn ich dein Gesicht sehen muss'." Abul-Fadhl fuhr fort zu erzählen, dass als sie das Haus von al-A 'masch verlassen hatten, Abu Hanifa behauptete: ,Al-A'masch hat nie das Fasten im Monat Ramadan beachtet'. Ibn al Chaschram fragte daraufhin al-Fadhl, was denn Abu Hanifa damit gemeint hätte1. Al-Fadhl antwortete: ,Al-A'masch beachteten die Morgendämmerung entsprechend der Überlieferung des Propheten, welche von Hudhaifa al Yamani wiedergegeben wird'." Tatsächlich befolgte er den qur'anischen Vers:
„ Und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung den weißen Faden vom schwarzen Faden unterscheiden könnt und vollzieht danach das Fasten bis zur Nacht." 2
Die Autoren von „al-Waschiza" und „Bihar-ul-Anwar" haben beide Hassan ibn Said al-Nachi zitiert, die Scharik ibn Abdullah, den Richter zitieren, der sagte: „Ich besuchte al-A'masch als er krank war vor seinem Ableben. Während ich dort war, traten Ibn Schabrama, Ibn Laila und Abu Hanifa ein und erkundigten sich nach seiner Gesundheit. Er erzählte ihnen, dass er unter akutem
1 Gemäß den Fatwas von Abu Hanifa beginnen Sie ihr Fasten geringfügig später als Schiiten und beenden es geringfügig früher. Abu Hanifa wertet hier die Tatsache, dass al-A'masch seine Rechsauslegung diesbezüglich nicht akzeptiert und aus seiner Sicht länger fastet als Bruch des Fastens.
2 Heiliger Qur'an 2:187
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Fieber leide, dass er Gott fürchte wegen seiner Sünden und er brach in Tränen aus. Abu Hanifa sagte zu ihm: , Oh Abu Muhammad1, sei gottesehrfürchtig, schau nun auf Dich selbst. Du verbreitetes zahlreiche Überlieferungen über Ali, wobei es besser wäre, Du würdest sie widerrufen.' Al-A'masch antwortete: ,Du wagst es so etwas zu einem Menschen wie mir zu sagen?'" Er verurteilte ihn, aber es besteht hier keine Notwendigkeit, es weiter auszubreiten.
Er war - möge Allah seiner Seele Gnade gewähren - wie al-Dhahabi ihn in seinem „al-Mizan" beschrieb, ein vertrauenswürdiger Imam. Er war genau so, wie Ibn Challikan ihn in dessen Biographie in seinem Werk „Wafiyya al-A'yan" beschrieben hat, ein wahrhaftiger und tugendhafter Mann des Wissens. Zahlreiche Gelehrte haben alle seine Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit und Frömmigkeit eingestanden. Die Autoren der sechs Sahih-Werke, wie auch zahlreiche andere neben ihnen, haben allesamt seinen Aussagen vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in den Sahih-Werken von Buchari und Muslim übermittelt durch Zaid ibn Wa-hab, Sa'id ibn Dschubair, Muslim al-Batin, al-Scha'bi, Mudschahid, Abu Wa'il, Ibrahim al-Nachi und Abu Salih Thakwan. Er wird zitiert in weiteren Werken mittels Schu^ba, al-Thauri, Ibn Aina, Abu Muawiya Muhammad, Abu Awana, Dscharir, und Hafs ibn Ghiy-ath. Al-A'masch wurde 61 n.H. geboren und starb 148 n.H., möge Allah barmherzig zu ihm sein.
40. Scharik ibn Abdullah ibn Sinan al-Nachi al-Kufi al-Qadhi
Imam Abu Qutaiba hat ihn freimütig in seinem „Ma'arif" aufgelistet unter den schiitischen Würdenträgern. In der Schlussfolgerung von Schariks Biographie, wie es in „al-Mizan" aufgezeichnet wurde, schwört Abdullah ibn Idris, dass Scharik ein Schiit ist. Auch Abu Dawud al-Rahawi wird in „al-Mizan" zitiert, wie er gehört
1 A'masch hat einen Sohn namens Muhammad, daher der Beiname „Vater von Muhammad" [abu muhammad].
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haben will: „Ali ist die beste Schöpfung1, wer immer diese Tatsache bestreitet ist ein Nichtgläubiger". Was er damit meinte ist selbstverständlich, dass Ali der beste Mann ist außer dem Propheten (s.), wie es alle Schiiten glauben. Aus diesem Grund hat al-Dschawzdschani, wie es in „al-Mizan" zitiert wird, ihn als „abgewichen" bezeichnet, wobei die „Abweichung" darin besteht, dass jener die Glaubensrichtung der Ahl-ul-Bait derjenigen von al-Dschawzdschani vorgezogen hat. „Al-Mizan" zitiert ebenfalls Scha-riks Überlieferung bezüglich dem Befehlshaber der Gläubigen2 (a.). Er zitiert Abu Rabia über Ibn Buraida über seinen Vater bis hin zum Propheten (s.) der sagte: „Jeder Prophet hinterlässt einen Vertreter und Erben ".
Er war sehr enthusiastisch bei der Verbreitung des Wissens hinsichtlich der Tugenden des Befehlshabers der Gläubigen (a.) und bei der Ausüben von Druck auf die Umayyaden, dessen Auszeichnungen anzuerkennen und zu veröffentlichen. In seinem Werk „Durra al-Ghawwas" sagt al-Hariri gemäß Schariks Biographie in Ibn Challikans Werk „Wafiyya al A'yan: „Scharik hatte einen Umayyaden als Freund. Eines Tages wiederholte Scharik die Auszeichnungen Ali ibn Abu Talibs (a.). Sein umayyadischer Freund sagte, dass Ali ein „feiner Kerl" sei. Dieses erzürnte Scharik dermaßen, dass er sagte: „Ist das alles, was Du über Ali zu sagen hast, dass er ein feiner Kerl war und nicht mehr?"
In der Zusammenfassung von Schariks Biographie, wie es in „al-Mizan" wiedergegeben wird, zitiert Ibn Abu Schaiba aus der Quelle Ali ibn Hakim ibn Qadim, der ihn zitierte, dass einstmals eine Beschwerde über Scharik ihm vorgebracht wurde. Der Mann sagte: „Die Leute sagen, dass deine Gedanken zweifelhaft sind." Scharik
1 Gemeint ist das bezogen auf die Zeit nach dem Propheten (s.) in dessen Zeitkontext die Aussage fiel. Denn es gibt keinen Zweifel darin, dass all jene Überlieferer in dem Propheten (s.) das höchste Geschöpf der Schöpfung sehen.
2 Imam Ali (a.)
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antwortete: „Du Narr, wie könnten diese Gedanken zweifelhaft sein?! Ich wünsche, ich wäre anwesend gewesen in Alis Armee und hätte mein Schwert mit dem Blut der Feinde durchnässt".
Jeder, der Schariks Lebensweise studiert, wird überzeugt sein, dass der Mann ein sehr loyaler Anhänger des Weges der Ahl-ul-Bait war. Er übermittelte eine große Menge der Überlieferungen, die von den gelehrtesten Anhängern der Ahl-ul-Bait weitergegeben wurden. Sein Sohn Abdurrahman sagte: „Mein Vater lernte viele Sachfragen von Dschafar al-Dschufi zusätzlich zu zehntausenden seltener Überlieferungen ".
Abdullah ibn al-Mubarak wird in al-Mizan zitiert, wie er sagt: „Scharik ist wissender über die in Kufa bekannten Überlieferungen als Sufyan. Er war ein erklärter Gegner von Alis Verleumdern, und jedem, der krankhaft über ihn sprach ".
Abdul-Salam ibn Harb fragte ihn einstmals: „Warum besuchst Du nicht deinen kranken Bruder". Er warf ein: „Und wer soll das sein?" Der Mann antwortete: „Malik ibn Maghul". Scharik, wie es in der Biographie über ihn in „al-Mizan" steht sagte dann: „Jeglicher, der krankhaft über Ali oder Ammar spricht, ist sicherlich nicht mein Bruder".
Einmal wurde der Name von Muawiya in seiner Anwesenheit erwähnt und er wurde als „nachsichtig" beschrieben. Scharik, wie es in seiner Biographie im „al-Mizan" wie auch in Ibn Challikans „Wafiyya al-A'yan" erwähnt wird, erwähnte daraufhin eine Überlieferung des Propheten (s.): „Wenn Du Muawiya auf meiner Kanzel siehst, dann töte ihn". Dies ist zitiert durch al-Tabari und dieser wiederum ist zitiert durch al-Dhahabi, während letzterer die Biographie von Abbad ibn Ya'qub diskutierte.
Ibn Challikans „Wafiyya" beinhaltet eine Biographie über Scharik, worin der Autor einen Dialog zwischen Scharik und Mus'ab ibn
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Abdullah al-Zubairi in Anwesenheit des abbasidischen Herrschers al-Mahdi zitiert. Mus'ab fragt Scharik: „Erniedrigst Du tatsächlich Abu Bakr und Umar? ", bis hin zu der Auflösung der Geschichte.
Trotz alldem, beschreibt ihn al-Dhahabi als „wahrhaftigen Imam". Er zitiert auch Ibn Muln, der sagt, das Scharik ein „glaubhafter Wahrhaftiger" ist. In der Schlussfolgerung der Biographie stellt der Autor fest: „Scharik war eine Bastion des Wissen. Ishaq al-Azraq lernte von ihm neuntausend Überlieferungen". Er zitiert auch Tau-ba al-Halabi, der sagt: „ Wir waren einst in Ramla, und jemand fragte wer der beste Mann im Lande war. Einige sagten Lahi 'a, während andere Malik nannten. Wir fragten Isa ibn Yunus seine Ansicht kund zu tun. Er sagte: Der Mann des Landes unter den Lebenden ist Scharik."
Muslim und die Autoren von vier Geschichtswerken [sunan] haben alle Scharik vertraut. Vergleiche dazu die Überlieferung, wie sie zitiert wird übermittelt von Ziyad ibn Alaqa, Ammar al-Duhni, Hi-scham ibn Urwa, Yuli ibn Ata, Abdul-Malik ibn Umair, Ammara ibn al-Qa'da und Abdullah ibn Schabrama. Diese Schreiber haben zudem Schariks Überlieferungen weitergeleitet von Ibn Schaiba, Ali ibn Hakim, Yunus ibn Muhammad, al-Fadhl ibn Musa, Muhammad ibn al-Sabbah und Ali ibn Hadschar.
Er ist entweder in Khorassan oder Buchara geboren 95 n.H. und starb in Kufa am Samstag zu Beginn des Monats Dhul-Qada 177 oder 178 n.H.
41. Schu^ba ibn al-Hadschadsch Abul-Ward al-Ataki al-Wasiti
Er ist auch bekannt unter dem Namen Abu Bastam. Er ist geboren in Wasif, lebte aber in Basra. Abu Bastam gilt als der erste, der im Irak bezüglich Überlieferer nachfragte. Ihm wird gutgeschrieben, dass er den Schwachen und Waisen half. Er wird zu den schiitischen Würdenträgern gezählt durch zahlreiche hohe intellektuelle
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sunnitische Gelehrte, wie z.B. Qutaiba in seinem al-Ma'arif und al-Schahrastani in seinem „al-Milal wa-Nihal". Die Autoren von sechs Sahih-Bücher und andere haben seiner Person vertraut. Seine Überlieferungen können festgestellt werden in Bucharis und Muslims Sahih-Bücher, wie sie übermittelt wurden durch Abu Ishaq al-Subai'i, Isma'il ibn Abu Chalid, Mansur, al-A'masch und andere. Sowohl in Bucharis als auch in Muslims Buch ist seine Überlieferung zitiert durch Muhammad ibn Dscha'far, Yahya ibn Said al-Qattan, Uthman ibn Dschabala und andere.
Er ist geboren 83 n.H und starb 160 n.H., möge Allah barmherzig mit ihm sein.
42. Sa'sa'a ibn Suhan ibn Hadschar ibn al-Harith al-Abdi
Imam Qutaiba beschreibt ihn auf Seite 206 seines „Ma'arif" als einen der berühmtesten schiitischen Würdenträgern. Ibn Sa'd stellt auf Seite 154, im sechsten Band seines „Tabaqat" fest: „{Sa'sa'a) ist wohl bekannt überall in Kufa als Redner und Gefährte Alis, mit dem er an der Kamel-Schlacht1 teilgenommen hatte zusammen mit seinem Bruder Zaid und Suhan, den Söhnen Suhans. Suhan ist bekannt als Redner noch vor Sa 'sa 'a und er war Flaggenträger während der Kamel-Schlacht. Als er starb übernahm sein Bruder Zaid die Flagge, und als er auch starb übernahm es Sa'sa'a. Er hatte Überlieferungen von Imam Ali und auch von Abdullah ibn Abbas übermittelt. Er gilt als glaubwürdiger Überlieferer, obwohl die von ihm weitergegebenen Überlieferungen nicht viele sind." Ibn Abd al-Barr erwähnt ihn in seinem „Isti'ab", wobei er sagt: „Er nahm den Islam zu Lebzeiten des Propheten (s.) an, obwohl er ihn nie selbst traf, da er noch sehr jung war."
1 Schlacht, welche die Prophetenehefrau Aischa zusammen mit Talha und Zubair gegen den amtierenden Kalifen Ali (a.) angezettelt hat, bei der viele Muslime starben.
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Er ist ein Oberhaupt in seinem Stamm, den Nachkommen Abd al-Qais, und ein recht begnadeter Redner, ein Mann der Weisheit, der eine sehr hohe Beherrschung der Sprache erlangt hat. Er ist wirklich ein Mann der Frömmigkeit, der Tugenden und der Weisheit. Er zählt zu den Gefährten Imam Alis (a.). Yahya ibn Muln zitiert, dass Sa'sa'a, Zaid und Suhan, die Söhne Suhans alle gute Redner waren und dass Zaid und Suhan bei der Kamel-Schlacht Märtyrer wurden. Er zitiert auch ein kritisches Problem, dass Umar als Kalif nicht lösen konnte und daher eine Sitzung abhielt, in welcher der Kalif die Leute nach ihren Vorschlägen befragte. Sa'sa'a, damals noch sehr jung, stand auf und erläuterte die Komplexizität und gab einen Lösungsvorschlag, der allgemein anerkannt wurde. Dieses sollte den Leser nicht verwundern, denn die Nachkommen Suhans gehörten zu den bekanntesten Oberhäuptern Arabiens, Säulen der Tugend und Nachkommenschaft.
Ibn Qutaiba erwähnt sie in seinem Werk „Ma'arif“ auf Seite 138 in dem Kapitel über bekannte Überlieferer und Leute mit Einfluss. Der Autor schreibt: „Suhans Nachkommen waren Zaid ibn Suhan, Sa'sa'a ibn Suhan und Suhan ibn Swahn von den Banu Abd al-Qais." Er fügte hinzu: „Zaid gehörte zu den besten Leuten, wie es der Prophet (s.) selbst gesagt hatte: „Zaid ist wahrlich ein guter Mann und auch Dschundab; was für ein Mann er ist!' Die Leute wendeten ein: , Warum erwähnst Du diese Leute gesondert?' Der Prophet (s.) antwortete: ,Der Arm des einen wird dreißig Jahre seinem Körper ins Paradies vorausgehen, während der andere schwere Schläge ertragen wird, so dass das Recht von Unrecht unterschieden wird.' Ersterer nahm teil an der Schlacht von Dschalu-la wo einer seiner Arme abgehackt wurde. Er nahm dann auch an der Kamel-Schlacht teil auf der Seite von Imam Ali (a.). Dabei sagte er dem Imam: , Oh Befehlshaber der Gläubigen! Es sieht so aus, als wenn ich meinem Schicksal begegnen werde'. Der Imam fragte ihn: , Woher weißt Du das, oh Vater von Sulaiman?' Er antwortete: ,Ich sah im Traum wie mein (bereits verlorener) Arm sich vom Himmel auf diese Welt ausstreckte, um mich von der Welt zu holen'.
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Er wurde von Amr ibn Yathribi getötet, der auch seinen Bruder Su-han in der Kamel-Schlacht tötete."
Es ist kein Geheimnis, dass die Prophezeiung des Propheten hinsichtlich Zaids Arm, der dem Rest des Körpers ins Paradies vorauseilt von allen Muslimen als weiterer Beweis für das Prophetentum angesehen wird, als Zeichen der Wahrheit der Religion des Islam und die Bestätigung der wahrhaftigen Menschen. Alle Biographien von Zaid haben das erwähnt. Vergleiche dazu seine Biographie in „al-Isti'ab", „al-Isaba" und andere. Die Überlieferer haben das genannte aufgezeichnet, jeder auf seine Art der Wortwahl, und einige haben hinzugefügt, dass ihm das Paradies versprochen war „obwohl er Schiit war“. Alle Dankbarkeit gehört dem Herrn der Welten!
Al-Asqalani erwähnt Sa'sa'a ibn Suhan im dritten Teil seines „Isa-ba" wobei er sagt: „Er überlieferte Ereignisse über Uthman und Ali (a.). Er nahm teil an der Schlacht von Siffin auf der Seite von Ali. Er ist ein hervorragender Redner und widersprach oft Muawiya". Al-Schabi sagte: „Ich lernte des Öfteren, wie ich seine Reden ü-bermitteln kann". Abu Ishaq al-Subai'i, al-Minhal ibn Amr ibn Barida und andere haben allesamt seine Überlieferungen zitiert. Al-Ala'i, der Ziyads Begegnungen beschrieb, sagte, dass eines Tages al-Mughira Sa'sa'a aufgrund einer Anordnung verbannt hat, die er von Muawiya erhalten hatte, und zwar von Kufa nach Dschazira oder nach Bahrain oder, wie manche behaupten, auf die Insel Ibn Fakkan, wo er dann in Verbannung starb, genau so, wie Abu Dharr al-Ghaffari1 vor ihm in der Verbannung der Wüste Rabtha2 starb.
Al-Dhahabi erwähnt Sa'sa'a ebenfalls und beschreibt ihn als „sehr bekannten und vertrauenswürdigen Überlieferer" und zitiert Zeugenaussagen über seine Glaubwürdigkeit bezeugt von Ibn Sa'd und
1 Enger Gefährte Imam Alis (a.) der von Muawiya aufgrund seiner Nähe zu Imam Ali verbannt wurde
2 Im südlichen Irak
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Nasa'i und markiert seinen Namen dementsprechend, um darzulegen, dass Nasal seiner Person vertraute.
Wer immer seiner Autorität nicht vertraut, schadet damit keinem außer sich selbst, wie es der Heilige Qur'an beschreibt: „ Wer irregeht, geht irre zu seinem eigenen Schaden. "1
43. Tawus ibn Kaisan al-Chaulani al-Hamdani al-Yamani
Er ist Abdurrahmans Vater. Seine Mutter ist Perserin, und sein Vater ist Ibn Qasit, ein Sklave von Baschir ibn Raysan al-Himyari aus Namrin. Sunnitische Gelehrte betrachten ihn zweifelsohne als Schiiten. Al-Schahrastani erwähnt ihn unter den Würdenträgern, die er aufzählt in seinem „al-Milal wa-Nihal" und Ibn Qutaiba in seinem „al-Ma'arif". Die Autoren von sechs Sahih-Büchern, wie auch andere, haben seiner Person allesamt vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in beiden Sahih-Büchern, worin er Ibn Abbas, Ibn Umar und Abu Huraira zitiert. Und in Muslims „Sahih" zitiert er Aischa, Zaid ibn Thabit und Abdullah ibn Umar. Sein Überlieferung, die von al-Zuhri weitergeleitet wurde, ist allein bei Buchari zu finden und bei Muslim durch viele andere Überlieferer.
Er starb in Mekka während der Pilgerfahrt, einen Tag vor dem Tag von Tarwiya2 im Jahr 104 oder 106 n.H. Sein Begräbnis war ziemlich Ereignisreich. Sein Sarg wurde von Imam Hassan (s.), dem Sohn des Befehlshabers der Gläubigen (a.) getragen, während sich andere um ihn herumdrängelten, den Sarg ebenfalls tragen zu können. Das geschah derart heftig, dass seine Kopfbedeckung herunterfiel und sein Totengewand sich teilweise öffnete, wie es wiedergegeben ist bei Ibn Challikan in seiner Biographie über Tawus in „Wafiyya al A 'yan ".
1 Heiliger Qur'an 39:41
2 Der 8. Dhu-l-Hidscha, also starb er am 7. Dhu-l-Hidscha
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44. Dhalim ibn Amr ibn Sufyan, Abul-Aswad al-Du'ali
Die Tatsache, dass er Schiit war und ein gottesehrfürchtiger Anhänger des Glaubens während des Vermächtnisses [wilaya] Imam Alis, Imam Hassans und Imam Hussains wie auch der anderen Mitglieder der Ahl-ul-Bait (a.), ist klarer als die Sonne und bedarf keiner Wiederholung. Wir haben es im Detail beschrieben in unserem Werk „Muchtasar al-Kalam fi Mu'allifi al-Schia min Sadr al-Islam".
Niemand zweifelt an, dass er Schiit war. Trotz alldem haben die Autoren der sechs Sahih-Werke seiner Person vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung über Umar ibn al-Chattab in Bucharis „Sahih". In Muslim wird seine Überlieferung zitiert von Abu Musa und Umran ibn Hasin. In beiden Büchern wird seine Überlieferung zitiert von Yahya ibn Ya'mus. Bei Buchari zitiert ihn zudem Abdullah ibn Buraida und bei Muslim werden seine Überlieferungen übermittelt durch seinen Sohn Abu Harb.
Er starb im Alter von 85 Jahren in Basra 99 n.H. durch eine Plage, welche die Stadt getroffen hatte. Möge Allah ihm gnädig sein. Er gehört zu denen, welche die arabische Grammatik festgeschrieben haben gemäß den Regeln, die er vom Befehlshaber der Gläubigen (a.) erfahren hat, wie wir es in unserem Buch „al-Muchtasar" dargelegt haben.
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45. Amr ibn Walla ibn Abdullah ibn Umar al-Laithi al-Makki
Er ist auch bekannt unter dem Namen Abu-t-Tufail. Er wurde im Jahr der Schlacht von Uhud1 geboren. Er war acht Jahre lang Gefährte des Propheten (s.). Ibn Qutaiba hat ihn unter die extremen Ablehner [rafidhi] eingestuft, wobei er darauf hinwies, dass er der Flaggenträger von al-Muchtar2 war, und der letzte der Gefährten3 der starb.
Ibn Abd al-Barr hat ihn erwähnt in seinem Kapitel über die Beinamen in seinem „Isti'ab" und beschreibt: „Er wohnte in Kufa und begleitete Imam Ali (a.) in seinen Schlachten. Als Ali Märtyrer wurde, zog er nach Mekka." Er schließt mit der Bemerkung: „Er war ein tugendhafter und weiser Mann, geschickt in der Bereitstellung einer geeigneten Antwort und redegewandt. Er war auch ein Parteigänger [schia] Imam Alis (a.)" Er weist auch auf Folgendes hin: „Einstmals sprach Abu-t-Tufail Muawiya an und letztgenannter fragte ihn: ,Wie lange hast Du um den Tod des Vaters4 von al-Hassan getrauert?' Er antwortete: ,Ich habe so viel getrauert, wie die Mutter Mose trauerte, als sie sich von ihrem Sohn trennte und ich wende mich an Allah für mein Leid.'. Muawiya fragte nach: ,Warst Du unter denen, die das Haus Uthmans6 belagerten?' Er
1 Die Schlacht von Uhud zwischen den Medinensern und Mekkanern fand 3 n.H. statt.
2 Einer der höchsten Kommandanten Imam Alis (a.)
3 Gemeint sind diejenigen, die den Propheten mit eigenen Augen gesehen und ihm gefolgt sind.
4 Also Imam Ali (a.)
Sie musste ihn zu seinem Schutz vor den Mördern des Pharao in einen Korb legen und im Fluss verstecken. Die Strömung trieb den Korb in das Haus des Pharao, worin die gesegnete Asia das Kind fand und im Haus seines Feindes liebevoll aufzog, ohne dass der Pharao etwas ahnte. Als Milchmutter engagierte sie durch das Wunder Gottes die leibliche Mutter Mose. 6 Als Uthman dritter amtierender Kalif war. Damals ließ Imam Ali (a.) seine Söhne Hassan (a.) und Hussain (a.) das Haus schützen, um die Würde und Ehre des Amtes nicht beschädigen zu lassen. Später wurde der Kalif aus dem Hinter-
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antwortete: ,Nein, aber ich besuchte ihn des Öfteren.' Dann fragte Muawiya: ,Was hat Dich davon abgehalten, ihn zu retten?' Er erwiderte: , Und wie ist es mit Dir? Was hat Dich davon abgehalten, als der sichere Tod ihn bedrohte, während Du Herrscher in Syrien über seine Untertanen warst?' Muawiya antwortete: ,Siehst Du denn nicht, wie die Rache an seinen Mördern Zeichen meiner Unterstützung für ihn ist?' Daraufhin sagte Amir zu Muawiya, dass dieser genau so verfuhr wie derjenige, der in einem Gedichtvers des Dichters Dschuf beschrieben wurde als letztgenannter sagte: ,Du trauerst um meinen Tod, doch als ich noch am Leben war, hast Du mich nicht einmal gegen das Verhungern geschützt.'"
Al-Zuhri, Abul-Zubair, al-Dschariri, Ibn Abul-Hasin, Abdul-Malik ibn Abdschar, Qatada, Ma'ruf, al-Walid ibn Dschami, Mansur ibn Hayyan, al-Qasim ibn Abu Barda, Amr ibn Dinar, Ikrima ibn Cha-lid, Kulthum ibn Habib, Furat al-Chazzaz und Abdulaziz ibn Rafi haben allesamt seine Überlieferungen übermittelt, wie sie in den Sahih-Werken von Buchari und Muslim existieren. Bucharis Werk beinhaltet Überlieferungen des Propheten (s.) über die Pilgerfahrt, welche von Abu-t-Tufail überliefert wurde. Er beschreibt die Charaktereigenschaften des Propheten (s.) und er überliefert bezüglich dem rituellen Gebet und die Zeichen des Prophetentums durch Ma'ath ibn Dschabal und über das Schicksal von Abdullah ibn Mas'ud. Er überliefert auch von Ali (a.), Hudhaifa ibn al-Yamani, Abdullah ibn Abbas und Umar ibn al-Chattab, wie es wohl bekannt ist bei allen Überlieferungs-Wissenschaftlern der Muslime wie auch den Autoren der Geschichts-Werke.
Abu-t-Tufail starb in Mekka 100 n.H. Möge Allah seine Seele mit seiner Barmherzigkeit umfassen. Einige sagen auch 102 n.H und andere sagen 120 n.H, und Allah weiß es am Besten.
halt ermordet und Muawiya spielte sich in heuchlerischer Art und Weise als sein Rächer auf, weshalb er auch einen Krieg gegen Imam Ali (a.), als dieser amtierender Kalif war, anzettelte.
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46. Abbad ibn Ya'qub al-Asadi al-Rawadschini al-Kufi
Er wird erwähnt von Dar Qutni der sagt: „Abbad ibn Ya 'qub ist ein vertrauenswürdiger Schiit". Ibn Haban erwähnt ihn und sagt: „Abbad ibn Ya'qub lud die Menschen zur Ablehnung [rafidhi] ein." Ibn Chuzaima sagt: „Abbad ibn Ya'qub ist ein Mann, dessen Überlieferungen niemals angezweifelt wurden, obwohl sein Glaube hinerfragt wurde, usw.".
Abbad überliefert von al-Fadhl ibn al-Qasim, Sufyan al-Thauri, Zubaid und Murrah, dass Ibn Mas'ud des Öfteren den Vers „Und Allah genügte den Gläubigen im Kampf"1, als Unterstützung für Ali (a.) interpretierte. Er zitiert Scharik, Asim und Dharr über Abdullah, der darauf verweise, dass Allahs Gesandter (s.) gesagt hat: „ Wenn Du Muawiya auf meiner Kanzel siehst, dann töte ihn". Diese Überlieferung wird von Tabari und andere aufgezeichnet.
Abbad sagt, dass jemand, der bei seinen täglichen Gebeten sich nicht lossagt von den Feinden der Familie des Propheten (s.), mit jenen Feinden auferstehen wird. Er sagt auch: „Allah der Allmächtige ist viel zu gerecht, dass er Talha und al-Zubair2 ins Paradies eintreten könnten, sie haben Ali bekämpft obwohl sie ihm reue geschworen hatten." Salih al-Dschazira sagte: „Abbad ibn Ya'qub verurteilte des Öfteren Uthman". Abbad al-Ahwazi zitiert Personen, denen er vertraut, die behaupten, dass Abbad ibn Ya'qub öfters „ihre" Vorfahren verurteilte. Trotz alldem haben die sunnitischen Autoritäten wie Buchari, Tirmidhi, Ibn Madscha, Ibn Chuzaima und Ibn Abu Dawud seine Person als zuverlässig eingestuft, als ihr Lehrer, in den sie alle ihr Vertrauen legen.
1 Heiliger Qur'an 33:25
2 Beide hatten, obwohl sie große Prophetengefährten waren, einen Krieg gegen den amtierenden Kalifen Imam Ali (a.) angezettelt, wobei sie Aischa auf einem Kamel mitführten. Sie wurden beide in dem als Kamel-Schlacht bekannten Ereignis getötet.
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Trotz seiner Intoleranz und seiner Befangenheit hat Abu Hatim ihn dennoch erwähnt und ihn als vertrauenswürdigen Herrn bezeichnet. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und sagt: „Er ist ein extremer Schiit, Anführer von verbotenen Erneuerungen, aber dennoch ist er vertrauenswürdig bei der Weitergabe von Überlieferungen". Er fährt fort und gibt die Ansichten von Abbas wieder, wie sie bereits oben beschrieben wurden. Buchari erwähnt ihn in seinem „Sahih" direkt, während er die Einheit Gottes [tauhid] behandelt.
Er starb im Monat Schawwal 150 n.H., möge Allah ihm gnädig sein. Al-Qasim ibn Zakariyya al-Mutarraz hat Abbads Aussagen ganz bewusst falsch zitiert bezüglich der Erdarbeiten im See und dem Fluss des Wassers, und wir nehmen Zuflucht zu Allah vor der Lügen über Gläubige. Er ist Derjenige, Der ihre Ränke vereitelt.
47. Abdullah ibn Dawud
Er ist der Vater von Abdurrahman al-Hamdani al-Kufi. Er lebte in al-Harabiyya, einem Vorort von Basra. Qutaiba zählt ihn in seinem Werk „al-Ma'arif" zu den bekannten schiitischen Persönlichkeiten und Buchari vertraut seiner Person in seinem „Sahih". Vergleiche dazu seine Überlieferung von al-A'masch, Hischam ibn Urwa und Ibn Dschuraih. Seine Überlieferungen, die in Bucharis „Sahih" wiedergegeben wird, stammen von Musaddid, Amr ibn Ali und an manchen stellen von Nasr ibn Ali. Er starb 212 n.H.
48. Abdullah ibn Schaddad ibn al-Had
Der vollständige Name von al-Had ist Usama ibn Abdullah ibn Dschabir ibn al-Baschir ibn Atwara ibn Amir ibn Malik ibn Laith al-Laithi al-Kufi Abdul-Walid und er ist ein Gefährte des Befehlshabers des Gläubigen1 (a.). Seine Mutter ist Salma, Tochter von
1 Imam Ali (a.)
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Amis al-ChatiVami, die Schwester von Asma ibn Umais. Er ist Neffe mütterlicherseits von Abdullah ibn Dscha'far und Muhammad ibn Abu Dscha'far und Bruder von Ammara, der Tochter von Ham-za ibn Abd-al-Mutallib durch die Mutter. Ibn Sa'd zählt ihn zu den Bewohnern von Kufa, die angesehen waren für ihre Rechtskenntnis und Wissen und der zu den späteren Gefährten [tabi'un] gehörte. In der Zusammenfassung zu seiner Biographie stellt der Autor auf Seite 86 des sechsten Bandes seines Werks „Tabaqat" fest: „ Während der Regierungszeit von Abd-al-Rahman ibn Muhammad ibn al-Asch'ath gehörte Abdullah ibn Schaddad zu denen, die den Qur'an rezitierten und ihn auswendig beherrschten und die Hadschadsch bekämpfte. Er wurde während der Schlacht von Dudschail getötet." Er sagt auch: „Er war ein glaubwürdiger Gelehrter, der eine große Anzahl von Überlieferungen weitergegeben hat, und er war Schia".
Die oben genannte Schlacht fand 81 n.H statt. Alle Autoren der Sahih-Bücher haben Abdullah ibn Schaddad vertraut. Seine Überlieferungen werden zitiert von Ishaq al-Schaibani, Ma^bid ibn Cha-lid und Sa'd ibn Ibrahim. Seine Überlieferungen werden weitergeleitetet von Abdullah ibn Schaddad und existieren in beiden Sahih-Werken, wie auch bei anderen zusätzlich zu allen Geschichtswerken. Buchari und Muslim zitieren seine Überlieferungen über Ali (a.), Maimuna und Aischa.
49. Abdullah ibn Umar ibn Muhammad ibn Aban ibn Salih ibn Umair al-Qaraschi al-Kufi
Er ist auch bekannt als Mischkadana. Er ist Lehrer von Muslim, Abu Dawud, al-Baghawi sowie vielen anderen Zeitgenossen, die Überlieferungen von ihm lernten. Abu Hatim hat ihn erwähnt und ihm Glaubwürdigkeit bescheinigt. Er zitiert seine Überlieferungen, erwähnt aber auch, dass er Schiit ist. Salih ibn Muhammad ibn Dschazira hat ihn erwähnt und behauptet, dass er ein schiitischer Extremist sei. Trotz alldem hat Abdullah ibn Ahmad Überlieferungen durch ihn aufgezeichnet aufgrund der Aussage seines Vaters
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Abu Hatim, dass Mischkadana glaubwürdig ist. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und beschreibt ihn als „einen vertrauenswürdigen Mann, der eine große Anzahl Überlieferungen gelernt hat von Ibn al-Mubarak, Al-Darr Wardi und einer Gruppe ihrer Schüler. Muslim, Abu Dawud, al-Baghawi und viele andere haben eine große Anzahl von Überlieferungen von ihm aufgezeichnet. " Er markierte seinen Namen zudem mit den Initialen von Muslim und Abu Dawud, was darauf hinweist, dass sie ihm bei den Ü-berlieferungen vertrauten und zitiert, was die genannten Gelehrten über ihn sagten. Er stellt auch fest, dass jener 239 n.H starb. Vergleiche dazu die Überlieferung in Muslims „Sahih", wie es übermittelt wird durch Abdu ibn Sulaiman, Abdullah ibn al-Mubarak, Abdurrahman ibn Sulaiman, Ali ibn Haschim, Abul-Ahwas, Hussain ibn Ali al-Dschu'fi und Muhammad ibn Fudhail. In dem Kapitel über Zweitracht zitiert Muslim seine Überlieferung direkt.
Abul-Abbas al-Sarradsch hat gesagt, dass er entweder 238 oder 237 n.H. starb.
50. Abdullah ibn Lahi'a ibn Uqba al-Hadhrami,
Ein Richter und Gelehrter Ägyptens. In seinem „Ma'arif" hat Ibn Qutaiba ihn unter die berühmten Persönlichkeiten eingereiht. In seinem „al-Mizan" in der Biographie über Abdullah ibn Lahi'a beschreibt Ibn Adi ihn als einen extremen Schiiten. Mit Bezug auf Talha stellt Abu Yuli fest: „Hayy ibn Abdullah al-Ghaffari überliefert von Abu Abdullah Rahman al-Hibli von Abdullah ibn Umar, dass während seiner Krankheit1 Allahs Gesandter (s.) uns beauftragte, seinen Bruder zu bringen. Wir brachten ihm Abu Bakr, aber er drehte sich ab von ihm und sagte: ,Ich habe nach meinem Bruder gerufen'. Dann brachten wir ihm Umar, aber wieder wandte sich Allahs Gesandter (s.) ab und verlangte nach seinem Bruder. Wir brachten ihm Uthman, aber wieder wandte sich Allahs gesandter
1 Die zu seinem (s.) Ableben führte
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(s.) ab, bis wir ihm schließlich Ali (a.) brachten. Da umschloss er ihn mit seinem eigenen Überhang, zog seinen Kopf an seine Schulter für eine Weile, als wenn er ihm etwas ins Ohr flüstern würde. Als Ali ging, fragten ihn die Leute: , Was hat der Prophet (s.) dir gesagt?' Er antwortete: ,Er hat mich tausend Kapitel gelehrt jede mit Tausend Abschnitten.'"
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und markiert seinen Namen mit den Initialen „DTQ", welches die Autoren von Sahih-Werken kennzeichnet, die ihm vertraut haben1. Vergleiche dazu seine Überlieferung im „Sahih" von al-Tirmidhi, Abu Dawud und in Geschichtswerken. Ibn Challikan hat ihn großartig gelobt in seinem „Wafiyya al-A'yan". Vergleiche seine Überlieferung in Muslims „Sahih" übermittelt von Yazid ibn Habib. In seinem Buch „al-Dschahm Bainah Kitabai Abu Nasr al-Kalabathi wa Abu Bakr al-Asbahani"2 zählen ihn al-Aschbahani und al-Qaisarani zu den Überlieferern, denen Buchari und Muslim vertraut haben.
Ibn Lahi'a starb an einem Samstag in der Mitte des Monats Rabi'-ul-Achir 174 n.H.
51. Abdullah ibn Maimun al-Qaddah al-Makki
Ein Freund von Imam Dscha'far ibn Muhammad al-Sadiq (a.), dem von al-Tirmidhi vertraut wird. Al-Dhahabi erwähnt ihn und markiert seinen Namen mit al-Tirmidhis Initialen, als Hinweis darauf, dass letztgenannter seine Überlieferungen zitiert. Er fügt hinzu, dass er Überlieferungen über den Gewährsmann Imam Dscha'far ibn Muhammad al-Sadiq (a.) übermittelt und von Talha ibn Umar.
52. Abdurrahman ibn Salih al-Azdi
1 In diesem Fall Abu Dawud, al-Tirmidhi und Dar Qutni
2 Eine Zusammenstellung von Büchern verschiedener Autoren
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Sein Beiname ist Abu Muhammad al-Kufi. Sein Freund und Schüler Abbas al-Durri sagt, dass er ein Schiit war. Ibn Adi erwähnt ihn und sagt: „Er verbrannte in dem Feuer der Schia". Salih Dschazira sagt, dass Abdurrahman oft Uthman widersprach. Abu Dawud sagt, dass Abdurrahman ein Buch zusammengestellt hat mit den Lastern einiger Prophetengefährten und dass er ein böser Mensch sei. Trotz alldem übermitteln sowohl Abbas al-Durri als auch Imam al-Baghawi seine Überlieferungen. Al-Nisal zitiert ihn. Al-Dhahabi bezieht sich auf ihn in seinem „al-Mizan" und markierte seinen Namen mit den Initialen von al-Nisa'i, als Hinweis dass Letztgenannter ihm vertraut. Er verweist auch darauf, was die Autoritäten der Sunniten über ihn geschrieben haben, wie oben beschrieben. Er deutet darauf hin, dass Mu'in ihm vertraut hat und dass er 235 n.H. starb. Vergleiche dazu die Überlieferung in den Geschichts-Werken [sunan], wie sie von Scharik und einer Gruppe weiterer Zeitgenossen weitergeleitet wurden.
