Kitab
al-Irschad
(Das
Buch der
Rechtleitung)
Band 2
Scheich
al-Mufid
Die Rechtleitung
Kitab al-Irschad
(Das Buch der Rechtleitung)
von
Scheich al-Mufid
in zwei Bänden
Band 2
Aus dem Arabischen übertragen von Fatima Özoguz
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Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen
Die deutsche Übersetzung erfolgte aus einem arabischen Originalnachdruck, herausgegeben von „Mu'assasa Ahl-al-Bait (a.)1 al-Ihya al-Touraath, 1. Auflage, Beirut 1995. Alle Quellenangaben in den Fußnoten sowie eine ganze Reihe von Erklärungen (ebenfalls in Fußnoten) entstammen dieser Ausgabe. Einige wenige Fußnoten sowie das einleitende Vorwort wurden aus einer englischen Übersetzung von „Tarike Tarsile Quran Inv.", New York 1981, übernommen. In Fällen, in denen für den deutschsprachigen Leser eine weitergehende Anmerkung notwendig erschien, wurde dies mit dem Hinweis „Anm. d. Über." in Form einer Fußnote ergänzt. Die jeweils in Klammern gesetzten Texte stehen zwar nicht wortwörtlich im arabischen Original, folgen aber unmittelbar aus der jeweiligen Grammatik bzw. Zusammenhang und sind für das Verständnis der deutschen Übersetzung notwendig. Sowohl das arabische Original als auch die englische Übersetzung sind jeweils in einem Band zusammengefasst. Da der Umfang des Buches aber ein derart umfangreiches Werk in einem Band unhandlich erscheinen ließ, wurde die deutsche Ausgabe in zwei Bände unterteilt.
Nach vorliegender Kenntnis ist es die erste Übersetzung eines derart alten und umfangreichen Originalwerkes über das Leben der Zwölf Imame ins Deutsche. Es sei erwähnt, dass es durchaus unterschiedliche Meinungen zu einigen Passagen innerhalb des Buches auch unter Anhängern der Zwölf Imame geben kann. Darüber hinaus ist bei dem Charakter der Schilderungen sowie Schwerpunktsetzung zu berücksichtigen, dass es sich um ein Jahrhunderte altes Werk aus dem 10. Jh. n.Chr. handelt, dessen Darstellungsform gemäß heutigen Maßstäben teilweise ungewöhnlich erscheinen mag. Um die Authentizität zu wahren, erfolgte die Übersetzung ohne Anpassung der Sprache und Darstellungsform an die Moderne. Im Zweifelsfall ist ein zur Rechtsfindung befähigter Gelehrter, ein
1 Aleyhi/aleyha/aleyhumma salam - der Frieden sei mit ihm/ihr/ihnen (Anm. d. Übers.)
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„Mudschtahid", einzuschalten, der die Glaubhaftigkeit der Passage überprüfen kann.
Möge Allah, Der Erhabene, diese bescheidene Arbeit annehmen. Die Übersetzerin
Die Biographien der anderen Imame (a.)
Imam Hassan ibn Ali (a.)Dies ist ein Bericht über den Imam nach dem Fürsten der Gläubigen (Amir al-Mu'minin, a.), sein Geburtsdatum, die Beweise für sein Imamat, die Periode seines Kalifats, die Zeit seines Ablebens, den Ort seines Grabes und die Anzahl seiner Kinder.(Er enthält auch) eine kurze Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Der Imam nach dem Fürsten der Gläubigen (a.) war sein Sohn al-Hassan, der Sohn der Fürstin der Frauen der Welten, Fatima, der Tochter von Muhammad, dem Fürsten der Gesandten, möge Allah ihn und seine Familie segnen.
Seine Kunya (Beiname) war Abu Muhammad. Er wurde am 15. Tag des Monats Ramadan im dritten Jahre nach der Hidschra in Medina geboren. Fatima (a.) brachte ihn am siebenten Tage nach seiner Geburt zum Propheten (s.)1, und er (Imam Hassan, a.) war in ein seidenes Tuch aus dem Paradies (eingewickelt), das Gabriel (a.) zu dem Gesandten Allahs (s.) herabgebracht hatte. Er nannte ihn
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Hassan und opferte für ihn einen Widder (in der Aqiqa-Zeremonie ).
Es wird von einer Gruppe (angesehener Männer) berichtet, einschließlich Ahmad ibn Salih al-Tamimi, von Abdullah ibn Isa, von Dscha'far al-Sadiq ibn Muhammad (a.):
„Al-Hassan (a.) war derjenige, der dem Gesandten Allahs (s.) am ähnlichsten sah im Hinblick auf Aussehen, Verhaltensweise und Edelmut. "
Dies wird von einer Gruppe (angesehener Männer) berichtet, unter denen sich (auch) Ma'mar befand, der von al-Zuhri überlieferte, von Anas ibn Malik, welcher berichtete:
1 Sallalahu aleyhi wa alihi wa-sallam: Gottes Segnungen und Gruß seien mit ihm und seiner Familie (Anm. d. Übers.)
2 Aqiqa nennt man die Zeremonie, bei welcher der Kopf eines Neugeborenen am siebenten Tage nach seiner Geburt rasiert und ein Schaf für das Kind geopfert wird. (Anm. d. Übers.)
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„Niemand war dem Gesandten Allahs (s.) ähnlicher als al-Hassan ibn Ali (a.).“1
Ibrahim ibn Ali al-Rafi'i berichtete von seinem Vater, von seiner Großmutter Zainab bint Abi Rafi', und sie sagte: „Fatima (a.) brachte ihre beiden Söhne al-Hassan und al-Hussain zu dem Gesandten Allahs (s.) während dessen Krankheit, an der er starb. „O Gesandter Al lahs“, sagte sie, „dies sind deine beiden Enkel. Hinterlasse ihnen etwas als Erbe", und er sagte: „Hassan hat mein Aussehen und meinen Edelmut, und Hussain meine Freigiebigkeit und meinen Mut.“2
Hassan ibn Ali (a.) war der Testamentsvollstrecker seines Vaters, des Fürsten der Gläubigen für seine Familie, seine Kinder und seine Anhänger. Er wies ihn (in seinem Testament) an, seiner Position gerecht zu werden und sich um die Almosen (Sadaqa) zu kümmern, und er hinterließ ihm schriftlich einen wohlbekannten Auftrag ('ahd)3. Seine (Stellung als) Testamentsvollstrecker war offensichtlich (erkennbar an) den Merkmalen des Glaubens, den wesentlichen Besonderheiten der Weisheit und der guten Moral. Eine große Anzahl von Gelehrten haben dieses Testament überliefert, und viele der Rechtsgelehrten (fuqaha') haben es (dessen Wahrheit) durch seinen Glauben und seine (Einstellung) zur Welt erkannt.
Als der Fürst der Gläubigen (Imam Ali, a.) starb, hielt al-Hassan (a.) vor den Leuten eine Rede. Er erinnerte sie an sein Recht (als Nachfolger seines Vaters), und die Gefährten seines Vaters leisteten ihm den Treueid (bai'a), indem sie bekannten, mit denjenigen im Krieg zu sein, die ihn bekämpften und mit denjenigen im Frieden zu sein, mit denen er Frieden geschlossen hatte.
Abu Michnaf Lut ibn Yahya überlieferte: „Asch ath ibn Suwar berichtete mir von Abu Ishaq al-Sabi'i und anderen 4:
„Al-Hassan ibn Ali (a.) sprach zu den Leuten gegen Dämmerung in der Nacht, in welcher der Fürst der Gläubigen (Imam Ali, a.) starb. Er lobpries und verherrlichte Allah sowie den Gesandten Allahs und seine Familie (s.). Dann sagte er:
„In dieser Nacht ist ein Mann verschieden, welcher der Erste unter den Ersten (Muslime) war in guten Taten, und niemand der Späteren (Muslime) erreichte
1 „Sahih al-Buchari": 5:33; „Sunan al-Tirmidhi": 5:659/3776; „Tarich-i-Dimaschq Tardschuma al-Imam al-Hassan (a.)":28/48; und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:338/10.
2 Al-Saduq erwähnte dies in „al-Chisal":77/122; al-Chawarizmi in „Maqtal Imam Hussain (a.)" 105; Asakir in „Tarich Dimaschq" unter „Tardschuma al-Imam al-Hassan (a.):123; Al-Kandschi al-Schafi'i in „Kifaya al-Talib":424; Ibn Hidschr in „al-Isaba" 4:316, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:263/10.
3 Al-Saduq erwähnte es in „al-Chisal": 77/122, und al-Chawarizmi in „Maqtal Imam Hussain (a.)": 1:105, und Ibn Asakir überlieferte es in „Tarich Dimaschq" in „Tardschuma al-Imam al-Hassan (a.)": 123, und Al-Kandschi al-Schafi'i in „Kifaya al-Talib":424, und Ibn Hidschr in „al-Isaba":4:316, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar"43:263/10.
4 Die Überlieferungskette ist nicht so vollständig wie bei Abu al-Faradsch al-Isfahani, aber der Rest des (überlieferten) Ereignisses geht damit konform, mit geringen Veränderungen (vgl.: „Maqatil al-Talibiyyin":53-60
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ihn in guten Taten. Er pflegte zusammen mit dem Gesandten Allahs (s.) zu kämpfen und beschützte ihn mit seinem eigenen Leben. Er schickte ihn voraus mit seinem Banner, während (der Engel) Gabriel (a.) ihn an seiner Rechten beschützte und (der Engel) Michael (a.) an seiner Linken. Er kehrte nicht zurück, ohne dass Allah durch seine Hand den Sieg brachte. Er (a.) starb in dieser Nacht, in der Jesus, Sohn der Maria (a.) (in den Himmel) gehoben wurde, in der Nacht, in der Josua, Sohn des Nun, der Testamentsvollstrecker Moses' (a.), starb. Er hinterließ weder Gold noch Silber außer siebenhundert Dirham, die von seiner Schenkung übriggeblieben waren, mit der er einen Diener für seine Familie (frei) kaufen wollte. " Dann erstickten Tränen seine Stimme, und die Leute weinten mit ihm. Dann fuhr er fort: „Ich bin der Enkel des Bringers der Frohen Botschaft. Ich bin der Enkel des Warners. Ich bin der Enkel desjenigen, der die Leute zu Allah mit Dessen Erlaubnis aufrief. Ich bin der Enkel des Lichtes, das (die Welt) erleuchtete. Ich bin von den Ahl-al-Bait, von denen Allah jegliche Unreinheit hinweggenommen und sie rein und lauter gemacht hat.1
Ich bin von den Ahl-al-Bait, welche zu lieben Allah in Seinem Buch zur Pflicht gemacht hat, in dem Er, Erhaben und Gepriesen sei Er, sagte:
,Sprich: Ich verlange von euch keinen Lohn dafür außer die Liebe zu (meinen) Verwandten. Und wer eine gute Tat begeht, dem machen Wir sie noch schöner. '2
Das Gute ist die Liebe zu uns, den Leuten des Hauses. "
Dann setzte er sich hin. Abdullah ibn Abbas (r.) stand vor ihm auf und sprach:
„Leute, dies ist der Enkel eures Propheten und der Testamentsvollstrecker eures Imams, so schwört ihm den Treueid. " „Niemand ist beliebter bei uns (als er) ", antworteten die Leute, „ und niemand hat ein größeres Recht über uns (zu regieren) "
Die Leute eilten herbei, um ihm als Nachfolger (Imam Alis, a.) den Treueid zu leisten.3 Dies begab sich am Freitag, dem 11. des Monats Ramadan. Im 40. Jahre nach der Hidschra (660. nach christlicher Zeitrechnung). Er bestimmte die o-bersten Regierungsbeamten und gab den Gouverneuren Anweisungen. Er schickte Abdullah ibn Abbas nach Basra und übernahm (die Verantwortung) für alle Dinge.
Als Mu'awiya ibn Abu Sufyan vom Ableben des Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.) erfuhr und davon hörte, dass die Leute al-Hassan (a.) den Treueid ge-
1 siehe Heiliger Qur'an: 33:33 (Anm. d. Übers.)
2 Heiliger Qur'an:42:23
3 „Maqatil al-Talibiyyin": 51, „Scharh ibn Abu al-Hadid" 16:30, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:362, die meisten der Geschichtsschreiber ließen ein Teil davon weg.
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schworen hatten, schickte er heimlich einen Mann von Himyar nach Kufa und einen von den Banu al-Qain1 nach Basra, damit sie ihm berichten und al-Hassans (a.) Angelegenheiten verderben konnten. Al-Hassan (a.) erfuhr davon und ließ den Himyari von den Hadscham in Kufa herausbringen. Er ließ ihn rufen und köpfen. Er schrieb nach Basra, dass der Qaini von den Banu Sulaim herbeigeholt und geköpft werden solle.
Dann schrieb al-Hassan (a.) an Mu'awiya:
„Du hast Männer zwecks Täuschung und Meuchelmord ausgeschickt, und du hast Spione ausgesandt, als ob du das Zusammentreffen (in der Schlacht) suchst. (Zweifellos) ist das etwas, was eintreffen wird, so Allah will. Du bist schadenfroh geworden in einer Weise, die einem klugen Mann nicht ansteht. In dieser Hinsicht bist du so, wie al-Awwal sagte: ,Sage zu dem, der das Gegenteil von demjenigen wünscht, der gestorben ist: ,Mache dich bereit für etwas anderes als das, als sei es von der (gleichen) Gestalt. Denn wir und derjenige, der gestorben ist, sind wie derjenige, der am Abend geht, damit (der andere) am Morgen kommt.' "2
Mu'awiya antwortete ihm auf diesen Brief, welches der Erwähnung nicht bedarf.
Zwischen al-Hassan (a.) und ihm (Mu'awiya) folgten Briefwechsel, Korrespondenz und (Austausch von) Argumenten hinsichtlich des Rechts von al-Hassan (a.) auf die Führerschaft, der Machtergreifung derjeniger, die vor seinem Vater waren (und diesem das Amt des Kalifats streitig machten), Mu'awiyas (Versuch), dem Cousin des Gesandten Allahs (s.) die Führerschaft zu entreißen sowie über ihr (der Ahl-al-Bait) Recht darauf und anderes, dessen Erwähnung zu weit führen würde.
Mu'awiya brach nach Irak auf, um ihn zu überwältigen. Als er die Brücke von Manbidsch3 erreichte, reagierte al-Hassan (a.). Er schickte Hudschr ibn Adi aus, damit er den Heerführern (ummal) Anweisung zum Aufmarschieren erteile, und damit er die Leute zum Dschihad zusammenrufe. Sie setzten sich nur langsam in Bewegung, dann (aber) eilte eine gemischte Gruppe zu ihm herbei: Einige gehörten zu seiner Schia und der seines Vaters (a.); einige davon gehörten der Mu-hakkima4 an, die von dem Wunsch, Mu'awiya mit allen Mitteln zu bekämpfen, erfüllt war. Und einige von ihnen liebten Zwistigkeiten und waren gierig auf
1 Arab. Stamm
2 Abu al-Faradsch al-Isfahani berichtete es in „Maqatil al-Talibiyyin": 53, wie er auch das Nachfolgende detailliert (beschreibt) bis zum Ende des Kapitels, und Ibn Abu Al-Hadid in seiner Erläuterung: 16:31, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:45/5.
3 Manbidsch: Ein Gebiet, das zu Syrien gehörte.
4 Andere Bezeichnung für die Charidschiten (Abtrünnige gegen Imam Ali, a.).
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Er marschierte weiter, bis er zu (einem Dorf namens) Hammam 'Umar kam, dann ging er weiter zu Dayr Ka'b. Er hielt in Sabat an, genau vor einer Brücke und übernachtete dort. Am morgen wollte er (al-Hassan, a.) seine Gefährten prüfen und ihren Zustand hinsichtlich des Gehorsams ihm gegenüber klären, um damit seine Freunde von seinen Feinden unterscheiden zu können und eine klare Erkenntnis zu gewinnen (über seine Position) beim Zusammentreffen mit Mu'awiya und den Syrern. Dann ließ er, die Leute zum Gemeinschaftsgebet (sa-lat dschami'a) zusammenzurufen. Sie versammelten sich, er bestieg die Kanzel (minbar) und sprach zu ihnen mit folgenden Worten:
„Alles Lob gebührt Allah, wann immer Ihn jemand lobpreist. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, wenn immer jemand (dies) bezeugt, und ich bezeuge, dass Muhammad (s.) Sein Diener und Gesandter ist, den Er mit der Wahrheit sandte und den Er mit Offenbarung betraute, möge Allah ihn und seine Familie segnen. " Er fuhr fort: „Bei Allah, ich hoffe, dass ich immer mit der Lobpreisung Allahs sein werde und mit Seiner Gnade. Von Allahs Geschöpfen bin ich der aufrichtigste Ratgeber für sie, ich bin keiner geworden, der gegen irgendeinen Muslim Hass hegt oder ihm Übel oder Unheil wünscht. In der Tat, das, was euch an der Gemeinsamkeit (dschama'a) missfällt, ist besser für euch als das, was euch an der Spaltung gefällt. Ich sehe besser als ihr, was für euch am besten ist, so wendet euch nicht gegen meinen Befehl und lehnt mein Urteil nicht ab. Möge Allah mir und euch vergeben, und möge Er mich und euch zu dem rechtleiten, worin Seine Liebe und Wohlgefallen liegt. "1
Die Leute schauten sich an. „ Was glaubst du, was er damit meint, was er gesagt hat? " fragten sie einander. „ Wir vermuten - bei Allah - dass er mit Mu 'awiya Frieden schließen und ihm die Macht übergeben will, " sagten sie. „Bei Allah, der Mann ist ein Ungläubiger geworden," erklärten sie. Dann stürmten sie zu seinem (Imam Hassans, a.) Zelt und plünderten es so weit, dass sie (sogar) seinen Gebetsteppich unter ihm wegnahmen. Dann stürmte 'Abd ar-Rahman ibn Abdullah ibn Dscha'al al-Azdi zu ihm heran und riss ihm seinen wertvollen Schal von den Schultern. Er blieb sitzen, mit seinem Schwert angetan, doch ohne Schal.
Dann rief er nach seinem Reittier und bestieg es. Gruppen seiner engsten Vertrauten und seiner Schia umringten ihn und hielten alle von ihm fern, die ihn (angreifen) wollten. Er sagte: „Ruft die (Stämme der) Rabi'a und die Hamdan zu mir. " Sie wurden gerufen, sie umringten ihn und hielten die Leute von ihm ab. Eine gemischte Gruppe von Leuten ging mit ihm. Als er die dunkle Gasse von
1 „Maqatil al-Talibiyyin": 63
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Sabat passierte, stürzte ein Mann von den Banu Asad namens al-Dscharrah ibn Sinan auf ihn zu, ergriff die Zügel seines Maultieres, und in seiner Hand hatte er eine Mighwal1. Er sagte: „Allahu akbar, du bist ein Götzendiener geworden, Hassan, wie auch dein Vater ein Götzendiener vor dir wurde. " Dann stach er ihn in den Oberschenkel bis zum Knochen. Er (al-Hassan, a.) ergriff ihn bei seinem Nacken, und beide fielen zu Boden. Da stürzte sich ein Mann von der Schia al-Hassans (a.) namens Abdullah ibn Chatal al-Ta'i auf ihn (al-Dscharrah), ent-riss ihm die Mighwal und stieß ihn damit in den Bauch. Ein anderer namens Zu-biyan ibn 'Umara griff ihn an und traf seine Nase, woran er (al-Dscharrah) starb. Ein weiterer, der bei ihm (al-Dscharrah) gewesen war, wurde (ebenfalls) getötet.
Al-Hassan (a.) wurde auf einer Bahre nach al-Mada'in getragen, wo er bei Sa'd ibn Mas'ud al-Thaqafi untergebracht wurde. Dieser war dort der Gouverneur (eingesetzt) von Ali (a.), dem Fürsten der Gläubigen (Amir al-Mu'minin) gewesen, und al-Hassan (a.) hatte ihn in diesem (Amt) bestätigt. Er (al-Hassan, a.) war mit sich und der Versorgung seiner Verletzung beschäftigt. (Währenddessen) schrieb eine Gruppe von Stammesführern heimlich an Mu'awiya, dass sie ihm gehorchen würden. Sie drängten ihn, zu ihnen zu kommen und garantierten ihm, ihm al-Hassan (a.) auszuliefern, wenn sie sich seinem Lager näherten, oder ihn meuchlings zu ermorden. Al-Hassan (a.) erfuhr davon, als ein Brief von Qais ibn Sa'd (r.) bei ihm eintraf. Er hatte ihn mit 'Ubaidullah ibn 'Abbas vorausgeschickt, als er von Kufa (kommend) unterwegs war, um Mu'awiya zu treffen und ihn aus dem Irak zu vertreiben. Er machte ihn zum Anführer einer Gruppe und sagte (zu 'Ubaidullah): „ Wenn du niedergeschlagen wirst, dann wird der Führer Qais ibn Sa'd sein. " Qais ibn Sa'ds Brief traf bei ihm ein, in welchem
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stand, dass sie Mu'awiya bei einem Dorf namens al-Habubiyya2 angehalten hatten, gegenüber von Maskan3, und dass Mu'awiya nach 'Ubaidullah ibn 'Abbas geschickt hatte, wobei er ihn drängte, zu ihm zu kommen und ihm eine Million Dirham angeboten hatte. Die eine Hälfte davon würde er ihm sofort geben, die andere bei seinem Eintritt in Kufa. 'Ubaidullah ibn Abbas schlüpfte heimlich nachts zu dem Lager von Mu'awiya mit seinen Vertrauten. Am Morgen sahen die Leute, dass ihr Führer fehlte. Qais (r.) verrichtete das Gebet mit ihnen und kümmerte sich um ihre Angelegenheiten.
Al-Hassan (a.) wurde zunehmend bewusst, dass die Leute sich von ihm zurückzogen, wie auch die ruchlosen Absichten der Muhakkima (die Charidschiten) gegen ihn, welche sie offensichtlich gemacht hatten, indem sie ihn beschimpften, ihn des Unglaubens bezichtigten und das Vergießen seines Blutes sowie Plünderung seines Eigentums für erlaubt erklärten. Es war niemand mehr da, der
1 Mighwal: Ein scharfes Schwert, dessen Scheide an der Rückseite wie eine Peitsche aussieht
2 In anderen Quellen auch „al-Achnuniyya" genannt, wie in „Tarich Bagdad" 1:208, und in „Mu'dscham al-Buldan" heißt es: Ein Ort, der zu der Provinz Bagdad gehörte, auch Harbi genannt. Harbi: Ein kleiner Ort in dem Außenbezirk von Dudschail, zwischen Bagdad und Tikrit, gegenüber al-Huzaira.
3 Maskan: eine Ortschaft bei Awana am Fluss Dudschail („Mu'dscham al-Buldan": 5:127)
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ihn vor seinem Unheil beschützen könnte außer seinen engsten Vertrauten von seiner Schia und der seines Vaters, dem Fürsten der Gläubigen, und sie waren eine Gruppe, die den syrischen Soldaten nichts entgegenzusetzen hatte.
Mu'awiya schrieb ihm einen Brief über (einen Vertrag über) Waffenstillstand und Frieden. Er schickte ihm auch Briefe seiner Anhänger, in welchen sie ihm zugesichert hatten, ihn (al-Hassan, a.) heimtückisch zu ermorden oder ihn auszuliefern. Er (Mu'awiya) verpflichtete sich zu vielen Bedingungen, damit al-Hassan (a.) seiner Einladung zum Frieden entsprechen möge und verpflichtete sich zu Abmachungen, durch deren Einhaltung die Interessen aller gewahrt werden würden. Doch al-Hassan (a.) vertraute ihm nicht. Er war sich über seine (Mu'awiyas) List dahinter und seine Meuchelmorde im Klaren. Er fand jedoch keine Alternative dazu, seinem Ersuchen stattzugeben, den Krieg aufzugeben und einen Waffenstillstand zu vereinbaren, da seine Gefährten gegen ihn standen mit ihrem, wie schon beschrieben, schwachen Verständnis von seinem Recht (Imam zu sein) sowie mit ihrer korrupten Einstellung und Opposition gegen ihn. (Auch war er sich bewusst), dass viele von ihnen es für islamisch erlaubt erklärten, sein Blut zu vergießen und ihn an seinen Widersacher auszuliefern. (Er wusste auch) von dem Rückzug seines Cousins von ihm und seinem Überlaufen zu seinem Feind, sowie von der Zuneigung der Menschen zum Diesseits und ihrem Desinteresse am Jenseits.
So band er sich an (den Vertrag mit) Mu'awiya aufgrund der Verdichtung der Beweise seiner Situation, während er Allah, Den Großartigen und Erhabenen, um Verziehung bat, sowie alle Muslime für das, was zwischen ihm (al-Hassan, a.) und Mu'awiya stattgefunden hatte. Er stellte diesem folgende Bedingungen:
• Abschaffung der Beschimpfung des Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.),
• Aufgabe der Benutzung des Qunuts1 im Ritualgebet (als Gebet) gegen ihn.
• Gewährleistung von Sicherheit für seine Schia (r.) und dass niemand von ihnen irgendeinem Übel ausgesetzt werden soll,
• Gewährleistung der Rechte eines jeden von ihnen, der im Besitze bestimmter Rechte ist.
Mu'awiya gab all dem statt, schloss einen Vertrag mit ihm darüber und schwor, sich daran zu halten.
Als der Waffenstillstand (unter diesen Bedingungen) geschlossen worden war, reiste Mu'awiya weiter, bis er al-Nuchaila2 erreichte. Das war an einem Freitag,
1 Bittgebet im Stehen nach dem zweiten Gebetsabschnitt (Anm. d. Übers.)
2 Ort nahe Kufa (Mu'dscham al-Buldan: 5:278
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und er betete mit den Leuten das Vormittagsgebet (dhuha al-nahar1), und er hielt ihnen folgende Rede:
„Bei Allah, ich habe euch nicht bekämpft, damit ihr betet, noch dass ihr fastet, die Hadsch verrichtet oder Zakat gebt. In der Tat tut ihr das (schon). Vielmehr habe ich euch bekämpft, damit ich über euch Macht gewinne, und Allah hat mir dies gegeben, als ihr unwillig wart (Ihm zu gehorchen). In der Tat bin ich von al-Hassan (a.) gebeten worden, ihm etwas zu geben, und ich gewährte ihm (einige) Dinge. All das ist (nun) zu meinen Füßen, und von jetzt an werde ich mich ihm gegenüber an nichts mehr halten. "
Dann reiste er weiter, bis er in Kufa eintraf, wo er sich einige Tage aufhielt. Als der Treueid (bai'a) von den Einwohnern (Kufas) geleistet werden sollte, stieg er auf die Kanzel und hielt den Leuten eine Ansprache. Er erwähnte (darin) den Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.), und was er von ihm erhalten hatte wie auch von al-Hassan (a.). Al-Hassan und al-Hussain (a.) waren beide anwesend. Al-Hussain (a.), stand auf, um ihm (etwas) zu erwidern, aber al-Hassan (a.) nahm seine Hand und hieß ihn sich setzen. Dann stand er auf und sprach: „ O du, der du von Ali sprichst, ich bin al-Hassan, und mein Vater ist Ali; du bist Mu 'awiya, und dein Vater ist Sachr (Abu Sufyan). Meine Mutter ist Fatima, deine Mutter ist Hind. Mein Großvater ist der Gesandte Allahs, dein Großvater war Harb. Meine Großmutter war Chadidscha, und deine Großmutter war Futaila. Allah verfluche denjenigen, der unser Ansehen schwächt, unsere edle Abkunft verächtlich macht, unseren von Ewigkeit an existierenden Vorrang schlecht macht und uns vorangeht in Unglaube und Heuchelei. " Einige Gruppen in der Moschee riefen „Amin, Amin ".
Als der Frieden zwischen al-Hassan (a.) und Mu'awiya geschlossen wurde, wie wir berichteten, brach al-Hassan (a.) nach Medina auf. Er blieb dort und unterdrückte seinen Ärger, blieb nahe bei seinem Haus und erwartete den Befehl seines Herrn, Dem Allmächtigen und Hohen, bis Mu'awiya zehn Jahre seiner Amtszeit vollendet hatte. (Dieser) beschloss, dass der Treueid (bai'a) seinem Sohn Yazid (als sein Nachfolger) geleistet werden sollte. Er beriet sich heimlich mit Dschu'da bint al-Asch'ath ibn Qais - sie war die Frau von al-Hassan (a.) -um sie dazu zu bringen, ihn zu vergiften, er sicherte ihr zu, sie mit seinem Sohn Yazid zu verheiraten, und er schickte ihr hunderttausend Dirham. Dschu'da gab ihm (al-Hassan, a.) das Gift zu trinken, und er war vierzig Tage krank. Er trat seine (letzte) Reise in dem Monat Safar im 50. Jahr nach der Hidschra (670) an. Zu jener Zeit war er 48 Jahre alt. Sein Kalifat dauerte zehn Jahre. Sein Bruder und Testamentsvollstrecker al-Hussain (a.) nahm die Waschung und Einhüllung
1 freiwilliges Gebet am Vormittag (Anm. d. Übers.)
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seines Körpers vor und bestattete ihn neben seiner Großmutter Fatima bint Asad ibn Haschim ibn Abd Manaf (r.) auf dem Friedhof Baqi'1.
Isa ibn Mihran überlieferte Folgendes:
'Ubaidullah ibn Sabbah erzählte uns: 'Dscharir berichtete uns von Mughira: Mu'awiya schickte zu Dschu'da bint al-Asch'ath ibn Qais (folgende Nachricht): 'Ich werde dich (mit meinem Sohn Yazid) verheiraten, unter der Bedingung, dass du al-Hassan vergiftest', und er schickte ihr (auch) hunderttausend Dirham. Sie tat dies, sie vergiftete al-Hassan (a.). Er (Mu'awiya) ließ ihr das Geld zukommen, verheiratete sie aber nicht mit Yazid, sondern gab ihr stattdessen als Ersatz einen Mann von der Familie Talha, und von ihm bekam sie Kinder. Immer, wenn zwischen ihnen und den Klans der Quraisch ein Wortgefecht entstand, warfen sie ihnen Folgendes vor: 'Söhne einer Gattenmörderin!' (wörtlich:
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-vergifterin)
'Isa ibn Mihran überlieferte: „'Uthman ibn 'Umar berichtete mir: 'Ibn 'Aun erzählte mir von 'Umar ibn Ishaq, welcher berichtete: 'Ich war bei al-Hassan und al-Hussain (a.) im Hause, als al-Hassan (a.) den Abtritt betrat, ihn dann verließ und sprach: 'Mir wurde mehrere Male Gift zu trinken gegeben, aber mir wurde nie (so ein Gift) gegeben wie dieses Mal. (Es ist so, als wenn) ich ein Stück meiner Leber ausgespuckt (hätte), und ich drehte es um mit einem Stock, den ich bei mir hatte.' 'Wer gab dir das zu trinken?', fragte al-Hussain (a.), 'und was willst du für ihn (als Strafe)? Willst du, das er getötet wird? Wenn er so bleibt, wie er ist, dann wird Allah härter in Seiner Rache sein als du. Wenn er nicht so bleibt, wie er ist, dann wünsche ich, dass ich frei bin von jeder Schuld. '"3
Abdullah ibn Ibrahim überlieferte von Ziyad al-Machariqi, welcher berichtete: „Als al-Hassan (a.) der Tod nahte, rief er al-Hussain ibn Ali (a.), und sagte: Mein Bruder, ich werde dich verlassen und mich meinem Herrn (s.t.)4 anschließen. Mir wurde Gift zu trinken gegeben, (es ist so, als ob) ich meine Leber in ein Becken gespieen (hätte). Ich kenne die Person, die mich vergiftet hat und woher
1 in Medina (Anm. d. Übers.)
2 „Maqatil al-Talibiyyin": 73, und „Scharh ibn Abu Hadid": 16:49, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:155/25
3 „Maqatil al-Talibiyyin": 74, „Scharh ibn Abu al-Hadid": 16:49, und al-Mas'udi erwähnte es in „Marwadsch al-Dhahab": 2:427, mit abweichendem Wortlaut, siehe auch „Tardschuma al-Imam al-Hassan (a.) in „Tarich al-Dimaschq": 207-208, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:156.
4 Abkürzung für „subhanahu wa ta'alah - gepriesen ist Er und Erhaben. (Anm. d. Übers.)
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mir dies zugestoßen ist. Ich werde vor Allah, Dem Erhabenen, gegen ihn opponieren. Bei meinem Recht, das ich über dich habe, sage nichts darüber und warte, was Allah, Der Mächtige und Hohe, in meiner Sache geschehen lassen wird. Wenn ich verschieden bin, schließe meine Augen, wasche und hülle meinen Körper ins Totengewand ein und lasse mich auf meiner Bahre zu dem Grabe meines Großvaters (s.) bringen, auf dass ich meinen Bund mit ihm erneuere. Dann bringe mich zurück zu dem Grabe meiner Großmutter Fatima bint Asad (r.) und lasse mich dort begraben. Und du wirst erfahren, o Sohn meiner Mutter, dass das Volk vermutet, dass ihr mich bei dem Gesandten Allahs (s.) bestatten wollt, und sie werden sich versammeln, um euch daran zu hindern. Bei Allah, ich beschwöre dich, dass du nicht einmal einen Schröpfkopf voll Blut vergießen sollst in (der Ausführung) meines Befehls.' 1Dann legte er ihm gegenüber sein Testament fest bezüglich seiner Familie, seiner Kinder und ihrer Hinterlassenschaften sowie dessen, was der Fürst der Gläubigen (a.) ihm testamentarisch aufgetragen hatte, als er ihn zu seinem Nachfolger machte und ihn seiner Position zuführte, und er zeigte seiner Schia, dass er sein Nachfolger war und erhob ihn für sie als ein Wahrzeichen.
Als er seine (letzte) Reise angetreten hatte, wusch al-Hussain (a.) ihn, hüllte ihn in sein Leichentuch und trug ihn auf seiner Bahre. Marwan und jene der Banu Umayya, die bei ihm waren, hatten keine Zweifel, dass sie ihn (al-Hassan., a.) beim Gesandten Allahs (s.) bestatten würden. Sie versammelten und bewaffneten sich. Als al-Hussain ibn Ali (a.) sich mit ihm dem Grab seines Großvaters, des Gesandten Allahs (s.), näherte, auf dass er seinen Bund mit ihm erneuere,
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kam man mit ihrer Gruppe auf sie zu. Aischa2 begleitete sie auf einem Maultier und sagte: ‘Was gibt es zwischen euch und mir, dass ihr jemanden in mein Haus eintreten lassen wollt, den ich nicht will?'
'Kampf ist besser als Sanftmut,' (dann fuhr er fort): 'Soll 'Uthman in den Randbezirken Medinas bestattet werden, und al-Hassan soll neben dem Propheten begraben werden?! Das wird niemals geschehen, während ich ein Schwert tra-
ge."
Fast entstand Zwietracht zwischen den Banu 'Umayya und den Banu Haschim. Ibn Abbas eilte zu Marwan und sprach: 'Gehe dorthin zurück, woher du gekommen bist, Marwan. In der Tat wollen wir nicht (unseren Gefährten) neben dem Gesandten Allahs (s.) (begraben), aber wir wollen mit unserem Besuch das Versprechen ihm gegenüber erneuern, dann bringen wir ihn zu seiner Großmutter
1 Imam Hassan deutete an, dass er nicht gegen den Willen des Volkes neben seinem Großvater, dem Propheten (s.) bestattet werden sollte, wie es dann auch später so kam, und er etwas davon entfernt im Friedhof Baqi begraben wurde. (Anm. d. Übers.)
2 Witwe des Propheten (s.) und Tochter Abu Bakrs (Anm. d. Übers.)
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Fatima1 (r.) und begraben ihn neben ihr gemäß seines Letzten Willens. Hätte er verfügt, dass er mit dem Propheten (s.) begraben werden soll, weißt du, dass du am wenigsten in der Lage wärst, uns davon abzuhalten. Er (Imam Hassan, a.) jedoch war sich Allahs und Seines Gesandten sowie der Heiligkeit seines Grabes zu bewusst, um Zerstörung durch gewaltsames Eindringen darüber zu bringen, wie jemand anderes es getan hatte, indem er sein Haus ohne seine Erlaubnis betrat. '2 Dann ging er auf Aischa zu und sagte zu ihr: 'Welch ein Unheil bringst du, ein Tag auf einem Maultier und ein Tag auf einem Kamel. Willst du das Licht Allahs auslöschen und die Freunde Allahs (auliya') bekämpfen? Gehe zurück! Du bist vor dem beschützt worden, was du fürchtest, und du hast erreicht, was du wolltest. Bei Allah, Dem Erhabenen, siegreich werden die Leute dieses Hauses (der Ahl-ul-Bait) sein, sei es auch (erst) nach einiger Zeit.'
Al-Hussain (a.) sagte: 'Bei Allah, wenn al-Hassan mich nicht dazu verpflichtet hätte, Blutvergießen zu vermeiden, und nicht einmal einen Schröpfkopf voll Blut zu vergießen, würdet ihr wissen, wie die Schwerter Allahs von euch ihren Tribut fordern würden. Ihr habt die Vereinbarung zwischen uns gebrochen, und ihr habt das ungültig gemacht, was wir uns selbst an Bedingungen auferlegt haben.'
Und sie gingen mit al-Hassan (a.) (weiter) und bestatteten ihn auf (dem Friedhof) Baqi' neben seiner Großmutter Fatima bint Asad ibn Haschim ibn Manaf (r.), möge Allah sie in den Gärten der Glückseligkeit weilen lassen.3
Al-Hassan ibn Ali (a.) hatte fünfzehn Kinder, Sohne und Töchter:
1. Zaid ibn al-Hassan
und seine beiden Schwestern:
2. Umm al-Hassan,
3. Umm al-Hussain.
1 Fatima bint Asad, die Mutter Imam Alis (a.) - (Anm. d. Übers.)
2 Hier wird darauf angespielt, dass Abu Bakr und Umar ohne eine Erlaubnis des Propheten (s.) direkt neben ihm begraben wurden, während sein eigener Enkel es nicht darf. (Anm. d. Übers.)
3 Dieser Bericht wurde sowohl von der Amma als auch von der Chassa überliefert unter Änderung bestimmter Ausdrücke gemäß der (jeweiligen) Rechtsschule. Siehe „Dala'il al-Amma: 61, und „Maqatil al-Talibiyyin": 74, und „Scharh al-Nahdsch al-Hadidi": 16:49-51, und „al-Chara'idsch wa al-Dschara'ih": 1:242/8, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar:" 44:156
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Ihre Mutter war Umm Baschir, die Tochter von Abu Mas'ud 'Uqba ibn 'Umar ibn Tha'laba al-Chazradschiyya.
4. Al-Hassan ibn al-Hassan,
seine Mutter war Chaula bint Mandhur al-Fazariyya.
5. 'Umar ibn al-Hassan und seine beiden Brüder:
6. Al-Qasim,
7. Abdullah,
ihre Mutter war eine (ehemalige) Sklavin (Umm Walad).
8. 'Abd ar-Rahman ibn al-Hassan,
seine Mutter war eine (ehemalige) Sklavin.
9. Al-Hussain ibn al-Hassan,
der den Beinamen (Kunya) „al-Athram" trug („der mit dem gebrochenen Zahn"), und sein Bruder
10. Talha ibn al-Hassan, und ihre Schwester
11. Fatima bint al-Hassan.
Ihre Mutter war Umm Ishaq bint Talha ibn Ubaidullah al-Taimi.
12. Umm Abdullah
13. Fatima
14. Umm Salama
15. Ruqayya
Dies waren die Töchter al-Hassans (a.) von verschiedenen Müttern.
Was Zaid ibn al-Hassan (r.) betrifft, so war er für die Almosen (Sadaqa) zuständig, die dem Gesandten Allahs (s.) gegeben worden waren. Er war der älteste (der Kinder), und er war von noblem Ansehen, großzügigem Charakter, mit außergewöhnlicher Seele und mit großer Frömmigkeit. Die Dichter lobpriesen ihn, und die Leute kamen von weither, um seine Vorzüge zu erfahren. Die Historiker (ashab al-sira) erwähnten, dass Zaid ibn al-Hassan für die Almosengaben (Sadaqa) verantwortlich war, die dem Gesandten Allahs (s.) gegeben worden waren. Jedoch, als Sulaiman ibn 'Abd al-Malik an die Macht kam, schrieb er zu seinem Gouverneur in Medina:
„ Wenn dieser Brief von mir bei dir angekommen ist, suspendiere Zaid von (der Kontrolle über) die Almosen des Gesandten Allahs (s.) und gib es an den-und-den. Er ist ein Mann von seinem (d.h. von Sulaimans) Stamm- und gib ihm jede Hilfe, die er von dir will. Salam. "
Als aber Umar ibn 'Abd al-'Aziz Kalif wurde, da kam ein (anderer) Brief von ihm:
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„Zaid ibn al-Hassan ist der Anführer (Scharif) der Banu Haschim und der Älteste von ihnen. Wenn dieser Brief von mir zu dir kommt, dann gib ihm (die Kontrolle über) die Almosen des Gesandten Allahs (s.) und gib ihm alle Hilfe, die er von dir will, was-salam. " 1
'S
Muhammad ibn Baschir, der Charidschite2 , sagte über Zaid ibn al-Hassan:
„ Wenn der Sohn des Auserwählten (al-Mustafa)3 den Fluss, der zu Tal strömt, herabkommt, wird er seine Dürre vertreiben und seine Zweige mit Laub begrünen. Zaid ist der Frühling der Menschen in jedem Winter, wenn seine Regenfälle und Donnergrollen gekommen sind. Er ist milde denen gegenüber, die Entschädigungszahlung (diyya) verlangen, als ob er eine Leuchte in der Finsternis sei, deren Sterne sie begleiten. "
Als Zaid starb, war er neunzig Jahre alt. Scharen von Dichtern komponierten Trauerlieder für ihn, in denen sie seinen Verlust beklagten und seine Verdienste weinend priesen. Qudama ibn Musa al-Dschumahi war einer von ihnen, der folgendes Trauergedicht verfasste:
„ Wenn die Erde Zaids Person entbehrt hätte, Freundlichkeit und Güte hätten nicht darauf existiert.
Wenn der Beschützer des Staubes des Grabes über ihn gekommen wäre, dann wäre er damit bedeckt worden, während er, der fortgegangen war, für seine Tat gelobt worden wäre.
Derjenige, Der einer bescheidenen Bitte zuhört, weiß, dass er nur Gutes von Ihm verlangt, so wird Er zurückkehren (mit Gutem für ihn).
Er war nicht gesprächig, aber er brach zu seiner Reise auf, um nach dem Guten zu greifen, wo du (es) willst.
Wenn ein untertäniger Diener unzulänglich war, dann ermutigte er ihn dazu, seine Väter und Großväter zu preisen.
Er war einer der großzügigen Geber für die (Gottes-)Diener, und er war der derjenige, der Gäste um sich sammelte, und er war (einer der) Löwen im Angesicht von Unheil.
Wenn ein Mächtiger mit vielen Vorfahren abberufen wird, dann haben sie einen preiswürdigen Erben, der ihm folgt, wie gewünscht wird.
Wenn ein Sayyid unter ihnen stirbt, denn ersteht ein anderer Edler, der nach ihm baut und kräftigt."
Weitere Beispiele dafür würden das Buch zu sehr in die Länge ziehen.
1 Al-Dhahabi erwähnte die (Wieder-)Einsetzung Zaids ibn al-Hassan durch 'Umar ibn 'Abd al-'Aziz (als Verantwortlicher) über die Almosen. Seihe „ Siyar A'lam al-Nubala'":4:487/186, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:163/2
2 eine von Imam Ali (a.) abtrünnige Gruppe, die gegen ihn rebellierte. (Anm. d. Übers.)
3 Gemeint ist der Prophet (s.) - (Anm. d. Übers.)
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Zaid ibn al-Hassan (r.) ging von dieser Welt, ohne das Imamat (für sich) zu beanspruchen, und (auch) keiner der Schia oder andere beanspruchten es für ihn. Tatsache ist, dass die Schia aus zwei Zweigen besteht: Imami und Zaydi. Die Imami gründet sich auf Ernennungen (nusus), und diese existieren nicht für die Söhne von al-Hassan (a.), mit ihrer Zustimmung: Niemand von ihnen beanspruchte dies für sich, während es diesbezüglich Zweifel gab. Die Zaydi betrachtet das Imamat nach Ali, Hassan und Hussain (a.) als demjenigen gebührend, der (darauf) Anspruch erhebt und zum Dschihad (aufbricht). Jedoch Zaid (r.) stand den Banu Umayya versöhnlich gegenüber und übernahm von ihnen Ämter. Seiner Ansicht (nach) war die Schutzverstellung (taqiyya) seinen Feinden gegenüber (sinnvoll) sowie Harmonie mit ihnen und ihre Überlistung. Nach Ansicht der Zaydi-Bewegung widerspricht dies den Zeichen für das Imamat, wie wir berichteten.
Die Haschwiyya hängen dem Imamat der Banu Umayya an und betrachten das Imamat nicht als etwas, was den Kindern (Nachfahren) des Gesandten Allahs (s.) unter allen Umständen vorbehalten (ist).
Die Mu'tazila betrachtet das Imamat nur als denjenigen zustehend, die ihre Ansicht von „Zurückziehen" (i'tizal) teilen und demjenigen, dessen Verpflichtung ('ahd) durch ein beratendes Gremium (schura) und durch Wahl (ichtiyar) zustande kommt, und Zaid erfüllte, wie wir schon vorangestellt haben, diese Kriterien nicht.
Die Charidschiten betrachten das Imamat nicht als etwas, das demjenigen zusteht, der vom Fürsten der Gläubigen (Amir al-Mu'minin), Ali ibn Abu Talib (a.), ernannt wurde, während Zaid sowohl seinem Vater als auch seinem Großvater ohne Widerspruch folgte.
Al-Hassan ibn al-Hassan (a.) war edel, eine Führungspersönlichkeit, tugendhaft und fromm. Er war für die (Verteilung der) Almosen zuständig, die an den Fürsten der Gläubigen (Amir al-Mu'minin, Imam Ali, a.)gezahlt worden waren, während er (al-Hassan, a.) am Leben war. Über ihn und al-Hadschadsch berichtete Zubair ibn Bakkar folgendes:
„Al-Hassan ibn al-Hassan (a.) war verantwortlich für die Almosen, die an Amir al-Mu'minin gezahlt worden waren, während er am Leben war. Eines Tages kam al-Hadschadsch ibn Yusuf mit Gefolge - er war zu dieser Zeit Gouverneur von Medina - und sagte zu ihm (al-Hassan ibn al-Hassan, a.):
'Lasse 'Umar ibn Ali an (der Verwaltung der) Almosen seines Vaters teilhaben, Er ist dein Onkel und ein Überlebender deiner Familie.' - 'Ich werde die Be-
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dingungen, denen ich unterliege, nicht ändern,' antwortete al-Hassan, 'noch werde ich irgendjemanden daran beteiligen, der nicht daran beteiligt werden muss.' - ,Dann werde ich ihn mit dir in Kontakt bringen,' sagte al-Hadschadsch. Doch al-Hassan wandte sich von ihm ab, als al-Hadschadsch abgelenkt war, dann machte er sich auf zu Abd al-Malik, bis er zu ihm kam und an seiner Tür stand, wo er um Erlaubnis bat (einzutreten). Yahya ibn Umm al-Hakam ging an ihm vorbei. Als Yahya ihn sah, drehte er sich zu ihm um, grüßte ihn und fragte ihn nach dem Grund seines Kommens und nach Neuigkeiten von ihm. 'Ich werde versuchen, dir bei dem Fürsten der Gläubigen zu nützen,' sagte er, und er meinte hier Abd al-Malik. Als al-Hassan ibn al-Hassan (a.) bei Abd al-Malik eintrat, grüßte er ihn und befragte ihn freundlich. Al-Hassans Haar war schnell ergraut. Yahya ibn Umm al-Hakam war (auch) in der Versammlung. 'Dein Haar ist schnell ergraut, Abu Muhammad,' sagte 'Abd al-Malik zu al-Hassan (ibn Ali). 'Sein ergrautes Haar, o Fürst der Gläubigen', sagte Yahya, 'wird ihn nicht daran hindern, die Wünsche der Iraker zu erfüllen, wenn ihre Reiter zu ihm kommen und ihm den Wunsch nach dem Kalifat eingeben. d Al-Hassan ibn al-Hassan ging (daraufhin) zu ihm und sagte: 'Schande über dich! Das Geschenk,
'S
um das ich bitte, ist nicht das, was du gesagt hast. Vielmehr ergraut bei uns, den Leuten des Hauses (Ahl-al-Bait,) das Haar schnell. '3 'Abd al-Malik hatte zugehört. Er kam auf ihn zu und fragte: 'Sag schon, warum bist du gekommen?' (Al-Hassan) berichtete ihm über das, was al-Hadschadsch gesagt hatte. 'Er hat kein Recht, das zu sagen,' sagte ('Abd al-Malik), 'ich werde ihm einen Brief schreiben, den er nicht ignorieren kann.' Er schrieb ihm und gab al-Hassan ibn al-Hassan Geschenke und behandelte ihn gut. Als er ihn verließ, traf Yahya ibn (Umm) al-Hakam mit ihm zusammen. Er (al-Hassan) tadelte ihn wegen seines böswilligen Berichtes und fragte ihn: 'Was war es, das du mir versprochen hast?' ‘Hör auf,' erwiderte Yahya, 'er fürchtet dich immer noch. Wenn ich ihm nicht Respekt vor dir eingeflößt hätte, dann hätte er nicht deinen Wunsch ausgeführt, und ich hätte dir nicht helfen können. "A
Al-Hassan ibn al-Hassan war mit seinem Onkel al-Hussain ibn Ali (a.) bei der Schlacht an den Ufern des Euphrat dabei. Als al-Hussain (a.) getötet wurde und die Übrigen seiner Familie in Gefangenschaft gerieten, kam Asma' ibn Charid-scha zu ihm und nahm ihn (aus der Mitte der) Gefangenen heraus und sagte: „Bei Allah, lass ihn nie zu Ibn Chaula gehen, und 'Umar ibn Sa'd, lasst ihn zu Abu Hassan gehen, dem Sohn seiner Schwester. " Es wurde berichtet, dass er in
1 Yahya droht dem amtierenden Kalifen damit, dass der Sohn Imam Hassans die Iraker gegen ihn anführen könnte. (Anm. d. Übers.)
2 D.h., ich bin nicht gekommen, weil ich das Kalifat anstrebe! (Anm. d. Übers.) 3.. weil wir viele Sorgen haben. (Anm. d. Übers.)
4 Al-Baladhiri erwähnte es in „Ansab al-Aschraf“ 3:73/85 in gekürzter Form, wie auch al-Dhahabi in „Siyar A'lam al-Nubala'" 4:485, und in den Randbemerkungen der Lebensläufe überlieferte es Mus'ab al-Zubairi in „Nasab Quraisch":46-47, und in „Tarich Dimaschq" von Ibn Asakir:4:218 a und b, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:166
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Gefangenschaft geriet, als er eine Verletzung hatte, von der er sich später erholt hatte.
Al-Hassan ibn al-Hassan hielt bei seinem Onkel al-Hussain (a.) um die Hand einer dessen beiden Töchter an, und al-Hussain sagte zu ihm: „ Wähle diejenige, mein Sohn, die dir mehr zusagt. " Al-Hassan schämte sich und konnte nicht antworten. „Ich habe, " sagte al-Hussain (a.), „meine Tochter Fatima für dich ausgewählt. Sie ist diejenige von den beiden, die meiner Mutter Fatima, der Tochter des Gesandten Allahs, ähnlicher ist. "1
Al-Hassan ibn al-Hassan (r.) starb, als er 35 Jahre alt war. Sein Bruder Zaid ibn al-Hassan war (noch) am Leben, doch er ernannte seinen (Halb-)Bruder mütterlicherseits, Ibrahim ibn Muhammad ibn Talha, als seinen Nachfolger (als Verantwortlicher für die Almosen). Als al-Hassan ibn al-Hassan (r.) starb, spannte seine Frau Fatima bint al-Hussain (a.) ein Zelt auf sein Grab auf und verbrachte die Nächte im Gebet und fastete tagsüber. In ihrer Schönheit ähnelte sie den Paradiesjungfrauen. Als das neue Jahr begann, sprach sie zu ihren Begleitern: „ Wenn es dunkel wird, dann reißt das Zelt ab. " Dann, als die Nacht hereinbrach, hörte sie eine Stimme sagen: „Haben sie gefunden, was sie verloren haben?" „ Nein, " antwortete sie, „ sie sind verzweifelt, so sind sie abgekehrt. " 2
Al-Hassan ibn al-Hassan verschied, ohne das Imamat zu beanspruchen, noch wurde irgendein Anspruch eines anderen für ihn erhoben, wie wir es in dem Fall seines Bruders Zaid beschrieben haben, möge Allah mit beiden zufrieden sein.