53. Abdurrazzaq ibn Hammam ibn Nafi al-Himyari al-San'ani
Einer der schiitischen Würdenträger von ehrenvoller Abstammung. Er ist erwähnt bei Ibn Qutaiba in seinem „Ma'arif" unter den bekannten Schiiten. Ibn al-Athir erwähnt auf Seite 137 des sechsten Bandes seines „al-Tarich al-Kamil" das Ableben von Abdurrazzaq am Ende der Ereignisse von 211 n.H. im folgenden Zusammenhang: „In jenem Jahr starb der Überlieferer Abdurrazzaq ibn Hammam, einer der schiitischen Lehrer Ahmads." Al-Muttaqi al-Hindi erwähnt ihn bei der Diskussion zu seiner aufgezeichneten Überlieferung 5994 in seinem „Kanz al-Ummal" auf Seite 391 im sechsten Band mit dem Hinweis, dass er Schiit ist. Al-Dhahabi sagt in seinem „al-Mizan": „Abdurrazzaq ibn Hammam ibn Nafi, der Lehrer von Abu Bakr al-Himyari, ist ein schiitischer Würdenträger aus Sama 'a und war einer der zuverlässigsten Überlieferer unter allen Gelehrten". Er überliefert seine Biographie und fügt hinzu: „Er hat eine große Anzahl von Überlieferungen aufgeschrieben, teilweise aufgezeichnet in „al-Dschami al-Kabir. Er ist ein Hüter des Wis-
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sens, von dem viele Menschen profitierten, wie Ahmad, Ishaq, Yah-ya, al-Dhahabi, al-Ramadi, und Abd. " Er beschreibt seinen Charakter und zitiert al-Abbas Abdul-Azim, der ihn beschuldigt ein Lügner zu sein. Allerdings stellt er auch fest, dass Al-Dhahabi solch eine Beschuldigung zurückgewiesen hat. So sagt er: „Nicht nur Muslim sondern alle, die seine Überlieferungen auswendig gelernt haben, stimmen mit al-Abbas überein, während die Autoritäten des Wissen seiner Person vertrauen". Er setzt seine Biographie fort, indem er al-Tayalisi zitiert, der sagt: „Ich habe Ibn Mu'in sagen gehört, was mich darin bestätigt hat, dass Abdurrazzaq ein Schiit war." Ibn Mu'in fragte ihn: „Deine Lehrer wie Muammar, Malik, Ibn Dschu-raih, Sufyan, al-Awza 'i sind doch allesamt Sunniten, wo hast Du die Sekte der Schia kennen gelernt?" Er antwortete: „Dschafar ibn Sulaiman al-Dhab'i besuchte uns einstmals, und ich habe ihn als tugendhaft und rechtgeleitet erkannt, und ich habe Schia von ihm gelernt".
Abdurrazzaq, wie es in der obigen Aussage zitiert wird, sagt, dass er ein Schiit ist und deutet an, dass er Schia von Dscha'far al-Dhabl gelernt habe, aber Muhammad ibn Abu Bakr al-Muqaddami glaubt, dass jener Dscha'far al-Dhabl selbst die Schia von Abdurrazzaq gelernt hat. Er verurteile Abdurrazzaq aus diesem Grund. In „al-Mizan" wird er zitiert, wie er sagt: „Ich wünschte, ich hätte Abdurrazzaq sterben gesehen, denn niemand hat Dscha fars Glauben derart irregeleitet, als er". Die „Irreleitung" bestand darin, dass er Schiit wurde. Ibn Muln hat Abdurrazzaqs Persönlichkeit vertraut obwohl er ihm zugestand, dass er Schiit ist, wie es oben dargestellt wurde.
Ahmad ibn Abu Chaitham sagt, wie es in Abdurrazzaqs Biographie in „al-Mizan" erwähnt wird: „Es wurde Ibn Mu'in gesagt, dass Ahmad behauptet, dass Ubaidullah ibn Musa die Überlieferungen von Abdurrazzaq zurückweist auf Grund seines schiitischen Glaubens. Ibn Mus hat daraufhin geantwortet: ,Ich schwöre bei Allah, dem einzigen Gott, dass Abdurrazzaq hundert Mal besser ist als
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Ubaidullah, und ich habe die Überlieferungen von Abdurrazzaq selbst gehört und fand sie zahlreicher als die von Ubaidullah'." Ebenfalls in der Biographie von Abdurrazzaq in „al-Mizan" wird Abu Salih Muhammad ibn Isma'il al-Dirari zitiert, der sagt: „Als wir in Sana Gäste bei Abdurrazzaq waren, hörten wir, dass Ahmad und Ibn Ma 'in zusammen mit anderen die Überlieferungen von Abdurrazzaq ablehnten, oder zumindest nicht mochten, weil der Überlieferer ein Schiit ist. Diese Nachricht machte uns sehr betrübt. Wir dachten, dass wir unsere Güter nicht ausgegeben hatten und all die Strapazen auf uns genommen hatten, um eine Reise zu machen, die umsonst war1. Dann nahm ich bei der Pilgerfahrt nach Mekka teil, wo ich Yahya traf und ihn zu dieser Angelegenheit befragte. Er antwortete, wie es in Abdurrazzaqs Biographie in „al-Mizan" steht: , Oh Abu Salih! Selbst wenn Abdurrazzaq sich von gesamten Islam abkehren sollte, sollten wir jene Überlieferungen nie ablehnen!'"
Ibn Adi hat ihn erwähnt und sagte: „Abdurrazzaq hat Überlieferungen übermittelt, die um Tugenden handeln, aber niemand hat sie gutgeheißen. Er zählt auch die Laster verschiedener Menschen auf, dessen Ansichten von andere abgelehnt wurden, und insbesondre ist er Schiit".
Trotz alldem wurde Ahmad ibn Hanbal einst gefragt, wie es in der Biographie über Abdurrazzaq in „al-Mizan" steht, ob er irgendeine Überlieferung kennt, die besser aufgezeichnet ist, als die von Abdurrazzaq, und seine Antwort war negativ. Ibn al-Qaisarani stellt in der Schlussfolgerung der Biographie Abdurrazzaqs in seinem eigenen Werk „al-Dschami Baina Ridschal al-Sahihain" mit Verweis auf Ahmad ibn Hanbal fest: „ Wenn die Leute uneins sind über die Überlieferungen weiter geleitet von Muammar, dann ist der abschließende Schiedsrichter Abdurrazzaq". Muchlid al-Schuairi erzählt, dass er in der Anwesenheit von Abdurrazzaq war, als ein
1 Die Gelehrten nahmen damals große Mühen auf sich, um an authentische Überlieferungen des Propheten (s.) heranzukommen.
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Mann Muawiya erwähnte. Abdurrazzaq sagte daraufhin, wie es in seiner Biographie in „al-Mizan" steht: „Störe unsere Sitzung nicht mit der Erwähnung der Nachkommen von Abu Sufyan." Zaid ibn al-Mubarak hat gesagt: „ Wir waren einst in der Gesellschaft von Abdurrazzaq, als wir die Überlieferung von al-Hadthan wiederholten, in der es heißt: ,Als Umar zu Ali und al-Abbas sprach: ,Dul bist gekommen, um die Erbschaft Deines Neffen einzufordern, während jener Mann3 gekommen ist, um das Erbe seiner Ehefrau4 einzufordern, dass ihr Vater hinterlassen hat'." Da unterbrach Abdurrazzaq, wie es in seiner Biographie in „al-Mizan" erwähnt wird, indem er sagte: „Seht nur diesen schamlosen unverfrorenen Mann, der die Begriffe „Neffe" und „Vater" gebraucht anstatt „Gesandter Allahs!" (s.)'."
Trotz alldem haben alle Sammler von Überlieferungen seine Überlieferungen aufgezeichnet und seiner Person vertraut. Es wurde sogar behauptet, wie es bei Ibn Challikan in seinem „Wafiyya al-A'yan" festgehalten ist, dass die Leute nach dem Ableben des Propheten (s.) keinen anderen so oft aufsuchten wie Abdurrazzaq. Er wird zitiert von den Autoritäten der mehrheitlichen Muslime5, wie Sufyan ibn Ayina, zu dessen Lehrern Abdurrazzaq gehörte, sowie Ahmad ibn Hanbal, Yahya ibn Ma'in und andere. Vergleiche dazu seine Überlieferung in allen Sahih-Büchern, wie auch den Geschichtswerken, welche allesamt einige seiner Überlieferungen beinhalten.
Er wurde 126 n.H. geboren, möge Allah seiner Seele gnädig sein. Er studierte bis zum Alter von 20 Jahren und war ein Zeitgenosse von Abu Abdullah Imam al-Sadiq6 (a.) für 22 Jahre. Er starb wäh-
1 Gemeint ist al-Abbas
2 Prophet Muhammad (s.)
3 Gemeint ist Imam Ali (a.)
4 Fatima (a.)
5 Gemeint sind die Sunniten
6 Der sechste Imam der Schiiten, er starb 148 n.H.
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rend der ersten Tage des Imamats von Muhammad ibn Ali al-Dschawad1 (a.). Möge Allah ihn wiederauferstehen lassen als Gefährte dieser Imame, zu dessen Dienst er, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen, sein Leben aufrichtig gewidmet hatte.
54. Abdul-Malik ibn Ayan
Er ist der Bruder von Zarara, Hamran, Baqir, Abdurrahman, Malik, Musa, Dans und Umm al-Aswad, alles Kinder von Ayan, und alle geehrte Schiiten. Sie gehörten zu den erhabensten Dienern der islamischen Rechts sprechung [scharTa] und hatten gesegnete und rechtgeleitete Nachkommen, die an ihrer Rechtsschule und Standpunkten festhielt.
Al-Dhahabi erwähnt Abdul-Malik in seinem „al-Mizan" wobei er Abu Wa'il und andere zitiert, die sich auf Abu Hatim beziehen, der sagt, dass er authentische Überlieferungen gesammelt hat, und dass Mu'in behauptet hat, es gäbe nichts Falsches in seinen Überlieferungen, während eine andere Autorität Folgendes feststellt: „Er ist glaubhaft, obwohl auch er ein Ablehnender [rafidhi] ist". Ibn Ayi-na sagte: „Abdul-Malik, der Ablehner [rafidhi] hat uns Überlieferungen übermittelt." Abu Hatim stellt fest, dass er zu den frühesten Anhängern des schiitischen Islam zählte und dass seine Überlieferungen authentisch sind. Beide Sufyans habe seine Überlieferungen übermittelt und es gut dokumentiert dargelegt d urch andere.
In seinem Buch „al-Dschami Baina Ridschal al-Sahihain" von Ibn Qisarani und wie es zitiert wird in den Werken von Sufyan ibn Ayi-na, wird über ihn gesagt: „Abdul-Malik ibn Ayan, der Bruder von Hamran al-Kufi, war ein Schiit, dessen Überlieferungen bezüglich Einheit Gottes [tauhid] von Buchari aufgezeichnet wurden, wie sie übermittelt waren von Abu Wa 11 und zum Thema Glauben [iman] bei Muslim."
1 Das Imamat des neunten Imams begann 211 n.H.
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Er starb zu Lebzeiten Imam Sadiqs (a.) der innbrünstig den Allmächtigen anflehte, ihm Gnade zu schenken. Abu Dscha'far ibn Babawayh hat aufgezeichnet, dass Imam Sadiq (a.) begleitet von seinen Schülern Abdul-Maliks Grabstätte in Medina besuchte. Möge er wunderbare Geschenke erhalten und ein ewiges Leben in Frieden leben.
55. Ubaidullah ibn Musa al-Abbasi al-Kufi
Er ist der Lehrer von Buchari, wie es Letztgenannter auf Seite 177 in seinem „Sahih" bestätigt. Ibn Qutaiba hat ihn unter den Überlieferern in seinem Werk „al-Ma'arif“ aufgezählt mit dem Hinweis, dass der Mann ein Schiit ist. An der Stelle, an der er schiitische Würdenträger auflistet in seinem Abschnitt über Sekten auf Seite 206 in seinem Buch „al-Ma'arif" zählt er auch Ubaidullah unter ihnen auf. Auf Seite 279 in seinem sechsten Band seines „Tabaqat" gibt Ibn Sa'd die Biographie von Ubaidullah wieder, ohne zu vergessen, darauf hinzuweisen, dass er ein Schiit ist, und dass er Überlieferungen übermittelt, welche die Schia unterstützen, was gemäß Ibn Sa'd ein Grund dafür ist, dass seine Überlieferungen in den Augen vieler Leute als schwach galten. Er fügt auch hinzu, das Ubaidullah den Heiligen Qur'an sehr gut beherrscht. Auf Seite 139 seines sechsten Bandes seines Werks „al-Kamil" zeichnet er das Datum seines Ablebens auf am Ende von Ereignissen, die im Jahr 213 n.H. stattgefunden haben und stellt fest: „ Ubaidullah ibn Musa al-Abbasi ist der Rechtswissenschaftler, welcher Buchari gelehrt hat, wie es Letztgenannter selbst in seinem „Sahih" bestätigt." Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und sagt: „ Ubaidullah ibn Musa al-Abbasi al-Kufi ist Bucharis Lehrer; er ist zweifelsohne glaubwürdig, aber er neigt auch zur Schia". Schließlich gibt der Autor zu, das sowohl Abu Hatim als auch Mu'in seinen Überlieferungen vertraut haben. Er sagt: „Abu Hatim hat gesagt, dass die von Abu Nairn übermittelten Überlieferungen glaubhafter sind, aber
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Ubaidullah ist noch glaubhafter, als sie alle, insbesondere bei den Überlieferungen, die von Isra 11 weiter geleitet wurden."
Ahmad ibn Abdullah al-Idschli hat gesagt: „ Ubaidullah ibn Musa ist sehr vertraut mit dem Heiligen Qur'an, eine bedeutende Autorität darin. Ich habe ihn nie arrogant oder eingebildet erlebt, und er wurde auch nie übertrieben lachend gesehen". Abu Dawud behauptet: „ Ubaidullah ibn al-Abbasi war ein schiitischer Ketzer". In der Zusammenfassung der Biographie von Matar ibn Maimun sagt al-Dhahabi in seinem „al-Mizan": „Ubaidullah ist ein Schiit; er ist glaubwürdig". Ibn Mu'in lernte öfters Überlieferungen von Ubaidullah ibn Musa und Abdurrazzaq, obwohl er wusste, dass beide Schiiten sind. In al-Dhahabis „al-Mizan" zitiert der Autor, während er Abdurrazzaqs Biographie dokumentiert, eine Aussage von Ahmad ibn Ali Chaitham, der sagt: „Ich habe einstmals bei Ibn Mu'in nachgefragt über das, was ich über Ahmads Ablehnung der Überlieferungen von Ubaidullah ibn Musa gehört hatte, weil er Schiit ist. Ibn Mu'in antwortete: ,Ich schwöre bei Allah, der keinen Teilhaber hat, dass Abdurrazzaq hundert Mal besser ist als Ubaidullah, und ich habe von Abdurrazzaq viel öfter Überlieferungen gehört, als von Ubaidullah'."
Sunniten, wie auch alle anderen, vertrauen dennoch den Überlieferungen von Ubaidullah in ihren jeweiligen Sahih-Werken. Vergleiche dazu seine Überlieferungen in beiden Sahih-Büchern übermittelt von Schaiba ibn Abdurrahman. Buchari in seinem „Sahih" zitiert seine Überlieferungen, wie sie aufgezeichnet wurden von al-A'masch ibn Urwa und Ismall ibn Abu Chalid. Seine Überlieferungen, wie sie in Muslims „Sahih" aufgezeichnet sind, stammen von Isra'il, al-Hassan ibn Salih und Usama ibn Zaid. Buchari zitiert ihn zudem direkt. Ebenfalls direkt zitieren ihn auch Ishaq ibn Ibrahim, Abu Bakr ibn Abu Schaiba, Ahmad ibn Ishaq al-Buchari, Mahmud ibn Ghailan, Ahmad ibn Abu S ardisch, Muhammad ibn al-Hassan ibn Aschkab, Muhammad ibn Chalid al-Dhahabi und Yusuf ibn Musa al-Qattan. Muslim zitiert seine Überlieferungen auch, wie
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sie von al-Hadschadsch ibn al-Scha'ir, al-Qasim ibn Zakariyya, Abdullah al-Darimi, Ishaq ibn al-Mansur, Ibn Abu Schaiba, Abd ibn Hamid, Ibrahim ibn Dinar und Ibn Namir aufgezeichnet wurden. Al-Dhahabi stellt in seinem „al-Mizan" fest, dass Ubaidullah 213 n.H. gestorben ist und fügt hinzu: „Er war sehr bekannt für seine Askese, Gottesanbetung und Frömmigkeit." Er starb im frühen Monat Dhul-Qada; möge Allah, der Allmächtige seinen Ruheplatz heiligen.
56. Uthman ibn Umair Abu al-Yazqan al-Thaqafi al-Kufi al-Bidschli
Er ist auch bekannt als Uthman ibn Abu Zur'a, Uthman ibn Qais und als Uthman ibn Abu Hamid. Abu Ahmad al-Zubairi sagt, dass Uthman an die Rückkehr glaubte. Ahmad ibn Hanbal sagt: „Abu al-Yazqan war damit beschäftigt, Abdullah ibn Hassan zu widersprechen. " Ibn Adi sagt Folgendes über ihn: „Er hat sich einer schlechten Sekte angeschlossen, und er glaubt an die Rückkehr, dennoch haben ihn glaubwürdige Autoritäten zitiert, obwohl sie wussten dass er schwach war". Tatsache ist, dass immer, wenn man den Wunsch hat, einen schiitischen Überlieferer herabzuwürdigen und seine Begabung zur Gelehrsamkeit untergraben will, man ihn damit beschuldigt, die Lehre der Rückkehr zu predigen. So haben sie es auch mit Uthman ibn Umair getan, derart übertrieben, dass Ibn Mu'in gesagt hat: „Da ist wirklich nichts Falsches in Uthmans Ü-b erlieferungen ".
Trotz all der Angriffe gegen ihn, haben sich al-A'masch, Sufyan, Schu^ba, Scharik und andere Zeitgenossen nicht gescheut, ihn zu zitieren. Abu Dawud, al-Tirmidhi und andere haben ihn allesamt zitiert in ihren Geschichtswerken und haben ihm vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung, wie sie aufgezeichnet wurde durch Anas und andere. Al-Dhahabi hat seine Biographie dokumentiert und zitiert Aussagen von ehrenvollen Gelehrten, wie es oben beschrieben ist, wobei die Initialen „DTQ" auf seinen Namen gesetzt
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wurden, um darauf hinzuweisen, welcher der Autoren der Geschichtswerke ihm vertraut1.
57. Adi ibn Thabit al-Kufi
Ibn Muln hat ihn als „extremen Schiiten" beschrieben, während Dar Qutni ihn als „ablehnenden [rafidhi] Extremisten aber glaubhaft" bezeichnet. Al-Dschawzdschani sagte, dass er abgewichen ist. Al-Mas'udi sagt: „Wir haben nie einen gesehen, der derart freimütig war im Predigen der Ansichten der Schia wie Adi ibn Thabit."
In seinem „al-Mizan" beschreibt al-Dhahabi ihn als „wissenden Gelehrten der Schia, einer der Wahrhaftigsten unter ihnen, der Richter und Imam ihrer Moscheen. Wenn alle Schiiten wie er gewesen wären, wäre ihr Schaden gering gewesen". Dann fährt er fort seine Biographie zu dokumentieren und die Ansichten der oben genannten Gelehrten über ihn zu zitieren. Er wiederholt die Gelehrten, die ihn als glaubhaft beschreiben, wie z.B. Dar Qutni, Ahmad ibn Hanbai, Ahmad al-Idschli und Ahmad al-Nisal, wobei sie die Initialen der Autoren aller sechs Sahih-Bücher auf seinen Namen setzten, die ihn alle zitieren. Vergleiche dazu die Überlieferung in beiden Sahih-Büchern von Buchari und Muslim, wie es übermittelt wurde durch al-Barr ibn Azib, Abdullah ibn Yazid - sein Großvater mütterlicherseits, Abdullah ibn Abu Aufa, Sulaiman ibn Sard und Said ibn Dschubair. Seine Überlieferung, die von Dharr ibn Habisch und Abu Hazim al-Aschdschal aufgezeichnet wurde, ist aufgezeichnet in Muslims Sahih. Seine Überlieferung wird zitiert durch al-A'masch, Mis'ar, Said, Yahya ibn Said al-Ansari, Zaid ibn Abu Anisa und Fudhail ibn Ghazwan.
58. Atiyya ibn Sa'd ibn Dschanada al-Aufi
1 In diesem Fall Abu Dawud, al-Tirmidhi und Dar Qutni
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Er ist Abdul-Hassan al-Kufi, einer der Bekannten unter den späteren Gefährten [tabi'un]. Al-Dhahabi hat ihn erwähnt in seinem al-Mizan, wobei er Salim al-Muradi zitiert, der sagte, dass Atiyya sich der Schia angeschlossen hat. Ibn Qutaiba zählt ihn in seinem „al-Ma'arif“ zu den Überlieferern und zählt sich selbst zu den Schülern von al-Aufis Enkel al-Hussain ibn Atiyya, dem Richter, wobei er hinzufügt: „Atiyya, ein Anhänger der Schia, war ein Rechtswissenschaftler seit der Zeit von al-Hadschadsch." Ibn Qutaiba hat eine Reihe von bekannten Schiiten erwähnt in seinem Kapitel über Sekten in seinem Ma'arif, wobei er Atiyya al-Aufi zu ihnen zählte. Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 216 seines sechsten Bandes in seinem „Tabaqat" und weist darauf hin, dass er einen festen schiitischen Glauben hatte. Sein Vater Sa'd ibn Dschanada war ein Gefährte von Imam Ali (a.). Einstmals besuchte jener den Imam in Kufa und sagte: „Oh Befehlshaber der Gläubigen! Ich bin gesegnet mit einem neugeborenen Sohn; würdest Du für ihn einen Namen auswählen?" Der Imam Antwortete: „Er ist ein Geschenk [atiyya] von Gott, daher nenne ihn Atiyya."
Ibn Sa'd hat gesagt: „Atiyya ibn al-Asch 'ath zog aus mit der Armee, um gegen al-Hadschadsch zu kämpfen. Als die Armee von al-Asch'ath floh, zog Atiyya nach Persien. Daraufhin schrieb al-Hadschadsch einen Erlass an Muhammad ibn al-Qasim und forderte ihn auf, ihn vorzuladen und ihm die Wahl zu geben, entweder Ali zu verraten oder hundert Peitschenhiebe zu erhalten und dass sein Bart rasiert werden würde. So lud er ihn vor und las al-Hadschadsch den Brief vor, aber Atiyya lehnte es ab sich zu ergeben. Daher wurde er mit einhundert Peitschenhieben bestraft und sein Bart wurde rasiert. Als Qutaiba der Gouverneur der Provinz Khorassan wurde, organisierte Atiyya einen Aufstand gegen ihn und er blieb dort, bis Umar ibn Habira Regierender über den Irak wurde. Daraufhin schrieb Atiyya ihm einen Brief und fragte ihn um Erlaubnis dorthin zu kommen. Ausgestattet mit der Erlaubnis kam er dann nach Kufa, wo er bis zu seinem Ableben 111 n.H. blieb."
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Der Autor fügt hinzu: „Er war wahrlich eine zuverlässige Person und überlieferte zahlreiche authentische Überlieferungen".
Alle seine Nachkommen waren aufrichtige Anhänger der Familie des Propheten (s.). Unter ihnen waren Würdenträger, hoch angesehene Persönlichkeiten, wie z.B. al-Hussain ibn al-Hassan ibn Atiyya, der zum Gouverneur der Provinz al-Scharqiyya aufstieg als Nachfolger von Hafs ibn Ghiyath, wie es auf Seite 58 der gleichen Quelle steht; dann wurde er zu den Truppen al-Mahdis befördert. Er starb 201 n.H.
Ein anderer Nachkomme ist Sa'd ibn Muhammad ibn al-Hassan ibn Atiyya, ebenfalls ein Überlieferer, der Gouverneur von Bagdad wurde. Er zitierte oft seinen Vater Sa'd über seinen Onkel al-Hussain ibn al-Hassan ibn Atiyya.
Zurück zur Geschichte von Atiyya al-Aufi: Er wird von Dawud und al-Tirmidhi eingestuft als glaubwürdige Person. Vergleiche dazu seine Überlieferung in ihren Sahih-Büchern übermittelt durch Ibn Abbas, Abu Sa'id und Ibn Umar. Er lernte auch Überlieferungen von Abdullah ibn al-Hassan, der wiederum seinen Vater zitierte, der seine Großmutter Zahra1 zitierte, die Fürstin der Gläubigen Frauen im Paradies. Sein Sohn al-Hassan ibn Atiyya hat die Überlieferungen von ihm gelernt, und das haben auch al-Hadschadsch ibn Ar-ta'a, Mis'ar, al-Hassan ibn Adwan und andere.
59. Al-Ala ibn Salih al-Taimi al-Kufi
In seiner Biographie über Al-Ala in seinem „al-Mizan" sagt Abu Hatim: „Er ist einer der Älteren der Schiiten". Trotzdem haben Abu Dawud und al-Tirmidhi seiner Person vertraut und Muln auch. Sowohl Abu Hatim als auch Abu Zarah sagen, dass es nichts Falsches in seinen Überlieferungen gibt. Vergleiche seine Überliefe-
1 Fatima (a.)
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rungen in den beiden Sahih-Werken von al-Tirmidhi und Abu Da-wud übermittelt durch Yazid ibn Abu Maryam und al-Hakam ibn Utaiba zusätzlich zu allen sunnitischen Geschichtswerken. Abu Nairn und Yahya ibn Baqir zitieren ihn wie auch zahlreiche ihrer Zeitgenossen.
Er darf nicht verwechselt werden mit al-Ala ibn Abul-Abbas, dem mekkanischen Dichter. Letztgenannter war ein Scheich der Sufyans. Seine Überlieferungen sind aufgezeichnet bei Abu-t-Tufail. Er wird höher angesehen als al-Ala ibn Salih; Letztgenannter ist aus Kufa während der Dichter aus Mekka ist. Beide werden erwähnt in al-Dhahabis „al-Mizan", worin der Autor sehr ungenau eine Aussage darüber macht, dass sie schiitische Senioren waren. Al-Ala, der Dichter, hat ein Gedicht zu Ehren des Befehlshabers der Gläubigen (a.) verfasst, welches ein unwiderlegbarer Beweis dafür ist, dass er die Auszeichnungen und die Wahrheit des Imams kannte. Er ver-fasste auch zahlreiche Lobreden mit Lobpreisungen Allahs, Seines Gesandten und der Gläubigen.
60. Alqama ibn Qais ibn Abdullah al-Nachi, Abu Schibil
Er ist der Onkel von al-Aswad und Ibrahim, den Söhnen Yazids. Auch er ist ein Anhänger der Familie des Propheten Muhammad (s.). Al-Schahrastani hat ihn in seinem „al-Milal wa-Nihal" aufgelistet unter den schiitischen Würdenträgern. Er ist ein Lehrer unter den Überlieferern, der bei Abu Ishaq al-Dschawzdschani erwähnt wird, der boshaft behauptet: „Es gab eine Gruppe von Leuten unter den Einwohnen von Kufa, dessen Sekte nicht geschätzt wird; dennoch sind sie die Meister der Überlieferung unter den Bewohnern Kufas".
Alqama und sein Bruder Ali waren Anhänger Imam Alis (a.). Sie haben beide an der Schlacht von Siffin teilgenommen, wobei Ali1
1 der Bruder von Alqama
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Märtyrer wurde. Letztgenannter wurde auch „Vater des Gebets" genannt, da er oft zu beten pflegte. Alqama benetzte sein Schwert mit dem Blut der feindlichen Bande. Sein Fuß rutschte aus, aber er führte seinen Einsatz auf dem Weg Allahs fort und blieb ein Gegner von Muawiya bis zu seinem Ableben. Abu Barda schlug Alqama vor als Abgesandten von Muawiya während dessen Regierungszeit, aber Alqama lehnte ab und schrieb sogar an Abu Barda: „Bitte entferne meinen Namen, bitte entferne ihn". Das ist aufgezeichnet von Ibn Sa'd in seiner Biographie über Alqama auf Seite 57 im sechsten Band seines „Tabaqat".
Alqamas Gerechtigkeitssinn und Ansehen auch unter Sunniten wird nicht angezweifelt, obwohl sie seinen schiitischen Glauben kannten. Die Autoren der sechs Sahih-Bücher, wie auch andere, haben seiner Person vertraut. Vergleiche seine Überlieferung in Muslim und Bu-chari übermittelt durch Ibn Mas'ud, Abu al-Darda'a und Aischa. Seine Überlieferung über Uthman und Abu Mas'ud sind aufgezeichnet in Muslims „Sahih". In beiden Sahih-Büchern sind seine Überlieferungen übermittelt durch seinen Neffen Ibrahim al-Nachi. In Muslims „Sahih" werden seine Überlieferungen zudem übermittelt durch Abdurrahman ibn Yazid, Ibrahim ibn Yazid und al-Scha1)i. Er starb 62 n.H in Kufa; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
61. Ali ibn Badima
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und zitiert Ahmad ibn Hanbal, der sagt: „Er überlieferte authentische Überlieferungen", und dass er ein Pionier der Schia ist, dass Ibn Muln ihm vertraute, dass er Überlieferungen von Makrima und anderen weiterleitet und dass sowohl Schu^ba als auch Muammar von ihm Überlieferungen gelernt haben. Er markiert ihre Namen, um darauf hinzuweisen, dass einige Autoren der Geschichtswerke ihn zitiert haben.
62. Ali ibn al-Dscha'd
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Er ist Abu-l-Hassan al-Dschawhari al-Bagdadi, ein Sklave der Banu Haschim. Er war einer von Bucharis Lehrern, und Qutaiba zählt ihn zu den schiitischen Würdenträgern in seinem Buch „al-Ma'arif". Seine Biographie in „al-Mizan" weist darauf hin, dass Ali sechzig Jahre lang jeden Tag fastete. Al-Qaisarani erwähnt ihn in seinem Buch „al-Dschami Baina Ridschal al-Sahihain" mit dem Hinweis, dass Buchari allein zwölftausend Überlieferungen, die von Ali ibn al-Dscha'd weitergeleitet wurden, auf unterschiedliche Weise genutzt hat. Er starb 203 n.H. im Alter von 96 Jahren.
63. Ali ibn Zaid
Sein vollständiger Name ist Ali ibn Zaid ibn Abdullah ibn Zuhair ibn Abu Malika ibn Dschad'an Abu-l-Hassan al-Qaraschi al-Taimi al-Basri. Ahmad al-Idschli hat ihn erwähnt mit dem Hinweis, dass der Mann der schiitischen Rechtsschule folgt. Yazid ibn Dhari hat gesagt, dass Ali ibn Zaid ein Ablehnender [rafidhi] sei. Trotz alldem haben die Gelehrten unter den späteren Gefährten [tabi'un], wie z.B. Schu'ba, Abdul-Warith und viele ihrer Zeitgenossen seine Ü-berlieferungen zitiert. Er ist einer der drei1 Richter von Basra und hatte hohes Ansehen. Die anderen beiden waren Qatada und Asch'ath al-Hadani. Sie waren alle blind. Als al-Hassan al-Basri starb, boten sie Ali aufgrund seiner Fähigkeiten an, seinen Platz einzunehmen. Er war sehr angesehen und alle bekannten Überlieferer waren seine Gefährten, etwas was nicht all zu viele Schiiten in jenen Tagen genießen konnten.
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und beschreibt die oben genannten Tatsachen. In seinem Buch „al-Dschami Baina Ridschal al-Sahihain" stellt Qisarani seine Biographie zusammen und sagt, das Muslim seine Überlieferungen zitiert hat, wie es auch bei Thabit al-Banani aufgezeichnet ist, und dass er über den Einsatz auf
1 Hier ist „nacheinander" gemeint, da der oberste Richter immer allein fungiert.
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Allahs Weg über Anas ibn Malik gelernt hat. Er starb 131 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
64. Ali ibn Salih
Er ist der Bruder von al-Hassan ibn Salih. Wir haben bereits einige Worte über seine Tugenden geschrieben, als wir die Biographie seines Bruders al-Hassan erwähnten. Er ist einer der früher schiitischen Schüler, genau so wie sein Bruder. In seinem Kapitel über Verkäufe, vertraut Muslim seiner Person.
Ali ibn Salih hat Überlieferungen aufgezeichnet von Salama ibn Kahl, während Waki ihn zitierte; die beiden sind ebenfalls Schiiten. Er wurde zusammen mit seinem Zwillingsbruder al-Hassan 100 n.H. geboren und starb 151 n.H. Möge Allah seiner Seele gnädig sein.
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65. Ali ibn Ghurab Abu Yahya al-Fazari al-Kufi
Ibn Hayyan hat ihn als „einen extremen Schiiten" beschrieben. Möglicherweise lässt al-Dschawzdschani ihn aus diesem Grund völlig fallen. Abu Dawud sagte, dass Alis Überlieferungen abgelehnt wurden, obwohl Ibn Muln als auch Dar Qutni ihm vertrauten. Abu Hatim sagt, dass es keine Fehler in seinen Überlieferungen gibt. Abu Zur'a sagt, dass er ihn für glaubwürdig einschätzt. Ahmad ibn Hanbal sagt: „Ich erachte ihn für äußerst vertrauenswürdig". Ibn Muln beschreibt ihn als „der einfache Mann, der Mann der Wahrheit", während al-Dhahabi ihn in seinem „al-Mizan" erwähnt, wobei er die Befürworter und Gegner seiner Überlieferungen nennt, wie es bereits beschrieben wurde, und markiert seinen Namen mit den Initialen „SQ"1 um auf die Autoren hinzuweisen, welche Autoren in ihren Geschichtswerken seiner Person vertrauen. Er überliefert Überlieferungen von Hischam ibn Urwa und UbaiduUah ibn Umar.
Auf Seite 273 im sechsten Band seines „Tabaqat" sagt Ibn Sa'd Folgendes über ihn: „Ismail ibn Radsch zitiert seine Überlieferungen unabhängig davon, was al-A 'masch über Uthman gesagt hat." Er starb in Kufa Anfang des Monats Rabi'-ul-Awwal 184 n.H. während der Regierungszeit Haruns.
66. Ali ibn Qadim Abu-l-Hassan al-Chuza'i al-Kufi
Er ist der Lehrer von Ahmad ibn al-Furat, Ya'qub al-Faswi und einer Gruppe ihrer Zeitgenossen, die allesamt Überlieferungen von ihm gelernt haben und seiner Person vertrauten. Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 282 des sechsten Bandes seines „Tabaqat" und beschreibt ihn als „extremen Schiiten". Möglicherweise allein aus diesem Grund betrachtete Yahya seine Überlieferungen als schwach. Abu Hatim sagt, dass er glaubwürdig ist. Al-Dhahabi erwähnt ihn in
1 Das „Q" steht für Dar Qutni, das „S" wohl für Ibn Sa'd.
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seinem „al-Mizan" und zitiert die oben beschriebenen Ansichten über ihn und markiert seinen Namen mit den Initialen von Abu Da-wud und al-Tirmidhi, da beide seine Überlieferungen zitiert haben. Seine Überlieferungen sind aufgezeichnet in den Büchern von Said ibn Abu Urwa und Qatar. Er starb 213 n.H. während Ma'muns Regierungszeit; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
67. Ali ibn al-Mundhir al-Taralfi
Er ist der Hochschullehrer von al-Tirmidhi, al-Nisal, Ibn Said, Abdurrahman ibn Abu Hatim und anderer Zeitgenossen, die allesamt Überlieferungen von ihm gelernt haben und seiner Person vertrauten. Al-Dhahabi erwähnt in seinem „al-Mizan" und markiert seinen Namen mit den Initialen „TSQ", um darauf hinzuweisen, welche Autoren der Geschichtswerke seine Überlieferungen zitieren. Er zitiert Folgendes von al-Nisal: „Ali ibn al-Mundhir ist ein standfester Schiit, sehr glaubwürdig". Er stellt fest, dass Ibn Hatim gesagt hat, dass der Mann glaubhaft und wahrhaftig ist, und dass er Überlieferungen übermittelt von Fudhail, Ibn Ayina und al-Walid ibn Muslim. Al-Nisal bestätigt, dass er ein „standhafter Schiit" ist, und dass er seinen Überlieferungen vertraut, die er in den beiden Sahih-Büchern überliefert hat. Dies ist Hinweis genug für diejenigen, die Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit haben. Al-Mundhir starb 256 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
68. Ali ibn al-Haschim ibn al-Barid Abu-l-Hassan al-Kufi al-Chazzaz al-Aldhi
Er ist einer von Imam Ahmads1 Lehrern. Abu Dawud erwähnt ihn und beschreibt ihn als einen „sicher-bekannten Schiiten". Ibn Haban sagt, dass er ein „extremer Schiit" ist. Dscha'far ibn Aban sagt: „Ich habe Ibn Namir sagen gehört. Dass Ali ibn Haschim ein Extremist im schiitischen Glauben ist." Buchari hat gesagt, dass sowohl
1 Ahmad ibn Hanbal
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Ali ibn Haschim als auch sein Vater übertrieben seien in ihrem schiitischen Glauben. Möglicherweise aus diesem Grund hat Bu-chari seine Überlieferungen abgelehnt, aber alle anderen fünf Autoren der Sahih-Werke haben seiner Person vertraut. Ibn Mu'in und andere haben ihm ebenfalls vertraut, während Abu Dawud ihn sogar zu den glaubwürdigsten Überlieferern zählte. Abu Zarah hat gesagt, dass er glaubhaft ist, und al-Nisa'i hat festgestellt, dass es nichts Falsches in seinen Überlieferungen gibt. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und zitiert das, was wir bereits erwähnt haben.
Al-Chatib al-Bagdadi zitiert in seinem Geschichtswerk „Tarich" im zwölften Band auf Seite 116 Muhammad ibn Sulaiman al-Baghindi und sagt, dass Ali ibn Haschim ibn al-Barid glaubhaft ist und ein Mann der üblicherweise der Schia folgt. Er zitiert auch Muhammad ibn Ali al-Adschri, der sagt: „Einst habe ich Abu Dawud über Ali ibn Haschim ibn al-Barid befragt. Er verwies mich darauf Isa ibn Yunus zu fragen. Letztgenannter sagte: ,Er gehört zu denen, die zur Schia aufrufen'". All das ist wahr. Er zitiert auch al-Dschawzdschani, der sagt, dass Hischam ibn al-Barid und sein Sohn Ali ibn Haschim Extremisten einer „abgewichenen Sekte" seien.
Trotz alldem haben die Autoren von fünf Sahih-Büchern Ali ibn Haschim vertraut. Vergleiche dazu die Überlieferungen über Heirat in Muslims „Sahih", wie es aufgezeichnet ist von Hischam ibn Ur-wa, und in seinem Kapitel über das Erfragen von Erlaubnis, wie es von Talha ibn Yahya übermittelt wurde. Seine Überlieferungen in Muslims „Sahih" sind übermittelt von Abu Muammar Ismall ibn Ibrahim und Abdullah ibn Aban. Auch Ahmad ibn Hanbal überliefert seine Überlieferungen, zusätzlich zu den beiden Söhnen Schai-bas und einer Gruppe gleichwertiger Aufzeichner, dessen Lehrer kein anderer war als Ali ibn Haschim. Al-Dhahabi sagt: „Er starb in 181 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein" und fügt hinzu: „Er ist der Erste unter den Lehrern Imam Ahmads, der gestorben ist.
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69. Ammar ibn Zariq al-Kufi
Al-Sulaimani nennt ihn „Ablehner" [rafidhi], wie es al-Dhahabi feststellt, während er Ammar in seinem „al-Mizan" beschreibt. Trotz all der Vorwürfe vertrauen Muslim, Abu Dawud und al-Nisa'i seiner Person. Vergleiche dazu die Überlieferung in Muslims Sahih, wie es übermittelt wurde durch al-A'masch, Abu Ishaq al-Subai'i, Mansur und Abdullah ibn Isa. Seine Überlieferungen sind aufgezeichnet in Muslims „Sahih" durch Abul-Dschawab, Abul-Hawas Salam, Ibn Ahmad al-Zubairi und Yahya ibn Adam.
70. Ammar ibn Muawiya oder Ibn Abu Muawiya
Er wird auch Chabab oder Ibn Salih al-Duhni al-Bidschli al-Kufi Abu Muawiya genannt. Er ist einer der schiitischen Helden, der sehr viel Verfolgung erlitten hat, weil er die Familie Muhammads (s.) verteidigte, so sehr, dass Bischr ibn Marwan seine Achillesverse abhackte, nur weil er Schiit war. Er ist Lehrer beider Sufyans zusätzlich zu Schu'ba, Scharik und al-Abar, die allesamt Überlieferungen von ihm gelernt haben und seiner Person vertrauten. Muslim und vier Autoren der Geschichts-Werke [sunan] zitieren seine Überlieferungen. Al-Dhahabi hat seine Biographie eingebunden in sein „al-Mizan" und zitiert die oben beschriebenen Ansichten bezüglich der Tatsache, dass er Schia war und ein glaubwürdiger Überlieferer mit dem Zusatz, das niemand schlecht über ihn gesprochen hat außer al-Aqili und dass es keinen Fehler bei ihm gibt, außer dass er Schia ist. Vergleiche dazu die Überlieferung über die Pilgerfahrt in Muslims „Sahih" übermittelt von Abul-Zubair. Er starb 133 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
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71. Amr ibn Abdullah Abu Ishaq al-Sabi'i al-Hamdani al-Kufi
Er ist ein Schiit gemäß dem „Ma'arif" von Ibn Qutaiba und dem „al-Milal wa-Nihal" von Schahrastani. Er war einer der Meister der Überlieferung, dessen Rechtsschule in den Grundlagen und Teilfragen von den Nasibis1 nicht akzeptiert wurde, weil die Schiiten den Fußspuren der Ahl-ul-Bait folgen und die Methoden des Gottesdienstes von ihren eigenen Anführern zu allen religiösen Fragen ableiten. Aus diesem Grund hat al-Dschawzdschani in seiner Biographie über Zubaid in seinem „al-Mizan" gesagt: „Unter den Bewohnern Kufas gibt es eine Gruppe, dessen Sekte nicht geschätzt wird. Sie sind die Anführer der Überlieferer von Kufa, wie Abu Ishaq, Mansur, Zubaid al-Yami, al-A'masch und andere Zeitgenossen. Die Leute haben sie toleriert, weil sie glaubwürdig waren in der Weitergabe von Überlieferungen, ohne dass sie irgendetwas von sich dazufügten".
Unter den von den Nasibis abgelehnten Überlieferungen von Abu Ishaq gehört folgende: „Wie der Autor von „al-Mizan" darauf hinweist, hat Amr ibn Isma 11 zitiert dass Abu Ishaq gesagt hat, dass Allahs Gesandter (s.) gesagt hat: ,Der Islam ist wie ein Baum dessen Stamm ich bin, und dessen Zweige Ali ist, dessen Früchte al-Hassan und al-Hussain sind und dessen Blätter die Schiiten sind.'"
Tatsächlich ist al-Mughiras Aussage: „Niemand hat die Abweichung der Bewohner Kufas bewirkt außer Abu Ishaq und al-A'masch", kaum zu widersprechen, da diese Leute Schiiten und damit Loyal zur Familie Muhammads (s.) waren2. Sie waren Säulen aller Überlieferungen zur Verteidigung der Attribute der letztgenannten (a.). Sie waren Ozeane des Wissen und sie folgten den Geboten Allahs. Die Autoren aller sechs Sahih-Bücher und auch ande-
1 Bezeichnung für extreme Gegner der Schiiten, die behaupten, dass Muawiya rechtmäßigerweise Kalif wurde.
2 Und nicht der unrechtmäßigen Herrschaft der Umayyaden der Zeit.
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re haben ihnen vertraut. Vergleiche dazu Abu Ishaqs Überlieferung in beiden Sahih-Büchern übermittelt durch al-Bara ibn Azib, Yazid ibn Arqam, Haritha ibn Wahab, Sulaiman ibn Sard, al-Nu'man ibn Baschir, Abdullah ibn Yazid al-Chadim und Amr ibn Maimun. Er wird zudem zitiert in beiden Sahih-Büchern durch Schu'ba, al-Thauri, Zuhair und durch seinen Enkel Yusuf ibn Ishaq ibn Abu Ishaq. Ibn Challikan sagt in Amrs Biographie in dem Werk „al-Wafiyya", dass Amr drei Jahre vor der Regierungsübernahme durch Uthman geboren wurde, und dass er entweder 127, 128 oder 129 n.H gestorben ist, wohingegen sowohl Yahya ibn Mu'in als auch al-Madalni behaupten, dass er 132 n.H. starb, und Allah weiß es am Besten.
72. Auf ibn Abu Dschamila al-Basri Abu Sahl
Er ist gut bekannt als „der Beduine" [al-arabi] obwohl seine Abstammung nicht von der Wüste ist. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und sagt, dass er auch als „Auf, der Wahrhaftige " bezeichnet wurde, während einige sagen, dass er der Schia folgte. Dennoch haben ihm einige Gelehrte vertraut. Er zitiert auch Dscha'far ibn Sulaiman, der ihn als Schiiten beschreibt und er zitiert Banda, der ihn als Ablehner [rafidhi] bezeichnet. Ibn Qutaiba zählt ihn in seinem „al-Ma'arif" zu den schiitischen Würdenträgern. Er hat Überlieferungen gelehrt an Ruh, Haudha, Schu^ba, al-Nadhr ibn Schamil, Uthman ibn al-Haitham und viele andere Gleichwertige. Die Autoren von sechs Sahih-Büchern wie auch andere haben alle seiner Person vertraut. Vergleiche dazu die Überlieferung in Bucharis „Sahih" von al-Hassan und Said, den Söhnen von al-Hassan al-Basri, Muhammad ibn Sirin und Siyar ibn Salamah. Seine Überlieferungen in Muslims „Sahih" sind übermittelt durch al-Nadhr ibn Schamil. Seine Überlieferung von Abu Radschi al-Ataridi existiert in beiden Sahih-Werken. Er starb 146 n.H., möge Allah ihm gnädig sein.
73. Al-Fadhl ibn Dakin
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Sein wahrer Name ist Amr ibn Hammad ibn Zuhair al-Malal al-Kufi, und er ist wohlbekannt als Abu Nairn. Er ist einer der Lehrer Bucharis, wie es letztgenannter in seinem eigenen „Sahih" zugibt. Ein Gruppe ausgewiesener Gelehrter, wie Ibn Qutaiba in seinem „al-Ma'arif" zählten ihn zu den schiitischen Würdenträgern. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und sagt: „Ich habe Ibn Mu In gehört, wie er sagte: , Wenn der Name eines Mannes in Anwesenheit von Abu Nairn erwähnt wurde und er bezeichnete ihn dann als guten Menschen oder lobte ihn, dann sei sicher, dass es sich um einen Schiiten handelt, wohingegen wenn er jemanden als „Murdschi"1 bezeichnete, dann sei sicher, dass es ein guter Sunnit ist.'" Al-Dhahabi sagt, dass diese Aussage bestätigt, dass Yahya ibn Muln zu der Glaubensrichtung der Rückkehr2 neigt. Es beweist zudem, dass al-Fadhl ein sehr standhafter Schiit war.
In seiner Biographie über Chalid ibn Muchlid in seinem Werk „al-Mizan" zitiert al-Dhahabi auch al-Dschawzdschani, der sagt, dass Abu Nalm der Sekte von Kufa folgte, womit die Schia gemeint war. Um es zusammenzufassen: Die Tatsache, dass al-Fadhl ibn Dakin ein Schiit war, wurde nie angezweifelt. Dennoch haben die Autoren aller sechs Sahih-Werke ihm vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in Bucharis „Sahih" von Hammam ibn Yahya, Abd-al-Aziz ibn Abu Salama, Zakariyya ibn Abu Zaida, Hischam al-Distwal, al-A'masch, Mis'ar, al-Thauri, Malik, Ibn Ayina, Schaiba und Zuhair. Seine Überlieferungen bei Muslim sind übermittelt durch Saif ibn Abu Sulaiman, Ismall ibn Muslim, Abu Asim Muhammad ibn Ayyub al-Thaqafi, Abul-Amis, Musa ibn Ali, Abu Schihab Musa ibn Nafi, Sufyan, Hischam ibn Sa'd, Abdul-Wahid ibn Aiman und Israll. Buchari zitiert ihn direkt, während Muslim
1 Eine besondere Gruppe der Abweichler, die glauben, dass jeder, der einen große Sünde begeht, damit automatisch vom Glauben abfällt und Nichtgläubiger [kafir] wird.
2 Schia
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seine Überlieferungen zitiert, wie sie von Hadschadsch ibn al-Schalr, Abd ibn Hamid, Ibn Abu Schaiba, Abu Sa'd al-Aschadsch, Ibn Namir, Abdullah al-Darimi, Ishaq al-Hanzali und Zuhair ibn Harb übermittelt werden.
Er wurde 133 n.H. geboren und starb in Kufa in einer Nacht des Donnerstags am letzten Tag des Monats Schaban 210 n.H. während der Regierungszeit al-Mu'tasim. Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 279, des sechsten Bandes seines „Tabaqat" und beschreibt ihn als „wahrhaftig, glaubwürdig, ein Mann, der eine Menge Überlieferungen übermittelt hat und eine Autorität darin".
74. Fadhl ibn Marzuq al-Asghar al-Rawasi al-Kufi, Abu Abdurrahman
Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und beschreibt ihn als bekannten Schiiten, wobei er Sufyan ibn Ayina und Ibn Muln zitiert, die diesen Umstand bestätigen. Er zitiert Ibn Adi, der sagt, dass er hofft, es sei nichts falsch mit den Überlieferungen, die er übermittelt, und dann zitiert er al-Haitham ibn Dschamil und sagt, dass Letztgenannter einst Fadhl ibn Marzuq erwähnt habe und er ihn als „einen der Imame der Rechtleitung" beschreiben habe.
In seinem „Sahih" vertraut Muslim der Glaubwürdigkeit von Fadhls Überlieferung, welche sich mit dem Gebet beschäftigen, übermittelt von Schaqiq ibn Uqba, und die sich mit der religiösen Abgabe [za-kat] beschäftigen von Adi ibn Thabit. Seine Überlieferung zur religiösen Abgabe [zakat], wie sie bei Muslim aufgezeichnet wurde, wird zudem übermittelt von Yahya ibn Adam und Abu Usama. In den Geschichtswerken [sunan] werden seine Überlieferungen zitiert von Waki, Yazid, Abu Na'im, Ali ibn al-Dscha'd und vielen anderen Zeitgenossen. Zaid ibn al-Habab hat wirklich gelogen als er ihm seine Überlieferung über die Berufung Alis (a.) als Befehlshaber durch den Propheten anzweifelte. Fadhl starb 158 n.H.; möge Allah ihm gnädig sein.
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75. Fitr ibn Chalifah al-Hannat al-Kufi
Abdullah ibn Ahmad fragte einstmals seinen Vater über Fitr ibn Chalifah. Er antwortete: „Er ist ein Überlieferer von authentischen Überlieferungen. Seine Überlieferungen spiegeln die Gesinnung einer verantwortungsvollen Person wieder, aber er ist ein Anhänger der Schia". Abbas hat Ibn Muln zitiert, der sagt, dass Fitr ibn Chalifah ein glaubwürdiger Schiit ist. Ahmad hat gesagt: „Fitr ibn Chalifah wird vertraut von Yahya, aber er ist ein extremer Abgewichener. " Wahrscheinlich allein aus diesem Grund hat Abu Bakr ibn Ayyasch gesagt: „Ich hätte die Überlieferungen, die von Fitr ibn Chalifah übermittelt wurden, nicht aufgegeben, wenn er nicht dieser schlimmen Sekte angehören würde ", d.h. er fand keinen Fehler in ihm, außer, dass er Schiit war. Al-Dschawzdschani sagt: „Fitr ibn Chalifah ist vom Weg abgewichen".
Während seiner Krankheit hörte Dscha'far al-Ahmar ihn sagen: „Nichts behagt mir mehr als zu wissen, dass für jedes Haar an meinem Körper ein Engel existiert, der Allah, denn Allmächtigen, in meinem Namen preist, aufgrund meiner Liebe für die Ahl-al-Bait
(a.)".
Fitr ibn Chalifah übermittelt Überlieferungen von Abu-t-Tufail, Abu Wall und Mudschahid. Seine Überlieferungen sind zitiert von Usama, Yahya ibn Adam, Qabisa und andern Gleichwertigen. Ahmad und andere haben ihm vertraut. Murrah hat Folgendes über ihn gesagt: „Er ist ein verantwortungsvoller Überlieferer von Überlieferungen, der alles, was er überliefert, auswendig gelernt hat". Ibn Sa'd sagt: „Er ist - so Gott will - vertrauenswürdig". Al-Dhahabi beschreibt ihn in seinem „al-Mizan", und gibt die Ansichten der Gelehrten über ihn wieder, die wir bereits oben beschrieben haben bezüglich seines Charakters. Ibn Sa'd zitiert das Gleiche auf Seite 253 des sechsten Bandes seines „Tabaqat".
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An der Stelle, an der Qutaiba bekannte Schiiten in seinem „Ma'arif" auflistet, zählt er Fitr ibn Chalifah dazu. Buchari zitiert Fitrs Überlieferung, wie es von Mudschahid übermittelt wurde. Al-Thauri hat Fitrs Überlieferung über Verhaltensregeln zitiert, wie es aufgezeichnet ist in Bucharis Werk. Die Autoren von vier Geschichts-Werken [sunan], wie auch andere, haben allesamt Fitrs Überlieferungen zitiert. Er starb 153 n.H., möge Allah seiner Seele gnädig sein.
76. Malik ibn Ismall ibn Ziyad ibn Dirham Abu Ghassan al-Kufi al-Hindi
Er ist einer der Lehrer von Buchari, wie er es selbst in seinem „Sa-hih" feststellt. Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 282 des sechsten Bandes seines „Tabaqat". Er schließt mit der Aussage: „Abu Ghassan ist vertrauenswürdig, wahrhaftig und ein sehr standhafter Schiit". Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan", was seine Zuverlässigkeit und sein Ansehen bestätigt, wobei darauf hingewiesen wird, dass der Mann die Lehren der schiitischen Sekte von seinem Lehrer al-Hassan ibn Salih gelernt habe. Es wird auch darauf verwiesen, dass Ibn Mu'in gesagt hat, dass niemand in Kufa genauer in der Aufzeichnung von Überlieferungen war, als Abu Ghassan und dass Abu Satim gesagt hat: „ Wann immer ich ihn ansah, sah er so aus, als hätte er gerade sein Grab verlassen mit zwei Zeichen der Niederwerfung auf seiner Stirn."
Buchari zitierte ihn direkt in zahlreichen Kapiteln seines „Sahih". Muslim hat seine Überlieferungen in seinem „Sahih" zitiert über Strafen zu Straftaten übermittelt durch Harun ibn "Abdullah. Diejenigen, die seine Überlieferungen in Buchari weiterleiten sind: Ibn Ayina, Abdulaziz ibn Abu Salamah und Isra'il. Sowohl Buchari als auch Muslim zitieren seine Überlieferungen durch Zuhair ibn Mu-awiya. Er starb 219 n.H. in Kufa; möge Allah ihm gnädig sein.
77. Muhammad ibn Chazim
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Er ist vor allem bekannt als Abu Muawiya al-Darir al-Tamimi al-Kufi. Al-Dhahabi erwähnt ihn, wobei er sagt: „Muhammad ibn Chazim al-Darir ist als glaubwürdig bestätigt, nirgends habe ich seine Überlieferungen als schwach entdeckt, ich werde ihn in meinen Abschnitt über die Abstammung behandeln". An der besagten Stelle erwähnt ihn der Autor folgendermaßen: „Abu Muawiya al-Darir ist einer der bekanntesten und vertrauenswürdigsten Überlieferer von Überlieferungen", und er fährt fort zu sagen: „al-Hakim hat gesagt, das beide Scheichs1 seiner Person vertraut haben, aber er ist berühmt dafür, ein extremer Schiit zu sein".
Alle Autoren der sechs Sahih-Werke haben ihm vertraut. Al-Dhahabi hat seinen Namen mit einem „A" markiert, um darauf hinzuweisen, dass alle Überlieferungsaufzeichner ihm vertrauen. Vergleiche dazu seine Überlieferungen in den Sahih-Werken von Bu-chari und Muslime übermittelt von A'masch und Hischam ibn Ur-wa. Muslims „Sahih" beinhaltet auch andere Überlieferungen, die durch andere vertrauenswürdige Überlieferer übermittelt wurden. In Bucharis „Sahih" werden seine Überlieferungen zitiert von Ali ibn al-Madini, Muhammad ibn Salam, Yusuf ibn Isa, Qutaiba und Mu-saddid. In Muslims „Sahih" wird er zitiert von Sa'd al-Wasiti, Sa'd ibn Mansur, Amr al-Naqid, Ahmad ibn Sinan, Ibn Namir, Ishaq al-Hanzali, Abu Bakr ibn Abu Schaiba, Abu Karib, Yahya ibn Yahya und Zuhair. Ussa al-Zaman hat seine Überlieferungen in beiden Sahih-Werken wiedergegeben. Muhammad ibn Chazim wurde in 113 n.H geboren und starb 195 n.H.; möge Allah ihm gnädig sein.
78. Muhammad ibn Abdullah al-Dhabl al-Thani al-Nisaburi, Abu Abdullah al-Hakim
1 Gemeint sind Buchari und Muslim
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Er ist ein Imam der Auswendigrezitierer1 seiner Zeit und Aufzeichner von Überlieferungen. Er ist zudem Autor von Büchern mit insgesamt tausend Kapiteln. Er reiste im Land umher und suchte nach Wissen, wobei er Überlieferungen von rund zweitausend Überlieferern lernte. Er kann wohl verglichen werden mit den berühmtesten Gelehrten seiner Zeit, wie z.B. al-Saluki. Imam ibn Faruk und alle anderen Imame2 betrachteten seine Stellung höher als ihre eigene Stellung. Sie würdigten ihn und seinem Beitrag mit Anerkennung. Sie schätzten seinen Namen und seinen Ruf, ohne seine Meisterschaft jemals anzuzweifeln. Alle sunnitischen Gelehrten, die nicht so viel erreichen konnten wie er, beneideten ihn. Er ist einer der schiitischen Helden und Bewahrer der islamischen Rechtssprechung [schari'a].
Der Autor von „al-Mizan" übermittelt seine Biographie und beschreibt ihn als „einen glaubwürdigen Anführer und sehr bekannten Schiiten". Er zitiert Ibn Thir, der sagt: „Ich fragte einstmals Abu Isma 'il Abdullah al-Ansari über al-Hakim Abu Abdullah. Er sagte: ,Er ist er Meister der Überlieferung aber ein elender Ablehner [ra-fidhi]'". Al-Dhahabi hat einige seiner interessanten Aussagen wiederholt, wie dass der Auserwählte (s.) beschnitten3 geboren wurde mit einem Lächeln auf seinem Gesicht und dass Ali sein Bevollmächtigter [wasi] ist. Der Autor fügt Folgendes hinzu: „Dass er glaubhaft und wissend ist hinsichtlich dem, was er weitergibt, ist eine unwidersprochene Tatsache". Er wurde im Monat Rabi'-ul-Awwal 321 n.H. geboren und starb im Monat Safar 405 n.H.; möge Allah seiner Seele gnädig sein.
79. Muhammad ibn Ubaidullah ibn Abu Rafi al-Madini
1 Gemeint sind diejenigen, die den gesamten Heiligen Qur'an auswendig beherrschen.
2 Der Sunniten
3 Es gilt als eines der Wunderzeichen Gottes, dass die Propheten (s.) und reinen Imame beschnitten geboren werden, so dass sie nicht mehr beschnitten werden brauchen.
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Er, Abu UbaiduUah1 und seine Brüder al-Fadhl und Abdullah, alles Söhne von UbaiduUah, sein Großvater Abu Rafi, seine Onkel Rafi, al-Hassan, al-Mughira, Ali und ihre Söhne und Enkel gehören alle zu den schiitischen Stammvätern. Die Bücher, die sie geschrieben haben, belegen die Verbundenheit zum schiitischen Bekenntnis, wie wir es bereits im zweiten Abschnitt im zwölften Kapitel unseres Buches „al-Fusul al-Muhimma" erwähnt haben.
Ibn Udai erwähnt Muhammad ibn UbaiduUah ibn Abu Rafi al-Madini in der Zusammenfassung seiner Biographie in seinem Werk „al-Mizan" mit dem Zusatz, dass der Mann zu den Schiiten in Kufa gehört. An der Stelle, an der al-Dhahabi seine Biographie in seinem „al-Mizan" beschreibt, markiert er es mit den Initialen „TQ", um auf die Autoren von Geschichts-Werken [sunan] hinzuweisen, die seine Überlieferungen zitieren2. Er erwähnt auch, dass er seinen Vater und seinen Großvater zitiert, und dass Mandl und Ali ibn Ha-schim seine Überlieferungen zitieren. Seine Überlieferungen werden auch zitiert von Haban ibn Ali, Yahya ibn Yuli und anderen. Muhammad ibn UbaiduUah ibn Abu Rafi al-Madini soll auch Überlieferungen von seinem Bruder Abdullah ibn UbaiduUah übermittelt haben, der unter den Überlieferungswissenschaftlern sehr gut bekannt ist als Überlieferer. Al-Tabarani vertraut in seinem „al-Mudscham al-Kabir" der Person von Muhammad ibn UbaiduUah ibn Abu Rafi al-Madini, der seinen Vater und Großvater zitiert, dass Allahs Gesandter (s.) zu Ali (a.) gesagt hat: „Der erste, der in das Paradies eintreten wird bin ich und Du, dann Hassan und Hussain mit unserer Nachkommenschaft hinter uns und unseren Parteigängern [schia]3 rechts und links von uns."
1 Abu UbaiduUah ist auch ein Sohn von UbaiduUah, selbst wenn sein Name „Vater von UbaiduUah" heißt; er hatte wahrscheinlich einen gleichnamigen Sohn.
2 In diesem Fall al-Tirmidhi und Dar Qutni
3 Der arabische Begriff „Schia" bedeutet „Parteigänger"
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80. Muhammad ibn Fudhail ibn Ghazwan Abu Abdurrahman al-Kufi
Ibn Qutaiba zählt ihn in seinem Werk „al-Ma'arif“ zu den schiitischen Würdenträgern und Ibn Sa'd hat ihn auf Seite 271 des sechsten Bandes seines „Tabaqat" erwähnt und sagt: „Er ist ein wahrhafter und glaubwürdiger Überlieferer, der eine große Menge Überlieferungen übermittelt hat; er ist auch Schiit, weshalb einige Gelehrte seiner Person nicht vertraut haben". Al-Dhahabi hat ihn erwähnt im Kapitel der bekannten Persönlichkeiten, die über das Ansehen ihres Vaters bekannt sind in der Zusammenfassung seines „al-Mizan" und beschreibt ihn als einen glaubwürdigen Schiiten. Er erwähnt ihn auch im Kapitel derjenigen, dessen Vorname „Muhammad" ist und beschreibt ihn dort als „einen Mann der Wahrheit und des Ruhmes" und fügt hinzu, dass Ahmad ihn beschrieben hat als Schiiten, dessen Überlieferungen authentisch sind, und dass Abu Dawud ihn als „berufsmäßigen Schiiten" bezeichnet hat, der wiederum hinzufügt, dass er ein Mann der Überlieferung und des Wissens ist, dass er den Qur'an von Hamza gelernt hat, dass er verschiedene Bücher geschrieben hat und dass Ibn Muln ihm vertraut hat und Ahmad gut über ihn gesprochen hat. Al-Nisa'i hat gesagt, dass nichts Falsches in seinen Überlieferungen ist.
Die Autoren von sechs Sahih-Büchern, wie auch viele andere, haben seiner Person vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in Buchari, wie sie übermittelt wurde von Muhammad ibn Namir, Is-haq al-Hanzali, Ibn Abu Schaiba, Muhammad ibn Salam, Qutaiba, Umran ibn Maisara und Amr ibn Ali. Seine Überlieferung wird bei Buchari von Abdullah ibn Amir, Abu Karib, Muhammad ibn Turf, Wasil ibn Abd al-Ala, Zuhair, Abu Sa'd al-Aschadsch, Muhammad ibn Yazid, Muhammad ibn al-Muthanna, Ahmad al-Wakl und Ab-dulaziz ibn Umar ibn Aban übermittelt.
Er starb 194 oder 195 n.H in Kufa; möge Allah ihm gnädig sein.
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81. Muhammad ibn Muslim ibn al-Talfi
Er war einer der bedeutendsten Gefährten von Imam Abu Abdullah al-Sadiq1 (a.). Scheich al-Talfi Abu Dscha'far al-Tusi erwähnt ihn in seinem Buch „Ridschal al-Schia" und al-Hassan ibn Ali ibn Dawud behandelt ihn in seinem Kapitel über die glaubwürdigsten Überlieferer in seinem Buch „al-Muchtasar". Al-Dhahabi bindet seine Biographie mit ein und zitiert Yahya ibn Mu'in und andere, die sagen, dass der Mann vertrauenswürdig ist. Er fügt hinzu, dass al-Qandi, Yahya ibn Yahya und Qutaiba allesamt Überlieferungen von ihm übermittelt haben und dass Abdurrahman ibn Mahdi einstmals Muhammad ibn Muslim ibn al-Talfi erwähnte und sagte: „Seine Bücher2 sind alle authentisch", und dass Ma'ruf ibn Wasil gesagt hat: „Ich sah Sufyan al-Thauri einst in Gesellschaft von Muhammad ibn Muslim ibn al-Ta'ifi, der gerade seine Überlieferungen aufschrieb ".
Selbst diejenigen, die seine Überlieferung als „schwach" eingestuft haben, taten das nur deshalb, weil er Schiit war, auch wenn ihr Vorurteil ihm nicht geschadet hat. Seine Überlieferung von Amr ibn Dinar über die rituelle Waschung existiert in Muslims „Sahih". Gemäß Ibn Sa'd in seinem „Tabaqat", wie es auf Seite 381 im fünften Band steht, werden seine Überlieferungen zitiert von Waki ibn al-Dscharrah, Abu Na'im und hundert anderen.
Er starb 177 n.H.; möge Allah ihm gnädig sein. Im gleichen Jahr starb sein Namensvetter Muhammad ibn Muslim ibn Dschummaz in Medina. Ibn Sa'd hat die Biographien beider im fünften Band seines „Tabaqat" eingebunden.
82. Muhammad ibn Musa ibn Abdullah al-Qatari al-Madini
1 Der sechste Imam der Schiiten
2 mit Sammlungen von Überlieferungen
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Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und zitiert dabei Abu Hatim, der ihm bescheinigt Schiit zu sein. Er zitiert auch al-Tirmidhi, der sagt, dass der Mann glaubwürdig ist, und er markiert seinen Namen sogar mit den Initialen von Muslim und weiteren Autoren von Geschichtswerken [sunan] als Beleg dafür, dass sie seine Person als glaubwürdig eingestuft haben. Vergleiche dazu seine Überlieferung über Speise in Muslims „Sahih", übermittelt von Abdullah ibn Abdullah ibn Abu Talha. Er wird auch zitiert von Maqbari und einer Gruppe von Zeitgenossen. Weitere, die seine Überlieferungen zitierten sind: Ibn Abu Fadik, Ibn Mahdi, Qutaiba und intellektuell Gleichwertige.
83. Muawiya ibn Ammar al-Duhni al-Badschali al-Kufi
Er gehört zu den am meisten respektierten und ausgezeichneten Schiiten mit großem Ansehen und glaubwürdig. Sein Vater Ammar ist ein guten Beispiel für Standhaftigkeit und Ausdauer im Befolgen der Prinzipien der Gerechtigkeit und ein Vorbild, dass Allah denen gegeben hat, die geduldig sind während sie für ihren Einsatz für Seine Sache leiden müssen. Einige Tyrannen haben seine Achillesverse abgehackt, weil er Schiit ist, wie wir es bereits vorher erwähnt haben, ohne dass sie ihn damit besiegen konnten, bis er schließlich diese Welt verließ, um seinen Lohn zu erhalten. Sein Sohn Muawiya traf das gleiche Schicksal, und der Vater ist ein Vorbild für den Sohn. Er hat sich Imam Sadiq (a.) und Imam Kazim (a.)1 angeschlossen und lernte von ihnen sehr viel. Er hat mehrere Bücher verfasst und er wird von vielen schiitischen Überlieferern zitiert wie Ibn Abu Umair und andere. Muslim und Nasa'i haben seiner Person vertraut. Seine Überlieferung über die Pilgerfahrt ist zitiert in Muslims „Sahih" durch al-Zubair. In Muslim wird er zitiert sowohl von Yahya ibn Yahya als auch von Qutaiba. Er übermittelt auch Überlieferungen von seinem Vater Ammar und einer Gruppe von Zeit-
1 Der sechste und der siebte Imam der Schiiten
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genossen und solche Überlieferungen existieren in den sunnitischen Geschichtswerken. Er starb 175 n.H.; möge Allah ihm gnädig sein.
84. Ma'ruf ibn Charbuth al-Karchi
Al-Dhahabi beschreibt ihn in seinem „al-Mizan" als „glaubwürdigen Schiiten" und markiert seinen Namen mit den Initialen von Buchari, Muslim und Abu Dawud, um darauf hinzuweisen, dass sie allesamt seine Überlieferungen zitieren. Er wird auch zitiert von Abu-t-Tufail, der sagt, dass Ma'ruf einige Überlieferungen übermittelt hat. Seine Überlieferungen werden weitergeleitet von Abu Asim, Abu Dawud, Ubaidullah ibn Musa und anderen. Er wird auch von Abu Hatim zitiert, der sagt, dass er dessen Überlieferungen niedergeschrieben hat.
Ibn Challikan erwähnt ihn in seinem „Wafiyya" und beschreibt ihn als einen der Diener von Ali ibn Musa al-Ridha1 (a.). Ibn Challikan fährt fort ihn zu loben, und zitierte eine Aussage von ihm, in der es heißt: „Ich bin bis zum allmächtigen Allah gekommen, und habe alles zurückgelassen außer die Dienerschaft zu meinem Meister Ali ibn Musa al-Ridha (a.)". An der Stelle, an der Ibn Qutaiba einige schiitische Würdenträger in seinem Werk „al-Ma'arif“ beschreibt, fügt er ihnen Ma'ruf ibn Charbuth hinzu. Muslim hat der Autorität von Ma'ruf ibn Charbuth vertraut. Vergleiche seine Überlieferung über die Pilgerfahrt in seinem „Sahih" übermittelt von Abu-t-Tufail. Er starb in Bagdad 200 n.H., seine Grabstätte ist jetzt ein Mausoleum. Sirri al-Saqti war einer seiner Schüler.
85. Mansur ibn al-Mulamir ibn Abdullah ibn Rabia al-Salami al-Kufi
1 Der achte Imam der Schiiten
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Er ist einer der Gefährten von Imam Baqir (a.) und Imam Sadiq (a.)1, und er hat Überlieferungen von ihnen übermittelt, wie es der Autor des Werks „Muntahal Maqal fi Ahwal al-Ridschal" feststellt. Ibn Qutaiba zählt ihn zu den schiitischen Würdenträgern in seinem Buch „al-Ma'arif". Al-Dschawzdschani zählt ihn zu jenen Überlieferern, „dessen Sekte nicht angesehen ist bei den Leuten" bezüglich Grundlagen und Details des Glaubens, aufgrund ihrer Anhängerschaft zu dem, was sie von der Familie Muhammads (s.) gelernt haben. Er sagt: „ Unter den Leuten Kufas gibt es eine Gruppe, deren Sekte nicht angesehen ist, sie sind die Oberhäupter der Überlieferer Kufas, wie z.B. Abu Ishaq, Mansur, Zubaid al-Yami, al-A'masch und andere Zeitgenossen. Die Leute haben sie nur deshalb toleriert, weil sie glaubwürdig in der Übermittlung von Überlieferungen waren. " Woher, glaubst Du, kommt so viel Groll gegen diese wahrhaftige Menschen? Ist es deshalb, weil sie sich an die zwei gewichtigen Dinge halten ? Oder ist es weil sie in die Arche der Erlösung steigen? Oder ist es, weil sie in die Stadt des Wissens des Propheten (s.) durch sein Tor4 eintreten, dem Tor der Buße? Oder ist es ihre Suche nach der Zuflucht mit der „Zuflucht für die ganze Welt"? Oder ist es ihr Gehorsam gegenüber dem Willen des Propheten, seiner Familie gegenüber gütig zu sein? Oder ist es die Ergebung ihrer Herzen in Allah und ihr Weinen aus Ehrfurcht vor ihm, wie es von all jenen bekannt ist?
In der Biographie über Mansur ibn al-Mulamir ibn Abdullah ibn Rabia stellt Ibn Sa'd Folgendes über Masur auf Seite 235 des sechsten Bandes seines „Tabaqat" fest: „Er hat sein Augenlicht eingebüßt aufgrund seiner intensiven Tränen aus Gottesehrfurcht. Er trug immer ein Taschentuch mit sich ,um seine Tränen abzuwi-
1 Der fünfte und sechste Imam der Schiiten
2 Die zwei gewichtigen Dinge, die der Prophet hinterlassen hat sind der Heilige Qur'an und seine Ahl-ul-Bait
3 Der Prophet bezeichnete seine Ahl-ul-Bait als „Arche der Erlösung"
4 Gemäß einer Überlieferung des Propheten (s.) ist Imam Ali (a.) das Tor zur Stadt des Wissens des Propheten (s.).
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schen." Kann ein Mensch solcher Qualität eine Belastung für die Menschen sein? Aber er wurde von Leuten belastet, die nicht wissen, was Gerechtigkeit ist, so sind wir von Allah und zu Ihm ist die Heimkehr.
In seiner Biographie über Mansur ibn al-Mu'tamir ibn Abdullah ibn Rabia zitiert Ibn Sa'd auch Hammad ibn Zaid, der sagt: „Ich habe Mansur in Mekka gesehen, und ich glaube er gehört zu den Schiiten1, aber ich glaube nicht, dass er Unwahrheiten erzählt, wenn er Überlieferungen übermitteln". Betrachte nur die Unterschätzung, den Groll, die Geringschätzung und die andauernde Feindschaft, die diese Aussage beinhaltet. Wie überrascht war ich, als ich diese Aussage ansah „ich glaube nicht, dass er Unwahrheiten erzählt...". Als wenn das Verbreiten von Lügen zu den Praktiken derjenigen gehören würde, die aufrichtig zur Familie Muhammads (s.) stehen!? Als wenn nur Mansur aufrichtig wäre im Gegensatz zu allen anderen schiitischen Überlieferern. Und was sollen all diese Namensgebungen? Als wenn Nasibis keinen Namen für Schiiten finden konnten, so dass sie diese ständig mit herabwürdigenden Worten wie „Chas-bi"3, „Turabi"4 oder „Rafidhi"5 usw. bezeichnen müssten. Als wenn sie nie das Gebot Gottes gehört hätten, in dem es heißt:
„Und gebet einander nicht Schimpfnamen. Welch schlimmer Name des Frevels, nachdem man den Glauben angenommen hat." 6
1 Im arabischen Original wird an dieser Stelle der herabwürdigende Begriff „chasbi" für Schiiten verwendet (wird unten erläutert).
2 Bezeichnung für extreme Gegner der Schiiten, die behaupten, dass Muawiya rechtmäßigerweise Kalif wurde.
3 Erklärung folgt noch im Text
4 Erklärung folgt noch im Text
5 Der Begriff „rafidhi" bedeutet allgemein „Ablehner", womit die Ablehnung der ersten drei Kalifen gemeint ist. Der Begriff wurde i.d.R. nur gegen Schiiten verwendet.
6 Heiliger Qur'an 49:11
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Ibn Qutaiba hat die so genannten „Chasbis"1 erwähnt in seinem al-Ma'arif" und sagt: „Das sind „Rafidhis". Ibrahim al-Aschtar traf Ubaidullah ibn Ziyad auf dem Schlachtfeld. Die meisten Männer Ibrahims hatten Speere aus Guajakholz. Deswegen wurden sie „Chasbi" genannt; die Leute verbanden die Bezeichnung mit Hohn." Tatsächlich nannten sie diese derart, nur um sie zu demütigen und auf sie herabzuschauen und auf ihre hölzernen Waffen, mit denen sie in der Lage waren Ibn Murdschana2 zu schlagen, dem Vorreiter der Nasibis und folglich zerstörende Herätiker und Mörder der Familie des Propheten. „So wurde der letzte Rest der Leute, die Unrecht taten, ausgemerzt. Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten! "3 Deshalb ist der Begriff ohne Schadwirkung im Zusammenhang dieser geehrten Namen, noch gibt es irgend einen Schaden durch die Synonyme wie z.B. „Turabis", benannt nach Abu Turab4. Wir sind stolz darauf!