Was 'Umar, al-Qasim und Abdullah, die Söhne al-Hassans ibn Ali (Friede sei mit ihnen) betrifft, sie starben den Märtyrertod bei ihrem Onkel, al-Hussain ibn Ali (a.), an den Ufern des Euphrat, möge Allah zufrieden mit ihnen sein, ihnen Zufriedenheit gewähren und ihnen (ihren Kampf) für den Glauben, den Islam und seine Familie bestens lohnen.
'Abd ar-Rahman ibn al-Hassan (r.) brach mit seinem Onkel al-Hussain (a.) zur Hadsch auf, und er starb in al-Abwa', während er (noch) im Weihezustand (ih-ram) war. Möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen. Al-Hussain ibn al-Hassan, bekannt unter dem Namen „al-Athram (der mit dem gebrochenen Zahn") war verdienstvoll, doch existieren keine Berichte über ihn in dieser Hinsicht. Talha ibn al-Hassan war ein freigiebiger Mann.
1 „Maqatil al-Talibiyyin":180, „al-Aghani": 21:115, und al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:167/3
2 Gemeint ist, dass der so beliebte und nun „verlorene" Verstorbene nicht zurückkehrt und entsprechend nicht mehr zu finden ist (Anm. d. Übers.)
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(Dies ist) ein Bericht über den Imam nach al-Hassan ibn Ali (a.), sein Geburtsdatum, die Beweise für sein Imamats, das Alter, das er erreichte, die Dauer seines Kalifatsamtes (chilafa), Zeitpunkt und Ursache seines Ablebens, den Ort, an dem sein Grab liegt, die Anzahl seiner Kinder und eine Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Der Imam nach al-Hassan ibn Ali (a.) war sein Bruder al-Hussain ibn Ali, der Sohn der Fatima, der Tochter der Gesandten Allahs (s.), (und zwar) durch die Ernennung (nass) seines Vaters und Großvaters (a.), (sowie auch) aufgrund des Testaments seines Bruders al-Hassan (a.). Sein Beiname (kunya) war Abu 'Ab-dillah.
Er wurde in Medina geboren, am 5. Scha'ban1 im 4. Jahr nach der Hidschra (626 n.Chr.). Seine Mutter Fatima (a.) brachte ihn zu seinem Großvater, dem Gesandten Allahs (s.). Dieser war darüber mit großer Freude erfüllt und nannte ihn „Hussain". Er opferte einen Widder für seine 'Aqiqa2. Er und sein Bruder (al-Hassan, a.) waren (und sind) aufgrund der Verfügung des Gesandten Allahs (s.) die beiden Herren der jungen Männer des Paradieses, und mit zweifelloser Ü-bereinstimmung waren sie die Enkel des Propheten der Barmherzigkeit. Al-Hassan ibn Ali (a.) ähnelte dem Propheten von seinem Kopf bis zu seiner Brust, während al-Hussain (a.) ihm von seiner Brust bis zu seinen Füßen ähnelte. Sie waren dem Propheten von all seiner Familie und seinen Kindern am liebsten.
'O Allah, ich liebe sie beide. Darum liebe (auch) du sie und jeden, der sie liebt. ’"3
Und er (der Prophet, s.) sagte:
„ Wer al-Hassan und al-Hussain (a.) liebt, den liebe (auch) ich, und wen ich liebe, den liebt (auch) Allah, und wen immer Allah liebt, den wird er ins Paradies eintreten lassen. Wer sie (a.) (aber) hasst, den hasse (auch) ich, und wen ich hasse, den hasst (auch) Allah, den lässt Er ewig im Feuer weilen. " 4
1 Der achte Monat des islamischen Mondkalenders (Anm. d. Übers.)
2 Aqiqa nennt man die Zeremonie, bei der der Kopf eines Neugeborenen am siebenten Tage nach seiner Geburt rasiert und ein Schaf für das Kind geopfert wird. (Anm. d. Übers.)
3 Überliefert von al-Tirmidhi 5:656-3769 von Usama ibn Zaid, und ibn al-Athir in „Usad al-Ghaba" 2:11, und al-Muttaqi al-Hindi in „Kanz al-'Ummal": 13:666/37697
4 Al-Hakim al-Nisaburi erwähnte es in „al-Mustadrak" 3:666 mit leichter Abweichung, und ibn Asakir in „Ta-rich-al-Dimaschq - Tardschuma al-Imam Imam Hussain" (a.): 97/131 und 98/132, und al-Kandschi al-Schafi'i in
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Dann sagte er (a.): „Diese meine beiden Söhne sind zwei Rayhan1-Pflanzen der
'S
Welt (um sie mit ihrem Duft zu erfüllen). "
Zirr ibn Hubaisch überlieferte von ibn Mas'ud, welcher berichtete:
„Als der Prophet (s.) mit dem Gebet beschäftigt war, kamen al-Hassan und al-Hussain (a.) und stellten sich hinter ihn. Als er seinen Kopf hob, nahm er die beiden liebevoll (in die Arme). Als er wieder zum Gebet zurückkehrte, taten auch sie es. Als er (das Gebet) beendet hatte, setzte er den einen (von ihnen) auf sein rechtes, den anderen auf sein linkes Knie und sagte: 'Wer mich liebt, der soll (auch) diese beiden lieben ’"3
Sie waren die beiden Beweise Allahs (hudschatay-Allah) für Seinen Propheten (s.) bei der Mubahala4. Nach ihrem Vater, dem Fürsten der Gläubigen, waren sie die beiden Beweise Allahs für die Ummah hinsichtlich der Religion (din) und des Islams und der (islamischen) Nation.
Muhammad ibn Abi 'Umair überlieferte von seinen Männern (ridschal), von Abu Abdillah (a.), welcher berichtete: „Al-Hassan ibn Ali (a.) sagte zu seinen Gefährten:
'Allah Der Erhabene hat zwei Städte - eine von ihnen ist im Osten, die andere im Westen - in welchen keins der Geschöpfe Allahs daran interessiert ist, sich Ihm zu widersetzen. Bei Allah, Allahs Beweis für Seine Geschöpfe in und zwischen ihnen (den Städten) ist nichts anderes als ich und mein Bruder al-Hussain. '"5.
, Was ist mit euch, dass ihr euch gegenseitig helft gegen mich? Oder bei Allah, (seht ihr nicht,) wenn ihr mich tötet, ihr dann den Beweis Allahs für euch tötet?
„Kifaya al-Talib:422, und al-Muttaqi al-Hindi in „Kanz al-'Ummal" 12:119, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 43:275/42
1 Rayhan (bot.: Ocimumbasilicum), duftende Blume (Anm. d. Übers.)
2 Al-Buchari erwähnte es in „al-Sihah: 5:33, mit leichter Abweichung, und al-Tirmidhi in seinen „Sunan": 5:656/377, und Ibn Asakir in „Tarich-i-Dimaschq - Tardschuma al-Imam Imam Hussain (a.)":38-39/57-60, und Ibn al-Athir in „Asad al-Ghaba" 2:19, und ibn al-Dhabagh in „al-Fusul al-Muhimma": 154, und al-Muttaqi al-Hindi in „Kanz al-'Ummal" 12:113, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 43:275/42.
3 Ähnliches überlieferte al-Baihaqi in seinen Überlieferungen (sunan) 2:263, und ibn Asakir in „Tarich-i-Dimaschq - Tardschuma al-Imam Imam Hussain (a.)": 83/116, und Muhibb-al-Din al-Tabari in „Dacha'ir al-'Uqba":131und 132, und „al-Muttaqi al-Hindi in „Kanz al-'Ummal": 12:121 (gekürzt), und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:275/43
4 Im Heiligen Qur'an beschriebenes Ereignis beim Aufeinandertreffen mit Christen (3:61), (Anm. d. Über.)
5 Ähnliches erscheint in „Basa'ir al-Daradschat": 359/4 und 5, und bei al-Kulaini in „al-Kafi" 1:384/5.
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Nein, bei Allah, es gibt zwischen Dschabilqa und Dschabirsa keinen (anderen) Sohn des Propheten, den Allah zum Beweis für euch gemacht hat außer mir.' 1
Dschabilqa und Dschabirsa sind die beiden Städte, die al-Hassan und sein Bruder (a.) erwähnt hatten.
Einer der Beweise (burhan) ihrer Vollkommenheit und Beweis Allahs speziell sie beide betreffend - abgesehen von der erwähnten Mubahala des Propheten (s.) (in welcher er) die beiden (als Beweise) vorbrachte, ist auch (die Tatsache, dass) er seine Hand auf ihre (Hände) legte (bai'a)2, was er niemals bei einem anderen Kind getan hatte. Auch der Quran bringt eine positive Aussage über den Lohn (thawab) des Paradieses für die beiden aufgrund ihrer guten Werke, obwohl sie sich in ihrer frühesten Kindheit befanden, und er sandte dies zu niemand anderem herab als zu ihnen. Allah, Der Erhabene sagte in Sure al-Dahr"3:
„ Und sie geben Speise, aus Liebe zu Ihm, dem Armen, der Waise und dem Gefangenen. (Indem sie sprechen:) „ Wir speisen euch nur um Allahs Willen. Wir begehren von euch weder Lohn noch Dank. Wir fürchten von unserem Herrn einen Tag des Finsterblickens und des Unheils. " Darum wird Allah sie von dem Übel jenen Tages bewahren und ihnen Freude und Glück bescheren. Und Er wird sie für ihre Standhaftigkeit belohnen mit einem Garten und seidenen (Gewändern).
Diese Aussage erstreckte sich auf die beiden, ihren Vater und ihre Mutter (a.). Die Aussage enthält ausdrückliche Erklärung (über sie) darüber und ihr diesbezügliches Bewusstsein, beides sind Hinweise darauf, dass die prächtigen Verse von ihnen handeln und darauf, dass der größte Beweis für die Geschöpfe durch sie kam. Auf die gleiche Weise war auch der Bericht über den Messias (Isa, a.), der in der Wiege sprach (als neugeborenes Kind), ein Beweis für sein Propheten-tum, für die besondere Fürsorge Allahs für ihn durch Wunder (karamah), welche seine Stellung und Position bei Allah hinsichtlich (seiner) Vorzüge aufzeigen.
Der Gesandte Allahs (s.) hatte bereits vorher auf sein (Imam Hussains, a.) Ima-mat sowie auf das seines Bruders klar hingewiesen durch Ernennung, indem er sagte: „Diese meine beiden Söhne sind die beiden Imame, die Härten erfahren werden."
Das Testament al-Hassans (a.) wies auf sein (Imam Hussains, a.) Imamat hin, wie auch das Testament des Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.) auf das Imamat al-Hassans, entsprechend dem Testament des Gesandten Allahs (s.), das auf das Imamat des Fürsten der Gläubigen nach ihm hinwies.
1 Siehe bei al-Tabari: 3:319
2 Entsprechend den Zeichen eines Treueids (Anm. d. Übers.)
3 Die 76 Sure des Heiligen Qur'an (Anm. d. Übers.)
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Entsprechend dem, was wir (bereits) erwähnt haben, wurde das Imamat al-Hussains (a.) nach dem Ableben seines Bruders festgelegt, und der Gehorsam ihm (Imam Hassan, a.) gegenüber war für alle Geschöpfe bindend, auch wenn er sie nicht (zum Gehorsam ihm gegenüber) aufrief aufgrund von Verstellungstaktik (taqiyya), die er befolgte sowie aufgrund seines Waffenstillstandsabkommens mit Mu'awiya ibn Abi Sufyan, den er einhalten musste. Darin folgte er der Handlungsweise seines Vaters, dem Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.), dessen Imamat nach dem Propheten (s.) festgelegt wurde trotz (seines, d.h. Imam Alis, a.) Stillschweigens darüber, (genauso wie) das Imamat seines Bruders al-Hassan (a.) nach dem Waffenstillstandsabkommen trotz (dessen) Enthaltung (von Politik) und (seines) Schweigens. Darin handelten sie nach dem Vorbild (sunan) des Propheten Allahs (s.), als er in al-Schi'b der Blockade (der Mekkaner) ausgesetzt war, als er nach Mekka emigrierte und sich in einer Höhle verbarg, so dass er vor seinen Feinden verdeckt war.
Als Mu'awiya starb, kam die Periode des Waffenstillstands zu einem Ende. Dieser hatte al-Hussain ibn Ali (a.) daran gehindert, (die Leute) aufzurufen (ihm zu folgen). Dann machte er (Imam Hassan, a.) seine Autorität so deutlich, wie es möglich war. Ein ums andere Mal erklärte er sein Recht (auf das Imamat) denjenigen, die darüber kein Wissen hatten, bis die offensichtlichen Anhänger sich um ihn versammelt hatten. Dann rief er (a.) sie zum Kampf (Dschihad) auf und dazu, sich für die Schlacht zu rüsten.
Danach machte er sich mit seinen Kindern und seiner Ahl-al-Bait von dem Heiligtum Allahs (Mekka) und dem heiligen Grab des Gesandten Allahs (s.) (Medina) auf den Weg nach Irak, um denjenigen seiner Schi'a1 zu Hilfe zu eilen, die ihn gerufen hatten (, damit er ihnen) gegen die Feinde (beistehe). Sein Vetter väterlicherseits, Muslim ibn 'Aqil (r.), war ihm vorausgegangen, um zu Allah und zur Treue (bai'a) für ihn (Muslim) aufzurufen, um am Kampf teilzunehmen. Die Kufiten sagten ihm die Treue dafür zu und verpflichteten sich ihm, und sie garantierten ihm Hilfe und Rat, und sie vertrauten ihm darin und schlossen einen Vertrag mit ihm. Dann dauerte es (jedoch) nicht lange, bis sie ihre Treue brachen, ihn im Stich ließen und ihn auslieferten. Er wurde in ihrer Mitte getötet, ohne dass sie es verhinderten. Sie gingen zu al-Hussain (a.), belagerten ihn, hinderten ihn daran, zu dem Lande Allahs (Mekka) zurückzukehren und bedrängten ihn so sehr, dass er weder Helfer noch Zuflucht vor ihnen fand. Sie hinderten ihn am Wasser des Euphrats, so dass sie über ihn Macht gewannen, und sie töteten ihn. Er (a.) starb durstig, standhaft kämpfend, gefangen und unterdrückt. Der Treueid ihm gegenüber war gebrochen und seine Ehre war missachtet worden. Der Bund mit ihm wurde nicht erfüllt, noch wurde die Verpflichtung für den Vertrag mit ihm beachtet. (Er starb als) ein Märtyrer, worin ihm sein Vater und
1 Gemeint ist die „Anhängerschaft" (Anm. d. Übers.)
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sein Bruder vorangegangen waren, die besten Segenswünsche, Barmherzigkeit und Grüße seien mit ihnen.
Berichte über das Märtyrertum von Imam Hussain (a.)
Dies ist eine Auswahl der Berichte, welche die Gründe für seinen Aufruf angeben (ihm zu folgen) sowie von dem Treueid, den die Leute ihm leisteten, (mit ihm) zu kämpfen und ein kurzer Bericht über seine Mission, seinen Auszug (aus Mekka) und sein Märtyrertum.
Al-Kalbi, al-Mada'ini und andere Historiker überlieferten: Als al-Hassan ibn Ali (a.) starb, gerieten die Schiiten im Irak in Aufruhr. Sie schrieben al-Hussain (a.), dass sie Mu'awiya absetzen und ihm (Imam Hussain, a.) dem Treueid schwören wollten. Dieser weigerte sich (jedoch) und sagte, dass er mit Mu'awiya einen Vertrag und ein Abkommen abgeschlossen habe, welches er nicht brechen dürfe, bis die (Vertrags-)Dauer abgelaufen sei, er jedoch, wenn Mu'awiya stürbe, sich um diese Sache kümmern werde.
Als Mu'awiya in der Mitte des Monats Radschab1 60 Jahre nach der Hidschra starb, schrieb Yazid zu Walid ibn 'Utba ibn Abi Sufyan, welcher in Mu'awiyas Auftrag in Medina war, dass er al-Hussain (a.) dazu bringen solle, ihm (Yazid) den Treueid (bai'a) zu leisten, und dass er ihm keine Verzögerung darin erlauben solle. So ließ in der Nacht Walid nach al-Hussain (a.) schicken und ihn (zu sich) rufen. Al-Hussain (a.) wusste, was er wollte, und er rief eine Gruppe seiner Gefolgsmänner und befahl ihnen, Waffen zu tragen. Er sprach zu ihnen: „ Walid hat mich zu dieser (nächtlichen) Zeit gerufen, und ich bin nicht sicher davor, dass er mir etwas auferlegt, dem ich nicht nachkommen (will). Er ist unberechenbar, seid bei mir, und wenn ich bei ihm eingetreten bin, dann setzt euch an die Tür. Wenn ihr hört, dass meine Stimme laut ist, dann kommt herein und haltet ihn von mir ab. "
Al-Hussain (a.) ging zu Walid und fand Marwan ibn al-Hakam bei ihm. Walid gab ihm Nachricht über den Tod Mu'awiyas, und al-Hussain (a.) antwortete mit der Formel:
„'inna-lillah wa inna-ilaihi radschi'un' - Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück." 2
1 Siebter Monat des islamischen Mondkalenders (Anm. d. Übers.)
2 Dieser Vers aus dem Heiligen Qur'an (2:156) wird immer ausgesprochen, wenn man die Nachricht erhält, dass jemand gestorben ist (Anm.d.Übers.)
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Dann las er (Marwan) ihm den Brief von Yazid vor und seinen Befehl, seinen (Imam Hussains, a.) Treueid für ihn (Yazid) zu bekommen. „Ich sehe, " sagte al-Hussain (a.), „dass du dich nicht damit begnügst, wenn ich Yazid im Geheimen den Treueid leiste, sondern (du nicht zufrieden bist,) bis ich es öffentlich tue, damit die Leute dessen gewahr werden. " - „In der Tat, " sagte Walid. „So lass uns sehen, was du darüber am Morgen denkst, " schlug al-Hussain (a.) vor. Da sagte Marwan zu ihm: „Bei Allah, wenn al-Hussain jetzt von dir weggeht, ohne den Treueid zu leisten, dann wirst du nie mehr so eine Macht über ihn bekommen, bis es eine Menge (im Kampf) Getötete zwischen dir und ihm gibt. Verhafte den Mann, und er soll nicht von dir freikommen, bis er (Yazid) den Treueid geleistet hat, oder köpfe ihn. " Da sprang al-Hussain (a.) auf und sagte: „Du Sohn einer fremden Frau, wirst du mich töten oder er? Bei Allah, du hast gelogen und gesündigt. " Damit ging er hinaus, und mit ihm seine Gefolgsmänner, bis er zu seinem Haus kam.
„Du hast mir nicht gehorcht," sagte Marwan zu Walid. „Nein, bei Allah, er wird dir nie (wieder) so eine Gelegenheit geben (gegen ihn vorzugehen)." -„Dann wehe einem anderen als dir, Marwan, " antwortete Walid, „du hast mich zu etwas ausersehen, das die Zerstörung meines Glaubens zur Folge haben wird, und bei Allah, ich begehre nichts von dem weltlichen Geld und Herrschaft, über dem die Sonne auf- und untergeht, wenn es damit verbunden ist, dass ich al-Hussain töte. Lob sei Allah! Soll ich al-Hussain töten, weil er sagte, das er keinen Treueid (an Yazid) leistet? Bei Allah, ich glaube nicht, dass (die Tat) eines Mannes, der das Blut von al-Hussain (a.) (zu verantworten hat), am Tage der Auferstehung bei Allah wenig wiegen wird. " Da sagte Marwan: „ Wenn das deine Ansicht ist, dann hast du in dem, was du getan hast, richtig gehandelt", aber er sagte das, ohne ihn für seine Meinung zu loben.
Al-Hussain (a.) hielt sich in dieser Nacht in seinem Haus auf. Es war die Nacht auf Samstag, und es waren noch drei Tage vom Monat Radschab übrig im Jahre 60 nach der Hidschra (680 n.Chr.). Walid ibn 'Utba war damit beschäftigt (die Information) an Ibn al-Zubair wegen des Treueids an Yazid zu senden und mit seiner (al-Hussains, a.) Weigerung dagegen. Ibn al-Zubair verließ Medina in der Nacht in Richtung Mekka. Als es Morgen wurde, schickte Walid Männer auf seine Spur, er schickte einen Reiter, einen der Anhänger der Bani Umayya mit (einer Schar von) 80 berittenen (Männern). Sie verfolgten ihn, erreichten ihn aber nicht und kehrten um.
Gegen Ende des Samstags schickte er (Walid) Männer zu al-Hussain ibn Ali (a.), damit sie diesen zu ihm bringen, so dass er Walid (doch) den Treueid leiste (stellvertretend) für Yazid ibn Mu'awiya. Al-Hussain (a.) sagte zu ihnen: „Kommt am (nächsten) Morgen. Dann werdet ihr (die Situation) überdenken, und wir auch. " So ließen sie jene Nacht von ihm ab, ohne ihn (weiter) zu drän-
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gen. Er (Imam Hussain, a.) verließ unter (dem Schutze) der Nacht (Medina) - es war die Nacht auf Sonntag, und es waren noch zwei Tage des Monats Radschab verblieben - in Richtung Mekka, und bei ihm waren seine Söhne, seine Brüder und die Söhne seines Bruders (al-Hassan, a.). Die meisten waren von seiner Ahl-al-Bait, außer Muhammad ibn al-Hanafiyya (r.). Als dieser von seinem (Imam Hussains, a.) Entschluss, Medina zu verlassen, erfuhr, wusste er nicht, wohin er (Imam Hussain, a.) gehen würde. Er sagte zu ihm: „Mein Bruder, du bist mir der Liebenswerteste und Geliebteste unter den Menschen, und ich konnte keinem der Geschöpfe raten außer dir, und du bist dessen am würdigsten. Verzichte darauf, Yazid ibn Mu 'awiya den Treueid zu schwören, und (vermeide) die großen Städte, wie du kannst. Dann schicke deine Abgesandten zu den Menschen und rufe sie zu (dem Gehorsam zu) dir auf, und wenn die Menschen dir folgen und dir den Treueid leisten, dann preise Allah dafür; und falls die Leute dahingehend übereinkommen, jemand anderem als dir (zu folgen), dann wird Allah deine Religion und deinen Verstand dadurch nicht mindern, noch wird Er deine Mannhaftigkeit und deinen (großen) Verdienst (verloren) gehen lassen. Ich fürchte, dass du eine dieser Städte betrittst und die Leute untereinander uneins sein werden: Eine Gruppe wird für dich sein, die andere gegen dich. Sie werden kämpfen, und du wirst das erste (Ziel) ihrer Speerspitzen sein. Denn der Beste in all dieser Ummah, (sowohl) von seiner Person her (als auch) von Vater und Mutter, wird derjenige sein, dessen Blut vergossen und dessen Familie am meisten gedemütigt werden wird. "
„ Wohin soll ich gehen, Bruder? ", fragte al-Hussain (a.). „ Geh und bleibe in Mekka, wenn das ein sicherer Platz für dich ist, das wäre ein Weg (für dich), und wenn das für dich ungeeignet ist, dann begib dich zu den Wüsten und den Bergen und begib dich von Ort zu Ort, bis du siehst (, wie sich die Einstellung der Leute dazu entwickelt.). Du kannst die Lage am besten beurteilen, wenn du die Situation direkt siehst. " - „Mein Bruder," sagte al-Hussain (a.), „du hast mir geraten und deine Besorgnis gezeigt, und ich hoffe, dass deine Ansicht richtig und erfolgreich sein wird. "
Al-Hussain (a.) brach nach Mekka auf und verlas (folgenden Vers):
„Da ging er hinaus von dort, furchtsam, auf der Hut. Er sprach: Mein Herr, rette mich vor dem ruchlosen Volk." 1
Er hielt sich an die Hauptstraße, und seine Ahl-al-Bait sagte zu ihm: „ Wenn du die Hauptstraße vermieden hättest, wie al-Zubair, dann hätten die Verfolger dir nicht folgen können. " - „Nein, bei Allah, " antwortete er, „ ich werde sie nicht verlassen, bis Allah Sein Urteil gesprochen hat. "
1 Heiliger Qur'an: 28:21
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Als al-Hussain (a.) in Mekka eintraf, war es die Nacht auf Freitag, den 3. Scha'ban, und er verlas (dabei folgenden Vers):
„Und als er sein Antlitz gegen Midian wandte, sprach er: ,Ich hoffe, mein Herr würde mich auf den rechten Weg leiten.' " 1
Dann ließ er sich dort nieder, und die Bewohner begannen, ihn oft zu besuchen,
'S
wie auch diejenigen, die zur 'Umra2 gekommen waren und (andere) aus weit entfernten Gegenden. Ibn al-Zubair hatte sich dort neben der Kaaba niedergelassen, wo er im Gebet zu stehen sowie das Umkreisen (tawwaf)3 zu verrichten pflegte. Er kam ihn (Imam Hussain, a.) besuchen mit den anderen, die zu ihm kamen. Er pflegte ihn in Abständen von zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu besuchen und manchmal einmal zwischen dem Zwei-Tage-Intervall. Er (Imam Hussain, a.) war für Ibn al-Zubair das lästigste Geschöpf Allahs, denn er wusste, dass die Bewohner von Hidschaz4 ihm (Ibn al-Zubair) nicht den Treueid leisten würden, solange al-Hussain (a.) im Lande weilen würde, denn dieser war fähiger, den Gehorsam der Leute zu erlangen und angesehener.
Die Kufiten5 erfuhren vom Tode Mu'awiyas (l.6) und verbreiteten Gerüchte über Yazid (l.), und sie erfuhren (auch) von der Nachricht der Weigerung al-Hussains (a.), ihm (Yazid) den Treueid zu leisten und welche Einstellung Ibn al-Zubair dazu hatte wie auch über ihrer beider Auszug nach Mekka. Die Schia7 versammelten sich im Hause Sulaimans ibn Surad, sprachen über den Tod Mu'awiyas und lobten und priesen Allah (dafür).
„Mu'awiya ist tot," sagte Sulaiman ibn Surad, „al-Hussain hat seinem Volk (d.h. der Bani Umayya) seinen Treueschwur versagt und ist nach Mekka gegangen. Ihr seid seine Schia und die Schia seines Vaters, und wenn ihr wisst, das ihr seine Helfer und seine Kämpfer gegen seinen Feind seid, dann lasst es ihn wissen. Wenn ihr aber Versagen und Schwäche fürchtet, dann verlockt den Mann nicht dazu, sein Leben zu riskieren. " Sie antworteten: „Nein, wir werden seinen Feind bekämpfen und an seiner Stelle getötet werden. " Sie schrieben ihm:
„Im Namen Allahs, Des Gnädigen, Des Barmherzigen. An al-Hussain ibn Ali (a.), von Sulaiman ibn Surad, al-Musayyib ibn Nadschaba, Rifa'a ibn Schaddad
1 Heiliger Qur'an: 28:22
2 'Umra: Im Gegensatz zu Hadsch die sog. „kleine Pilgerfahrt", die nicht an eine bestimmte Zeit gebunden ist (Anm. d. Übers.)
3 Zum Umkreisen der Kaaba siehe u.a.: „Riten der Pilgerfahrt" (Manasik al-Hadsch) von Ayatollah al-'Uzma as-Sayyid Ali Imam Hussaini al-Khamene'i (Anm. d. Übers.)
4 Bezeichnung der arabischen Halbinsel (Anm. d. Übers.)
5 Einwohner Kufas (Anm. d. Übers.)
6 Abkürzung für „la'nat-ul-lahi alaihi" - möge Allahs Fluch auf ihm sein (Anm. d. Übers.)
7 gemeint sind Imam Hussains (a.) Anhänger (Anm. d. Übers.)
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al-Badschali, Habib ibn Muzahir sowie die Gläubigen und Muslime seiner Schia unter den Kufiten.
Der Friede sei mit Dir, und Preis sei Deinetwegen Allah, außer Dem es keinen Gott gibt. Preis sei Allah, Der Deine Feinde zerbrochen hat, den halsstarrigen, Tyrannen, der sich über diese Gemeinschaft hinweggesetzt, sie ihrer Autorität beraubt, ihren Anteil an der Kriegsbeute enteignet und die Macht über sie an sich gerissen hat ohne ihr Einverständnis. Dann tötete er ihre (der Gemeinschaft) Erwählten und verschonte die Übeltäter. Er hat das Eigentum Allahs zu einem Staate gemacht (aufgeteilt) zwischen den Tyrannen und den Reichen. Er wurde zerstört, wie das Volk der Thamud 1 zerstört worden war. (Nun) haben wir keinen Imam über uns. Darum komm, damit Allah gebe, dass wir uns durch Dich unter (dem Banner) der Wahrheit versammeln. Al-Nu 'man ibn Baschir ist im Gouverneurspalast, und wir werden uns nicht mit ihm zum Freitagsgebet versammeln, noch werden wir ihn für das Fest (zur Moschee) begleiten. Sollten wir erfahren, dass Du zu uns kommen wirst, dann werden wir ihn vertreiben, bis wir ihn bis nach Syrien verfolgen, so Allah will. "
Dann schickten sie den Brief mit Abdullah ibn Misma' al-Hamdani und Abdullah ibn Walin und ermahnten sie zur Eile. Die beiden machten sich schnell auf den Weg, bis sie am 1 0.Tag des Monats Ramadan zu al-Hussain (a.) nach Mekka kamen. Zwei Tage, nachdem die Kufiten den Brief losgeschickt hatten, schickten sie Qais ibn Muschir al-Saidawi, 'Abd ar-Rahman und Abdullah al-Arhabbi und 'Umara ibn Abdullah al-Saluli zu al-Hussain (a.), und sie nahmen etwa hundertfünfzig Briefe mit sich, geschrieben von einzelnen Männern, (und andere) von (Gruppen) von Zweien oder Vieren.
Sie (die Kufiten) ließen weitere zwei Tage verstreichen, dann schickten sie Hani' ibn Hani' al-Sabi'i und Said ibn Abdullah al-Hanafi zu ihm (Imam Hussain, a.) (mit einem weiteren Brief) und schrieben ihm folgendes:
„Im Namen Allahs, Des Gnädigen, Des Barmherzigen.
An al-Hussain ibn Ali von seiner Schia unter den Gläubigen und den Muslimen. Beeile dich, denn die Menschen warten auf Dich. Sie haben keine Meinung (über jemand anderen) als Dich. Darum: Schnell, schnell! Und wiederum: Schnell, schnell! Und Salam. "
Schabath ibn Rib'i ibn Abdschar, Yazid ibn al-Harith ibn Ruwaim, 'Urwa ibn Qais2 , 'Amr ibn al-Hadschadsch al-Zubaidi und Muhammad ibn 'Amr al-Taimi schrieben (einen weiteren Brief), in welchem es hieß:
1 Thamud: Das Volk, zu dem der Prophet Salih (a.) gesandt worden war (Anm. d. Übers.)
2 Bei Tabari: ' Azra ibn Qais
3 Bei Tabari: Muhammad ibn 'Umair al-Tamimi
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„ Die Datteln sind grün geworden, und die Früchte sind gereift. Darum, wenn Du willst, dann komm zu einer Armee, die für Dich aufgestellt wurde, salam. "
Als alle Botschafter sich bei ihm (Imam Hussain, a.) trafen, las er die Briefe und fragte die Botschafter nach den Leuten. Dann schrieb er mit Hani' ibn Hani' und Said ibn Abdullah, welche die letzten beiden Botschafter waren (zurück):
„Im Namen Allah, Des Gnädigen, Des Barmherzigen. Von al-Hussain ibn Ali
An die Oberhäupter der Muslime und der Gläubigen.
Hani' und Said haben mir Eure Briefe übergeben, und sie waren die letzten beiden von Euren Abgesandten, die zu mir gekommen sind. Ich habe alles verstanden, was Ihr erzählt und erwähnt habt. Die Aussage der meisten von Euch ist (diese): 'Wir haben keinen Imam über uns. Darum komm; damit Allah uns durch Dich uns einen möge unter (dem Banner) der Rechtleitung und Wahrheit.' Ich schicke Euch meinen Bruder und Vetter (Muslim ibn ’Aqil) und mein vertrauenswürdiger (Vertreter) von meiner Ahl-al-Bait. Wenn er mir schreibt, dass die Ansicht Eurer Oberhäupter, der Weisen und Verdienstvollen unter Euch so einheitlich ist wie die Botschafter, die zu mir gekommen sind, es beschrieben haben und wie ich in Euren Briefen gelesen habe, werde ich schnell zu Euch kommen, so Allah will. Denn, bei meinem Leben, was ist der Imam (anderes) als der durch das Buch Regierende, der sich durch die Gerechtigkeit erhebt, der die Religion der Wahrheit bekennt und sich dem Wesen Allahs in Gefangenschaft begibt? Salam. "
Imam Hussain ibn Ali (a.) rief Muslim ibn 'Aqil ibn Abu Talib (r.) und entsandte ihn mit Qais ibn Muschir al-Saidawi und 'Umara ibn 'Abd al-Saluli sowie mit 'Abd ar-Rahman ibn Abdullah al-Arhabbi. Er befahl ihm Gottesehrfurcht, seine Angelegenheit geheimzuhalten und auf freundliche Art und Weise zu handeln. (Er befahl ihm außerdem), wenn er sähe, dass die Leute in ihren Ansichten einheitlich und in Harmonie seien, ihn schnell darüber zu informieren.
Muslim (r.) näherte sich, bis er nach Medina kam. Er betete in der Propheten-Moschee und verabschiedete sich von seinen geliebtesten Familienmitgliedern. Dann mietete er zwei Führer von Qais. Diese beiden machte sich mit ihm auf den Weg, doch sie kamen vom Weg ab und verirrten sich. So überkam sie starker Durst, und die beiden (Führer) waren nicht in der Lage, die Reise fortzusetzen. Sie wiesen ihm den Weg, nachdem er (wieder) klar vor ihnen erschien. Muslim wandelte auf jenen Wegen weiter, und die beiden Führer starben an Durst.
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Muslim ibn 'Aqil (möge Allah ihm barmherzig sein) schrieb von einem Ort namens al-Madhiq (einen Brief und schickte ihn) mit Qais ibn Muschir:
„Ich brach mit zwei Führern von Medina aus auf, (doch) sie kamen vom Wege ab und verirrten sich. Beide wurden von starkem Durst überwältigt und starben bald. Doch wir gingen (weiter), bis wir schließlich an Wasser gelangten. Wir wurden erst im letzten Moment unseres Lebens gerettet. Und jenes Wasser befindet sich an einem Ort namens al-Madhiq im Innern von al-Chabt1. Ich erblickte darin ein schlimmes Vorzeichen für mein Ziel. Wenn Du das (auch so) siehst, dann würdest Du mich bitte entschuldigen und jemand anderen als mich entsenden, salam."
Al-Hussain ibn Ali (a.) schrieb ihm (zurück):
„Ich bin besorgt, dass Du mich nur aus Feigheit im Brief veranlassen willst, Dich von der Mission zu entbinden, mit der ich Dich beauftragt habe. Darum fahre mit Deiner Mission fort, die ich Dir aufgetragen habe. Salam. "
Als Muslim den Brief las, sagte er: „Ich fürchte nicht für mich selber. " Er setzte (seinen Weg) fort, bis er an eine Wasserstelle kam, die (dem Stamme) der Tay-yi' gehörte. Er stieg dort (für die Nacht) ab, dann, als er abreiste, sah er einen Mann, der auf der Jagd war. Er sah ihn eine Gazelle schießen, als er in sein Blickfeld kam, und (sah), wie er sie tötete. Da sagte Muslim: „(So auch) werden wir unsere Feinde töten, so Allah will. " Dann ging er weiter, bis er nach Kufa kam, und er blieb im Hause von al-Muchtar ibn Abu 'Ubaida, welches heute „das Haus von Muslim ibn al-Musayyib" genannt wird. Die Schia begann, ihn regelmäßig zu besuchen. Immer, wenn eine Gruppe von ihnen sich bei ihm versammelte, las er ihnen den Brief von al-Hussain ibn Ali (a.) vor, und sie weinten. Die Leute schworen ihm (Muslim stellvertretend für Imam Hussain, a.) den Treueid, bis 18000 von ihnen den Treueid geleistet hatten. Daher schrieb Muslim einen Brief an al-Hussain (a.) und informierte ihn darüber, dass ihm 18000 (Männer) den Treueid geschworen hatten, und drängte ihn, zu kommen.
Die Schia begann, Muslim ibn 'Aqil (r.) so oft zu besuchen, dass (dieser) Ort wohlgekannt wurde. AI-Nu man ibn Baschir, der der Gouverneur Mu'awiyas von Kufa gewesen war und den Yazid darin bestätigt hatte, erfuhr davon. Er stieg auf die Kanzel, pries Allah und sagte:
„ Diener Allahs, fürchtet Allah und eilt nicht zu Streitigkeit und Zwietracht, denn damit werden Männer vernichtet, Blut vergossen und Eigentum geplündert. Ich bekämpfe niemanden, der mich nicht bekämpft, ich gehe auf niemanden zu, der nicht zu mir gekommen ist, und ich wecke keinen Schlafenden von euch auf. Ich
1 Al-Chabt: Das Wasser des Stammes der Kalb
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fange keinen Streit mit euch an, noch hege ich Widerwillen gegen euch, noch Verdacht, noch Anklage. Jedoch, wenn ihr euch von mir abwendet, euren Treueid brecht und eurem Imam1 Widerstand entgegenbringt, dann, bei Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, werde ich euch mit meinem Schwert abstechen, solange sein Griff in meiner Hand bleibt, selbst dann, wenn ich keinen von euch als Helfer habe. Doch ich hoffe, dass diejenigen unter euch, die die Wahrheit kennen, zahlreicher sind als diejenigen, die die Falschheit vernichten wird. "
Abdullah ibn Muslim ibn Rabi'a al-Hadhrami, ein Verbündeter der Bani Umay-ya, stand auf und sagte: „ Was du siehst, kann nur mit Gewalt korrigiert werden, denn dein Standpunkt darüber, was zwischen dir und deinem Feind (geschehen soll) ist die Ansicht der Schwachen. " - „Es ist mit lieber, dass ich unter den Schwachen bin im Gehorsam gegenüber Allah", antwortete al-Nu'man, „als dass ich zu den Mächtigen zähle im Ungehorsam gegenüber Allah. " Dann stieg er hinab (von der Kanzel). Abdullah ibn Muslim machte sich auf den Weg und schrieb (folgendes) an Yazid ibn Mu'awiya:
„Muslim ibn ‘Aqil ist nach Kufa gekommen, und die Schia hat ihm den Treueid geschworen für al-Hussain ibn Ali. Wenn Dir etwas an Kufa liegt, dann schicke einen starken Mann dorthin, der Deinen Befehl ausführen und so handeln wird, wie Du gegen Deinen Feind handeln würdest, denn Nu 'man ibn Baschir ist ein schwacher Mann, oder er tut so. "
Dann schrieb 'Umara ibn 'Uqba ihm einen ähnlichen Brief, (wie auch) 'Umar ibn Sa'd ibn Abu Waqqas. Als die Briefe bei Yazid eintrafen, rief er Sardschun, einen Gefolgsmann von Mu'awiya und fragte (ihn): „ Was denkst du darüber, dass Hussain (seinen Gefährten) Muslim ibn ‘Aqil nach Kufa geschickt hat, damit der für ihn Treueide entgegennimmt? Ich habe erfahren, dass al-Nu 'man ibn Baschir schwach ist und (andere) schlechte Berichte. Wen, denkst du, soll ich an die Spitze Kufas setzen?" Nun war Yazid ärgerlich auf 'Ubaidullah ibn Ziyad, und so sagte Sardschun zu ihm: „Denkst du, dass, wenn Mu'awiya für dich wieder zum Leben erweckt werden würde, du seiner Meinung folgen würdest?" -„Ja," antwortete Yazid. Sardschun zog (ein Schreiben mit der) die Ernennung 'Ubaidullah ibn Ziyads (als Gouverneur) für Kufa hervor und sagte: „Dies ist die Meinung Mu 'awiyas, er ließ dieses Schreiben aufsetzen, bevor er starb. So vereinige die Städte (Kufa und Basra) unter (die Macht von) 'Ubaidullah ibn Ziyad. " - „Ich werde das tun," antwortete Yazid, „ ich werde die Verfügung für 'Ubaidullah ibn Ziyad (die mein Vater ausgestellt hat) zu ihm schicken." Danach rief er Muslim ibn 'Amr al-Bahili und schickte an 'Ubaidullah ibn Ziyad mit ihm (folgenden) Brief:
1 Er meinte Yazid (Anm. d. Übers.)
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„Meine Anhänger unter den Kufiten haben mir geschrieben und mich darüber informiert, dass ibn ‘Aqil1 (Menschen-)Mengen versammelt, um Rebellion unter den Muslimen zu verbreiten. Darum, wenn Du diesen meinen Brief liest, fahre nach Kufa und suche nach ibn ‘Aqil, als ob Du eine Stecknadel im Heuhaufen suchst, bis Du ihn ergreifst. Dann fessele ihn (in Ketten), töte oder vertreibe ihn. Salam. "
So übergab er ihm ('Ubaidullah ibn Ziyad) die Verfügung (von Mu'awiya) über (die Macht über) Kufa. Muslim ibn 'Amr ging zu 'Ubaidullah nach Basra und ließ ihm den Brief mit der Verfügung (Mu'awiyas) zukommen. 'Ubaidullah ordnete sofortige Vorbereitung an und den Abmarsch nach Kufa für den nächsten Tag. Er verließ Basra, nachdem er seinen Bruder 'Uthman zu seinem Stellvertreter bestimmt hatte. Er rückte an Basra heran, mit Muslim ibn 'Amr al-Bahili und Scharik ibn al-A'war al-Harithi, zusammen mit seinem Gefolge und seiner Familie. Als er Kufa erreichte, trug er einen schwarzen Turban, und er war verhüllt. Die Leute hatten schon erfahren, dass al-Hussain (a.) zu ihnen unterwegs war und erwarteten seine Ankunft. Als sie 'Ubaidullah sahen, nahmen sie an, er sei al-Hussain (a.). Er ('Ubaidullah) ging an keiner Gruppe vorbei, ohne dass sie ihn grüßten und riefen: „ Willkommen, o Sohn des Gesandten Allahs, deine Ankunft ist die beste Ankunft. " Er sah (in der Art), wie sie al-Hussain (a.) willkommen hießen, etwas, was ihm sehr missfiel. Muslim ibn 'Amr sagte, als ihre Zahl groß wurde: „Bleibt zurück, dies ist der Gouverneur 'Ubaidullah ibn Ziyad. " Sie gingen weiter, bis sie in der Nacht zum (Gouverneurs-)Palast gelangten. Bei ihm war eine (Menschen-)Menge, die sich um ihn versammelt hatte und nicht daran zweifelte, dass es sich um al-Hussain (a.) handelte. Nu'man ibn Baschir verriegelte (den Palast) gegen ihn und seine Vertrauten. Einer von denen, die bei ihm waren, rief ihm zu, ihnen die Tür zu öffnen. Da erschien vor ihm Nu'man, der (immer noch) annahm, dass es al-Hussain (a.) sei, und rief: „Ich rufe vor dir Allah als Zeugen an, wenn du dich nicht zurückziehst, werde ich dir nicht mein Amt übergeben, und ich habe (auch) nicht den Wunsch, mit dir zu kämpfen. " Er (ibn Ziyad) machte keine Anstalten, mit ihm zu reden, (doch) dann ging er näher heran, während Nu'man über einer Balkonbrüstung (des Palastes) lehnte, und begann, mit ihm zu reden: „Mach auf, du hast noch nicht aufgemacht2, und deine Nacht war lang (d.h. in der du geschlafen hast, ohne zu regieren) ". Jemand hinter ihm hörte das und wandte sich an die Kufiten, die ihm (Ibn Ziyad) gefolgt waren (in der Annahme), dass er al-Hussain (a.) sei. Er sagte: „ O Leute, es ist Ibn Murdschana3 , bei Dem, außer Dem es deinen Gott gibt. " Al-Nu'man öffnete ihm die Tür, und er trat ein. Sie schlugen die Tür vor dem Angesicht der Leute zu, und diese zerstreuten sich.
Gemeint ist „Muslim ibn ,Aqü" (Anm. d. Übers.)
Allamah al-Madschlisi überlieferte in „al-Bihar":44:361: „Du hast ihm kein Du'a geöffnet", d.h. du hast dir
selbst keine Tür für das Gute geöffnet"
3 Anderer Name von Ibn Ziyad (Anm. d. Übers.)
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„Der Fürst der Gläubigen (er meinte Yazid) hat mir die Verantwortung für eure Stadt übertragen, eure Grenzstation und die Verteilung eurer Kriegsbeute. Er befahl mir Gerechtigkeit gegenüber den Unterdrückten und Freigiebigkeit gegenüber den Entrechteten unter euch sowie Güte gegenüber den Gehorsamen wie ein gütiger Vater, aber (er befahl mir auch) meine Peitsche und mein Schwert gegen diejenigen (einzusetzen), die meinen Befehlen nicht nachkommen und gegen meine Ernennung opponieren. Lasst jeden Mann sich selbst schützen. Aufrichtigkeit soll euch zugute kommen, nicht die angedrohte (Strafe). "
Dann stieg er hinab, nahm sich die Führer einiger Gruppen (U'rafa) und (einige der) Leute streng vor und sagte: „Schreibt den Gruppenführern über diejenigen unter euch, die Amir al-Mu 'minin (d.h. Imam Ali, a.) (als Imam) forderten sowie über die Haruriyya (die Charidschiten) und die Unberechenbaren, deren Anliegen Streit und Spaltung sind. (Wer sie uns meldet, ist frei (von jedem Nachteil)), und wer uns über niemanden schreibt, muss dafür garantieren, dass es keinen Gegner in seiner Gruppe ('irafa) gibt, der gegen uns opponiert und kein Bösewicht, der uns übel will. Wer das nicht tut, dem wird der Schutz entzogen, und sein Blut sowie sein Eigentum sind uns erlaubt. Jeder Gruppenführer, in dessen Gruppe ein Parteigänger des Führers der Gläubigen (Imam Ali, a.) gefunden wird, wird an der Tür seines Hauses gekreuzigt werden, und (jegliche) Zahlung ('ata’) an jene Gruppe wird eingestellt werden. "
Als Muslim ibn 'Aqil (r.) von der Ankunft 'Ubaidullah ibn Ziyads in Kufa und von der Rede, die dieser gehalten hatte, erfuhr sowie von der Behandlung der Gruppenführer und Leute, verließ er das Haus al-Muchtars und ging zum Hause Hani' ibn 'Urwas und trat ein (um dort zu bleiben). Die Schia begann, ihn oft im Hause Hanis zu besuchen, verborgen vor 'Ubaidullah, und sie rieten sich gegenseitig zur Geheimhaltung.
Ibn Ziyad rief einen seiner Gefolgsmänner namens Ma'qil. „Nimm dreitausend Dirham, " sagte er, „ und suche Muslim ibn ‘Aqil und suche nach seinen Anhängern. Wenn du einen von ihnen oder eine Gruppe gewonnen hast, dann gib ihnen diese dreitausend Dirham und sage zu ihnen, dass sie das als Hilfe im Krieg gegen ihre Feinde nutzen sollen, und lasse sie wissen, dass du einer von ihnen bist. Denn wenn du es (das Geld) ihnen gibst, dann werden sie sich vor dir sicher fühlen und dir vertrauen und keine ihrer Informationen vor dir geheimhalten. Gehe dann hin- und her, bis du den Aufenthaltsort Muslim ibn ‘Aqils weißt und zu ihm gegangen bist. "
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Er tat dies, bis er neben Muslim ibn 'Ausadscha al-Asadi in der großen Moschee (von Kufa) zu sitzen kam. Dieser betete, und er (Ma'qil) hörte einige Leute sagen, dass er al-Hussain (a.) den Treueid geschworen habe. Er kam und setzte sich neben ihn, bis er sein Gebet beendet hatte. „ O Diener Allahs," sagte er, „ ich bin ein Syrer, den Allah mit der Liebe zu den Ahl-al-Bait gesegnet hat und der Liebe zu denjenigen, die sie (die Ahl-al-Bait, a.) lieben. " Er täuschte ihm (Muslim ibn 'Ausadscha) vor, dass er weinte, und fuhr fort: „ Ich habe dreitausend Dirham bei mir, und ich wollte damit einen Mann von ihnen treffen, über den ich erfahren habe, dass er nach Kufa gekommen sei, um die Treueide für den Sohn der Tochter des Gesandten Allahs entgegenzunehmen. Ich habe ihn immer treffen wollen, aber ich habe niemanden gefunden, der mich zu ihm führt, noch kenne ich seinen Aufenthaltsort. Während ich in der Moschee saß, hörte ich einige von den Gläubigen sagen: 'Dieser Mann (Muslim ibn ‘Ausadscha) hat Wissen über die Ahl-ul-Bait.' So bin ich zu dir gekommen, damit du dieses Geld von mir nimmst und mich deinem Führer (Sahib) vorstellst. Ich bin einer deiner Brüder, und du kannst mir vertrauen. Wenn du willst, nimm meinen Treueid entgegen, bevor ich ihn treffe. " - „ Ich danke Allah, dass ich dich getroffen habe," entgegnete Muslim ibn 'Ausadscha, „ und ich freue mich, dir deinen Wunsch zu erfüllen, so das Allah den Leuten des Hauses des Propheten (s.) durch dich helfen möge. Doch es beunruhigt mich, dass die Leute von mir und dieser Sache wissen, bevor sie vollendet ist aufgrund (meiner) Furcht vor diesem Tyrannen und seiner Macht. " - „Es wäre am besten, " sagte Ma'qil, „wenn du den Treueid (jetzt) von mir entgegennimmst", und er nahm ihm den Treueid ab mit dem bindenden Versprechen, aufrichtig zu sein und (die Angelegenheit) geheimzuhalten. Er (Ma'qil) sagte ihm (all) das zu, was ihn (Muslim ibn 'Ausadscha) zufrieden machte. „Komm und besuche mich für einige Tage in meinem Haus, " sagte (Muslim ibn 'Ausadscha), „ ich werde für dich um Erlaubnis fragen, deinen Führer (Sahib, gemeint war Muslim ibn ‘Aqil) zu besuchen. " Er begann, ihn (Ma'qil) häufig mit den Leuten (d.h. den anderen Mitgliedern der Schi'a) zu besuchen und ersuchte für ihn um Erlaubnis (Muslim ibn 'Aqil (r.) zu besuchen). (Diese) wurde ihm gegeben, und Muslim ibn 'Aqil (r.) nahm ihm den Treueid ab. Er befahl Abu Thumama al-Sa'idi, das Geld von ihm zu nehmen, und dieser war derjenige, der Geld von ihnen einsammelte und (andere Dinge), die (dazu dienten,) einander zu unterstützen, und er kaufte damit Waffen für sie. Er war weitsichtig, einer der berittenen (Soldaten) der Araber und einer der Angesehenen der Schi'a.
Jener Mann (d.h. Ma'qil) begann, sie oft zu besuchen. Er war der Erste, der kam und der Letzte, der ging, so dass er (alles) verstanden hatte, was Ibn Ziyad (an Informationen) von ihren Angelegenheiten benötigte, und er pflegte ihn von Zeit zu Zeit zu benachrichtigen.