Wir sind vom Thema abgekommen. Kehren wir zurück zum eigentlichen Thema und stellen fest, dass Konsens unter den Überlieferern besteht, Mansur zu vertrauen. Aus diesem Grund haben die Autoren aller sechs Sahih-Bücher wie auch andere seiner Person vertraut, obwohl sie wussten, dass er Schiit ist. Vergleiche dazu seine Überlieferung in den Sahih-Büchern von Buchari und Muslim übermittelt von Abu Wall, Abul-Duha, Ibrahim al-Nachi und anderen Zeitgenossen. Er zitiert Schu'ba, al-Thauri, Ibn Ayina, Hammad ibn Zaid und andere, welche zu den am meisten ausgezeichneten Überlieferern von Überlieferungen zählen. Ibn Sa'd hat gesagt, dass Mansurs Ableben am Ende des Jahres 132
1 Schimpfwort für Schiiten
2 Ubaidullah ibn Ziyad, Kommandant der Truppen Yazids, die Imam Hussain (a.) und seine treuen Gefährten in Kerbela ermordeten. Er ist benannt nach seiner Mutter Murdschana, weil sein Vater unbekannt ist.
3 Heiliger Qur'an 6:45
4 Abu Turab bedeutet „Vater der Erde" und ist ein Beiname, den der Prophet (s.) Imam Ali (a.) gegeben hatte, als seine Stirn in einer bestimmten Situation mit dem Staub der Niederwerfung gekennzeichnet war.
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n.H. erfolgte und fügte hinzu: „Er ist eine glaubwürdige Person, der eine große Anzahl Überlieferungen übermittelt hat; er ist ein Mann höchsten Ansehens." Möge Allah ihm gnädig sein.
86. Al-Minhal ibn Amr al-Kufi
Er ist bekannt als einer der späten Gefährten [tabi'un] und als Schiit von Kufa. Aus diesem Grund hat al-Dschawzschani seine Überlieferungen als „schwach" eingestuft, wobei er ihn als Anhänger einer „schlechten Sekte" bezeichnete. Ibn Hazm hat in gleicher Weise sehr schlimm über ihn gesprochen, und auch Yahya ibn Sa'd spuckt auf seinen Namen. Und Ahmad ibn Hanbal stellt andererseits dazu fest: „Ich bevorzuge Abu Bischr (gegenüber al-Minhal), denn er ist glaubwürdiger".
Obwohl er ein derart standhafter Schiit war, der so sehr in der Öffentlichkeit stand, selbst in der Zeit von al-Muchtar, wird er dennoch von vielen Gelehrten bezüglich der Glaubwürdigkeit seiner Überlieferungen nicht angezweifelt. Er wird zitiert von Schu^ba, al-Mas'udi, al-Hadschadsch ibn Arta'a und andern intellektuell gleichwertigen Zeitgenossen. Es wird ihm vertraut von Ibn Ma'in, Ahmad al-Idschli und anderen. In seinem „al-Mizan" zitiert al-Dhahabi deren Bewertungen eines Mannes, wie wir ihn oben beschrieben haben, und markiert seinen Namen mit den Initialen von Buchari und Muslim als Zeichen dafür, dass beide seine Überlieferungen als vertrauenswürdig einstufen. Vergleiche dazu seine Überlieferung in Bucharis „Sahih" durch Sa'id ibn Dschubair. In Bucharis „Sahih", im Abschnitt des Autors über die Auslegung des Qur'an [tafsir] wird seine Überlieferung übermittelt von Zaid ibn Abu Anisa. Al-Mansur ibn al-Mu'tamir hat ihn im Abschnitt über Propheten zitiert.
87. Musa ibn Qais al-Hadhrami, Abu Muhammad
Al-Aqili beschreibt ihn als extremen Ablehner [rafidhi]. Einstmals fragte Sufyan ihn über Abu Bakr. Er antwortete: „Ali ist mir lieber".
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Musa ibn Qais übermittelt Überlieferungen von Salam ibn Kahl, Iyad ibn Iyad bis hin zu Malik ibn Dscha'na, der sagt: „Ich hörte Umm Salama1 sagen, dass Ali mit der Wahrheit ist. Wer immer ihm folgt ist ein Befolger der Wahrheit und wer immer sich von ihm abkehrt, hat sich gewiss von der Wahrheit abgekehrt, so ist es verordnet". Das wurde überliefert von Abu Na'im al-Fadhl ibn Dakin über Musa ibn Qais. Musa ibn Qais hat so viele Überlieferungen übermittelt welche die Ahl-ul-Bait rühmen, dass al-Aqili erzürnt wurde und über ihn das oben erwähnte sagte. Ibn Muln hat ihm vertraut und ihn für glaubwürdig befunden. Abu Dawud und Sa'd ibn Mansur haben beide seiner Person in ihren jeweiligen Geschichtswerken [sunan] vertraut. Al-Dhahabi hat seine Biographie in seinem „al-Mizan" mit aufgenommen und stellt über ihn das fest, was wir bereits oben beschrieben haben. Vergleiche dazu seine Überlieferung im Geschichtswerk [sunan] von Salama ibn Kahl und Hadschar ibn Anbasa. Seine Überlieferungen werden zudem übermittelt von Dakin, Ubaidullah ibn Mus und anderen vertrauenswürdigen Personen. Er starb während der Regierungszeit von al-Mansur. Möge Allah ihm gnädig sein.
88. Naif ibn al-Harith Abu Dawud al-Nachi al-Kufi al-Hamdani al-Subai'i
Al-Aqili beschreibt ihn als einen extremen Ablehner [rafidhi]. Bu-chari sagt: „Die Leute sprechen schlecht über ihn". Sufyan, Haman, Scharik und eine Gruppe der bekanntesten Gelehrten ihres Niveaus haben ihn alle zitiert. Al-Tirmidhi vertraut ihm in seinem eigenen „Sahih". Die Autoren vieler Geschichtswerke haben seine Überlieferungen aufgezeichnet. Vergleiche dazu seine Überlieferung bei al-Tirmidhi und anderen von Anas ibn Malik, Ibn Abbas, Umran ibn Hasin und Zaid ibn Arqam. Al-Dhahabi hat seine Biographie mit aufgenommen und stellt das fest, was wir bereits oben beschrieben haben.
1 Eine der Ehefrauen des Propheten (s.)
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89. Nuh ibn Qais ibn Rabah al-Hadani
Er ist auch bekannt als al-Tahi al-Basri. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan", beschreibt seine Überlieferungen als authentisch und fügt hinzu, dass Ahmad und Ibn Muln ihm vertrauen. Er zitiert auch Abu Dawud, dass dieser gesagt hat, dass Nuh ibn Qais ein Schiit ist. Al-Nisa'i sagt, dass es nichts Falsches in seinen Überlieferungen gibt und setzt auf seinen Namen die Initialen von Muslim und Autoren von Geschichtswerken [sunan] als Zeichen dafür, dass sie alle seine Überlieferungen zitieren. In Muslims „Sahih" wird seine Überlieferung zu Getränken zitiert von Ibn Aun. Auch seine Überlieferungen zur Kleidervorschrift existieren in Muslims „Sahih", wie sie übermittelt werden von seinem Bruder Chalid ibn Qais. Bei Muslim wird er zitiert von Nasr ibn Ali. In Werken außerhalb Muslim wird er zitiert von al-Asch'ath und vielen anderen Gleichwertigen. Nuh ibn Qais ibn Rabah zitiert von Ayyub, Amr ibn Malik und eine Gruppe anderer Männer.
90. Harun ibn Sa'd al-Idschli al-Kufi
Al-Dhahabi erwähnt ihn und setzt Muslims Initialen auf seinen Namen als Zeichen dafür, dass Letztgenannter ihn zitiert, dann beschreibt er ihn als „glaubhaft auf seinem eigenen Weg", aber er nennt ihn auch einen „verhassten Ablehner [rafidhi]" und zitiert Abbas mit Verweis auf Ibn Mu'in, dass er ein extremer Schiit ist. Er hat Überlieferungen gelernt von Abdurrahman ibn Abu Sa'id al-Chudri, der wiederum Muhammad ibn Abu Hafs al-Attar, al-Mas'udi und Hasan ibn Hayy zitiert. Abu Hatim sagt, dass nichts falsch ist mit seinen Überlieferungen. Ich erinnere mich an eine seiner Überlieferungen, in der das Höllenfeuer beschrieben wird. Es ist aufgezeichnet in Muslims „Sahih", wie es übermittelt wurde von al-Hassan ibn Salih über Harun ibn Sa'd al-Idschli durch Salman.
91. Haschim ibn al-Barid ibn Zaid Abu Ali al-Kufi
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Al-Dhahabi erwähnt ihn und setzt die Initialen von Abu Dawud und al-Nisa'i auf seinen Namen, um darauf hinzuweisen, dass er einer ihrer Gewährsmänner ist und zitiert Ibn Muln und andere, die bestätigen, dass er glaubwürdig ist mit dem zusätzlichen Hinweis seiner eigenen Einschätzung, dass er „Ablehner" [rafidhi] ist. Er zitiert Ahmad, der sagt, dass nichts falsch ist mit seinen Überlieferungen.
Haschim übermittelt Überlieferungen von Zaid ibn Ali und Muslim al-Batin und wird zitiert von al-Charibi und seinem Sohn Ali ibn Haschim, auf den wir bereits oben eingegangen sind, sowie eine Reihe weiterer bekannter Gelehrter. Haschim war Anhänger der Schia, und das wurde bereits verdeutlicht, als wir Ali ibn Haschim vorstellten.
92. Hubaira ibn Maryam al-Himyari
Er ist einer der Gefährten Imam Alis (a.), vergleichbar nur mit al-Harith in seiner Aufrichtigkeit wie auch Anhängerschaft. Al-Dhahabi erwähnt ihn und setzt die Initialen der Autoren von Geschichtswerken auf seinen Namen, als Hinweis darauf, dass er zu den darin erwähnten Gewährsleuten zählt und zitiert dann Ahmad, der sagt: „Es ist nichts Falsches in seinen Überlieferungen, und er ist uns lieber als al-Harith ". Al-Dhahabi zitiert Ibn Charascha, der Hubaira als „schwach" beschreibt. Er habe die Verwundeten in der Schlacht von Siffin angegriffen. Al-Dschawzdschani sagt Folgendes über ihn: „Er ist ein Anhänger von al-Muchtar1, der den Verwundeten in der Chazir-Schlacht ein Ende bereitete".
Al-Schahrastani zählt ihn in seinem Buch „al-Milal wa-Nihal" zu den schi'itischen Würdenträgern, eine Tatsache, die bei allen als
1 Al-Muchtar ibn Abu Ubaida al-Thaqafi hisste das Banner des Aufstandes im Irak gegen die Umayyaden und tötete viele derjenigen, die Imam Hussain (a.) und seine Gefährten in Kerbela ermordet hatten.
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gesichert gilt. Seine Überlieferungen von Ali (a.) werden in den Geschichtsbüchern nicht angezweifelt, und er wird zitiert sowohl von Abu Ishaq als auch von Abu Fachita."
93. Hischam ibn Ziyad Abul-Miqdam al-Basri
Al-Schahrastani hat ihn aufgenommen in sein „al-Milal wa-Nihal" unter den schiitischen Würdenträgern. Al-Dhahabi erwähnt ihn zwei Mal unter seinem alphabetischen Index und ein Mal in seinem Kapitel über die Abstammung, wobei er ein „Q" auf seinem Namen platziert, was darauf hinweist, dass Dar Qutni unter den Geschichtswerken seiner Person vertraut. Vergleiche dazu seine Überlieferung in al-Tirmidhis „Sahih" und in anderen Werken, wie sie von al-Hassan und al-Qardi übermittelt sind. Er wird auch zitiert von Schaiba ibn Faruch, al-Qawariri und anderen.
94. Hischam ibn Ammar ibn Nasr ibn Maisara, Abu al-Walid
Er wird auch al-Zafri al-Dimaschqi genannt. Er ist einer der Lehrer von Buchari, wie Letztgenannter es in seinem „Sahih" belegt. Ibn Qutaiba zählt ihn zu den schiitischen Würdenträgern, während er einige von ihnen erwähnt in seinem Werk „al-Ma'arif" im Kapitel über Sekten. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem „al-Mizan" und beschreibt ihn als einen „Imam, Redner und Rezitierer des Heiligen Qur'an aus Damaskus, dessen Überlieferer und Gelehrter, ein Mann der Wahrheit, der eine ganze Menge Überlieferungen übermittelt hat, obwohl er einige Fehler hat, usw."
Buchari zitiert ihn direkt in seinem Abschnitt über „diejenigen, die freiwillig Aufschub gewähren bei der Rückzahlung von Schulden" im Kapitel über Handel in seinem „Sahih" und auch in anderen Kapiteln, mit denen Wissenschaftler vertraut sind. Einige der Kapitel, so glaube ich, sind seine Kapitel über Kriege, über Getränke und über die Eigenschaften der Gefährten des Propheten (s.). Hischam ibn Ammar überliefert seine Überlieferungen von Yahya ibn Ham-
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za, Sadaqa ibn Chalid, Abd-al-Hamid ibn Abul-Ischrin und anderen. Der Autor von „al-Mizan" sagt: „ Viele zitieren seine Überlieferungen, sie reisen an seinen Ort, um von ihm das Rezitieren des Heiligen Qur'an zu lernen und die Weitergabe von Überlieferungen". Seine Überlieferungen werden zitiert von al-Walid ibn Muslim, einem seiner Lehrer, während er selbst von Abu Lahi'a zitiert. Ab-dan hat gesagt, dass es keinen Überlieferer wie ihn auf der Welt gibt, während ein Anderer gesagt hat, dass Hischam freimütig, weise und leicht verständlich ist und er eine ganze Menge Wissen erworben hat.
Wie andere Schiiten glaubte auch Hischam ibn Ammar, dass die qur'anischen Worte von Allah, dem Allmächtigen, geschaffen sind1. Als Ahmad davon erfuhr, antwortete er, wie es der Autor von „al-Mizan" in der Biographie über Hischam ibn Ammar erwähnt, Folgendes: „Ich kannte ihn unbesonnen, möge Allah ihn auslöschen".
Ahmad entdeckte auch einen Abschnitt in einem Buch von Hischam, in dem dieser in einer Ansprache sagt: „Gepriesen ist Allah, der sich selbst seinen Geschöpften offenbart hat durch das, was er geschaffen hat2". Das brachte Ahmad dermaßen auf, dass er alle diejenigen, die hinter Hischam gebetet hatten, aufforderte, ihre Gebete zu wiederholen3. Ahmad war nicht in der Lage zu verstehen, dass Hischams Aussage derart klar ist bezüglich der Beschreibung Allahs als Allerhöchstes, dass Er erkannt und gepriesen werden soll über Allen, die nach Ihm forschen mit „wie" und „wo", erhaben über seine eigenen Schöpfung. Seine Aussage möge verglichen werden mit einer anderen seiner Aussagen: „Er hat sein Wunder
1 Im Gegensatz zu einigen sunnitischen Denkrichtungen, die daran glauben, dass der Heilige Qur'an nicht erschaffen sondern ewig ist.
2 Womit der Heilige Qur'an und auch die Ahl-ul-Bait gemeint waren. Anlass des Anstoßes ist hier, dass der Heilige Qur'an als „geschaffen" tituliert wird, da das bei manchen Sunniten anders verstanden wird.
3 Da die Gebete gemäß seiner Ansicht ungültig waren, weil Hischam gemäß den Vorstellungen von Ahmad vom Glauben abgefallen ist.
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offenbart in allem, was Er geschaffen hat". Es könnte noch geeigneter und passender sein als die Aussage zuvor, um ihn zu verstehen. Aber Gelehrte einer bestimmten Art sprechen übereinander im Lichte der eigenen Neigungen und Abneigungen, jeder nach seinem Stand des Wissens.
Hischam ibn Ammar wurde 153 n.H. geboren und starb am Anfang des Monats Muharram 245 n.H.; möge Allah ihm gnädig sein.
95. Haschim ibn Baschir ibn al-Qasim ibn Dinar al-Wasiti, Abu Muawiya
Sein Geburtsort ist Balch. Sein Großvater al-Qasim zog nach Wasif, um Handel zu treiben. Ibn Qutaiba zählt ihn in seinem „al-Ma'arif" zu den schiitischen Würdenträgern. Er ist einer der Lehrer von Ahmad ibn Hanbal und Seinesgleichen. Al-Dhahabi hat ihn in seinem Buch „al-Mizan" erwähnt, wobei er seinen Namen mit den Initialen aller sechs Sahih-Bücher markierte, um darauf hinzuwesen, das sie alle seiner Person vertrauen, und er beschreibt ihn als jemanden, der den Qur'an auswendig beherrscht. Al-Dhahabi sagt: „Er ist einer der am meisten bekannten Gelehrten. Er lernte Überlieferungen von al-Zuhri und Hasan ibn Abdurrahman. Seine Überlieferungen werden wiederum zitiert von al-Qattan, Ahmad, Ya'qub al-Dawraqi und vielen anderen." Vergleiche seine Überlieferung in Bucharis und Muslims Sahih-Büchern, wie sie übermittelt werden von Hamid al-Tawil, Isma'il ibn Abu Chalid, Abu Ishaq al-Schaibani und anderen. Er wird zitiert in beiden Büchern von Umar, al-Naqid, Amr ibn Zarara und Sa'd ibn Sulaim. In Buchari werden seine Überlieferungen zitiert von Amr ibn Auf, Sa'd ibn al-Nadhr, Muhammad ibn Nabahan, Ali ibn al-Madini und Qutaiba. In Muslim wird er zitiert von Ahmad ibn Hanbal, Schuraih, Ya'qub al-Dawraqi, Abdullah ibn Mu'ait, Yahya ibn Yahya, Sa'id ibn Mansur, Ibn Abu Schaiba, Ismall ibn Salim, Muhammad ibn al-Sabbah, Dawud ibn Raschid, Ahmad ibn Manni, Yahya ibn Ayyub, Zuhair ibn Harb, Uthman ibn
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Abu Schaiba, Ali ibn Hadschar und Yazid ibn Harun. Er starb 183 n.H. in Bagdad im Alter von 79, möge Allah ihm gnädig sein.
96. Waki ibn al-Dscharrah ibn Malih ibn Adi
Sein Beiname ist „Abu Sufyan" nach seinem Sohn Sufyan al-Rawasi al-Kufi. Er gehört zum Stamm der Qais Ghailan. Ibn Qutai-ba zählt ihn in seinem „al-Ma'arif“ zu den schiitischen Würdenträgern. In seinem Buch mit dem Titel „Tahdhib" hat Ibn al-Madini gesagt, dass Waki der Schia anhängt. Marwan ibn Muawiya zweifelte nie daran, dass Waki ein Ablehnender [rafidhi] war.
Einstmals besuchte Yahya ibn Muln Marwan und fand ihn vor mit einer Tafel mit Aussagen über diese und jene Person. Unter den Aussagen war eine, die Waki als Ablehnenden [rafidhi] beschrieb. Ibn Muln sagte zu Marwan: „Waki ist besser als du". - „Besser als ich?" fragte Marwan erstaunt. Ibn Muln antwortete: „Ja, besser als du". Ibn Muln weist darauf hin, dass Waki von dem Gespräch erfuhr und darauf antwortete: „Yahya ist unser Freund". Ahmad ibn Hanbal wurde einst gefragt: „Falls es eine Diskrepanz zwischen den Überlieferungen von Waki und Abdurrahman ibn Mahdi gibt, wessen Überlieferung sollen wir dann akzeptieren?" Ahmad antwortete, dass er persönlich die Überlieferungen von Abdurrahman bevorzuge aus den Gründen, die er nannte. Darunter war folgender: „Abdurrahman spricht niemals in abfälliger Weise über unser Vorfahren, anders als Waki ibn al-Dscharrah". Dies wird bestätigt durch eine Aussage, die von al-Dhahabi in der Zusammenfassung seiner Biographie über al-Hassan ibn Salih aufgezeichnet wurde, worin er sagt, dass Waki öfters sagte: „Al-Hassan ibn Salih ist meiner Ansicht nach ein Meister der Überlieferung". Einige Leute wandten ein: „Aber er fleht nicht um Allahs Gnade für Uthman." Da erwiderte er: „Erflehst Du Allahs Gnade für al-Hadschadsch Seele?" So stellte er Uthman mit dem Tyrannen al-Hadschadsch gleich.
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Al-Dhahabi hat ihn erwähnt in seinem Buch „al-Mizan" wobei er die oben genannten Ansichten feststellt. Die Autoren aller sechs Sahih-Bücher wie auch andere vertrauen seiner Person. Vergleiche seine Überlieferung in Bucharis und Muslims Sahih-Büchern wie sie übermittelt sind von al-A'masch, al-Thauri, Schu^ba, Ismall ibn Abu Chalid und Ali ibn al-Mubarak. Er wird in beiden Büchern zitiert von Ishaq al-Hanzali und Muhammad ibn Namir. Buchari zitiert seine Überlieferungen, wie sie übermittelt werden von Abdullah al-Hamidi, Muhammad ibn Salam, Yahya ibn Dscha'far ibn A'yan, Yahya ibn Musa und Muhammad ibn Maqatil. In Muslims Buch wird er zitiert von Zuhair, Ibn Abu Schaiba, Abu Karib, Abu Sa'd al-Aschadsch, Nasr ibn Ali, Sa'd ibn Azhar, Ibn Abu Umar, Ali ibn Kaschrahm, Uthman ibn Abu Schaiba und Qutaiba ibn Sa'd. Er starb in Fidals im Monat Muharram 197 n.H. im Alter von 68 Jahren, als er in der Gesellschaft einer Karawane auf der Rückkehr von der Pilgerfahrt war. Möge Allah seiner Seele g nädig sein. 97. Yahya ibn al-Dschazzar al-Arni al-Kufi
Er ist einer der Gefährten des Befehlshabers der Gläubigen1 (a.). Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem Buch „al-Mizan" und markiert seinen Namen, um darauf hinzuweisen, dass Muslim und Autoren von Geschichtswerken seiner Person vertrauen, ihn als „glaubwürdig" und „wahrhaftig" beschreiben und al-Hakam ibn Abtah zitieren, dass Yahya ibn al-Dschazzar ein „Extremist" sei in seinen schiitischen Ansichten. Ibn Sa'd hat ihn auf Seite 206 des sechsten Bandes seines „Tabaqat" erwähnt, wobei er sagt: „Yahya ibn al-Dschazzar hängt der Schia an und ist extrem darin, dennoch haben viele gesagt, dass er glaubhaft ist und dass er Überlieferungen ü-bermittelt."
Ich habe gesehen, wie Muslims „Sahih" eine Überlieferung zum Gebet beinhaltet, welche er von Ali übermittelt und eine andere
1 Imam Ali (a.)
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über den Glauben, übermittelt von Abdurrahman ibn Abu Laila. Al-Hakam ibn Utaiba und al-Hassan al-Urfi zitieren seine Überlieferung in Muslims „Sahih" und andere.
98. Yahya ibn Said al-Qattan
Sein Beiname ist „Abu Said". Er war ein Sklave der Banu Tamim al-Basri, und er gilt als der berühmteste Überlieferer seiner Zeit. Qutaiba hat ihn in seinem „Ma'arif“ zu den schiitischen Würdenträgern gezählt. Die Autoren der sechs Sahih-Werke und andere haben seiner Zuverlässigkeit vertraut. Seine Überlieferungen übermittelt von Hischam ibn Urwa, Hamid al-Tawil, Yahya ibn Said al-Ansari und andere stehen auf einer sicheren Grundlage in Buchari, sowie von Musaddid, Ali ibn al-Madini und Bay an ibn Amr. In Muslims Buch werden seine Überlieferungen übermittelt von Muhammad ibn Hatim, Muhammad ibn Challad al-Bahili, Abu Kamil Fadhl ibn Hussain al-Dschahdari, Muhammad al-Muqaddami, Abdullah ibn Haschim, Abu Bakr ibn Abu Schaiba, Abdullah ibn Sa'd, Ahmad ibn Hanbal, Ya'qub al-Dawraqi, Ahmad ibn Abdah, Amr ibn Ali, und Abdurrahman ibn Bischr. Er starb 198 n.H. im Alter von 78 Jahren; möge Allah ihm gnädig sein.
99. Yazid ibn Ziyad al-Kufi, Abu Abdullah
Er war ein Sklave der Bau Haschim. Al-Dhahabi erwähnt ihn in seinem Buch „al-Mizan" und platziert auf seinen Namen die Initialen von Muslim und vier Autoren von Geschichtswerken [sunan], um darauf hinzuweisen, dass sie ihn zitieren. Er zitiert Abu Fadhl, der sagt: „ Yazid ibn Ziyad ist einer der bedeutendsten schiitischen Oberhäupter". Al-Dhahabi gesteht ein, dass er einer der bekanntesten Gelehrten in Kufa ist. Trotz alldem haben ihn viele angegriffen, indem sie alle möglichen Formen der Erniedrigung und Beschuldigung gegen ihn aufbrachten aufgrund der Tatsache, dass mit Verweis auf Abu Barzah oder möglicherweise Abu Barda, er eine Überlieferungen übermittelt hat, die folgendermaßen lautet: „Wir
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waren in der Gesellschaft des Propheten (s.), als wir einige Gesänge hörten. Dann kamen Amr ibn al-Aas und Muawiya1 singend vorbei. Der Prophet (s.) sagte: ,0h gewaltiger Herr2, verwickle diese beiden Männer in Zwietracht miteinander und schleudere sie ins Höllenfeuer". Vergleiche dazu seine Überlieferungen zu Getränken in Muslims „Sahih" von Abdurrahman ibn Abu Laila, wie es übermittelt ist von ihm durch Sufyan ibn Ayina. Er starb 136 n.H. im Alter von ungefähr 90 Jahren, möge Allah ihm gnädig sein.
100. Abu Abdullah al-Dschadali
Al-Dhahabi hat ihn erwähnt in seinem Abschnitt über Abstammung und platziert auf seinen Namen die Initialen „DT", um darauf hinzuweisen, dass sowohl Dawud als auch al-Tirmidhi ihm vertraut haben in ihren Sahih-Büchern und dann beschreibt er ihn als „ver-hassten Schiiten". Er zitiert al-Dschawzdschani, der ihn als Flaggenträger von al-Muchtar beschreibt. Er zitiert auch Ahmad, der ihn als glaubwürdig beschreibt. Al-Schahrastani hat in aufgelistet unter den schiitischen Würdenträgern in seinem Buch „al-Milal wa-Nihal." Ibn Qutaiba hat ihn eingefügt unter den begeisterten Ablehnern [rafidhi] in seinem Buch „al-Ma'arif". Vergleiche seine Überlieferung sowohl im „Sahih" von al-Tirmidhi als auch von Abu Dawud wie auch den sunnitischen Geschichtswerken.
Ibn Sa'd erwähnt ihn auf Seite 159 in des sechsten Band seines „Tabaqat", worin er sagt, dass Abu Abdullah al-Dschadali ein begeisterter Schiit ist. Manche behaupten, dass er der Polizei al-Muchtars angehörte, und dass er einstmals zu Abdullah ibn al-Zubair geschickt wurde, begeleitet von 800 Mann, um sie zu zerschlagen und Muhammad ibn al-Hanafiyya gegen Ibn al-Zubairs
1 Amr ibn al-Aas hat als Kommandant von Muawiya nach dem Ableben des Propheten (s.) während des Kalifats Imam Alis (a.) einen Krieg gegen Imam Ali (a.) angezettelt.
2 Allah
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Maßnahmen zu unterstützen. Ibn al-Zubair hatte tatsächlich eine Belagerung um das Haus von Ibn al-Hanafiyya und den Banu Ha-schim aufgebaut und umzingelte sie mit Brennholz in der Vorbrei-tung, um sie lebendig zu verbrennen, weil sie sich weigerten, ihm den Treueid zu schwören. Aber Abu Abdullah al-Dschadali bewahrte sie vor solch einem Tod, und möge daher Allah ihn lohnen für das, was er der für die Familie des Propheten (s.) getan hat. (Hier endet die Auflistung der 100 Überlieferer)
Diese umfangreiche Menge an Auflistungen fasst zusammen, was wir in der Eile aufzählen wollten, nämlich die schiitischen Helden, die Autoritäten waren, denen von Sunniten vertraut wurde. Sie sind Säulen des Wissens unserer islamischen Weltgemeinschaft [umma]. Über sie ist das prophetische Erbe bewahrt worden, und sie waren gesucht von den Autoren der Sahih-Werke und Geschichtsbücher. Wir haben sie dem Namen nach aufgezählt und sunnitische Quellen zitiert, die einerseits nachweisen, dass sie Schiiten waren und andererseits dennoch Gewährsmänner, wie Du es erfragt hast. Ich glaube diejenigen, die immer noch Einwände vorzubringen haben, werden jetzt erkennen, dass ihre Behauptung, Sunniten würden nicht den Autoritäten der Schiiten vertrauen, ein Fehler ist. Sie werden erkennen müssen, dass ihr Kriterium Wahrhaftigkeit und Korrektheit ist, unabhängig von der Denkschule, Sunnit oder Schiit. Wenn sämtliche Überlieferungen, die durch Schiiten übermittelt wurden, abgelehnt werden würden, dann wäre die überwiegende Mehrheit des prophetischen Erbes verloren, wie es al-Dhahabi selbst zugibt, während er die Biographie von Aban ibn Taghlib in seinem Buch „al-Mizan" beschreibt. Es kann wohl keine bessere Zeugenaussage geben.
Du aber - möge Allah der Wahrheit durch Dich zum Siege verhelfen - weißt, dass es eine ganze Reihe von Anhängern der Schia gegeben hat zusätzlich zu denen, die wir hier aufgezählt haben, dessen Gesamtzahl das Vielfache von den hier aufgelisteten Hundert ist, unter denen, denen Sunniten vertraut haben. Diese
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Zusätzlichen sind teilweise höheren Standes und sind Überlieferer von weitaus mehr Überlieferungen und haben auch mehr Wissen erworben. Und sie waren der Zeit des Prophet (s.) näher mit einem hohen Lebensalter, in dem sie dem schiitischen Glauben angehörten. Sie waren schiitische Gefährten [sahaba] des Propheten (s.), möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. Wir haben ihre gesegneten Namen behandelt in Zusammenfassung unserer Arbeit „al-Fusul al-Muhimma". Sie gehören auch zu den wahrhaftigen späteren Gefährten [tabi'un], auf deren Autorität vertraut wird. Jeder von ihnen ist ein glaubwürdiger Mann, der den gesamten Text des Heiligen Qur'an auswendig gelernt hat, und ihre Aussagen sind unwiderlegbar. Unter solchen Männern waren jene, die Märtyrer wurden in der kleinen und großen Kamel-Schlacht, in Siffin, in Nahrawan, in Hidschaz wie auch im Jemen, als Bischr ibn Arta'a, der dort eindrang, während der Zwietracht von al-Hadrani, der nach Basra gesandt war durch Muawiya.
Unter solchen Männern waren jene, die Märtyrer wurden in der Schlacht von Kerbela mit dem Fürsten der Jugend im Paradies1, und diejenigen, die Märtyrer wurden mit seinem Enkel Zaid und viele andere, die große Ungerechtigkeiten und Verfolgung ertragen muss-ten, weil sie das Massaker an der Familie des Propheten (s.) vergelten wollten. Unter ihnen waren jene, die nur aufgrund ihres starken Glaubens ermordet wurden. Andere wurden ungerechterweise vertrieben aus ihren Häuern, und diejenigen, die sich verstellen muss-ten, weil sie um ihr Leben fürchteten oder aufgrund ihrer körperlichen Schwäche, wie z.B. al-Ahnaf ibn Qais, al-Asbagh ibn Nabatah und Yahya ibn Ya'mur. Letztgenannter war der erste, der die Punkte in die arabische Schriftsprache eingeführt hat, al-Chalil ibn Ahmad al-Farahidi, der die Regeln der arabischen Grammatik und Aussprache niedergeschrieben hat, Ma'ath ibn Muslim al-Harra, der die Grundlagen der Wissenschaft der Konjugation in der arabischen
1 Die Fürsten den Jugend im Paradies sind Imam Hassan (a.) und Imam Hussain (a.), aber hier ist nur Imam Hussain (a.) gemeint.
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Sprache gelegt hat, und viele andere, deren Biographien unzählige Bände beanspruchen würde.
Betrachte nur den Hass der Nasibis1 gegen diese Männer durch deren Angriffe gegen sie; sie nennen sie „schwache" Überlieferer, und sie zerkauen ihre Namen und entziehen sich ihres Wissens. Es gibt hunderte glaubwürdiger Schiiten, die Überlieferungen auswendig gelernt haben, die der Leuchtturm der Rechtleitung sind, aber ignoriert von Sunniten. Über diese Männer haben Schiiten Biographien erstellt mit ihrem Lebensinhalt und ihrer Lebensgeschichte. Diese Arbeiten beweisen das Ausmaß des Dienstes, welches diese Männer dem islamischen Regelwerk [schari'a] erbracht haben. Wer immer über sie nachforscht, wird sie als Vorbilder für Wahrheit und Wahrhaftigkeit erkennen, für Frömmigkeit, Bescheidenheit, Gottesdienerschaft und Aufrichtigkeit, um die Menschen näher zu Allah, dem Allmächtigen, und Seinem Gesandten (s.), näher zu Seinem Buch und den Imamen der Muslime, wie auch näher zu ihren Anhängern zu bringen. Wir beten zu Allah, dass Er es uns ermöglicht, von ihrem Segen und auch Deinem Segen zu profitieren, denn Er ist der Gandenreichste.
Der Friede sei mit Dir.
Die 17. Konsultation - Dilemma der Kompromisse
3. Dhu-l-Hidscha 1329 (25.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
1 Bezeichnung für extreme Gegner der Schiiten, die behaupten, dass Muawiya rechtmäßigerweise Kalif wurde.
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Beim Lichte deiner Augen! Nie habe ich je ein reineres Herz als das Deinige erblicken können und auch noch niemals jemanden, der verständnisvoller war als Du. Nie zuvor habe ich einem solche geschärften Geist gelauscht, und nie zuvor bemerkte ich solchen Scharfblick. Keine Stimme ist je auf so angenehme Weise an mein Ohr gedrungen und hat bei den Menschen so rasch Gehör gefunden. Desgleichen hat keiner seine Argumente je flüssiger vorgebracht als Du, und Deine Konsultationen ergossen sich gleich einem reißenden Strom. In ihnen warst Du stets Herr über jeden Mund und jedes Ohr und gebotest über jeden Blick und jedes Herz.
Bei Allah, wie trefflich waren Deine letzten Worte, die erhaben über jeden Zweifel sind, die Menschen unweigerlich zur Rede stellen und Dank der Wahrheit den Irrtum zu zerschlagen wissen.
Es spricht nichts dagegen, wenn der Sunnit sich auf seinen Bruder, den, Schiiten beruft, solange dieser nur zuverlässig ist. Deine Ansicht entspricht absolut den Tatsachen. Der gegnerische Standpunkt jedoch zeugt von Verbohrtheit und zänkischem Getue.
Denn wenn sie sagen, dass es nicht statthaft sei, sich auf den Schiiten zu berufen, so widerspricht dies ihrem Tun, und ihr Tun ist umgekehrt in keinster Weise mit ihren Worten vereinbar. Rede und Tat bewegen sich bei ihnen nicht auf ein und derselben Bahn und sind nicht zielgerichtet, sondern prallen vielmehr aufeinander. Ihr Argument ist daher auch nur unzureichend, Deines indes stichhaltig.
In dieser nur flüchtig entworfenen Studie erwähnst Du etwas, worauf Du schon in jener Abhandlung hingewiesen hast., die ich „Die schiitischen Elemente in den Überlieferungsketten der Sunniten" [asnad al-schia fi isnad al-sunna] genannt habe. Dies wird ebenfalls das Ziel dieser Arbeit werden. Darüber hinaus wird es für einen Fragesteller keinen weiteren Weg mehr geben und für den, der mehr verlangt, wird sich dann kein anderer Ort mehr finden. Ich hoffe,
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dass hierdurch in der islamischen Welt eine aufrichtige Versöhnung hervorgerufen wird.
Wir glauben an alle Zeichen1 Allahs, an all seine Zeichen, die unseren Herrn [sayyidina] betreffen, dem Befehlshaber der Gläubigen, Ali ibn Abi Talib und die Angehörigen des Prophetenhauses (r.) mehr noch, als ihr erwähnt habt. Wir wissen nicht, warum sich die Leute der Qibla von den Imamen der Angehörigen des Prophetenhauses abgewandt haben, denn sie (die Leute der Qibla) brachten mit ihren Lehren weder der Glaubenslehre [al-usul]2 noch Pflichtenlehre [al-furu] angemessene Ehrerbietung entgegen, noch schenkten sie in ihren Äußerungen den Fragen, die das Kalifat betreffen, je ein Augenmerk.
Auch haben die Gelehrten der Sunna die Imame nie um einen Rat ersucht. Bei theoretischen Problemen lehnten sie sich ihnen gegenüber vielmehr auf und schenkten den dort auftretenden Widersprüchen keinerlei Beachtung.
In Sachen der Religion wendet sich das Volk nach wie vor an jene, die nicht den Angehörigen des Prophetenhauses [ahl-ul-bait] angehören. Wenn die Verse des Qur'ans und die authentischen Überlieferungen verbindliche Anordnungen für sie gewesen wären, hätten die Sunniten sich gewiss nicht von den Gelehrten der Angehörigen des Prophetenhauses abgewandt oder sich an ihrer statt mit anderen begnügt. Qur'an und Sunna haben sie nur insofern verstanden, als
1 Der arabische Begriff „Ayah" bedeutet sowohl „Zeichen" im Allgemeinen, womit hier die Zeichen Gottes gemeint sind, als auch die Verse des Heiligen Qur'an.
2 Die Wurzeln: Gemeint sind die Grundlagen des Glaubens: Die Einheit Gottes [tauhid], Seine Gerechtigkeit [adl], das Prophetentum [nubuwwat], der Führungsauftrag [imamah] der Imame, die Wiederauferstehung nach dem Tod bzw. Jenseits [maad].
3 Die Zweige: Gemeint sind die Handlungsanweisungen des Glaubens, wie u.a. das Gebet und das Fasten.
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dass ihnen lediglich die Verpflichtung zu bloßer Ehrerbietung und Freundschaft auferlegt worden sei. Allein den achtbaren Vorfahren war das richtige Verständnis gegeben, denn sie wussten noch um den Sinn der Sunna und der Schrift, nämlich: Folge dem von ihm gewiesenen rechten Weg!
Der Friede sei mit Dir
Die 18. Konsultation - Zur Unterscheidungsfähigkeit
4. Dhu-l-Hidscha 1329 (26.11.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ich bin Dir sehr verbunden, dass Du Dich auf mich Unvollkommenen verlässt. Deinen wohlgefälligen Blick, der auf mir und meinen Konsultationen ruht, weiß ich wohl zu schätzen. Vor dieser Güte senke ich meine Augen und bezeuge es voller Demut, Ehrfurcht und Respekt. Während ich Eure Eminenz höflich darum bitten möchte, noch einmal Einsicht zu nehmen, in das, was Ihr bezüglich des Abfalls von den Angehörigen des Prophetenhauses bis hin zum Abso-lutheitsanspruch [mutlaq] der Leute der Qibla bereits vorgebracht habt, so möchte ich Euch zugleich in Erinnerung rufen, dass die Hälfte der Leute der Qibla, nämlich die Anhängerschaft der Familie Muhammads, sich niemals von den Imamen der Angehörigen des Prophetenhauses, und zwar weder in den Prinzipien noch in der tatsächlichen Praxis des religiösen Lebens, abgewandt hat und dies auch nie tun wird.
Die Imame (a.) waren der Meinung, dass, gemäß ihren Lehren, die Verehrung Allahs auf die vollkommen miteinander übereinstimmenden und klar abgegrenzten Verpflichtungen im Qur'an und in der Sunna gegründet ist. Zu jeder Zeit und an jedem Ort bekennen
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sie sich hiermit zu Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, ganz so, wie es ihre achtbaren Vorfahren und Nachkommen seit der Offenbarung durch den Gesandten Allahs (s.) bis zum heutigen Tage zu tun pflegten.
In Wahrheit sind es die Herrscher und Machthaber der Gemeinschaft [umma] gewesen, die sich von Anfang an sowohl in der Glaubens- als auch in der Pflichtenlehre von den Angehörigen des Prophetenhauses abgewandt haben, und zwar bereits seitdem sie der (wahren) Nachfolgerschaft den Rücken gekehrt hatten, indem sie diese auf Grundlage von Wahlen zu bestimmen suchten, obwohl es doch schriftlich verbürgt war, dass sie allein durch den Befehlshaber der Gläubigen, Ali ibn Abi Talib anzutreten sei. Zu dieser Zeit sahen sie, dass die Araber es nicht hätten erdulden können, wenn die Nachfolgerschaft einem ganz besonderen Hause übertragen worden wäre. Aber sie haben die entsprechenden Textbelege uminterpretiert. So führten sie Wahlen ein, damit selbst in späteren Zeiten jeder lebende Mensch sich der Hoffnung auf die Nachfolge hingeben konnte.
Schließlich fand man das Kalifat bald hier und bald dort. Sie unterstützten dieses Prinzip mit Macht und Tatkraft und stellten sich alldem entgegen, was ihm widersprach. Dieser Zustand war es, der sie letzten Endes dazu brachte, von der Lehre der Angehörigen des Prophetenhauses abzuweichen. All die Hinweise, die sich im Qur'an und in der Sunna auf die Pflicht beziehen, ihnen stets mit Verehrung zu begegnen, belegten sie zudem mit Missdeutungen. Hätten sie sich diesen eindeutigen Hinweisen jedoch unterstellt, so wären sie gewiss zu den Angehörigen des Prophetenhauses zurückgekehrt und alle Menschen hätten heimgefunden zum wahren religiösen Leben in Wort und Tat. Sie hätten ihre eigenwilligen Ansichten aufgegeben und erneut zur Grundordnung gelangen müssen, um dann schließlich als die eifrigsten Fürsprecher für die Angehörigen des Prophetenhauses dastehen zu können.
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All dies stimmt aber weder mit ihrer (tatsächlichen) Absicht überein, noch steht es im Einklang mit ihrer Entschlossenheit und dem Eifer ihrer Politik. Würde jemand diese Angelegenheit einer genauen Prüfung unterziehen, so wüsste er, dass die Ablehnung des Prinzips der Führerschaft, die den Imamen der Angehörigen des Prophetenhauses übertragen worden war, nichts anderes ist, als ein Teil jener Ablehnung, die sich gar gegen ihren Führungsanspruch überhaupt richtet nach dem Tode des Gesandten Allahs (s.).
Jedoch wurde mit der Auslegung der Indizien für ihre spezielle Führerschaft [imamatihim al-hasa1] erst begonnen, als die Auslegung der Indizien für ihre allgemeine Führerschaft [imamatihim al-amma] bereits schon lange durchgeführt worden war. Anderenfalls wäre man sicher nicht derartig verschlungenen Pfaden gefolgt.
Doch lassen wir deren2 Textbelege und Erläuterungen jetzt beiseite! Betrachte vielmehr die Autoren, selbst ohne Rücksicht auf deren Schriften zu nehmen. Findest Du dann jegliche Unzulänglichkeit bzw. Schwäche bei ihnen, etwa im Denken, im Handeln oder in der Frömmigkeit beispielsweise gegenüber Imam al Asch'ari3 oder gegenüber den vier Imamen4 oder anderen? Wenn bei diesen Männern kein Mangel festzustellen ist, warum sollten dann andere der Gefolgschaft würdiger sein oder mehr Recht auf die Gehorsamspflicht haben?
Welches unparteiische Gericht fällt nun sowohl über jene, die am Irrtum festhalten, das Urteil, als über jene, die auf ihren Spuren wandeln? Wo ist der Richter, der die Anhänger der Ahl-ul-Bait vorwerfen will, sie würden irren? Wie kann jemandem vorgeworfen werden, er würde irren, weil er sich an die Nachkommenschaft des
1 Führerschaft über nur einen Teil der Muslime
2 Gemeint sind die Textbelege derjenigen, die den Ahl-ul-Bait folgen
3 Begründer der philosophischen Schule der Asch'aria, geistiger Vorgänger der sunnitischen Rechtsschulen.
4 Gemeint sind die Begründern der vier sunnitischen Rechtsschulen)
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Propheten (s.) hält? Keiner der Leute der Sunna wal Dschama'ah1 kann solche ein Urteil über uns fällen.
Der Friede sei mit Dir.
Die 19. Konsultation - Eigenverantwortung bei der Unterscheidung
5. Dhu-l-Hidscha 1329 (27.11.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Kein urparteiisches Gericht bezichtigt diejenigen des Irrtums, die mit den Angehörigen des Prophetenhauses in Verbindung stehen und ihr Folge leisten. Hinsichtlich der Ansprüche, die an dieses Amt gestellt werden, finden sich bei ihren Imamen ebenso wenig Unzulänglichkeiten wie bei denen, die ebenfalls diesen Titel führen. Das Tun, das sich nach ihren Lehren richtet, stellt die Pflichtbe-wussten zufrieden und befreit sie von ihrer Schuld, ganz so, wie dies auch ohne Zweifel der Fall bei Beachtung der vier bestehenden Rechts schulen2 ist.
Ja, man kann sogar sagen, dass eure zwölf Imame der Gefolgschaft würdiger sind, als z.B. die vier Imame der sunnitischen Rechtsschulen, da alle zwölf sich nur einer einzigen Schule zugehörig fühlen. Sie haben diese eingehend geprüft und sich dann einheitlich für sie entschieden, ganz im Gegensatz zu den vier Imamen der Sunniten. Denn deren Rechtswissenschaft wird auf allen Gebieten von den unter ihnen bestehenden Kontroversen beherrscht. Sie wussten ihr Quellenmaterial weder klar zu umgrenzen noch zu überprüfen.
1 Bezeichnung der Sunniten
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2 der Sunniten
Es leuchtet doch wohl ein, dass das, was nur eine einzige Person überprüft, mit dem unvergleichbar ist, was zwölf Imame eingehend untersuchen. So bleibt für den Gerechtdenkenden, aber auch für den Tyrannen kein Raum mehr für irgendwelche Bedenken.
Freilich, möglicherweise werden die Widersacher sich dagegen auflehnen, dass Eure Lehre sich nur auf die Imame der Angehörigen des Prophetenhauses stützen kann. In diesem Falle würde ich Dich dann im Folgenden damit beauftragen, den Beweis hierfür anzuführen. Nun möchte ich Dich auch noch um die Angaben zu den Texten bitten, die das Kalifat für Imam Ali ibn Abi Talib bestimmt wissen. Bringe sie bitte in aller Deutlichkeit und Vollständigkeit von sunnitischer Seite bei.
Der Friede sei mir dir.
Die 20. Konsultation - Allgemeine Quellen
9. Dhu-l-Hidscha 1329 (1.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Wer umfassende Kenntnis vom Leben des Propheten (s.) besitzt, jenem, der die Errichtung des islamischen Staates und seine Rechts-sprechung, die Einführung der staatlichen Grundordnung und die Gesetzgebung und auch die Regelung (all) seiner Belange in der Autorität Allahs, des Erhabenen und Mächtigen, gründen ließ, der wird sehen, dass Ali die Stütze des Gesandten Allahs bei allen seinen Angelegenheiten war und eine Hilfe gegen seinen Feind, dass er der Bewahrer seines Wissens, der Erbe seiner Herrschaft, der Gebieter [wali] seines Willens (nach ihm) war und nach seinem Tode unumschränkt herrschen sollte.
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Und wer den Worten und Taten des Propheten (s.) vom Beginn (seiner Berufung) und seiner Auswanderung an Beachtung schenkt, der wird sehen, dass die Überlieferungen zu dieser Frage von Anbeginn bis zum Ende seines Lebens aufeinander folgend und ununterbrochen überliefert worden sind.
Dies möge dir genügen, nur möchte ich noch etwas zum Anfang des islamischen Aufrufes vor dem öffentlichen Auftreten des Islams in Mekka bemerken:
Als Allah - erhaben ist Er - dem Propheten (s.) die Worte hinabsandte:
„ Und warne deine nahen Anverwandten" 1
bat dieser sie zum Hause seines Onkels Abu Talib. Es waren 40 Männer, vielleicht aber auch 39 oder 41. Unter ihnen befanden sich seine Onkel Abu Talib und Hamza, wie auch Al-Abbas und Abu Lahab. Die Überlieferung hierzu gehört zu den einwandfrei überlieferten Überlieferungen, die der Gesandte Allahs (s.) mit den folgenden Worten schloss:
„ Oh Angehörige des Abd-al-Mutallib ! Ich schwöre bei Allah, mir ist unter den Arabern kein Jüngling bekannt, der seinem Volke etwas besseres gebracht hätte, als das, was ich euch bringe. Die Wohltaten des Diesseits und des Jenseits lasse ich euch zuteil werden. Allah befahl mir, euch zum Glauben an Ihn aufzurufen. Wer von Euch will mir in dieser Sache zur Seite stehen? Er wäre dann mein Bruder, mein Bevollmächtigter [wasi] und mein Nachfolger."
Die Anwesenden aber hielten sich zurück. Allein Ali, der damals der jüngste unter ihnen war, erhob sich und sprach:
1 Heiliger Qur'an 26:214
2 Großvater des Propheten (s.) und Stammvater
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„Oh Prophet Allahs! Ich will dir hierin Beistand leisten." Daraufhin umarmte der Gesandte Allahs ihn und sagte:
„Dieser unter euch ist mein Bruder, mein Bevollmächtigter und mein Nachfolger. Höret auf ihn und seid ihm gegenüber folgsam."
Die anderen jedoch begannen zu lachen und wandten sich an Abu Talib1: „Er hat dir soeben befohlen, auf deinen Sohn zu hören, ja, ihm zu gehorchen."
In diesem Wortlaut wurde die Überlieferung von vielen Gewährsmännern, welche die prophetischen Überlieferungen bewahrt hatten, wie z.B. Ibn Ishaq, Ibn Gharur, Ibn Abi Hatim, Ibn Mahawaih und Abi Na'im, der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Ebenso fand er Erwähnung in den Kompendien und Handbüchern des Baihaqi, wie auch Talabis und Tabaris Erläuterung zur Sure al-Schuara3 in ihren umfangreichen Qur'an-Kommentaren.
Tabari hat zudem noch im zweiten Teil seines Buches „Tarich ul-ummam wal-muluk"4 angeführt. Für Ibn al-Athir gilt er im zweiten Band seines Werkes „al-Kamil"5, wo er beschreibt, wie Allah Seinem Propheten befahl, seine Religion zu verkünden, als ein unbestreitbares Faktum, und Abul-Fida erwähnt es im ersten Band seines Geschichtswerkes, wo er vom ersten sich zum Islam bekennenden Menschen spricht.
1 Vater von Imam Ali (a.)
2 Es war gemäß alter arabischer Tradition etwas ungeheuerliches, dass ein Sohn seinem Vater in der Stellung überlegen sein sollte.
3 Heiliger Qur'an, Sure 26: Die Dichter
4 Die Geschichte der Völker und Könige
5 Das Vollkommene
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Gleichermaßen berichtet hier von Imam Abu Dscha'far al-Iskafi al-Mu'tazili in seinem Buche „Naqd-ul-Uthmaniyah"1 mit dem Hinweis auf die Korrektheit dieser Überlieferung. Und in dem Kapitel zum Versteck [fi babi istihfalhi] des Gesandten Allahs (s.) und seiner Gefährten im Hause al-Arqams erwähnt auch al-Halabi ihn in seiner wohlbekannten Biographie.
In ähnlicher Formulierung findet sich der Inhalt dieser Überlieferung sowohl in mehreren zuverlässigen Sunna-Werken als auch bei großen Überlieferungsgelehrten wie z.B. bei al-Tahawi, im „al-Muhtarah"2 des al-Dia al-Muqdisi oder auch im „al-Sunan"3 des Said bin Mansur.
Beachten solltest Du auch, dass Ahmad bin Hanbal auf den Seiten 111 bis 159 im ersten Band seines „Musnad"4 diese Überlieferung Alis ausdrücklich erwähnt, bitte schlage dort nach. Und zu Beginn von Seite 331 im selben Band hebt er eine wichtige Überlieferung von Ibn Abbas hervor, die besagt, dass Ali sich vor allen anderen durch zehn außergewöhnliche Merkmale besonders auszeichnet. Diese bedeutsame Überlieferung von Ibn Abbas zu den Kennzeichen Alis wird auch bei al-Nisa'i auf Seite sechs genannt und im dritten Band des Werkes „Sahih-ul-Mustadrak"5 von Al-Hakim erscheint es auf Seite 132 ebenso. Al-Dhahabi hat ihn zusammenfassend aufgeführt und seine Richtigkeit bestätigt.
Desweiteren ziehe bitte den sechsten Band des Buches „Kanz-ul-Umal"6 in Betracht, worin in aller Ausführlichkeit darüber geschrieben wurde. Einer eingehenden Prüfung Deinerseits sind vor allem jene ausgewählten Passagen des „Schatzes" würdig, die im
1 Der uthmanische Verstoß
2 Das Ausgewählte
3 Die Überlieferungen
4 Die lückenlose Überlieferung
5 Die versäumten authentischen Überlieferungen
6 Der Schatz der Arbeiter
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Druck neben dem eigentlichen Haupttext des „Musnad" von Imam Ahmad bin Hanbal erscheinen. Wenn Du auf den Seiten 41 bis 43 des fünften Bandes jeweils die Ränder studierst, wirst Du die Einzelheiten auffinden.
Dies soll nun für uns genug sein, denn wie deutlich sind doch die Beweise!
Der Friede sei mit Dir.
Die 21. Konsultation - Zweifel an Authentizität
10. Dhu-l-Hidscha 1329 (2.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Nein, euer Gegenüber kann die Stützen dieser Überlieferung nicht anerkennen und er weist sie mit Entschiedenheit zurück. Es ist anzumerken, dass weder die beiden Scheichs1 noch die übrigen Überlieferer authentischer Prophetentraditionen sie verzeichnet haben. Ich bezweifle, dass diese Überlieferung den Weg über sunnitische Gewährsmänner genommen hat und bin außerdem der Ansicht, dass ihr ihn ebenfalls kaum für einwandfrei aus sunnitischer Quelle halten würdet, selbst wenn man dies dennoch getan hätte.
Der Friede sei mit Dir
1 Gemeint sind Buchari und Muslim
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Die 22. Konsultation - Beweis der Authentizität
12. Dhu-l-Hidscha 1329 (4.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Hätte ich die Überlieferung auf dem Wege der Sunniten für unzuverlässig erachtet, so hätte ich dies hier mit keinem Wort erwähnt. Vielmehr ist ihre Authentizität nicht nur von Ibn Gharur und Imam Abu Dscha'far al-Iskafi mit Nachdruck bestätigt worden, sondern gleichermaßen von einer Reihe anderer hervorragender Forscher. Es ist beachtenswert, dass diese Überlieferung gerade von jenen zuverlässigen Gewährsmännern als glaubwürdig angesehen wurde, die auch bei den Überlieferern authentischer Prophetentraditionen stets mit besonderer Zuverlässigkeit Erwähnung fanden.
Ich möchte an dieser Stelle auf die Seite 111 im ersten Teil des „Musnad" von Ahmad bin Hanbal hinweisen, in dem dieser die Überlieferung, die sich über Aswad bin Amir, Scharik, al-A'masch, al-Minhal und Ibad bin Abdullah al-Asadi von Ali herleitet, in einem guten Lichte erscheinen ließ. Jeder einzelne Gewährsmann der Kette gilt selbst beim Kontrahenten als Autorität und alle sind zweifelsohne Quelle von verlässlicher Information.
Auch al-Qaischani hat sie in seinem Werk „al-Dschami Baina Rid-schal al-Schahihin"1 erwähnt, und es besteht absolute Sicherheit, ihre Korrektheit anzuerkennen. Sie haben die Überlieferung auf verschiedene Weisen wiedergegeben, so dass sie sich letztlich gegenseitig stützen konnten.
1 Die Zusammenfassung der Gewährsmänner der authentischen Überlieferungen
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Nun haben die beiden Scheichs1 und ihresgleichen jene Überlieferung aber deshalb nicht aufgezeichnet, weil ihnen die darin enthaltene Vorstellung mit dem Kalifentum im Widerspruch zu stehen schien. Daher sind von ihnen mehrere einwandfreie Texte schlicht übergangen worden. Aus Furcht, dass diese von Seiten der Schiiten als Waffe benutzt werden könnten, haben sie jene Überlieferungen zurückgehalten. Es ist ihnen bekannt gewesen, dass so eine ganze Reihe der sunnitischen Scheichs - Allah möge ihnen vergeben -Dinge dieser Art verheimlicht haben.
Das Verschweigen von Überlieferungen entsprach hierbei der bekannten Vorgehensweise. Al-Hafiz bin Hadschar hat in seinem Buch „Fath al-Bari"2 von ihnen berichtet und Buchari widmet diesem Problem am Ende des „Buches der Wissenschaft" im ersten Band seines „Sahih" ein eigenes Kapitel. Er bemerkt: „Dies ist ein Kapitel, das speziell einen Stamm übermittelt unter Ausschluss eines anderen." Wer die tatsächliche Einstellung Bucharis gegenüber dem Befehlshaber der Gläubigen3 (a.) und den Angehörigen des Prophetenhauses (a.) kennt und der weiß, dass seine Schreibfeder vor ihren eindrucksvollen Worten in Furcht geriet und seine Tinte von der Klarheit ihrer einzigartigen Merkmale aufgesogen wurde, den wird es kaum verwundern, dass er jene Überlieferung außer acht gelassen hat. Es gibt keine Macht und keine Stärke außer bei Allah, dem Erhabenen und Gewaltigen.
Der Friede sei mit Dir.
1 Buchari und Muslim
2 Die Enthüllung des Schöpfers
3 Amir al-Mu'minin, Titel Imam Alis (a.)
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Die 23. Konsultation - Frage zu Imamat
14. Dhu-l-Hidscha 1329 (6.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Die Überlieferung auf Seite 111 im ersten Teil von Ahmad bin Hanbals „Musnad" habe ich studiert und ihre Gewährsmänner einer genauen Prüfung unterzogen. Ich fand unter ihnen verlässliche und vertrauenswürdige Autoritäten. Sodann untersuchte ich ihre jeweiligen Überlieferungswege, deren Zusammenhalt sich als eng erwies und die sich, einander stützend, gegenseitig Rückhalt boten. Ihre Korrektheit steht für mich hiermit außer Zweifel.
Jedoch führt Ihr hinsichtlich der Bestätigung des Imamats nicht eine authentische Überlieferung an. Dies gilt, solange ihre Überlieferung nicht ununterbrochen [mutawatirah] ist. Das Imamat gehört bei Euch nämlich zu den Glaubensgrundsätzen. Da diese Überlieferung den Grad der ununterbrochenen Aufeinanderfolge nicht erreicht hat, darf man sich nicht auf sie berufen.
Man kann sagen, dass bezüglich dieser Überlieferung Ali in ganz spezieller Art für die Angehörigen seines Hauses der Nachfolger des Propheten (s.) war. Wo aber ist eigentlich der Nachweis für das allgemeingültige Kalifat Imam Alis? Es besteht die Möglichkeit, dass zudem die Aufhebung dieser Überlieferung vertreten wurde, da der Prophet sich von seinem Inhalt distanziert haben könnte. Aus diesem Grunde hätte dann auch kein Hemmnis mehr bestanden, gleichermaßen die Gefährten des Propheten, also die drei rechtgeleiteten Kalifen (r.) anzuerkennen.
Der Friede sei mit Dir.
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Die 24. Konsultation - Immerwährendes Imamat
15. Dhu-l-Hidscha 1329 (7.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Zur Rechtfertigung des Anspruchs auf das Imamat1 berufen sich die Sunniten auf jede einwandfreie Überlieferung, sei sie nun unterbrochen oder nicht. Wenn die Sunniten nun die Korrektheit ihrer Überlieferungswege für sich festgestellt haben, so wollen wir (bei der Diskussion mit Ihnen) uns denn nun auf sie beziehen. Für die sich von ihnen selbst auferlegten Pflichten haben sie einzustehen.
Was nun auf unsere Argumentationsführung bei der Frage nach dem Imamat unter unseren Leuten anbelangt, so ist die betreffende Überlieferung von unserer Seite bekanntlich ununterbrochen.
Die Behauptung, dies beweise, „Ali sei der Nachfolger des Gesandten Allahs einzig und allein unter den Angehörigen seines Hauses" wird zurückgewiesen. Denn jede Aussage, die Ali (a.) als den Nachfolger des Gesandten Allahs unter den Angehörigen seines Hauses bestätigt, bevollmächtigt ihn gleichzeitig zum allgemeinen Kalifentum. Wird also Alis Recht auf das allgemeine Kalifentum in Abrede gestellt, so negiert dies auch seinen Status als Nachfolger des Gesandten Allahs unter den Angehörigen seines Hauses. Das letzte Wort dazu ist aber noch nicht gesprochen. Was für eine Philosophie ist es nur, die zur Einstimmigkeit der Muslime im Gegensatz steht?
Ich werde Deine Äußerung über die Aufhebung der Überlieferung nicht vergessen, denn diese Äußerung über den Textbeleg ist nicht bekannt, und zwar weder auf dem Gebiet der Logik noch aus dem
1 Für die ersten drei Kalifen
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des Gesetzes, denn sie gehört zu den Texten, die vor dem Erscheinen der Zeitspanne der Prüfung stammen, wie es doch bekannt ist, d.h. es gibt hier keine Aufhebung, außer das, was der Prophet vom Inhalt der Überlieferung als aufgehoben erklärte, und zu diesem gehört, dass der Prophet (s.) jene Überlieferung nicht aufhob. Es gibt ja sogar auch später aufeinander folgende und ununterbrochen überlieferte Überliefererketten, die sich gegenseitig stützen.
Selbst, wenn vorausgesetzt würde, dass nach seinem Tode keiner dieser Texte echt wäre, woher stammt dann die Aufhebung des Propheten im Hinblick auf ihren Inhalt und seine Abstandnahme von ihrem Bedeutungsgehalt?
„Sie folgen nur der Vermutung und was ihre Seelen an eigenen Launen haben, und es ist bestimmt schon von ihrem Herrn die Rechtleitung gekommen." 1
Der Friede sei mit Dir.
Die 25. Konsultation - Bitte nach weiteren Textbelegen
16. Dhu-l-Hidscha 1329 (8.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ich glaube an Den, Der durch Dich Licht in die Dunkelheit der Ungerechtigkeit und Der durch Dich Klarheit in das Zweifelhafte brachte. Er ließ Dich das Wunder Seiner Wunder und die höchste Manifestation Seiner Beweise sein.
1 Heiliger Qur'an 53:23
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Gewähre Du in Deiner Trefflichkeit mir mehr hiervon. Der Friede sei mit Dir
Die 26. Konsultation - Zehn ausgewählte Überlieferungen Imam Alis
17. Dhu-l-Hidscha 1329 (9.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Nachdem wir uns bislang mit den Texten um das Geschehen im Hause Abi Talibs1 befasst haben, wollen wir unser Augenmerk nun auf das richten, was von Imam Ahmad bin Hanbal im ersten Teil seines „Musnad", von Imam al-Nasa'i in seinem Werk „Hasais al-Alawiyya" und von al-Hakim im dritten Teil seines „Sahih-ul-Mustadrak" veröffentlicht wurde. Weiter gilt unser Interesse der Kurzfassung des al-Dhahabi, der die Korrektheit jener Überlieferung ebenso bestätigt hat, wie es auch die anderen Männer der Sun-na des Propheten auf die übliche Weise zu tun pflegten.
Amru bin Maimun sprach: „Als ich einst bei Ibn Abbas saß, kam eine Gruppe von neun Männern zu ihm. Sie sagten: , Oh Ibn Abbas, entweder komme mit uns (und lass Deine Gäste allein) oder sorge dafür, dass wir unter uns sein können (und schicke deine Gäste weg)' worauf dieser, der damals noch nicht blind war, erwiderte: ,Ich werde lieber mit euch kommen.' Sie begannen zu sprechen, doch wir (zurückgebliebenen Gäste) wussten nicht worüber. Als Ibn Abbas dann zurück kam, schüttelte er sein Gewand und rief: , Oh
1 Siehe 2. Konsultation
2 Die Besonderheiten der Aliden: Gemeint sind die Anhänger Imam Alis, also die Schiiten
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welche Schande! Sie verleumden den Mann, dessen zahllose Vorzüge niemand sonst in sich vereinen kann, jenen, dem der Prophet einst sagte1: ,Ich werde (am nächsten Morgen) einen Mann entsenden, den Allah niemals entehren wird. Er wird Allah und Seinen Gesandten in Liebe zugetan sein, so wie Allah und Sein Gesandter auch ihm in Liebe zugetan sind.' Hierauf hatten die (beim Propheten anwesenden) Leute ihren Blick erhoben und er (s.) hat dann gefragt: , Wo ist Ali?' Als dieser mit solch entzündeten Augen kam, dass er kaum mehr sehen konnte, hauchte der Prophet ihm auf seine Lider, schwenkte dreimalig das Banner und überreichte es ihm. Dann kam Ali (erfolgreich zurück) mit Safiyya bint Huyayy Ibn Ab-bas (und brachte sie dem Propheten).
(Und Ibn Abbas) sprach weiter: ,Als der Prophet (s.) jemanden mit der Sure „Die Buße" [al-taubah2] fortschickte (um sie den Mekkaner zu verkünden), wies er Ali an, ihm zu folgen. Dieser nahm die Sure dann auch (gemäß dem Befehl des Propheten) an sich. Der Prophet sagte hierzu: ,Niemand anderes wird diese Sure überbringen als jener Mann, der zu mir gehört, wie ich zu ihm gehöre.'
Ibn Abbas sprach weiter: ,Der Prophet (s.) fragte die Söhne seines Onkels: , Wer von euch wird mir sowohl im Diesseits als auch im Jenseits eine Stütze sein?' Während sie schwiegen, sagte Ali, der bei ihnen saß: ,Im Diesseits und im Jenseits werde ich dir eine Stütze sein.' Der Prophet erwiderte: ,Du bist mein Helfer im Diesseits und im Jenseits.'
Ibn Abbas berichtete weiter: „Nach Chadidscha war Ali der erste, der sich zum Islam bekannt hat. Als der Gesandte Allahs (s.) sein Gewand nahm und es über Ali, Fatima, Hassan und Hussain legte,
1 Das folgende Ereignis beschreibt die Bannerübergabe an Imam Ali (a.) bei der Eroberung der abtrünnigen Burg von Chaibar, als die früheren Bannerträger wie Abu Bakr und Omar erfolglos zurückgekehrt waren.
2 Die 9. Sure im Heiligen Qur'an
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sprach er: ,Allah möchte jede Unreinheit von euch wegnehmen, ihr Angehörigen des Hauses und euch völlig reinigen1.'"
Ali opferte sich, indem er das Gewand des Propheten trug und sogar in seinem Bett schlief, obgleich die Ungläubigen nach jenem auf der Suche waren.
Weiter erzählt Ibn Abbas: „Als der Gesandte Allahs sich auf den Feldzug von Tabuk begab und dabei von seinen Männern begleitet wurde, sagte Ali zu ihm: ,Ich ziehe mit dir', worauf der Prophet (s.) ihm ein ,Nein' entgegnete. Da begann Ali zu weinen und der Prophet (s.) sprach: , Gibst Du Dich nicht damit zufrieden, dass Du mir gegenüber die gleiche Stellung einnimmst, wie Aaron gegenüber Moses? Nach meinem Tode gibt es keinen Propheten mehr und ich bin erst befugt zu gehen, wenn Du mein Nachfolger bist,' und der Gesandte Allahs fuhr fort: ,Nach meinem Tode wirst Du jedem gläubigen Mann und jeder gläubigen Frau ein Gebieter [wali] sein.'"
Ibn Abbas sagte: „Der Gesandte Allahs ließ alle Tore zur Mo-schee(aus Privaträumen) verschließen mit Ausnahme des Tors von Ali. Er (Imam Ali) pflegte seine Wohnung nur noch von der Seite (durch die Moschee) zu betreten; außer diesem Wege nahm er niemals einen anderen."
Weiter sagte der Gesandte Allahs (s.): „Ali ist nun der Schutzherr [maula] eines jeden, dessen Schutzherr ich war."
Nach seiner Veröffentlichung bemerkte al-Hakim zu der Überlieferung: „Diese von den Gewährsmännern bestätigte, einwandfreie Überlieferung ist allerdings in dieser Form nicht veröffentlicht worden. Al-Dhahabi aber hat sie in einer Kurzfassung herausgegeben und sie als korrekt angesehen."
1 Heiliger Qur'an 33:33
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Es ist offensichtlich, dass es schlagkräftige Beweise und klare Indizien gibt, die darauf deuten, dass Ali der Schutzherr der Religion [wali al-din] und Stellvertreter nach seinem Ableben sein sollte.
Siehst Du nicht, wie er (s.) ihn zu seinem Gebieter [wali] im Diesseits und Jenseits machte, wie er ihn vor all seinen Bekannten den Vorzug gab und wie er ihn auf die gleiche Stufe stellte, wie Moses gegenüber Aaron? Von all den angesehenen Rängen enthielt er ihm keinen vor, außer dem der Prophetenschaft. Diese Ausnahme ist ein umfassender Beweis.
Du weißt, dass der Rang, den Aaron von Moses verliehen bekam, deutlich gemacht hat, dass er ihm eine Hilfe und eine Stütze war, jemand, den Moses an seiner Verantwortung teilhaben ließ, der ihm ein Nachfolger sein konnte und der dem Volk die Pflicht auferlegt hat, ihm zu gehorchen. Folgende Worte sind hier ein Beleg: „ Und gib mir einen Unterstützer von meinen Angehörigen. Aaron, meinen Bruder. Festige mir durch ihn den Rücken und gib ihm einen Anteil an meiner Angelegenheit" 1
Und ebenso die Worte: „Und er sagte: Vertrete mich bei meinem Volk und tue Gutes, und folge nicht dem Weg der Verderbensstifter. " 2
Allah, der Mächtige und Erhabene sprach: „Deiner Bitte wurde bereits statt gegeben, Moses." 3
Gemäß der Bedeutung dieser Worte ist Ali der Nachfolger des Gesandten Allahs unter seinem Volke, der Helfer [wazir] seiner Angehörigen und Teilhaber seiner Angelegenheit. Dies gilt für die Nach-
1 Heiliger Qur'an 20:29-32
2 Heiliger Qur'an 7:142
3 Heiliger Qur'an 20:36
196
folgerschaft, nicht aber hinsichtlich des Prophetentums. Zudem ist er der Vortrefflichste seines Volkes, der ihm mehr am Herzen liegt als alle anderen, sei er nun lebendig oder tot.
Ihm1 (a.) gebührt das Recht in der Ära des Propheten (s.), dem Volk die Pflicht aufzuerlegen, diesem (Propheten) zu gehorchen und, da er sein Helfer ist, hat er von ihnen dasselbe zu verlangen, was Aaron vom Volk Moses seinerzeit verlangt hat. Wer nun die Überlieferung zu Alis (bzw. Aarons) Rang vernommen hat, dem wird augenblicklich offenbar, dass Alis Anspruch auf all diese besonderen Würden hat. Hier besteht nicht der geringste Zweifel.
Der Gesandte Allahs (s.) hat seine Weisung mit den folgenden Worten klar und deutlich dargelegt: „Ich bin dann befugt zu gehen, wenn Du mein Nachfolger geworden bist." Was die Nachfolge betrifft, so könnte kein Text prägnanter sein. Wenn er (s.) nun aus dieser Welt gegangen wäre, ohne ihn2 vorher zum Nachfolger bestimmt zu haben, so wäre dies recht unangemessen gewesen, weil Allah, der Erhabene und Allmächtige, ihm dies zu tun doch befohlen hatte.
Im Kommentar zu den Worten des Erhabenen wird dies bewiesen: „Du Gesandter, mache bekannt, was zu Dir herabgesandt wurde von deinem Herrn, und wenn Du es nicht tust, so hast Du Seine Botschaft nicht bekannt gemacht." 3
Wer nun die Worte des Erhabenen „...dann hast Du Seine Botschaft nicht bekannt gemacht", genauer liest und die Worte des Propheten (s.) gewissenhaft betrachtet: „Ich bin erst dann befugt zu gehen, wenn Du mein Nachfolger geworden bist", den werden diese beiden
1 Imam Ali (a.)
2 Imam Ali (a.)
3 Heiliger Qur'an 5:67
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Stellen zu einem einzigen Schluss gelangen lassen. Dies ist offensichtlich.
Und vergiss auch nicht seine Worte (s.) in der folgenden Überlieferung: „Nach meinem Tode wirst Du der Schutzherr eines jeden Gläubigen sein." Es bedeutet nämlich, dass er der Herrscher, sein Helfer und sein Stellvertreter sein wird. Al-Kumail (r.) sagte: „Er ist fürwahr der Befehlshaber [wali-ul-amr] nach (dem Tode) seines Gebieters, und er ist die Zufluchtsstätte der Gottesehrfürchtigkeit, und er ist fürwahr rechtgeleitet."
Der Friede sei mit Dir
Die 27. Konsultation - Zweifel zu den Überlieferungen
18. Dhu-l-Hidscha 1329 (10.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Die Überlieferung zum Range Alis ist korrekt und ausführlich. Al-Amdi jedoch, der ein sorgfältiger Forscher war, und in der Wissenschaft der Methodenlehre [fi ilm ul-usul] als ein herausragender Mann angesehen wurde, zweifelte an seiner Überlieferungskette und war hinsichtlich der Art und Weise, wie er überliefert wurde, voller Misstrauen. Wenn nun dein Gegenüber nach wie vor auf dessen Ansicht beharren würde, was könntest Du ihm dann noch vor Augen führen?
Der Friede sei mit Dir.
198
Die 28. Konsultation - Der Status der Überlieferung
19. Dhu-l-Hidscha 1329 (11.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Mit diesem Zweifel fügt al-Amdi sich selbst Schaden zu, denn die Überlieferung zum Range Alis (a.) zählt zu den korrekteren und zuverlässigeren Überlieferungen. Niemand erhebt irgendwelche Einwände gegen die Richtigkeit ihrer Überlieferungskette und niemand kam je auf die Idee, ihre Authentizität in Frage zu stellen. Selbst al-Dhahabi erklärt ungeachtet seiner Hartnäckigkeit die Zusammenfassung des Werkes „al-Mustadrak" für korrekt. Und obwohl Ibn Hadschar al-Haithami der Überlieferung gegenüber eine feindselige Haltung einnimmt, erwähnt er sie im Kapitel zwölf: „al-Schubuha", seines Werkes „al-Schawa'iq" und zitiert zu ihrer Authentizität die Worte der großen Überlieferungsautoritäten, auf die allein man sich in diesen Dingen nur verlassen kann. Schlage hierzu bitte Seite 29 in „al-Schawalq" nach.
Gäbe es zu dieser Überlieferung nämlich keine authentische Überlieferungskette, so hätte Buchari sie in seinem Buche wohl kaum erscheinen lassen, denn er schreibt sonst nur äußerst widerwillig über Alis Vorzüge oder über die Tugenden der Angehörigen des Prophetenhauses.
Auch Muawiya, der Anführer der ungerechten Gruppe, der dem Befehlshaber der Gläubigen1 den Fehdehandschuh hingeworfen hatte, der auf ihn von den Kanzeln der Muslime Unheil hinab beschwor und ihnen befahl, ihn zu verfluchen, er verleugnete, trotz seiner Niedertracht im Streite, die Überlieferung zur Stellung Alis nicht. Auch gegenüber Saad bin Abi Waqqas rechtfertigte er sich
1 Imam Ali (a.)
199
nicht, als er (Muawiya) ihn (Saad) fragte - selbst Muslim hat die Überlieferung veröffentlicht: „Was hat Dich davon abgehalten, Abu Turab1 zu verfluchen?" Saad sagte darauf: „Immer dann, wenn mir die drei Vorzüge, die der Gesandte Allahs ihm zuschrieb, in das Gedächtnis kommen, werde ich mich hüten, über ihn zu verfluchen. Schon einer dieser Vorzüge ist mir mehr wert, als gar das Glück, Besitzer des so seltenen roten Kamels zu sein. Ich hörte, wie der Gesandte Allahs zu Ali, der inzwischen schon sein Stellvertreter auf einigen Kriegszügen geworden war, Folgendes sagte: , Wirst Du zufrieden sein, wenn ich Dich auf die gleiche Stufe stelle, auf die schon Aaron von Moses gestellt worden war, mit dem Unterschied, dass nach meinem Tode das Prophetentum erlischt?" Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Muawiya schwieg und hörte auf Saad zu belästigen. Dabei ist er es sogar selbst gewesen, der die Überlieferung zur Stellung Alis weitererzählt hat. Ibn Hadschar sagt hierzu in seinem „al-Schawa'iq": „Ahmad hat überliefert, dass ein Mann Muawiya einst eine Frage stellte, worauf dieser dann mit den Worten antwortete: ,Richte Deine Frage an Ali, denn er weiß es besser'. Der Mann aber sprach: ,Deine Antwort ist mir lieber, als die von Ali'. Muawiya erwiderte: , Was für ein schlechtes Wort hast Du da gesprochen! Du bist ja voller Hass gegen den Mann, dem der Gesandte Allahs das Wissen überlassen hat. Denn dieser hat ihm doch gesagt: ,Du hast mir gegenüber den gleichen Rang, wie Aaron ihn Moses gegenüber einnimmt, mit dem Unterschied, dass es nach meinem Tod keinen Propheten mehr geben wird.' Und hat Umar bei auftretenden Schwierigkeiten nicht Ali um Rat gebeten?'."