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Hani' ibn 'Urwa fürchtete sich vor 'Ubaidullah ibn Ziyad, und er hörte auf, seine (Ibn Ziyads) Versammlung zu besuchen und gab vor, krank zu sein. Ibn Ziyad sagte zu den Sitzungs-Teilnehmern: „ Was ist los, dass ich Hani' nicht sehe? " -„Er ist krank, " antworteten sie. „ Wenn ich von seiner Krankheit gewusst hätte, hätte ich ihm einen Krankenbesuch abgestattet," sagte Ibn Ziyad. Er rief Muhammad ibn Asch'ath und Asma' ibn Charidscha und 'Amr ibn al-Hadschadsch al-Zubaidi. Dessen Tochter Ruwaiha war mit Hani' ibn 'Urwa verheiratet, und sie war die Mutter von Yahya ibn Hani'. „ Was hindert Hani' ibn 'Urwa daran, zu uns zu kommen? ", fragte er (Ibn Ziyad) sie. „ Wir wissen es nicht, " erwiderten sie, „man sagt, er sei krank " - „Ich habe erfahren, " sagte (Ibn Ziyad), „ dass er (von seiner Krankheit) befreit ist, und dass er an der Tür seines Hauses sitzt. Geht zu ihm und teilt ihm mit, dass er nicht seine Pflichten uns gegenüber aufgeben soll, denn ich wünsche nicht, dass einer der Edlen der Araber bei mir Verderben stiftet. " Sie gingen, bis sie am Abend vor ihm standen, und er saß an seiner Tür. „ Was hindert dich, zu (den Versammlungen des) Gouverneurs zu gehen? ", fragten sie, „ denn er hat über dich gesprochen und gesagt, dass, wenn er gewusst hätte, dass du krank bist, er dir einen Krankenbesuch gemacht hätte. " - „Eine Krankheit hat mich abgehalten, " antwortete er (Hani'). „Er hat erfahren, " sagten sie, „ dass du jeden Abend an deiner Haustür sitzt. Er empfindet dich als säumig, und (seine) Autorität duldet keine Säumigkeit und grobes Benehmen. Wir beschwören dich, mit uns zu reiten. "
Er (Hani') ließ sich seine Kleider bringen, zog sie an, ließ sich sein Maultier bringen und bestieg es. Als sie sich dem Palast näherten, erfasste ihn ein Gefühl (der Furcht). Er sagte zu Hassan ibn Asma' ibn Charidscha: „Mein Neffe, ich fürchte mich vor diesem Mann, was meinst du? " - „Bei Allah, Onkel, ich fürchte nichts für dich, " antwortete (dieser), „du hast nichts getan (,was) gegen dich (verwendet werden könnte), " denn Hassan (ibn Asma') wusste nicht, in welcher Angelegenheit 'Ubaidullah ihn (Hani') ihn hatte rufen lassen.
Hani' ging weiter, bis er zu Ibn Ziyad kam, und bei diesem befand sich eine Gruppe von Leuten. Als er erschien, sagte Ibn Ziyad (zu sich selbst): „Seine Zeit ist gekommen, seine Füße haben ihn zu dir gebracht. " Als er (Hani') sich Ibn Ziyad genähert hatte, der den Richter, Schuraih, bei sich hatte, wandte er sich zu ihm und rezitierte folgenden Gedichtvers:
„Ich wünsche seine Freundschaft, doch er wünscht meine Ermordung, Derjenige, der vor euch Entschuldigungen vorbringt, ist einer eurer besten Freude von (dem Stamme der) Murad. " 1
Er bezog sich dabei auf seine frühere Großzügigkeit und Freundlichkeit gegen ihn (Hani').
1 Es wird auch angenommen, dass dieser Vers von Imam Ali (a.) über Ibn Muldscham rezitiert wurde.
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„ Was bedeutet das, o Gouverneur?, " fragte Hani'. „Ja, Hani' ibn 'Urwa, " sagte er, „ was sind das für Dinge, auf die du in deinem Hause lauerst, dass sie den Fürst der Gläubigen und die Allgemeinheit (amma1) der Muslime treffen mögen? Du hast Muslim ibn 'Aqil mitgebracht und in dein Haus aufgenommen. Du hast für ihn Waffen und Männer in den Häusern um dich herum gesammelt, und du dachtest, dass das mir verborgen blieb." - „Ich habe das nicht getan, und Muslim ist nicht bei mir, " antwortete er (Hani'). „Doch, " sagte er, „das hast du getan. "
Als diese (Auseinandersetzung) zwischen den beiden länger andauerte und Hani' auf seinem Abstreiten und Leugnen (der Anklagen) bestand, rief Ibn Ziyad Ma'qil - jenen Spion. Er kam und stand vor ihm. „Kennst du diesen Mann?", fragte Ibn Ziyad ihn. „Ja", erwiderte er (Ma'qil), und da erkannte Hani', dass er ein Spion war (, der) auf sie (angesetzt worden) war, und dass er ihm (Ibn Ziyad) (alle) Informationen über sie (die Schi'a) weitergegeben hatte. Er war einen Moment bestürzt, dann kehrten seine Lebensgeister zu ihm zurück. „Hört mir zu ", sagte er, „ und glaubt, was ich sage. Ich schwöre bei Allah, dass ich nicht gelogen habe, und bei Allah, ich habe ihn (Muslim ibn ‘Aqil, r.) nicht in mein Haus eingeladen, und ich wusste nichts über ihn, bis er zu mir kam und mich bat, bei mir bleiben zu dürfen. Ich schämte mich, abzulehnen. Als Resultat davon war es an mir, (ihm) Schutz zu gewähren, so gab ich ihm Kost und Logis. Die Sache mit ihm entwickelte sich so, wie du erfahren hast. Wenn du wünschst, dann schwöre ich dir meine feierlichsten Eide, dass ich dir nichts Böses oder Unheil wünsche, und ich werde zu dir kommen und meine Hand in deine Hand legen. Wenn du willst, gebe ich dir einen Pfand, der in deiner Hand ist, bis ich zu dir (zurück) komme. Ich werde zu ihm gehen und ihm befehlen, mein Haus zu verlassen und in irgendein Land zu gehen, wohin er will, und ich entbinde mich von (der Pflicht zu) seinem Schutz und seiner Nachbarschaft. " - „ Bei Allah, " sagte Ibn Ziyad, „ du wirst niemals von mir weggehen, bis du ihn mir bringst. " -„Nein, bei Allah, " antwortete er (Hani'), „ich werde ihn dir nie und nimmer bringen, soll ich dir meinen Gast bringen, damit du ihn tötest?!" - „Bei Allah, du wirst ihn zu mir bringen!" - „Nein, bei Allah, ich werde ihn nicht zu dir bringen! "
Nachdem ihr Wortwechsel länger angedauert hatte, erhob sich Muslim ibn 'Amr al-Bahili - und es gab in Kufa keinen Syrer noch jemanden aus Basra außer ihm - und sagte:
„Möge Allah dem Gouverneur Glück bescheren", sagte er, „lass mich mit ihm allein, so dass ich mit ihm sprechen kann." Er stand auf und nahm ihn von Ibn Ziyad (weg) beiseite. Sie waren in seiner (Ibn Ziyads) Sichtweite und so (nahe
1 Amma: Bezeichnung für Sunniten, im Gegensatz zu „chassa", was für die Schia gebraucht wird
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bei ihm), dass er hören konnte, was sie sprachen, wenn sie ihre Stimmen hoben. „Hani’“, sagte Muslim (ibn 'Amr), „ich beschwöre dich bei Allah, du bringst dir selbst den Tod und Unheil über deine Familie. Bei Allah, ich halte dich für zu wertvoll dafür, dass du getötet werden sollst. Dieser Mann ist der Cousin (deines) Stammes, sie werden ihn nicht töten oder ihm schaden. Daher übergib ihn (Muslim ibn ‘Aqil) an sie, für dich entsteht damit keine Schande oder Fehler, denn du wirst ihn nur den Autoritäten übergeben." - „Bei Allah", antwortete Hani', „in der Tat wäre es für mich Schmach und Schande, wenn ich meinen Nachbarn und Gast ausliefern würde, während ich am Leben und gesund bin, höre und sehe, einen starken Arm habe und viele Helfer?! Bei Allah, selbst wenn ich alleine wäre und keinen Helfer hätte, würde ich ihn nicht ausliefern, bis dass ich an seiner Stelle sterbe." Er begann, zu ihm zu rufen: „Bei Allah, niemals werde ich ihn ausliefern!" Das hörte Ibn Ziyad. „Bringt ihn zu mir", sagte er, und er wurde zu ihm gebracht. „Bei Allah, " forderte er, „du wirst ihn mir bringen, oder ich werde dich köpfen lassen. " Hani' antwortete: „Dann wird es viel Blitzen (von Schwertern) um dein Haus herum geben. " - „ Sein Irrtum (komme) über dich, " sagte Ibn Ziyad, „willst du mir mit dem Blitzen Angst einjagen?" Hani' dachte, dass sein Clan ihn (Ibn Ziyad) daran hindern würde, (ihn zu töten).
„Komm her zu mir, " befahl Ibn Ziyad. Er (Hani') kam heran, und Ibn Ziyad stellte sich ihm entgegen mit einer Rute, und er schlug ihn (damit) unaufhörlich auf sein Gesicht, Nase, Stirn und Wangen, so dass seine Nase brach und das Blut auf seine Kleider strömte. Das Fleisch seiner Wangen und seiner Stirn spritzte auf seinen Bart, bis die Rute entzweibrach. Er streckte seine Hand nach dem Griff des Schwertes einer der Wachmänner aus, doch der packte sie und hinderte ihn (daran). „Du hast dich also die ganze Zeit wie ein Haruri (Charidschite) verhalten?" schrie 'Ubaidullah, „dein Blut ist uns somit erlaubt. Bringt ihn weg!" Sie schleppten ihn fort, warfen ihn in einen der Räume im Haus und verriegelten die Tür hinter ihm. „Stellt Wachen vor ihm auf!" hatte Ibn Ziyad (zuvor) befohlen, und dies wurde getan. „ Sind wir die ganze Zeit Boten des Verrats gewesen?", fragte Hassan ibn Asma'. „Du hast uns befohlen, den Mann zu dir zu bringen, und als wir ihn zu dir brachten, hast du seine Nase und Gesicht zerschmettert, und sein Blut floss auf seinen Bart, und du hast behauptet, dass du ihn töten wirst. " - „ Und dir wird es (ebenfalls) so ergehen ", schrie 'Ubaidullah, und er ließ ihn schlagen und schütteln, dann wurde er beiseite gestoßen.
„ Wir sind mit der Einstellung des Gouverneurs zufrieden, " sagte Muhammad ibn Asch'ath, „ sei sie für oder gegen uns; er ist ein guter Gouverneur. "
Als 'Amr ibn al-Hadschadsch erfuhr, dass Hani' ermordet worden sei, brach er mit Madhhidsch auf, bis sie den Palast umstellten, und bei ihnen war eine große Menge (von Menschen). „Ich bin ‘Amr ibn al-Hadschadsch, " rief er, „ und diese sind die berittenen (Soldaten) von Madhhidsch und ihre Anführer. Wir haben
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uns weder vom Gehorsam losgesagt, noch uns von der Gemeinschaft getrennt. " Sie hatten erfahren, dass ihr Gefährte ermordet worden war, und sie sahen es als ein großes Verbrechen an. 'Ubaidullah war mitgeteilt worden, dass Madhhidsch am Tor war. Er sagte zu dem Richter Schuraih: „ Gehe zu ihrem Gefährten und sieh nach ihm, dann gehe hinaus und lasse sie wissen, dass er am Leben ist und nicht ermordet wurde. " Schuraih ging zu ihm hinein und sah nach ihm. Als er Schuraih sah, sagte Hani': „O Allah. O ihr Muslime! Ist mein Clan zugrunde gegangen? Wo sind die Religiösen? Wo sind die Bewohner der Stadt?!" Das Blut floss auf seinen Bart. Als er den Tumult am Palast-Tor hörte, sagte er: „Ich vermute, dass dies die Stimmen von Madhhidsch und meiner Gruppe der Muslime sind. Wenn zehn von ihnen hineinkommen (könnten), dann würden sie mich retten. " Als Schuraih gehört hatte, was er gesagt hatte, ging er zu ihnen (Madhhidsch und seinen Leuten) und sagte zu ihnen: „Nachdem der Gouverneur von eurem Standpunkt und eurer Einstellung gegenüber eurem Gefährten gehört hatte, ließ er mich zu ihm gehen, und ich ging zu ihm und sah nach ihm. Er (Ibn Ziyad) befahl mir, euch zu treffen und euch zu informieren, dass er noch lebt, und dass das, was ihr über seine Ermordung gehört habt, falsch ist. " - „Preis sei Allah, " sagte 'Amr ibn al-Hadschadsch zu seinen Gefährten, „dass er nicht ermordet wurde." Dann wandten sie sich zum Gehen.
'Ubaidullah ibn Ziyad ging hinaus und bestieg die Kanzel, und bei ihm waren die Angesehenen der Leute, seine Leibwächter und sein Gefolge. Er sagte: „ O ihr Menschen, suchet Schutz beim Gehorsam gegenüber Allah und im Gehorsam gegenüber euren Führern, und spaltet euch nicht, denn dann werdet ihr zugrunde gehen, gedemütigt, getötet, hart behandelt und beraubt werden. Dein Bruder ist derjenige, der dir die Wahrheit sagt, und der, der eine Warnung ausspricht, ist entschuldigt. " Dann schickte er sich an, von der Kanzel hinabzusteigen, doch er war noch nicht hinabgestiegen, als die Wächter der Moschee von Dattel-Verkäufer-Tor aus hereingestürmt kamen und riefen: „Ibn ‘Aqil ist gekommen!" 'Ubaidullah ibn Ziyad eilte in den Palast und verriegelte die Tore.
Abdullah ibn Hazim berichtete: „Bei Allah, ich war Ibn 'Aqils Botschafter (,der) zum Palast (geschickt wurde), damit ich nachsehe, was mit Hani' geschehen war. Als er eingesperrt und geschlagen wurde, bestieg ich mein Pferd, und ich war der erste, der das Haus betrat, um Muslim ibn 'Aqil Nachricht von ihm (Hani') zu geben, und da waren die Frauen der Murad versammelt und riefen aus: 'O Tränen um ihn, o welch ein Verlust von ihm!'. Ich ging zu Muslim ibn 'Aqil und berichtete ihm (von Hani'). Er befahl mir, seine Gefährten zu rufen. Die Häuser um ihn herum waren voll von ihnen; es waren dort viertausend Mann. Ich rief: 'O Siegreicher, töte (sie)!' So kamen die Kufiten zusammen und versammelten sich. Muslim (r.) ernannte die Führer der Scharen von den Stämmen der Kinda, Madhhidsch, Tamim, Asad, Mudaar und Hamdan. Die Leute hatten sich gegenseitig herbeigerufen und sich versammelt. Es dauerte nicht lange, bis
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die Moschee und der Marktplatz voller Leute war, und sie waren voller Kampfbereitschaft bis zum Abend. 'Ubaidullahs Lage wurde kritisch. Seine größte Anstrengung konzentrierte sich darauf, das Tor (geschlossen) zu halten, und bei ihm waren nur dreißig Mann von seiner Leibwache und zwanzig von den Angesehenen der Leute, seine Familie und sein Gefolge. Diejenigen von den Edlen der Leute, die sich von ihm abgewandt hatten, kamen zu ihm durch das Tor, das an das Gebäude der Römer angrenzte. Dann begannen die (Leute) bei Ibn Ziyad auf sie (die Leute draußen) herabzublicken. (Diese) schauten auf sie, bewarfen sie mit Steinen und beschimpften 'Ubaidullah und seinen Vater.
Ibn Ziyad rief Kathir ibn Schihab und befahl ihm, sich unter die Leute zu mischen, die Madhhidsch gehorchten und in Kufa umherzureisen, um die Leute dazu zu bringen, Ibn 'Aqil im Stich zu lassen. Er sollte den Leuten Angst vor Krieg einflößen und sie vor den Strafaktionen der Machthaber warnen. Er (Ibn Ziyad) befahl Muhammad ibn Asch'ath, zu den Angehörigen der (Stämme) Kinda und Hadhramaut zu gehen, die ihm gehorchten, er sollte ein Banner hissen, das denjenigen Sicherheit garantierte, die zu ihm kamen. Ähnliches befahl er (auch) Qa'qa' al-Dhuhli, Schabath ibn Rib'i al-Tamimi, Hadschar ibn Abd-schar al-'Idschli und Schimr ibn Dhi al-Dschauschan al-'Amiri. Er behielt den Rest der Führer der Leute bei sich. Er wollte nicht ohne sie sein, da (nur) wenige von den Leuten bei ihm waren.
Kathir ibn Schihab ging hinaus, um die Leute dazu zu bringen, (Muslim) Ibn 'Aqil im Stich zu lassen. Muhammad ibn al-Asch'ath machte sich auf den Weg, bis er die Häuser der Bani 'Umara erreichte. Ibn 'Aqil schickte von der Moschee aus 'Abd ar-Rahman ibn Schuraih al-Schibami zu Muhammad ibn Asch'ath. Als Ibn al-Asch'ath die Menge sah, die zu ihm (Muslim ibn 'Aqil) gekommen war, zog er sich zurück von dort, wo er war (d.h. er führte Ibn Ziyads Auftrag, das Banner zu hissen, nicht aus). Er - Muhammad ibn al-Asch'ath - und Kathir ibn Schihab, Qa'qa' ibn Schawr al-Dhuhli und Schabath ibn Rib'i begannen, die Leute von der Anhängerschaft zu Muslim abzubringen, indem sie ihnen Furcht vor den Mächtigen einflößten, so dass eine große Zahl von ihren Stammesgenossen und anderen sich bei ihnen versammelte, und sie gingen zu Ibn Ziyad durch das Römer-Haus. Die Stammesleute gingen mit ihnen hinein.
„Möge Allah dem Gouverneur Glück bescheren", sagte Kathir ibn Schihab zu ihm (Ibn Ziyad), „ bei dir sind viele der Angesehenen des Volkes, wie auch deine Leibwache, deine Familie und Gefolge. Gehe mit uns hinaus zu ihnen (den Anhängern von Muslim). " Doch Ibn Ziyad weigerte sich, aber er gab Schabath ibn Rib'i ein Banner und schickte ihn hinaus. Die Anhänger von Ibn 'Aqil blieben bis zum Abend zahlreich.
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Ihre Situation wurde prekär. 'Ubaidullah ließ die Angesehenen rufen und versammelte sie (um sich). Sie gingen hinauf (auf das Dach) und schauten auf die Leute herab. Sie versprachen denjenigen, die (Ibn Ziyad) gehorchen würden, ein Zusatzgehalt und Ehrung, und sie schüchterten die Ungehorsamen mit der (Androhung von) Enteignung und Strafmaßnahmen ein. Sie informierten sie darüber, dass die Armee aus Syrien zu ihnen unterwegs war. Kathir sprach, bis die Sonne dabei war, unterzugehen. Er sagte:
„Ihr Leute, bleibt euren Familien verbunden und eilt nicht zum Bösen. Setzt euch nicht dem Kampf aus. Es ist die Armee des Führers der Gläubigen Yazid, die im Anmarsch ist. Der Gouverneur hat Allah gelobt, dass wenn ihr auf dem Krieg gegen ihn beharrt und euch nicht bis zum Einbruch der Nacht zurückzieht, er dann eure Kinder von der Unterhaltszahlung durch den Staat ('ata') ausschließen und eure Kämpfer in den Kriegszügen der syrischen Armee zerstreuen wird. Er wird die Gesunden (unter euch) für die Kranken verantwortlich machen und die Anwesenden für die Abwesenden, bis keiner von den Aufständischen mehr übrig bleiben wird, den er nicht die üblen Folgen für das, was seine Hände gewirkt haben, hat spüren lassen." Die (anderen Angesehenen) sagten Ähnliches.
Nachdem die Leute ihre Reden gehört hatten, begannen sie, sich zu zerstreuen. (So manche) Frau ging zu ihrem Sohn und ihrem Bruder und sagte: „ Geh, die Leute sind genug (auch ohne dich) ", und (mancher) Mann ging zu seinem Sohn bzw. seinem Bruder und sagte: „Morgen kommen die Syrer gegen dich. Was willst du mit Krieg und Übel anfangen? Geh weg. " (Und so kam es, dass) er ihn mitnahm oder er (selber) ging. Sie zerstreuten sich weiterhin bis zum Abend, so dass, als Ibn 'Aqil das Abendgebet verrichtete, nur dreißig Personen bei ihm in der Moschee waren. Als er sah, dass er am Abend nur noch jene Personen bei sich hatte, verließ er die Moschee und machte sich auf in Richtung der Tore von Kinda. Er erreichte die Tore mit (nur) zehn von ihnen, dann ging er durch die Tore hinaus, und da war niemand mehr bei ihm. Er schaute sich um, doch er sah niemanden, der ihm den Weg zeigte, niemanden, der ihn zu seinem Hause geleitete und niemanden, der ihn persönlich unterstützte in dem Falle, dass sich ihm ein Feind entgegenstellte.
So ging er seines Weges, schaute sich nach rechts und links um und wusste nicht, wohin er gehen sollte, bis er zu den Häusern der Bani Dschabala von Kinda kam. Er ging weiter, bis er zu einer Tür einer Frau namens Taw'a kam. Sie war eine Sklavin gewesen (Umm Walad) von al-Asch'ath ibn Qais, und er hatte sie freigelassen. Usaid al-Hadhrami hatte sie geheiratet, und sie hatte ihm einen Sohn namens Bilal geboren. Bilal war mit den Leuten ausgezogen, und seine Mutter wartete auf ihn. Ibn 'Aqil grüßte sie, und sie erwiderte seinen Gruß. „Dienerin Allahs, " sagte er, „gib mir bitte Wasser zu trinken. " Sie gab ihm zu
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trinken, und er setzte sich nieder. Sie brachte das Gefäß hinein, kam (wieder) heraus und fragte: „Diener Allahs, hast du nicht getrunken?" - „Doch, " antwortete er. „So gehe zu deiner Familie, " sagte sie. Er schwieg, dann wiederholte sie (was sie gesagt hatte), und er schwieg (weiterhin). "Gelobt sei Allah, " sagte sie ein drittes Mal, „Diener Allahs, stehe auf, möge Allah dir Gesundheit schenken, (und gehe) zu deiner Familie, denn es ist nicht recht von dir, dass du an meiner Tür sitzt, und ich erlaube dir das nicht. "
Er stand auf und sagte: „Dienerin Allahs, ich habe in dieser Stadt weder Haus noch Verwandte. Würdest du mir etwas Großzügigkeit und Güte erweisen? Ich werde es die später zurückzahlen. " - „Diener Allahs, was ist los?" fragte sie. „Ich bin Muslim ibn ‘Aqil, " sagte er, „jene Leute haben mich verleugnet, mich Gefahr ausgesetzt und mich vertrieben. " - „Du bist Muslim (ibn ‘Aqil)? ", fragte sie, und er antwortete: „Ja. " - „ Tritt ein, " sagte sie, und er ging in ein Zimmer in ihrem Haus, in dem sie sich nicht aufhielt. Sie breitete einen Teppich für ihn aus und bot ihm ein Abendessen an, doch er konnte nicht essen.
Es dauerte nicht lange, bis ihr Sohn kam. Er sah sie oft aus dem Zimmer (in dem Muslim sich aufhielt) aus- und ein gehen, und er sagte: „Bei Allah, so oft, wie du aus diesem Zimmer aus- und eingehst, erweckt es in mit den Verdacht, dass du (dort) etwas Wichtiges hast. " - „Mein Sohn, " sagte sie, „vergiss das. " - „Bei Allah, " sagte er, „sag es mir. " - „Kümmere dich um deine Angelegenheiten", erwiderte sie, „ und frage mich nichts. " Doch er drängte sie (weiter), bis sie sagte: „Mein Sohn, sage niemandem von den Leuten, was ich dir (jetzt) sage. " -„Ja, " sagte er, und sie nahm ihm einen Schwur ab. Als er schwor (nichts zu sagen), sagte sie (es) ihm. Er ging schweigend zu Bett.
Nachdem die Leute Muslim ibn 'Aqil verlassen hatten, hörte Ibn Ziyad lange Zeit nicht mehr die Stimmen der Anhänger Ibn Aqils, wie er sie vorher gehört hatte. Er wies seine Anhänger an, (vom Dach) hinunterzuschauen und zu sehen, ob sie einen von ihnen (Muslim ibn 'Aqils Anhängern) sehen könnten. Sie schauten hinab, sahen aber niemanden. Er (Ibn Ziyad) sagte: „Seht nach, ob sie im Schatten sind und euch auflauern, " Sie begannen, die hölzerne Deckenverkleidung der Moschee abzureißen, und sie hielten Fackeln in ihren Händen und schauten (hinab). Manchmal leuchteten die Fackeln ihnen, und manchmal gaben sie nicht so (viel) Licht, wie sie wollten. Sie ließen die Leuchten (ein Bündel Rohre, die mit Seilen zusammengebunden waren) herab, dann zündeten sie an, dann ließen sie diese herab bis zur Erde. Sie taten dies in äußerster Dunkelheit, und beleuchteten nahe wie entfernter Liegendes, und dies geschah in der Dunkelheit um die Kanzel herum. Als sie sahen, dass dort nichts war, teilten sie Ibn Ziyad mit, dass die Leute sich zerstreut hatten. Dann öffnete er den Säulengang, der in die Moschee führte. Er ging daraufhin hinaus und stieg auf die Kanzel, und seine Anhänger waren mit ihm gekommen. Er befahl ihnen, sich eine Weile
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hinzusetzen vor dem Nachtgebet. Er wies 'Amr ibn Nafi' an, folgendes auszurufen:
„Es wird keine Garantie auf Sicherheit für irgendeinen Mann von der Leibwache, den Gruppenführern sowie deren Chefs und von den Kämpfern geben, der das Nachtgebet woanders als in der Moschee verrichten wird. " Es dauerte nicht einmal eine Stunde, bis die Moschee voller Leute war. Dann befahl er (Ibn Ziy-ad) seinem Ausrufer (, zum Gebet zu rufen), und er erhob sich zum Gebet. Sein Wachmann erhob sich hinter ihm, (aber) er sagte ihm, dass er ihn gegen jeden bewachen solle, der hereinkam, um einen Anschlag auf ihn zu verüben. Er betete mit den Leuten, dann bestieg er die Kanzel, lobpries Allah und sagte:
„Ibn 'Aqil, dumm und unwissend (wie er ist), hat Opposition und Spaltung begangen, wie ihr gesehen habt. Es gibt keine Sicherheit Allahs (dhimma-t-ullah) für denjenigen, in dessen Haus wir ihn finden. Und wer ihn bringt, wird den Lohn für sein Blut bekommen. Fürchtet Allah, ihr Diener Allahs, haltet fest an eurem Gehorsam und eurem Treueid. Tut nichts, was gegen euch verwendet werden könnte. Hussain ibn Numair, deine Mutter wird ihren Sohn verlieren, wenn die Tore der Straßen Kufas offen sind, oder dieser Mann sie verlässt, ohne dass du ihn mir bringst. Ich gebe dir die Vollmacht über die Häuser der Bewohner Kufas, und schicke Kundschafter (, um die Leute) auf den Straßen (zu überwachen). Morgen früh durchsuche die Häuser und verhafte (die Leute), bis du mir diesen Mann bringst. " Al-Hussain ibn Numair war für die Leibwache verantwortlich, und er gehörte zu den Bani Tamim. Dann ging Ibn Ziyad in den Palast. Er gab 'Amr ibn Huraith die Flagge und gab ihm den Befehl über die Leute. Am Morgen hielt er eine Versammlung ab und gestattete den Leuten, zu ihm zu kommen. Muhammad ibn Asch'ath kam, und er (Ibn Ziyad) sagte (zu ihm):
„ Willkommen sei derjenige, der außer Verdacht und ohne Beschuldigung ist, " und ließ ihn neben sich sitzen. An jenem Morgen ging der Sohn jener alten Frau zu 'Abd ar-Rahman ibn Muhammad ibn al-Asch'ath und erzählte ihm, dass Muslim ibn 'Aqil bei seiner Mutter sei. 'Abd ar-Rahman ging zu seinem Vater, der bei Ibn Ziyad war, und ging zu ihm. Ibn Ziyad erfuhr von seinem Geheimnis. „ Geh," sagte Ibn Ziyad und piekste mit einem Rohr in seine Seite, „ und bringe ihn mir sofort. " Er erhob sich und schickte Leute mit ihm mit, denn er wusste, dass alle nicht wollten, dass es ihnen wie Muslim ibn 'Aqil ergehen möge. Er schickte 'Ubaidullah ibn 'Abbas al-Sulami mit ihm und siebzig Männer von (dem Stamme der) Qais. Sie gingen zu dem Haus, wo Muslim ibn 'Aqil (r.) sich aufhielt. Als dieser das Hufgetrappel der Pferde und die Stimmen der Männer hörte, wusste er, dass er es war, dessentwegen sie gekommen waren. Er lief zu ihnen hinaus mit seinem Schwert, als sie auf das Haus einstürmten. Er stürzte sich auf sie und schlug mit seinem Schwert auf sie ein, so dass er sie von dem Haus wegtrieb. Sie wiederholten ihren Angriff auf ihn, doch er schlug sie wieder
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auf die gleiche Art und Weise zurück. Er und Bakr ibn Humran al-Ahmari bekämpften sich, und dieser traf den Mund Muslims und spaltete seine Oberlippe, dann schlug er sein Schwert schnell in seine Unterlippe, um zwei seiner Schneidezähne auszuschlagen. Muslim schlug ihn mit einem furchtbaren Schlag und wiederholte diesen, wobei er ihm eine Schultersehne durchtrennte und fast seinen Magen erreichte. Als die Leute das sahen, (gingen sie hoch) und schauten auf ihn (Muslim) herab, und sie begannen, Steine auf ihn zu werfen. (Außerdem) fingen sie an, Rohre aus Holz anzuzünden, die sie von den Dächern der Häuser herunterwarfen. Als er das sah, lief er unbeugsam mit seinem Schwert auf die Straße, und Muhammad ibn al-Asch'ath sagte zu ihm: „Du kannst Sicherheit haben, töte dich nicht selbst. " Doch er bekämpfte sie weiterhin und sagte:
„ Ich habe geschworen, dass ich nur als freier Mann getötet werde, auch wenn ich den Tod als etwas Furchtbares ansehe. Er macht die Kälte zu einer bitteren Hitze und wendet die Sonnenstrahlen für immer ab. Jeder wird eines Tages etwas Schlechtes antreffen, und ich fürchte, dass ich belogen oder getäuscht werde."
„ Du wirst weder belogen, getäuscht noch bekümmert werden, " sagte Muhammad ibn al-Asch'ath, „denn dieser Stamm (Bani Umayya) sind deine Vettern, sie werden dich nicht töten oder dir Schaden zufügen. " Er (Muslim) war durch die Steine verwundet worden und kampfunfähig. Er war außer Atem und lehnte mit seinem Rücken gegen die Wand jenes Hauses, und Ibn Asch'ath wiederholte sein Angebot der Sicherheitsgarantie an ihn. „Habe ich Sicherheit?" fragte er (Muslim). „Ja", erwiderte er (al-Asch'ath). (Dann) fragte er (Muslim) die Leute: „Bin ich sicher?", und sie bejahten das, außer 'Ubaidullah ibn al-'Abbas al-Sulami, welcher sagte: „Ich habe weder Kamelstute noch ein Kamel darin (d.h.: Ich will nichts damit zu tun haben.) ", und wandte sich ab. „ Wenn ihr mir keine Sicherheit gebt", sagte Muslim, „dann werde ich nicht meine Hand in eure legen. "
Ein Maultier wurde gebracht, und er wurde daraufgehoben. Sie versammelten sich um ihn herum und entrissen ihm sein Schwert. Da geriet er in Verzweiflung für sein Leben, und Tränen traten ihm in die Augen. „Das ist der erste Verrat!" 1, rief er. „Ich hoffe, dass dich kein Schaden treffen wird", sagte Muhammad ibn al-Asch'ath. „Ist es nichts als Hoffnung?, " rief er, „wo ist eure Sicherheitsgarantie? Wahrlich, Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück", und er weinte. „Jemand, der die gleiche Sache anstrebte, die du anstrebtest, und ihm dann das gleiche widerfährt, was dir (jetzt) widerfährt, sollte nicht weinen " sagte 'U-baidullah ibn al-'Abbas al-Sulami zu ihm. „Bei Allah", antwortete (Muslim), „ ich weine nicht um meinetwillen, und auch nicht wegen meines Todes, auch wenn ich nicht einen Augenblick Verlangen nach (meiner) Zerstörung hatte,
1 Mit Blick auf das, was Imam Hussain (a.) zu erwarten hatte. (Anm. d. Übers.)
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sondern ich weine wegen meiner Familie, die zu mir kommt, ich weine um al-Hussain (a.) und um die Familie al-Hussains. "
Dann ging er näher an Muhammad ibn al-Asch'ath heran und sagte: „Diener Allahs, bei Allah, ich sehe, dass du mir keine Sicherheit garantieren kannst. Hast du die Güte, dass du einen Mann von dir mit meiner Botschaft losschicken kannst, damit es zu al-Hussain kommt? Denn ich bin sicher, dass er heute schon zu euch aufgebrochen ist, oder dass er sich morgen mit seiner Familie auf den Weg machen wird. (Meine Botschaft ist folgende) 'Ibn ‘Aqil hat mich zu dir geschickt. Er ist ein Gefangener in den Händen des Volkes, und er denkt, dass er den Abend nicht mehr erleben wird, ohne getötet zu werden.; und er sagt (zu dir): 'Kehre um mit deiner Familie, mögen mein Vater und meine Mutter dir geopfert werden, damit dich die Kufiten nicht täuschen, denn sie sind die Anhänger deines Vaters1, welcher sich von ihnen trennen wollte (und sei es) durch (seinen) Tod oder (seine) Ermordung. Die Kufiten haben dich belogen. Wer lügt, kann nicht urteilen.'".
„ Bei Allah ", sagte ibn al-Asch'ath, „ ich werde das tun, und ich werde Ibn Ziyad informieren, dass ich dir eine Sicherheitsgarantie gegeben habe." Ibn al-Asch'ath ging mit Ibn 'Aqil zum Palasttor. Er bat um Erlaubnis (einzutreten), die ihm gegeben wurde. Er ging zu Ibn Ziyad und informierte ihn über Ibn 'Aqil und den Schlag Bakrs gegen ihn, und über seine Sicherheitsgarantie. „ Was (ist mit) dir und der Sicherheitsgarantie? Als ob wir dich dazu geschickt hätten, ihm Sicherheit zu garantieren! Wir haben dich nur dazu geschickt, dass du ihn uns bringst." Ibn al-Asch'ath schwieg. Während Ibn 'Aqil an dem Palasttor blieb, bekam er starken Durst. Am Palasttor saßen Leute und warteten auf die Erlaubnis, einzutreten. Unter ihnen waren 'Umara ibn 'Uqba ibn Abu Mu'ait, 'Amr ibn Huraith, Muslim ibn 'Amr und Kathir ibn Schihab. Am Tor stand ein Krug mit kaltem Wasser. „Gebt mir von diesem Wasser, " bat Muslim. „Sieh, wie (erfrischend) kalt es ist, " antwortete Muslim ibn 'Amr. „ nein, bei Allah, du wirst keinen Tropfen davon kosten, bis du das Feuer der Hölle gekostet hast!" -„Schande über dich, wer bist du?, " rief Muslim ibn ('Aqil, r.). „Ich bin derjenige, " antwortete er, „ der die Wahrheit erkannt hat, als du sie verleugnet hast, derjenige, der aufrichtig zu seinem Imam war, als du ihn getäuscht hast, derjenige, der ihm gehorcht hat, als du dich gegen ihn gestellt hast. Ich bin Muslim ibn ‘Amr al-Bahili. " - „Deine Mutter hat ihr Kind verloren,2" sagte Muslim ibn 'Aqil (r.), „ wie rauh du bist, wie grob, und wie hart dein Herz ist! Mann aus Bahila, du hast es eher als ich verdient, für ewig im Feuer der Hölle zu schmoren. " Er setzte sich nieder und lehnte sich an eine Wand.
1 Gemeint ist, dass das Volk Kufas bereits vorher Imam Ali (a.) im Stich gelassen und verraten hatte (Anm. d. Übers.)
2 Gemeint ist, dass die Mutter ihren Sohn für das ewige Leben verloren hat (Anm. d. Übers.)
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'Amr ibn Huraith schickte seiner Diener zu ihm mit einem Gefäß, in dem ein Tuch und eine Trinkschale waren. Er goss Wasser hinein und sagte: „ Trink, " doch jedes Mal, wenn er trinken wollte, füllte er das Gefäß mit Blut, und er konnte nicht trinken. Er tat dies ein, zwei Mal, und beim dritten Mal, als er trinken wollte, fielen seine Schneidezähne ins Trinkgefäß. Er sagte: „Allah sei Dank (al-hamdu-lillah), wenn Allah mir das als Versorgung zugeteilt hätte, dann hätte ich es getrunken. "
Ein Bote von Ibn Ziyad kam und befahl ihm, zu diesem zu gehen. Als er eintrat, grüßte er ihn nicht, wie es einem Gouverneur gebührt hätte. „ Grüßt du den Gouverneur nicht? ", fragte der Wachmann. „ Wenn er meinen Tod wünscht, warum soll ich ihn dann grüßen? " erwiderte Muslim. „ Wenn er nicht meinen Tod wünschen würde, dann würde ich ihn viel grüßen. " - „Bei meinem Leben," sagte Ibn Ziyad, „du wirst getötet werden. " - „So sei es denn, " sagte Muslim. „Ja, " antwortete Ibn Ziyad. „So lass mich (noch) für einige meiner Stammesleute mein Testament schreiben, " erwiderte Muslim. „ Tu (das), " sagte er (Ibn Ziyad). Muslim schaute auf die Anwesenden, die (an der Sitzung mit Ibn Ziyad teilnahmen), und unter ihnen war 'Umar ibn Sa'd ibn Abu Waqqas. „ 'Umar, ", sagte er, „ wir sind verwandt, und ich brauche dich. Ich brauche dich für die Verwirklichung meines Wunsches, aber es ist geheim. " Doch 'Umar weigerte sich, ihm zuzuhören. „ Warum, " fragte 'Ubaidullah, „ weigerst du dich, den Wunsch deines Cousins zu beachten? " So stand er ('Umar) mir ihm auf und setzte sich dorthin, wo ibn Ziyad sie beide beobachten konnte. „Ich habe Schulden in Kufa, " sagte er (Muslim), „ die ich gemacht habe, als ich nach Kufa kam, es sind siebenhundert Dirham, begleiche sie für mich. Wenn ich getötet werde, dann verlange meine Leiche von Ibn Ziyad und begrabe sie. Schicke irgendjemanden zu al-Hussain (a.), der ihn zurückschickt, denn ich habe ihm schon geschrieben und ihm mitgeteilt, dass die Leute auf seiner Seite sind, und ich kann nur denken, dass er kommen wird." - „ Weißt du, was er zu mir sagte, o Gouverneur? ", sagte 'Umar zu Ibn Ziyad. „Er erwähnte (wohl) dieses und jenes. " - „Der Zuverlässige wird dich nicht betrügen, " sagte Ibn Ziyad, „ sondern der Verräter hat um Straflosigkeit gebeten! Was dein Eigentum betrifft, so gehört es dir, und wir werden dich nicht daran hindern, damit zu tun, was du willst, und was seine Leiche angeht, nachdem wir ihn getötet haben, ist es uns gleichgültig, was damit getan wird. Und Hussain - wenn er nichts von uns will, so wollen wir auch nichts von ihm. Wohlan, Ibn ‘Aqil, " sagte Ibn Ziyad zu ihm, „ du bist zu den Leuten gekommen, als sie einig waren und hast (dann) Spaltung zwischen ihnen verursacht. Du hast ihre Meinung gespalten und sie gegeneinander aufgebracht. " - „Nein", antwortete er (Muslim ibn 'Aqil, r.), „ich bin nicht deshalb gekommen, sondern weil die Leute aus der Stadt (Kufa) behaupteten, dass dein Vater ihre besten Männer getötet und ihr Blut vergossen habe und mit ihnen wie Chosrow und der Kaiser von Byzanz umgegangen sei. Wir sind gekommen, um ihn zu Gerechtigkeit zu ermahnen und ihn dazu aufzurufen, gemäß dem Buche
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(d.h. dem Qur'an) zu regieren. " - „ Was hast du damit zu tun, du Abweichler? " schrie Ibn Ziyad. „ Warum hast du das nicht bei den Leuten getan, als du in Medina Wein trankst?" - „Ich und Wein trinken?! Bei Allah, Allah weiß, dass du nicht die Wahrheit sprichst, und dass du ohne Wissen gesprochen hast, denn ich bin nicht so, wie du gesagt hast. Es kann eher von dir angenommen werden, dass du Wein trinkst, als von mir, (du bist es), von dem es wahrscheinlicher ist, dass er das Blut der Muslime trinkt und das Leben tötet, das Allah zu töten verboten hat, und (du bist derjenige, der) heiliges Blut vergießt auf der Grundlage von Besatzung, Feindschaft und bösen Vermutungen, während er (Yazid) sich amüsiert und spielt, als ob er nichts getan hätte. "
„Du Abweichler", schrie Ibn Ziyad, „deine Begierden (nafs) brachten dich dazu, etwas zu begehren, was Allah dir verwehrt hat, da Er dich nicht dafür als würdig erachtete . " - „ Und wer ist dessen würdig, " fragte Muslim, „ wenn nicht wir?!" - „ Der Herrscher der Gläubigen, Yazid, " antwortete Ibn Ziyad.
„Preis sei Allah unter allen Umständen, " erwiderte Muslim, „ und wir akzeptieren Allahs Urteil zwischen uns und euch . " - „Möge Allah mich töten", sagte Ibn Ziyad, „ wenn ich dich nicht auf so eine Weise töten werde, auf die noch niemand im Islam getötet worden ist." - „ Du bist derjenige, der die meisten Neuerungen (bid'a) in den Islam gebracht hat, die es vorher nicht gab, " sagte Muslim, „denn du wirst keine bösartigen Morde aufgeben, noch scheußliche Strafen, noch abscheuliche Verhaltensweisen und unehrenhaften Sieg. "
Da begann Ibn Ziyad, ihn zu beschimpfen, und er beschimpfte al-Hussain, Ali und 'Aqil, Segen und Heil sei auf ihnen, und Muslim sprach nicht mit ihm.
„ Bringt ihn hinauf auf das Dach des Schlosses, " befahl Ibn Ziyad, „ und schneidet seinen Köpf ab, (lasst ihn nach unten fallen) und werft seinen Körper hinterher. "
Muhammad ibn al-Asch'ath stand auf und sprach mit 'Ubaidullah ibn Ziyad ü-ber Hani' ibn 'Urwa: „Du kennst doch die Stellung von Hani' in der Stadt und von seinem Haus innerhalb seines Clans. Sein Stamm weiß, dass ich und mein Gefährte ihn zu dir gebracht haben. Ich beschwöre dich bei Allah, überlasse ihn mir, denn ich möchte nicht die Feindschaft der Stadt (auf mich ziehen) ". Er versprach ihm, das zu tun, doch dann geschah etwas, und er befahl: „Bringt ihn hinaus auf den Marktplatz und schlagt seinen Kopf ab!" So wurde Hani' in Ketten an einen Ort auf dem Marktplatz gebracht, wo Schafe verkauft wurden. Er rief: „ O Madhhidsch! Es ist heute kein Madhhidsch für mich da - Madhhidsch! Madhhidsch! Wo ist Madhhidsch? " Als er erkannte, dass niemand ihm half, zog er seine Hand aus der Fessel heraus und rief: „Ist da ein Stock, ein Messer, ein Stein oder ein Knochen, mit dem ein Mann sich verteidigen kann?" Da stürzten sie sich auf ihn und zogen die Fesseln fester. Dann wurde ihm befohlen, seinen
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Hals hinzuhalten, doch er sagte: „Ich bin nicht so freigiebig mit meinem Leben, und ich werde euch nicht helfen, mir das Leben zu nehmen. " Da schlug ihn ein türkischer Gefolgsmann von 'Ubaidullah namens Raschid mit dem Schwert, richtete jedoch nichts damit aus. Hani' rief: „Zu Allah ist die Rückkehr, O Allah, zu Deiner Barmherzigkeit und Deiner Zufriedenheit, " dann versetzte er ihm einen zweiten Schwertstreich und tötete ihn.
Über Muslim ibn 'Aqil und Hani' ibn 'Urwa (r.) schrieb Abdullah ibn al-Zubair al-Asadi:
„ Wenn ihr nicht wisst, was der Tod ist, dann schaut Hani' auf dem Marktplatz und ‘Aqil an,
(Schaut) auf den Helden, dessen Antlitz das Schwert zerschmetterte, und ein anderer, der von einem hohen Platz stürzte.
Der Befehl des Gouverneurs traf sie, und sie wurden zu Legenden für jeden Reisenden auf allen Wegen.
Du siehst einen Körper, dessen Antlitz der Tod verändert hat, und der von Blut bespritzt ist, das in Strömen geflossen ist.
Ein junger Mann, der schamhafter war als ein scheues junges Mädchen, und schneidender als die geschärfte Klinge eines Zweiklingen-Schwertes. Reitet Asma d ein pass-gehendes Pferd in Sicherheit, während Madhhidsch ihn zur Rache drängte?
Die Murad wandern um ihn herum, sind sie alle in Furcht vor dem Fragenden und demjenigen, der gefragt wird,
wenn ihr für euren Bruder keine Blutrache übt, dann seid Huren, die sich mit wenig begnügen."
Als Muslim und Hani' (r.) getötet wurden, schickte 'Ubaidullah ibn Ziyad ihre Köpfe mit Hani' ibn Abi Hayya al-Wadi'i und Zubair ibn Arwah al-Tamimi zu Yazid ibn Mu'awiya. Er beauftragte seinen Sekretär (katib), Yazid zu schreiben, was mit Muslim und Hani' geschehen war. Der Sekretär, dessen Name 'Amr ibn Nafi' war, schrieb einen langen Brief, und er war der erste, der einen so langen Brief schrieb. Als 'Ubaidullah diesen sah, missfiel er ihm. Er fragte: „ Was soll diese lange Abhandlung? Schreibe:
Preis sei Allah, Der den Anspruch des Fürsten der Gläubigen bestätigte und ihm genügend Handhabe gegen seinen Feind gab. Ich informiere den Fürsten der Gläubigen darüber, dass Muslim ibn ‘Aqil im Hause von Hani' ibn 'Urwa al-Muradi Zuflucht gesucht hat. Ich habe Spione auf die beiden angesetzt und die Männer gegen sie intrigieren lassen. Ich habe gegen sie Ränke geschmiedet, bis ich sie in die Hand bekam. Allah gab mir die Macht über sie. So kam ich ü-ber sie und schlug ihnen ihre Köpfe ab, und ich habe ihre Köpfe mit Hani' ibn
1 Asma' ibn Charidscha, einer der drei, die mit Hani' zu Ziyad gegangen waren
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Abu Hayya und Zubair ibn Arwah al-Tamimi zu dir geschickt, und sie sind beide aufmerksame, gehorsame und aufrichtige Männer. Lasst den Fürsten der Gläubigen sie über die Angelegenheit fragen, was immer er will, denn sie besitzen Wissen, Aufrichtigkeit und Frömmigkeit, was-salam.'"
„ Du bist nicht weiter gegangen, als ich wollte, und du hast klug gehandelt. Und du hast die Attacke kaltblütig ausgeführt. Du hast mir genügt, hast deine Aufgabe erfüllt und meine Ansicht über dich bestätigt. Ich habe deine beiden Abgesandten gerufen und vertraulich mit ihnen gesprochen, und ich fand sie in ihren Ansichten und Vorzügen so, wie du gesagt hast. Behandele sie gut. Ich habe gehört, dass Hussain unterwegs nach Irak ist, darum stelle Späher und Bewaffnete (Wachen) auf und sei auf der Hut, verhafte Verdächtige und töte (jeden) Angeklagten. Schreibe mir (alles), was an Neuigkeiten passiert, so Allah will. " 1
Der (versuchte) Angriff Muslim ibn 'Aqils (r.) in Kufa fand am Dienstag, den 8.
'S
Dhu-l-Hidscha2 im Jahre 60 nach der Hidschra (680 n.Chr.) statt. Er (r.) wurde am Mittwoch, den 9. Dhu-l-Hidscha getötet, am Tage von Arafa. Al-Hussain (a.) hatte sich am Tage von Muslims Angriff in Kufa von Mekka nach Irak aufgemacht - am Tage Tarwiya3 - nachdem er den Rest von Scha'ban, den Monat Ramadan, Schawwal und Dhu-1-Qa'da und acht Tage des Monats Dhu-l-Hidscha4 in Mekka geblieben war, im Jahre 60 nach der Hidschra (680 n.Chr.). Während der Dauer seines Verweilens in Mekka hatten sich eine Anzahl von Bewohnern des Hidschaz und denen von Basra um ihn herum versammelt und hatten sich an seine Familie (Ahl-al-Bait) und seine Gefolgsmänner (mawali) angeschlossen.
Als al-Hussain (a.) sich auf den Weg machen wollte nach Irak, verrichtete er die Umrundung des (Heiligen) Hauses (Kaaba) und das Eilen zwischen Safa und Marwa.5 Dann trat er aus seinem Weihezustand (ihram) aus, nachdem er die Kleine Pilgerfahrt ('umra) verrichtet hatte, da er die Große Pilgerfahrt nicht vollenden konnte, weil er Bedenken hatte, dass er in Mekka ergriffen und zu
1 Alle in diesem Abschnitt beschriebenen Ereignisse stehen auch bei:
-„Tarich al-Tabari", 5:347-381, Abschnitte davon in „Futuh Ibn 1'tham" 5:31, „al-Achbar al-Tiwal"227, „Waq'a al-Taf“: 77, Maqatil al-Talibiyyin": 95, „Maqtal al-Chawarizmi":1:185, „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:87, „al-Bihar" von Allamah al-Madschlisi:44:324/2.
2 Zwölfter Monat im islamischen Mondkalender (Anm. d. Übers.)
3 Der Tag von 'Arafa ist der Tag, an dem die Pilger sich an Berg 'Arafa für die Pilgerfahrt versammeln. Der Tag von Tarwiya ist der Tag davor, wenn die Pilger Wasser vom Brunnen Zamzam schöpfen.
4 Aufzählung des siebten bis 12 Monat des islamischen Mondkalenders (Anm. d. Übers.)
5 Teile der Rituale sowohl der Kleinen ('umra) als auch der Großen Pilgerfahrt (hadsch), Namen von zwei Hügeln in den Nähe der Kaaba
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Yazid ibn Mu'awiya gebracht werden würde1, und so machte er sich früh am Morgen auf den Weg mit seiner Familie, seinen Kindern und denjenigen seiner Schi'a, die sich ihm angeschlossen hatten.
Die Nachricht von Muslims (Gefangennahme und Ermordung) hatte ihn noch nicht erreicht, weil (diese sich erst) an dem Tag seines Aufbruchs ereignet hatte, worüber wir berichteten.
Es wird überliefert, dass al-Farazdaq, der Dichter, folgendes sagte:
„Im Jahre 60. n.H. (680 n.Chr.) vollzog ich die Hadsch mit meiner Mutter. Ich trieb gerade ihr Kamel an, als ich in den Heiligen Bezirk eintrat, und da traf ich al-Hussain ibn Ali (a.), als er gerade dabei war, Mekka zu verlassen in Begleitung (einiger Männer, die) Schwerter und Schilde trugen. 'Wessen Karawane ist das?', fragte ich ihn. 'Die des al-Hussain ibn Ali', war die Antwort. So ging ich zu ihm hin, begrüßte ihn und sagte: 'Möge Allah dir Deine Bitten und Hoffnungen erfüllen, was immer du willst, bei meinem Vater und meiner Mutter, o Sohn des Gesandten Allahs, doch was lässt dich von der Hadsch davoneilen?' -, Wenn ich mich nicht beeile, dann werde ich gefangengenommen,' antwortete er, dann fragte er mich: 'Wer bist du?' - ,Ein Araber,' erwiderte ich. Und bei Allah, er fragte mich nicht weiter. 'Erzähle mir von den Leuten, die hinter dir stehen,' sagte er. 'Das ist eine gute Frage,' sagte ich, 'die Herzen der Menschen sind für dich, doch ihre Schwerter sind gegen dich. Die Bestimmung kommt vom Himmel, und Allah tut, was Ihm beliebt' - ,Du hast die Wahrheit gesprochen,' sagte er, 'die Sache gehört zu Allah.