Allgemein gesagt bestehen also keinerlei Zweifel darüber, dass sich die Korrektheit der Überlieferung zur Stellung Alis von den Muslimen bestätigt findet und zwar ungeachtet ihrer Neigung oder Lehr-
1 „Abu Turab" [Vater der (Lehm)Erde] ist eine Auszeichnung Imam Alis (a.), wie es in früheren Kapiteln beschrieben wurde
200
meinung. Die Überlieferung wurde sowohl von den Verfassern der Sammlung der sechs Sahih-Werke1, als auch von den Verfassern der Sammlung der beiden Sahih-Werke2 herausgebracht. Das Genannte findet sie sich im „Sahih" von Buchari unter dem Kapitel über den Feldzug von Tabuk und im „Sahih" von Muslim unter dem Kapitel über die Vorzüge Alis. Im „Sunan" von Ibn Madscha unter dem Kapitel über die Tugenden der Prophetengefährten und im Buch „al-Mustadrak" von al-Hakim im Kapitel über die Vorzüge Alis ist es ebenso enthalten. Imam Ahmad bin Hanbal ließ die Überlieferung in seinem „Musnad" gemäß den Worten des Saad bin Abi Waqqas in mehreren Versionen erscheinen, aber er führt sie dort auch gemäß den Worten Ibn Abbas an, die sich über Asma bin A-mis, Abi Said al-Chudri und Muawiya bin Abu Sufyan herleiten. Schließlich erwähnt er in diesem Zusammenhang noch eine andere Gruppe von Prophetengefährten.
Desweiteren veröffentlichte sie al-Tabarani nach den Worten von Asma bin Amis überliefert über Umm Salamah, Hubaisch bin Dschumada, Ibn Umar, Ibn Abbas, Dschabir bin Samrah, Zaid bin Arqam, Al Bara' bin Azib und Ali bin Abu Talib, wie auch auf anderem Wege.
Al-Bizar in seinem „Musnad" und al-Tirmidhi in seinem „Sahih" haben die Überlieferung gemäß den Worten des Abu Said al-Chudri ebenfalls angeführt. Und auch Ibn Abd-ul-Bar in seinem Buche „al-Isti'ab" hat ihn unter dem Kapitel über die Stellung Alis überliefert. Er sagt dort wörtlich: „Diese Überlieferung zählt zu den verlässlichsten und korrektesten. Vom Propheten wurde sie über Saad bin Abi Waqqas überliefert." Er bemerkt weiter, dass Saad diese Überlieferung in verschiedenen Versionen erzählte, was auch von Ibn Abi Haithama und anderen erwähnt wurde. Ferner sagt er, dass die Überlieferung von Ibn Abbas, Abu Said al-Chudri, Umm Salamah,
1 Gemeint sind die sechs bedeutendsten Werke der Sunniten
ke von
201
2 Gemeint sind die beiden Sahih-Werke von Buchari und von Muslim
Asma bin Amis, Dschabir bin Abdullah und einer ganzen Reihe weiterer Gewährsleute überliefert wurde. Soweit die Worte Ibn Abd-ul-Bars.
Alle Erzähler, also die Autoren der Prophetenbiographie, wie auch die Geschichtsschreiber, die über den Feldzug von Tabuk berichteten, haben diese Überlieferung überliefert. Unter den Forschern der Vorfahren und Nachkommen sind es die Verfasser der Biographie Alis gewesen, die ihn ungeachtet ihrer Neigung oder Lehrmeinung übertragen haben. Überliefert wurde sie des Weiteren von all denjenigen, die über die Tugenden der Angehörigen des Prophetenhauses und über die Vorzüge der Gefährten der Imame geschrieben haben, so wie z.B. Ahmad bin Hanbal und all die anderen, die vor oder nach ihm gekommen sind.
In Anbetracht dieser Tatsachen verdienen die Worte al-Amdis über die Überliefererkette keine Beachtung, denn er hatte nichts mit der Traditionswissenschaft zu tun. Sein Urteil über die Kenntnis der Überlieferungsketten und die Methoden der Beurteilung entsprechen demjenigen eines Laien und sind kein angewandtes Urteil im Hinblick auf eine Überlieferung. Sein profundes Eindringen in die Methodenlehre der Rechtswissenschaft ist der Grund, der ihn in diese böse Verstrickung geraten lassen hat, so dass er einen eindeutigen Text in Übereinstimmung mit der Lehre der Rechtsschule sehen wollte.1 Es war ihm nicht möglich, sich von ihnen zu befreien, außer durch Behauptungen, welche die (Unglaubwürdigkeit der) Überlieferungskette der Überlieferung betreffen. Er glaubte, dass diese (Behauptung der Unglaubwürdigkeit) möglich sei. Welch ein Irrtum, wie fern ist es von der Wahrheit!
Der Friede sei mit Dir.
1 Als Sunnit fiel es ihm schwer zu akzeptieren, dass Ali der auserwählte Nachfolger des Propheten sein musste, wie es die Überlieferungen klar machten.
202
Die 29. Konsultation - Zum Gültigkeitsbereich der Überlieferung
20. Dhu-l-Hidscha 1329 (12.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
All das, was Du zur Richtigkeit der Überlieferung, also zur Überlieferung über die Stellung Alis hervorgehoben hast, macht jeden Verdacht ganz und gar zunichte. Al-Amdi beging in der Tat einen Fehler und das bedeutet, dass er sich sowohl von der Überlieferungswissenschaft wie auch von deren Gründern entfernt hat. Mit der Erwähnung seiner Meinung haben wir Dir Kränkung zugefügt und auch wenn dies Dich dazu geführt hat, erneut Klarheit schaffen zu müssen, so war es doch eine Untat und wir müssen Dich dafür um Vergebung bitten. Sicher wirst Du uns diese Bitte erfüllen.
Ich habe erfahren, dass es neben Al-Amdi unter euren Gegnern jemanden gibt, der behauptet, dass die Überlieferung zum Range Alis nicht als allgemeingültig angesehen werden kann, sondern dass sie vielmehr auf ihren Entstehungsort beschränkt sei. Der Kontext, in dem diese Überlieferung steht, legt die Schlussfolgerung nahe, dass Ali vom Propheten in Medina allein während des Feldzuges von Tabuk zum Stellvertreter ernannt worden war.
Und der Imam1 (r.) fragte ihn (in der Fortsetzung der Überlieferung): „Ernennst Du mich zum Stellvertreter für Frauen und Kinder?" Der Gesandte Allahs (s.) erwiderte hierauf: „Bist Du nicht damit zufrieden, dass ich Dich auf die gleiche Stufe stelle, wie Moses zu Aaron, mit dem Unterschied, dass es nach meinem Tode keinen Propheten mehr geben wird? "
1 Imam Ali (a.)
203
Es scheint, als habe der Prophet (s.) tatsächlich gewollt, das Ali so zu ihm stünde, wie Aaron zu Moses, als dieser während der Zeit, in der er sich auf den Berg begeben wollte, jenen für sein Volk zum Stellvertreter bestimmt hatte. Möglicherweise war es die Absicht des Propheten, dass Ali während des Feldzuges von Tabuk im gleichen Verhältnis zu ihm stehen sollte wie Aaron zu Moses, der im Verborgenen von Allah, seinem Herrn, ins Vertrauen gezogen wurde.
Es darf behauptet werden, dass diese Überlieferung ungeachtet ihrer (vermeintlichen) Allgemeingültigkeit nicht als Beweis (für den allgemeingültigen Auftrag für Imam Ali, a.) angesehen werden darf, da sie sich auf eine ganz bestimmte Situation bezieht und das Allgemeingültige, dass sich gleichzeitig auf eine bestimmte Situation bezieht, kann für die Nachwelt nicht als Beweis (für die Allgemeingültigkeit) in Betracht gezogen werden.
Der Friede sei mit Dir.
Die 30. Konsultation - Nachweis der Allgemeingültigkeit
22. Dhu-l-Hidscha 1329 (13.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Auf die Äußerung, die Überlieferung sei aus der Sicht unserer Gegner nicht allgemeingültig, wollen wir jene antworten lassen, die der arabischen Sprache mächtig sind und sich auch arabischer Tradition verpflichtet fühlen. Denn Du bist die Autorität der Araber, der man weder Kritik entgegensetzt noch widerspricht.
204
Befindet sich Deine Gemeinschaft - die Nation arabischer Sprache - in Bezug auf die Allgemeingültigkeit der Überlieferung zum Range Alis denn im Zweifel? Nein und abermals nein! Jemand wie Du zweifelt doch z.B. auch nicht daran, dass eine bestimmte grammatische Konstruktion als solche absolut wahr ist. Wenn Du beispielsweise sagtest: „Ich lasse euch Gerechtigkeit zuteil werden," bezöge sich dann diese, deine Gerechtigkeit, nur auf eine ganz bestimmte Situationen oder würde sie nicht vielmehr ganz allgemein gültig sein, d.h., ist sie nicht dann in jedem Falle angebracht?
Möge Allah uns davor bewahren, dass Du die Überlieferung als nicht allgemeingültig ansiehst oder dass Du für sie nicht vollstes Verständnis aufbringst! Wenn beispielsweise der Kalif der Muslime zu einem seiner Freunde sagen würde „Ich ernenne Dich zum Herrscher über die Menschen" oder „ ich weise Dir meine Stellung, meine Würden und meine Macht zu ", würde dann wohl jemand denken, diese Worte seien nicht allgemeingültig? Und ist nicht die Behauptung, hier handele es sich um eine, allein auf ganz bestimmte Situationen zu beziehende Aussage, nicht widersprüchlich und leichtsinnig?
Und wenn der Kalif zu einem seiner Gefolgsleute sagte: „In der Zeit meiner Herrschaft wird Dir jene Stellung zuteil, die Umar in der Zeit von Abu Bakr innehatte1, es sei denn, Du gehörst nicht zu meinen Gefährten", wäre diese Aussage dann nur auf etwas ganz Bestimmtes beschränkt oder gälte sie nicht vielmehr in jedem Fall?
Bei Allah, ich sehe doch, dass Du die Überlieferung zum Range Alis nicht anders als allgemeingültig betrachten kannst und die Worte des Gesandten Allahs (s.): „Du hast mir gegenüber den gleichen Rang, wie Aaron ihn Moses gegenüber einnimmt" für korrekt erachtest. Hierbei sind die Kriterien der Tradition und der Sprache
1 Hier wird darauf angespielt, dass Umar der Nachfolger des ersten - aus Sich der Schia unrechtmäßigen - Kalifen Abu Bakr durch dessen Ernennung wurde.
205
mit in Betracht zu ziehen, zumal schließlich das Prophetentum (für Imam Ali) ausgenommen wurde. Warum fragst Du dazu nicht die Araber, die vor deinem Tore stehen?
Die Ansicht des Gegners, die Überlieferung zur Stellung Alis beziehe sich allein auf den Ort seiner Herkunft, ist aus zweierlei Gründen unzutreffend.
Erstens: Die Überlieferung als solche ist bekanntlich allgemeingültig und auch wenn wir die Hypothese aufstellen, es handele sich hierbei um einen besonderen Anlass, heißt dies noch nicht, er verliere damit gleichzeitig seine Allgemeingültigkeit, denn der Herkunftsort, d.h. der Ort, an dem die Überlieferung erstmalig vernommen wurde, bestimmt doch wohl kaum den Inhalt der Überlieferung. Dies dürfte klar sein.
Angenommen, Du sagst jemandem, der den Thronvers1 berührt hat [yamassu], obwohl er sich im Zustand der großen rituellen Unreinheit befand, dass in diesem Zustand Qur'an-Verse niemals berührt werden dürfen, seist Du dann nicht ebenfalls der Ansicht, dass dies nicht nur für den Ort gilt, an dem diese Worte geäußert worden sind, sondern auf alle Verse des Qur'ans und auf alle, die in diesem Zustand sind, zu beziehen ist? Ich glaube, dass die Weisung, den Thronvers im Zustand der großen rituellen Unreinheit nicht zu berühren, von niemandem allein auf diesen Vers beschränkt werden würde. Und wenn ein Arzt, nachdem er gesehen hat, wie sein Patient Datteln isst, diesem untersagt, Süßes zu sich zu nehmen, gelten diese seine Worte dann dem Brauche nach allein an jenem Ort oder aber sind sie nicht auf jegliche Süßigkeit beziehbar?
Wer - so schwöre ich bei Allah - diese Überlieferung allein auf ihren Herkunftsort bezieht, ist in meinen Augen weit von den Glaubensgrundsätzen und den Regeln der Sprache entfernt. Er besitzt
1 Heiliger Qur'an 2:255
206
keinerlei Verständnis für die Tradition und scheint unserer ganzen Welt entfremdet. Und so unterscheiden sich jene, welche die Allgemeingültigkeit der Überlieferung zur Stellung Alis zugunsten der besonderen Situation während des Feldzuges von Tabuk aufgehoben wissen wollen im Grunde genommen nicht von den anderen.
Zweitens: Die Überlieferung, in der Ali während des Feldzuges von Tabuk in Medina zum Stellvertreter des Propheten ernannt wird, beschränkt sich nicht auf den Ort seiner Entstehung, auch wenn ein Gegner darauf beharrt. Unsere ununterbrochene Überliefererkette bis zurück zu den Imamen der reinen Nachkommenschaft zeigt, dass die Überlieferung zur Stellung Alis auch von den anderen Quellen herzuleiten ist. Dort sollten die Forscher genauer Einsicht nehmen! Dies wird (zudem) von dem herkömmlichen Brauch der Sunniten bestätigt. Wie es den in dieser Frage Kundigen bekannt ist, sind die Behauptungen des Gegners, dass aus dem Zusammenhang zu erschließen ist, die Überlieferung sei auf den Feldzug von Tabuk zu beziehen, unzutreffend, ja sie sind unwahr.
Drittens: Die Behauptung des Gegners, das Allgemeingültige, das sich gleichzeitig auf eine besondere Situation bezieht, sei kein Beweis für den Rest, ist ein großer Irrtum und ein ganz offensichtlicher Fehler. Solche Annahmen über unsere Überlieferung können nur von jenen stammen, die in diesen Dingen voller Fanatismus sind. Sie haben ebenso wenig Klarheit wie jemand, der in stockfinsterer Nacht auf einem blinden Kamel reitet. Möge Allah uns vor Unwissenheit schützen und Dank sei Allah für unsere Lebenskraft.
Wenn sich die Einschränkung des Allgemeingültigen auf die Beweiskraft mit einem Bezug auf den Rest beschränken würde, gäbe es keinen bestimmten Allgemeinbegriff mehr, nicht einmal dann, wenn er obligatorisch ist, wie auch in unserer Überlieferung.
Angenommen, ein Vormund sagt zu seinem Diener: „Heute sollst Du all meinen Besuchern mit Gastfreundschaft begegnen außer
207
Zaid1", dann ist jener ausgeschlossen von denjenigen, denen Respekt gezollt werden soll. Wenn nun der Diener auch weiteren Gästen keinen Respekt zollt, bedeutet es nach dem Brauch [urf], dass jener Diener ungehorsam war. Die Rationalisten tadeln ihn und halten ihn mit Recht für schuldig. Die Bestrafung dieses Ungehorsams würde dabei im gebührenden Maße zur Vernunft wie zum Gesetze stehen. Und niemand von denen, die sich dem Brauch verpflichtet fühlen, würde seiner Ausrede, er hätte den speziellen Befehl auf die Allgemeinheit angewandt, billigen, und jene Ausrede wäre schlimmer als sein Vergehen. Dies ist nichts weiter als das Offenkundigwerden, dass die Verallgemeinerung nach seiner Einschränkung nicht zulässig ist, wie es Dir doch bekannt ist.2
Du kennst die Handlungsweise der Muslime, und andere haben sich dadurch weiterentwickelt, dass sie Argumente für Anweisungen aus dem Allgemeingültig entwickelten ohne das Spezielle abzuleugnen. Nicht nur die Vorfahren und Nachfolger der Prophetengefährten sind so verfahren, auch die Muslime der zweiten und aller bis heute folgenden Generationen haben sich daran gehalten. Insbesondere sind hier natürlich die Imame der Angehörigen des Prophetenhauses wie auch die übrigen Imame der Muslime zu erwähnen. All das steht außer Zweifel und die Beweiskraft allgemeingültiger Überlieferungen, die sich gleichzeitig auch auf eine besondere Situation beziehen, sollten auf diese Weise hinreichend dokumentiert worden sein.
Würden sie nicht als Beweismittel gelten können, so wäre die Wissenschaft, die sich mit der praktischen Anwendung der gesetzlichen Grundlagen, also mit den detaillierten Hinweisen beschäftigt, für
1 Der Name „Zaid" ist im arabischen gleichzeitig ein Synonym für eine beliebige Person.
2 Es wird wohl darauf angespielt, dass die Sonderrolle, die Imam Ali (a.) von Propheten gewährt wurde, eben nicht auf andere übertragbar ist.
208
die vier Imame1 und all die anderen Rechtsgelehrten bereits abgeschlossen.
Durch die Allgemeingültigkeit dieser Überlieferungen bleibt die Wissenschaft aber in Bewegung (und entwickelt sich weiter). Denn allgemeingültig ist auch das, was vormals auf eine besondere Situation bezogen werden konnte.
Wenn wir das Allgemeingültige aber missachten, wird die ganze Wissenschaft erschüttert. Allah bewahre uns davor.
Der Friede sei mit Dir.
Die 31. Konsultation - Bitte um Beweise
22. Dhu-l-Hidscha 1329 (14.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Die Beweise, dass die Überlieferung zur Stellung Alis nicht auf Tabuk beschränkt ist, stehen noch aus, und ich sehne mich danach, endlich zu den süßen Quellen Deines Wissens zu gelangen. Wirst Du mir wohl den Trunk daraus gewähren?
Der Friede sei mit Dir.
Die 32. Konsultation - Zahlreiche Beweise
1 Gemeint sind die Begründer der vier sunnitischen Rechtsschulen
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24. Dhu-l-Hidscha 1329 (15.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Hier ist eine der Quellen dieser Überlieferung: Der Gesandte Allahs (s.) erwähnte, dass Umm Salim1 zu jenen Menschen gehört, die durch Überlegenheit und Klugheit ausgezeichnet sind und dass sie beim Gesandten Allahs (s.) eine besondere Stellung innehat und zwar aufgrund ihres Vorrangs, ihrer aufrichtigen Ergebenheit, ihres Wohlwollens und auch aufgrund ihres mutigen Einsatzes (für den Islam). Der Prophet pflegte sie in ihrem Hause zu besuchen und mit ihr zu sprechen. Einst sagte er: „ Oh Umm Salim, das Fleisch Alis ist von meinem Fleische und sein Blut ist von meinem Blut. Er hat bei mir den gleichen Rang wie Aaron ihn bei Moses hat."
Es ist Dir doch wohl bekannt, dass diese Überlieferung eine Aussage des Gesandten Allahs (s.) war, ohne dass es für diese Worte einen besonderen Anlass gegeben hat, außer der Botschaft (von Gottes Befehl) und der Aufrichtigkeit gegenüber Allah, dem Höchsten, im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Stellung des Stellvertreters seiner Beauftragung während des Gesprächs im Hause Umm Salims. Daher kann die Überlieferung nicht nur für den Feldzug von Tabuk bestimmt gewesen sein.2
Das Gleiche gilt auch für die Überlieferung zu jener Angelegenheit um die Tochter Hamzas, als sich Ali, Dscha'far und Zaid um ihret-
1 Sie war die Tochter von Malham ibn Chalid al-Ansari und Schwester von Ha-ram ibn Malham. Beide, also ihr Vater und ihr Bruder fanden das Martyrium, als sie an der Seite des Propheten (s.) kämpften. Sie war eine Frau von großem Ansehen und Weisheit. Viele Überlieferungen des Propheten (s.) werden von ihr überliefert. Sie war eine der ersten Konvertitinnen zum Islam.
2 Die Überlieferung bezüglich Umm Salim ist nachlesbar in Kanz al-Ummal, Band 4, Seite 154 mit der Überlieferungsnummer 2554. Siehe dazu auch Musnad Ahmad, 5. Band, worin sich die Überlieferung in identischer Form befindet.
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willen einst im Disput befanden und der Gesandte Allahs (s.) sagte: „ Oh Ali, Du nimmst mir gegenüber den Rang von Aaron zu Moses ein." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung1.
Hinzu kommt auch die folgende Überlieferung: „Als Abu Bakr, Umar und Abu Ubaida bin al-Dscharrah einst beim Propheten weilten, stützte dieser sich gerade auf Ali und klopfte ihn mit diesen Worten auf die Schultern: ,Oh Ali, Du bist unter den Gläubigen der erste unter denen, die sich zum Islam bekannten. Für mich nimmst Du die Stelle ein, die auch Aaron gegenüber Moses eingenommen hat.' Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung."
Ebenfalls erwähnt wird es in den Überlieferungen im Zusammenhang der ersten Verbrüderung, die in Mekka vom Gesandten Allahs (s.) noch vor der Auswanderung [hidschra] unter den Auswanderern [muhadschirun] bewirkt wurde.
Desweiteren auch während der zweiten Verbrüderung, die fünf Monate nach der Auswanderung zwischen den Auswanderern [muhadschirun] und den Gefährten [ansar]3 zustande gekommen war. Bei beiden Gelegenheiten wählte nämlich der Prophet unter allen Ali für sich als seinen Bruder aus, brachte ihm Wertschätzung ohnegleichen entgegen und sprach zu ihm: „Du nimmst mir gegenüber den Rang ein, den auch Aaron Moses gegenüber inne hatte; nach meinen Tode jedoch wird es keinen Propheten mehr geben."
Die Berichte hierzu leiten sich durch ununterbrochene Überliefererketten über den Weg der reinen Nachkommenschaft [al-itrat-ut-tahira] her. Das, was im Übrigen zur ersten Verbrüderung erwähnt wurde, möge dir genügen. Diesbezüglich sind zu nennen:
1 Bei Imam Nasal in seinem Chasa'is al-Alawiyya
2
Bei bin Nadschar gleich zwei Mal erwähnt in Kanz al-Ummal Band 6, 6029 & 032
Die medinensische derung aufnahmen.
6032
3 Die medinensischen Anhänger des Propheten (s.), die ihn nach seiner Auswan-
211
Die Überlieferung von Zaid bin Aufa, die Imam Ahmad bin Hanbal in seinem Buche „Manaqib Ali"1 veröffentlicht hat.
- Jene des Ibn Asakir in seinem Buch „al-Tarich"2,
- dann die in den Sammlungen von al-Gaghwi und al-Tabarani,
- weiterhin die bei al-Barudi in seinem Werk „al-Ma'rifah"3 und auch jene bei Ibn Adi und anderen.
Die Überlieferung war ausführlich, ja sie umfasste auch die Beschreibung der besonderen Umstände, unter denen die Verbrüderung zustande gekommen war. Am Schluss der Überlieferung heißt es: Ali sprach: „Oh Gesandter Allahs, ich bin erschrocken und beinahe zerbricht es mir das Rückgrat, wenn ich sehe, was Du zwar mit Deinen Gefährten, nicht aber mit mir tust. Wenn dies jedoch aus Unzufriedenheit um meinetwillen geschah, so verdienst Du Würde und Wohlgefallen. "4 Der Gesandte Allahs (s.) erwiderte hierauf: „Ich schwöre bei Allah, der mich mit der Wahrheit sandte, dass ich Dich deshalb ausgeschlossen habe, weil ich Dich für mich erwählte. Du nimmst mir gegenüber den Rang ein, den auch Aaron gegenüber Moses innehatte, nach meinem Tode wird es keinen Propheten mehr geben. Du bist mein Bruder und mein Erbe." Ali aber fragte: „ Was werde ich denn von Dir erben?" und der Prophet antwortete: „Das, was die Propheten vor mir vererbt haben, nämlich die Schrift ihres Herrn und die Sunna5 ihres Propheten. Im Paradies wirst Du mit mir und meiner Tochter Fatima auf meinem Schlosse wohnen. Mein Bruder bist Du und mein Gefährte", und er (s.) fügte hinzu: „Zwei Brüder sitzen einander gegenüber auf erhöhten Sitzen; sie lieben sich um Allahs Willen [fi-lillah] und schauen einander an."
1 Die Tugenden Alis
2 Die Geschichte
3 Die Erkenntnis
4 Der Prophet (s.) hatten jeden Gefährten einen anderen Gefährten als Bruder zugeordnet und nur Imam Ali (a.) war davon ausgeschlossen worden.
5 vorbildhaftes Lebensbeispiel
212
Und auch das, was zur zweiten Verbrüderung berichtet wurde, sollte hinreichend für Dich sein; nämlich die Überlieferung nach Ibn Abbas, die al-Tabarani in seinem Buche „al-Kabir" (das Große) herausgab. Sie lautet: Der Gesandte Allahs spricht zu Ali: „Zürnst Du mir, weil ich die Verbrüderung zwischen den Auswanderern [muhadschirun] und den Gefährten [ansar] bewirkte, nicht jedoch die zwischen Dir und jemanden von ihnen? Bist Du denn nicht zufrieden damit, dass Du mir gegenüber den Rang einnimmst, den auch Aaron gegenüber Moses innehatte, außer, dass es nach meinem Tode keinen Propheten mehr geben wird?" Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Ähnlich verhält es sich mit den Überlieferungen zu jenem Tag, an dem der Prophet jedes Tor (der Moschee) - ausgenommen das von Ali - verriegelte. Die Überlieferung von Dschabir bin Abdullah möge dir genügen. Dieser erwähnt die folgenden Worte des Gesandten Allahs (s.): „Oh Ali, in dieser Moschee ist Dir dasselbe erlaubt, was auch mir erlaubt ist; Du nimmst mir gegenüber den Rang ein, den auch Aaron gegenüber Moses innehatte, nur wird es nach meinem Tode keinen Propheten mehr geben."
Und nach Hudhaifa bin Asid al-Ghaffari heißt es: An jenem Tage, als der Gesandte Allahs (s.) die Tore verriegelte, hielt er eine Rede und sprach: „Einige Männer haben Einwände dagegen, dass ich Ali in der Moschee Platz nehmen ließ, sie jedoch heraus sandte. Bei Allah, nicht ich war es, der sie hinaus gesandt hat, ihn aber dort Platz nehmen ließ! Vielmehr war Allah es selbst, der dies tat! Wahrlich, Allah ist mächtig und erhaben. , Und Wir haben Moses und seinem Bruder eingegeben: Nehmt eurem Volk in Ägypten Häuser als Wohnstätten, und bringt in euren Häusern eine Gebetsrichtung an und richtet das Gebet ein.' „1 Schließlich sprach der Prophet: „Ali nimmt mir gegenüber den Rang ein, den auch Aaron gegenüber Moses innehatte. Er ist mein Bruder. Niemandem außer
1 Heiliger Qur'an 10:87
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genüber Moses innehatte. Er ist mein Bruder. Niemandem außer ihm ist es gestattet, an diesem Orte mit den Frauen verheiratet zu werden." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Es gibt zahlreiche vergleichbare Quellen, die sich jedoch in dieser mit Eile zusammengestellten Arbeit nicht alle aufzählen lassen. Es sollte zumindest deutlich geworden sein, dass die Behauptung, die Überlieferung zur Stellung Alis sei einzig und allein auf den Feldzug von Tabuk beschränkt, unwahr ist. Welche Aussagekraft hat diese Behauptung jetzt noch, angesichts der Existenz einer so großen Anzahl von unterschiedlichen Quellen für diese Überlieferung?
Wer die Lebensbeschreibung des Propheten kennt, der wird entdeckt haben, dass er (s.) Ali und Aaron auf dieselbe Weise wie die beiden Sterne im (Sternbild des) Kleinen Bären [ursa minor] beschrieben hat. Beide unterscheiden sich in nichts vom anderen.
Dies sind deutliche Indizien dafür, dass die Stellung Alis (a.) in der Überlieferung allgemeingültig ist und dass diese Allgemeingültigkeit sich ungeachtet der Indizien, wie wir es gezeigt haben, schon vom jeweiligen Kontext her darstellt.
Der Friede sei mir dir.
Die 33. Konsultation - Zum Vergleich Alis und Aarons mit zwei Sternen
25. Dhu-l-Hidscha 1329 (17.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
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Noch leuchtet uns der Sinn Deiner Worte nicht ein, dass der Prophet (s.) Ali und Aaron auf dieselbe Weise wie die beiden Sterne im Kleinen Bären [ursa minor] beschrieben hat. Wann hat er dies denn getan?
Der Friede sei mir dir.
Die 34. Konsultation - Die Anlässe der Vergleiche
27. Dhu-l-Hidscha 1329 (18.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Wenn Du aufmerksam die Lebensbeschreibung des Propheten (s.) verfolgst, so wirst Du entdecken, dass er Ali und Aaron wie die beiden Sterne im Kleinen Bären am Firmament und wie das Augenpaar im Gesicht beschrieben hat. Jeder von beiden unterscheidet sich - jeweils vom Standpunkt seines Volkes aus - in keinster Weise von dem anderen. Siehst Du nicht, dass der Prophet darauf bestanden hat, die Namen der Söhne Alis den Namen der Söhne Aa-rons entsprechen zu lassen? Er nannte sie Hassan, Hussain und Muhsin und meinte dazu: „Ich habe sie nach den Söhnen Aarons, nämlich Schabar, Schubair und Muschbir benannt." Hiermit war er bestrebt, die Ähnlichkeiten zwischen Ali und Aaron eigens zu betonen und sie bezüglich der Stellung in jeglicher Hinsicht und unter allen Umständen für allgemeingültig zu erklären.
In diesem Sinne erwählte er Ali als seinen Bruder und bevorzugte ihn den anderen gegenüber, um die Ähnlichkeiten bezüglich der Stellung von beiden zu bekräftigen. Er war darauf bedacht, kein unterscheidendes Merkmal zwischen beiden bestehen zu lassen. Wie bekannt, hat er (s.) seine Gefährten sich zweimal miteinander verbrüdern lassen. Beim ersten Mal wurde Abu Bakr, der Bruder
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von Umar und Uthman der Bruder von Abdurrahman bin Auf. Beim zweiten Mal verbrüderten sich Abu Bakr mit Haradschah bin Zaid und Umar mit Atban bin Malik. Beide Male wurde - wie es bekannt ist - Ali der Bruder des Gesandten Allahs (s.).
In diesem Zusammenhang ist es mir leider nicht möglich, über all das Nachforschungen anzustellen, was in den zuverlässigen und authentischen Texten nach Ibn Abbas, Ibn Umar, Zaid bin Arqam, Zaid bin Abi Aufa, Anas bin Malik, Hudhaifa bin Al-Yaman, Mah-dugh bin Yazid, Umar bin al-Chattab, al-Bara ibn Azib, Ali bin Abu Talib und anderen Erwähnung fand.
Der Gesandte Allahs hatte zu ihm gesagt: „Du bist mein Bruder im Diesseits und im Jenseits." Und Du hast ja bereits in der zwanzigsten Konsultation die Worte vernommen, die er sprach, als er Ali umarmte: „Dieser unter euch ist mein Bruder, mein Stellvertreter und mein Nachfolger. Höret auf ihn und seid ihm gegenüber folgsam. "
Eines Tages erschien der Prophet (s.) mit freudigem Gesicht bei seinen Gefährten. Abdurrahman bin Auf fragte ihn deshalb und erhielt von ihm zur Antwort: „Ich habe von meinem Herrn eine frohe Botschaft über meinen Bruder und Cousin und über meine Tochter erhalten, dass Allah nämlich Ali mit Fatima vermählt hat" Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Als die Frau der Frauen zu dem ihr gemäßen Manne, dem Herrn der Nachkommenschaft (sayyid ul-itrah) geleitet wurde, sagte der Prophet: „ O Umm Aiman, ruft bitte meinen Bruder zu mir," worauf sie sprach: „Er ist dein Bruder und Du lässt ihn sich (mit deiner Toch-
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ter) vermählen?"1 - „Ja, Umm Aiman." antwortete er. Da rief sie Ali, und er kam. Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Wie oft hat er auf ihn hingewiesen und gesagt: „Dies ist mein Bruder, mein Cousin, mein Schwager und der Vater meiner Söhne." Einmal sprach er zu ihm und sagte: „Du bist mein Bruder und mein Freund", und ein anderes Mal: „Du bist mein Bruder, mein Freund und mein Gefährte im Paradies."
An einem Tage unterhielten sie sich über eine Angelegenheit, die ihn, seinen Bruder Dscha'far und Zaid bin Haritha betraf. Er (s.) sagte dabei: „Du Ali, bist mein Bruder und der Vater meiner Söhne, Du kommst von mir und Du gehörst zu mir." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
An einem anderen Tage sprach er zu Ali: „Du bist mein Bruder und mein Helfer. Dir habe ich die Verpflichtung auferlegt, meine Schulden zu begleichen, mein Versprechen einzulösen und mein Gewissen zu beruhigen." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Als er dem Sterben nahe war, sagte er: „Ruft mir meinen Bruder" und nachdem sie Ali geholt hatten, sprach er: „Komme zu mir." Ali tat es und ließ den Propheten sich an ihn anlehnen. Dieser redete nun solange mit ihm, bis er seinen reinen Geist aufgab. Da fiel ein wenig von seinem Speichel auf Ali und er (s.) sprach: „Am Tor des Paradieses steht geschrieben: Es gibt keinen Gott außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs und Ali ist der Bruder des Gesandten Allahs." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Und in jener Nacht, als Ali im Bett des Propheten schlief, offenbarte Allah, der Allmächtige und Erhabene, Gabriel und Michael1 Fol-
1 Die Frage ist darin begründet, das gemäß islamischem Recht eine Frau nicht ihren leiblichen Onkel heiraten dürfte! Hier ist aber „nur" eine ideelle Bruderschaft Gegenstand.
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gendes: „Ich ließ euch (beide Engel) miteinander Bruderschaft schließen und gab einem von euch ein längeres Leben als dem anderen. Wer von euch nun gibt seinem Gefährten den Vorzug, um damit dessen Leben zu verlängern?" Als beide das eigene Leben wählten, offenbarte ihnen Allah: „Ihr hättet so wie Ali ibn Abu Ta-lib handeln sollen, den Ich mit Muhammad (s.) Bruderschaft schließen ließ. Er nächtigte im Bette des Propheten und opferte für ihn sein eigenes Leben. Er gab ihm vor sich selbst den Vorzug, um dessen Leben zu bewahren. Steiget zur Erde hinab und gewährt ihm Schutz vor seinem Feind! Als beide herabgekommen waren, setzten sich Gabriel neben den Kopf und Michael neben die Füße Alis und Gabriel rief aus: Ausgezeichnet! Wer ist nur wie du, oh Ibn Abu Talib, rühmt Dich doch Allah noch vor den Engeln?!'" Hierüber sandte Allah Folgendes hinab: „ Und unter den Menschen ist der, welcher seine Seele verkauft im Erstreben von Allahs Zufriedenheit. " 2
Ali pflegte zu sagen: „Ich bin der Diener [abd] Allahs und der Bruder Seines Gesandten, ich bin der große Freund. Niemand außer mir kann dieses sagen, es sei denn, er ist ein Lügner." Und er sagte weiter: „Bei Allah, ich bin sein Bruder, sein Freund, sein Cousin, und der Erbe seines Wissens. Wer steht ihm näher, als ich es tue?"
Als dann an einem Tage beratschlagt wurde, wer zum Nachfolger des Kalifen Umar ernannt werden solle, sprach er zu Uthman, Abdurrahman, Saad und Zubair3: „Ich lasse euch bei Allah schwören: Gibt es jemanden unter euch, mit dem der Gesandte Allahs Bruder-
1 Zwei Erzengel
2 Heiliger Qur'an 2:207
3 Das waren Mitglieder des Gremiums, das auf Umars Geheiß seine Nachfolge als Kalif unter sich bestimmen sollte. Durch eine listige Fragestellung wurde dann Uthman zum Nachfolger und nicht Imam Ali (a.), dem damit zum dritten Mal sein Recht verwehrt wurde.
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schaft geschlossen hat, als er damals die Muslime sich miteinander verbrüdern ließ außer mir?" - Sie antworteten: „Bei Allah, nein!"
Und als Ali in der Schlacht von Badr gegen al-Walid antrat, wurde er von ihm gefragt: „Wer bist du?" Er antwortete: „Ich bin der Diener Allahs und der Bruder des Gesandten Allahs." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
Umar wurde einst während seines Kalifats von Ali gefragt: „ Was tätest du, wenn Menschen vom Volke Israel zu dir kämen und einer von ihnen zu dir sagte: ,Ich bin der Cousin von Moses?' Zögest Du ihn dann seinen Gefährten vor?" - „Oh ja", antwortete Umar. „Bei Allah schwöre ich, dass ich der Bruder des Gesandten Allahs bin und sein Cousin." Da entledigte Umar sich seines Gewandes, breitete es auf dem Boden aus und sprach: „Bei Allah, keinen anderen Sitzplatz soll es mehr (für Dich) geben, als allein diesen hier und zwar solange, bis wir voneinander Abschied nehmen." So blieb Ali dort sitzen. Und, um ihm als Bruder und Cousin des Gesandten Allahs eine Ehre zu erweisen, wich er (Umar) nicht von seiner Seite, bis sie sich trennten.
Wir sind von unserem Thema etwas abgewichen. So sage ich nun: Der Gesandte Allahs (s.) befahl, die Moscheezugänge seiner Gefährten zu verschließen, um den Ort vor der großen rituellen Unreinheit und denen, die sich in diesem Zustand befanden, freizuhalten. Allein Alis Tor ließ er geöffnet und nach dem Willen Allahs, dem Erhabenen, gestattete er ihm, durch die Moschee in jenem Zustand durchzugehen, in dem dies auch Aaron erlaubt war. Diese Tatsache verdeutlicht uns, wie umfassend die Ähnlichkeiten zwischen Ali und Aaron (a.) sind. Ibn Abbas sagte: „Der Gesandte Allahs (s.) verriegelte alle Tore der Moschee bis auf das Tor Alis. Dieser pflegte die Moschee (auch) im Zustand der großen rituellen Unreinheit zu betreten, da er außer diesem Wege keinen anderen (in sein Haus) hatte." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.
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Gemäß einer nach den Bedingungen der beiden Scheichs1 der Sa-hih-Werke authentischen Überlieferung sagte Umar bin al-Chattab: „Drei Dinge sind Ali bin Abu Talib gegeben worden. Hätte ich auch nur eines davon, so liebte ich es mehr als alle Wohltaten:
Seine Gattin Fatima, die Tochter des Gesandten Allahs; die Tatsache, dass er mit dem Gesandten Allahs in der Moschee wohnte und dort zu alldem befugt war, was auch der Prophet dort tun durfte und das Banner aus der Schlacht von Chaibar. 2"
Und auch Saad bin Malik erwähnte in einer authentischen Überlieferung einst einige von Alis Vorzügen: „Als der Gesandte Allahs seinen Onkel Abbas und andere aus der Moschee hinaus gesandt hatte, frage Abbas ihn: , Uns schickst Du hinaus, aber Ali lässt Du dort wohnen bleiben?" Der Prophet aber antwortete: ,Nicht ich war es, der euch hinaus gesandt hat, und ihn dort Platz behalten ließ! Vielmehr war es Allah, der dies getan hat!'"