''Jeden Tag offenbart Er sich in neuem Glanz'2.
Wenn das Schicksal herabsendet, was wir wollen, preisen wir Allah für Seine Segnungen. Er ist Derjenige, um Dessen Hilfe nachgesucht werden soll, damit wir Ihm danken, und wenn das Schicksal nicht unsere Hoffnungen erfüllt, so weist Er doch nicht diejenigen zurück, deren Absicht die Wahrheit und in deren Herzen die Gottesehrfurcht ist.' - ,Ja,' antwortete ich, 'möge Allah dir bringen, was du wünschst und dich vor dem schützen, was dich bedroht.' Dann fragte ich ihn nach Dingen hinsichtlich Gelübden und Riten. Er gab mir darüber Auskunft, setzte sein Reittier in Bewegung, verabschiedete sich von mir, und so trennten wir uns."3
1 Imam Hussain (a.) hatte keinerlei Sorge um sein Leben und das seiner Getreuen, sondern er wollte verhindern, dass im Heiligen Bezirk Blut fließt, da dort nicht einmal eine Fliege getötet werden darf (s. auch „Manasik al-Hadsch" von Ayatollah al-'Uzma Imam' Sayyid Ali Imam Hussaini al-Khamene'i) - (Anm. d. Übers.)
2 Imam Hussain (a.) zitiert hier aus dem Heiligen Qur'an: 55:29
3 Ibn A'tham berichtete es in „al-Futuh": 5:77, und al-Chawarizmi in „Maqtal": 1:223, und al-Tabari in seinem „Tarich": 5:386, mit leichter Abweichung, und in gekürzter Form bei Ibn Schahraschub:4:95, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:365.
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Als al-Hussain ibn Ali (a.) Mekka verließ, stand ihm Yahya ibn Said ibn al-Aas mit einer Gruppe (von Männern) gegenüber, die 'Amr ibn Said1 zu ihm geschickt hatte. „Kehre dorthin zurück, " sagten sie zu ihm, „ von wo du gekommen bist." Doch er weigerte sich und ging weiter. Die beiden Gruppen stießen zusammen und schlugen einander mit Peitschen, und al-Hussain (a.) und seine Gefährten leisteten erbitterten Widerstand. Al-Hussain (a.) ging weiter, bis er nach al-Tan'im kam. Dort traf er eine Kamel-Karawane, die aus Jemen kam. Er mietete von ihren Leuten Kamele für sich und seine Anhänger. Dann sagte er zu den Kameltreibern:
„ Wer von euch sich uns nach Irak anschließen will, dem werden wir seine Miete zahlen und uns über seine Gesellschaft freuen. Wer uns lieber nach einer gewissen Strecke verlassen möchte, dem werden wir seine Miete entsprechen seiner zurückgelegten Wegstrecke bezahlen." Einige der Leute gingen mit ihm, während andere sich weigerten.
„Ich bitte Dich bei Allah, zurückzukehren, wenn Du meinen Brief siehst. Ich bin besorgt um Dich aufgrund der Richtung, die Du eingeschlagen hast, da dies Deine Vernichtung und die Ausrottung deiner Ahl-ul-Bait bedeuten wird. Wenn Du heute vernichtet wirst, dann wird das Licht der Erde ausgelöscht werden, denn Du bist das Banner der Rechtgeleiteten und die Hoffnung der Gläubigen. Habe keine Eile bei Deiner Reise, denn ich bin auf der Spur dieses Briefes, und salam."
Abdullah ibn Dscha'far begab sich zu 'Amr ibn Said und bat ihn, al-Hussain (a.) eine schriftliche Sicherheitsgarantie zu geben und ihm Zugeständnisse zu machen, damit er von der Richtung, die er eingeschlagen hatte, Abstand nehmen würde. 'Amr ibn Said schrieb ihm einen Brief und versprach ihm darin Geschenke und eine Garantie für seine Sicherheit. Er schickte ihn mit seinem Bruder Yahya ibn Said. Yahya ging hinterher (wie auch) Abdullah, nachdem er seine beiden Söhne geschickt hatte. Die beiden übergaben ('Amrs) Brief an ihn (Imam Hussain, a.) und bemühten sich, ihn zur Rückkehr (zu bewegen).
„Ich sah den Gesandten Allahs (s.) in meinem Traum, " sagte er (Imam Hussain, a.), „ und er befahl mir auszuführen, wohin ich gehe. " - „ Was war jener Traum?, " fragten die beiden. „Ich habe niemandem davon erzählt, " erwiderte er, „und ich werde auch niemandem davon erzählen, bis ich meinen Herrn, Hoch und Erhaben ist Er, treffe." Als Abdullah ibn Dscha'far es aufgegeben hatte, (ihn zu überreden), befahl er seinen beiden Söhnen 'Aun und Muhammad,
1 Der Gouverneur von Mekka vor Yazid
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bei ihm (Imam Hussain, a.) zu bleiben, mit ihm zu reisen und für ihn zu kämpfen. Er kehrte mit Yahya ibn Said nach Mekka zurück.
Al-Hussain (a.) nahm schnell und direkt Kurs nach Irak, bis er bei Dha 'Irq ankam. Sobald 'Ubaidullah ibn Ziyad vom Aufbruch al-Hussains (a.) von Mekka nach Kufa erfahren hatte, sandte er al-Hussain ibn Numair, den Kommandeur der Leibwache (schurta) nach al-Qadissiyya, damit er dort und (in dem Gebiet) zwischen al-Qadissiyya und al-Qutqutana Reiter von al-Qadissiyya bis Chaffan stationierte. Und die Leute sagten: „Dieser Hussain will (unbedingt in) den I-rak."
Als al-Hussain (a.) al-Hadschiz erreichte (einen Hügel über) Batn al-Rumma, schickte er Qais ibn Muschir al-Saidawi - manche sagen, es sei sein Milchbruder Abdullah ibn Yuqtur gewesen - nach Kufa,1 denn er hatte (zu jenem Zeitpunkt) noch nicht über (das Schicksal von) Muslim ibn 'Aqil (r.) erfahren. Er schickte einen Brief mit ihm:
„ Von al-Hussain ibn Ali zu seinen Brüdern von den Gläubigen und den Muslimen. Salamun alaikum, ich preise Allah vor Euch, außer Dem es keinen Gott gibt. Der Brief Muslim ibn ‘Aqils ist bei mir angekommen, welcher mich über Eure gute Meinung informierte sowie über die Übereinkunft Eurer Führer, uns zu unterstützen und unser Recht zu fordern. Ich habe Allah darum gebeten, dass Er (Eure) Handlung für uns gut sein und Euch dafür größten Lohn zuteil werden ließe. Ich bin am 8. Dhu-l-Hidscha zu Euch aufgebrochen, am Tage von Tar-wiya. Wenn mein Botschafter zu Euch gelangt, dann beeilt Euch in der Sache und seid ernsthaft (darin), denn ich werde in diesen (nächsten) Tagen zu Euch kommen, was-salamu alaikum wa rahmatullah. "
Muslim hatte 27 Tage, bevor er getötet wurde, an al-Hussain (a.) geschrieben, und die Kufiten hatten ihm geschrieben: „Hier hast Du 100.000 Schwerter, verspäte Dich nicht. "
Qais ibn Muschir ging mit dem Brief al-Hussains (a.) nach Kufa. Doch als er al-Qadissiyya erreicht hatte, ergriff ihn al-Hussain ibn Numair und schickte ihn zu 'Ubaidullah ibn Ziyad. „Geh auf die Kanzel, " sagte 'Ubaidullah zu ihm, „und beschimpfe den Lügner Hussain ibn Ali. " Qais stieg auf (die Kanzel), lobte und pries Allah, dann sagte er: „ O ihr Leute, dieser Hussain ibn Ali ist das beste der Geschöpfe Allahs, der Sohn der Fatima, der Tochter des Gesandten Allahs, und ich bin sein Botschafter zu euch, so antwortet ihm, " dann verfluchter er 'Ubaidullah ibn Ziyad und seinen Vater, betete für Ali ibn Abu Talib (a.) um Verzei-
1 Al-Tabari berichtet von zwei separaten Ereignissen, was diese beiden betrifft (2:298 und 293). Da beide zu einem ähnlichen Ende kommen, scheint al-Mufids Vermutung wahrscheinlich.
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hung1 und segnete ihn. 'Ubaidullah ordnete an, dass er vom Dach des Palastes hinabgestürzt werden sollte. Sie stürzten ihn hinab, und er wurde zerschmettert.
Es wurde (auch) Folgendes überliefert:
Er fiel in Ketten auf die Erde, seine Knochen wurden zerbrochen, und nur sein letzter Atemzug war ihm geblieben. Da kam ein Mann namens 'Abd al-Malik ibn 'Umair al-Lachmi und schnitt seine Kehle durch. Als ihm gesagt wurde, dass er eine schändliche Tat begangen habe, sagte er: „Ich wollte ihm (sein Leiden) erleichtern. " 2
(Währenddessen) hatte al-Hussain (a.) Hadschiz in Richtung Kufa verlassen, bis er zu einer Wasserstelle der Araber kam. Dort war Abdullah ibn Muti' al-Adawi, der dort verweilte. Als er al-Hussain (a.) sah, erhob er sich ihm zu Ehren und sagte zu ihm: „Bei meinem Vater und meiner Mutter, o Sohn des Gesandten Allahs, was führte dich hierher? " Er führte ihn (sein Reittier) voran und half ihm bei Absteigen, und al-Hussain (a.) sagte: „Es ist aufgrund des Todes von Mu 'awiya, wie du vielleicht erfahren hast, und die Iraker haben mir geschrieben und mich zu ihnen gerufen. " - „Ich möchte dich, o Sohn des Gesandten Allahs, (an Allah) und die Heiligkeit des Islams erinnern, damit sie nicht geschändet wird. Ich beschwöre dich bei Allah, die Heiligkeit der Quraisch (zu bedenken). Ich beschwöre dich vor Allah, die Heiligkeit der Araber (zu bedenken). Bei Allah, wenn du verlangst, was in den Händen der Banu Umayya ist, dann werden sie dich töten, und wenn sie dich töten, dann werden sie nie mehr irgend jemanden nach dir respektieren. Bei Allah, es ist die Heiligkeit des Islams, die geschändet werden wird, die Heiligkeit der Quraisch und die Heiligkeit der Araber. Tu es nicht, geh' nicht nach Kufa, liefere dich nicht den Banu Umayya aus. " Doch al-Hussain (a.) weigerte sich und bestand darauf, seine Reise fortzusetzen.
(Währenddessen) hatte 'Ubaidullah ibn Ziyad befohlen, dass (das Gebiet) zwischen Waqisa3 und den Wegen nach Syrien und Basra besetzt werden sollte, (so dass) niemand herein- oder herausgelassen wurde. Al-Hussain (a.) setzte seine Reise fort, und er wusste nichts (von alldem), bis er (einige) Wüstenaraber traf. Er fragte sie nach der Situation), und sie sagten: „Nein, bei Allah, wir wissen nichts darüber, außer dass wir weder (nach Kufa) herein- noch herauskönnen. " Er setzte seine Reise in die (von ihm gewünschte) Richtung fort.
Eine Gruppe der Fazara und Badschila erzählte Folgendes:
Für das, was ihm angetan worden war (Anm. d. Übers.)
„Tarich al-Tabari": 5:398, „Kamil ibn Athir":4:43, „Maqtal Imam Hussain(a.)" von al-Chawarizmi: „1:228,
„Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:95, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:370. 3 Waqisa: Ein Ort auf dem Weg von Mekka nach Irak
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„Wir waren bei Zuhair ibn al-Qain al-Badschali, als wir aus Mekka kamen. Wir hatten den gleichen Weg mit al-Hussain (a.), und nichts war uns verhasster, als mit ihm an einem Rastplatz anzuhalten. (Dennoch), als al-Hussain (a.) unterwegs war und an einem Rastplatz Halt machte, blieb uns nichts anderes übrig, als mit ihm anzuhalten. Al-Hussain (a.) hielt auf der einen Seite (der Straße) an, und wir auf der anderen. Als wir saßen und unsere Mahlzeit zu uns nahmen, nahte ein Botschafter al-Hussains (a.), grüßte uns und trat ein (in unser Lager). „Zuhair ibn al-Qain, Abu 'Abdillah al-Hussain hat mich zu dir geschickt, damit du zu ihm kommst. " Jeder von uns ließ fallen, was sich in seiner Hand befand, es war (so überraschend), als ob Vögel auf unseren Köpfen wären. „ Gelobt sei Allah, " sagte seine (Zuhairs) Frau zu ihm, „ hat der Sohn des Gesandten Allahs nach dir geschickt, und du gehst nicht zu ihm? Wenn du zu ihm gehen würdest, dann würdest du (erst) hören, was er sagt, dann könntest du wieder gehen. " Zuhair ibn al-Qain ging zu ihm hin, und es dauerte nicht lange, bis er kam und ankündigte, dass er in Richtung Osten reisen würde. Er ordnete an, (dass) sein Zelt (abgebrochen werden sollte) und ließ sich sein Gepäck, Reittiere und Proviant bringen. Sein Zelt wurde abgebrochen und zu al-Hussain (a.) gebracht. Dann sagte er zu seiner Frau: „Du bist geschieden, gehe zurück zu deiner Familie, ich möchte, dass dir meinetwegen nichts als Gutes widerfährt. " Dann sagte er zu seinen Gefährten: „ Wer von euch mir folgen möchte (, der möge es tun), ansonsten ist er von seiner Verpflichtung mir gegenüber entbunden (d.h. derjenige ist davon befreit, Zuhair als Anführer der Stammesgruppe zu folgen). Ich werde euch von einem Ereignis erzählen: 'Wir machten einen Kriegszug in ein Land1, und Allah bescherte uns den Sieg und wir machten (reichlich) Beute. Salman al-Farsi (r.) sagte zu uns: ‘Freut ihr euch über den Sieg, den Allah euch hat zuteil werden lassen und die Beute, die ihr gemacht habt?' 'Ja,' erwiderten wir. 'Dann, wenn ihr den (Herrn) der jungen Männer von der Familie Muhammads (s.) trefft, dann seid (noch) glücklicher, mit ihnen in den Kampf zu ziehen, als ihr jetzt über die Beute seid, die ihr heute gemacht habt.' Was mich betrifft, so bete ich, dass Allah mit euch sei." Er blieb bei den Leuten al-Hussains (a.), bis er
'S
Schahid wurde (möge Allah ihm gnädig sein).
Abdullah ibn Sulaiman und al-Mundhir ibn al-Muschma'il, beide von al-Asad, überlieferten folgendes:
Als wir die Große Pilgerfahrt verrichtet hatten, hatten wir kein anderes Ziel, als uns al-Hussain (a.) unterwegs anzuschließen, damit wir sehen konnten, wie es um ihn stand. Wir ritten voran und trieben unsere Kamelstuten schnell an, bis wir uns ihm bei Zarud3 anschlossen. Als wir uns näherten, sahen wir einen Mann
1 Bei Tabari: Eine Stadt im Lande der Byzantiner
2 „Waq'a al-Taf“ von Abu Michnaf: 161, und „Tarich" von al-Tabari: 5:396, das Gesamte in „Tarich":4:42, und gekürzt in „Maqtal Imam Hussain (a.)" von al-Chawarizmi 1:225, von Ahmad ibn A'tham überliefert.
3 Ein Ort auf dem Weg von der Hadsch nach Kufa zwischen al-Tha'labiyya und al-Chazimiyya (Mu'dscham al-Buldan, 3:139)
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aus Kufa, der sich seitlich von Weg abgewandt hatte, als er al-Hussain (a.) sah. Al-Hussain (a.) hielt an, als ob er ihn (ansprechen) wollte, (doch) dann wandte (der Mann) sich ab und ging weiter, und wir gingen auf ihn zu. Einer von uns sagte zum anderen: 'Lass uns zu diesem (Mann) gehen und ihn fragen, ob er Neuigkeiten aus Kufa hat.' So gingen wir weiter, bis wir bei ihm angelangt wa-
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ren. 'As-salamu-alaik'1 , sagten wir, und er antwortete: 'Wa alaikum as-salam.' - 'Von welchem Stamm bist du, Herr?' - ,Ich bin ein Asadi,' antwortete er. 'Wir sind auch Asadis,' sagten wir, 'und wer bist du?' - ,Ich bin Bakr ibn so-und-so,' sagte er. Wir nannten ihm unsere Abstammungslinien, dann sagten wir zu ihm: 'Gib uns Nachricht von den Leuten, die du zurückgelassen hast', und er sagte: 'Ja, ich bin erst aus Kufa ausgereist, als Muslim ibn ‘Aqil und Hani' ibn 'Urwa getötet wurden. Ich sah, wie sie an den Füßen über den Marktplatz geschleift wurden.' Wir gingen weiter, bis wir Hussain (a.) einholten, und wir gingen mit ihm mit, bis er am Abend in al-Tha'labiyya anhielt. Als er anhielt, holten wir ihn ein und grüßten ihn. Er erwiderte unseren Gruß. ‘Möge Allah dir gnädig sein,' sagten wir, 'wir haben Neuigkeiten für dich, wenn du willst, sagen wir es dir öffentlich, und wenn du es wünschst, im Geheimen.' Er schaute seine Gefährten an, dann sagte er: 'Es gibt gegenüber diesen (Männern) nichts zu verbergen.' -,Hast du den Reiter gesehen, der nahe an dir dran war, gestern Abend?,' fragten wir. 'Ja,' antwortete er, 'ich wollte ihn (etwas) fragen.' - ,Bei Allah, wir haben die Nachricht für dich von ihm geholt und dir seine Befragung erspart', antworteten wir, 'er ist ein Mann von uns (d.h. von ihrem Stamm), mit vernünftigen Ansichten, Aufrichtigkeit und Verstand, und er hat uns erzählt, dass er erst aus Kufa ausgereist war, als Muslim ibn ‘Aqil und Hani' ibn 'Urwa getötet worden waren, und dass er sah, wie sie an ihren Füßen über den Marktplatz geschleift wurden.' - ,Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück, möge Allah ihnen gnädig sein,' und er wiederholte dies mehrmals. 'Wir beschwören dich bei Allah, ' sagten wir zu ihm, ‘für dein eigenes Leben und das deiner Familie, dass du diesen Ort nicht verlässt, denn du hast in Kufa weder Helfer noch Schi 'a. Vielmehr fürchten wir für dich, dass sie gegen dich sind.'"
Er schaute die Söhne 'Aqils an und sagte: 'Was meint ihr, wo Muslim wohl getötet worden ist? ’" Sie fuhren fort (mit ihrer Erzählung): „Bei Allah, wir werden nicht zurückkehren, bis wir Rache genommen haben oder das kosten werden, was er kostete3." Al-Hussain (a.) kam zu uns heran und sagte: 'Es gibt nichts Gutes mehr im Leben nach jenen (Männern),' und da wussten wir, dass seine Ansicht zu dieser Reise feststand (sie fortzusetzen). ‘Möge Allah dir Gutes (chayr) bescheren,' sagten wir zu ihm. ‘Allah sei euch beiden barmherzig,' erwiderte er. 'Bei Allah,' sagten seine Gefährten, 'du bist nicht wie Muslim ibn Aqil. Wenn du nach Kufa gehst, dann werden die Leute zu dir eilen (um dich zu
1 Der Friede sei mit dir (Anm. d. Übers.)
2 Und Frieden sei mit euch (Anm. d. Übers.)
3 Gemeint ist das Martyrium euch (Anm. d. Übers.)
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unterstützen).' Dann schwieg er und wartete bis zu Sahar1. Dann ordnete er seinen jungen Männern und Dienern an, dass sie den Leuten viel Wasser zu trinken geben sollten. Sie taten dies, dann machten sie sich auf den Weg. Sie gingen
'S
weiter, bis sie nach Zubala2 kamen, und (dort) erreichte sie eine Nachricht von Abdullah ibn Yaqtur. Er (Imam Hussain, a.) zog einen Brief hervor und las ihn ihnen vor:
'Im Namen Allah, Des Gnädigen, Des Barmherzigen. Schreckliche Nachrichten vom Mord an Muslim ibn 'Aqil, Hani' ibn 'Urwa und Abdullah ibn Yaqtur sind zu uns gedrungen. Unsere Schia hat uns im Stich gelassen. Wer von euch es nun vorzieht, uns zu verlassen, der ist frei, uns zu verlassen ohne schlechtes Gewissen. '
Die Leute begannen, sich von rechts und links zu zerstreuen, bis diejenigen seiner Gefährten übriggeblieben waren, die mit ihm aus Medina gekommen waren und eine kleine Gruppe, die sich ihm (später) angeschlossen hatte. Er (Imam Hussain, a.) tat dies, weil er wusste, dass die Wüstenaraber, die zu ihm gekommen waren, ihm gefolgt waren, weil sie annahmen, dass er in ein Land kommen würde, dessen Bewohner ihm bereits gehorsam waren. Er wollte nicht, dass sie mit ihm reisten, ohne dass sie wussten, was auf sie zukam.
Als es Mitternacht wurde, befahl er seinen Anhängern, große Wasservorräte mitzunehmen, dann brachen sie auf, bis sie Batn al-'Aqaba erreichten. Er (Imam Hussain, a.) machte dort Halt. Da kam ein alter Mann vom Stamme der Banu 'Ikrima namens 'Amr ibn Lawdhan zu ihm. 'Wohin willst du gehen?,' fragte er. Nach Kufa,' antwortete al-Hussain (a.). 'Ich flehe dich an vor Allah,' sagte der alte Mann, 'dass du umkehrst, denn bei Allah, dich erwartet nichts als Speerspitzen und Schwertklingen. Wenn diejenigen, die nach dir geschickt haben, dir als Unterstützung im Kampf genügen würden und dir alles vorbereitet hätten und du dann zu ihnen kämest, dann wäre das (eine) weise (Entscheidung). Aber in diesem Fall, den du schilderst, meine ich, dass du es nicht tun solltest.' -, Diener Allahs,' sagte er (Imam Hussain, a.) zu ihm, 'die weise Entscheidung ist mir nicht verborgen, aber dem Befehl Allahs Des Erhabenen kann nicht Widerstand geleistet werden.' Dann sagte er: 'Sie (meine Feinde) werden mich nicht in Ruhe lassen, bis sie mir dieses Herz aus meinem Innersten gerissen haben. Wenn sie das tun, dann wird Allah (andere) über sie herrschen lassen, die sie (so) demütigen werden, so dass sie der erniedrigteste Teil unter den Nationen sein werden.'3
1 Sahar: Der Zeitraum zwischen Mitternacht und Morgendämmerung
2 Zubala: Ein Ort auf dem Weg von Mekka nach Kufa
3 „Maqtal al-Hussain (a.)" von al-Chawarizmi: 1:228, von Ibn A'tham, „Tarich al-Tabari": 5:397, und von Abu Michnaf, von Abdullah ibn Salim und al-Mundhir ibn al-Muschma'il, die beiden Asadis, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:372
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Dann ging er (weiter) von Batn al-'Aqaba, bis er bei Scharaf Halt machte. In der Zeit zwischen Mitternacht und Morgendämmerung (Sahar) befahl er (Imam Hussain, a.) seinen jungen Männern, einen großen Wasservorrat (für die Reise) mitzunehmen, dann setzte er (die Reise) von dort fort bis zum Mittag. Während er ging, rief einer seiner Anhänger: „Allahu Akbar! (Allah ist am größten!) " -„Allahu Akbar!" sagte al-Hussain (a.), „ warum hast du ‘Allahu Akbar' gerufen? " - „Ich habe Dattelpalmen gesehen, " antwortete er (der Anhänger). „Dies ist ein Ort, an dem wir niemals eine Dattelpalme gesehen haben, " antwortete ihm eine Gruppe seiner Anhänger. „ Was denkt ihr dann, was es ist? ", fragte al-Hussain (a.). „ Wir sehen die Ohren eines Pferdes, bei Allah", sagten sie. „Ich sehe das, bei Allah, auch ", sagte er. Dann sagte er: „So, dass wir in einer Richtung auf sie zugehen (so dass wir nicht umringt werden können) und uns hinter uns einen Fluchtpunkt offen halten." - „Ja", sagten wir, „zu deiner Linken ist Dhu Husma, und wenn du es vor ihm erreichst, dann wird es (in der Position) sein, die du willst".
So begann er, nach links abzubiegen, und wir bogen mit ihm ab. Noch bevor wir Zeit hatten, (die Richtung zu ändern), erschien vor uns die Vorhut der Reiter-Truppe, und wir konnten sie klar erkennen. Wir änderten die Richtung, und als sie sahen, dass wir vom Weg abwichen, änderten (auch) sie ihre Richtung und ritten auf uns zu. Ihre Speerspitzen sahen aus wie Palmenbäume, deren Blätter abgestreift worden sind, und ihre Banner wirkten wie Flügel von Vögeln. Wir überholten sie und kamen vor ihnen in Dhu Husma an. Al-Hussain (a.) ordnete an, dass seine Zelte aufgeschlagen werden sollten, und so geschah es. Die Leute kamen, es waren etwa tausend Reiter mit al-Hurr ibn Yazid al-Tamimi (als ihr Anführer), bis er und seine Reiter-Truppe gegenüber von al-Hussain (a.) anhielten. Es war in der Mittagshitze, und al-Hussain (a.) und seine Anhänger trugen ihre Turbane und hatten ihre Schwerter angelegt. Al-Hussain (a.) sagte zu seinen jungen Dienern: „Gebt den Leuten Wasser zu trinken und lasst sie damit ihren Durst stillen, und lasst ihre Pferde Schluck für Schluck trinken, " und sie taten dies, indem sie ihre Schüsseln und Trinkgefäße mit Wasser füllten und sie zu den Pferden brachten. Immer wenn ein (Pferd) drei, vier oder fünf Schlucke getrunken hatte, wurde (das Gefäß) zurückgezogen und dem anderen gereicht, bis sie alle getränkt hatten.
Ali ibn al-Ta'an al-Muharibi überlieferte:
„Ich war an jenem Tage mit al-Hurr zusammen, ich war einer der letzten, die mit seinen Anhängern kamen. Als al-Hussain (a.) sah, wie durstig ich und mein Reittier waren, sagte er: ‘Lasse dein Tier (rawiya) niederknien.' Ich dachte, er meinte damit mein Wasser-Gefäß. Er sagte: 'Vetter, lass (dein) Kamel niederknien.' Ich tat es, und er sagte: 'Trink,' und ich trank, aber immer, wenn ich trank, floss Wasser aus meinem Wasser-Gefäß. 'Neige das Gefäß,' sagte er, aber
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ich wusste nicht, wie ich das machen sollte. So kam er hoch (zu mir) und neigte es (in die richtige Stellung). Dann trank ich und auch mein Reittier."
Al-Hurr ibn Yazid war von al-Qadissiyya gekommen. 'Ubaidullah ibn Ziyad hatte al-Hussain ibn Numair geschickt und ihm befohlen, in al-Qadissiyya Stellung zu beziehen. Dann hatte er al-Hurr mit tausend Reitern beauftragt, al-Hussain (a.) entgegenzutreten. Al-Hurr blieb so lange in Stellung gegenüber al-Hussain (a.), bis (die Zeit für) das Mittagsgebet gekommen war. Al-Hussain (a.) befahl al-Hadschadsch ibn Mashur, den Adhan (1.Gebetsruf) auszurufen. Als die Iqama (2. Gebetsruf) ausgerufen werden sollte, erschien al-Hussain (a.) (vor den Leuten) mit einem um die Taille gegürteten Gewand (izar), einem Obergewand (rida') und einem Paar Sandalen bekleidet. Er lobte und pries Allah, dann sagte er:
„Ihr Leute, ich bin erst zu euch gekommen, als eure Briefe bei mir ankamen, die durch eure Botschafter überbracht wurden (und folgendermaßen lauteten): 'Komm zu uns, denn wir haben keinen Imam, auf dass Allah uns unter deiner Führung und unter der Wahrheit einen möge.' Da das eure Ansicht war, bin ich zu euch gekommen. Darum gebt mir, was ihr mir versprochen habt von euren Treueiden und (geschworenen) Zeugnissen. Wenn ihr das nicht tut und (nun) gegen mein Kommen Missfallen hegt, so werde ich mich von euch abwenden und dorthin zurückkehren, woher ich zu euch gekommen bin. "
Sie schwiegen vor ihm, und niemand von ihnen sprach ein Wort. „ Verlese die Iqama (zweiten Gebetsruf)," sagte er (Imam Hussain, a.) zu dem Gebetsrufer, und der rezitierte die Iqama. „Möchtest du das Gebet für deine Gefährten anführen?" fragte (Imam Hussain a.) al-Hurr ibn Yazid. „Nein, " antwortete dieser, „ sondern bete du vor, und wir werden hinter dir beten ". Al-Hussain ibn Ali (a.) führte sie im Gebet an, dann betrat er (sein Zelt), und seine Anhänger versammelten sich um ihn herum. Al-Hurr ging (wieder) zu seiner Stelle zurück, an der er (mit seinen Männern) war und betrat das Zelt, das für ihn aufgestellt worden war, und eine Gruppe seiner Gefolgsmänner versammelten sich um ihn, und die Übrigen kehrten in ihre Reihen zurück, in denen sie (vorher) waren. Dann nahm jeder von ihnen die Zügel seines Reittiers und setzte sich in seinen Schatten. Als es Zeit zum Nachmittagsgebet ('asr) war, ordnete al-Hussain ibn Ali (a.) die Vorbereitung für die Reise an, und sie (die Männer) führten dies aus. Dann befahl er, dass der (Gebets-)Ruf ausgerufen werden sollte, und der (Gebets-)Ruf für das Nachmittagsgebet und die Iqama wurden ausgerufen. Al-Hussain (a.) erhob sich und betete vor den Leuten. Dann beendete er (das Gebet) mit dem abschließenden Gruß (des Gebets) (salam). Er wandte sein Gesicht zu ihnen, lobte und pries Allah, dann sagte er:
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„Ihr Leute, wenn ihr Allah fürchtet und das Recht derjeniger kennt, denen es gebührt, dann wird Allah am zufriedensten mit euch sein, denn wir sind die Leute des Hauses von Muhammad (s.) (Ahl-al-Bait), und (als solche) der Führerschaft (wilaya) über euch würdiger in dieser Sache1 als diejenigen, die beanspruchen, was ihnen nicht gehört. Sie haben Tyrannei und Feindseligkeit unter euch gebracht. Und wenn ihr euch weigert, dann nur aus Abneigung (gegen uns) oder aus Unkenntnis über unser Recht. Wenn eure Ansicht jetzt eine andere ist als die, die durch eure Briefe zu mir gedrungen ist und die mir eure Botschafter brachten, dann werde ich euch verlassen. "
„ Bei Allah ", sagte al-Hurr, „ ich weiß nichts von diesen Briefen und den Botschaftern, die du erwähnst. " - „ 'Uqba ibn Sim 'an ", sagte al-Hussain (a.) zu einem seiner Gefährten, „ hole die beiden Satteltaschen, in denen sich ihre Briefe an mich befinden. " Er brachte zwei Satteltaschen, die voller Papiere waren, und sie wurden vor ihm ausgebreitet. „ Wir gehören nicht zu denen, die dir geschrieben haben", sagte al-Hurr, „und uns wurde befohlen, dass, wenn wir auf dich stoßen, wir uns nicht von dir trennen sollen, bis wir dich nach Kufa zu 'Ubaidul-lah gebracht haben. " - „ Eher wird dich der Tod ereilen, als das (passiert) "; sagte al-Hussain (a.). Dann befahl er seinen Anhängern: „Erhebt euch und steigt auf (eure Reittiere) ", und sie stiegen auf, und er wartete, bis ihre Frauen aufgestiegen waren. „ Geht", befahl er seinen Gefährten. Und als sie sich anschickten, loszureiten, gingen die Leute (um al-Hurr) zwischen sie und schlugen die gleiche Richtung ein wie sie. „Möge deine Mutter dich verlieren ", sagte al-Hussain (a.), „was willst du? " - „ Wenn irgendein anderer von den Arabern das zu mir sagen würde"; sagte al-Hurr, „wenn sie in der gleichen Situation wie du wären, würde ich es nicht unterlassen, zu ihm das gleiche zu sagen, egal, wer es ist. Doch bei Allah, ich kann über deine Mutter nichts als das Beste erwähnen, was möglich ist. " - „ Und was willst du?", fragte al-Hussain (a.). „Ich will mit dir zum Gouverneur 'Ubaidullah ibn Ziy ad gehen," erwiderte al-Hurr. „Dann, bei Allah, werde ich dir nicht folgen", sagte al-Hussain (a.). „Dann, bei Allah", sagte al-Hurr, „werde ich dich nicht gehen lassen ". Diesen Dialog wiederholten sie dreimal, und als das Gespräch zwischen ihnen (an Schärfe) zunahm, sagte al-Hurr: „Ich bin nicht beauftragt worden, gegen dich zu kämpfen. Mir wurde nur befohlen, dich nicht gehen zu lassen, bis ich mit dir nach Kufa gegangen bin. Wenn du dich weigerst, dann nimm einen Weg, der dich weder nach Kufa bringt, noch zurück nach Medina führt. Das soll zwischen mir und dir ein Kompromiss sein, ich werde sogar an den Gouverneur schreiben, und es wird an Yazid oder an den Gouverneur (ein Brief) geschickt, auf dass Allah mich davon befreien möge, dass ich dir etwas Schlechtes antue. So nimm diesen (Weg) und halte dich links von der Straße nach al- 'Udhaib und al-Qadissiyya. "
1 D.h. die Herrschaft über die islamische Gemeinschaft (Ummah) - (Anm. d. Übers.)
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Al-Hussain (a.) machte sich auf den Weg, und (auch) al-Hurr ging mit seinen Leuten mit., während er zu ihm sagte: „O Hussain, ich möchte dich vor Allah ermahnen, an dein Leben zu denken, denn ich bezeuge, dass du getötet werden wirst, wenn du kämpfst. " - „ Willst du mir vor dem Tod Furcht einflößen? ", fragte al-Hussain (a.). „Kann euch denn etwas Schlimmeres passieren, als mich zu töten? Ich werde das zu euch sagen, was ein Bruder von al-Aus zu seinem Vetter sagte, als er die Hilfe von Allahs Gesandtem (s.) verlangte. Sein Vetter fürchtete für ihn und sagte: 'Wohin gehst du? Denn du wirst getötet werden.' Er antwortete: 'Ich werde mich auf den Weg machen, denn der Tod ist keine Schande für einen jungen Mann, wenn immer das, was er beabsichtigt, das Rechte ist und er als ein Muslim kämpft, der rechtschaffene Männer durch (das Opfern) sein(es) Leben (s) tröstet, einen Verfluchten zerschmettern und gegen einen Verbrecher opponiert. Wenn ich lebe, werde ich nicht bereuen (was ich getan habe), und wenn ich sterbe, werde ich keine Schmerzen leiden. Es genügt dir, in Demütigung zu leben und beschimpft zu werden.'"
Als al-Hurr das gehört hatte, wandte er sich von ihm ab. Er und seine Leute ritten auf der einen Seite, und al-Hussain (a.) auf der anderen, bis sie nach al-'Udhaib al-Hidschanat1 kamen. Al-Hussain (a.) ging weiter, bis er nach Qasr Bani Maqatil kam und machte dort Halt, und dort stand ein aufgestelltes Zelt. „ Wem gehört das?", fragte er. „ Es gehört 'Ubaidullah ibn al-Hurr al-Dschuji", war die Antwort. „Ruft ihn, dass er zu mir kommt. " Der Botschafter ging zu ihm ('Ubaidullah ibn al-Hurr al-Dschu'fi) und sagte: „Dies ist Hussain ibn Ali (a.), und er ruft dich zu sich. " - „Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück", sagte 'Ubaidullah, „bei Allah, ich habe Kufa nur verlassen, weil ich nicht wollte, dass Hussain dorthin kommt, während ich dort bin, und bei Allah, ich will ihn nicht sehen, noch will ich, dass er mich sieht. " Der Botschafter kehrte zu ihm (Imam Hussain, a.) zurück und berichtete ihm. Al-Hussain (a.) erhob sich und ging zu ihm und trat bei ihm ein (in sein Zelt). Er grüßte und setzte sich nieder. Dann forderte er ihn auf, mit ihm auszuziehen, und 'Ubaidullah ibn al-Hurr wiederholte, was er vorher gesagt hatte und sucht Ausflüchte von dem, wozu er (Imam Hussain, a.) ihn aufforderte. „ Wenn du uns nicht hilfst", sagte al-Hussain (a.), „ dann fürchte Allah, dass du nicht von denen sein mögest, die uns bekämpfen. Denn, bei Allah, es gibt niemanden, der unseren (Hilfe-)Schrei hört und uns dann nicht hilft, der nicht zugrunde geht. " - „ Dies2 wird niemals sein, so Allah will." Dann erhob sich al-Hussain (a.) von ihm und ging zu seinem Quartier.
Zum Ende der Nacht hin befahl er seinen jungen Männern, Wasservorräte mitzunehmen, dann ordnete er den Aufbruch an und machte sich von Qasr Bani Maqatil aus auf den Weg.
1 Al-'Udhaib al-Hidschanat: Ort in Irak in der Nähe von al-Qadissiyya
2 D.h. ihn zu bekämpfen (Anm. d. Übers.)
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'Uqba ibn Sim'an berichtete (weiter): „Wir brachen sofort mit ihm auf, und er nickte ein, während er auf dem Rücken seines Pferdes saß. Er wachte auf und sagte: „ Wahrlich, Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück., Preis sei Allah, dem Herrn der Welten. " Dies tat er zwei- oder dreimal. Sein Sohn Ali ibn Hussain (Imam Zain-ul-Abidien, a.) kam zu ihm heran und fragte: „ Warum hast du Allah gepriesen und den Vers der Rückkehr (zu Allah) rezitiert?" - „Mein Sohn ", erwiderte er, „ ich nickte ein, und ein Reiter auf einem Pferd erschien mir und sagte: 'Die Leute reisen, und ihre Geschicke reisen zu ihnen,' und da wusste ich, dass es unsere eigenen Seelen waren, die uns unseren Tod ankündigten. " -„ Vater", sagte er (Ali ibn al-Hussain, a.), „sieht Allah dich als böse an? Sind wir nicht im Recht? " - „Doch ", sagte al-Hussain (a.), „ bei Dem, zu Dem (aller seiner) Diener Rückkehr ist. " - „ Dann brauchen wir doch keine Sorge zu haben ", sagte er (der Sohn), „ wenn wir sterben und dabei im Recht sind. " - „Möge Allah dir den besten Lohn geben ", sagte al-Hussain (a.), „ den ein Sohn für sein (Verhalten) zu seinem Vater bekommen kann. "
Als der Morgen hereinbrach, stieg er ab und verrichtete das Morgengebet, dann stieg er wieder eilig auf (und setzte die Reise fort) und begann nach links zu schwenken mit seinen Anhängern und wollte sich (von al-Hurr und seinen Leuten) trennen. Doch al-Hurr ibn Yazid kam zu ihm und trieb ihn und seine Anhänger (, davon) Abstand zu nehmen, (in jene Richtung zu gehen), und er begann, sie mit starkem Druck in Richtung Kufa zu treiben, aber sie widerstanden ihm und so hörten sie auf (damit), gingen aber weiterhin so mit ihnen, bis sie nach Ninawa kamen, den Ort, wo al-Hussain (a.) abstieg. Da erschien ein Reiter auf einem rassigen (Pferd), er trug Waffen und auf seiner Schulter einen Bogen, er kam aus Kufa. Sie hielten alle an und warteten auf ihn. Als er bei ihnen angelangt war, grüßte er al-Hurr und seine Leute, doch er grüßte al-Hussain (a.) und dessen Gefährten nicht. Er überreichte al-Hurr einen Brief von 'Ubaidullah ibn Ziyad, in welchem stand:
„ Wenn dieser Brief dich erreicht und mein Botschafter zu dir kommt, dann bedränge Hussain (d.h. zwinge ihn, anzuhalten), doch lasse ihn nur in einem offenen Platz ohne Deckung und Wasser anhalten. Ich habe meinen Botschafter angewiesen, dass er bei dir bleibt und nicht von dir weggeht, bis du meinen Befehl ausgeführt hast, wa salam.""
Als al-Hurr den Brief gelesen hatte, sagte er zu ihnen:
„Das ist ein Brief vom Gouverneur 'Ubaidullah. Er befiehlt mir, euch zu einem Ort zu bringen, der in seinem Brief genannt wird, und er ist sein Botschafter, den er angewiesen hat, nicht von mir wegzugehen, bis ich seinen Befehl ausgeführt habe. "
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Yazid ibn al-Muhadschir al-Kinani1, der bei al-Hussain (a.) war, schaute den Botschafter ibn Ziyads an und erkannte ihn. „Möge deine Mutter dich verlieren ", sagte Yazid zu ihm, „wozu bist du gekommen? " - „Ich habe meinem Anführer (Imam) gehorcht und meinen Treueid erfüllt", sagte er (der Botschafter). „ Vielmehr warst du deinem Herrn ungehorsam", sagte ibn al-Muhadschir, „ während du deinem Imam gehorsam warst, indem du die Vernichtung deiner Seele herbeigeführt und Schande und das Feuer (der Hölle) verdient hast, und was für ein übler Imam ist dein Imam doch. Allah Der Erhabene hat gesagt:
Wahrlich, Wir haben sie zu Führern gemacht, die zum Feuer rufen, und am Tage der Auferstehung wird ihnen nicht geholfen werden. \2
Und dein Imam gehört zu denen. "
Al-Hurr ließ sie an einem Ort halt machen, wo es weder Wasser noch ein Dorf gab, und al-Hussain (a.) sagte zu ihm: „ Wehe dir, lasse uns an diesem oder jenem Dorf anhalten ", und er meinte Ninawa und al-Ghadiriyya, und damit Schif-na. „Nein, bei Allah", sagte al-Hurr, „das kann ich nicht. Dieser Mann ist als ein Spion für mich geschickt worden. " Da sagte Zuhair ibn al-Qain zu ihm: „Ich glaube nur, dass das, was nach dem kommt, was ihr seht, nur noch schlimmer sein kann, Sohn des Gesandten Allahs. Wenn wir diese jetzt bekämpfen, so wird es leichter für uns sein als gegen die zu kämpfen, die nach ihnen kommen werden. Denn, bei meinem Leben, nach ihnen werden (solche) zu uns kommen, denen wir nichts entgegenzusetzen haben. " - „Ich werde nicht anfangen, gegen sie zu kämpfen"; sagte al-Hussain (a.),dann stieg er ab. Dies war Donnerstag, der zweite Tag des Monats Muharram, im Jahre 61 n.H. (680 n.Chr.).
Am nächsten Tag brach 'Umar ibn Sa'd ibn Abu Waqqas aus Kufa zu ihnen auf mit 4000 Reitern. Er hielt in Ninawa an und entsandte Urwa ibn Qais al-Ahmasi zu al-Hussain (a.) und sagte zu ihm: „ Gehe zu ihm und frage ihn, was ihn herführt und was er will. " Urwa gehörte zu denjenigen, die al-Hussain (a.) geschrieben hatten, und er schämte sich, zu ihm zu gehen. Das gleiche war der Fall mit den Stammesführern, die ihm geschrieben hatten, sie weigerten sich und waren nicht willens, das zu tun. Da erhob sich Kathir ibn 'Abdillah al-Scha'abi, und er war ein mutiger Reiter, der vor nichts zurückschreckte: „Ich werde zu ihm gehen, und bei Allah, wenn du es wünschst, werde ich ihn angreifen. " -„Ich will nicht, dass du ihn angreifst", sagte 'Umar, „aber gehe zu ihm und frage ihn, was ihn hierher führt. "
1 In manchen Ausgaben auch: Al-Kindi
2 Heiliger Qur'an: 28:41
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Als Kathir sich ihm (Imam Hussain, a.) näherte, sah ihn Abu Thumama al-Sa'idi, und er sagte zu al-Hussain (a.): „Möge Allah dir beistehen, o Abu ‘Abdil-lah, der Böseste der Erdenbewohner, der das meiste Blut von ihnen vergossen hat und der am angriffslustigsten von ihnen ist, ist zu dir gekommen!" Dann stellte er (Abu Thumama) sich ihm entgegen und sagte: „Lege dein Schwert nieder. " - „Nein, bei Allah ", erwiderte er (Kathir), „ ich bin nur ein Abgesandter. Wenn ihr mir zuhört, dann will ich euch (das) mitteilen, womit ich zu euch geschickt wurde. Wenn ihr das nicht wollt, dann werde ich (wieder) von euch weggehen . " - „ Ich werde den Griff deines Schwertes festhalten ", sagte er (Abu Thumama), „dann sprich, was dein Anliegen ist" - „Nein, du wirst es nicht anrühren", widersprach er (Kathir). „Sag mir (die Botschaft), mit der du gekommen bist, und ich werde sie ihm (Imam Hussain, a.) ausrichten. Ich werde nicht zulassen, dass du dich ihm näherst, denn du bist ein Lügner", und so beschimpften sie sich gegenseitig, dann wandte er (Kathir) sich ab und ging zu 'Umar ibn Sa'd und berichtete ihm (was geschehen war). Umar rief Qurra ibn Qais al-Hanzali und sagte zu ihm: „ Wehe dir, Qurra, (geh und) triff Hussain und frage ihn, weshalb er gekommen ist und was er will. " Und Qurra ging zu ihm, und als al-Hussain (a.) ihn kommen sah, fragte er: „Kennt ihr diesen (Mann)?" - „Ja", erwiderte Habib ibn Muzahir, „ er ist ein Mann vom Hanzala-Klan von (dem Stamme der) Tamim, und er ist der Sohn unserer Schwester. Ich kannte ihn immer als jemand mit guten Ansichten, und ich hätte nicht gedacht, ihn bei dieser Szene anwesend zu sehen. " Er (Qurra) kam, grüßte al-Hussain (a.) und verkündete ihm die Botschaft von 'Umar ibn Sa'd. „Die Bewohner dieser eurer Stadt"; sagte al-Hussain (a.), „haben mir geschrieben, dass ich kommen soll. Doch wenn ihr (jetzt) Widerwillen gegen mich hegt, dann werde ich euch verlassen. " - „ Wehe dir", sagte daraufhin Habib ibn Muzahir zu ihm, „wohin wirst du zurückkehren? Zu den Unterdrückern?" - „Hilf diesem Mann, durch dessen Vorväter Allah dich mit Ansehen gestärkt hat. " - „Ich werde (zuerst) zu meinem Befehlshaber mit der Antwort auf seine Botschaft gehen ", erwiderte Qurra, „ und werde über meine Sicht (der Dinge) nachdenken. " Er ging zurück zu 'Umar ibn Sa'd und überbrachte ihm die Botschaft. „Ich hoffe", sagte 'Umar, „dass Allah es mir ersparen wird, gegen ihn Krieg zu führen und zu kämpfen", und er schrieb an 'Ubaidullah ibn Ziyad:
„Im Namen Allahs, Der Gnädigen, Des Barmherzigen.
Als ich bei Hussain Stellung bezog, schickte ich meine Abgesandten zu ihm und fragte ihn, was ihn herführte und was er wollte. Er sagte: 'Die Bewohner dieses Landes haben mir geschrieben, ihre Botschafter kamen zu mir und baten mich, herzukommen, und das habe ich getan. Doch wenn sie mich nun nicht (mehr) wollen und sich für sie ihre Situation gegenüber dem, was ihre Botschafter mir übermittelt haben, verändert hat, dann werde ich von ihnen weggehen.'"
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Hassan ibn Qa'id al-Absi berichtete: Ich war bei 'Ubaidullah, als dieser Brief bei ihm ankam. Als er ihn gelesen hatte, sagte er: „Jetzt, wo unsere Klauen sich an ihn krallen, hofft er auf Rettung, doch es ist keine Zeit mehr, zu entrinnen. " Und er schrieb an 'Umar ibn Sa'd: „Ich habe deinen Brief bekommen und verstanden, was du erwähnt hast. Biete Hussain und all seinen Gefährten (die Möglichkeit) an, Yazid den Treueid zu leisten. Wenn er das tut, dann werden wir sehen, wie wir urteilen werden, wa salam. " Als der Brief 'Ubaidullah ibn Ziyads bei 'Umar ibn Sa'd ankam, sagte dieser: „Ich fürchte, dass Ibn Ziyad nicht akzeptiert, dass mir (der Kampf gegen Imam Hussain, a.) erspart bleibt. "
Unmittelbar danach kam (ein weiterer) Brief von Ibn Ziyad bei 'Umar ibn Sa'd an: „Positioniere dich zwischen Hussain mit seinen Gefährten und dem Wasser, und sie sollen keinen Tropfen davon kosten, so wie es mit dem gottesfürchtigen und reinen 'Uthman ibn 'Affan geschah. "1
Sofort schickte 'Umar ibn Sa'd 'Amr ibn al-Hadschadsch mit 500 Reitern (los), und sie ließen sich auf dem Weg nieder und postierten sich zwischen al-Hussain (a.) mit seinem Anhängern und dem Wasser, damit sie keinen Tropfen davon trinken sollten. Das geschah drei Tage vor (der Schlacht der) Ermordung al-Hussains (a.). Abdullah ibn al-Hussain al-Azdi, der zu den Badschila gehörte, rief so laut er konnte aus: „Hussain, siehst du nicht das Wasser, als ob es in der Mitte des Himmels läge? Bei Allah, ihr werdet keinen Tropfen davon zu kosten bekommen, bis ihr an Durst sterbt. "
„ Oh Allah ", betete al-Hussain (a.), „ lasse ihn an Durst sterben und vergib ihm niemals." Humaid ibn Muslim berichtete: Bei Allah, ich besuchte ihn danach, als er krank war. Bei Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, ich sah ihn viel Wasser trinken, dann erbrach er sich. „ Durst, Durst!", schrie er. Wieder trank er sehr viel Wasser, erbrach sich und brannte vor Durst. Dieser Ablauf hörte nicht auf, bis er starb, möge der Fluch Allahs auf ihm lasten.
Als al-Hussain (a.) die Soldaten 'Umar ibn Sa'ds und ihre Verstärkungstruppen sah, die bei Ninawa kampierten, um gegen ihn zu kämpfen, schickte er nach 'Umar ibn Sa'd, dass er ihn treffen wolle. Die beiden trafen in der Nacht zusammen und berieten lange, dann kehrte 'Umar ibn Sa'd in sein Lager zurück und schrieb an 'Ubaidullah ibn Ziyad:
„Allah hat den Hass ausgelöscht, (die Menschen) in einer Meinung zur Eintracht gebracht und die Angelegenheiten der Ummah zum Guten geleitet. Dieser Hussain hat mir (die Zusage) gegeben, dass er dahin zurückkehren wird, woher er gekommen ist oder an die Außengrenzen gehen wird, und er wird (irgend) einer der (anderen) Muslime sein, mit den gleichen Rechten und Pflichten, oder
1 Yazids Kommandant versucht sich hier als Rächer des dritten Kalifen Uthman aufzuspielen, wie es bereits Yazids Vater Muawiya vorgetäuscht hatte (Anm. d. Übers.)
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er wird zu Yazid, dem Fürst der Gläubigen, gehen und ihm seine Hand reichen und sehen, ob das, was (an Meinungsverschiedenheiten) zwischen ihnen (bereinigt werden kann). In diesem (Angebot) liegen (für euch sein) Einverständnis und das Heil der Ummah. "
Als 'Ubaidullah den Brief las, sagte er: „Dies ist der Brief von einem Aufrichtigen, der um seine Leute besorgt ist. " Da sprang Schimr ibn Dhi al-Dschauschan auf und rief: „ Wirst du denn das von ihm akzeptieren, während er sich auf deinem Land niedergelassen hat nahe bei dir? Bei Allah, wenn er aus deinem Land kommen würde und nicht seine Hand in deine legen würde, ob er nun mächtig oder schwach und hilflos sei, du würdest ihm nicht diese Würde zugestehen, denn das ist (ein Zeichen) von Schwäche. Vielmehr sollen er und seine Anhänger sich deiner Autorität unterwerfen. Wenn du ihn bestraftst, so bist du (der, der dazu berechtigt ist), und wenn du ihm vergibst, dann hast du (auch) das Recht dazu."
„Ja", antwortete Ibn Ziyad, „was du sagst, ist das Richtige. Geh mit diesem Brief zu 'Umar ibn Sa'd, und er soll Hussain und seinen Anhängern die Unterwerfung unter meine Herrschaft anbieten. Wenn sie das tun, dann soll er sie in Frieden zu mir schicken. Wenn sie sich aber weigern, dann soll er sie bekämpfen. Wenn er ('Umar ibn Sa'd das) tut, dann hört auf ihn und gehorcht (ihm). Wenn er sich aber weigert, sie zu bekämpfen, dann bist du der Kommandeur ü-ber die Armee; köpfe ihn und schicke seinen Kopf zu mir. " Dann schrieb er an 'Umar ibn Sa'd:
„Ich habe dich nicht zu Hussain geschickt, damit du von ihm ablässt, dir mit ihm die Zeit vertreibst, ihm Frieden und Überleben zusicherst, Entschuldigungen für ihn vorbringst oder für ihn als Fürsprecher bei mir auftrittst. Siehe zu, wenn Hussain und seine Anhänger sich meiner Herrschaft unterwerfen und sich ergeben, schicke sie zu mir in Frieden. Wenn sie sich aber weigern, dann rücke gegen sie vor, um sie zu töten und sie als ein abschreckendes Beispiel zu bestrafen, denn sie verdienen das. Wenn Hussain getötet worden ist, dann lasse die Pferde über seine Brust und seinen Rücken trampeln. Er ist ein unverschämter Rebell, und ich meine nicht, dass dies nach dem Tod irgendeinen Schaden bringen könnte. Aber ich sage, was ich gesagt habe: Wenn ich ihn töte, dann mache ich das mit ihm. Wenn du unserem Befehl ausführt, dann werden wir dich belohnen als jemand, der aufmerksam und gehorsam ist. Doch wenn du dich weigerst, dann werden wir dir (den Befehl) über die Provinz und die Armee entziehen und sie Schimr ibn Dhi al-Dschauschan überlassen. Wir haben ihm unsere Autorität überlassen. Wa salam."
Schimr brachte den Brief 'Ubaidullahs zu 'Umar ibn Sa'd. Nachdem er bei diesem angekommen und er ihn gelesen hatte, sagte 'Umar: „ Was ist mit dir, wehe dir! Möge Allah deinem Heim keine Gnade erweisen. Möge Allah abscheulich
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machen, was du zu mir gebracht hast! Bei Allah, ich hätte nicht gedacht, dass du ihn (Ibn Ziyad) davon abhalten würdest, das, was ich ihm geschrieben habe, zu akzeptieren, und dass du eine Angelegenheit verderben würdest, von der wir gehofft hatten, sie ins Lot zu bringen. Bei Allah, Hussain wird sich nicht ergeben, denn eine Seele (ähnlich) der seines Vaters ist in seinem Körper. " - „ Sag mir", sagte Schimr, „was du tun wirst. Wirst du den Befehl des Gouverneurs ausführen und gegen seinen Feind kämpfen, oder wirst du das Kommando über die Armee mir überlassen? " - „Nein, bei Allah "; antwortete er, „ (es wird) keine Ehrung für dich (geben). Ich werde das in die Hand nehmen, nicht du. Du hast den Befehl über das Fußvolk. "
'Umar ibn Sa'd rüstete sich (und seine Truppe) für (die Schlacht gegen) al-Hussain (a.) am Abend des Donnerstag, des neunten Muharram. (Unterdessen) machte sich Schimr auf den Weg, bis er vor den Anhängern al-Hussains (a.) stand. Er sagt: „ Wo sind die Söhne meiner Schwester?," fragte er. 'Abbas, Dscha'far, (Abdullah) und 'Uthman, (alles) Söhne von Ali ibn Abu Talib (a.), traten vor. „ Was willst du?," fragten sie. „Ihr seid sicher, ihr Söhne meiner Schwester, " antwortete er. „Allah verfluche dich, " erwiderten die jungen Männer, „ und Allah verfluche deine Sicherheitszusage, garantierst du uns Sicherheit, und dem Sohn des Gesandten Allahs (s.) nicht?!" - „Kavallerie Allahs, " rief dann 'Umar ibn Sa'd aus, „steigt auf und verkündet die Frohe Botschaft (des Todes) ", und die Leute stiegen auf und rückten nach dem Nachmittagsgebet ('asr) in ihre (Imam Hussains, a.) Richtung vor. Al-Hussain (a.) saß vor seinem Zelt, auf sein Schwert gestützt. Er war eingenickt mit dem Kopf auf den Knien, als seine Schwester den Lärm hörte. Sie ging zu ihrem Bruder und sagte: „Mein Bruder, hörst du nicht die (Kampf-)Geräusche, die (immer) näherkommen? " Al-Hussain (a.) hob seinen Kopf und erwiderte: „Ich habe jetzt gerade den Gesandten Allahs (s.) in meinem Traum gesehen, und er sagte zu mir: 'Du wirst (bald) zu uns kommen.'" Seine Schwester schlug sich ins Gesicht und weinte laut vor Kummer. „Du hast keinen Grund zum Kummer, Schwester, " sagte er zu ihr, „sei ruhig, möge Allah barmherzig zu dir sein. " 'Abbas ibn Ali (r.) sagte zu ihm: „Mein Bruder, sie sind gekommen. " Er erhob sich und sagte: „ Abbas, bei meinem Leben, reite du hinaus zu ihnen und frage sie, was sie im Sinn haben und was ihnen angemessen erscheint, und frage sie, was sie hergebracht hat (gegen uns). " 'Abbas ritt mit 20 Reitern auf sie zu, unter ihnen waren (auch) Zuhair ibn al-Qain und Habib ibn Muzahir. 'Abbas fragte sie: „ Wie seht ihr die Situation, und was wollt ihr?" Sie antworteten: „Es erging der Befehl des Gouverneurs, dass wir euch das Angebot unterbreiten sollen, dass ihr euch seiner Herrschaft unterwerft, oder wir (müssen) euch bekämpfen, " - „Habt keine Eile (für den Kampf), bis ich zu Abu ‘Abdillah zurückgekehrt bin und ihm das unterbreitet habe, was ihr gesagt habt," sagte er ('Abbas). Sie blieben stehen und sagten: „ Gehe zu ihm und erstatte ihm Bericht, dann komm zu uns und teile uns mit, was er dir sagt. " 'Abbas kehrte im Galopp zu al-Hussain (a.) zurück und berichtete
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ihm. (Währenddessen) sprachen seine Anhänger mit den Leuten (von 'Umar ibn Sa'd), ermahnten sie und versuchten, sie von Kampf gegen al-Hussain (a.) abzuhalten.
'Abbas ging zu al-Hussain (a.) und berichtete ihm, was die Leute (Ibn Sa'ds) gesagt hatten, und er (Imam Hussain, a.) sagte: „Gehe zu ihnen zurück, und wenn du kannst, dann halte sie bis zum Morgen hin und halte sie die Nacht über von uns fern, damit wir in der Nacht zu unserem Herrn beten, Ihn anrufen und um Vergebung bitten können. Er weiß, dass ich immer das Ritualgebet, die Verlesung Seines Buches, das Bittgebet und das Flehen um Vergebung geliebt habe. " 'Abbas ging zu den Leuten und kehrte von ihnen mit einem Abgesandten von 'Umar ibn Sa'd zurück, der von diesem folgendes ausrichtete: „ Wir geben euch eine Frist bis morgen. Wenn ihr euch ergebt, werden wir euch zu unserem Gouverneur Ubaidullah ibn Ziyad schicken, und wenn ihr euch weigert, werden wir euch nicht (länger) in Ruhe lassen ", und dann ging er fort.
Gegen Abend versammelte al-Hussain (a.) seine Getreuen. Ali ibn al-Hussain, Zain-ul-Abidien (a.), berichtete: „Ich ging nahe an ihn heran, um zu hören, was er ihnen sagen wollte, (obwohl) ich zu der Zeit krank war. Ich hörte meinen Vater zu seinen Getreuen sagen:
,Ich verherrliche Allah mit der schönsten Verherrlichung, und ich lobpreise Ihn in Freude und Leid. Oh Allah, ich lobpreise dich, da Du uns mit dem Propheten-tum gesegnet, uns den Qur'an gelehrt und uns die Religion verständlich gemacht hast. Du hast uns Gehör, Einsicht und Herzen gegeben, und Du hast uns zu den Dankbaren gemacht. Ich kenne keine treueren und besseren Getreuen als meine Getreuen, und keine frömmere und in besserem Zusammenhalt festgefügte Familie (bzw. Leute des Hauses, Ahl-ul-Bait) als meine Ahl-ul-Bait. Möge Allah euch von mir reichlich belohnen. Denn wahrlich, ich glaube, dass dies der letzte Tag ist, (der uns noch) von jenen (Leuten vergönnt) ist. Ich gestatte euch nun, mich zu verlassen. Ich erteile euch (hiermit) die Lossprechung (von eurem Schwur, mir zu folgen), und ihr habt mir gegenüber keine Verpflichtung mehr. Diese Nacht bedeckt euch, so nehmt sie als ein Kamel (d.h. reitet im Schutze ihrer Dunkelheit fort). '"
Seine Brüder, Söhne, die Söhne seines Bruders und die Söhne Abdullah ibn Dscha'fars sagten: „ Warum sollen wir das tun?! Damit wir nach dir weiterleben?! Allah möge uns so etwas nicht erleben lassen. " 'Abbas ibn Ali (r.) war der erste von ihnen, der mit dieser Äußerung begann, und die ganze Gruppe folgte ihm und gab die gleiche Erklärung ab.
„ Söhne ‘Aqils, " sagte al-Hussain (a.), „ es genügt für euch, dass (euer Vater) Muslim (r.) ermordet wurde. So gehet denn, denn ich habe es euch erlaubt. " -
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„ Gepriesen sei Allah, " sagten sie, „ und was würden die Leute sagen?! Sie würden sagen, dass wir unseren Scheich, unseren Herrn, die Söhne unseres lieben Onkels, welcher der beste der Onkel war; dass wir nicht an ihrer Seite Pfeile abgeschossen haben; dass wir nicht an ihrer Seite (den Feind) mit Lanzen durchbohrt haben; dass wir nicht an ihrer Seite das Schwert geführt haben. Dann wüssten wir nicht, was sie getan haben. Nein, bei Allah, wir werden das nicht tun, sondern wir werden vielmehr unser Leben, unser Eigentum und unsere Familien für dich opfern. Wir werden mit dir kämpfen, bis wir deine Bestimmung erreichen, und möge Allah das Leben nach dir (für uns) verabscheuungs-würdig machen. "
Da erhob sich Muslim ibn Ausadscha. „ Wie könnten wir dich allein lassen, " sagte er, „ und wie können wir uns bei Allah entschuldigen im Hinblick auf die Ausführung unserer Pflicht gegen dich?! Bei Allah, ich werde mit meiner Lanze in ihre Brust stechen, und sie mit meinem Schwert schlagen, so lange sein Griff in meiner Hand ist. Selbst wenn ich keine Waffe (mehr) habe, um damit zu kämpfen, dann werde ich Steine gegen sie schleudern. Bei Allah, wir werden dich niemals verlassen, bis Allah weiß, dass wir durch dich (die Gesellschaft des) Gesandten Allahs (s.) in seiner Abwesenheit bewahrt haben. Bei Allah, wenn ich wüsste, dass ich getötet und dann wiederbelebt werden würde, dann verbrannt, dann wieder zum Leben erweckt und dann zerschmettert werden würde, und das mit mir siebzig Mal gemacht werden würde, ich würde mich (dennoch) nicht von dir trennen, bis mich der Tod ereilt anstatt dich. Wie könnte ich es dann nicht tun (für Imam Hussain (a.) kämpfen), da es doch nur eine Tötung geben wird, und die dann so eine Ehrung ist, die niemals abgelehnt werden kann?"
Zuhair ibn al-Qain (r.) stand auf und sagte: „Bei Allah, ich würde es vorziehen, dass ich getötet werde, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder ermordet bis ich auf diese Art tausend Mal getötet werde, und dass Allah, Der Erhabene, deine Ermordung auf diese Weise verhindern würde und die dieser jungen Männer aus deiner Familie. " Und so sprachen alle seiner Getreuen auf ähnliche einhellige Weise, einer nach dem anderen. Al-Hussain (a.) bat (bei Allah) darum, sie auf das Beste zu belohnen und zog sich in sein Zelt zurück. Ali ibn al-Hussain (a.) berichtete weiter:
Ich saß an jenem Abend (vor dem Morgen des Tages), an dem mein Vater ermordet wurde, und bei mir war meine Tante Zainab, die mich pflegte, als mein Vater sich in sein Zelt zurückzog. Dschuwain, der Gefolgsmann von Abu Dharr al-Ghaffari (r.), war bei ihm, der dabei war, sein Schwert vorzubereiten und herzurichten. Mein Vater sagte:
,(Oh du) Zeit, Schande auf dich als ein Freund! Wie viele von deinen Morgendämmerungen und Sonnenuntergängen gibt es, wie oft wird ein Gefährte oder
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ein Suchender zum Leichnam. Die Zeit wird durch keinen Ersatz zufriedengestellt werden. Die Sache liegt bei Dem Mächtigen, und jede lebende Kreatur wird meine Reise antreten.'"
Er wiederholte das zwei- oder dreimal. Ich verstand es und wurde mir bewusst, was er (sagen) wollte. Tränen erstickten mich, und ich drängte sie zurück. Ich bewahrte das Schweigen, und ich wusste, dass Unheil über uns gekommen war. Meine Tante hatte (auch) das gehört, was ich gehört hatte, doch sie war eine Frau, und Sanftheit und Trauer gehört zu den Charaktereigenschaften der Frauen. Sie konnte sich nicht beherrschen, und sie sprang auf und begann, ihre Kleider zu zerreißen. Sie seufzte und ging zu ihm: „Dann werde ich (meinen Bruder) verlieren! Würde mich doch der Tod des Lebens heute berauben, denn meine Mutter Fatima (a.) ist gestorben, mein Vater Ali (a.) und mein Bruder Hassan (a.), der vorhergehende Kalif. " Al-Hussain (a.) schaute sie an und sagte zu ihr: „Meine liebe Schwester, lasse den Satan nicht dir deinen Langmut nehmen, " und seine Augen waren voller Tränen. Er sagte: „ Wenn die Flughühner nachts alleingelassen werden, werden sie schlafen," d.h. die Natur wird ihren Lauf nehmen. „ Wehe!; " rief sie, „ dein Leben wird dir auf widrige Art entrissen werden, und das ist verletzender für mein Herz und härter für meine Seele!" Dann schlug sie sich ins Gesicht, ergriff den Saum ihres Gewandes und begann, es zu zerreißen. Dann fiel sie in Ohnmacht.1
Al-Hussain (a.) stand auf und goss Wasser über ihr Gesicht und sagte zu ihr: „Meine Schwester, fürchte Allah und suche bei Allah Trost. Wisse, dass die Erdenbewohner sterben werden, und (auch) die Bewohner des Himmels werden nicht ewig bleiben. (Wisse auch,) dass alles der Zerstörung anheimfallen wird, außer dem Antlitz Allahs, Der die Schöpfung durch Seine Macht geschaffen hat. Er sendet die Geschöpfe, dann lässt Er sie zurückkehren, Er ist einzigartig und allein. Mein Vater war besser als ich, meine Mutter war besser als ich, mein Bruder war besser als ich. Für mich und jeden Muslim ist der Gesandte Allahs (s.) ein ideales Vorbild. " Und er tröstete sie auf diese Weise und sagte: „Meine liebe Schwester, ich schwöre dir - und ich halte immer meine Eide - dass du nicht deine Kleider meinetwegen zerreißen, noch dein Gesicht zerkratzen, noch in Wehgeschrei für mich ausbrechen wirst, wenn ich vernichtet werde. " Dann ging er zu ihr und ließ sie neben mir Platz nehmen. Dann ging er hinaus zu seinen Gefährten und befahl ihnen, ihre Zelte näher zueinander aufzustellen, so dass die Zeltstricke eines Zeltes jeweils einer in dem Bereich des anderen Zeltes waren, so dass wenn sie zwischen den Zelten waren, die Feinde sich nur ihnen von einer Seite nähern konnten, da hinter ihnen sowie rechts und links von ihnen sich Zelte befanden. So würden (die Zelte) sie komplett umringen, außer von der Seite, von der ihr Feind kommen würde.
1 Derartige Schilderungen über ein unbeherrschtes Verhalten Zainabs (a.) werden von anderen Historikern angezweifelt (Anm. d. Übers.).
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Al-Hussain (a.) ging zu seinem Standort zurück und verbrachte die ganze Nacht mit Gebet, Erbitten von Allahs Vergebung und demütigen Bittgebeten. Auch seine Gefährten verbrachten (die Nacht) genauso in Ritual- und Bittgebeten sowie im Erbitten von Vergebung (Allahs).1
„ Und die Ungläubigen sollen nicht wähnen, dass es zu ihrem Heil ist, wenn Wir ihnen Aufschub gewähren; dass Wir ihnen Aufschub gewähren, führt nur dazu, dass sie an Sünden zunehmen; und ihnen wird eine erniedrigender Strafe. Allah hätte die Gläubigen nicht in der Lage belassen wollen, in der ihr euch befindet, bis Er die Schlechten von den Guten gesondert hatte. "2
Ein Mann von jenen Reitern namens Abdullah ibn Samir hörte das, und er war (ein Mann), der viel lachte; er war ein kühner Reiter, ein Meuchelmörder, und er war angesehen. Er sagte: „Beim Herrn der Kaaba, wir sind die Guten, wir haben uns von euch gesondert. " - „Du Sünder!, " schrie Burair ibn Hudair, „zählt Allah (etwa) dich zu den Guten?" - „ Wehe dir, " erwiderte er (Abdullah ibn Samir), „wer bist du? " - „Ich bin Burair ibn Hudair, " war die Antwort, und sie beschimpften sich gegenseitig.
Am Morgen mobilisierte al-Hussain ibn Ali (a.) seine Getreuen nach dem Morgengebet. Er hatte zweiunddreißig Berittene und vierzig vom Fußvolk bei sich. Er gab Zuhair ibn al-Qain (das Kommando) über den rechten Flügel seiner Gefährten, und Habib ibn Muzahir gab er das über ihren linken Flügel. Das Banner gab er seinem Bruder 'Abbas. Sie positionierten sich so, dass die Zelte hinter ihnen waren. Er befahl, dass das Holz und das Reisig, das hinter den Zelten lag, in einen Graben geworfen, der dort ausgehoben worden war und angezündet werden sollte, denn sie fürchteten, dass sie (die Feinde) von hinten kommen würden.
Am Morgen jenen Tages, am Freitag - manche sagen auch, am Samstag -mobilisierte 'Umar ibn Sa'd seine Gefährten. Er ging mit den (Männern), die bei ihm waren, auf al-Hussain (a.) zu, und 'Amr ibn al-Hadschadsch hatte das Kommando über den rechten Flügel, Schimr ibn Dhi al-Dschauschan das über den linken und 'Urwa ibn Qais kommandierte die Kavallerie. Das Kommando über das Fußvolk hatte Schabath ibn Rib'i inne. Das Banner gab er seinem Gefolgsmann (mawla) Duraid.
1 „Tarich al-Tabari": 5:420, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":45:1,2
2 Heiliger Qur'an 3:187-189
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Von Ali ibn al-Hussain Zain-ul-Abidien (a.) wird überliefert: „Als die Kavallerie sich al-Hussain (a.) näherte, erhob er seine Hände und sprach: ,Oh Allah, Du bist mein Vertrauen in jeder Drangsal, und meine Hoffnung in jeder Härte. Du bist mein Vertrauen und meine Ausrüstung in allem, was mir zustößt, (egal) wie sehr das Herz dadurch schwach zu werden scheint und die List (des Feindes meine Hoffnung scheinbar) vermindert, der Freund mich anscheinend verlässt, und der Feind zu sehr frohlockt. Es kommt durch Dich über mich, und wenn ich mich darüber bei Dir beklage, so ist es (nur) aus meinem Verlangen nach Dir, Dir allein. Du hast mir Erleichterung verschafft und hast mir (seine Bedeutung) offengelegt. Du bist der Herr aller Wohltaten, der Besitzer jeglicher Schönheit, und das endgültige Ziel jeglicher Sehnsucht. '"1
Er (Imam Zain-ul-Abidien a.) berichtete (weiter): „Die Leute (von 'Umar ibn Sa'd) begannen, das Zelt al-Hussains (a.) zu umringen, und sie sahen den Graben hinter ihnen und das Feuer, das das Holz und das Reisig verbrannte, das dorthinein geworfen worden war. Da rief Schimr ibn Dhi al-Dschauschan (möge Allah ihn verfluchen) mit lautester Stimme: ,Hussain, eilst du zu dem Feuer (der Hölle) noch vor dem Tage der Auferstehung?' - , Wer ist das ?,' fragte al-Hussain (a.), „ es klingt wie Schimr ibn Dhi al-Dschauschan. " - Ja,' antworteten sie, und er sagte: ,Sohn einer Ziegenhirtin, es ist angebrachter, dass du dort eingehst.' Muslim ibn Ausadscha schickte sich an, einen Pfeil auf ihn zu schießen, doch al-Hussain (a.) hinderte ihn daran und sagte: „Lass mich auf ihn schießen, denn er ist ein Sünder und einer von den größten Tyrannen, und nun hat Allah es ermöglicht, ihn (zu töten). " - „Schieße nicht auf ihn, " sagte al-Hussain (a.), „ denn es widerstrebt mir, (den Kampf) gegen sie zu beginnen. "
Dann rief al-Hussain (a.) nach seinem Pferd, stieg auf und rief mit lautester Stimme: „Ihr Leute des Irak," - und die meisten begannen, ihm Gehör zu schenken - „hört zu, was ich euch zu sagen habe, und habt keine Eile (mich anzugreifen), damit ich euch wegen meiner Rechte über euch ermahne, so dass ich mich bei euch (von jeglicher Schuld) befreie (indem ich euch die Wahrheit sage). Wenn ihr mir Gerechtigkeit gewährt, dann werdet ihr dadurch glücklicher werden. Wenn ihr mir aber keine Gerechtigkeit gewährt, von euch (als Einzelpersonen), dann einigt euch über eure Angelegenheit, lasst eure Sache nicht in Sorge sein. Dann führt gegen mich aus (was ihr vor habt) und säumt nicht.
Mein Beschützer ist Allah, Der das Buch herabgesandt hat. Und Er beschützt die Rechtschaffenen. '2
Dann pries und verherrlichter er Allah und gedachte Ihm, wie es Ihm geziemt. Er bat um Segen (salawat) für den Propheten (s.), und für die Engel Allahs und
1 „Tarich al-Tabari": 5:423, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":45:4.
2 Heiliger Qur'an: 7:196
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Seine (anderen) Propheten. Man hörte niemals vor oder nach ihm jemanden, der rhetorisch gewandter war als er.1 Dann sagte er:
„ Verfolgt meine Ahnenreihe zurück und seht, wer ich bin. Dann schaut wieder auf euch und tadelt euch selbst. Überlegt, ob es gut für euch ist, mich zu töten und die Ehre meiner weiblichen Familienmitglieder zu vergewaltigen? Bin ich nicht der Sohn der Tochter eures Propheten, der Sohn seines Testamentsvollstreckers und seines Vetters, des ersten Gläubigen, der den Gesandten Allahs in dem bestätigte, was er von seinem Herrn brachte? War nicht Hamza, der Herr der Märtyrer, mein Onkel? War denn nicht Dschafar al-Tayyar („der Fliegende“), der mit zwei Flügeln in den Himmel2 fliegt, mein Onkel? Sind nicht die Worte des Gesandten Allahs (s.) zu euch gedrungen über mich und meinen Bruder: ,Diese beiden sind die Herren der jungen Männer im Paradies.'?! Ob ihr nun glaubt, was ich sage - und es ist die Wahrheit - denn bei Allah, ich habe nie eine Lüge geäußert, seit ich gelernt hatte, dass Allah diejenigen hasst, die solches tun, oder ob ihr mich als einen Lügner seht, dann sind unter euch solche, die wenn ihr sie fragen würdet, euch (es) sagen würden: , Fragt Dschabir ibn Abdillah al-Ansari, Abu Sa 'id al-Chudri, Sahl ibn Sa 'd al-Sa 'idi, Zaid ibn Ar-qam und Anas ibn Malik', sie würden euch sagen, dass sie diese Worte von Gesandten Allahs (s.) über mich und meinen Bruder gehört haben. Ist das nicht genug (euch daran zu hindern), mein Blut zu vergießen?!"
„ Wenn ich recht verstehe, was er sagt," unterbrach Schimr ibn Dhi al-Dschauschan, „dann diene ich Allah nur am Rande3. " - „Bei Allah, " erwiderte Habib ibn Muzahir, „ ich sehe, dass du Allah (nur) am äußersten Rande dienst, und ich bezeuge, dass du das richtig siehst. Du verstehst nicht, was er sagt, denn Allah hat dein Herz (mit Verstocktheit) geprägt. " - „ Wenn ihr darüber in Zweifel seid, dann zweifelt ihr darüber, dass ich der Sohn der Tochter eures Propheten bin. Bei Allah, unter euch und unter anderen (Völkern) zwischen Osten und Westen ist kein Sohn eines Propheten außer mir. Wehe euch! Fordert ihr (denn Rache) für einen Toten von euch, den ich getötet habe, oder für Eigentum, das ich (unrechtmäßig) durchgebracht habe, oder Vergeltung für eine Verletzung (die ich zugefügt habe)?" Niemand antwortete. Er rief: „Schabath ibn Rib'i, Hadschar ibn Abdschar, Qais ibn al-Asch 'ath, Yazid ibn al-Harith, habt ihr mir nicht geschrieben: 'Die Frucht ist gereift, die Datteln sind grün geworden, komm zu einer Armee, die für dich aufgestellt worden ist'?!" - „ Wir wissen nicht, wovon du sprichst, " antwortete Qais ibn al-Asch'ath, „ vielmehr solltest du dich der Herrschaft der Söhne deines Onkels4 beugen. Sie werden dir nur erweisen, was dir gefällt. " - „Nein, bei Allah, " sagte al-Hussain (a.), „ ich wer-
1 Mit Ausnahme der anderen Imame (a.) - (Anm. d. Übers.)
2 Gemeint ist das Paradies (Anm. d. Übers.)
3 also beiläufig (Anm. d. Übers.)
4 Gemeint sind die Umayyaden (Bani Umayya).
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de ihm nicht die Hand reichen wie ein Gedemütigter, noch werde ich wie ein (entflohener) Sklave fliehen. " Dann rief er aus:
„Und ich nehme meine Zuflucht zu meinem Herrn und eurem Herrn, auf dass ihr mich nicht steinigt.1
Ich nehme meine Zuflucht bei meinem Herrn und eurem Herrn vor jedem Hoffärtigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.2"
Dann ließ er sein Pferd niederknien und befahl 'Uqba ibn Sim an, es anzubinden. Sie (die Kufiten) begannen, auf ihn (Imam Hussain, a.) zuzurücken. Als al-Hurr ibn Yazid sah, dass die Leute fest entschlossen waren, al-Hussain (a.) zu bekämpfen, sagte er zu 'Umar ibn Sa'd: „ 'Umar, willst du diesen Mann bekämpfen?" Dieser antwortete: „Ja, bei Allah, es wird eine (schreckliche) Schlacht werden, bei der leicht Köpfe rollen und (abgeschnittene) Hände umherfliegen werden, " - „Könnt ihr nicht damit einverstanden sein, was er euch unterbreitet hat? " fragte al-Hurr. „ Wenn ich zu entscheiden hätte, " erwiderte 'Umar, „ dann würde ich es tun (d.h. auf Imam Hussains Angebot eingehen), aber dein Gouverneur verweigerte (jede Alternative). "
Al-Hurr ging und blieb entfernt von den Leuten stehen. Bei ihm war ein Mann von seinem Stamm namens Qurra ibn Qais. „ Qurra, " sagte er zu ihm, „hast du deinem Pferd heute Wasser gegeben?" „Nein," antwortete dieser. „ Willst du es nicht tränken? " fragte er (al-Hurr). Qurra erzählte (später):
„Bei Allah, ich nahm an, dass er (al-Hurr) sich von der Schlacht zurückziehen wollte, um sie nicht mitzuerleben, und dass er nicht wollte, dass ich ihn dabei sehe (bei seinem Rückzug). So sagte ich zu ihm: „Ich habe es noch nicht getränkt, ich wollte es gerade tun." Er entfernte sich von dem Platz, an dem er stand, und, bei Allah, wenn er mir mitgeteilt hätte, was er tun wollte, wäre ich mit ihm zu al-Hussain ibn Ali (a.) gegangen. Er begann, sich Stück für Stück al-Hussain (a.) anzunähern. „ Was willst du, Ibn Yazid, " fragte ihn al-Muhadschir ibn Aus, „willst du angreifen?" doch er (al-Hurr) antwortete nicht. Etwas wie ein Zittern überkam ihn, und al-Muhadschir sagte zu ihm: „Dein Benehmen ist verdächtig. Bei Allah, ich habe dich noch niemals in so einer Haltung gesehen. Wenn man mich fragen würde, wer der tapferste Kufit ist, würde ich unausweichlich dich nennen. Was bedeutet das, was ich bei dir (heute) sehe?!" - „Bei Allah," erwiderte al-Hurr, „ ich lasse meine Seele zwischen dem Paradiese und dem Feuer wählen. Und, bei Allah, ich werde nichts dem Paradiese vorziehen, sollte ich auch zerstückelt und verbrannt werden. " Dann trieb er sein Pferd an und schloss sich al-Hussain (a.) an. „Möge ich dein Opfer sein, Sohn des Ge-
1 Heiliger Qur'an:44:20
2 Heiliger Qur'an:40:27
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sandten Allahs, " sagte er zu ihm, „ ich bin dein Gefährte, der dich von der Rückkehr abgeschnitten hat, ich verfolgte dich den Weg entlang und zwang dich an diesem (schrecklichen) Ort, anzuhalten. Ich hätte nicht gedacht, dass die Leute dein Angebot ablehnen und zu so einer Einstellung gegen dich kommen würden (die sie jetzt haben). Bei Allah, wenn ich gewusst hätte, dass sie das, wobei ich sie (nun) sehe, (tatsächlich) auch bis zum Ende durchziehen würden, hätte ich dich nicht verfolgt, wie ich es getan habe. Ich bereue bei Allah, Dem Erhabenen, was ich getan habe. Wirst du meine Reue annehmen?" - „Ja, " erwiderte al-Hussain (a.), „Allah wird Sich (in Gnade) zu dir wenden, so steige denn ab. " -„Ich werde der beste berittene Kämpfer für dich sein, " sagte er (al-Hurr), „ und (wenn ich zu Fuß bin, der beste) Kämpfer zu Fuß. Ich werde sie jetzt auf meinem Ross bekämpfen, und zu Fuß bis zum bitteren Ende. " - „ Tue das, " erwiderte al-Hussain (a.), „Allah möge dir darin Gnade erweisen, was Er dir bestimmt hat. "
„Wie gut ist doch al-Hurr, al-Hurr der Banu Riayh, und er ist (auch) Hurr1 bei den gegnerischen Speeren. Wie gut ist al-Hurr, wenn Hussain (zum Kampf) ruft, und er ist freigiebig mit seinem eigenen Leben am Morgen."
Dann sagte er (al-Hurr, r.): „Ihr Leute Kufas! Eure Mütter werden ihre Söhne verlieren, und (ihre) Tränen (werden fließen). Habt ihr diesen rechtschaffenen Diener (Allahs) gerufen, und ihn (dann), als er zu euch kam, (an den Feind) ausgeliefert? Habt ihr behauptet, dass ihr mit eurem Leben für ihn kämpfen würdet, und habt ihn dann angegriffen, um ihn zu töten? Ihr habt Hand an sein Leben gelegt, ihr habt seine Kehle gepackt, ihr habt ihn von allen Seiten umzingelt, um ihn daran zu hindern, zu Allahs weiter Erde (d.h. Hidschaz) zu gehen. Er ist wie ein Gefangener in eure Hände gefallen, so dass er nichts mehr tun konnte, (um sich zu verteidigen). Ihr habt ihn, seine Frauen, seine Kinder und seine Familie vom Wasser des Euphrat abgeschnitten und sie nicht trinken lassen, (von dem Wasser,) dass die Juden, Christen und Magier trinken, und welches (sogar) die Schweine und Hunde des Sawad saufen. Hier sind diese (Imam Hussain (a.) und seine Familie), die der Durst niederschlägt. Wie böse doch habt ihr die Nachkommen Muhammads (s.) bedroht, und Allah wird euch am Tage des Großen Durstes (d.h. am Tage der Auferstehung) kein Wasser geben. "
Einige aus dem Fußvolk griffen ihn an, indem sie Pfeile auf ihn schossen. Er trat vor, bis er vor al-Hussain (a.) stand. „Duraid!, " rief 'Umar ibn Sa'd, „bringe dein Banner (zu uns)!". Dieser tat es. Er ('Umar) spannte den Bogen, hielt einen Pfeil davor und schoss ihn ab. „Ihr seid Zeugen, " sagte er, „dass ich der Erste
1 Das arabische Wort „hurr" bedeutet: „frei" (Anm. d. Übers.)
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war, der schoss. " Dann begannen die Männer gegeneinander (Pfeile) zu schießen und traten gegeneinander zum Einzelduell an. Yasar, der Gefolgsmann von Ziyad ibn Abu Sufyan, trat vor, und Abdullah ibn 'Umair (al-Kalbi, aus Imam Hussains Reihen) trat gegen ihn an. „ Wer bist du?, " fragte Yasar, und er (Ibn al-Kalbi) nannte ihm seine Abstammung. „Ich kenne dich nicht," sagte Yasar, „Zuhair ibn al-Qain soll gegen mich antreten oder Habib ibn Muzahir. " „Sohn einer Dirne, " sagte Abdullah ibn 'Umair zu ihm, „ du wolltest gegen einen der Leute antreten. " Dann traf er ihn hart mit seinem Schwert, bis er still war. Während er damit beschäftigt war, ihn (Yasar) zu treffen, griff ihn Salim an, der Gefolgsmann von 'Ubaidullah ibn Ziyad. Und sie (die Anhänger Imam Hussains (a.) schrieen: „Der (andere) Diener ist nahe dran an dir!" Er bemerkte (ihn) nicht, bis er über ihn (herfiel). Er (Salim) versetzte ihm plötzlich einen (Schwert-)Hieb, und Ibn 'Umair wehrte ihn mit der linken Hand ab, und dabei wurden die Finger der Hand abgetrennt. Dann griff er Salim (mit dem Schwert) an und tötete ihn. Als er alle beide getötet hatte, trat er vor und rezitierte (folgendes) Gedicht:
„ Wenn ihr mich nicht kennt, ich bin Ibn al-Kalbi,
ich bin ein Mann von Bitterkeit und mit scharfem Schwert,
und ich werde nicht schwach (im Angesichte) des Unheils. "'
Amr ibn Hadschadsch, mit den Kufiten unter seinem Kommando, ritt eine Attacke gegen den rechten Flügel. Als sie auf al-Hussain (a.) zurückten, knieten sie vor ihm nieder und richteten ihre Speere gegen sie. Die Pferde (der Angreifer) kamen nicht gegen die Lanzen an und begannen, sich zur Flucht herumzuwerfen, und die Anhänger al-Hussains (a.) schossen Pfeile auf sie (die Feinde), wobei sie einige töteten und andere verletzten.
Ein Mann von den Banu Tamim namens Abdullah ibn Haudha näherte sich dem Lager al-Hussains (a.), und die Leute (Imam Hussains (a.)) riefen: „ Wohin gehst du, möge deine Mutter deiner beraubt werden? " - „Ich gehe zu einem Barmherzigen und einem Herrn, und einem Fürsprecher, dessen Wort gehört wird, (d.h. dem Propheten) " erwiderte er. „ Wer ist das?, " fragte al-Hussain (a.) seine Gefährten. "Das ist Ibn Haudha, " war die Antwort. „ O Allah, " rief al-Hussain (a.), „ treibe ihn ins Feuer!" Sein Pferd geriet mit ihm in seinem Lauf in Panik, und er stürzte, und sein linker Fuß blieb in dem Steigbügel hängen, und sein rechter war frei. Muslim ibn Ausadscha griff ihn an und schlug ihm seinem rechten Fuß ab. Das Pferd galoppierte mit ihm (ihn hinter sich herschleifend) davon, und sein Kopf stieß an jeden Stein und jeden Baum, bis er starb und Allah seine Seele eilends ins Feuer beförderte.
Noch mehr Kämpfe brachen aus, und eine Menge wurden getötet. Al-Hurr ibn Yazid griff die Gefährten 'Umar ibn Sa'ds an, dabei rezitierte er die Worte von
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'Antara: „Ich werde immer wieder Hiebe gegen sein Gesicht und seine Brust versetzen, bis sie (die Brust) mit Blut bekleidet ist. "
Yazid ibn Sufyan von den Banu al-Harith (von den Tamim) kam auf ihn zu. Bald tötete ihn al-Hurr. (In der Zwischenzeit) trat Nafi' ibn Hilal vor und erklärte: „Ich bin der Sohn Hilals. Ich glaube an die Religion Alis." Muzahim ibn Hu-raith ging auf ihn los und schrie: „Ich folge der Religion von 'Uthman!" -„Nein, du folgst der Religion Satans, " antwortete Nafi', griff ihn an und tötete ihn.
„Ihr dummen Männer," rief 'Amr ibn al-Hadschadsch seinen Leuten zu, „versteht ihr denn nicht, wen ihr da bekämpft? Diese Reiter aus der Stadt sind Leute, die den Tod suchen, so lasst niemanden von euch im Einzelkampf gegen sie antreten. Sie sind nur wenige, und die Zeit ist gegen sie. Vielleicht könnt ihr sie schon durch Steinewerfen töten. " - „Das ist eine wahre Aussage, " sagte 'Umar ibn Sa'd zu ihm. Er ließ den Kommandeuren ausrichten, dass niemand von ihren Männern in einen Einzelkampf gehen sollte.
'Amr ibn al-Hadschadsch ritt eine Attacke gegen al-Hussain (a.) vom Euphrat aus. Sie kämpften eine Zeit lang erbittert. Muslim ibn Ausadscha (r.) wurde niedergeschlagen, und 'Amr und seine Leute zogen sich zurück. Als der Staub sich gelegt hatte, fanden sie (die Anhänger Imam Hussains, a.) ihn (auf der Erde) ausgesteckt, und er lag im Sterben. Als al-Hussain (a.) zu ihm hin ging, war er dem Tode nahe. „Muslim, " sagte al-Hussain (a.), „möge Allah barmherzig mit dir sein. " (Dann rezitierte er folgenden Vers):
„Es sind welche unter ihnen, die ihr Gelübde erfüllt haben, und welche, die noch warten, und sie haben nichts verändert.1"
Habib ibn Muzahir kam heran und sagte: „Muslim, dein Tod ist für mich schwer zu ertragen, doch ich bringe dir die Frohe Botschaft des Himmels (wohin du gehen wirst). " - „Möge Allah dir auch die frohe Botschaft bringen," erwiderte Muslim mit schwacher Stimme. (Habib antwortete): „Selbst wenn ich wüsste, dass ich dir in diesen Moment folgen werde, würde ich gern alle deine Angelegenheiten ausführen. " Dann kamen die (feindlichen) Leute auf al-Hussain (a.) zu (, um ihn anzugreifen). Schimr ibn Dhi al-Dschauschan attackierte mit seinem linken Flügel (Imam Hussains, a.) linken Flügel, aber sie blieben gegen sie standhaft und wehrten sie ab (mit ihren Speeren). Al-Hussain (a.) und seine Anhänger wurden von allen Seiten angegriffen, aber diese kämpften hart. Dann begann ihre Kavallerie den Angriff, und obwohl sie nur zweiunddreißig Reiter waren, griffen sie keine Seite der kufitischen Kavallerie an, ohne sie in die Flucht zu schlagen. Als 'Urwa ibn Qais das sah - er war der Befehlshaber über die ku-
1 Heiliger Qur'an: 33:23
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fitsche Kavallerie - schickte er (folgende) Notiz an 'Umar ibn Sa'd: „Siehst du nicht, was meine Kavallerie von dieser geringen Anzahl (von Männern) einstecken muss? Schicke die Fußtruppen und die Bogenschützen gegen sie. "
Er ('Umar ibn Sa'd) schickte die Bogenschützen gegen ihn los. Das Pferd al-Hurrs ibn Yazid wurde lahmgeschossen. Er stieg ab und rief: „Ihr habt zwar mein Pferd lahmgeschossen, doch ich bin der Sohn der Freiheit1, und ich bin mutiger als ein Löwe. " Er schlug mit seinem Schwert gegen sie, aber eine große Anzahl (Soldaten) griff ihn an. Ayyub ibn Musarrih und ein anderer der kufiti-schen Reiter waren an seiner Ermordung beteiligt.
Die Anhänger al-Hussains (a.) kämpften weiterhin tapfer gegen den Feind, bis es Mittag wurde. Als al-Hussain ibn Numair, der Kommandeur der Bogenschützen, die Standhaftigkeit von al-Hussains (a.) Anhängern sah, rückte er mit fünfhundert Bogenschützen gegen sie vor, und sie beschossen die Gefährten al-Hussains (a.) mit Pfeilen. Sie schossen so lange auf sie, bis sie (die meisten) ihre (r) Pferde lahmgeschossen hatten und die meisten Männer verwundet hatten. Dann marschierten sie gegen sie, und eine erbitterte Schlacht wurde für einige Zeit ausge-fochten. Schimr ibn Dhi al-Dschauschan griff sie (auch) mit seinen Anhängern an, jedoch Zuhair ibn al-Qain und zehn Anhänger al-Hussains (a.) konterten (den Angriff) und trieben sie von den Zelten weg. Schimr ibn Dhi al-Dschauschan griff sie wiederum an, doch (einige) seiner Männer waren getötet worden, und die restlichen hatten sich auf ihre Positionen zurückgezogen. (Die Anzahl) der Getöteten unter den Anhängern al-Hussains (a.) war aufgrund ihrer geringen Zahl offensichtlich, während die derjeniger unter 'Umar ibn Sa'ds Anhängern nicht so offenbar wurde, weil sie so viele waren. Die Schlacht ging unerbittlich und hitzig weiter. Die Anzahl der Getöteten und Verletzten unter den Anhängern Abu 'Abdillah al-Hussains (a.) stieg an, bis die Sonne sich zu neigen begann (nach ihrem Mittagshöchststand). Al-Hussain (a.) und seine Gefährten verrichteten das Ehrfurcht-Gebet.
Hanzala ibn Sa'd al-Schibami erschien vor al-Hussain (a.) und rief: „Ihr Leute Kufas, " (dann rezitierte er folgenden Vers:)
„O mein Volk, ich fürchte für euch das gleiche, was den Verbündeten (widerfuhr). O mein Volk, ich fürchte für euch den Tag der gegenseitigen Hilferufe.2
O Leute, tötet Hussain nicht, denn Er (Allah) wird euch durch eine Strafe vernichten. Wer eine Lüge ersinnt, der wird eine Enttäuschung erleben."3
1 „Hurr" ist das arabische Wort für „frei" (Anm. d. Übers.)
2 Heiliger Qur'an:40:30 und 32
3 Heiliger Qur'an: 20:61
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Er trat vor und kämpfte, bis er Märtyrer wurde, möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen. (Danach) erschien Schaudhab, der Gefolgsmann (mawla) von Schakir (und sagte): „ Gegrüßt seiest du, Abu 'Abdillah, und möge Allah Seine Gnade und Segnungen für dich anhäufen." Er kämpfte, bis er Märtyrer wurde, möge Allah ihm barmherzig sein. Dann kam 'Abis ibn Schabib al-Schakiri. Er grüßte al-Hussain (a.) und kämpfte, bis er den Märtyrertod fand. Al-Hussains (a.) Anhänger traten Mann für Mann vor, bis al-Hussain (a.) nur noch seine Familienmitglieder geblieben waren.
Sein Sohn Ali ibn al-Hussain (a.) war der nächste (der zum Kampf vortrat). Seine Mutter war Laila, die Tochter Abu Murras ibn 'Urwa ibn Mas'ud al-Thaqafi. Er war einer der gutaussehendsten Männer jener Zeit. An jenem Tage war er (erst) neunzehn Jahre alt. Er attackierte den Feind und rief: „Ich bin Ali ibn al-Hussain Ibn Ali. Bei dem Hause Allahs, wir stehen dem Propheten am nächsten. Bei Allah, der Sohn einer schändlichen Frau wird uns nicht regieren. Ich werde mein Schwert für die Verteidigung meines Vaters führen. Ich werde kämpfen mit dem Schwertschlag eines Haschimiten, eines Quraischiten. "
Er wiederholte dies mehrmals, und die Kufiten hatten Angst, ihn zu töten. Dann erblickte ihn Murra ibn Munqidh al-'Abdi. Er sagte: „Mögen die Banden der Wüstenaraber über mich kommen, wenn er an mir vorbeigeht und das gleiche macht wie eben, und ich ihn dann nicht seiner Mutter wegnehme (d.h. ihn töte). " (Ali ibn al-Hussain, a.) griff weiterhin den Feind an, wie er es (bereits) getan hatte, doch dann stürzte sich Murra ibn Munqidh auf ihn und stach ihn nieder. Er wurde niedergeschlagen, und die Feinde fielen über ihn her und stachen mit ihren Schwertern auf ihn ein. Al-Hussain (a.) ging zu ihm hin, bis er über ihm stand, und sagte: „Möge Allah diejenigen töten, die dich getötet haben, mein Sohn. Wie schamlos sind sie gegen den Barmherzigen, indem sie die Heiligkeit der Familie des Gesandten Allahs (s.) schänden. " Seine Augen füllten sich mit Tränen, und er sagte: „Nach dir wird es nur noch Staub auf der Welt geben. "
Zainab, die Schwester al-Hussains (a.) eilte herbei und schrie: „Mein Bruder, mein Neffe!" Sie kam und warf sich über ihren toten Neffen. Al-Hussain (a.) hob ihren Kopf und führte sie zurück zu ihrem Zelt. Er sagte seinen jungen Männern:
„ Tragt euren Bruder zurück. "
Sie trugen ihn fort und legten ihn vor das Zelt, vor dem sie gekämpft hatten. Dann schoss einer von 'Umar ibn Sa'ds Männern namens 'Amr ibn Subaih einen Pfeil auf Abdullah ibn Muslim ibn 'Aqil. Abdullah versuchte, mit der Hand seine Stirn zu schützen. Der Pfeil durchbohrte seine Hand bis auf seine Stirn, und nagelte so die Hand daran fest. Er konnte sie nicht bewegen, als ein anderer Mann sich mit einer Lanze auf ihn stürzte, sie ihm ins Herz stieß und ihn (so) tötete.
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Abdullah ibn Qutba al-Ta'i griff 'Aun ibn Abdullah ibn Dscha'far ibn Abu Talib an und tötete ihn. 'Amir ibn Naschhall al-Tamimi griff Muhammad ibn Abdullah ibn Dscha'far bin Abu Talib an und tötete ihn. 'Uthman ibn Chalid al-Hamdani stürzte sich auf 'Abd ar-Rahman ibn 'Aqil ibn Abu Talib und tötete ihn.
Humaid ibn Muslim (auf der Seite gegen Imam Hussain, a.) berichtete: Ich war unter unseren Leuten in dieser Situation (viele von den Gefährten al-Hussains (a.) waren von der Armee 'Umar ibn Sa'ds getötet worden), als ein junger Mann gegen uns marschierte. Sein Gesicht war jung wie der allererste Schein der neuen Mondsichel, und er trug ein Schwert. Er trug ein Hemd, ein Taillengewand (izar) und ein Paar Sandalen, eine davon hatte einen gerissenen Riemen. 'Umar ibn Sa'd ibn Nafail al-Azdi sagte zu mir: „Ich werde ihn angreifen, " und ich erwiderte: „Subhanallah (Gepriesen sei Allah)! Wozu willst du das tun? Lass ihn. Denn wenn nur einer von der Familie Hussains überleben wird, wird das ausreichen, um seinen Tod an dir zu rächen. " Doch er bestand darauf: „Bei Allah, ich werde ihn angreifen. " So rannte er ihm entgegen und kam nicht zurück, bis er seinen Kopf mit seinem Schwert getroffen und ihn gespalten hatte. Der junge Mann fiel auf sein Gesicht und schrie „ Oh mein Onkel!"
Da griff Hussain an (mit der Wut)eines angreifenden Falken. Er ritt eine Attacke wie ein wütender Löwe und traf 'Umar ibn Sa'd ibn Nufail mit seinem Schwert. Jener versuchte, den Schlag mit seinem Arm abzuwehren, doch sein Arm wurde vom Ellenbogen abgeschnitten, und er stieß einen lauten (Schmerzens-)Schrei aus, der selbst im Lager noch vernommen werden konnte. Als Hussain (a.) von ihm abließ, griffen die kufitischen Reiter an, um ihn zu retten, doch sie trampelten ihn dabei (aus Versehen) mit den Hufen ihrer Pferde nieder, und der Staub legte sich (auf ihn).
Ich sah, wie Hussain (a.) bei dem Haupte des jungen Mannes stand und auf seine Füße schaute, und al-Hussain (a.) sagte: „Mögen diejenigen, die deinen Tod verursacht haben, zugrunde gehen. Denn derjenige, der am Tage der Auferstehung für dich als ihr Gegner auftreten wird, wird dein Großvater sein1" Dann fuhr er fort: „Bei Allah, es ist hart für deinen Onkel, dass du ihn gerufen hast, und er dir nicht helfen konnte, oder vielmehr half er dir, aber dein Hilferuf kam zu spät, als dass er dir noch helfen konnte. Denn, bei Allah, diejenigen, die seine Verwandten töten, sind viele, aber diejenigen, die ihm helfen, sind wenige. " Dann trug er ihn auf seinen Armen (fort). Es ist mir, als ob ich die Beine des jungen Mannes noch vor mir sehe, wie sie (Schleif-)Spuren in der Erde hinterlassen. Er nahm ihn und legte ihn zu seinem Sohn Ali ibn al-Hussain (a.) und die anderen Mitglieder seiner Ahl-al-Bait, die ermordet worden waren. Ich fragte
1 Gemeint ist entweder Imam Ali (a.) oder sein Ur-Großvater, der Prophet (s.)
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nach dem Jungen, und man sagte mir, dass er al-Qasim ibn al-Hassan ibn Ali ibn Abu Talib (a.) sei.'
Dann setzte sich al-Hussain (a.) vor das Zelt. Er brachte seinen Sohn Abdullah ibn al-Hussain (a.), der noch ein Baby war, und setzte ihn auf seine Knie. Doch einer von den Banu Asad schoss einen Pfeil ab, der das Kind niedermetzelte. Al-Hussain (a.) fing das Blut des Kindes mit seiner hohlen Hand auf. Als seine Hand sich mit Blut gefüllt hatte, goss er es auf die Erde und sprach: „ O Herr, wenn es so sein sollte, dass Du die Hilfe des Himmels von uns ferngehalten hast, dann lasse es deshalb sein, weil (Deine Gründe) besser sind (als sofortige Hilfe). Räche Dich an diesen Leuten, die solche Unterdrücker sind. " Dann trug er das Kind weg und legte es zu den anderen Mitgliedern seiner Ahl-ul-Bait, welche getötet worden waren.
(Dann) schoss Abdullah ibn 'Uqba al-Ghanawi einem Pfeil auf Abu Bakr ibn al-Hassan ibn Ali (a.) und tötete ihn. Als al-'Abbas ibn Ali die Anzahl seiner Familienmitglieder sah, die getötet worden waren, sagte er zu seinen Brüdern mütterlicherseits, Abdullah, Dscha'far und 'Uthman: „Meine Brüder durch meine Mutter, tretet an, so dass ich sehe, dass ihr Allah und Seinem Gesandten treu geblieben seid, denn ihr habt keine Kinder, (die ihr verteidigen müsstet). "
Abdullah (r.) trat (zum Kampf) an und kämpfte tapfer. Er lieferte sich ein Schwertgefecht mit Hani' ibn Schabib al-Hadhrami, und Hani' tötete ihn. Nach ihm trat Dscha'far vor, und Hani' tötete (auch) ihn. Chawali ibn Yazid al-Asbahi (l.)1 kämpfte gegen 'Uthman, der den Platz seines Bruders eingenommen hatte. Er feuerte einen Pfeil auf ihn und streckte ihn damit nieder. Einer der Banu Da-rim griff ihn an (während er am Boden lag) und köpfte ihn.