Und auch Zaid bin Arqam sagte: „Eine Schar von den Gefährten des Gesandten Allahs hatte (aus ihren benachbarten Häusern) ihre eigenen Zugänge zur Moschee. Da sagte der Gesandte Allahs (s.): ,Versperrt all diese Tore bis auf das von Ali'. Als die Leute darüber redeten, erhob sich der Gesandte Allahs, dankte Allah, pries ihn und sprach: ,Nun denn, ich habe befohlen, all diese Tore bis auf das von Ali zu versperren und ihr habt darüber geredet. Bei Allah, nicht ich habe beschlossen, sie zu verschließen oder zu öffnen, vielmehr wurden mir Befehle erteilt, die ich dann befolgt habe!'"
1 Gemeint sind Buchari und Muslime
2 Bei der Schlacht von Chaibar hatte Umar jenes Banner vor Imam Ali (a.) in die Hand gedrückt bekommen, um die islamische Armee erfolgreich zu führen, aber er hatte versagt, wohingegen am Ende, als alle vorherigen erfolglos blieben, I-mam Ali (a.) auf Befehl des Propheten die Burg Chaibar einnahm.
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Und al-Tabarani hat in seinem Buch „Al-Kabir" veröffentlicht, dass nach Ibn Abbas der Gesandte Allahs (s.) sich einst erhob und sagte: „Nicht ich bin es gewesen, der euch hinausgesandt hat, ihn aber hat bleiben lassen, sondern Allah hat es getan. Ich bin doch nur ein beauftragter Diener, der dem erteilten Befehl folge leistet und gehorsam gegenüber dem ist, was Allah ihm offenbart."
Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Oh Ali, niemandem sonst außer mir und Dir ist es gestattet, im Zustand der großen rituellen Unreinheit in der Moschee zu sein."
Nach Saad bin Abi Waqqas, al-Bara ibn Azib, Ibn Abbas, Ibn Umar und Hudhaifa bin Asid al-Dscha'fari wurde Folgendes berichtet: Der Gesandte Allahs (s.), begab sich zur Moschee und sprach: „Wahrlich, Allah offenbarte seinem Propheten Moses: 'Baue für mich eine reine Moschee, in der allein Du und Aaron ansässig sein dürfen.' Und Allah offenbarte auch mir, dass ich eine reine Moschee errichten solle, in der nur ich und mein Bruder Ali wohnen könnten."
In Bezug auf unser Thema ist kein Raum gegeben, um all das, was hiervon an verlässlichen Texten der folgenden Persönlichkeiten erschienen ist, einer ausführlichen Betrachtung zu unterziehen: Ibn Abbas, Abi Said al-Chudri, Zaid bin Arqam, ein Prophetengefährte von (der Sippe) Hatam, Asma bint Amais, Umm Salamah, Hudhaifa bin Asid, Saad bin Abi Waqqas, al-Bara bin Azib, Ali bin Abi Ta-lib, Umar, Abdullah bin Umar, Abu Dharr, Abu Tufail, Buraida al-Aslami, Abi Rafi, der Diener des Gesandten Allahs, Dschabir bin Abdullah und andere.
Gemäß dem Überlieferten lautete eine Bitte des Propheten (s.): „Mein Bruder1 Moses erbat von Dir ,Mein Herr, mache mir meine
1 Gemeint ist der Glaubensbruder, da gemäß Islam alle Propheten den gleichen Grundglauben gelehrt haben.
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Brust weit, und mache mir meine Angelegenheit leicht, und löse einen Knoten von meiner Zunge, dass sie mein Wort verstehen, und gibt mir einen Mittragenden von meinen Angehörigen, Aaron, meinen Bruder. Festige mir durch ihn meinen Rücken und gib ihm einen Anteil an meiner Angelegenheit'1 Da offenbartest Du ihm:, Wir werden dich mit deinem Bruder festigen, und Wir geben euch beiden Ermächtigung.a Oh Allah, dein Diener bin ich und dein Gesandter Muhammad. Weite auch mir die Brust, mache es mir leicht und verschaffe mir einen Helfer aus meiner Nachkommenschaft, meinen Bruder Ali." Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.3
Ähnliches wurde von al-Bizar veröffentlicht. Nach ihm nahm der Gesandte Allahs, (s.) Alis Hand und sagte: „Moses bat seinen Herrn darum, seine Moschee durch Aaron im Zustand der Reinheit zu bewahren und ich bat meinen Herrn darum, meine Moschee durch Dich im Zustand der Reinheit zu bewahren." Hierauf ließ er Abu Bakr mitteilen, dass er sein Tor zu schließen habe und sprach, nachdem er Allah gebeten hatte, ihn davor zu bewahren: „Ich höre und gehorche." Umar und Al-Abbas ließ er dasselbe ausrichten. Schließlich sagte er (s.): „Nicht ich bin es gewesen, der eure Tore hat verschließen und das von Ali hat öffnen lassen. Allah war es, der sein Tor öffnete und eure Tore verschloss."
Hiermit begnügen wir uns. Für den von uns beabsichtigten Vergleich zwischen Ali und Aaron - und zwar in allen Bereichen und in jeder Hinsicht - sollte die Anzahl der hier angeführten Beweismaterialien genügen.
Der Friede sei mit Dir.
1 Heiliger Qur'an 20: 25-32
2 Heiliger Qur'an 20: 28-35
3 Abu Ishaq al-Thalabi hat diese Überlieferung wiedergegeben in seinem „Tafsir Al-Kabir." Der Wissenschaftler Balchi hat die Überlieferung in seinem „Yanabi" aus der identischen Version kopiert, wie bei Ahmad bin Hanbals „Musnad".
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Die 35. Konsultation - Bitte um weitere Textbelege
27. Dhu-l-Hidscha 1329 (19.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Allah schütze deinen Vater! Wie klar sind Deine Worte und wie wunderbar. Wie verständlich sind Deine Erklärungen und ihre Beweise. Führ es fort! Führe das fort, was noch folgt, von Deinen ununterbrochen aufeinander folgenden und klaren Texten. Dein ist der Verdienst!
Der Friede sei mit Dir.
Die 36. Konsultation - Zahlreiche weitere Überlieferungen
29. Dhu-l-Hidscha 1329 (20.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ich hoffe, Du wirst Dich mit dem begnügen, was Abu Dawud al-Tiyalsi über die Stellung Alis in seinem Buch „al-Isti'ab"1 gestützt auf Ibn Abbas veröffentlicht hat. Er sagte: „Der Gesandte Allahs, (s.) sprach zu Ali bin Abi Talib: „Nach meinem Tode wirst Du der Gebieter [wali] aller Gläubigen sein."
Vergleichbar und ebenfalls authentisch ist die Überlieferung nach Umran bin Hussain, der sagte: „Einst sandte der Gesandte Allahs
1 Die Fähigkeit
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(s.), unter der Führung Ali bin Abi Talibs eine Truppe aus. Von dem Fünftel [chumsf, das ihm zustand, suchte dieser nun für sich selbst eine Sklavin aus2, was die anderen jedoch miss billigten. So kamen vier von ihnen darin überein, hierüber beim Propheten (s.) Beschwerde einzulegen. Als sie zu ihm gelangten und sich einer von ihnen erhob und sprach: ,0h Gesandter Allahs, hast Du nicht gesehen, dass Ali dieses und jenes getan hat?', da wandte er sich von ihm ab. So erhob sich der Zweite, sagte dasselbe und wiederum wandte der Prophet sich von ihm ab. Da stand der dritte auf, wiederholte die Worte seiner Freunde, worauf auch ihm der Prophet den Rücken zukehrte bis sich schließlich der Vierte aufrichtete und ebenfalls das erzählte, was die anderen gesagt hatten. Zorn entbrannt wandte der Gesandte Allahs (s.) sich ihnen wieder zu und sprach: ,Was wollt ihr von Ali? Ali gehört zu mir und ich zu ihm. Nach meinem Tode wird er der Gebieter [wali] eines jeden Gläubigen sein!'"
Und da gibt es auch die Überliefung von Buraida, deren Wortlaut sich auf Seite 356 des fünften Bandes im „Musnad" von Ahmad bin Hanbal findet. Er sagte: „Der Gesandte Allahs entsandte zwei Expeditionen in den Jemen, die eine stand unter der Führung Ali bin Abi Talibs, die andere unter der Führung Chalid bin Walids. Da sagte er: , Wenn ihr zusammentrefft, so soll Ali euch voran stehen und wenn ihr euch dann wieder trennt, wird jeder von euch beiden erneut seine eigenen Soldaten leiten.'"
Weiter sagte Buraida: „Als wir zu den Banu Zubaida, einem jemenitischen Stamm, gelangten, kämpften wir im Gefecht miteinander, bis die Muslime die Gegner besiegten. Die Nachkommenschaft nahmen wir in Gewahrsam und Ali wählte von den Kriegsgefangenen eine
1 Die Fünftelabgabe war der Anteil der Ahl-ul-Bait am Einkommen und Kriegsbeute, welche diese für gemeinnützige Zwecke einsetzten. Die Prophetenfamilie nutze diese Gelegenheit oft dazu, Sklaven zu befreien.
2 Um sie zu befreien und ihr die Ehe anzubieten, wie es geschichtlich bekannt ist!
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Frau1 für sich aus." Buraida fährt fort: „Chalid gab mir für den Gesandten Allahs (s.), ein Schreiben mit, in welchem er ihn über diese Angelegenheit unterrichtete2. Als ich beim Propheten eintraf, (s.) überreichte ich ihm das Schreiben und ließ es ihm verlesen. Da sah ich wie Zorn in ihm aufstieg und ich sprach: ,0h Gesandter Allahs, dies ist ein Ort der Zuflucht. Du entsandtest mich mit einem Mann3, gabst mir den Befehl ihm zu gehorchen und ich tat, womit man mich beauftragt hatte.' Der Gesandte Allahs (s.) erwiderte: , Tadle Ali nicht, denn er gehört zu mir und ich zu ihm. Nach meinem Tode wird er euer Gebieter [wali]' sein.'"
Bei al-Nisa'i wurde diese Überlieferung auf Seite 17 im Kapitel „al-Chasals al-Alawiyya"4 wie folgt veröffentlicht: „Sei um meinetwillen doch nicht so hasserfüllt gegen Ali, denn er gehört zu mir und ich zu ihm. Nach meinem Tode wird er euer Gebieter [wali] sein."
Und bei Ibn Dscharir lautet sie: „Er sagte Buraida: Die Zornesröte stieg dem Propheten ins Gesicht, und er sprach: , Wem ich sein Gebieter [wali] bin, dem sei auch Ali sein Gebieter [wali].' Da vergaß ich, was ich gegen Ali vorzubringen hatte und ließ ihn wissen: ,Nie wieder will ich schlecht von ihm sprechen!'"
Al-Tabarani hat unter Berücksichtigung der Einzelheiten diese Ü-berlieferung auf folgende Weise veröffentlicht: „Als Buraida aus dem Jemen zurückkehrte, traf er einige Männer vor der Tür des Prophetenzimmers an, die ihn begrüßten und fragten, was geschehen sei. ,Gute Nachrichten', antwortete er,Allah hat den Muslimen Erfolg beschert!' - , Und was führt Dich hierher?' fragten sie weiter. Er erwiderte: ,Ich bin gekommen, um dem Propheten mitzuteilen, dass Ali sich von seinem Fünftel [chums] eine Sklavin genom-
1 Um sie zu befreien und ihr die Ehe anzubieten, wie es geschichtlich bekannt ist!
2 Das Problem bestand darin, dass die anderen nicht so gütig mit den Kriegsgefangenen umgehen wollten und daher das Verhalten Imam Alis (a.) missbilligten.
3 Chalid bin Walid
4 Die Besonderheiten der Aliden, der Anhänger Imam Alis
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men hat (um sie zu befreien).' - , Erzähle es ihm, erzähle es ihm, auf dass Ali in seinem Ansehen sinken möge' riefen sie da. Der Prophet (s.) aber hatte ihr Gespräch durch die Tür (unfreiwillig) mitgehört und kam wutentbrannt aus seinem Zimmer. , Warum wird Ali von einigen Männern getadelt? Wer gegen Ali hasserfüllt ist, der ist es auch gegen mich, und wer Ali verlässt, der verlässt auch mich. Ali gehört zu mir und ich zu ihm. Er ist aus dem Lehm geschaffen, aus dem auch ich bestehe und ich bin aus dem Lehm geschaffen, aus dem auch Abraham besteht. Und vortrefflicher noch als Abraham bin ich geschaffen. Eine Nachkommenschaft, die voneinander abstammt! Allah ist der, der alles hört und weiß. Oh Buraida, weißt Du nicht, dass Ali Anspruch auf mehr als eine Sklavin hat1? Wahrlich, er wird nach meinem Tode euer Gebieter [wali] sein.'"
An der Veröffentlichung dieser Überlieferung bestehen keinerlei Zweifel. Zwar gibt es viele Überlieferungswege bis zu Buraida, jedoch werden diese allesamt hoch eingeschätzt.
Von einer bedeutsamen Überlieferung nach Ibn Abbas wurde ähnliches von al-Hakim angeführt; erwähnt werden dort die zehn außergewöhnlichen Merkmale Alis. Ibn Abbas sagte: „Der Gesandte Allahs (s.) sagte zu Ali: ,Nach meinem Tode wirst Du der Gebieter [wali] aller Gläubigen sein."
In einer weiteren Überlieferung sagte der Prophet (s.): „Oh Ali, als ich Allah bat, Dir fünf besondere Vorzüge zu gewähren, da gestand er mir vier zu und verwehrte mir einen ... Außerdem billigte er mir zu, dass Du nach meinem Tode der Gebieter [wali] aller Gläubigen sein würdest."
Ähnliches hat Ibn al-Sakna nach Wahab bin Hamza veröffentlicht, der, wie schon in der von Wahab stammenden Übertragung [tar-
1 Da er sie alle befreien würde!
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dschumah] des Werkes „al-Isaba"1 sagte: „Als ich mit Ali einst auf eine Reise ging, verspürte ich eine gewisse Abneigung von ihm ausgehend. Da beschloss ich, nach meiner Rückkehr eine Beschwerde gegen ihn vorzubringen. So erwähnte ich Ali dann gegenüber dem Gesandten Allahs und fügte ihm damit Schaden zu. Da sprach er: ,Sag dies ja nicht über Ali, denn nach meinem Tode wir er euer Gebieter [wali] sein!'" Diese Überlieferung nach Wahab hat auch al-Tabarani in seinem „al-Kabir" veröffentlicht; dort sagt er allerdings: „Sag dies nicht über Ali, denn nach meinem Tode ist er es, der von den Menschen am meisten Anspruch auf euch hat."
Und Ibn Abi Asim führt die folgende authentische Überlieferung über Ali an. (Der Prophet sagte:) „Habe ich nicht mehr Anspruch auf die Gläubigen als sie selbst?" - „Natürlich", antworteten sie und er sagte: „Wessen Gebieter [wali] ich bin, dessen Gebieter [wali] sei auch er."
Unsere hierzu angeführten Überlieferungen weisen ununterbrochene Ketten von Gewährsmännern auf und leiten sich von den Ima-men, der reinen Nachkommenschaft her. Für den von uns verfolgten Zweck sollte die Anzahl der hier angegebenen Beweismaterialien genügen.
Die entsprechenden Verse zur Vormundschaft [ayat-ul-wilayah] im Buche Allahs2, des Allmächtigen und Erhabenen, bestätigen unsere Darstellung. Lob sei Allah, dem Herrn der Menschen in aller Welt.
Der Friede sei mir Dir.
1 Der Schlag
2 Gemeint ist z.B. Heiliger Qur'an 5:55
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Die 37. Konsultation - Das Wort „wali" in der linguistischen Betrachtung
29. Dhu-l-Hidscha 1329 (21.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Das Wort „al-Wali" hat mehrere Bedeutungen, nämlich Helfer, Freund, Geliebter, Schwager, Angehöriger, Verbündeter und Nachbar. Auch ist jeder, der die Verantwortung für jemanden übernimmt, der „Wali" von diesem. Möglicherweise drücken die von Dir erwähnten Überlieferungen aus, dass Ali euer Helfer, euer Freund oder euer Geliebter nach dem Tode des Propheten ist. Wo lässt sich der Text finden, auf den Du Dich beziehst?
Der Friede sei mir Dir.
Die 38. Konsultation - Erläuterung zur Bedeutung von „Wali"
30. Dhu-l-Hidscha 1329 (21.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Als Bedeutung des Wortes „Wali" hast Du unter anderem erwähnt, dass jeder, der die Verantwortung für jemanden übernimmt, der „Wali" (Vormund) von diesem ist. Dies genau ist es, was mit „Wali" in diesen Überlieferungen gemeint ist. Sobald man sie vernimmt, wird diese Bedeutung einleuchtend sein. Unserer Darstellung entspricht auch folgender Sachverhalt:
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Für einen Minderjährigen trägt sein Vater oder sein Großvater väterlicherseits die Verantwortung, sodann der von beiden eingesetzte Bevollmächtigte und schließlich der für Ehe- und Familienahngele-genheiten zuständige Richter. Dies bedeutet, dass nur diese Personen befugt sind, Verantwortung für ihn zu tragen und Entscheidungen hinsichtlich seiner Angelegenheiten zu treffen.
Die Offenkundigkeit der Bedeutung des Wortes „Wali" in jenen Überlieferungen könnte für diejenigen, die Verstand haben, kaum deutlicher sein. Und seine Worte (s.): „Nach meinem Tode wird er euer „Wali" sein" zeigen anschaulich, dass sich die Vormundschaft [wilaya] auf ihn bezieht und nur für ihn Geltung hat. Von daher erscheint es zwingend, die Bedeutung des Wortes „Wali" so zu definieren, wie wir es getan haben. Sie darf nicht mit anderen Worten in Zusammenhang gebracht werden, denn „Hilfe", „Liebe", „Freundschaft" und ähnliche Begriffe sind nicht nur auf einen Menschen beschränkt. Auch die gläubigen Männer und Frauen halten untereinander Freundschaft.
Welche Besonderheit oder welches Anrecht beabsichtigte der Prophet in diesen Überlieferungen denn für seinen Bruder und „Wali" hervorzuheben, wenn die Bedeutung des Wortes „Wali" nicht mit dem übereinstimmt, was wir vertreten haben? Und welchen hintergründigen Sinn hätten dann die von dem Propheten in den Überlieferungen wiedergegebenen Äußerungen, wenn dieser mit dem Worte „Wali" hätte „Helfer", „Geliebter" oder noch etwas anderes ausdrücken wollen?
Der Gesandte Allahs (s.) war weit davon entfernt, das bereits Klargestellte erneut deutlich zu machen und Selbstverständlichkeiten noch einmal zu erklären. Seine außerordentliche Weisheit, seine ihm wesenhafte Unfehlbarkeit und sein besiegelndes Prophetentum übersteigen das, was die anderen für möglich halten. Denn die Ü-berlieferungen sind sich darin einig, dass die Vormundschaft durch Ali nach dem Tode des Propheten (s.) erwiesen ist. So erscheint es
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auch aufgrund dessen zwingend, die Bedeutung des Wortes „Wali" so zu definieren, wie wir es getan haben - sie darf nicht auf die Bedeutungen der Worte „Helfer", „Geliebter" und Ähnliches reduziert werden.
Schließlich besteht keinerlei Zweifel daran, dass Ali bekannt geworden ist als jemand, der den Muslimen half, der sie liebte und der ihnen in Freundschaft zugetan war, und dies, seit er im Umfeld des Prophetentums aufgewachsen war und im Schutze der prophetischen Sendung Kraft erlangt hatte, bis er starb. Der Friede sei mit ihm. So sind, wie es bekannt sein dürfte, seine Hilfe, seine Liebe und seine Freundschaft für die Muslime nicht auf die Zeit nach dem Tode des Propheten (s.) beschränkt.
Diese Indizien zugunsten der von uns gegebenen Definition sollten Dir genügen. Hinzu kommt nun noch die Überlieferung, die Imam Ahmad bin Hanbal auf Seite 347 im fünften Band seines „Musnad" veröffentlicht hat und die sich auf verlässlichem Wege über Said Ibn Dschubair und Ibn Abbas von Buraida herleitet. Dieser sagte: „Ich war einst mit Ali auf einem Feldzug nach Jemen unterwegs und nahm eine gewisse Grobheit bei ihm wahr. Als ich dann wieder den Propheten (s.) traf, erwähnte ich Ali ihm gegenüber und würdigte ihn damit herab. Da veränderte sich das Gesicht des Gesandten Allahs und er sprach: , Oh Buraida, habe ich nicht mehr Anspruch auf die Gläubigen als sie auf sich selbst?' - Natürlich Gesandter Allahs', antwortete ich, und er fuhr fort: , Wessen Schutzherr ich bin, dessen Schutzherr sei auch Ali.'"
Diese Überlieferung ist, gemäß den Bedingungen von Muslim, als authentisch anzusehen und erschien bei al-Hakim auf Seite 110 des dritten Bandes seines Werkes „al-Mustadrak". Ebenfalls galt diese Überlieferung, nach den Kriterien von Muslim, in der Zusammenfassung von al-Dhahabi als anerkannt.
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Du weißt, dass die einleitenden Worte des Gesandten Allahs: „Habe ich nicht mehr Anspruch auf die Gläubigen als sie selbst", ein Hinweis für das sind, was wir dargelegt haben. Wer diese Überlieferungen und die dazugehörigen Zusammenhänge also aufmerksam betrachtet, wird unseren Abhandlungen kaum mit Zweifel begegnen können.
Gelobt sei Allah.
Die 39. Konsultation - Frage zum Führungs-Vers
30. Dhu-l-Hidscha 1329 (21.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ich gestehe, dass der von Dir ausgeübte Druck stark ist und dass Du in diesem Vorstoß die Aufrichtigkeit zu wahren weißt. Du zeigst Mut in der Auseinandersetzung und selbst die Fähigsten sind Dir weder überlegen, noch können sie im Kampfe gegen Dich bestehen. Ich bin überzeugt davon, dass die Überlieferungen mit dem von Euch Dargestellten in Übereinstimmung stehen. Wenn es nicht notwendig wäre, den Prophetengefährten Glaubwürdigkeit zuzuerkennen, so hätte ich mir hierin Eure Meinung schon zu eigen gemacht. Jedoch ist es unerlässlich, seine Aufmerksamkeit auf den Wortlaut der Überlieferungen zu richten und somit dem Beispiel der achtbaren Vorfahren zu folgen, möge Allah der Erhabene, Wohlgefallen an ihnen allen haben.
Was nun die vollendeten Qur'an-Verse anbelangt, die Du am Ende der 36. Konsultation als Beweismittel für die von Dir genannte Bedeutung der Überlieferungen angeführt hast, so hast Du sie uns noch nicht aufgezeigt. Trage sie uns doch bitte vor, damit wir sie -
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wenn Allah will - einer sorgsamen Betrachtung unterziehen können.
Der Friede sei mit Dir.
Die 40. Konsultation - Die Führungsverse und ihre Interpretation
2. Muharram 1330 (23.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Ja, ich trage Dir die vollendeten Verse aus der großartigen Unterscheidung1 Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, vor. Dies sind nun Seine Worte aus der Sure „al-Maidah"2:
„Euer Schutzfreund [wali] ist ja Allah und sein Gesandter und diejenigen, die glauben, diejenigen, die das Gebet verrichten und die Zakat3 entrichten, während sie sich verbeugen. Und wer sich mit Allah und Seinem Gesandten und denjenigen befreundet, die glauben, so sind sie die Partei Allahs, und sie sind die Siegreichen. "4
Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Verse in Bezug auf Ali herabgesandt wurden, als er nämlich während der Verbeugung5 [ruku] im Gebet seinen Ring als Almosen gab. Die zuverlässigen Überlieferungen, die zeigen, dass jene Verse in Bezug auf Ali herabgesandt worden sind, als dieser seinen Ring als Almosen gab, während er sich im Gebet verbeugte, verfügen über ununterbroche-
1 Eine Bezeichnung des Heiligen Qur'an
2 Der Tisch
3 Islamische Armenabgabe vergleichbar Almosen
4 Heiligen Qur'an 5:55-56
5 Stellung im rituellen Gebet der Muslime
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ne Überliefererketten von Gewährsmänner und leiten sich von den Imamen der reinen Nachkommenschaft ab. Die Texte, die uns hierzu von anderer Seite überkommen sind, mögen Dir genügen. So etwa die authentische Überlieferung des Ibn Salam an den Gesandten Allahs (s.). Und bitte schlage im „Sahih" des al-Nisa'i oder auch im Kommentar zur Sure „al-Maidah"1 im Buch „al-Dschami Baina al-Sihah al-Sitta"2 nach.
Dasselbe gilt für die Überlieferung von Ibn Abbas sowie für die von Ali, welche ebenfalls beide authentisch sind. Schaue Dir bitte auch die Überlieferung des Ibn Abbas an, die zum Kommentar dieser Qur'an-Verse im Buch von Imam al-Wahidi, „Asbab al-Nudhul"3 angeführt sind. Zudem ist sie in „al-Muttafiq"4 von al-Habib erschienen.
Unterrichte Dich bitte auch über die Überlieferung Alis in den Mus-nad-Werken von Ibn Mardawaih und Abu al-Scheich, den Du, wenn es Dir beliebt - ebenso im „Kanz al-Ummal" finden kannst.
Die Qur'an-Kommentatoren waren sich darin einig, dass diese Verse allein Ali betreffen. Von dieser Übereinstimmung hat mehr als eine Autorität der Sunniten zu berichten gewusst; so beispielsweise der Imam al-Quschgh mit der Untersuchung zum Imamat in dem Buch „Scharh al-Taghrid"5 und auch im achtzehnten Kapitel des Werkes „Ghayah al-Maram"6 finden sich unsere Darlegungen durch vierundzwanzig Überlieferungen von sunnitischer Seite bestätigt.
Hätten wir uns nicht so sehr an das Gebot zu halten, lediglich einen zusammenfassenden Überblick zu geben, und wäre die Angelegen-
1 Die fünfte Sure im Heiligen Qur'an: Der Tisch
2 Die Zusammenfassung der sechs authentischen Werke
3 Die Anlässe für die Herabsendung
4 Das Einverständnis
5 Kommentar der Abstraktion
6 Die Erfüllung der Wünsche
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heit nicht so klar wie die Sonne am helllichten Tag, so hätten wir das, was die verlässlichen Berichte enthalten, ausführlicher behandeln können. Hieran besteht kein Zweifel. Allerdings haben wir unsere Konsultationen dennoch nicht ohne jene Überlieferungen lassen wollen, die zu diesem Thema von sunnitischer Seite überliefert worden sind.
Wir beschränkten uns hier auf die entsprechenden Stellen im Kommentar des Imam Abu Ishaq Ahmad ibn Muhammad ibn Ibrahim al-Nisaburi al-Talabi, der sich hinsichtlich dieser Qur'an-Verse in seinem „Tafsir al-Kabir"1 auf Abu Darr al- Dscha'fari stützt:
Jener sagte: „Möge Taubheit über mich kommen, wenn ich den Gesandten Allahs (s.) nicht mit beiden Ohren gehört habe und möge ich mit Blindheit geschlagen sein, wenn ich ihn nicht mit beiden Augen gesehen habe, wie er sagte: ,AH ist der Fürst der Rechtschaffenen und der Vernichter des Unglaubens. Wer ihm Beistand leistet, der wird siegreich sein, wer ihn aber verlässt, dem ist Enttäuschung sicher.'
Als ich eines Tages mit dem Gesandten Allahs (s.) zusammen betete, bat jemand in der Moschee um eine Gabe, er erhielt jedoch von niemandem etwas. Da zeigte Ali, während er sich gerade im Gebet verneigte, ihm seinen kleinen Finger, den ein Ring schmückte. Hierauf kam der Bettler heran und streifte ihm den Ring ab. Der Prophet (s.) aber rief flehend zu Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen:
Er sagte: ,Mein Herr, mache mir meine Brust weit, und machte mir meine Angelegenheit leicht, und löse den Knoten von meiner Zunge, dass sie mein Wort verstehen, und gib mir einen Mittragenden von meinen Angehörigen, Aaron, meinen Bruder. Festige mir durch ihn meinen Rücken, und gib ihm einen Anteil an meiner Angelegenheit.
1 Der große Kommentar
234
So dass wir Dich viel preisen und Deiner viel gedenken, Du hast uns ja im Blick. '1 Da offenbartest Du ihm: ,Deine Bitte wurde schon stattgegeben, Moses!'2 Oh Allah, dein Diener bin ich und dein Gesandter Muhammad. Weite mir die Brust, mache mir meine Angelegenheit leicht und verschaffe mir einen Helfer von meinen Angehörigen, nämlich Ali. Stärke mir durch ihn den Rücken!"
Und Abu Darr sagte weiter: „Ich schwöre bei Allah, kaum hatte der Gesandte Allahs (s.) mit seinen Worten geendet, kam Gabriel3, der Aufrichtige [al-Amin] mit diesen Versen zu ihm herab:
,Euer Schutzfreund [wali] ist ja Allah und sein Gesandter und diejenigen, die glauben, diejenigen, die das Gebet verrichten und die Zakat4 entrichten, während sie sich verbeugen. Und wer sich mit Allah und Seinem Gesandten und denjenigen befreundet, die glauben, so sind sie die Partei Allahs, und sie sind die Siegreichen. '5"
Du weißt, und mit Deiner Hilfe lässt Allah die Wahrheit [haqq] siegen, dass der „Wali" hier derjenige ist, der mehr Anspruch an Verfügungsrecht hat, genauso, wie wenn wir sagen: Jemand ist der Vormund eines Minderjährigen."
Die Sprachforscher haben erklärt, dass jeder, der die Befehlsgewalt für jemanden übernimmt, der „Wali" von diesem ist. Dies bedeutet, dass derjenige, der eure Angelegenheiten regelt und dazu befugter ist, als Ihr selbst, nur Allah, der Allmächtige und Erhabene, sein Gesandter oder Ali sein kann. Denn Ali war es, der alle diese Eigenschaften in sich vereinigen konnte: Den Glauben, die gewissenhafte Verrichtung des Gebets und die Abgabe der Almosen und zwar während er sich in der Verbeugung befand. Aus diesem Grun-
1 Heiliger Qur'an 20:25-35
2 Heiliger Qur'an 20:36
3 Erzengel Gabriel
4 Islamische Armenabgabe vergleichbar Almosen
5 Heiligen Qur'an 5:55-56
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de sind jene Qur'an-Verse herabgesandt worden. Allah hat in ihnen die Vormundschaft gleichermaßen für Sich selbst, für Seinen Gesandten und für Seinen „Wali" bestätigt.
Die Vormundschaft Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, ist allumfassend und demgemäß gilt die Vormundschaft des Propheten und die seines „Wali" entsprechend. Das Wort „Wali" darf hier nicht im Sinne von „Helfer", „Geliebter" oder ähnlich verstanden werden, da für die Bedeutungseinschränkung, wie es bekannt sein dürfte, kein Anlass besteht. Ich denke, dass dies zusätzliche Erläuterungen sind.
Lob sei Allah, dem Herrn der Menschen in aller Welt.
Die 41. Konsultation - Gläubige in Einzahl oder Mehrzahl
3. Muharram 1330 (24.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Von Seiten eures Gegenspielers könnte angemerkt werden, dass die Wendung: „... und diejenigen, die glauben, diejenigen, die das Gebet verrichten und die Zakat1 entrichten, während sie sich verbeugen "2 im Plural erwähnt wurde. Wie kann sie nun allein auf Imam Ali bezogen werden, da dieser doch Singular ist? Wie wäre deine Antwort, wenn Dir so etwas gesagt würde?
Der Friede sei mit Dir.
1 Islamische Armenabgabe vergleichbar Almosen
2 Heiligen Qur'an 5:55
236
Die 42. Konsultation - Die Verwendung des Plural für Singular
4. Muharram 1330 (25.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Meine Antwort lautet: Die Araber sprechen statt des Singulars bisweilen die Ausdrucks weise im Plural aus, mit der Absicht, diese Bemerkung hervorzuheben. Ein Beweis hierfür sind die Worte Allahs, des Erhabenen, in der Sure „Aali Imran"1 (die Familie Im-rans):
„Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: ,Die Menschen haben sich ja schon wegen euch versammelt, also fürchtet sie!' - so vermehrte es ihnen den Glauben, und sie sagten: Uns genügt Allah, und wie gnadenreich ist der Sachwalter! "2
Nach übereinstimmender Meinung der Kommentatoren, Überlieferer und Geschichtsschreiber ist es allein Nairn bin Mas'ud al-Aschgal gewesen, der diese Worte geäußert hat. Allah, gepriesen sei Er, gebrauchte nun für ihn, obwohl er als Individuum den Singular erforderlich machte, den Ausdruck „die Menschen" [al-nas]. Die Verwendung des Plurals gilt als Ausdruck des besonderen Respekts gegenüber der Größe jener, die nicht auf die Worte des Nairn bin Mas'ud gehört oder seinem Gerede Beachtung geschenkt haben. Denn es war schließlich Abu Sufyan gewesen, der diesem Manne als Belohnung zehn Kamele gegeben hatte, auf dass er die Muslime zurückhält und unter ihnen Furcht vor den Ungläubigen verbreitet, was ihm zunächst auch gelang.
1 Die dritte Sure des Heiligen Qur'an
2 Heiliger Qur'an 3:173
237
Jenes wird in der Sure Aali Imran1 bezeugt, in welcher der Höchste spricht:
„Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: Die Menschen haben sich ja schon versammelt, also fürchtet sie!" 2
Durch dieses Gerede wurden die meisten Muslime von einem starken Widerwillen gegen den Auszug zum Kampfe ergriffen. Der Prophet (s.) aber zog dennoch mit siebzig Reitern hinaus. Sie sind unversehrt zurückgekehrt und zum Lob der Siebzig, die ungeachtet des Panik verbreitenden Geredes eines Unruhestifters in den Kampf gezogen sind, wurde dann dieser Qur'an-Vers herabgesandt. Als aufwertendes Stilmittel hat hier nun anstelle des Singulars das Wort „die Leute" Verwendung gefunden, denn der Lobpreis für die siebzig Reiter, die mit dem Propheten gezogen sind, fällt so noch höher aus, als wenn gesagt worden wäre, dass lediglich ein Mann zu ihnen gesagt habe: „Die Leute haben eine Streitmacht gegen euch aufgeboten. "3 Dies sollte bekannt sein.
Zu diesen Versen gibt es Vergleichbares im Qur'an, in der Sunna und in der arabischen Sprache. Allah, der Erhabene, sagte:
„ Oh ihr, die ihr glaubt, erinnert euch an die Gnade Allahs gegen euch, als Leute im Sinn hatten, dass sie ihre Hände nach euch ausstrecken (wollten), da hat Er ihre Hände von euch abgehalten, und fürchtet Allah, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen." 4
Jedoch war dies nur Amru bin Dschahas von den Banu Nadir gewesen. Dieser zückte seinen Säbel, schwang ihn durch die Luft und war im Begriff, mit ihm dem Gesandten Allahs einen Hieb zu ver-
1 3. Sure im Heiligen Qur'an
2 Heiliger Qur'an 3:173
3 Heiliger Qur'an 3:173
4 Heiliger Qur'an 5:11
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setzen. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat ihn jedoch hiervon abgehalten. Erwähnt wurde dieser Fall von den Überlieferern, Geschichtsschreibern und Qur'an-Kommentatoren. Es wurde zudem im Zusammenhang mit dem Feldzug von Dat ar-Ruqa auch bei Ibn Hischam im dritten Kapitel seiner Prophetenbiographie vermerkt. Allah, gepriesen sei Er, verwandte für jenen Mann, der als Individuum eigentlich im Singular stehen müsste, die Bezeichnung „Leute, Volk" [qaum]. Der Gebrauch des Plurals gilt hier als Ausdruck einer besonderen Hochachtung vor der Gnade Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, für die Gläubigen, durch die ihr Prophet vor dem Unglück hat bewahrt werden können.
Auch in dem Vers über das gegenseitige Verwünschen1 [mubahala] wurden Pluralformen, nämlich „Söhne", „Frauen" und „uns" bzw. „euch selber" sowohl auf Hassan und Hussain, als auch Fatima und Ali angewendet. Dies ist eine allgemein bekannte Tatsache. Der Gebrauch des Plurals drückt hier den Respekt gegenüber dem Rang dieser Personen (a.) aus.
Beispiele wie diese gibt es unzählige, und sie können an dieser Stelle unmöglich alle eingehender behandelt werden. All dies sollte aber bewiesen haben, dass es durchaus erlaubt ist, anstelle des Singulars die Pluralform zu benutzen, und zwar dann, wenn sie als erklärendes Stilmittel vonnöten ist.
In dem Buch „Madschma al-Bayyan" hat Imam al-Tabrisi als Kommentar zu dem Qur'an-Vers Folgendes erwähnt: „Das Stilmittel, für den Befehlshaber der Gläubigen2 die Pluralform anzuwenden, wird eingesetzt, um Respekt und Hochachtung vor Ihm auszu-
1 Gemeint ist hier Heiliger Qur'an 3:61, worin es heißt: „.. Kommt her! Wir wollen unsere und eure Söhne, unsere und eure Frauen und uns und euch Männer selber zusammenrufen und hierauf jede Partei für sich einen gemeinsamen Eid leisten ([nabtahil] eigentlich: inbrünstig beten) und den Fluch Allahs auf diejenigen kommen lassen, die lügen. Das Ereignis wird „Mubahala" genannt.
2 Gemeint ist Imam Ali (a.)
239
drücken. Denn auch die Sprachforscher bestätigen z.B. ihre Wertschätzung, indem sie für ein Individuum die Pluralform gebrauchen. Ihre Äußerungen hierzu sind hinlänglich bekannt, so dass dafür keine weitere Beweisführung vonnöten ist."
Ein weiteres Stilmittel hat al-Zamahschari in seinem „al-Kaschaf" (der Aufklärer) erwähnt. Er sagt dort: „Wenn Du fragst, wie es denn möglich gewesen ist, dass die Form - obwohl sie im Plural steht -auf Ali (r.)1 angewendet wurde, so kann ich nur sagen, dass man die Pluralform, selbst wenn sie auf einen einzigen Mann bezogen war, deshalb benutzte, weil die Menschen den Wunsch hatten, ihn mit seinen Taten zum Vorbild zu nehmen, um dafür das geschenkt zu erhalten, was auch ihm geschenkt worden war und auch, weil sie auf die Vorzüge der Gläubigen hinweisen wollten, um zu betonen, dass es das Ziel sei, nach Rechtschaffenheit und Wohltätigkeit zu streben und die Armen zu besuchen. Selbst wenn man gerade mit etwas Bestimmten beschäftigt ist, sollte man dies nicht auf später verschieben. Als die Gläubigen nämlich das Gebet verrichteten, hatten sie es2 doch auch nicht hinten angestellt."