Die Truppe ('Umar ibn Sa'ds) ritt dann einen Angriff gegen al-Hussain (a.) und schnitten ihn den Zugang zu seinem Lager ab. Sein Durst wurde brennend, und er machte sich auf den Weg zum Damm und versuchte, den Euphrat zu erreichen. Vor ihm war sein Bruder 'Abbas. Jedoch blockierte ihm die Kavallerie 'Umar ibn Sa'ds (l.) den Weg. Unter ihnen war ein Mann der Banu Darim, dieser sagte zu der Kavallerie: „ Wehe euch! Hindert ihn daran, den Euphrat zu erreichen, lasst ihn kein Wasser trinken!" Dann rief al-Hussain (a.): „O Allah, ich bin durstig!" Der Darimi2 wurde ärgerlich und schoss einen Pfeil auf ihn ab, welcher in seiner Kehle stecken blieb. Al-Hussain (a.) zog den Pfeil heraus und hielt seine Hand unter seine Kehle. Seine Handflächen füllten sich mit Blut, das er wegschüttete. Dann sagte er: „ O Allah, ich klage zu Dir über das, was mit dem Sohn der Tochter Deines Propheten geschieht. " Dann kehrte er auf seine Position zurück, während sein Durst (noch) schlimmer geworden war.
Abkürzung für: La'natullahi alaihi - möge Allah ihn verfluchen (Anm. D. Übers.). 2 Mann der Banu Darim
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Währenddessen hatten die feindlichen Truppen al-'Abbas umzingelt und ihn von al-Hussain (a.) abgeschnitten. Er griff sie alleine an, bis er getötet wurde, möge Allah Sich seiner erbarmen. Die beiden, die an seiner Ermordung beteiligt waren, waren Zaid ibn Warqa al-Hanafi und Hakim ibn al-Tufail al-Schabsi, nachdem er mit Wunden bedeckt war und sich nicht mehr bewegen konnte.
Als al-Hussain(a.) vom Damm zu seinen Zelten zurückkehrte, kam Schimr ibn Dhi al-Dschauschan mit einer Gruppe seiner Anhänger auf ihn zu und umzingelte ihn. Der Flinkeste von ihnen war ein Mann namens Malik ibn al-Nusair al-Kindi. Er beschimpfte al-Hussain (a.) und schlug ihm mit seinem Schwert auf den Kopf. (Imam Hussain, a.) trug eine Kappe. Das Schwert durchschnitt diese bis auf seinen Kopf und fügte ihm eine blutende Wunde zu. Die Kappe füllte sich mit Blut. Al-Hussain (a.) sagte zu ihm: „Mögest du niemals mit deiner rechten Hand essen oder trinken. Möge Allah dich (am Tage der Auferstehung) mit den Sündern versammeln. " Dann warf er die Kappe fort und rief nach einer anderen, setzte sie auf und wickelte sie um (den Kopf) wie einen Turban.
Schimr ibn Dhi al-Dschauschan und diejenigen, die bei ihm waren, hatten sich von ihren (früheren) Positionen zurückgezogen. Nach eine kurzen Weile kamen sie wieder gegen ihn und umzingelten ihn. Abdullah ibn al-Hassan ibn Ali (a.) trat ihnen entgegen, er war erst ein Junge, der noch nicht alt genug war, dass er die Frauen verlassen musste. Er rannte nach vorne, bis er neben seinem Onkel al-Hussain (a.) stand. Dann kam Zainab, die Tochter Alis (a.), hinter ihm her, um ihn zurückzuhalten, und (auch) al-Hussain (a.) sagte ihr, dass sie ihn aufhalten sollte. Jedoch er (Abdullah) weigerte sich (, von ihr Kenntnis zu nehmen) und hinderte sie daran (ihn wegzubewegen). Er sagte: „Bei Allah, ich werde meinen Onkel nicht verlassen. "
Da rannte Abdschar ibn Ka'b auf al-Hussain (a.) zu. Der Junge sagte zu ihm: „ Wehe dir, du Sohn einer unziemlichen Frau, willst du meinen Onkel töten?" Abdschar schlug mit dem Schwert nach ihm. Der Junge versuchte, (den Schlag) mit seinem Arm abzuwehren. Das Schwert durchschnitt den Arm bis auf die Haut (auf der anderen Seite). Da hing der Arm (an der Haut). Der Junge rief: „ O meine Mutter!" Al-Hussain (a.) packte und umarmte ihn. Er sagte zu ihm: „Mein Neffe, versuche zu ertragen, was dir passiert ist, und tröste dich mit der Nachricht, dass Allah dich mit deinen rechtschaffenen Vorfahren vereinigen wird. " Dann hob al-Hussain (a.) die Hand und sagte: „ O Allah, auch wenn Du das Leben für eine Zeit für sie angenehm gemacht hast, teile sie in Gruppen, lasse sie die Regeln der (verschiedenen) Gruppen befolgen, und lass ihre Herrscher niemals mit ihnen zufrieden sein. Sie riefen uns, damit sie uns unterstützen, und dann wurden sie feindselig gegen uns und töteten uns. "
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Die Fußtruppen ('Umar ibn Sa'ds) begannen Angriffe von rechts und links gegen diejenigen, die noch bei al-Hussain (a.) geblieben waren, bis nur noch eine Gruppe von dreien oder vieren bei ihm waren. Als al-Hussain (a.) das sah, ließ er sich eine jemenitische Hose bringen. Er zerriss sie und zog sie an. Er zerriss sie deshalb, damit er, nachdem er getötet worden war, nicht entblößt werden würde (indem man ihm die Hosen ausziehen würde). Als al-Hussain (a.) getötet worden war, stürzte Abdschar ibn Ka'b sich auf ihn, riss ihm die Hose vom Leib und ließ ihn entblößt liegen. Danach wurden die Hände Abdschar ibn Ka'bs (l.) im Sommer so trocken wie Zweige und so tropfnass im Winter, so dass Blut und Eiter von ihnen tropfte, bis Allah ihn vernichtete.
Als al-Hussain (a.) niemand mehr außer einer Gruppe von drei seiner Familienmitgliedern geblieben war, marschierte er gegen die (feindlichen) Männer ('U-mar ibn Sa'ds), während die drei ihn beschützten, bis sie alle drei getötet worden waren. Al-Hussain (a.) war nun allein. Trotz seiner auf ihm lastenden Wunden an Kopf und Körper kämpfte er mit seinem Schwert gegen sie, und sie zerstreuten sich rechts und links von ihm.
Dann sagte Humaid ibn Muslim: „Bei Allah, niemals zuvor sah ich so eine Beharrlichkeit. Nachdem seine Söhne, Familienmitglieder und Gefährten getötet worden waren, bewahrte er dennoch Haltung und verlor nicht den Mut. Als die Fußtruppen ihn angriffen, stürmte er mit seinem Schwert gegen sie an, und er trieb sie von seiner Rechten und von seiner Linken auseinander wie Ziegen, wenn ein Wolf sie angreift. "
Als Schimr ibn Dhi al-Dschauschan das sah, rief er nach der Kavallerie, und sie kamen hinter den Fußtruppen hervor. Er gab den Bogenschützen den Befehl, auf ihn (Imam Hussain, a.) zu schießen, und sie beschossen ihn mit Pfeilen, bis die Pfeile ihn bedeckten wie (die Stacheln) den Igel. Er zog sich von ihnen zurück, und sie standen ihm gegenüber. Seine Schwester Zainab trat aus der Tür des Zeltes und rief 'Umar ibn Sa'd ibn Abu Waqqas zu: „ Wehe dir, 'Umar! Wird Abu Abdillah (Imam Hussain, a.) denn getötet, während du zuschaust?" 'Umar antwortete ihr nicht. Sie rief: „ Wehe euch (allen)! Ist denn kein Muslim unter euch?" Niemand antwortete. Dann schrie Schimr ibn Dhi al-Dschauschan die Fußsoldaten und die Kavallerie an: „ Wehe euch! Was wartet ihr denn auf den Mann (ohne ihn zu töten)? Mögen eure Mütter euch verlieren!" Da griffen sie ihn (Imam Hussain, a.) von allen Seiten an. Zur'a ibn Scharik versetzte ihm einen (Schwert-)Hieb auf das linke Schulterblatt und durchschnitt es. Ein anderer von ihnen hieb ihm auf die Schulter, und er (Imam Hussain, a.) fiel davon vornüber auf sein Gesicht. Sinan ibn Anas al-Nacha'i durchbohrte ihn mit einer Lanze. Chawali ibn Yazid al-Asbahi (l.) rannte zu ihm hin und beugte sich herab, um seinen Kopf abzuschneiden, doch er zitterte zu sehr. „Möge Allah dich schwach werden lassen, " sagte Schimr, „was zitterst du?" Dann beugte Schimr
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sich herab und enthauptete ihn, dann reichte er seinen (Imam Hussains, a.) Kopf Chawali ibn Yazid und sagte: „Bringe ihn zum Gouverneur 'Umar ibn Sa'd. " Dann begannen sie, al-Hussain (a.) auszuplündern. Ishaq ibn al-Hayat al-Hadhrami (l.) nahm sein Hemd, und Abdschar ibn Ka'b seine Hose. Achnas ibn Marthad (l.) bemächtigte sich seines Turbans. Einer der Banu Darim nahm sein Schwert an sich. Sie plünderten seinen Sattel, seine Kamele mit dem, womit sie beladen waren, und rissen seinen weiblichen Familienmitgliedern die Kleider weg.
Humaid ibn Muslim berichtete: „Bei Allah, ich habe nicht eine von seinen (I-mam Hussains, a.) Frauen, Töchtern oder (anderen weiblichen) Familienmitgliedern gesehen, deren Kleiden nicht von ihren Rücken gerissen und gewaltsam heruntergezerrt wurden. Dann kamen wir zu Ali ibn al-Hussain (a.). Er lag schwer krank auf einem Bett ausgestreckt. Schimr hatte eine Gruppe Fußsoldaten bei sich, und sie fragten ihn: „Sollen wir diesen Kranken nicht töten?" -„ Gelobt sei Allah, " sagte ich, „ werden denn Jugendliche (auch) getötet? Er ist doch nur ein Junge, was auch immer mit ihm ist, " und ich zog mich nicht zurück, bis ich sie von ihm abgehalten hatte.
Dann kam 'Umar ibn Sa'd, und die Frauen schrieen ihm weinend ins Gesicht. Er sagte zu seinen Leuten: „Niemand von euch soll die Zelte dieser Frauen betreten oder diesen kranken Jungen stören. " Die Frauen fragten ihn, ob sie die Sachen, die ihnen genommen worden waren, wiederbekommen könnten, damit sie sich bedecken könnten. Er sagte: „ Wer immer von ihren Sachen etwas weggenommen hat, soll es ihnen zurückgeben." Doch, bei Allah, niemand von ihnen brachte irgendetwas zurück. Dann stellte er eine Gruppe Männer, die bei ihm waren, (für die Bewachung) des (Haupt-)Zelts und den Zelten der Frauen ab. Er sagte: „Bewacht sie, so dass niemand von ihnen entkommt, und tut ihnen (den Frauen) nichts an. "
Dann kehrte er zu seinem Zelt zurück und rief seinen Gefährten zu: „ Wer will freiwillig zu Hussain gehen und sein Pferd mit seinen Hufen auf seinen Körper trampeln lassen? " Zehn meldeten sich. Zu ihnen gehörten Ishaq ibn Hayyat und Achnas ibn Marthad. Sie trampelten mit ihren Pferden auf den Leichnam al-Hussains (a.), bis sie seinen Rücken zerschmettert hatten. 'Umar ibn Sa'd schickte an jenem Tag - es war der Tag 'Aschura - den Kopf al-Hussains (a.) mit Chawali ibn Yazid al-Asbahi und Humaid ibn Muslim zu 'Ubaidullah ibn Ziyad. Dann befahl er, dass die Köpfe der übrigen seiner (Imam Hussains, a.) Anhänger und der Mitglieder seiner Ahl-ul-Bait abgetrennt werden sollten. Es waren zweiundsiebzig Köpfe. Er sandte Schimr ibn Dhi al-Dschauschan, Qais ibn Asch'ath und 'Amr ibn al-Hadschadsch mit ihnen. Sie brachten sie zu Ibn Ziyad. Er (U-mar ibn Sa'd) blieb dort für den Rest des Tages ('Aschura) und den nächsten Tag bis Mittag. Dann rief er die Leute für die Abreise zusammen und machte
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sich nach Kufa auf den Weg. Er nahm die Töchter und Schwestern al-Hussains (a.) mit, zusammen mit Ali ibn al-Hussain (a.). Letzterer litt noch immer an Ruhr und war dem Tode nahe.
Als Ibn Sa'd abreiste, gingen einige der Banu Asad, die in al-Ghadiriyya Halt gemacht hatten, zu al-Hussain (a.) und seinen Anhängern. Sie verrichteten das Totengebet für sie. Dann bestatteten sie al-Hussain (a.) dort, wo sein Grabmal immer noch liegt, und sie begruben seinen Sohn Ali ibn al-Hussain al-Asghar (den Jüngeren) am seinem Fuße. Sie hoben rund um das Gebiet nahe den Füßen al-Hussains (a.) für die Märtyrer seiner Ahl-ul-Bait und seine Anhänger eine Grube aus und begruben sie alle miteinander. Jedoch begruben sie al-'Abbas ibn Ali (a.) an dem Ort, an dem er getötet worden war, auf dem Wege al-Ghadiriyya, wo sich noch immer sein Grabmal befindet.
Als der Kopf al-Hussains (a.) bei Ibn Ziyad angelangt war und nachdem Ibn Sa'd am nächsten Tag mit den Töchtern und Familienangehörigen al-Hussains (a.) angekommen war, setzte sich Ibn Ziyad vor die Leute im Gouverneurspalast. Er hatte die Leute offiziell zusammenrufen lassen und ihnen befohlen, anwesend zu sein (um den Kopf Imam Hussains zu sehen). Er legte diesen vor sich, und schaute ihn mit einem Lächeln an. In seiner Hand hatte er einen kleinen Rohrstock und schlug damit an die Zähne (des Kopfes Imam Hussains, a.).
Als Zaid ibn Arqam, ein Gefährte des Propheten (s.) ihn mit dem Rohrstock an die Zähne schlagen sah, sagte er: „Nimm deinen Rohrstock weg, denn, bei Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, ich habe die Lippen von Allahs Gesandtem (s.) zahllose Male diese Lippen küssen sehen. " Und er begann zu weinen. „Lässt Allah deine Augen weinen?", fragte Ibn Ziyad. „Oder weinst du, wegen Allahs Sieg? Wenn du nicht ein alter Mann wärst, der senil geworden und den Verstand verloren hat, dann würde ich dich köpfen. " Zaid ibn Arqam stand auf und ging nach Hause.
(Währenddessen) wurde die Familie al-Hussains (a.) vor Ibn Ziyad gebracht. Zainab, die Schwester al-Hussains (a.), kam in der Mitte der Gruppe, unerkannt; und sie trug ihre (verbliebenen) schäbigsten Kleider. Sie ging und setzte sich in eine Ecke des Palastes, und ihre Gefährtinnen scharten sich um sie. „ Wer ist diese Frau, die sich mit ihren Gefährtinnen abseits in eine Ecke gesetzt hat?, " fragte Ibn Ziyad, doch Zainab antwortete ihm nicht. Er wiederholte die Frage nach ihr ein zweites Mal. „Das ist Zainab, die Tochter Fatimas (a.), der Tochter des Gesandten Allahs (s.), " sagte einer ihrer Gefährtinnen. zu ihm.
„Preis sei Allah, " sagte Ibn Ziyad, als er auf sie zuging, „der euch beschämt, getötet und die Falschheit eurer Behauptungen offengelegt hat. " - „Preis sei Allah, " erwiderte Zainab, „Der uns mit Seinem Propheten (s.) gesegnet hat, und
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Er hat uns vollkommen von Sünde gereinigt. Er beschämt nur den großen Sünder und legt die falsche Natur des Lasterhaften offen. Solch Männer sind nicht unter uns, Gepriesen sei Allah. " - „ Und wie bewertest du, wie Allah eure Familie behandelt hat?," fragte Ibn Ziyad. „Allah hat ihnen den Tod beschieden, " antwortete Zainab, „ und sie gingen tapfer zu ihren Ruhestätten. Allah wird euch und uns zusammen versammeln. Ihr werdet eure Entschuldigungen bei Ihm vorbringen, und wir werden eure Gegner vor Ihm sein. "
Ibn Ziyad wurde zornig und kochte vor Wut. „ O Gouverneur, " ging 'Amr ibn Huraith dazwischen, „sie ist doch nur eine Frau, und Frauen sind nicht für das, was sie sagen, verantwortlich. Nimm ihr ihre Fehler nicht übel. " - „Allah hat meine Seele von deiner Tyrannei und der Rebellion deiner Familie geheilt, " sagte Ibn Ziyad.
Zainab (a.) verlor die Zurückhaltung und begann zu weinen. „Bei meinem Leben, " rief sie, „ du hast die Ehrwürdigen (meiner Familie) getötet; du hast meine jungen Zweige (d.h. junge Familienangehörige) abgeschnitten; du hast meine Familie zerrissen; und du hast meine Wurzeln ausgerissen. Wenn dich das heilen soll, dann bist du geheilt worden. " - „Bei meinem Leben, " erklärte Ibn Ziyad, „ diese Frau ist eine Dichterin. Dein Vater war (ebenfalls) ein Dichter. " -„ Was hat eine Frau mit Dichtkunst zu tun?," fragte sie. „Ich habe in der Tat Dinge, die mich so beschäftigen, dass sie mich von der Dichtung ablenken, aber mein Herz lässt mich sagen, was ich sage." Ali ibn al-Hussain (a.) wurde ihm vorgeführt. „ Wer bist du?, " fragte er (Ibn Ziyad). „Ich bin Ali ibn al-Hussain, " antwortete er. „Hat Allah Ali ibn al-Hussain (a.) nicht getötet?" - „Ich habe einen Bruder, der (auch) Ali heißt, " erwiderte Ali (a.), „ die Leute haben ihn getötet. " - „ Vielmehr hat Allah ihn getötet," beharrte Ibn Ziyad. (Ali ibn al-Hussain (a.) antwortete mit folgendem Vers:
„Allah nimmt die Seelen (der Menschen) zur Zeit ihres Sterbens (zu sich)." 1
- „ Wie kannst du es wagen, mir so zu antworten!" schrie Ibn Ziyad wütend, „ und das soll das letzte (Wort) von dir gewesen sein, wegen deiner Antwort zu mir. Führt ihn ab und köpft ihn!" Seine Tante Zainab umklammerte ihn (Ali ibn al-Hussain, a.) und schrie: „ O Ibn Ziyad! Hast du noch nicht genug von unserem Blut?" Dann klammerte sie sich an ihn und sagte: „Bei Allah, ich werde nicht von ihm lassen. Wenn du ihn tötest, dann töte mich mit ihm!"
Ibn Ziyad schaute sie an und sagte: „ Wie wundervolle sind doch Familienbande! Ich denke, sie will, dass ich sie mit ihm zusammen töte. Lasst ihn, denn ich sehe nun, was mit ihm ist. " 2
1 Heiliger Qur'an: 39:42
2 Imam Ali ibn al-Hussain (a.) war so krank, dass Ibn Ziyad annahm, dass er ohnehin bald sterben würde (Anm. d. Übers).
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Er erhob sich von seiner Audienz, um den Palast zu verlassen und in die Moschee zu gehen. Er stieg auf die Kanzel, pries und lobte Allah, dann sagte er: „Preis sein Allah, Der die Wahrheit und deren Anhänger offenkundig gemacht hat, und Er hat Den Fürsten der Gläubigen, Yazid und dessen Partei den Sieg verliehen, und Er hat den Lügner, der der Sohn eines Lügners ist sowie dessen Schia getötet. "
Da erhob sich Abdullah ibn Afif al-Azdi, der zu der Schia des Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.) gehört hatte, und rief: „ O Feind Allahs, Du bist ein Lügner, und dein Vater und derjenige, der dich und deinen Vater (zum Gouverneur) ernannt hat, (auch). O Ibn Murdschana1, du tötest die Söhne des Propheten und nimmst (widerrechtlich) den Platz der Wahrhaftigen auf der Kanzel ein. "
„Her mit ihm zu mir, " befahl Ibn Ziyad. Die Soldaten ergriffen ihn, doch er stieß den Kampfschrei (des Stammes) der al-Azd aus. Siebenhundert von ihnen versammelten sich (sofort) und entrissen ihn den Soldaten. In der Nacht sandte Ibn Ziyad jemanden, der ihn aus seinem Hause verschleppen sollte. Er wurde hingerichtet und in al-Sabcha gekreuzigt, möge Allah ihm barmherzig sein.
Am (nächsten) Morgen schickte 'Ubaidullah ibn Ziyad den Kopf al-Hussains (a.), nachdem er durch sämtliche Strassen und Stammesgebiete Kufas geführt worden war (, zu Yazid).
Zaid ibn Arqam überlieferte: „Er (der Kopf) wurde vorbeigetragen, er war auf einen Speer gespießt, und ich befand mich in einem Raum in meinem Hause. Als er (der Kopf) sich mir gegenüber befand, hörte ich ihn rezitieren:
„Meinst du wohl, die Gefährten der Höhle und „al-Raqim" (Inschrift) seien ein Wunder unter Unseren Zeichen? "2
Ich erschauderte und rief aus: ,O Sohn Allahs Gesandten (s.), dein Kopf ist ein Wunder, ein Wunder.'"
Als sie damit fertig waren, ihn durch Kufa zu tragen und ihn zurück zum Palasttor gebracht hatten, gab Ibn Ziyad ihn an Zahar ibn Qais weiter, und auch die Köpfe der Gefährten (Imam Hussains, a.). Er schickte sie zu Yazid ibn Mu'awiya mit Abu Burda ibn Auf al-Azd und Tariq ibn Abi Zubiyan al-Azdi mit einer Gruppe Kufiten, um sie zu Yazid nach Damaskus zu bringen.
1 Anderer Name von Ibn Ziyad (Anm. d. Übers.)
2 Heiliger Quran: 18:9
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Abdullah ibn Rabi a al-Himyari berichtete: „Ich war bei Yazid ibn Mu'awiya in Damaskus, als Zahar ibn Qais den Kopf zu ihm brachte. ,Wehe dir!,' rief Yazid, „ was ist das hinter dir? Was hast du da? " - ,O Fürst der Gläubigen,' antwortete er (Zahar ibn Qais), ,ich bringe gute Nachrichten von dem Siege Allahs und Hilfe. Hussain ibn Ali kam mit achtzehn Mann aus seiner Familie und sechzig seiner Schia gegen uns. Wir zogen aus, um ihn zu treffen, und wir sagten ihm, dass er sich entweder ergeben und sich der Macht des Gouverneurs unterwerfen sollte, andernfalls würde es Kampf geben. Sie zogen den Kampf der Ergebung vor. Wir griffen sie an, als die Sonne aufging und umzingelten sie von allen Seiten. Unsere Schwerter forderten ihren Tribut von den Köpfen der Leute, und sie begannen, vor uns zu fliehen, ohne einen Zufluchtsort zu haben. Sie (versuchten) vor uns auf Hügeln und in den Gräben Zuflucht zu suchen, wie die Tauben vor einem Falken Zuflucht suchen. Bei Allah, o Fürst der Gläubigen, es war nichts anderes als das Schlachten von Schlachtvieh. (Es war nur die Zeit vergangen, die) ein Mann für seine Mittagspause (braucht), bis wir uns auf den Letzten von ihnen gestürzt hatten. Da waren ihre entblößten Leichen, ihre blutverschmierten Kleider, ihre Gesichter im Staub. Die Sonne brannte auf sie herab; der Wind streute Sand über sie; ihre Besucher waren (aasfressende) Adler und Geier.'
Yazid senkte für eine Weile den Kopf, dann erhob er sein Haupt und sagte: „Ich wäre mit eurem Gehorsam (meine Befehle auszuführen) zufrieden gewesen, ohne dass ihr Hussain tötet. Wenn ich da gewesen wäre (anstelle Ibn Sa rds), hätte ich ihm so ein Schicksal erspart. " 1
Nachdem 'Ubaidullah ibn Ziyad den Kopf al-Hussains (a.) losgeschickt hatte, befahl er, dass die Frauen und Jugendlichen für die Abreise bereitgemacht werden sollten. Er ließ Ali ibn al-Hussain (a.) eine Kette um seinen Hals legen, Dann schickte er sie mit Muhaffir ibn Tha'laba al-A'idhi und Schimr ibn Dhi al-Dschauschan hinter den Köpfen her. Diese machten sich mit ihnen auf den Weg, bis sie diejenigen, die die Köpfe bei sich hatten, eingeholt hatten. Als sie das Tor (zu) Yazids (Palast) erreichten, erhob Muhaffir ibn Tha'laba seine Stimme und rief: „ Hier ist Muhaffir ibn Tha laba, der dem Fürsten der Gläubigen diese gemeinen Rebellen überbracht hat. " Ali ibn al-Hussain (a.) antwortete ihm: „Hat die Mutter Muhaffirs etwas Schlimmeres und Verderblicheres geboren (als ihn)?"
Als die Köpfe, unter denen sich auch der Kopf al-Hussains (a.) befand, vor Yazid gebracht wurden, rezitierte Yazid (folgendes Gedicht): „ Wir werden die Schädel der stolzen (Männer) zerspalten, die gegen uns aufstehen, sie waren sehr ungehorsam und unterdrückerisch. "
1 Diese Heuchelei Yazids diente dazu, den Anwesenden ein falsches bild zu übermitteln, da der Befehl zu Imam Hussains (a.) Ermordung von ihm kam (Anm. d. Übers.)
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Yahya ibn al-Hakam, der Bruder Marwan ibn al-Hakams, rezitierte (daraufhin):
„Am Ufer (des Flusses) traf eine große Armee auf ihn, der einen näheren Verwandtschaftsgrad (zu Yazid) hat als Ibn Ziyad, der Mann von verächtlicher Abkunft. Die Banu Umayya (Umayyaden) haben eine große Zahl von Nachkommen, während die Tochter des Gesandten Allahs keine Nachkommenschaft (mehr) hat."
Da schlug Yazid Yahya ibn al-Hakam vor die Brust und schrie: „Sei still!" Dann sagte er zu Ali ibn al-Hussain (a.): „Ibn al-Hussain, dein Vater hat die Verwandtschaftsbande zu mir abgeschnitten, war sich meines Rechtes (auf das Kalifat) nicht im klaren und versuchte, mir meine Macht zu entreißen, und so hat Allah mit ihm gemacht, was du gesehen hast. "
„Es geschieht kein Unheil auf Erden die an euch, das nicht in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es ins Dasein rufen - fürwahr, das ist für Allah ein Leichtes," 1
erwiderte Ali ibn al-Hussain (a.).
„Antworte ihm," sagte Yazid seinem Sohn Chalid, doch Chalid wusste nicht, was er ihm erwidern sollte. Da sagte Yazid: „Sag ihm:
'Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, was eure Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles'"2
Dann ließ er die Frauen und Jugendlichen rufen und sie vor ihm Platz nehmen. Was er sah, war furchtbar. „Möge Allah Schande über Ibn Murdschana3 bringen, " sagte Yazid, „ wenn zwischen ihm und euch Verwandtschaftsbande bestünden, dann hätte er euch dies nicht angetan, er hätte euch nicht in diesem Zustand geschickt. " 4
Fatima, die Tochter al-Hussains (a.) berichtete: „Als wir vor Yazid saßen, zeigte er Mitleid mit uns. Ein Mann von den Syrern namens Ahmar stand auf und sagte: , O Fürst der Gläubigen, gib mir dieses Mädchen da', und er meinte mich, ich war ein unschuldiges Mädchen. Ich erschauerte und glaubte, das es ihnen erlaubt sei, und ergriff die Kleider meiner Tante Zainab, und sie sagte, dass das nicht passieren würde. Sie sagte zu dem Syrer: ,Bei Allah, du bist ein Lügner und unedel, bei Allah, dies steht weder dir noch ihm zu (, das zu entscheiden).' Da wurde Yazid zornig und rief: ,Du hast gelogen, das steht mir zu, wenn ich etwas will, dann tue ich es!'
1 Heiliger Qur'an: 57:22
2 Heiliger Qur'an: 42:30
3 Anderer Name von Ibn Ziyad (Anm. d. Übers.)
4 Auch das war nur eine Heuchelei von Yazid (Anm. d. Übers.)
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,Nein, bei Allah,' sagte sie, ,Allah würde dich das nur dann tun lassen, wenn du unseren Glauben verlässt und dich zu einem anderen bekennen würdest.' Da verlor Yazid vor Wut die Beherrschung und schrie. JVfir wagst du so entgegenzutreten?! Es sind dein Vater und dein Bruder, die den Glauben verlassen haben! ' - ,Du wirst von der Religion Allahs, der Religion meines Vaters und der Religion meines Bruders geleitet,' antwortete Zainab, ,wie auch dein Großvater und dein Vater, wenn du Muslim bist.' - ,Du lügst,' schrie er, ,du Feindin Allahs! ' - ,Du bist der Gouverneur,' erwiderte sie, ,dennoch schmähst du in ungerechter Weise und übst deine Macht mit Gewalt aus.' Er (Yazid) schwieg, als ob er sich schämte. ,Gib mir dieses Mädchen,' wiederholte der Syrer. ,Geh weg,' sagte Yazid, ,möge Allah dich ins Verderben stürzen.' "
Dann ließ er die Frauen und ihren Bruder Ali ibn al-Hussain (a.) in ein abgelegenen Haus bringen. Ein Haus wurde ihnen abgeteilt, das mit dem Haus Yazids verbunden war. Sie hielten sich einige Tage dort auf. Dann beauftragte er Nu'man ibn Baschir, Vorbereitungen zu treffen, die Frauen nach Medina zu bringen. Als er sie vorbereiten wollte, rief er Ali ibn al-Hussain (a.) und nahm ihn beiseite. Er sagte: „Allah verfluche Ibn Murdschana. Wenn ich bei deinem Vater gewesen wäre, nie hätte er mich um etwas gebeten, ohne dass ich es ihm gegeben hätte, und ich hätte mit allem, was in meiner Macht stünde, den Tod von ihm ferngehalten. Doch Allah hat das bestimmt, was du gesehen hast. Schreib mir aus Medina, und alles, was du brauchst, soll dein sein. " Er überreichte ihm und seiner Familie Kleider. Er schickte in seiner Schar einen Botschafter, der ihm sagte, dass er nachts mit ihnen reisen solle, so dass sie vor ihm gehen, aber niemals sich außer seiner Sicht aufhalten sollten. Wenn sie Halt machten, sollte er sich von ihnen abwenden und er und sein Gefolge sollten von ihnen entfernt um sie herumstehen wie Wächter. Sie sollten sich nur von ihnen entfernen, wenn jemand aus der Gruppe die rituelle Waschung vollziehen oder einem Bedürfnis nachgehen wollte, damit sie nicht beschämt würden.
Nachdem Ibn Ziyad den Kopf al-Hussains (a.) zu Yazid geschickt hatte, ging er zu 'Abd al-Malik ibn Abu Harith al-Sulami und sagte zu ihm: „ Gehe zu ‘Amr ibn Sa 'id ibn al-As nach Medina und überbringe ihm die freudige Botschaft über die Tötung al-Hussains. "
'Abd al-Malik berichtete: Ich bestieg mein Pferd und reiste nach Medina. (Unterwegs) begegnete mir ein Mann von den Quraisch, der mich fragte: „ Was für
eine Nachricht (hast du)?" - „Die Nachricht ist für den Gouverneur, du wirst
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sie (auch) hören, " antwortete ich. „Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück, " sagte er, „ bei Allah, Hussain ist getötet worden." Als ich zu 'Amr ibn Sa'd kam, fragte dieser: „ Was ist dein Anliegen? " - „ (Etwas,) was den Gouverneur erfreuen wird, Hussain ibn Ali ist getötet worden." - „ Gehe hinaus und verkünde (öffentlich), dass er getötet wurde, " sagte er ('Amr). Ich verkündete es. Ich habe noch niemals so ein Jammern und Weinen gehört wie das Weinen der Banu Haschim um Hussain ibn Ali (a.) in ihren Häusern, als sie die Ankündigung von seiner Ermordung hörten. Ich ging zu 'Amr ibn Said (zurück), und als er mich sah, lächelte er mir zu und lachte. Dann zitierte er einen Vers von 'Amr ibn Ma'dikarib: „Die Frauen Ibn Ziyads erhoben ein großes Geschrei wie das Geschrei unserer Frauen nach (der Schlacht) von al-Arnab. "
„Dieses Wehgeschrei ist die Antwort auf das Wehgeschrei für 'Uthman,"1 erklärte 'Amr. Dann bestieg er die Kanzel und informierte die Leute über die Ermordung Hussain ibn Alis (a.), und er rief sie zu (dem Gehorsam gegenüber) Yazid ibn Mu'awiya auf, dann stieg er hinab.
Einer der Gefolgsmänner (mawali) Abdullah ibn Dscha'far ibn Abu Talibs verkündete den Tod seiner beiden Söhne und äußerte die Formel „ Inna lillahi wa inna ilaihi radschi 'un' - Allahs sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück. "
„ Das ist nun, was uns durch Hussain ibn Ali zugestoßen ist, " sagte Abu Salasyl, der Gefolgsmann Abdullahs. „Sohn einer Dirne, sagst du so etwas über al-Hussain? " rief Abdullah ibn Dscha'far und zog seine Sandale aus (um ihn damit zu schlagen), „ bei Allah, wenn ich ihn erlebt hätte, hätte ich es vorgezogen, mich nicht von ihm zu trennen und mit ihm zusammen getötet zu werden. Bei Allah, ich hätte diese beiden nicht von ihm abgehalten, und ich bin dadurch getröstet, was ihnen zugestoßen ist, denn sie wurden mit meinem Bruder und Cousin zusammen getötet, während sie ihn trösteten und mit ihm (dem Feind) standhielten. " Dann ging er zu den anderen Sitzungsteilnehmern und sagte:
„Preis sei Allah, Der mir die tödliche Verletzung al-Hussains hart (zu ertragen) gemacht hat. Da ich schon al-Hussain (a.) nicht mit meinen (eigenen) Händen getröstet habe, so haben es meine beiden Söhne getan. "
Umm Luqman, die Tochter 'Aqil ibn Abu Talibs (r.), trat weinend vor, als sie die Nachricht von al-Hussains (a.) Tod hörte, und bei ihr waren ihre Schwestern Umm Hani', Asma', Ramla und Zainab, die Töchter 'Aqil ibn Abu Talibs (r.). Sie weinte um ihre (Verwandten), die am Ufer (des Euphrat) getötet worden waren, und sie rezitierte folgenden (Gedichts-)Vers:
1 Damit soll angedeutet werden, dass das Blut des dritten Kalifen Uthmans jetzt gerächt sei (Anm. d. Übers.)
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„ Was würdet ihr sagen, wenn der Prophet euch fragen würde: 'Was habt ihr, die letzten der (religiösen) Gemeinden, mit meinen Nachkommen und meiner Familie getan, nachdem ich von ihnen gegangen war? Unter ihnen sind Gefangene, und sie sind blutbespritzt.
Was für ein Lohn ist das für meinen Rat an euch, dass ihr gegen mich (eingestellt) seid, indem ihr meinen Verwandten Böses antut? "
Als auf jenen Tag, an dem 'Amr ibn Said in Medina die Nachricht von al-Hussains (a.) Ermordung bekanntgegeben hatte, die Nacht folgte, hörten die Einwohner Medinas eine Stimme rufen. Sie hörten die Stimme, sahen aber niemanden:
„ Oh ihr, die ihr Hussain in Unwissenheit getötet habt, hört (nun) die Botschaft von Strafe und Vergeltung. Alle Bewohner des Himmels, die Propheten, die Engel und die (auf Allahs Weg) Getöteten beten gegen euch (d.h. um eure Strafe). Ihr seid verflucht durch die Zunge des Sohns Davids (Salamon, a.), Moses und des Statthalters des Evangeliums (Jesus, a.). "
Es waren siebzehn außer al-Hussain ibn Ali (a.):
1. Al-'Abbas
2. Abdullah
3. Dscha'far
4. 'Uthman
Sie waren alle Söhne des Fürsten der Gläubigen (Amir al-Mu'minin, Imam Ali (a.)), und ihre Mutter war Umm al-Banin.
5. Abdullah
6. Abu Bakr
Beide waren die Söhne des Fürsten der Gläubigen (a.), und ihre Mutter war Lai-la, die Tochter von Mas'ud al-Thaqafi.
7. Ali
8. Abdullah
Diese waren zwei Söhne al-Hussains (a.).
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9. Al-Qasim
10. Abu Bakr
11. Abdullah
Sie waren Söhne al-Hassans (a.).
12. Muhammad
13. 'Aun
Sie waren zwei Söhne Abdullah ibn Dscha'far ibn Abu Talibs (und Zainabs, möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein).
14. Abdullah
15. Dscha'far
16. 'Abd ar-Rahman
Sie waren Söhne von 'Aqil ibn Abu Talib, möge Allah mit ihnen zufrieden sein.
17. Muhammad
Er war der Sohn Abu Saids ibn 'Aqil ibn Abu Talib, möge Allah ihnen allen barmherzig sein.
Unter jenen siebzehn Seelen der Banu Haschim - möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein, waren Brüder al-Hussains (a.), Söhne seines Bruders und Söhne seiner beiden Onkel, Dscha'far und 'Aqil. Sie wurden alle zu al-Hussains (a.) Füßen bestattet, an dem Ort ihres Märtyrertodes.
Eine Grube wurde für sie ausgehoben, sie wurden alle hineingelegt, dann wurde die Erde über sie gebreitet. Mit Ausnahme von al-'Abbas ibn Ali (a.). Er wurde dort beerdigt, wo er getötet wurde, beim Damm auf der Straße nach al-Ghadiriyya. Sein Grab ist klar erkennbar, was bei seinen Brüdern und seinen Familienmitgliedern, die wir nach ihm genannt haben, nicht der Fall ist. Wenn ein Besucher sie besucht, dann (nur) von der Seite des Grabes al-Hussains (a.) aus, und er soll seinen Gruß an die Stelle zu Füßen al-Hussains (a.) richten. Ali ibn al-Hussain (a.)1 ist unter ihnen; und es heißt, dass er am nächsten zu al-Hussain (a.) begraben liegt.
Die Anhänger al-Hussains (a.), die mit ihm Märtyrer geworden waren, liegen rund um ihn herum begraben, und wir haben keine genauen Details darüber herausfinden können, wo ihre Gräber liegen. Wir haben jedoch keine Zweifel dar-
1 Es handelt sich entweder um Ali Asghar oder Ali Akbar, Sohn Imam Hussains (a.) - (Anm. d. Übers.)
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an, dass die Erde sie bedeckt, möge Allah sie glücklich machen und sie in den Gärten der Glückseligkeit weilen lassen.
Said ibn Raschid überlieferte von Ya'la ibn Murra: „Ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen: 'Hussain ist von mir, und ich bin von Hussain. Allah liebt denjenigen, der Hussain liebt. Hussain ist ein (besonderer) Enkel unter den Enkeln.‘" 1
Ibn Lahi'a berichtete von Abu 'Awana2 (mit unterbrochener Überlieferungsket-te), dass der Prophet (s.) gesagt habe:
„Al-Hassan und al-Hussain sind die Zierde des Throns (Allahs). Das Paradies sagte: 'O mein Herr, Du hast die Schwachen und Armen zu meinen Bewohnern gemacht,' und Allah sagte zu ihm (dem Paradies): „Bist du nicht damit zufrieden, dass ich deine Säulen mit al-Hassan und al-Hussain geschmückt habe?' Dann wog es sich vor Glück wie eine Braut. " 3
Abdullah ibn Maimun al-Qaddah überlieferte von Dscha'far ibn Muhammad al-Sadiq (a.):
„Al-Hassan und al-Hussain (a.) rangen vor dem Gesandten Allahs (s.) miteinander. Dieser sagte: „Hassan, packe Hussain." Da fragte Fatima (a.): „Oh Gesandter Allahs, feuerst du den Größeren gegen den Kleineren an?!" Da sagte der Gesandte Allahs (s.): „Es ist Gabriel (a.), der zu Hussain sagt: „Packe Hassan. " 4
1 Ahmad überlieferte es in seinem „Musnad":4:172, Ibn Madscha in seinem „Sunan": 1:51/144, al-Tirmidhi in „Sunan": 5:658/3775, al-Hakim in „Mustadrak": 3:177, al-Dhahabi in „Talchis": Ibn Qulawaih in „Kamil al-Ziyara": 53, 53; Ibn 'Asakir in „Tarich Dimaschq Tardschuma al-Imam al-Hussain (a.)": 79/112, Ibn Athir in „Usad al-Ghaba": 2:19 al-Hamawini in „Fara'id al-Samatain" 2:130/429, al-Mazzi in „Tahdhib al-Kamal":10:426, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:271
2 Bei „Tarich Baghdad" und „Kanz al-Ummal": Abu 'Uschana
3Einen Teil davon erwähnte al-Chatib in „Tarich Baghdad": 2:238; al-Muttaqi al-Hindi in „Kanz al-'Ummal":12:121, und al-Haithami überlieferte es in „Madschmu' al-Zawa'id": 9:183, einen Teil davon mit einer anderen Überlieferungskette; Ibn Schahraschub überlieferte es in „al-Manaqib": 3:395, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar": 43:275/44
4 „Maqtal al-Hussain (a.)" von al-Chawarizmi: 105; „Kitab Salim ibn Qais":170, „Amali" von al-Saduq: 361: „Amali" von Tusi: 2:127, „Tarich Dimaschq, Tardschuma al-Imam al-Hussain (a.)":116-117 und 154-156, „U-sad al-Ghaba": 2:19; „al-Isaba": 1:332, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:276/45
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Ibrahim ibn al-Rafi'i überlieferte von deinem Vater, von seinem Großvater (folgendes): „Ich sah al-Hassan und al-Hussain (a.) zur Hadsch gehen. Sie passierten keinen Reiter, der nicht abstieg und zu Fuß ging (aus Respekt vor ihnen), und für einige von ihnen wurde es beschwerlich, und sie sagten zu Sa'd ibn Abi Waqqas: 'Das Gehen ist beschwerlich für uns, aber wir mögen auch nicht reiten, während diese beiden jungen Herren zu Fuß gehen.' Da sagte Sa'd zu al-Hassan (a.):
'Abu Muhammad, es ist beschwerlich für einige, die mit dir gehen, aber die Leute fühlen sich nicht wohl dabei, wenn sie reiten, während ihr zu Fuß geht. Wenn ihr (auch) reiten würdet (wäre es leichter für sie).' - , Wir werden nicht reiten,' antwortete al-Hassan (a.), 'wir haben es uns auferlegt, zum Hause Allahs zu Fuß zu gehen, aber wir werden vom Wege abweichen.' Und sie zogen sich (aus der Menge) der Leute zurück."1
'S
Al-Awzani berichtete von Abdullah ibn Schaddad2 , von Umm-al-Fadhl, der Tochter von Harith: Sie besuchte den Gesandten Allahs (s.) und sagte: „ O Gesandter Allahs, ich sah einen schrecklichen Traum diese Nacht. " - „ Was war es?, " fragte er. „Es war schrecklich," antwortete sie, „Ich sah (etwas) wie ein abgeschnittenes Stück deines Körpers, auf meinen Schoß gelegt wurde. " „Das hast du gut gesehen, " erwiderte der Gesandte Allahs (s.), „ Fatima wird einen Jungen gebären, der dann auf deinem Schoß sein wird. " (Umm al-Fadhl berichtete weiter): Fatima gebar al-Hussain (a.), und er lag auf meinem Schoß, wie der Gesandte Allahs (s.) gesagt hatte. Ich brachte ihn eines Tages zum Gesandten Allahs (s.) und legte ihn auf seinen Schoß. Sein Blick schweifte weg von mir, und die Augen des Gesandten Allahs (s.) vergossen Tränen, und ich sagte: „Bei meinem Vater und meiner Mutter (die für dich geopfert werden mögen), was ist mit dir? " - „ Gabriel (a.) kam zu mir, " antwortete er, „ und er brachte mir die Nachricht, dass meine Ummah diesen meinen Sohn (Enkel) töten wird. Er brachte mir Erde, die rot war (von seinem Blut).3"
Simak überlieferte von Ibn al-Muchariq, von Umm Salama (r.), die sagte: „Eines Tages saß der Gesandte Allahs (s.) unter uns, und al-Hussain (a.) saß auf seinem Schoß. Da vergossen seine Augen Tränen. 'Oh Gesandter Allahs,' sagte ich,
1 „Manaqib" von ibn Schahraschub: 3:399, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":43:176/46.
2 Er ist Ibn Ilhad, und Umm al-Fadhl war die Amme seiner Tante Bint Harith al-Halaliyya. Sie starb während des Kalifat 'Uthmans. Er selber starb im Jahre 81, 82, oder 83 nach der Hidschra.
In den meisten Quellen heißt es: Al-Awzani überlieferte von Schaddad ibn 'Abdallah Abu 'Imar, dem Gefolgsmann Mu'awiyas, das Datum seines Todes wurde nicht erwähnt. Er und 'Abdallah ibn Schaddad waren von einer Generation. Al-Awzani war 'Abdurrahman ibn 'Amr, er wurde im Jahre 88 nach der Hidschra geboren, und er starb im Jahre 157, und Ibn Abi Hatam al-Radhi erwähnte ihn, siehe „al-Marasil":112, „Siyar A'lam al-Nubala'": 7:107, 2:314, 3:488, „Tahdhib al-Kamal": 15:81, 12:399
3 Al-Hakim überlieferte das Hadith in „al-Mustadrak". 3:176, und Ibn Asakir in „Tarich Dimaschq - Tardschu-ma al-Imam al-Hussain (a.)": 183/232 ; al-Tabari in „Dala'il al-Imamah": 72, Al-Tastari in „Ihqaq al-
Haqq": 11:363 über die Besonderheiten (der Imame), und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 44:338/30.
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'warum sehe ich dich weinen, möge ich zu deinem Opfer werden?' - ,Gabriel (a.) kam zu mir,' antwortete er, 'und er kondolierte mir für den Tod meines Sohnes, und er informierte mich darüber, dass ein Teil meiner Ummah ihn töten wird. Möge Allah ihnen niemals meine Fürsprache angedeihen lassen. '"
Durch eine andere Überlieferungskette ist von Umm Salama (r.) folgendes überliefert: Der Gesandte Allahs (s.) verließ uns eines Abends und war für lange Zeit abwesend von uns. Dann kam er zurück, und er war zerzaust und staubig. Er hielt etwas in seiner Hand. „ Oh Gesandter Allahs, " sagte ich, „ warum sehe ich dich (so) zerzaust und staubig?" - „Ich habe zu dieser Zeit eine Nacht-Reise gemacht zu einem Ort im Irak namens Kerbela. Dort erschien mir (vor meinen Augen) der Tod meines Sohnes al-Hussain (a.), einer Schar meiner Kinder und meiner Ahl-ul-Bait. Ich konnte nicht anders, als (etwas von ihrem Blut aufzulesen, und das ist hier in meiner Hand. " Er öffnete seine Hand und sagte: „Nimm und verwahre es . " Ich nahm es, und es sah aus wie rote Erde. Ich tat es in ein Gefäß, versiegelte es und bewahrte es auf. Als al-Hussain (a.) von Mekka nach Irak aufbrach, nahm ich jeden Tag und Nacht jene Flasche heraus, roch daran, schaute es an und weinte um sein Imam Hussains, a.) Schicksal. Am 10. Muhar-ram - am Tag, an dem er (a.) getötet wurde - holte ich es am frühen Nachmittag hervor, und es war in seinem ursprünglichen Zustand (d.h. rote Erde). Am späten Nachmittag nahm ich es noch einmal heraus, und da war es frisches Blut. Ich schrie auf (vor Trauer) und weinte in meinem Haus. Dann bezwang ich meinen Ärger aus Furcht davor, dass ihre Feinde in Medina es hören und Schadenfreude empfinden könnten. Ich habe es bis zu dem Zeitpunkt geheimgehalten, an dem der Botschafter kam, um uns die Nachricht von seinem (Imam Hussains, a.) Tode zu verkünden. Dann wurde bewiesen, was ich (schon) gesehen hatte.1
Es wurde überliefert: Der Gesandte Allahs (s.) saß eines Tages, und um ihn herum waren Ali, Fatima, al-Hassan und al-Hussain (a.). Er sagte zu ihnen: „ Wie
wäre es für euch, wenn ihr getötet und eure Gräber zerstreut werden würden? " „ Werden wir (eines natürliches Todes) sterben, oder werden wir getötet werden?," fragte al-Hussain (a.). „Du wirst sogar unter Ungerechtigkeit getötet werden, mein Sohn, " sagte der Prophet, „ und (auch) dein Bruder wird in Ungerechtigkeit getötet werden, und eure Nachkommenschaft wird über das Land zerstreut werden. " - „Gesandter Allahs," fragte al-Hussain (a.), „wer wird uns töten?" - „Die bösen Menschen", antwortete er. „ Wird uns (an unseren Gräber) irgendjemand besuchen, nachdem wir getötet worden sind?," fragte er (Imam Hussain, a.). „Ja, " erwiderte er, „eine Gruppe meiner Ummah wird meine Güte und die Verbindung zu mir durch euren Besuch erstreben, und am Tage der Auferstehung werde ich sie zu dem Ort bringen, so dass ich sie (an ihren Gliedern) erfasse und sie (so) vor dem Schrecken und Härten (jenen Tages) bewahre. "
1 Al-Ya'qubi überlieferte es in seiner „Tarich": 2:245-246, und Ibn Hidschr in „Tahdhib al-Tahdhib": 2:347, und al-Tabrassi erwähnte es in „A'lam al-Wara": 217, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:239.
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Abdullah ibn Scharik al-'Amiri überlieferte: Als 'Umar ibn Sa'd durch das Tor der Moschee ging, hörte ich die Anhänger Alis ibn Abu Talibs (a.) sagen: „Das ist der Mörder von Hussain ibn Ali (a.) ", und das war einige Zeit, bevor er getötet wurde.1
Salim ibn Abi Hafsa berichtete: 'Umar ibn Sa'd sagte zu al-Hussain (a.): „O Abu Abdillah, törichte Leute sind zu mir gekommen und haben behauptet, dass ich dich töten werde. „Sie sind nicht töricht", erwiderte al-Hussain (a.), „sondern sie träumen (über die Zukunft). Es tröstet mich (nur), dass du das Land Irak nach mir nicht lange genießen wirst. " 2
Yusuf ibn 'Abida berichtete: Ich hörte Muhammad ibn Sirin sagen: „Noch nie wurde so eine Röte des Himmels gesehen wie nach dem Mord an al-Hussain (a.). " 3
Sa'd al-Iskaf berichtete, dass Abu Dscha'far (Imam Baqir, a.) gesagt habe: „Der Mörder Yahya ibn Zakariyyas4 war ein Kind (, das) aus Unzucht (entstanden war), und der Mörder al-Hussain ibn Alis (a.) war ein Kind der Unzucht, und der Himmel rötete sich nur wegen dieser beiden. " 5
Sufyan ibn 'Uyayna berichtete von Ali ibn Zaid, von Ali ibn al-Hussain (a.), dass dieser gesagt habe: „Wir zogen mit al-Hussain (a.) aus. Es gab keinen Rastplatz, an dem wir Halt machten, und von dem wir wieder aufbrachen, ohne dass er Yahya ibn Zakariyya und seine Ermordung erwähnte. Er sagte eines Tages:
„Es war der Tag der Demütigung der Welt vor Allah, als der Kopf von Yahya ibn Zakariyya einer Prostituierten6 von den Banu Isra 'il geschenkt wurde.7"
Die Berichte haben bereits gezeigt, dass keiner der Mörder al-Hussains (a.) und seiner Anhänger (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) es schaffte, davonzukommen, ohne getötet zu werden oder so ein grausames Schicksal zu erleiden, durch das sie vor ihrem Tod entehrt wurden.