Ich habe hierzu eine noch sinnvollere und präzisere Bemerkung zu machen: Statt den Ausdruck in den Singular zu bringen, hat Allah, der Erhabene, ihn aus Mitgefühl für viele Menschen, im Plural gegeben, denn die Gegner Alis und die Feinde der Banu Haschim, alle Heuchler, Neider und Rivalen hätten es nicht ertragen können, dies im Singular (alleine bezogen auf Ali) zu hören. So hätte die Gier nach Verfälschung und der Wunsch nach Irreführung für jene damals nicht befriedigt werden können. Erst nach und nach legten die Texte dann Zeugnis von verschiedenen Ausdrucksweisen und zahlreichen Stellen ab. Die Thematik der Vormundschaft [wilaya] wurde ihnen nach und nach kundgetan, bis Allah die Religion vervoll-
1 Kurzform für „radiallahu anhu" (möge Allah Wohlgefallen an ihm finden), eine bei sunnitischen Autoren verwendete Grußformel für Prophetengefährten, die auch auf Imam Ali (a.) angewandt wird.
2 Gemeint ist die Wohltätigkeit
240
ständigt und die Gnade vollendet hatte. Wie die Weisen, pflegte der Gesandte Allahs (s.), um ihnen Heil spenden, den Menschen Botschaften mitzuteilen, durch die sie sich erst einmal bestätigt fühlten. Hätte der Qur'an-Vers im Singular gestanden, so hätten sie sich die Ohren zugehalten und ihr Haupt verhüllt, um nur nichts zu sehen und zu hören. Auch hätten sie darauf bestanden und wären von Hochmut erfüllt gewesen. Hinsichtlich all der Verse, die sich im Qur'an bezüglich der Überlegenheit des Befehlshabers der Gläubigen1 und den reinen Angehörigen seines reinen Hauses [ahl-ul-baitihi al-tahirin] finden, ist diese Weisheit stets dieselbe. Dies ist offenkundig. Dies alles haben wir in unseren beiden Werken „Sabil ul-mu'minin"2 und „Tandhil ul-Ayat"3 erläutert und mit offenkundigen Beweisen und deutlichen Indizien versehen.
Für die Führung und den Erfolg sei Allah gedankt. Der Friede sei mit Dir
Die 43. Konsultation - Frage zum Wort „wali"
4. Muharram 1330 (25.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Allah schütze Deinen Vater. Du bemühst Dich, dem Zweifel zuvorzukommen und die Ungewissheit zu beseitigen, auf dass sich die reine Wahrheit kundtut.
1 Imam Ali (a.)
2 Der Weg der Gläubigen
3 Die Herabsendung der Qur'an-Verse
241
Es bleibt noch zu sagen, dass dieser Qur'an-Vers sich auf das Verbot bezieht, Freundschaft mit den Nichtmuslimen zu schließen. Denn auch die Verse, die davor und danach offenbart worden sind, beweisen dies. Zudem sind sie ein Indiz für die Absicht, mit dem Begriff „Wali" in diesem Vers die Bedeutung von „Helfer", „Geliebter", „Freund" oder ähnlichem ausgedrückt haben zu wollen. Was erwiderst Du nun hierauf? Hättest Du wohl die Güte, mir zu antworten?
Der Friede sei mit Dir.
Die 44. Konsultation - Die Bedeutung von „wali"
5. Muharram 1330 (26.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Die Antwort lautet folgendermaßen: Die bloße Betrachtung lehrt, dass der Qur'an-Vers von jenen anderen, die vor ihm offenbart worden sind, und in denen die Freundschaft mit Glaubensgegnern untersagt wurde, klar zu trennen ist. So hebt er sich schon im Stil deutlich von ihnen ab, wenn dort nämlich dem Befehlshaber der Gläubigen1 Lob gezollt wird und man ihn zur Führung und zum Imamat beruft. Den Abtrünnigen wird mit seinem Mut und seiner Stärke gedroht. Und dies sind nun die Worte des Erhabenen, die dem Vers unmittelbar vorausgegangen sind:
„Oh ihr, die ihr glaubt, wer von euch von seiner Religion abfällt, so wird Allah mit Leuten kommen, die Er liebt und die ihn lieben, bescheiden gegenüber den Gläubigen, mächtig auftretend gegenüber den Glaubensverweigerern, sie setzen sich ganz ein auf dem Weg
1 Imam Ali (a.)
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Allahs, und sie fürchten nicht den Tadel der Tadelnden, dies ist die Gunst Allahs - Er gibt sie, wem Er will, und Allah ist Allerreichend, Wissend"1
Dieser Vers betrifft den Befehlshaber der Gläubigen. Er warnt vor seinem Mut und der Tapferkeit seiner Gefährten. Gemäß der Erklä-rung von Muhammad al-Baqir (a.) und Dscha'far al-Sadiq (a.) wurde er von ihm am Tag von al-Dschamal4 zitiert. Dies hat auch al-Talabi in seinem Qur'an-Kommentar erwähnt, und bei dem Autor des Werkes „Madschma al-Bayyan"5 ist er entsprechend der Aussagen von Ammar, Hudhaifa und Ibn Abbas ebenso vermerkt.
Bei den Schiiten besteht in dieser Hinsicht vollkommene Übereinstimmung, wurden doch hierzu von den Imamen der reinen Nachkommenschaft authentische und ununterbrochene Überlieferungen überliefert, nach denen der Qur'an-Vers über die Vormundschaft [wilaya] erst nach dem Hinweis auf Alis Vormundschaft6 [wilaya] und seine Bestimmung für das Imamat offenbart worden ist. Die Worte des Verses sollten lediglich dazu dienen, diesen Hinweis erneut zu verdeutlichen, indem sie nochmals darlegen, was in den Andeutungen zu Alis Stellung vorher bereits gesagt worden war.
Wie kann nun angesichts dessen noch länger behauptet werden, dieser Qur'an-Vers beziehe sich auf das Verbot, Freundschaft mit den Ungläubigen zu schließen?! Außerdem stellte der Gesandte Allahs (s.) die Imame seiner Nachkommenschaft auf die gleiche
1 Heiliger Qur'an 5:54
2 Der 5. Imam der Schia
3 Der 6. Imam der Schia
4 Gemeint ist die so genannte Kamelschlacht unter Beteiligung Aischas gegen Imam Ali (a.)
5 Die Sammlung der Gespräche
6 Gemeint ist der Vers 5:55 im Heiligen Qur'an
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Stufe wie den Qur'an. Weiter erwähnte er, dass beide1 nicht voneinander getrennt werden dürfen, denn sie sind der Schrift gleichwertig, und mit ihrer Hilfe erkennt man das Richtige. Da die Imame nie aufgehört haben, sich auf diesen Qur'an-Vers zu berufen, hat man die Deutung des Begriffes „Wali" von ihnen übernommen und keinen besonderen Wert auf den jeweiligen Kontext gelegt, denn es ist klar erwiesen, dass eine andere Deutung im Widerspruch zu ihrer Definition stünde. Schließlich stimmten alle Muslime darin überein, dem Hinweischarakter dieses Verses mehr Bedeutung beizumessen als dem Kontext. Sobald nämlich die Unvereinbarkeit zwischen Kontext und Hinweischarakter offenkundig wurde, ließen sie die Bedeutung des Kontextes unberücksichtigt und unterstellten sich dem Gebot des Hinweises. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass man in jenen Zeiten nicht sicher war, ob die Herabsendung des Verses nun auch tatsächlich in einem solchen Zusammenhang erfolgte (wie es der jetzt verfügbare Kontext nahe legt).
Denn die Gemeinschaft war sich darin einig, dass der Zusammen-schluss der einzelnen Teile des Qur'ans nicht der zeitlichen Reihenfolge entspricht, in der einst die Offenbarungen vonstatten gegangen sind.
Es gibt zahlreiche Vers im Qur'an, die dem Zusammenhang zu widersprechen scheinen, so beispielsweise der Vers über die Reinheit4 , der sich scheinbar auf die Frauen bezieht, in Wahrheit jedoch die fünf Leute des Gewandes5 meint.
1 Gemeint sind der Qur'an und die Imame seiner Nachkommenschaft bzw. die Ahl-al-Bait
2 Ahl-ul-Bait
3 Heiliger Qur'an
4 Heiliger Qur'an 33:33
Leute des Gewandes [ahl al-kisa] sind neben dem Propheten (s.) Ali, Fatima, Hassan und Hussain, die der Prophet in sein Gewand eingewickelt hat und sie als Ahl-ul-Bait (Leute des Hauses) vorgestellt hat.
244
Im Ganzen gesehen, wird die Unnachahmlichkeit des Qur'ans nicht beeinträchtigt, wenn man einen Vers auf das bezieht, was von seinem Kontext abzuweichen scheint. Ebenso wenig wirkt es sich nachteilig auf die Wortkunst aus oder wird gar als Sünde angesehen, wenn die Beweise dafür sprechen.
Der Friede sei mit Dir.
Die 45. Konsultation - Einstehen für die Kalifen
6. Muharram 1330 (27.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Hätte das Kalifat der rechtgeleiteten Kalifen nicht vollste Gültigkeit, so wäre es für uns unerlässlich, uns schließlich doch noch Eurer Meinung anzuschließen und diesen Vers oder seinesgleichen so zu verstehen, dass er Eurer Entscheidung ganz entspricht. Die Rechtmäßigkeit ihres Kalifats steht jedoch außer Zweifel, möge Allah, der Erhabene Wohlgefallen an ihnen finden. Aus diesem Grunde muss es erlaubt sein, sich an die Qur'an-Auslegung [ta'wil] halten zu dürfen, ausgehend davon, dass man für die Kalifen einsteht und die Haltung jener teilt, die sie als Oberhäupter anerkennen.
Der Friede sei mit Dir.
Die 46. Konsultation - Über das Kalifat
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6. Muharram 1330 (27.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Das Kalifat der drei „rechtgeleiteten" Kalifen soll nun Gegenstand unserer Untersuchung und Anlass unseres Disputes sein, denn die Beweise stehen mit dem Kalifat im Widerspruch. Dies ist schließlich der Ausgangspunkt. Dann aber ist es unannehmbar, wenn mit ihm den hinweisenden Indizien widersprochen wird.
Die Tatsache, dass man für die Kalifen einsteht und die Haltung jener teilt, die sie als Oberhäupter anerkennen, macht allerdings noch lange keine Auslegung dieser Indizien [ta'wil] erforderlich. Zu ihrer Entschuldigung gibt es für Euch anstelle solcher Auslegung aber eine andere Ausweichmöglichkeit. Sollte aufgrund der Umstände die Notwendigkeit bestehen, werde ich dies später näher erläutern.
Welch ein Irrtum wäre es, die Auslegung [ta'wil] sowohl auf jene Textbelege anzuwenden, die wir dir bereits vorgetragen haben, als auch auf jene, die bei uns noch nicht Erwähnung finden konnten, wie z.B. die Worte vom Brunnen von Chumm oder die qur'anischen Belege zur Regelung der Vermächtnisse - zumal sie schon durch die sich gegenseitig bekräftigenden Handlungen und Aussagen des Propheten (s.) aus seinen Verfahrensweisen [al-sunan] bestätigt worden sind, und diese werten die eindeutigen Textbelege wohl doch keineswegs ab.
Wer sich ihnen mit Sinn für die Gerechtigkeit gewidmet hat, der wird gewiss schon deshalb in ihnen entscheidende und wahrheitsgemäße Indizien und offenkundige Beweise gesehen haben.
Der Friede sei mit Dir
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Die 47. Konsultation - Erbitten von Überlieferungen
7. Muharram 1330 (28.12.1911)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Oh (wie bedauerlich), dass Du uns mit diesen überlieferten Handlungen und Aussagen des Propheten, welche die Textbelege eindeutig bestätigen, nicht schon längst bekannt gemacht hast! Möchtest Du nicht bitte damit fortfahren, mehr davon mitzuteilen?
Der Friede sei mit Dir.
Die 48. Konsultation - Vierzig Überlieferungen zum
Thema
8. Muharram 1330 (29.12.1911)
Verehrter [maulana] Scheich al-Islam, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Mögest Du Dich mit den folgenden vierzig Überlieferungen begnügen; sie enthalten die überlieferten Handlungen und Aussagen des Propheten (s.), welche die (bisherigen) Textbelege eindeutig bestätigen.
1. Als der Gesandte Allahs (s.) einst Alis Oberarm hochhielt, sagte er: „Dies ist der Imam der Frommen und der Vernichter von jenen, die ein sündiges Leben führen. Wer ihm beisteht, bekommt von Allah den Sieg verliehen, wer ihn jedoch verlässt, erleidet Misserfolg." Hierbei erhob er seine Stimme.
247
Diese Überlieferung wurde nach einem Bericht von Dschabir auf Seite 129 des dritten Kapitels im „Sahih al-Mustadrak" von Al-Hakim veröffentlicht. Dieser hat gesagt: „Obwohl die Überliefererkette [isnad] einwandfrei ist, haben die beiden1 sie nicht veröffentlicht"
2. Er (s.) sprach: „Drei Dinge offenbarte mir Allah in Bezug auf Ali; nämlich, dass er der Herr [sayyid] der Muslime, der Imam der Gottesehrfürchtigen und der Anführer der Einzigartigen ist."
Diese Überlieferung wurde von al-Hakim am Anfang von Seite 138 im dritten Kapitel seines „al-Mustadrak" veröffentlicht. Er erklärte hierzu: „Obwohl die Überlieferungskette [isnad] einwandfrei ist, haben die beiden sie nicht veröffentlicht."
3. Er (s.) sprach: „Allah offenbarte mir, dass Ali der Herr der Muslime ist, der Gebieter [wali] der Gottesehrfürchtigen und der Anführer der Einzigartigen."
Ibn al-Nadschar und andere mit der Sunna betraute Autoritäten haben dies veröffentlicht.
4. Er (s.) sprach Folgendes zu Ali: „Sei willkommen Herr der Muslime und Imam der Gottsehrfürchtigen."
Dies wurde von Abu Nairn in seinem Buch „Hilya al-Auliya"2 veröffentlicht.
5. Er (s.) sprach: „Der erste, der durch dieses Tor hineinkommt, ist der Imam der Gottesehrfürchtigen, Herr der Muslime, Oberhaupt der Religion, Siegel der Bevollmächtigten und Anführer der Einzig-
1 Gemeint sind die beiden Überlieferungssammler Buchari und Muslim
248
2 Der Zierrat der Freunde
artigen." Als dann Ali hereinkam, stand der Prophet lächelnd auf und umarmte ihn. Er wischte ihm den Schweiß von der Stirn und sprach zu ihm: „Du wirst an meiner Stelle die Mission erfüllen, Du wirst sie meine Stimme hören lassen und Du wirst ihnen das erklären, worüber sie nach meinem Tod in Streit geraten werden."
6. Er (s.) sprach: „Allah hat mir anvertraut, dass Ali das Banner der rechten Führung ist, der Imam meiner Freunde [auliya], und das Licht jener, die sich meinem Willen fügen. Er ist das Wort, das ich den Gottesehrfürchtigen als Pflicht auferlegte "
Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.1
Du siehst, dass diese sechs Überlieferungen als eindeutige Textbelege angesehen werden können und zwar sowohl für sein Imamat als auch für die Notwendigkeit ihm (a.) zu gehorchen.
7. Der Prophet (s.) deutete mit seiner Hand auf Ali und sprach: „Dieser ist der erste, der mir glaubte und der erste, der mir am Tag der Auferstehung seine Hände reichen wird. Er ist der große Freund und derjenige, der in dieser Gemeinschaft die Wahrheit von der Lüge unterscheidet. Er trennt zwischen wahr und falsch und er ist das Oberhaupt der Gläubigen."
Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.2
8. Er (s.) sagte: „Oh ihr Ansarl Ich werde euch einen Mann vorstellen! Wenn ihr euch an ihn haltet, werdet ihr niemals in die Irre gehen. Es ist Ali. Liebt ihn, wie ihr mich liebt und erweist ihm dieselbe Ehre, die ihr mir erweist. Denn Gabriel hat mir im Namen
1 Dies wurde von Abu Nairn in seinem Buch „Hilya al-Auliya" (der Zierrat der Freunde) veröffentlicht.
2 Bei al-Tabarani in seinem „Kabir".
3 Die medinensischen Anhänger des Propheten (s.), die ihn nach seiner Auswanderung aufnahmen.
249
Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, befohlen, was ich euch verkündet habe."
9. Er (s.) sagte: „Ich bin die Stadt des Wissens und Ali ist das Tor dazu. Wer nach dem Wissen strebt, hat durch das Tor zu gehen."
10. Er (s.) sagte: „Ich bin das Haus der Weisheit und Ali ist sein Tor."
11. Er (s.) sagte: „Ali ist die Pforte zu meinem Wissen und er wird nach meinem Tode meiner Gemeinschaft all das verdeutlichen, was mir übertragen worden ist. Wer ihn liebt, ist voll des Glaubens, wer ihn jedoch has st, der ist ein Heuchler."
Siehe hierzu die entsprechende Überlieferung.1
12. Er (s.) sprach Folgendes zu Ali: „Du wirst meiner Ummah2 das erklären, worüber sie nach meinem Tod in Streit geraten wird."
Diese Überlieferung veröffentlichte Al-Hakim nach einem Bericht von Anas auf Seite 122 im dritten Kapitel seines „al-Mustadrak". Er sagte zu ihr: „ Obwohl diese Überlieferung gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs3 einwandfrei ist, haben sie diese nicht veröffentlicht. "
Ich behaupte: Wer mit Klugheit über diese Überlieferung und ihresgleichen nachsinnt, der weiß, dass Ali gegenüber dem Gesandten Allahs den Rang einnimmt, den der Gesandte gegenüber Allah, dem Erhabenen selbst einnimmt. Denn Allah, gepriesen sei Er, sagt zu Seinem Propheten:
1 Bei al-Dailami in seinem Kanz al-Ummal".
2 Gemeinschaft der Muslime
3 Gemeint sind „Sahih" von Buchari und von Muslim
250
„ Und Wir haben die Schrift nur auf dich herabgesandt, damit du ihnen klarmachst, worin sie uneinig sind, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben." 1
Und der Gesandte Allahs sprach zu Ali: „Du wirst meiner Gemeinschaft das erklären, worüber sie nach meinem Tode in Streit geraten wird."
13. Er (s.) sagte: „Ali hat mir gegenüber den Rang inne, den ich gegenüber Meinem Herrn einnehme."
Diese Überlieferung wurde von Ibn al-Samak nach Abu Bakr als verlässliche Überlieferung veröffentlicht.
14. Er (s.) sagte: „Ali bin Abi Talib ist die Pforte der Sündenvergebung. Wer durch sie eintritt, ist ein Gläubiger, wer sich jedoch von ihr entfernt, ist ein Glaubensgegner". Diese Überlieferung wurde von al-Daraqutni nach Ibn Abbas als verlässliche Überlieferung in seinem Buch „al-Afrad"2 veröffentlicht.
15. Während der Abschiedspilgerfahrt sagte er bei Arafat3: „Ali gehört zu mir ich gehöre zu Ali. Niemand außer mir und Ali wird meine Mission erfüllen können."
„Das ist die Rede eines edlen Gesandten, der Kraft besitzt und beim Herrn des Thrones hochgestellt ist, dem man gehorcht und der treu ist. Euer Gefährte ist kein Besessener."4
„ ... und er redet nicht aus eigener Neigung. Er ist nichts anderes als eine Offenbarung, die offenbart wurde." 1
1 Heiliger Qur'an 16:64
2 Der Einmalige
3 Name eines Berges sowie der daneben liegenden Ebene, vier Stunden östlich von Mekka, wo die Mekkapilger während einiger Pilgerriten verweilen
4 Heiliger Qur'an 81:19-22
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Welcher Ansicht seid Ihr nun? Was habt Ihr jetzt zu diesen einwandfreien Überlieferungen des Propheten zu diesen eindeutigen Belegen zu vermerken? Wenn Du diese Gelübde eine Weile lang betrachtet hast und tief genug in jene Weisheit eingedrungen bist, durch welche diese Worte während der größten Pilgerfahrt vor aller Welt verkündet worden sind, so wird sich Dir die wirkliche Bedeutung auf noch offenkundigere Weise zeigen. Und wenn Du Dein Augenmerk zum einem auf die knappe Ausdrucksweise richtest und zum anderen der ausdrucksstarken und beweiskräftigeren Bedeutung gewahr werden kannst, so wirst Du voll Bewunderung für diese Überlieferungen sein. Sie sind umfassend, allgemeingültig und leuchten den Sachverhalt bis zuletzt aus. Daher war die Befähigung, jede nur denkbare Aufgabe zu bewältigen, keinem anderen außer Ali vorbehalten und es ist somit kaum verwunderlich, dass niemand außer dem Bevollmächtigten des Propheten dessen Mission erfüllen und niemand außer seinem Nachfolger und Gebieter [wali] an dessen Stelle treten konnte.
Allah sei gelobt, der uns den rechten Weg gezeigt hat. Ohne seine Hilfe hätten wir ihn nicht gefunden.
16. Der Prophet (s.) sagte: „ Wer mir gehorcht, der hat damit bereits Allah gehorcht und wer sich mir widersetzt, der hat sich damit bereits Allah widersetzt. Wer Ali gehorcht, der hat damit bereits mir gehorcht und wer sich Ali widersetzt, der hat sich damit bereits mir widersetzt."
Diese Überlieferung wurde von al-Hakim auf Seite 121 im dritten Kapitel seines „Al Mustadrak" veröffentlicht. Ebenso von al-Dhahabi auf jener Seite seiner Zusammenfassung. Beide haben die
1 Heiliger Qur'an 53:3-4
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Authentizität der Überlieferung gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs1 bestätigt.
17. Er (s.) sagte: „O Ali, wer mich verlässt, der hat damit bereits Allah verlassen und wer Dich verlässt, hat damit bereits mich verlassen. "
Dies wurde von al-Hakim auf Seite 124 im dritten Kapitel seines „Sahih-ul-Mustadrak" veröffentlicht, wo er sagte: „Obwohl die Überlieferkette einwandfrei ist, haben es beide nicht veröffentlicht. "
18. Nach einer Überlieferung von Umm Salamah sagte er (s.): „ Wer Ali verflucht, hat damit bereits mich verflucht."
Diese Überlieferung erschien bei al-Hakim zu Beginn von Seite 121 im dritten Kapitel seines „Sahih-ul-Mustadrak". Ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs hat er bestätigt. Außerdem wurde sie im der Zusammenfassung von al-Dhahabi veröffentlicht, der dort ebenfalls ihre Richtigkeit bestätigt hat.
Weiterhin ist sie - und zwar ebenso als Überlieferung nach Umm Salamah - bei Ahmad bin Hanbal auf Seite 323 im sechsten Kapitel seines „Musnad" bei al-Nisa'i auf Seite 17 des Kapitels „al-Chasals al-Alawiyya" und bei noch anderen Bewahrern der Tradition zu finden.
Etwas Ähnliches hat der Gesandte Allahs (s.) nach einer Überlieferung von Amru bin Schas gesagt: „ Wer Ali Unrecht tut, hat damit bereits mir Unrecht getan."
1 Gemeint sind Sahih Buchari und Sahih Muslim
2 Gemeint sind Buchari und Muslim
3 Die Besonderheiten der Alianhänger
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19. Er (s.) sagte: „Wer Ali liebt, liebt damit bereits mich und wer Ali hasst, der hasst damit bereits mich."
Diese Überlieferung veröffentlichte al-Hakim auf Seite 130 im dritten Kapitel seines „Sahih-ul-Mustadrak", wo er auch ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs1 bestätigte. Auch al-Dhahabi hat sie in seiner Zusammenfassung bekanntgegeben und ihre Richtigkeit ebenfalls bestätigt.
Etwas ähnliches hat Ali gesagt: „.... der den Menschen erschaffen hat! Das ist das Versprechen des ummi2 Propheten (s.). ,Nur der Gläubige liebt mich und nur der Heuchler ist von Hass gegen mich erfüllt.'"
20. Er (s.) sagte: „Oh Ali, Du bist der Herr [sayyid] im Diesseits und im Jenseits. Dein Geliebter ist auch mein Geliebter und mein Geliebter ist auch der Geliebte Allahs. Dein Feind ist auch mein Feind und mein Feind ist auch der Feind Allahs. Wehe dem, der nach meinem Tode von Hass gegen Dich erfüllt ist!"
Diese Überlieferung veröffentlichte al-Hakim zu Beginn der Seite 128 im dritten Kapitel seines „Sahih-ul-Mustadrak", wo er auch ihre Richtigkeit gemäß den Anforderungen der beiden Sahihs bestätigte.
21. Er (s.) sagte: „O Ali! Dem, der Dich liebt, und dir Glauben schenkt, wird Seligkeit zuteil, aber wehe dem, der von Hass gegen Dich erfüllt ist und Dich für einen Lügner hält."
Dies wurde von al-Hakim auf Seite 135 im dritten Kapitel seines „Sahih-ul-Mustadrak" veröffentlicht, wo er sagte: „Obwohl diese
1 Gemeint sind Sahih Buchari und Sahih Muslim
2 Gemeint ist die Tatsache, dass der Prophet alle Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben nicht von Menschen erlernt hat.
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Überlieferung eine einwandfreie Überliefererkette besitzt, haben die beiden sie nicht veröffentlicht."
22. Er (s.) sagte: „Wer sein Leben so wie mein Leben führen und auch so wie ich sterben will, wer einst in dem mir von meinem Herrn versprochenen Paradiese wohnen will, der sollte Ali bin Abi Talib als Gebieter [wali] anerkennen, denn dieser wird euch nicht vom rechten Wege abkommen lassen und in die Irre führen."
23. Er (s.) sagte: „Jedem, der mir glaubt und Vertrauen schenkt, lege ich ans Herz, Ali bin Abi Talib als Gebieter [wali] anzuerkennen. Wer dies tut, hat damit bereits mich als Gebieter [wali] anerkannt, und wer mich als Gebieter [wali] anerkennt, hat dies damit bereits auch gegenüber Allah getan. Wer ihn liebt, liebt damit bereits mich und wer mich liebt, liebt damit bereits Allah, wer aber ihn hasst, ist damit bereits voll des Hasses gegen mich und wer mich hasst, ist voll des Hasses gegen Allah, den Allmächtigen und Erhabenen."
24. Er (s.) sagte: „ Wer sein Leben so wie mein Leben führen und auch so wie ich sterben will, wer einst in dem von meinem Herrn bepflanzten Paradies garten wohnen will, der sollte nach meinem Tode Ali als Gebieter [wali] anerkennen und ihm ein guter Freund sein. Nach meinem Tode soll er auch den Angehörigen meines Hauses nacheifern. Denn sie sind von meiner Familie und wurden aus dem gleichen Stoff (wie ich) geschaffen. Von mir erbten sie Verstand und Wissen. Wehe denjenigen, die ihren Verdienst in meiner Gemeinschaft leugnen und die Verwandtschaft zu ihnen nicht kennen wollen! Auf dass Allah ihnen meine Fürsprache verweigere!"
25. Er (s.) sagte: „ Wer es liebt, sein Leben so zu führen wie ich und wer auch so wie ich sterben will, wer einst in dem mir von meinem Herrn versprochenen Paradies, nämlich im Garten der Ewigkeit wohnen will, der soll Ali und nach seinem Tod seine Nachkommen-
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schaft als Gebieter [wali] anerkennen, denn sie werden euch nicht vom rechten Wege abkommen lassen und in die Irre führen. "
26. Er (s.) sagte: „Oh Ammar, wenn Du einmal siehst, dass Ali einem ganz bestimmten Flussbett folgt, die Leute aber einem anderen, dann schließe Dich Ali an und lass die Leute gehen, denn er wird Dich nicht in das Verderben führen und vom rechten Wege abkommen lassen."
27. Nach einer Überlieferung von Abu Bakr sagte er (s.): „Meine Hand und die Hand von Ali sind identisch in der Verbreitung von Gerechtigkeit".
28. Der Prophet (s.) sagte: „Oh Fatima, bist Du damit zufrieden, dass Allah, der Allmächtige und Erhabene, nachdem er die Menschen auf der Erde betrachtet hatte, zwei Männer erwählt hat, nämlich zum einen Deinen Vater und zum anderen Deinen Ehemann? "
29. Er (s.) sagte: „Ich bin der Warner und Ali führt auf den rechten Weg. Durch Dich, oh Ali, werden nach meinem Tod die Rechtgeleiteten auf den geraden Weg geführt."
30. Er (s.) sagte: „Oh Ali, im Dschanaba-Zustand1 darf sich niemand in der Moschee niederlassen außer mir und Dir."
Nach einer ähnlichen Überlieferung von al-Tabarani nach Umm Salama, al-Bazar und Sa'd hat der Gesandte Allahs (s.) gesagt: „Niemand darf sich im Dschanaba-Zustand in dieser Moschee niederlassen außer mir und Ali."
1 Ein Zustand, der bei anderen Muslimen als „große Unreinheit" verstanden wird, die durch eine rituelle Ganzkörperwaschung bereinigt wird. Sie tritt u.a. nach dem Geschlechtsverkehr ein.
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31. Er (s.) sagte: „Ich und dieser, nämlich Ali, werden am jüngsten Tag Beweis für meine Gemeinschaft sein."
Diese Überlieferung hat al Hatib nach dem Bericht von Anas veröffentlicht.
Wie sollte der Vater von Hassan1 denn auch Autorität wie der Prophet sein, wenn er nach dessen Tode nicht Befehlshaber und Gebieter nach ihm wäre?
32. Er (s.) sagte: „An der Pforte des Paradieses steht geschrieben: Es gibt keinen Gott außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs und Ali ist der Bruder des Gesandten Allahs."
33. Er (s.) sagte: „Am Fuße des himmlischen Thrones steht geschrieben: Es gibt keinen Gott außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs. Ich verlieh ihm Kraft mit Ali und mit Ali ließ ich ihn siegreich sein."
34. Er (s.) sagte: „ Wer sich befassen will mit der Entschlossenheit von Noah, mit dem Wissen von Adam, mit der Duldsamkeit von Abraham, mit der Klugheit von Moses und mit der Anspruchslosigkeit von Jesus, der sollte Ali bin Abi Talib betrachten."
Diese Überlieferung wurde von al-Baihaqi in seinem „Sahih", und von Imam Ahmad bin Hanbal in seinen „Musnad" veröffentlicht.
35. Er (s.) sagte: „Oh Ali, wie sehr gleichst Du doch Jesus, den Juden so hassten, dass sie gar seine Mutter verleumdeten und den Christen so liebten, dass sie ihm gar einen Rang zuerkannten, der ihm nicht zustand."
1 Imam Ali (a.)
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36. Er (s.) sagte: „Dreimal schloss sich jemand unumwunden einem Propheten an: Josua war der erste, der sich Moses zuwandte, Sahib Yasin war der erste, der sich Jesus zuwandte und Ali war der erste, der sich Muhammad zuwandte."
37. Er (s.) sagte: „Es gab drei Wahrheitsliebende: Habib al-Nadschar, ein Gläubiger aus der Familie von Yasin, der gesagt hatte:, Oh ihr Leute, folgt den Gesandten!', Hesekiel, ein Gläubiger aus der Familie des Pharaos, wobei der Pharao gesagt hatte:, Tötet jeden Mann, der sagt: ,Allah ist mein Gebieter!' und Ali bin Abi Talib, welcher der vorzüglichste unter ihnen ist."
38. Der Gesandte Allahs (s.) sagte zu Ali: „Nach meinem Tode wird die Gemeinschaft Dich verraten. Du lebst meinen Glauben und wirst trotz meiner Sunna getötet werden. Wer Dich liebt, liebt mich und wer gegen Dich von Hass erfüllt ist, ist es auch gegen mich. Dein Bart wird sich dereinst mit dem Blute deines Kopfes röten."
Und Ali soll gesagt haben: „ Vom Propheten ist mir anvertraut worden, dass die Gemeinschaft mich nach seinem Tode verraten wird." Und nach Ibn Abbas sagte der Gesandte Allahs (s.) zu Ali: „Nach meinem Tode wirst Du in Bedrängnis geraten." Hierauf fragte dieser: „Wird mein Glaube tadellos bleiben?" - „Es ist wegen Deines tadellosen Glaubens", antwortete der Gesandte Allahs.
39. Er (s.) sagte: „Es ist einer unter euch, der für die Bewahrung des Qur'ans kämpfen wird, so wie ich für seine Herabsendung gekämpft habe." Da schauten sich die Leute an und Abu Bakr, der zugegen war, fragte, ob er es sei. Der Prophet aber verneinte dies. Umar, der ebenfalls anwesend war, stellte dieselbe Frage, die der Prophet wiederum verneinte. Schließlich sagte er: „Es ist derjenige dort, der seine Sandalen flickt" und meinte damit Ali.
Abu Said al-Chudri bemerkte hierzu: „So gingen wir denn zu Ali und überbrachten ihm die gute Nachricht. Er aber hob seinen Kopf
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nicht (von der Arbeit), als hätte er die Worte des Gesandten Allahs (s.) nicht vernommen"
Eine ähnliche Überlieferung - und zwar aus der Zeit, in der Umar Kalif war - gibt es von Abu Ayyub al-Ansari, nach welcher der Gesandte Allahs (s.) Ali einst befohlen hat, gegen die Treulosen, Ungerechten und Abtrünnigen zu kämpfen.
Eine weitere Überlieferung stammt von Ammar bin Yasir, nach welcher der Gesandte Allahs (s.) einst gesagt hat: „Ali, die Frevler werden Dich bekämpfen, aber Du wirst Dich an die Wahrheit halten. Wer Dir zu der Zeit keinen Beistand leistet, der gehört auch nicht zu mir." 1
Nach einer Überlieferung von Abu Dharr sagte der Gesandte Allahs (s.): „Ich schwöre bei Allah, in dessen Obhut meine Seele ist, es gibt unter euch einen Mann, der nach meinem Tod für die (korrekte) Auslegung des Qur'ans kämpfen wird, so wie ich wegen seiner Herabsendung gegen Götzendiener gekämpft habe."
Und gemäß einer Überlieferung von Muhammad bin UbaiduUah bin Abi Rafi nach seinem Vater und seinem Großvater Abu Rafi sagte der Gesandte Allahs: „Oh Abu Rafi, nach meinem Tode wird eine Gruppe von Menschen Ali bekämpfen. Um der Pflicht Allahs zu genügen, muss Krieg gegen sie geführt werden2. Wer seine Hand nicht gegen sie im Kampfe heben kann, der nutze seine Zunge und wer auch dies nicht kann, der nutze sein Herz."
1 Der Überlieferer dieser Botschaft, Ammar bin Yassir, steht als 90-jähriger auf der Seite von Imam Ali (a.) als dieser von Muawiya angegriffen wird, und wird Märtyrer.
2 Gemeint ist die Verteidigung Imam Alis gegen den Angreifer.
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Nach einer Überlieferung von al-Achdar al-Ansari sagte der Gesandte Allahs: „Ich verteidige die Herabsendung des Qur'ans und seine (korrekte) Auslegung wird Ali verteidigen."
40. Er (s.) sagte: „Oh Ali, ich unterscheide mich von Dir durch mein Prophetentum, denn nach meinem Tode wird es keinen Propheten mehr geben. Du unterscheidest Dich von den (übrigen) Menschen durch sieben (außergewöhnliche) Eigenschaften: Du bist der Erste unter ihnen in Deinem Glauben an Allah, der Loyalste in Deiner Verpflichtung gegenüber Allah, der Eifrigste in (allen) Angelegenheiten Allahs und in gleicher Weise auch der Gerechteste, der Redlichste bei den Untertanen, der Verständnisvollste bei (allen) Problemen und der He rausragendste bei Allah."
Nach Abu Sa'id al-Chudri sagte der Gesandte Allahs (s.): „Oh Ali, Du vereinst in Dir sieben (außergewöhnliche) Eigenschaften: Du bist der Erste der Gottgläubigen, der Loyalste in Deiner Verpflichtung gegenüber Allah, der Eifrigste in (allen) Angelegenheiten Allahs, der Gütigste bei den Untertanen, der Erfahrenste bei (allen) Problemen und der Herausragendste."
Hier ist nicht der Raum, um noch weitere von diesen, sich gegenseitig unterstützenden und bestätigenden Überlieferungen genauer abzuhandeln. Jede von ihnen führt aber letztlich zu einer einzigen Bedeutung, dass nämlich in dieser Gemeinschaft Ali im Range gleich nach dem Propheten (s.) kommt, und dass Ali nach dem Tode des Propheten die Führung über diese Gemeinschaft obliegt, ganz so, wie sie ihm (s.) zugeteilt gewesen war. Bei den in ununterbrochener Folge überlieferten Überlieferungen ist dies die vorrangige Bedeutung, auch wenn sie nicht immer, ihrem Wortlaut nach, erkennbar war. Wie bemerkenswert ist doch dieses weitreichende Beweismittel!
Der Friede sei mir Dir.
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Die 49. Konsultation - Eigenschaften oder Berufung
11. Muharram 1330 (1.1.1912)
Geehrter [scharif] großer Gelehrter [allamah] und weiser Herr [scheich] Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi, der Friede sei mit Dir und die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit.
Imam Abu Abdullah Ahmad bin Hanbal hat gesagt: „Niemand von den Gefährten des Gesandten Allahs hat derart vortreffliche Eigenschaften wie Ali bin Abi Talib."
Und Ibn Abbas sagte: „Niemanden betraf die Offenbarung des Qur'ans so sehr wie Ali", und ein andermal sagte er: „Im Buche Allahs des Allmächtigen und Erhabenen, beziehen sich dreihundert Verse auf Ali." Ein drittes Mal bemerkte er: „Immer wenn Allah (die Worte): ,Oh ihr Gläubigen' offenbart hat, galt Ali als ihr Befehlshaber und als der Ehrenhafteste unter ihnen. Während Allah die Gefährten des Gesandten Allahs (s.) an verschiedenen Stellen im Qur'an tadelt, weiß er über Ali nur Gutes zu sagen."
Abdullah bin Ayyasch bin Abi Rabia sagte: „Ali wurde ein außerordentlich großes Wissen zuteil und im Islam räumte man ihm den Vorrang ein. Er war der Schwiegersohn des Gesandten Allahs (s.) und hatte besondere Kenntnis auf dem Gebiet der Sunna. Im Krieg zeigte er sich unerschrocken und galt zudem als überaus großzügig im Schenken."
Als Imam Ahmad bin Hanbal einst über Ali und Muawiya befragt wurde, antwortete er: „Ali hatte zahlreiche Feinde, die aber, nachdem sie ihn auf die Probe gestellt hatten, nichts gegen ihn vorbringen konnten. Und doch nahmen sie ihn nicht ernst. So gelangten sie denn zu jenem Manne, der Ali bekämpfte und sogar Krieg gegen ihn führte, und waren verschlagen genug, ihn zu loben."
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Qadi Ismail, al-Nisa'i, Abu Ali al-Nisaburi und andere sagten: „In den verlässlichen Überliefererketten fand von den Gefährten des Propheten niemand so viel Erwähnung wie Ali".
Deine Tatsachen sind (alle) nicht anzuzweifeln, was uns jedoch angeht, ist die Frage, ob der Gesandte Allahs Ali tatsächlich mit der Nachfolgerschaft betraut hat. Die Überlieferungen stellen hierfür nämlich kein eindeutiges Beweismittel dar. Sie handeln vielmehr (in erster Linie) von