Al-Hussain (a.) starb am Samstag, am zehnten Muharram im Jahre 61 nach der Hidschra nach der Zeit für das Mittagsgebet. (Er wurde) getötet, gepeinigt von Durst, immer standhaft, doch in die Enge getrieben., wie wir berichtet haben. An jenem Tage war er 58 Jahre alt, von denen er sieben mit seinem Großvater, dem
1 Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":44:262/19
2 Allamah al-Madschlisi: „al-Bihar":44:263/20
3 Ibn 'Asakir in „Tarich Dimaschq Tardschuma al-Imam al-Hussain (a.)": 245/298.
4 Johannes Sohn des Zacharias, Johannes der Täufer (Anm. d. Übers.)
5 Ibn Qulawaih überlieferte es in „Kamil al-Ziyara": 77 und 79, von Abu 'Abdillah (a.)
6 Salome, nach christlicher Überlieferung die Stieftochter des damals in Jerusalem regierenden Königs Herodes (Anm. d. Übers.)
7 „Madschmu' al-Bayan" 3:502:
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Gesandten Allahs (s.) verbrachte. Mit seinem Vater, dem Fürsten der Gläubigen (Imam Ali - a. - verbrachte er) dreißig Jahre, und mit seinem Bruder al-Hassan (a.) zehn Jahre. Sein Kalifat dauerte nach seinem Bruder elf Jahre. Er pflegte Henna zu benutzen und eine schwarze Farbe, Katam genannt1 .Als er Schahid geworden war, wich die Farbe von (dem Bart auf) seinen Wangen.
Über den großen Verdienst des Besuches bei ihm (seinem Grab) bzw. über die Verpflichtung dazu gibt es viele Überlieferungen. Es ist von al-Sadiq ibn Muhammad (a.) überliefert, dass er sagte: „Der Besuch des Grabes von Hussain ibn Ali (a.) ist eine Verpflichtung für jeden, der das Imamat al-Hussains (a.) als etwas von Allah Dem Erhabenen Verliehenes anerkennt. " 2
Er sagte (auch): „Ein Besuch bei al-Hussain (a.) ist soviel wert wie hundert akzeptierte Hadsch (Pilgerfahrt) und hundert akzeptierte kleine Pilgerfahrten ‘Umra) 3. "4
Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „ Wer Hussain (a.) nach dessen Tod besucht, wird das Paradies bekommen als Lohn). " 5
Die Berichte dieser Art sind zahlreich, und wir haben ausreichende Details davon in unserem Buch „Manasik al-Mazar - Die Riten der Besuche „"(von den Gräbern der Propheten und Imame) erwähnt.
Die Kinder al-Hussains ibn Ali (a.)
Al-Hussain (a.) hatte sechs Kinder:
1. Ali ibn al-Hussain al-Akbar (der Ältere)
Sein Beiname (kunya) war Abu Muhammad, und seine Mutter war Schahza-nan, die Tochter von Chosrow Yazdigard.
2. Ali ibn al-Hussain al-Asghar (der Jüngere)
Er wurde mit seinem Vater in der Ebene (des Euphrats) getötet, wie vorher
1 Eine Pflanze, die mit Henna vermischt und zum Färben der Haare verwendet wird, und die Farbe bleibt bestehen.
2 Ibn Qulawaih überlieferte es in „Kamil al-Ziyara":121 und 150, und Al-Saduq in „al-Faqih" 2:348 bis zum Schluss von Absatz 1594, „al-Amali": 123/10, und Scheich (Tusi?) in „al-Tahdhib": 6:42 bis zum Ende des 1. Absatzes
3 „Kamil al-Ziyara":142, und „Amali" von Saduq:123/11, und „Tahdhib al-Ahkam": 6:51/119, und „Misbah al-Mutahdschid:659, mit leichter Abweichung.
4 Derartige Überlieferungen dienen dazu, den besonderen Wert Imam Hussains (a.) und des Gedenken an Imam Hussain (a.) herauszustreichen. Sie entbinden aber nicht von der Pflicht der Pilgerfahrt nach Mekka, wohingegen das Pilgern nach Kerbela bei allem Wert keine Pflicht ist (Anm. d. Übers.)
5 „Kamil al-Ziyara" 10/1, und Tahdhib al-Ahkam": 6:40/84,und „Mazar al-Mufid: 30/ bis Ende des Absatzes
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schon erwähnt. Seine Mutter war Laila, die Tochter von Abu Murra ibn 'Ur-wa ibn Mas'ud al-Thaqafi.
3. Dscha'faribn al-Hussain (a.)
Er hatte keine Überlebenden (Nachkommen). Seine Mutter war eine Frau von dem Stamme der Quda'a, und er starb noch zu Lebzeiten al-Hussains (a.).
4. Abdullah ibn al-Hussain (a.)
Er wurde noch im Kindesalter mit seinem Vater getötet. Als er auf dem Schoß seines Vaters saß, kam ein Pfeil und metzelte ihn nieder. Über ihn wurde schon (einiges) erwähnt.
5. Sukayna, Tochter von al-Hussain (a.)
Ihre Mutter war Rabab, die Tochter Imru' al-Qais ibn Adi von den Banu Kalb, und sie war die Mutter von Abdullah ibn al-Hussain (a.).
6. Fatima, Tochter von al-Hussain (a.)
Ihre Mutter war Umm Ishaq, die Tochter von Talha ibn 'Ubaidullah von den Banu Taim.
Dies ist eine Abhandlung über den Imam nach al-Hussain (a.), die Geschichte seiner Geburt, die Beweise über sein Imamat, das Alter, das er erreichte, die Dauer seines Kalifats, die Zeit seines Ablebens und dessen Ursache, den Ort seines Grabes, die Anzahl seiner Kinder und eine Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Der Imam nach al-Hussain ibn Ali war sein Sohn Abu Muhammad Ali ibn al-Hussain Zain-ul-Abidien (Allahs Friede sei mit ihnen). Er hatte auch den Beinamen (kunya) Abu al-Hassan. Seine Mutter war Schahzanan, die Tochter des Yazdigard ibn Schahriyar ibn Chosrow. Es hieß, dass sie (auch) Schahrbanu hieß. Der Fürst der Gläubigen (a.) hatte Huraith ibn Dschabir al-Hanafi als Gouverneur über Teile der östlichen (Provinzen) eingesetzt. Zwei Töchter des Yazdigard ibn Schahriyar ibn Chosrow wurden zu ihm gesandt. Von den beiden vertraute er (Imam Ali, a.) eine (als Gemahlin) seinem Sohn al-Hussain (a.) an, und sie gebar ihm Zain-ul-Abidien (a.). Die andere vertraute er Muhammad ibn Abu Bakr (als Gemahlin) an, und sie gebar ihm al-Qasim ibn Muhammad ibn Abu Bakr, so dass diese beiden Söhne Cousins mütterlicherseits waren.
Ali ibn al-Hussain (a.) wurde im Jahre 38 nach der Hidschra in Medina geboren. Er blieb zwei Jahre bei seinem Großvater, dem Fürsten der Gläubigen (a.)1, bei seinem Onkel al-Hassan (a.) blieb er zehn Jahre und bei seinem Vater al-Hussain (a.) elf Jahre. Nach seinem Vater lebte er (noch) 34 Jahre. Er starb im Jahre 95
1 Imam Ali (a.) - (Anm. d. Übers.)
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nach der Hidschra in Medina, und er war zu dem Zeitpunkt 57 Jahre alt. Sein Imamat dauerte 34 Jahre. Er wurde (auf dem Friedhof) al-Baqi' bei seinem Onkel al-Hassan ibn Ali (a.) bestattet.
Sein Imamat wurde von (verschiedenen) Gesichtspunkten her bestätigt: Einer davon war, dass er nach seinem Vater das beste der Geschöpfe Allahs war hinsichtlich Wissen und Handlungen. Das Imamat gebührt dem Verdienstvollsten vor denen, die weniger verdienstvoll (mafdhul) waren, durch rationale Beweise. Auch war er aufgrund seines Vaters al-Hussain (a.) besser geeignet und berechtigter (als andere), seine Stellung (des Imamats) nach ihm anzutreten wegen seines Vorzugs und seiner Abstammung. Derjenige, der durch den vorigen Imam ernannt worden war, war berechtigter, die Stellung (des Imamats) zu bekleiden als jemand anderes durch den Beweis des Verses über die nächsten Verwandten (dhu-l-arham) und die Geschichte (im Quran) über Zakariyya (a.)1.
Eine andere (Tatsache, die das Imamat bestätigt) ist die Notwendigkeit zu einem Imamat gemäß dem Verstand in jedem Zeitalter. Der Anspruch aller, die das I-mamat in der Zeit Ali ibn al-Hussains (a.) beanspruchten sowie derjeniger, denen unter Ausschluss von ihm (Imam Zain-ul-Abidien, a.), (es)zugeschrieben wurde, war ungültig, und die Unmöglichkeit, dass es irgendeine Zeit ohne Imam geben kann, wurde darin bekräftigt.
Außerdem wurde das Imamat durch die Besonderheit der Familie (von Ali ibn Abu Talib, a.) festgelegt, durch (rationale) Überlegung und die Berichte vom Propheten (s.). Die Behauptung derer, die es (das Imamat) Muhammad ibn al-
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Hanafiyya (r.)2 zuschrieben, ist dadurch haltlos, da (dieser) nicht dazu (zum I-mam) ernannt wurde.
Daher ist es festgelegt, dass es Ali ibn al-Hussain (a.) gebührt, da es niemand anderem aus (seiner) Familie (itrah) zugeschrieben wurde abgesehen von Muhammad (ibn al-Hanafiyya, r.), und dass er nicht in Frage kam, (ist) aufgrund (der Tatsachen,) die wir erwähnt haben.
Ein weiterer Grund (für das Imamat von Imam Zain-ul-Abidien, a.) ist seine Ernennung durch den Gesandten Allahs, die im Hadith der Tafel (hadith-ul-lauh) überliefert wurde - welches Dschabir vom Propheten (s.) überlieferte -, und Muhammad ibn Ali al-Baqir (a.) überlieferte es von seinem Vater, von seinem Großvater, von Fatima, der Tochter des Gesandten Allahs (s.).3
1 Zacharias (a.) - (Anm. d. Übers.)
2 Das Imamat von Muhammad al-Hanafiyya wurde von al-Muchtar ibn Abi Ubaid behauptet, der dafür eine Revolte in Kufa anführte.
3 Zum Zwecke der Nachprüfung der Berühmtheit des Hadith der Tafel (hadith-ul-lauh) siehe: „Ithbat al-Wasiyya":143, 227, 230; „al-Kafi":442/3; „Ikmalal-Din": 311/1; ,,'Uyunal-Achbaral-Ridha(a.) 1:40/1, „Ghai-ba al-Nu'mani": 62; „Amali" von Tusi: 297; „Ghaiba" von Tusi: 143/108; „Alqab al-Rasul wa Itratihi (s.)": 170;
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Sein Großvater, der Fürst der Gläubigen (a.) ernannte ihn zu Lebzeiten seines (d.h. Ali Zain-ul-Abidiens) Vaters al-Hussain (a.) den Berichten zufolge, die das beinhalten.1 Das Vermächtnis (wasiyya) wurde von seinem Vater al-Hussain (a.) festgelegt, und es wurde bei Umm Salama (r.) für ihn hinterlegt. Ali (a.) erhielt es nach ihm (d.h. nach Imam Hussains (a.) Märtyrertod). Sein Vater machte es zum Zeichen für die Menschen, die es (das Imamat) fordern würden, dass (der
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rechtmäßige Imam das Vermächtnis) von Umm Salama (r.) bekommen sollte. Dieses Kapitel mag durch das genaue Studium der Berichte erfahren werden, und wir beabsichtigen nicht, in diesem Buch über die Bedeutung zu sprechen, da wir das gesondert behandeln werden.
Ein Überblick über die Berichte über Ali ibn al-Hussain (a.)
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya sagte mir: Mein Großvater3 berichtete uns: Idris ibn Muhammad ibn Yahya ibn Abdullah ibn Hassan ibn Hassan berichtete uns: Ahmad ibn Abdullah ibn Musa, Ismail ibn Ya'qub berichteten alle: Abdullah ibn Musa berichtete uns, von seinem Vater, von seinem Großvater:
„Meine Mutter Fatima bint al-Hussain (a.) sagte mir gewöhnlich, dass ich mich zu meinem Onkel mütterlicherseits setzen sollte, Ali ibn al-Hussain (a.). Ich saß nie bei ihm, ohne dass ich mit etwas Gutem aufstand, was mir von ihm nützte: Sei es die Furcht vor Allah, die in meinem Herzen aufkam, wenn ich verstand, was die Furcht vor Allah Dem Erhabenen ist, oder Wissen, von dem ich von ihm profitierte" .
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad al-'Alawi berichtete mir, von seinem Großvater, von Muhammad ibn Maimun al-Bazzaz, der sagte: Sufyan ibn Uyayna berichtete uns von Ibn Schahab al-Zuhri, der berichtete: Ali ibn al-Hussain (a.) sagte zu uns:
„Fara'id al-Samatain": 2:136/432-435; „al-Masnaf fi-l-ichtisas": 210; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar": 32:192-203.
1 „Man la yahdhuru al-Faqih": 4:139/484
2 „Al-Kafi": 1:242/3; „Ghaiba" von Tusi: 195/159
3 Das ist Yahya ibn al-Hassan ibn Dscha'far ibn Ubaidullah ibn al-Hussain ibn Ali ibn al-Hussain ibn Ali ibn Abi Talib (a.). Abu al-Hussain ist mir bekannt als al-'Ubaid. Der hervorragende Gelehrte al-Saduq hat Bücher geschrieben, darunter: „Kitab Nassab Aal-i-Abi Talib", „Kitab al-Masdschid", und sein Enkel al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya hatte von ihm überliefert, siehe „Ridschal al-Nadschaschi": 441/1189.
4 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „ al-Bihar": 46:83/59.
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„Liebt uns, denn das ist die Liebe zum Islam. Möge eure Liebe zu uns niemals aufhören, selbst wenn sie nachteilig für uns ist. "
1
Abu Muammar überlieferte von Abd al-'Aziz ibn Abi Hazim, welcher sagte: Ich hörte meinen Vater sagen: „Ich sah keinen besseren Haschimiten als Ali ibn al-Hussain (a.). " 2
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya berichtete mir: Mein Großvater sagte: Al-Hussain ibn Alwan berichtete uns von Abu Ali Ziyad ibn Rustam, von Said ibn Kulthum, der berichtete: „Ich war bei al-Sadiq Dscha far ibn Muhammad, und der Fürst der Gläubigen Ali ibn Abu Talib (a.) wurde erwähnt, und er lobte und pries ihn, wie es sich ziemte. Dann sagte er:
„ Bei Allah, Ali ibn Abu Talib aß nie etwas Verbotenes von der Welt, bis er seinen (letzten) Weg gegangen war. Nie wurden ihm zwei Dinge präsentiert, wobei mit beiden Allah zufrieden wäre, ohne dass er das Schwerere davon in der Religion tat. Nie kam auf den Gesandten Allahs (s.) ein Unglück herab, ohne dass er ihn (Imam Ali, a.) rief und ihm sein Vertrauen aussprach. Das Werk des Gesandten Allahs (s.) vermochte niemand von dieser Ummah außer ihm zu vollbringen, denn wenn er einem Mann (wie Ali) eine Aufgabe gab, war es, als ob er das Gesicht zwischen Paradies und Feuer hatte, in der Hoffnung auf den Lohn des ersteren und in der Furcht vor letzterem. Er befreite tausend Sklaven im Bestreben, das Antlitz Allahs zu sehen und auf Rettung vor dem Feuer mit seinem eigenen Geld, das er mit eigenen Händen verdient und für das seine Stirn Schweiß vergossen hatte, selbst um seine Familie mit Öl, Essig und Datteln zu versorgen. Seine Kleider bestanden nur aus weißem Baumwollstoff, und wenn irgendetwas von seinem Ärmel (an Stoff) drüberragte, rief er nach einer Schere und schnitt es ab. Niemand von seinen (Alis) Kindern und von den Ahl-ul-Bait war ihm näher in (der Art) der Kleidung und des Verständnisses als Ali ibn al-Hussain (a.).
(Eines Tages) kam sein Sohn Abu Dscha'far (a.) zu ihm. Er hatte soviel gottesdienstliche Handlungen verrichtet wie niemand sonst, und er sah ihn mit blassem (Gesicht) von der Nachtwache (nächtliches Gebet), und dass seine Augen vom Weinen (vor Gottesehrfurcht) ausgetrocknet waren. Seine Stirn hatte einen blauen Fleck und seine Nase war gequetscht von der Niederwerfung, seine Beine waren vom Stehen beim Gebet angeschwollen, und Abu Dscha'far (a.) sagte:
1 Ibn Sa'd überlieferte es durch eine andere Überlieferungskette in „al-Tabaqat": 5:214; Abu Nu'aim in „al-Hilya": 3:136; al-Dahabi in „Siyar A'lam al-Nubala'": 4:389; Ibn al-Manthur in „Muchtasar Tarich Di-maschq": 17:242; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:73/58.
2 'Ilal al-Schara'i': 233; „Hilya al-Auliya'": 3:141, und aus „Hilya wa TarichNasa'i" überlieferte es Ibn Schah-raschub in „al-Manaqib":4:159, „Tadhkira al-Chawas": 297; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:73/60.
101
„Als ich ihn in diesem Zustand sah, konnte ich das Weinen nicht mehr zurückhalten, und ich weinte, möge Allah ihm barmherzig sein. Er dachte gerade nach, und nach einer Weile nach meinem Eintreten wandte er sich mir zu und sagte: „Mein Sohn, gib mir einige der Schriften, welche die Gottesdienst-Handlungen von Ali ibn Abu Talib (a.) enthalten ", und ich gab sie ihm. Er las darin eine Weile, dann legte er es aufgeregt aus der Hand und sagte: „ Wer hat die Kraft, wie Ali ibn Abu Talib (a.) Gottesdienst darzubringen? " 1
Muhammad ibn al-Hussain (a.) überlieferte: Abdullah ibn Muhammad al-Quraischi berichtete uns: „Ali ibn al-Hussain erblasste, wenn er die rituelle Waschung (wudhu) vornahm. Da sagte seine Familie zu ihm: 'Was hat dich ergriffen? \ und er erwiderte: 'Wisst ihr, vor Wem ich mich vorbereite, vor Ihm zu stehen?'"1
'Amr ibn Schimr überlieferte von Dschabir al-Dschu'fi, von Abu Dscha'far (a.), welcher berichtete:
„Ali ibn al-Hussain pflegte am Tag und in der Nacht tausend Rak'at zu beten, und der Wind bog ihn (seinen Körper) wie eine Kornähre. " 3
Sufyan al-Thawry überlieferte von 'Ubaidullah ibn Abdurrahman ibn Mauhab, der berichtete: „Als ihm (Ali ibn al-Hussain, a.) gegenüber seine Tugenden erwähnt wurden, erwiderte er: „Es genügt, wenn wir die Rechtschaffenen unseres Volkes sind. " 4
Ich hörte einen Scheich von dem Stamme der Abd al-Qais sagen, das Tawus gesagt hat: „Ich trat eines Nachts ins Gemach (hidschr) ein, und da stand bereits Ali ibn al-Hussain (a.) im Gebet darin. Er betete, wie Allah es wünschte (d.h. in der richtigen Form), dann warf er sich nieder. Ich bat einen Mann der guten Ahl-ul-Bait, dass ich seinem (Ali ibn al-Hussains, a.) Bittgebet zuhören dürfe, und ich hörte ihn während der Niederwerfung sagen:
1 Ibn Schahraschub erwähnte das Ende davon in seinen „Manaqib":4:149, und al-Tabrassi erwähnte in, „A'lam al-Wara": 254, gekürzt, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:74/65.
2 Zusammenfassung von „Tarich Dimaschq": 17:236; Ibn Sa'd überlieferte Ähnliches in seinen „Tabaqat": 5:216, und Abu Nu'aim (überlieferte) in seinen „Hilya": 3:133, al-Dhahabi in „Siyar A'lam al-Nubala'":4:392, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:61.
3 „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:150; „A'lam al-Wara": 255, und siehe „al-Chisal": 517/4, Anfang des Hadith, desgleichen in „Siyar A'lam al-Nubala'":4:392, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:74/62.
4 „Tabaqat" von Ibn Sa'd: 5:214, eine Zusammenfassung davon in „Tarich Dimaschq":17:235; „Manaqib" von Ibn Schahschub:4:162, „A'lam al-Wara":255, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46/74/63.
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„Dein kleiner Diener ist an Deinem Vorhof1, Dein Armseliger ist an Deinem Vorhof, Dein Bedürftiger ist an Deinem Vorhof, Dein Bittsteller ist an deinem Vorhof "
Tawus merkte an: „Es kam nie vor, dass ich mit diesen Worten ein Bittgebet
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sprach, wenn ich in Not war, ohne dass ich davon befreit wurde. "
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir von seinem Großvater, von Ahmad ibn Muhammad al-Rafi'i, von Ibrahim ibn Ali, von seinem Vater, der berichtete. „Ich ging mit Ali ibn al-Hassan auf die Pilgerfahrt, und seine Kamelstute, die er ritt, verlangsamte ihren Gang. Er zeigte mit dem Stock auf sie und sagte: „Ah, wenn es keine Vergeltung (im Jenseits) gäbe!", und er nahm seine Hand von ihr weg.3 Mit dieser Überlieferungskette sagte er: „Ali ibn al-Hussain (a.) vollbrachte die Pilgerfahrt zu Fuß und ging zwanzig Tage von Medina nach Mekka." 4
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete: Mein Großvater erzählte mir: Ammar ibn Aban berichtete uns: Abdullah ibn Bukair berichtete uns von Zurarah ibn 'A'yan: Er (Zurarah ibn ' A'yan) hörte jemanden inmitten der Nacht fragen: „ Wo sind die, die sich des Weltlichen enthalten, da sie das Jenseits begehren? ", und ein lauter Rufer rief aus der Richtung von Friedhof al-Baqi', man hörte seine Stimme, aber sah seine Gestalt nicht: „Das ist Ali ibn al-Hussain (a.). "5
Abd al-Razzaq überlieferte von Ma'mar, von al-Zuhri, der erwähnte: „Ich habe niemanden Verdienstvolleren von den Leuten dieses Hauses gesehen - d.h. vom Hause des Propheten (s.) - als Ali ibn al-Hussain (a.). " 6 7 Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad sagte: Mein Großvater berichtete mir: Abu Yunis Muhammad ibn Ahmad: Mein Vater und ein weiterer unserer Gefährten berichteten mir: Ein junger Mann von den Quraisch saß mit Said ibn al-Musayyib zusammen und sah Ali ibn al-Hussain (a.). Der Quraischi8 fragte
1 In der Regel haben arabische Häuser einen Hof, den man betreten muss, bevor man an die eigentliche Haustür kommt(Anm. d. Übers.)
2 „Siyar A'lam al-Nubala'":4:393; an der Randbemerkung von Ibn Asakir: 12:20 a-b; Zusammenfassung in „Tarich Dimaschq": 17:235; in „Kifaya al-Talib":451; „Tadhkira al-Chawas": 297; „al-Fusul al-Muhimma": 202, mit leichter Abweichung, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:75/66.
3 D.h. dann würde er sie schlagen (Anm. d. Übers.)
4 „Manaqib" von ibn Schahraschub:4:155; „A'lam al-Wara": 256, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:76/70.
5 „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:148, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:76/67.
6 „al-Dscharh al-Ta'dü": 6:179. "Siyar A'lam al-Nubala'":4:389, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar" 46:76/71.
7 Diese Formulierung legt nahe, dass derjenige, der diese Aussage gemacht hat, wahrscheinlich damit meint, dass Ali ibn al-Hussain (a.) der Verdienstvollste seiner Zeit war, er sollte nicht in Relation zu Imam 'Ali ibn Abi Talib, Imam al-Hassan ibn 'Ali oder Imam al-Hussain ibn 'Ali gesetzt werden, die ebenfalls sündenfreie und vollkommene Menschen waren (Anm. d. Übers.).
8 Der Mann der Quraisch (Anm. d. Übers.)
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Ibn al-Musayyib: „ Wer ist das, Abu Muhammad?" Dieser erwiderte: „Das ist der Fürst der Gottesdiener (Sayyid al- Abidien), Ali ibn al-Hussain ibn Ali ibn Abu Talib (a.). "1
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad sagte: Mein Großvater berichtete mir: Muhammad ibn Dscha'far und andere berichteten mir: Ein Mann aus seiner Familie stand vor Ali ibn al-Hussain (a.), zwang ihn, ihm zuzuhören und schmähte ihn, aber er (der Imam) sagte nichts zu ihm. Als er (der Mann) gegangen war, sagte er (der Imam) zu denen, die mit ihm saßen: „Ihr habt gehört, was dieser Mann gesagt hat, und ich möchte, dass ihr mit mir kommt, so dass ihr von mir meine Antwort an ihn hört". - „ Wir werden das tun ", sagten sie, „ wir hätten gerne gehabt, dass du ihm geantwortet hättest, während wir (zusammen) sprachen. " Er nahm seine Sandalen und ging, dabei rezitierte er:
„...die den Zorn unterdrücken und den Mitmenschen vergeben; und Allah liebt die, die da Gutes tun. " 2
Dann verstanden wir, dass er nichts zu ihm sagen würde. Er ging zu dem Haus des Mannes, der ihn angeschrieen hatte. „Das ist Ali ibn al-Hussain", sagten sie zu ihm. Er kam zu uns hinausgestürzt mit schlechter Absicht, und er zweifelte nicht daran, dass er (Ali ibn al-Hussain, a.) zu ihm gekommen war, um ihm einiges heimzuzahlen, was er ihm (an Schlechtem) getan hatte. „Bruder", sagte Ali ibn al-Hussain, „ du standest stolz vor mir und hast geredet und geredet. Wenn ich so bin, wie du gesagt hast, dann möge Allah mir vergeben, und wenn ich nicht so bin, wie du gesagt hast, dann möge Allah dir vergeben". Der Mann küsste ihm zwischen die Augen und sagte: „Ja, ich habe zu dir gesagt, was du nicht bist, möge ich dessen (d.h. Allahs Vergebung) würdig sein. " Der Überlieferer des Hadith sagte: „Der Mann war al-Hassan ibn al-Hassan. "3
Al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir von seinem Großvater: Ein alter Mann von den Jemeniten, der etwas über neunzig Jahre alt war namens Abdullah ibn Muhammad sagte zu mir: Ich hörte Abd al-Razzaq sagen: Eine Dienerin von Ali ibn al-Hussain begann, für ihn Wasser auszugießen, damit er sich für das Gebet (durch die Waschung) vorbereiten konnte. Die Dienerin war unachtsam, und der Krug fiel aus ihrer Hand und traf ihn. Er erhob sein Gesicht zu ihr, und die Dienerin sagte: „Allah sagt: „Die den Zorn unterdrücken"4, und er sagte: „Ich habe meinen Zorn unterdrückt“, und sie erwiderte: „Und die den Men-
1 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:76/72.
2 Heiliger Qur'an: 3:134
3 Ibn Schahraschub erwähnte es gekürzt in „Manaqib":157, und al-Dhahabi in „Siyar A'lam al-Nubala'":4:397, und an der Randbemerkung von Ibn Asakir: 12:24 A, und Ibn al-Manthur in der „Muchtasar Tarich Di-maschq": 17:240; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:54/1.
4 Heiliger Qur'an: 3:134
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schen vergeben" 1, er sagte: „Möge Allah dir vergeben". Sie antwortete: „ Und Allah liebt die, die da Gutes tun "2 . Er sagte: „Geh, du bist frei."
Al-Waqidi überlieferte: Abdullah ibn Muhammad ibn Umar ibn Ali berichtete uns: Hischam ibn Ismail pflegte unsere Nachbarschaft zu verletzen, und Ali ibn al-Hussain (a.) litt schwer unter ihm. Als er abgesetzt wurde, befahl al-Walid, dass er vor die Leute (öffentlich) gestellt wurde. Ali ibn al-Hussain (a.) ging an ihm vorbei, und er (Hischam) stand vor dem Haus von Marwan. Er (Ali ibn al-Hussain) grüßte ihn, und Ali ibn al-Hussain hatte sich vor ihn gestellt, um ihn zu schützen, dass niemand ihn angreifen konnte.4
Es wurde überliefert, dass Ali ibn al-Hussain (a.) zweimal seinen Diener rief und der ihm nicht antwortete. Er antwortete ihm beim dritten Mal. „Mein Junge, hast du nicht meine Stimme gehört? ", fragte er. „ Doch ", erwiderte er. „ Und was ist mit dir, dass du mir nicht geantwortet hast?", fragte er (Imam Sadschad, a.). „Ich war sicher (vor jeglichem Schaden) vor dir", antwortete der (der Diener). „Preis sei Allah", sagte er (Imam Sadschad, a.), „Der meinen Diener vor mir sicher gemacht hat. " 5
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya berichtete mir: Mein Großvater erzählte mir: Ya'qub ibn Yazid berichtete uns: Ibn Abi Umair erzählte uns von Abdullah ibn al-Mughira, von Abu Dscha'far al-A'schi, von Abu Hamza al-Thumali, von Ali ibn al-Hussain (a.), welcher berichtete: „Ich ging, bis ich zu jener Mauer kam und lehnte mich daran an. Da erschien ein Mann, der zwei weiße Gewänder trug und mir direkt ins Gesicht sah, dann sagte er: ,AH ibn al-Hussain, warum sehe ich dich so besorgt und traurig? Ist dein Kummer wegen weltlichen (Angelegenheiten)? Die Versorgung Allahs steht für den Frommen wie für den Sünder zur Verfügung.' Ich erwiderte: ,Ich bin nicht deswegen traurig, denn es ist so, wie du sagst.' - ,Ist es wegen des Jenseits?', fragte er. 'Denn das ist ein wahrhaftiges Versprechen, dass darin der Überwältigende Herrscher Recht sprechen wird.' - ,Das ist es nicht, warum ich traurig bin', sagte ich, 'denn es ist so, wie du sagst.' - , Warum trauerst du denn dann?', fragte (der Mann). ,Ich fürchte die Zwietracht von Ibn al-Zubair', sagte ich. (Der Mann) lachte, dann sagte er: ,AH ibn al-Hussain, hast du jemals irgendjemanden gesehen, der auf Allah vertraut hat, und dem Er dann nicht genügt hat?' -,Nein', erwiderte ich. ,AH ibn al-Hussain', sagte er, 'hast du jemals irgendjemanden gesehen, der Allah fürchtete und den Er dann nicht gerettet hat?' -
1 Heiliger Qur'an: 3:134
2 Heiliger Qur'an: 3:134
3 „Muchtasar Tarich Dimaschq": 17:240; und al-Saduq erwähnte es in seinen „Amali": 168/12; Ibn Schahraschub in seinen „Manaqib":4:157; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:68/37.
4 Siehe „Tarich al-Tabari": 6:428: "Kamil" von Ibn Athir:4:526; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar": 68:37.
5 „Muchtasar Tarich Dimaschq": 17:240; „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:157; „A'lam al-Wara": 256; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:56/6.
105
,Nein\ erwiderte ich. ,AH ibn al-Hussain \ sagte er, ,hast du jemals irgendje-manden gesehen, der Allah gebeten hat, und dem Er es nicht gegeben hat?' -
1 0
,Nein', antwortete ich. Dann schaute ich, und da war plötzlich niemand1 mehr."
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Mein Großvater erzählte mir: Abu Nasr berichtete uns: 'Abd ar-Rahman ibn Salih berichtete uns: Yunis ibn Bukair erzählte uns von (Abu Ishaq), der berichtete:
„In Medina war eine Familie so und so, und ihr Lebensunterhalt kam zu ihnen, ohne dass sie darum gebeten hatten, und sie wussten nicht, woher er zu ihnen kam. Als Ali ibn al-Hussain (a.) starb, verloren sie ihn. " 3
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Mein Großvater erzählte uns: Abu Nasr berichtete uns: Muhammad ibn Ali ibn Abdullah berichtete uns: Mein Vater erzählte mir: Abdullah ibn Harun berichtete uns: Umar ibn Dinar berichtete mir: Zaid ibn Usama ibn Zaid war dem Tode nahe, und er begann zu weinen. Ali ibn al-Hussain (a.) fragte ihn: "Was bringt dich zum Weinen?", und er sagte: „Es bringt mich zum Weinen, dass ich 15000 Dinar schulde, und ich habe nichts zurückgelegt, um (diese Schuld) zu begleichen. " - „ Weine nicht", sagte Ali ibn al-Hussain (a.) zu ihm, „sie sind nun meine Schulden, und du bist frei davon ", und er bezahlte sie für ihn. 4
Harun ibn Musa berichtete: Abd al-Malik ibn Abd al-'Aziz berichtete uns: Als Abd al-Malik ibn Marwan Kalif wurde, gab er die Almosen, die dem Gesandten Allahs und Ali ibn Abu Talib (a.) gegeben worden waren, an Ali ibn al-Hussain (a.) zurück. Beide waren niedergeschrieben worden. Umar ibn Ali ging zu Abd al-Malik und beklagte sich, dass ihm Unrecht geschehen sei, und Abd al-Malik sagte:
„Ich sage es mit den Worten von Ibn Abi al-Huqaiq (als Gedicht):
„ Wenn die Ansprüche des Verlangens (hawa) vorgebracht werden, dann schweigt der Zuhörer und hört dem Sprecher zu.
1 In „Muchtasar Tarich Dimaschq" steht noch zusätzlich: „...O 'Ali, dieser Chidhr (a.) hat dich gerettet."
2 „Al-Tauhid" von Al-Saduq: 373/17, „Muchtasar Tarich Dimaschq":17:238; und „al-Kafi": 2:52/2 auf anderem Weg (der Überlieferung); „al-Masnaf fi al-Amali": 204/34; und Ähnliches brachte al-Nu'aim in seinen „Hilya": 3:134; und Al-Kandschi al-Schafi'i in „Kifaya al-Talib":450; ibn al-Sabagh in "al-Fusul al-Muhimma": 203; "Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:137; "al-Chara'idsch" von al-Rawandi: 1:169/13; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar":46:37/33.
3 „Muchtasar Tarich Dimaschq": 17:238; Abu Nu'aim erwähnte es in „Hilya al-Auliya": 3:136; mit leichter Abweichung, Ibn Hadschar in „Tahdhib al-Tahdhib": 7:270 und 11:382; Ibn Schahraschub in seinem „Manaqib": 4:153; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:56/7.
4 „Muchtasar Tarich Dimaschq":17:239; siehe „Hilya al-Auliya": 3:141; „Tadhkira al-Chawas": 298; „Manaqib Aal-i-Abi Talib":4:163; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:56/8.
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Die Menschen ringen mit ihrem Herzen1, doch wir beurteilen mit dem gerechten und entschiedenen Urteil.
Wir machen die Unwahrheit nicht zur Wahrheit, noch verleugnen wir die Wahrheit zugunsten der Unwahrheit.
Wir fürchten, dass uns unsere Träume töricht machen und wir die Zeit träge mit den Trägen verbringen. " 2
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete uns: Mein Großvater erzählte mir: Abu Dscha'far Muhammad ibn Ismail berichtete uns: Ali ibn al-Hussain (a.) vollzog die Große Pilgerfahrt, und die Leute bewunderten offen seine schöne Erscheinung. Sie sahen ihn an und fragten: „ Wer ist das? Wer ist das? " So verherrlichten sie ihn und glorifizierten sie ihn wegen seines Ranges. Al-Farazdaq war dort und rezitierte (folgenden Reim):
„ Das ist dieser, den das Tal (von Mekka) anerkennt und sich neigt, und den das (Heilige) Haus anerkennt, wie auch der Heilige Bezirk (haram) und der, der sich außerhalb davon befindet (hill).
Dies ist der Sohn des Besten aller Diener Allahs, der Gottesfürchtige, der Reine, der reine, hervorragende Mann. Wenn er kommt und die Ecken der Mauer (der Kaaba) berührt, dann ergreift er fast die Erkenntnis (mit) seiner Handfläche. Er schlägt (die Augen ) nieder vor Schamhaftigkeit, und man schlägt (die Augen) nieder vor Ehrfurcht vor ihm. Er spricht nur, während er lächelt.
Keins der Geschöpfe hat seine Vorrangstellung in sich, wie er sie hat, noch solche Gnaden als er besitzt.
Wer Allah kennt, kennt seine Vorrangstellung, und die Religion ist vom Haus (der Familie) dieses Mannes, dessen die Völker habhaft werden konnten. Wenn die Quraisch ihn sahen, sprach ein Sprecher von ihnen über die ehrenhaften Eigenschaften dieses (Mannes) und endete bei (seinem) Adel. " 3
Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir von seinem Großvater, der berichtete: Dawud ibn al-Qasim berichtete uns: Al-Hussain ibn Zaid erzählte uns von seinem Onkel väterlicherseits Umar ibn Ali, von seinem Vater Ali ibn al-Hussain (a.), dass er zu sagen pflegte:
„Ich habe noch nie einen Vorrang gesehen, wie (er ihn hatte) im Bittgebet, denn der Diener (Allahs) wird zu keiner Zeit darin ohne die Beantwortung bleiben. "
1 D.h. sie urteilen nach Gutdünken (Anm. D. Übers.)
2 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:121/12.
3 „Diwan al-Farazdaq": 2:178 ; siehe auch "al-Aghani": 21:376; „al-Ichtisas":191, „Hila al-Auliya' ": 3:139, "Mira'at al-Dschinan": 1:239; "Hayyat al-Hayawan al-Madda-Asad": 1:9 ; "Manaqib" von Ibn Schahra-schub:4:169; „Kifaya al-Talib":451, „ Al-Fusul al-Muhimma": 207; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:121/13; und es gibt noch weitere aktuelle Überlieferungen in den obenerwähnten Quellen.
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„Mein Herr, wie viel Gnadengeschenke Du mir geschenkt hast, mein Dank zu Dir dafür war wenig. Und mit wie vielen Heimsuchungen Du mich geprüft hast, meine Standhaftigkeit demgegenüber war wenig. Oh Er, Der so wenig Dank für Seine Gnadengeschenke erhalten hat, Er beraubte mich dessen (dennoch) nicht. Und Der, Der so wenig Standhaftigkeit für Seine Heimsuchungen erhalten hat, hat (dennoch) nicht (die Beziehung) zu mir abgebrochen. O Besitzer vom (unaufhörlich) Guten, der (mich) nie von sich abgeschnitten hat. O Eigner von Gnadengeschenken, deren Anzahl nicht aufgezählt werden kann, segne Muhammad und seine Familie und wehre das Übel von mir ab, so dass ich von Dir Schutz finde vor dem Massaker (des Menschen), und ich suche bei dir Hilfe vor dem Übel (des Menschen). "
Musrif ibn Uqba kam nach Medina und es hieß, dass er nichts gegen Ali ibn al-Hussain (a.) tun wollte. Er begrüßte, ehrte und beschenkte ihn und schloss sich ihm an.1
Das Ereignis wurde noch von anderer Richtung erwähnt: Als Musrif ibn Uqba nach Medina kam, ließ er nach Ali ibn al-Hussain schicken. Dieser kam zu ihm. Er (Musrif) begrüßte und ehrte ihn und sagte: „Der Fürst der Gläubigen (Yazid) trug mir auf, zu dir gütig zu sein und dich vor den anderen bevorzugt zu behandeln ", und er behandelte ihn gut. Dann sagte er: „Sattelt für ihn mein Maultier", und sagte zu ihm (d.h. zu Imam Zain-ul-Abidien (a.): "Geh zu deiner Familie, denn ich sehe, dass wir sie mit Sorge erfüllt haben, indem wir dich zu uns kommen ließen. Wenn es in unserer Hand läge, dann hätten wir die Verbindung zu dir gestärkt, wie es deinem Recht entspricht", und Ali ibn al-Hussain (a.) sagte zu ihm: „Entschuldige dich nicht für jenen Führer2 mir gegenüber", und ritt fort. „ Dies ist der Beste, es gibt nichts Schlechtes in ihm ", sagte er ( Musrif) zu den (um ihn herum) Sitzenden, „ wegen seines Ranges und Stellung, die er vom Gesandten Allahs (s.) erhalten hatte. " 3
Folgende Überlieferung wurde weitergegeben: Ali ibn al-Hussain (a.) war eines Tages in der Moschee des Gesandten Allahs (s.), als er hörte, dass einige Leute Allah mit Seiner Schöpfung gleichsetzten. Er erschrak darüber und war entsetzt. Er erhob sich und ging zum Grab des Gesandten Allahs (s.). Er stand davor und erhob seine Stimme, um zu seinem Herrn zu sprechen, und er sagte in seinen Anrufungen (munadschat):
1 „Manaqib Aal-i-Abi Talib ":4:164, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar":46:122/14..
2 Gemeint ist, dass Musrif sich nicht für Yazid entschuldigen soll (Anm. d. Übers.).
3 siehe „Tarich Tabari": 5:493; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es „al-Bihar":46:122.
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„ Oh Allah, Deine Macht ist in Erscheinung getreten, doch nicht die Form, und sie sind über Dich unwissend, und sie versuchten, Dich gemäß dessen einzuschätzen, was Du nicht bist. Sie machen Vergleiche mit Dir, und o mein Gott, ich sage mich von denen los, die Dich durch (menschliche) Vergleiche suchen. Nichts ist Dir gleich, o mein Gott, und sie sind sich Deiner nicht bewusst geworden. Es ist klar, dass die Gnade, die sie haben, ihr Beweis für Dich ist, wenn sie Dich nur erkennen könnten. In Deiner Schöpfung, o mein Gott, ist soviel Raum, so dass sie Dich erreichen können. Nein, sie haben Dich mit Deiner Schöpfung gleichgesetzt, und dann haben sie Dich nicht erkannt. Sie haben einige Deiner Zeichen zum Herrn genommen und Dich dadurch beschrieben, und Du, o mein Gott, bist Erhaben über das, womit sie Deine Eigenschaften gleichsetzen. " 1
Das ist eine Auswahl an Überlieferungen (ahadith) über die Vorzüge Zain-ul-Abidiens (a.).
Die Rechtsgelehrten der Amma (Sunniten) berichteten so viele Überlieferungen in den (verschiedenen) Wissenschaften, dass sie nicht aufgezählt werden können. Reden, Bittgebete, (Einzelheiten) über die Verdienste des Quran, über das, was erlaubt und was verwehrt ist, über die Kriege und Schlachten (ayyam) (während der Prophetenzeit), die unter den Gelehrten berühmt sind, wurden von ihm überliefert. Wenn wir das erläutern wollten, würde das Buch zu lang werden und wir würden zuviel Zeit damit verbringen.
Die Schia hat die Wunderzeichen und klaren Beweise für ihn (und sein Imamat) überliefert, für die der Platz nicht ausreichen würde, sie (alle) zu erwähnen. Ihr Vorkommen in ihren (der Schiiten) Werken mag ein Ersatz dafür sein, sie nicht in diesem Buch erwähnt zu haben. Allah verleiht dem Erfolg, was recht ist.
Ein Bericht über die Kinder von Ali ibn al-Hussain (a.)
Ali ibn al-Hussain (a.) wurden fünfzehn Kinder geboren:
1. Muhammad. Sein Beiname (kunya) war Abu Dscha'far al-Baqir,
und seine Mutter war Umm Abdullah bint al-Hassan ibn Ali ibn Abu Ta-lib (a.).
2. Abdullah
3. Al-Hassan
4. Al-Hussain
Ihre Mutter war eine (ehemalige) Sklavin.
5. Zaid
1 ' Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar". 3:193/15, Al-Saduq erwähnte es in seinen „Amali":487 über Imam Ridha (a.), und auch in „al-Tauhid": 124/2, „al-'Uyun":l:116/5.
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6. TJmar,
beide waren von einer (ehemaligen) Sklavin.
7. Al-Hussain al-Asghar (der Jüngere)
8. Abd ar-Rahman
9. Sulaiman
Ihre Mutter war eine (ehemalige) Sklavin. 10.Ali - er war der Jüngste der Kinder Ali ibn al-Hussains (a.)
11. Chadidscha
Die Mutter der beiden war eine (ehemalige) Sklavin.
12. Muhammad al-Asghar (der Jüngere) Seine Mutter war eine (ehemalige) Sklavin.
13. Fatima
14. 'Aliyya
15. Umm Kulthum.
Ihre Mutter war (auch) eine (ehemalige) Sklavin.
Imam Muhammad ibn Ali al-Baqir (a.)
Dieses Kapitel berichtet über den Imam nach Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihm, über sein Geburtsdatum, über das Zeugnis von seinem Imamat, das Alter, das er erreichte, die Periode seiner Nachfolge, über Zeitpunkt und Ursache seines Todes, über den Ort, an dem er begraben liegt sowie über die Anzahl seiner Kinder. Es ist eine Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Al-Baqir Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain (a.) war unter all seinen Brüdern der Nachfolger seines Vaters Ali ibn al-Hussain (a.), sein Testamentsvollstrecker (wasi) und derjenige, der nach ihm das Amt des Imamat auf sich nahm (qa'im). Er übertraf alle von ihnen durch seine hervorragenden Verdienste (fadhl) in der traditionellen Wissenschaft ('ilm), in seiner Abkehr von Weltlichem sowie in der Führerschaft. Er war der Berühmteste unter ihnen und am meisten geschätzt, sowohl bei den Sunniten (amma) als auch bei den Schiiten (chassa), und er war der Fähigste von ihnen. Keiner der Söhne al-Hassans und al-Hussains (a.) zeigte solche Fertigkeiten im Wissen über Religion, Überlieferungen, die Sunna, über den Quran, das Leben des Propheten (sira) und die Techniken in der Literatur wie Abu Dscha'far1. Die überlebenden Gefährten (des Propheten), die führenden Mitglieder der nächsten Generation (tabi'un) und die führenden muslimischen Rechtsgelehrten berichteten über die Hauptcharakteristiken der Religion aus seiner Quelle. Dank seiner hervorragenden Verdienste wurde er zu einem Wegweiser (des Wissens) zu seiner Familie. Sprichwörter wurden über ihn geprägt, und Berichte sowie Verse wurden über ihn geschrieben, um ihn zu beschreiben.
1 Ein Beiname von Imam Baqir ist auch Abu Dscha'far, weil er der Vater von 6. Imam, Imam Dscha'far al-Sadiq (a.) ist
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Ihn betreffend sagt al-Qurazi: "O(du), der das Wissen aufspaltete (baqir), (um es ihnen zugänglich zu machen) unter den Gottesfürchtigen und den Besten derer, die danach streben, dem Ruf des Erhabenen zu antworten. "1
Malik ibn A'yan al-Dschuhni sagte, indem er ihn (a.) pries: "Wenn die Menschen nach dem Wissen des Qur 'an streben, vertrauen die Quraisch auf ihn. Wenn jemand fragen würde, wo der Sohn der Tochter des Propheten ist, würdest du durch ihn zu den weiten Zweigen (des Wissens) gelangen. (Du bist) wie Sterne, die für Reisende in der Nacht scheinen, (du bist) wie Berge, die reiches Wissen geerbt haben. "2
Er, Friede sei mit ihm, wurde im Jahre 57 nach der Hidschra geboren (676/7). Er starb 114 nach der Hidschra (732) im Alter von 57 Jahren. Innerhalb der Ha-schimiten war er ein führendes Mitglied der Haschimitenfamilie. Er war führend unter den Nachkommen Ali ibn Abu Talibs (a.). Er wurde auf (dem Friedhof) al-Baqi in der Stadt des Gesandten3 (s.) begraben.
Maimun al-Qaddah berichtete von Dscha'far ibn Muhammad, von seinem Vater, Friede sei mit ihm:
„Ich (d.h. al-Baqir) besuchte Dscha'far ibn Abdullah al-Ansari (r.). Ich grüßte ihn, und er erwiderte meinen Gruß. Dann sagte er zu mir: , Wer bist du?' Das geschah, nachdem er sein Augenlicht verloren hatte. 'Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihnen,' antwortete ich. ,Mein Kind, komm näher zu mir,' sagte er. Ich ging näher (zu ihm), und er küsste meine Hand. Dann beugte er sich hinab zu meinem Fuß und küsste ihn. Ich wandte mich ab von ihm. Darauf sagte er zu mir: ,Allahs Gesandter, möge Allah ihn und seine Familie segnen, entbietet dir seinen Gruß.' - ,Der Friede und die Barmherzigkeit Allahs seien mit dem Gesandten Allahs', sagte ich, 'was bedeutet das, Dschabir?' Er erzählte mir: ,Eines Tages war ich bei ihm, als er zu mir sagte: 'Dschabir, vielleicht wirst du so lange leben, bis du einen meiner Nachkommen triffst namens Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihnen, dem Allah Licht und Weisheit verleihen wird. Dann überbringe ihm meine Grüße.'" 4
Im Testament (wasiyya), das der Fürst der Gläubigen (a.) seiner Familie hinterließ, war die Rede von Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain und seiner Treuhänderschaft. Der Gesandte Allahs (s.) benannte ihn und machte ihn bekannt als
1“Siyar A'lam al-Nubala'", 403:4, Muchtasar Tarich Dimaschq,78:23
2 Mu'dscham al-Schu'ara'i von al-Marzabani: 268, Siyar A'lam al-Nubala', 404:4
3 Medina (Anm. d. Übers)
4 Eine ähnliche Überlieferung mit einer anderen Überlieferungskette (isnad) wird in al-Kafi wiedergegeben, al-Kafi 1, 304, Überlieferung Nr. 4
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denjenigen, der das (religiöse) Wissen ('ulum) aufspaltete, wie die Überlieferer (ashab al-athar) berichten. 1
In einer direkten (mudscharrad) Überlieferung, beruhend auf Dschabir ibn Abdullah, wird folgendermaßen berichtet: Allahs Gesandter, möge Allah ihn und seine Familie segnen, sagte zu mir: „Es wird sich ergeben, dass du so lange leben wirst, bis du einen meiner von al-Hussain abstammenden Nachkommen triffst, Friede sei mit ihm, namens Muhammad, der das Wissen der Religion weit aufspalten wird. Wenn du ihn triffst, überbringe ihm meinen Gruß. "
Die Schia berichtet von der Tafel, die Gabriel (a.) vom Himmel zu dem Gesandten Allahs (s.) gebracht hatte. Der Gesandte (s.) gab es Fatima (a.). Darauf standen die Namen der Imame nach dem Gesandten, und darauf stand Muhammad ibn Ali, der Imam nach seinem Vater.
Die Schia berichtet auch, dass Allah, Der Mächtige und Erhabene, zu Seinem Propheten, Allahs Segnungen und Friede seien mit ihm, ein mit zwölf Siegeln versiegeltes Schriftstück hinabgesandt hat. Er befahl ihm, es dem Fürsten der
'S
Gläubigen2 (a.) zu geben und ihn anzuweisen, das erste Siegel zu brechen und nach dem zu handeln, was drinsteht (in jenem Teil des Schriftstücks). In der Zeit seines Todes solle er es seinem Sohn al-Hassan (a.) überreichen und ihm sagen, dass er das zweite Siegel brechen und demzufolge handeln solle, was drinsteht (in jenem Teil des Dokuments). Zur Zeit seines Todes solle er es seinem Bruder al-Hussain (a.) überreichen und ihm sagen, dass er das dritte Siegel brechen und demzufolge handeln solle, was darunter stand. Dann bei seinem Tod solle er es an seinen Sohn Ali ibn al-Hussain al-Akbar (der Ältere) weiterreichen und ihm in ähnlicher Weise Anweisung zu geben. Dann solle Muhammad es an seinen Sohn weiterreichen, und demzufolge bis zum letzten der Imame.
Sie berichten auch über zahlreiche seiner Ernennungen für das Imamat nach seinem Vater vom Propheten, möge Allah ihn und seine Familie segnen, vom Fürsten der Gläubigen und von al-Hassan, al-Hussain und von Ali ibn al-Hussain, Friede sei auf ihnen allen. Die Menschen berichten Beschreibungen seiner hervorragenden Tugenden und Fertigkeiten, die zu zahlreich sind, um sie zu erfassen. Wir werden inschaallah das erwähnen, was für unsere Zwecke ausreicht.
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Mein Großvater (Yahya ibn al-Hassan) sagte mir: Muhammad ibn al-Qasim al-Schaibani sagte uns: Abd ar-Rahman ibn Salih al-Azdi sagte uns von Abu Malik al-Dschuhni, von Abdullah ibn 'Ata' al-Makki, der sagte:
1 Al-Kafi 1, 469-470, Überlieferung Nr. 2, auch: „Manaqib Aal-i-Abi Talib", 198:4, Allamah al-Madschlisi berichtete es in „al-Bihar" 2,222:4
2 Imam Ali (a.) - (Anm. d. Übers.)
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„Ich habe niemals die Gelehrten mit jemandem gesehen, der so viel jünger war als sie, wie mit Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihnen. Ich habe Hakam ibn Utaiba gesehen, wie er, trotz seines hohen Ansehens bei den Leuten, sich ihm gegenüber benahm wie ein Junge gegenüber seinem Lehrer. Wann immer Dschabir ibn Yazid al-Dschu'fi irgend etwas aufgrund seiner (Imam Baqir (a.)) Aussage berichtete, pflegte er zu sagen: ,Der Treuhänder der Treuhänder (des Propheten) und der Erbe des Wissens der Propheten, Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihnen, sagte es mir.'"
Machul ibn Ibrahim berichtete von Qais ibn al-Rabi, der sagte: Ich fragte Abu Ishaq al-Sabi'i über das Überstreichen der Schuhe (bei der rituellen Waschung), und er sagte: Ich pflegte den Leuten zu sagen, dass sie ihre Schuhe überstreichen sollten (bei der rituellen Waschung anstelle des Überstreichens der Füße), bis ich einen Mann von den Bani Haschim traf, gleich dessen ich nie jemanden gesehen habe - Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain, Friede sei mit ihm. Ich fragte ihn nach dem Überstreichen (der Schuhe), und er untersagte mir, es zu tun. Er sagte: "Der Fürst der Gläubigen, Friede sei mit ihm, pflegte niemals (die Schuhe) zu überstreichen. Er pflegte zu sagen: 'Das Buch (das diese Praxis nicht erwähnt) kommt vor (dem Einführen von) dem Überstreichen der Schuhe. '"1
Abu Ishaq fügte hinzu: „Ich tat es nie wieder, seit er es mir verboten hatte. " Und Qais ibn al-Rabi sagte: „Ich tat es nie wieder, seit ich Abu Ishaq gehört hatte."
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad informierte mich: Mein Großvater (Yahya ibn al-Hassan) sagte mir, beruhend auf der Quelle von Ya'qub ibn Yazid, welcher sagte: Muhammad ibn Abi Umair berichtete durch Abd ar-Rahman ibn al-Hadschadsch, welcher von Abu Abdillah (Dscha'far al-Sadiq, a.), der sagte:
Muhammad ibn Munkadir pflegte zu sagen: „ Wegen seiner außergewöhnlichen Vorzüge dachte ich gewöhnlich nicht, dass jemand wie Ali ibn al-Hussain (a.) einen Nachfolger hinterlassen konnte, bis ich seinen Sohn sah, Muhammad ibn Ali (a.). Ich wollte ihn warnen, aber er warnte mich. " Meine Gefährten fragten mich: „ Wovor warnte er dich? "
Ich sagte ihnen: „Zu einer Zeit, da es sehr heiß war, ging ich hinaus in einen der Vororte Medinas. Dort traf ich Muhammad ibn Ali (a.). Er war ein gutgebauter Mann, und er stützte sich auf zwei junge Diener. Sie waren entweder schwarze (ehemalige) Sklaven von ihm oder seine Gefolgsmänner. Ich sprach zu mir
1 Gemeint ist, dass das Überstreichen der Schuhe, wie es unter bestimmten Umständen heute noch bei einigen sunnitischen Rechtsschulen möglich ist, gemäß dieser Aussage erst nach dem Propheten eingeführt wurde.
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selbst: „ Hier ist ein ehrwürdiger Anführer (Scheich) der Quraisch, zu dieser Zeit und unter diesen Bedingungen, der weltlichen Vorteil sucht. Ich muss ihn warnen. " So näherte ich mich ihm und grüßte ihn. Er erwiderte meinen Gruß mit Ärger1. Der Schweiß strömte von ihm herab.
Ich sagte: "Möge Allah dich entfernen, ein ehrwürdiger Anführer der Quraisch, der um diese Zeit und unter diesen Umständen nach Weltlichem strebt. Wenn der Tod über dich käme, während du in diesem Zustand bist, was würdest du tun?"
Er ließ die beiden Diener von seiner Seite abtreten und hielt sich selbst aufrecht und sprach: "Bei Allah, wenn der Tod über mich käme, während ich in diesem Zustand bin, dann würde er dann über mich kommen, während ich eine Tat des Gehorsams gegenüber Allah vollbringe, durch welche ich mich von dir und den (restlichen) Leuten unterscheide. Ich würde nur dann den Tod fürchten, wenn er über mich käme, während ich eine Tat des Ungehorsams gegenüber Allah begehen würde."
Daraufhin antwortete ich: „Möge Allah dir Barmherzigkeit erweisen, ich wollte dich warnen, und du hast mich gewarnt. "
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir. Mein Großvater (Yahya al-Hassan) sagte zu mir: Ein Scheich der Leute von al-Rayy, der sehr alt war, sagte mir: Yahya ibn Abd al-Hamid al-Himmani berichtete mir durch die Quelle von Mu'awiya ibn Ammar al-Duhni, der es wiederum von Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain (a.) gehört hatte:
(Muhammad ibn Ali wurde gefragt) über die Worte Gottes:
„Fragt die Leute der Ermahnung (ahl-ul-dhikr), wenn ihr nicht wisset"2.
Er sagte: "Wir sind die Leute der Ermahnung (ahl-ul-dhikr)."
Der Scheich von al-Rayy sagte: „Ich fragte Muhammad ibn Maqatil nach diesen (Worten). Er sprach darüber gemäß seiner (persönlichen) Meinung, und er sagte: 'Die Leute der Ermahnung (ahl-ul-dhikr) sind all die religiösen Gelehrten (ula-ma)'“
Ich erwähnte dies gegenüber Abu Zur'a. Er war äußerst erstaunt über diese Worte. Dann trug ich ihm vor, was Yahya ibn Abd al-Hamid mir berichtet hatte. Er sagte: „Muhammad ibn Ali (a.) sprach die Wahrheit. Sie sind die Leute der Er-
1 Weil er das Ansinnen seines Gegenüber erkannte (Anm. d. Übers.)
2 Heiliger Quran: 16:43
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mahnung (ahl-ul-dhikr). Bei meinem Leben, Abu Dscha'far (a.) ist einer der größten Gelehrten (ulama). "
Abu Dscha'far (a.) trug Berichte über die Anfänge der Geschichte (mubtada') sowie über die Propheten vor. Aufgrund seiner Aussagen wurden Geschichten (maghazi) über die Gefährten des Propheten geschrieben. Sie (die Menschen) befolgten die beispielhaften Taten des Propheten (sunan) aufgrund seiner (Abu Dscha'fars, a.) Überlieferungen und verließen sich auf ihn hinsichtlich der Riten bei der Pilgerfahrt, die er durch die Aussagen des Gesandten Allahs (s.) überlieferte. Man schrieb (damals auch) einen Qur'an-Kommentar, beruhend auf seinen Aussagen. Sowohl die Schia (chassa) als auch die Sunniten (amma) übermitteln Überlieferungen, die auf seinen Aussagen basieren. Er debattierte mit den Verfechtern des individuellen Urteilens1 (ahl-ul-ara), und die Menschen lernten einen Großteil der Theologie von ihm.
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Mein Großvater (Yahya ibn al-Hassan) sagte mir: Al-Zubair ibn Abu Bakr berichtete mir: Abd ar-Rahman ibn Abdullah al-Zuhri sagte mir: Hischam ibn Abd al-Malik2 führte die Pilgerfahrt durch. Er ging in die Heilige Moschee, wobei er sich auf den Arm seines Gefolgsmanns Salim stützte. Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain (a.) saß in der Moschee. „Fürst der Gläubigen, " sagte Salim (zu Hischam), „ da ist Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain ". - „ Derjenige, für den das Volk des Irak bereit ist, aufzustehen?", fragte er. „Ja", antwortete (Salim). „ Geh zu ihm, " sagte (Hischam) zu ihm, „ und sage ihm: 'Der Fürst der Gläubigen (d.h. Hischam) fragt dich: Was essen und trinken die Menschen, bis Allah ihre Beurteilung am Tag der Auferstehung beendet hat? " 3
Abu Dscha'far Muhammad (a.) antwortete: „Die Menschen werden sich versammeln auf (einer Erde, die) wie ein Laib reinen Brotes sein wird. Es wird dort sich verzweigende Flüsse geben. Sie werden essen und trinken, bis die Abrechnung (durch Allah) vollstreckt ist. " Hischam stellte fest, dass er (Abu Dscha'far Muhammad) ihn überflügeln hatte. So sagte er: „Allah ist am Größten. Geh zu ihm und sage zu ihm: (Hischam) sagt dir: Was wird die Menschen an jenem Tag vom Essen und Trinken abhalten?" - „Jene im Höllenfeuer werden zu beschäftigt sein, " erwiderte Abu Dscha'far (a.), „ aber sie werden zu denjenigen sagen, die nicht davon gequält werden:
, Gießt (doch etwas) Wasser auf uns (herab) oder (spendet uns sonst etwas,) was Allah euch beschert hat. "4
1 Gemeint ist das Urteilen aufgrund der persönlichen Meinung (Anm. d. Übers.)
2 Der damalige Kalif (Anm. d. Übers.)
3 Die Frage dient als Falle, um eine vermeintliche Schwäche des Islam zu entlarven, die einen Teilaspekt nicht berücksichtigt hätte (Anm. d. Übers.)
4 Heiliger Qur'an: 7:50
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Hischam wurde still und antwortete nicht.
Es war berichtet worden, dass Nafi' ibn al-Azraq1 zu Muhammad ibn Ali (a.) kam und sich vor ihn hinsetzte, um ihn über Erlaubtes und Verbotenes zu fragen. Abu Dscha'far (a.) sagte im Laufe seiner Antwort: „Sage diesen Abweichlern (vom rechten Weg): , Wie konntet ihr die Trennung von dem Fürsten der Gläubigen (Imam Ali, a.) für erlaubt erklären, während ihr vorher euer Blut um seinetwillen vergossen habt und so durch den Gehorsam ihm gegenüber Allah nahe wahrt?' Dann werden sie dir antworten: ,Er erlaubte das Schiedsgericht im Hinblick auf die Religion von Allah.' Sage (dann) zu ihnen: , Allah der Erhabene erlaubte das Schiedsgericht im Gesetz (Schari ra) seines Propheten (s.) zwischen zwei Personen, denn Er sagte:
„Schickt einen Schiedsrichter aus seiner Familie und einen Schiedsrichter aus ihrer Familie. Wenn diese dann Aussöhnung herbeiführen wollen, so wird Allah zwischen ihnen vergleichen."2
Der Gesandte Allahs (s.) ernannte Sa 'd ibn Mu 'adh zum Schiedsrichter über den Stamm der Quraiza. Der richtete gemäß dem, was Allah vollendet hatte. Wusstet ihr nicht, dass der Fürst der Gläubigen (a.) die Schiedsrichter anwies, nur gemäß des Qur'an zu urteilen, und sich nicht jenseits (dieser Grenze) zu bewegen? Er machte es zur Bedingung, dass jedes von Menschen gemachte Gesetz, das dem Qur'an widerspricht, abgelehnt wurde. Sie sagten zu ihm: ,Du hast Schiedsrichter über dich bestimmt, Menschen, die dich beurteilen werden.' Er antwortete: ,Ich habe kein Geschöpf zum Schiedsrichter ernannt. Ich habe nur das Buch Allahs zum Schiedsrichter gemacht. Deshalb, wo finden die Abweichler einen Fehler in der Sache des Schiedsgerichts durch den Qur'an, während er die Ablehnung von Jeglichem, was ihm widerspricht, festlegte, wenn sie nicht auf einer falschen Anschuldigung bestehen?" - „Bei Allah", sagte Nafi ibn al-Azraq, „ dies sind Worte, die ich nie vorher gehört habe und die mir nie in den Sinn gekommen sind. Es ist die Wahrheit, so Gott will. "
Die Gelehrten berichten, dass Amr ibn Ubaid zu Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain (a.) kam, um ihn zu besuchen und ihn mit Fragen zu testen. Er sagte:
„Möge meine Seele dir geopfert werden, was bedeuten die Worte der Erhabenen und Höchsten:
,Haben die Ungläubigen nicht gesehen, dass die Himmel und die Erde 'ratq' waren, die Wir dann 'fitq' machten'. 1
1 Ein Bekannter unter den Charidschiten. Er verstarb 65 (n.H.), so dass diese Diskussion statt gefunden haben muss, als Imam Baqir (a.) 8 Jahre alt war. Die Diskussion basiert auf der Frage dem Aufstand der Charidschiten gegen Imam Ali (a. ) nach der Schlacht von Siffin gegen Muawiya.
2 Heiliger Qur'an: 4:35
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Was ist dieses 'ratq' und dieses 'fitq'?" -„Der Himmel war 'ratq ' (, was bedeutet), dass kein Regen von ihm kam," antwortete Abu Dscha'far (a.), "und die Erde war 'fitq' (, was bedeutet), dass sie keine Pflanzen hervorbrachte." Amr hielt inne. Er konnte keine Entgegnung finden. Er ging fort, kam aber dann zurück.
„Möge meine Seele dir geopfert werden, " sagte er, „sage mir über die Worte des Mächtigen und Hohen:
,..denn der, auf den Mein Zorn niederfährt, geht unter.'2
Was ist der Zorn Allahs, des Mächtigen und Hohen? " - „Der Zorn Allahs, Amr, ist Seine Strafe," antwortete Abu Dscha'far (a.). „ Wer immer denkt, dass irgendetwas Allah ändert, ist ein Ungläubiger. "
Zusätzlich zu dem, was wir über seine Vorzüge hinsichtlich seines Wissens, seiner leitenden Stellung, seiner Führerschaft und des Imamats beschrieben haben, gab es noch eine hervorragende Eigenschaft an ihm sowohl gemäß der Schiiten (chassa) als auch der Nicht-Schi iten (amma). Er war bei allen anerkannt für seinen Edelmut, und er war wohlbekannt für seine Großzügigkeit und Freundlichkeit durch die Fülle seiner Hilfe für die Armen und für sein ausgeglichenes Temperament.
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Mein Großvater (Yahya ibn al-Hassan) sagte mir: Abu Nasr berichtete uns: Muhammad ibn al-Hussain sagte mir: Aswad ibn Amir sagte uns: Hayyan ibn Ali sagte uns aus der Quelle von al-Hassan ibn Kuthayyir, der sagte:
Ich (d.h. al-Hassan ibn Kuthayyir) beschwerte mich bei Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali (a.) über meine Bedürftigkeit und die Nutzlosigkeit von Brüdern. „Schande auf einen Bruder, " sagte er, „der ein Bruder (ist), der sich um dich kümmert, während du reich bist, und der sich von dir trennt, wenn du arm bist." - Dann befahl er (Imam Baqir) seinem Diener, einen Beutel mit siebenhundert Dirham zu bringen. „ Gib das aus, " sagte er zu mir, „ und sag mir, wenn du es verbraucht hast. "
Muhammad ibn al-Hussain berichtete: Abdullah ibn al-Zubair sagte uns: Man berichtete uns aus der Quelle von Amr ibn Dinar und Abdullah ibn Ubaid ibn Umair, der sagte:
1 Heiliger Qur'an: 21:30
2 Heiliger Qur'an: 20:82
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Wir (d.h. Amr ibn Dinar und Abdullah ibn Ubaid) trafen niemals Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali (a.), ohne dass er uns Geld, Geschenke und Kleidung gab. Er pflegte zu sagen: „Das ist etwas, das für euch vorbereitet wurde, bevor ihr mich traft."
Abu Nu'aim al-Nacha'i berichtete basierend auf der Quelle von Mu'awiya ibn Hischam aufgrund der Aussage von Sulaiman ibn Qarm, der sagte:
„Abu Dscha'far ibn Muhammad (a.) pflegte uns fünf- bis sechshundert bis hin zu tausend Dinar als Geschenke zu zahlen. Er war unermüdlich darin, seinen Brüdern Großzügigkeit zu erweisen, sowie denen, die ihn besuchen kamen und denen, die ihre Hoffnungen und ihr Vertrauen in ihn setzten. "
Es wird berichtet, dass er (Imam Baqir) von seinem Vater überlieferte, dass der Gesandte Allahs (s.) zu sagen pflegte: „Die besten Taten sind drei: Die Brüder mit Geld unterstützen, den Menschen Gerechtigkeit gewähren auf eigene Kosten, und Allahs zu gedenken in allen Lebenslagen. "
Ishaq ibn Mansur al-Saluli berichtete: Ich hörte al-Hassan ibn Salih sagen: Ich (al-Hassan ibn Salih) hörte Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali (a.) sagen: „ Es gibt keine bessere Zusammenstellung (von Eigenschaften) als Nachsicht und Wissen."
Es ist von ihm überliefert, dass er über eine Überlieferung gefragt wurde, die er vorgetragen hatte, ohne deren Überlieferungskette angegeben zu haben. Er sagte: „ Wenn ich eine Überlieferung vortrage, ohne die Überlieferungskette anzugeben, dann ist die Überlieferungskette in der von Tat meinem Vater, von meinem Großvater, dem Gesandten Allahs (s.), von Gabriel (a.), von Allah, Dem Allmächtigen und Erhabenen. " 1
Er (Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali (a.) pflegte auch zu sagen: „Die Menschen bereiten uns große Probleme. Wir rufen sie, doch sie antworten uns nicht. Wenn wir sie aufgeben würden, würden sie von niemandem geleitet werden. "
Er sagte auch: „ Was ist es, das die Menschen an uns hassen, die wir die Familie des Hauses der Barmherzigkeit sind, der Baum des Prophetentums, die Quelle der Weisheit, diejenigen Menschen, die von Engeln besucht werden und (auf welche) Inspiration herabkam? "
Er (a.) starb und hinterließ sieben Söhne. Jeder seiner Brüder besaß große Vorzüge, selbst wenn sie nicht seine Stufe erreichten hinsichtlich des Imamats, sei-
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ner Stellung bei Allah aufgrund seiner Nähe und Liebe (wilaya) sowie seiner Position im Hinblick die auf Nachfolge (chilafa) des Propheten (s.) Die Zeitspanne seines Imamats und seiner Übernahme der Stellung seines Vaters in der Nachfolge um Allahs Willen, Des Allmächtigen und Erhabenen, über Seine Diener betrug neunzehn Jahre.
Eine Beschreibung seiner Brüder und ein Auszug aus den Berichten über sie
Abdullah ibn Ali ibn al-Hussain (a.), der Bruder des Abu Dscha'far Muhammad (a.), war verantwortlich für die Stiftungen (Sadaqa) des Gesandten Allahs (s.), und auch für die Stiftungen des Fürsten der Gläubigen (a.). Er war ein Mann von verdienter Persönlichkeit und ein Rechtsgelehrter. Er berichtete über viele Überlieferungen seiner Vorväter aus der Quelle des Gesandten Allahs. Die Menschen erzählten Überlieferungen aufgrund seiner Aussage und gaben darauf basierend auch historische Berichte (athar).
Unter diesen ist: Ibrahim ibn Muhammad ibn Dawud ibn Abdullah al-Dscha'fari berichtete von Abdulaziz ibn Muhammad al-Darawardi, von Umara. Ghuzayya, von Abdullah ibn Ali ibn al-Hussain (a.): Er (Abdullah ibn Ali ibn al-Hussain) sagte: Der Gesandte Allahs (s.) sagte: „Der Niederträchtigste ist einer, der, wenn er meinen Namen erwähnt, unwillig ist, für mich und meine Familie um Allahs Segen zu bitten (d.h. salawat zu lesen). "
Zaid ibn al-Hassan ibn Isa berichtete: Abu Bakr ibn Abu Uways sagte uns von Abdullah ibn Sim an, der berichtete: Ich traf Abdullah ibn Ali ibn al-Hussain (a.), und er berichtete mir von seinem Vater, von seinem Großvater, vom Fürsten der Gläubigen (a.):
„ (Imam Ali, a.) pflegte einem Dieb für den ersten Diebstahl die rechte Hand abschneiden zu lassen. Wenn er ein weiteres Mal stehlen würde, würde er ihm das linke Bein abhacken lassen. Wenn er wiederum stehlen würde, würde er ihn lebenslänglich ins Gefängnis werfen lassen. "
Zaid ibn Ali ibn al-Hussain (a.) war der hervorragende Bruder nach Abu Dscha'far (a.) und derjenige mit den meisten Vorzügen. Er war ein demütiger Gottesdiener, fromm, ein Rechtsgelehrter, gottesfürchtig und tapfer. Er stand mit dem Schwert auf, um das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren und um für al-Hussain (a.) Rache zu fordern.
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Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir: Sein Großvater (Yahya ibn al-Hassan) berichtete ihm aufgrund der Aussage von al-Hassan ibn Yahya, der sagte: Al-Hassan ibn al-Hussain sagte: Aus der Quelle von Yahya ibn Musawir, von Abu al-Dscharud Ziyad ibn al-Mundhir, der sagte:
„Ich (Abu al-Dscharud) ging nach Medina. Als ich nach Zaid ibn Ali (a.) fragte, wurde mir gesagt: 'Jener ist ein Verbündeter des Qur'an^
Hischam ibn Hischam berichtete: „Ich (Hischam) fragte Chalid ibn Safwan nach Zaid ibn Ali (a.) als er (Chalid) über Überlieferungen von ihm berichtete. , Wo
hast du ihm getroffen? ', fragte ich. ,In al-Rusafa,' antwortete er. , Was für eine Mann war er?' fragte ich. , (Er war) genau, wie es dir gesagt wurde,' sagte er. ,Er würde weinen vor Ehrfurcht vor Allah, bis seine Tränen sich mit seiner laufenden Nase vermischen würden.'
Viele der Schiiten glaubten an sein Imamat. Der Grund für ihren Glauben war sein Aufstand mit dem Schwert, in dem er für denjenigen Unterstützung forderte, der als einer von der Familie Muhammads (s.) anerkannt war. Deshalb dachten sie, dass er sich selbst damit meinte. Das war jedoch nicht seine Absicht, da er sowohl von dem Vorrecht seines Bruders ihm gegenüber auf das Imamat wusste, als auch von seinem Testament (wasiyya), in welchem er die Führerschaft (wilaya) bei seinem Tod an Abu Abdillah (d.h. Dscha'far al-Sadiq (a.)) weitergab.
Auch war das Ziel Abu al-Hassan Zaid ibn Alis (r.), das bereits erwähnt wurde, nämlich Rache für das Blut al-Hussains zu fordern, nicht der einzige Grund für seinen Aufstand. Er hatte Hischam ibn Abd al-Malik besucht. Hischam hatte die Syrer um sich herum versammelt und sie angewiesen, bei der Versammlung so einen engen Kreis um ihn herum zu bilden, so dass es ihm (d.h. Zaid) unmöglich war, sich ihm zu nähern. Zaid sagte zu ihm: „Niemand der Diener Allahs ist darüber erhaben, zur Gottesehrfurcht ermahnt zu werden, noch kann irgendjemand von ihnen davor ausgeschlossen werden, Allah zu fürchten. Ich ermahne dich zur Gottesehrfurcht, Fürst der Gläubigen (d.h. Hischam). So fürchte Ihn. " - „Du bist der, der glaubt, ein Anrecht auf das Kalifat zu haben, " erwiderte Hischam, „ und (du bist) derjenige, der darauf hofft. Aber das ist nicht für dich bestimmt. Du hast keine Mutter. Deine Mutter war nur ein Sklavenmädchen. " -„Ich kenne niemanden, der eine höhere Stellung bei Allah hat, als ein Prophet, den Er gesandt hat" entgegnete Zaid. „ Eben solch ein Prophet war der Sohn eines Sklavenmädchens. Wenn er nicht in der Lage gewesen wäre, Seinen Plan auszuführen, würde Er ihn nicht gesandt haben. (Jener Prophet) war Isma 'il ibn Ibrahim (a.) Das Prophetentum hat eine höhere Stellung bei Allah als die Mutter des Kalifen, Hischam. Außerdem sollte man nicht außer Acht lassen, wessen
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Vater der Gesandte Allahs ist, möge Allah ihn und seine Familie segnen, und wer der Sohn Ali ibn Abu Talibs (a.) ist. "
Hischam sprang von seiner Versammlung auf. Er rief seine Diener und sagte: „Lasst diesen Mann nicht die Nacht in meinem Lager verbringen." Zaid ging hinaus, wobei er sagte, dass er niemals irgendjemanden zum Kampf gezwungen hätte, wenn sie ihn nicht gedemütigt hätten. Als er in Kufa ankam, versammelten sich die Einwohner um ihn und gelobten, für ihn in den Kampf zu ziehen. Dann brachen sie ihr Gelöbnis und lieferten ihn aus. Er - möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen - wurde getötet, und sein Leichnam wurde an ein Kreuz gehängt und für vier Jahre dort gelassen. Niemand von ihnen verurteilte dieses, noch halfen sie ihm durch Wort oder Tat.
Als er getötet wurde, wurde diese Tatsache vollständig Abu Abdillah al-Sadiq (a.) berichtet. Er war sehr traurig, als ihm klar wurde (,was passiert war.) Er legte tausend Dinar von seinem eigenen Geld beiseite für die (Hinterbliebenen der) Familien von Zaids Anhängern, die mit ihm getötet worden waren.
Dies wurde überliefert von Abu Chalid al-Wasiti. Er sagte: „Abu Abdillah (a.) überreichte mir tausend Dinare und sagte, dass ich sie unter die Familienangehörigen der jeniger aufteilen sollte, die mit Zaid getötet worden waren. Vier Dinare davon erreichten die Familie von Abdullah ibn al-Zubair, dem Bruder von Fudhail al-Rassan. "
Sein Tod war am Montag, den 2. Safar im Jahre 120 n.H. Zu dieser Zeit war er 42 Jahre alt.
Al-Hussain ibn Ali ibn al-Hussain (a.) war ein Frommer, verdienstvoller Mann. Er übermittelte viele Überlieferungen beruhend auf den Aussagen seines Vaters Ali ibn al-Hussain (a.), seiner Tante Fatima, der Tochter al-Hussains (a.) und seines Bruders Abu Dscha'far (a.).
Ahmad ibn Isa berichtete: Mein Vater sagte uns: „Ich (ibn Isa) sah gewöhnlich al-Hussain ibn Ali ibn al-Hussain (a.) beten. Ich würde sagen: Er wird nie seine Hand sinken lassen, bevor sein Gebet für alle Geschöpfe erhört wird. "
Harb ibn al-Tahhan berichtete: Said, der Anhänger von al-Hassan ibn Salih, berichtete mir:
„Ich (Said) sah nie jemanden mit größerer Gottesehrfurcht als al-Hussain ibn Salih, bis ich nach Medina ging und al-Hussain ibn Ali ibn al-Hussain (a.) sah. Nie sah ich größere Gottesehrfurcht als das. (Es ist) als ob er ins Feuer (der
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Hölle) gebracht worden und dann aufgrund der Intensität seiner Furcht wieder aus ihm herausgeführt wurde. "
Yahya ibn Sulaiman ibn al-Hussain (a.) überlieferte von seinem Onkel, Ibrahim ibn al-Hussain (a.), von seinem Vater, al-Hussain ibn Ali ibn al-Hussain (a.), der sagte:
Ibrahim ibn Hischam al-Machzumi war der Gouverneur von Medina. Er pflegte uns (die Familie des Propheten) jeden Freitag rund um die Kanzel zu versammeln. Dann griff er Ali (a.) an und verfluchte ihn. Eines Tages war ich (al- Hus-sain ibn Ali ibn al-Hussain) anwesend. Der Platz war sehr belegt, also saß ich nahe der Kanzel. Ich nickte ein und sah (im Traum), dass das Grab sich geöffnet hatte, und dass ein Mann aus ihm heraustrat, der in ein weißes Tuch gehüllt war. Er sagte zu mir: „O Abu Abdillah (d.h. al-Hussain ibn Ali ibn Imam Hussain), macht es dich nicht traurig, was dieser Mann sagt?" - „ Bei Gott, ja, " antwortete ich. „ Öffne deine Augen, " sagte er zu mir, „ und siehe, was Allah mit ihm tut. " Und siehe da, als er Allah erwähnte, stürzte er von der Kanzel und starb, möge Allah ihn verfluchen.
Eine Beschreibung der Kinder Abu Dscha'far Muhammads ibn Ali (a.), ihrer Anzahl und ihrer Namen
Wir haben (bereits) vorher erwähnt, dass Abu Dscha'far (a.) sieben Kinder hatte.
1. Abu Abdillah Dscha'far ibn Muhammad (a.). Ihm wurde seine kunya (Beiname) von seinem Vater verliehen.
2. Abdullah ibn Muhammad (Friede sei mit ihm).
Ihre Mutter war Umm Farwa, die Tochter von al-Qasim ibn Muhammad ibn Abu Bakr.
3. Ibrahim
4. Ubaid Allah
Beide starben in jungen Jahren. Ihre Mutter war Umm Hakim, die Tochter von Asad ibn al-Mughira al-Thaqafi.
5. Ali
6. Zainab
Beide wurden von einer (ehemaligen) Sklavin zur Welt gebracht.
7. Umm Salama
Sie wurde von einer (ehemaligen) Sklavin geboren.
Es gab niemanden, der von den Kindern Abu Dscha'far Muhammads einen anderen für das Amt des Imamats für geeignet erachtete als Abu Abdillah
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Dscha'far ibn Muhammad (a.). Sein Bruder, Abdullah (r.), pflegte ihn hervorzuheben aufgrund seiner hervorragenden Tugenden und seiner Rechtschaffenheit.
Es wurde berichtet, dass er (Abdullah) einem der Bani Umayya begegnete, und dass letzterer ihn töten wollte. Abdullah, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte: „ Versuche nicht, mich zu töten, denn Allah wird mir gegen dich beistehen. Lass mich, und Allah wird dir beistehen. " Er meinte damit, dass er einer derjenigen war, der bei Allah Fürbitte einlegen konnte, und dass er dies tun würde. Jedoch der Umayyade sagte zu ihm: „Du bist nicht dort (im Himmel, wo du Allah um Hilfe bitten kannst)." Er gab ihm Gift zu trinken und tötete ihn.
Imam Dscha far ibn Muhammad al-Sadiq
Dies ist ein Bericht über den Imam, den Inhaber des Imam-Amtes, das er nach Abu Dscha'far Muhammad ibn Ali (a.) inne hatte, sein Geburtsdatum, die Beweise für sein Imamat, sein Alter, die Periode seiner Amtsübernahme (des Ima-mats), die Zeit seines Todes, den Ort, an dem er begraben liegt, die Anzahl seiner Kinder sowie ein kurzer Umriss der Berichte über ihn.
Al-Sadiq Dscha'far ibn Muhammad ibn Ali ibn al-Hussain (Friede sei mit ihnen) war unter all seinen Brüdern der Nachfolger (chalifa) seines Vaters Muhammad ibn Ali (Friede sei mit ihnen), sein Testamentsvollstrecker (wasi), der der Träger des Imamats nach ihm war (al-qa'im bil-imama). Er stach hervor unter ihrer Gruppe aufgrund seines großen Vorzugs (fadhl); er war der Meistgefeierte, der Größte an Rang und der Verehrungswürdigste unter ihnen sowohl in den Augen der Nicht-Schiiten (amma) als auch in denen der Schiiten (chassa). Die Menschen übermittelten von ihm die religiösen Wissenschaften, die Reisende mit sich nahmen (in viele Länder), und so wurde sein Ruf über die Länder verbreitet. Die Gelehrten haben von keinem Mitglied des Hauses (Ahl-ul-Bait) so viel überliefert wie von ihm. Niemand von ihnen (d.h. der Ahl-ul-Bait) traf so viele Berichterstatter von Überlieferungen (ahl-al-athar wa naqalat al-achbar) wie er, noch überlieferten letztere von ihnen (den übrigen der Ahl-ul-Bait) in so einem Umfang wie von Abu Abdillah (Imam Dscha'far, a.). Die Überlieferungsexperten (ashab al-hadith) haben die Namen derjenigen Überlieferer gesammelt, die von ihm berichtet hatten, welche verlässlich waren trotz Unterschieden in Ansichten und Lehrmeinungen, und sie waren viertausend Männer.1 Der klare Beweis für sein Imamat war derart, dass er die Herzen (der Menschen) überwältigte und den Gegner, der ihn durch Zweifel verunglimpfen wollte, zum Verstummen brachte.
1 Siehe „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:247; „A'lam al-Wara": 325; „ al-Mu'tabar": 5.
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Er wurde in Medina geboren im Jahre 83 n.H. (702) , und er starb im (Monat) Schawwal im Jahre 148 n.H. (765) im Alter von 65. Er wurde auf (dem Friedhof) al-Baqi' bestattet neben seinem Vater, seinem Großvater und seinem (Groß-Groß) Onkel, al-Hassan (a.). Seine Mutter war Umm Farwa, die Tochter von al-Qasim ibn Muhammad ibn Abu Bakr. Sein Imamat dauerte 34 Jahre an. Sein Vater, Abu Dscha'far (Muhammad ibn Ali, a.), vermachte ihm ein klares Testament und bestimmte ihn deutlich für das Imamat (nass dschali).
Muhammad ibn Abi Umair berichtete von Hischam ibn Salim, von Abu Abdillah, Dscha'far ibn Muhammad (a.), der sagte:
Als mein Vater dem Tode nahe war, sagte er: "Dscha'far, ich erteile dir mit meinem Testament die Anweisung, meine Anhänger gut zu behandeln." - "Möge ich dein Opfer sein," antwortete ich, "bei Allah, ich werde ihnen helfen, so dass kein Mann in der Stadt jemanden (um Rat) fragen (muss)."1
Und Aban ibn Uthman überlieferte von Abu Sabah al-Kinani, der sagte: Abu Dscha'far (a.) schaute auf Abu Abdillah und sagte (zu mir):
,Du siehst diesen, dieser ist von denjenigen, über die Allah, Der Mächtige und Erhabene sagte: " Wir aber wollen Gnade erweisen denjenigen, die im Land unterdrückt wurden, und machten sie zu Vorbildern (Imamen) und Erben. '"2,3
Hischam ibn Salim überlieferte von Dschabir ibn Yazid al-Dschu'fi, der sagte: "Abu Dscha'far (a.) wurde gefragt, wer nach ihm der Bevollmächtigte (al-Qa'im) sein würde (für das Imamat). Er tippte mit seiner Hand Abu Abdillah an und sagte: "Bei Allah, dieser ist der Bevollmächtigte von der Familie Muhammads (a.)." 4
Ali ibn al-Hakam berichtete von Tahir, einem Anhänger Abu Dscha'fars (a.), der sagte: "Ich war bei ihm (bei Abu Dscha'far (a.)), als Dscha'far (a.) herankam und daraufhin Abu Dscha'far(a.) sagte: "Dieser ist der Beste der Geschöpfe (chair-ul-bariyya) ".
Yunus ibn Abdurrahman überlieferte von Abd-al-A'la, einem Gefolgsmann der Familie der Sam, von Abu Abdillah (a.), der sagte: "Mein Vater, Friede sei mit ihm, vertraute mir (alles) an, was es dort gab, und als er dem Tode nahe war,
1 „Al-Kafi": 1:244/2, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:12/2.
2 Heiliger Qur'an: 28:5.
3 „Al-Kafi": 1:243/1; „Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:214; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:13/4.
4 „Al-Kafi": 1:244/7; und al-Mas'udi wies darauf hin in „Athbat al-Wasiyya":155; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:13/6.
1 „Al-Kafi": 1:244/4, 5; "al-Imamah wa al-Tabsira": 199/55; al-Mas'udi wies darauf hin in „Athbat al-Wasiyya":155; von Fudhail ibn Yassir; und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:130/6.
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sagte er: 'Rufe mir Zeugen,' und ich rief vier (Männer) von den Quraisch, unter ihnen Nafi', Gefolgsmann von Abdullah ibn Omar. Er (mein Vater) sagte: 'Schreibe: Dieses ist das, was Ya 'qub seinen Söhnen anempfahl:
'O meine Söhne, in Wahrheit hat Allah (diesen) Glauben für euch erwählt; sterbet also nicht, außer ihr seid Gottergebene (Muslims).'1
Muhammad ibn Ali vermachte sein Testament Dscha'far ibn Muhammad und beauftragte ihn, ihn in das Gewand zu hüllen (als Leichentuch), mit welchem (bekleidet) er das Freitagsgebet zu verrichten pflegte, ihm seinen Turban anzulegen sowie sein Grab quadratisch anzulegen und seine Höhe vier Finger über dem Boden zu graben und ihm seine alten Kleider auszuziehen bei seinem Begräbnis.
Dann sagte er zu den Zeugen: 'Geht, möge Allah euch barmherzig sein.' Ich sagte: 'Vater, was war es, was bezeugt werden sollte?' Er sagte: 'Mein Sohn, ich verabscheute es, dass du besiegt wirst und dass gesprochen werden wird, dass kein Testament für dich gemacht wurde. Ich wollte, dass du ein Beweismittel hast. ’'"2
Die Berichte, die dieser Überlieferung in ihrer Bedeutung ähneln, sind zahlreich. Die Überlieferung mit der Tafel (lauh) mit seiner Ernennung durch Allah für das Imamat ist bereits erwähnt worden. Auch das, was wir vorher erwähnt haben an rationalen Beweisen, dass der Imam nur der Verdienstvollste (al-afdhal)3 sein kann, weist auf sein (a.) Imamat hin aufgrund der Offensichtlichkeit seines Verdienstes bezüglich der (religiösen) Wissenschaft ('ilm), der Genügsamkeit und der Taten gegenüber allen seinen Brüdern, den Söhnen seines Onkels und den übrigen Menschen seiner Zeit.
Die Hinweise auf die Fehlerhaftigkeit des Imamats derjeniger, die nicht unfehlbar (ma'sum) wie die Propheten (Friede sei mit ihnen) sowie nicht vollkommen waren im Wissen, und das Zutagetreten der Fehlbarkeit derjeniger, die außer ihm (Abu Abdillah (a.)) Anspruch auf das Imamat erhoben in seiner Zeit, zusammen mit ihrer Unzulänglichkeit, Vollkommenheit in der religiösen Wissenschaft zu erlangen, beweisen sein (a.) Imamat, denn es muss einen Unfehlbaren (ma'sum) Imam in jeder Zeit geben, wie wir vorher erwähnt und beschrieben haben. 4
1 Heiliger 'Qur'an: " 2:132.
2 „Al-Kafi": 1:244/8; "Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:278; „al-Fusul al-Muhimma": 222; Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar":47:13/9.
3 Das wurde schon im Kapitel über Imam 'Ali ibn al-Hussain (a.) vorangestellt - die Beweise für das Imamat - so auch im Kapitel über Imam al-Baqir (a.).
4 ebd.
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Die Menschen hatten über die klaren Zeichen Gottes berichtet, die er (Abu Abdillah (a.)) vollbrachte und die auf sein Imamat und sein wahrhaftiges Recht hinweisen sowie auf die Ungültigkeit derjeniger, die außer ihm das Imamat beanspruchten.
Darunter war das, was die Überlieferer der Geschichte (naqalat-ul-athar) über ihn und seine Vorfahren (a.) berichteten mit al-Mansur1, als er al-Rabi' befahl, Abu Abdillah (a.) zu ihm zu bringen. Als Mansur ihn sah, sagte er (Mansur) zu ihm: "Möge Allah mich töten, wenn ich dich nicht töte. Willst du meiner Macht schade und versuchst du, mir etwas Böses zu tun?"
Abu Abdillah (a.) sagte zu ihm: "Bei Allah, weder habe ich das (bisher) getan, noch wollte ich es. Wenn so etwas zu dir drang, dann durch einen Lügner. Aber selbst wenn ich das getan hätte, dann wurde (schließlich auch) Josef (a.) Unrecht getan, und er vergab, Hiob wurde mit Prüfungen heimgesucht, und er blieb standhaft. Salomon wurden (Geschenke) zuteilt, und er war dankbar. Sie waren (alle) Propheten, auf die deine Abstammung zurück geht. "2 - „ Wahrhaftig", antwortete al-Mansur, „komm hierher". Er stand auf und dann fuhr (al-Mansur ) fort: „Der-und-der hat mich darüber informiert, was du gesagt hast“ -„Bring ihn her, Fürst der Gläubigen3" antwortete er, „so dass er mir gegenüber das sagt." Er ließ den Mann, den er erwähnt hatte, bringen und fragte ihn: „Hast du wirklich gehört, was du über Dscha far (a.) gesagt hast? " - "Ja", antwortete er, und er begann mit dem Schwur. Da sagte Abu Abdillah (a.): "Lass mich, o Fürst der Gläubigen, ihn schwören." Al-Mansur stimmte zu. Abu Abdillah (a.) sagte zu dem Denunzianten: "Sprich: 'Möge ich losgelöst sein von der Macht und Stärke Allahs, und möge ich Zuflucht zu meiner eigenen Macht und Stärke suchen (wenn ich lüge, dass) Dscha far dieses und jenes getan und dieses und jenes gesagt hat.'" (Der Mann) sagte ein Weilchen nichts, dann schwor er (doch). (Kurz darauf,) als er ging, wurden seine Beine getroffen4. Abu Dscha'far (al-Mansur) sagte: "Zieht ihn an seinen Füßen und bringt ihn heraus, Allah möge ihn verfluchen."
Al-Rabi' berichtete: "Wenn Dscha'far ibn Muhammad (a.) zu al-Mansur hineinging, sah ich ihn seine Lippen bewegen. Immer, wenn er sie bewegte, beruhigte sich der Zorn al-Mansurs, so dass er mit ihm zufrieden war, wenn er sich näherte. Als Abu Abdillah (a.) von Abu Dscha'far (al-Mansur) kam, folgt ich ihm und fragte: „Dieser Mann ist am zornigsten über dich, und wenn du bei ihm eingetreten bist, bewegtest du deine Lippen, und immer, wenn du sie bewegtest, be-
1 Der damalige Kalif (Anm. d. Übers.)
2 Imam Sadiq (a.) versucht den unrechtmäßigen Kalifen zu beschwichtigen steht (Anm. d. Übers.).
3 Imam Sadiq (a.) redet hier den unrechtmäßigen Kalifen mit dem Titel „Fürst der Gläubigen" an, da er in einer lebensbedrohlichen Situation steht (Anm. d. Übers.).
4 Es wird nicht klar, welche Form der Erfüllung der Strafe für einen falschen Schwur dort konkret eintrat, aber es war solcherart, dass selbst Kalif al-Mansur es erkannte, dass sein Zeuge entlarvt war (Anm. d. Übers).
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sänftigte sich sein Zorn. Mit welchen (Worten) hast du sie bewegt? " Er antwortete: „Mit dem Bittgebet (du'a) meines Großvaters al-Hussain ibn Ali (a.) " Ich antwortete: „Möge ich dein Opfer sein, was für ein Bittgebet ist das?" Er antwortete: „Meine Ausrüstung in meiner Härte, meine Hilfe in meiner Not, behüte mich mit deinem Auge, das nicht schläft und umgebe mich mit deiner unerschütterlichen Festung. " Al-Rabi' sagte: „Ich lernte dieses Bittgebet auswendig, und nie war ich in harten Zeiten, ohne dass ich es gelesen habe und es mich erleichtert hat. "
(Zu dieser Zeit) sagte ich zu Dscha'far ibn Muhammad (a.): "Warum hast du nicht den Verleumder am Schwören bei Allah gehindert?" Er sagte: "Ich wollte nicht, dass Allah ihn Seine Einheit preisen und Ihn verherrlichen sieht, denn dann würde Er ihm Großmut erweisen und seine Strafe verzögern. So ließ ich ihn schwören auf die Art, wie du es gehört hast, und Allah traf ihn hart." 1
Es wird überliefert, dass Dawud ibn Ali ibn Abdillah ibn Abbas Mu'alla ibn Chunays einen Anhänger Dscha'fars ibn Muhammad (a.), tötete und sein Eigentum nahm. (Imam) Dscha'far (a.) trat zu ihm ein, während er (Dawud) an seinem Umhang (d.h. des Toten) zog und sagte (zu ihm): "Du hast meinen Gefolgsmann getötet und sein Eigentum genommen. Wusstest du nicht, dass ein Mann schlafen kann, wenn er ein Kind verloren hat, nicht aber im Krieg? Doch bei Allah, ich werde zu Allah gegen dich beten." Dawud erwiderte: "Bedrohst du uns mit deinem Gebet?", als ob er seine Worte lächerlich machen wollte. Abu Abdillah (a.) ging zurück in sein Haus und verbrachte die ganz Nacht stehend und sitzend (im Gebet). Als die Morgendämmerung anbrach, hörte man ihn in seinem Gebet sagen: "O Schmiedender mächtiger Pläne, o Eigner der Macht, vor der Deine ganze Schöpfung sich demütigt, gib mir Belohnung gegen diesen Tyrannen und nimm an ihm für mich Rache." Es dauerte keine Stunde, als sich (Trauer-
'S
)Geschrei erhob und es hieß: "Dawud ibn Ali ist in dieser Stunde gestorben."
Abu Basir berichtete: "Ich betrat Medina und hatte eine junge Dienstmagd bei mir. Ich verkehrte mit ihr, dann ging ich hinaus ins Bad und traf unsere Gefährten der Schi'a, als sie in Richtung Dscha'fars ibn Muhammad (a.) gingen. Ich fürchtete, dass sie vor mir (dort ankommen) würden, so dass ich es versäumen könnte, bei ihm einzutreten, und so ging ich mit ihnen, bis ich in (sein) Haus eintrat. Als ich vor Abu Abdillah (Imam Dscha'far, a.) erschien, schaute er mich an und sagte: 'Abu Basir, weißt du nicht, dass die Häuser der Propheten und der Kinder der Propheten niemand betreten darf, der dschunub3 ist?' Ich schämte
1 Ibn al-Sabbah überlieferte es in "al-Fusul al-Muhimma": 225, mit leichter Abweichung, und zusammengefasst wies Ibn Dschawzi auf das Ereignis hin in „Tadhkira al-Chawas": 309; und al-Kandschi al-Schafi'i in „Kifaya al-Talib":455; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:174/21.
2 Ibn al-Sabagh überlieferte es gekürzt in "al-Fusul al-Muhimma": 226; und Kulaini wies auf Ähnliches hin in "al-Kafi": 2:372/5; Ibn Schahraschub in „al-Manaqib":4:230; al-Rawandi in „al-Chara'idsch": 2:611/7.
3 Ein Zustand, der nach einem Geschlechtsverkehr eintritt, bevor die dazugehörige rituelle Waschung vollzogen wurde (Anm. d. Übers.)
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mich und antwortete: 'O Sohn des Gesandten Allahs, ich traf unsere Gefährten und fürchtete, dass ich es versäumen könnte, bei dir mit ihnen einzutreten. Ich werde so etwas nicht noch einmal tun,' und ging hinaus."1
Es gibt eine Fülle von Überlieferungen über ihn, ähnlich denen, die wir erwähnt haben hinsichtlich der Zeichen und der Information über das Verborgene, deren Aufzählung zu lange dauern würde.
Er pflegte über sich und seine Vorfahren zu sagen: "Wir haben Kenntnis über das Zukünftige (ghabir) das Vergangene (mazbur) und über das, womit die Herzen gezeichnet (nakt fil-qulub) sind und darüber, was in das Gehör eingegeben wurde (naqr fil-asma'), und wir haben das rote Futteral (dschafr) und das weiße sowie die Schriftensammlung (mushaf) von Fatima (a.), und wir haben (ein Dokument namens) al-Dschami'a, worin alles enthalten ist, was die Menschen benötigen. " Man fragte (ihn) nach der Deutung dieses Ausspruchs, und er antwortete: "Was das Zukünftige (ghabir) betrifft, so ist es das Wissen über das, was sein wird, und was das Vergangene (mazbur) angeht, so ist es das Wissen über das, was war, und womit die Herzen gezeichnet sind (nakt fil-qulub), ist Inspiration, und was in das Gehör eingegeben wurde (naqr fil-asma'), ist die Rede der Engel; wir hören ihre Worte, doch wir sehen nicht ihre Gestalten, und das rote Futteral ist ein Gefäß, worin sich die Waffe von Allahs Gesandtem befindet, möge Allah ihn und seine Familie segnen, sie wird nicht in Erscheinung treten, bis unser al-Qa 'im2 der Ahl-ul-Bait erscheint. Das weiße Futteral ist das Gefäß, in dem sich die Thora von Moses (a.), das Evangelium von Jesus (a.), die Psalmen von David (a.) und die (sonstigen) früheren Bücher Allahs befinden. Die Schriftensammlung (mushaf) von Fatima (a.) enthält alle Ereignisse (die stattfinden werden) und die Namen aller Herrscher (die an der Macht sein werden), bis die "Stunde" kommt. Das (Dokument) al-Dschami'a ist ein Buch, dessen Länge siebzig Ellen beträgt und welches der Gesandte Allahs (s.) von seinem eigenen Munde diktierte und Ali ibn Abu Talib (a.) mit eigener Hand niederschrieb. Bei Allah, es enthält alles, was die Menschen bis zum Tage der Auferstehung benötigen, selbst einschließlich der Entschädigungszahlung für Verletzung und (ob) die Auspeitschung oder die Hälfte der Auspeitschung (angemessen ist). "3
Er pflegte über sich und seinen Vater (a.) zu sagen: "Meine Überlieferung ist die Überlieferung meines Vaters; die Überlieferungen meines Vaters sind die Überlieferungen meines Großvaters; die Überlieferungen meines Großvaters sind die Überlieferungen von Ali ibn Abu Talib, dem Fürsten der Gläubigen; die Überlieferungen von Ali, dem Fürsten der Gläubigen sind die Überlieferungen des
1 Al-Saffar überliefert Ähnliches in seinen "Basa'ir": 261/23, al-Tabari in „Dala'il al-Imamah":137; und Ibn Schahraschub überliefert es in seinen „Manaqib":4:226.
2 Gemeint ist Imam Mahdi (a.), (Anm. d. Übers.)
3 Kulaini überlieferte es gekürzt in "al-Kafi": 1:207/3; und al-Saffar in "Basa'ir al-Daradschat": 338/2.
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Abu Hamza al-Thumali überlieferte von Abu Abdillah Dscha'far ibn Muhammad (a.): "Ich hörte ihn sagen: 'Die (Gesetzes-)Tafeln Mose (a.) sind bei uns, und wir haben den Stab Moses. Wir sind die Erben der Propheten'". 2
Mu'awiya ibn Wahab überlieferte von Said al-Simman: "Ich war bei Abu Abdillah (a.), als zwei Männer von den Zaiditen eintraten und zu ihm sprachen: 'Ist unter euch ein Imam, dem zu gehorchen verpflichtend ist?' (Der Imam) antwortete: 'Nein.' Sie sagten: 'Verlässliche (Männer) haben mir von dir berichtet, dass du behauptest, derjenige (der Imam) zu sein', und sie nannten einige Leute, 'es sind fromme und ehrenhafte Leute, und sie sind keine Lügner.' Abu Abdillah (a.) wurde zornig und sagte: 'Ich habe es ihnen nicht befohlen.' Als sie den Zorn in seinem Gesicht sahen, gingen sie hinaus. Da sagte er zu mir: 'Kennst du diese beiden?' Ich antwortete: 'Ja, sie gehören zu unserem Markt. Sie sind Zaiditen und sie behaupten, dass Abdullah ibn al-Hassan das Schwert des Gesandten Allahs (s.) hat.' Er erwiderte: 'Sie haben gelogen, Allahs Fluch auf sie. Bei Allah, Abdullah ibn al-Hassan hat es (das Schwert) nicht mit seinen beiden Augen noch mit einem von ihnen gesehen. Oh Allah, nicht (einmal) sein Vater hat es gesehen, außer dass er es bei Ali ibn al-Hussain (a.) sah. Wenn sie wahrhaftig sind, dann (frage sie) nach dem Zeichen auf dem Heft und nach der Markierung auf der Klinge. Ich habe das Schwert des Gesandten Allahs (s.). Ich habe die Rüstung des Gesandten Allahs (s.). Ich habe das Banner des Gesandten Allahs (s.) sowie seinen Brustschild und seinen Helm, und wenn sie wahrhaftig sind, (frage sie) nach dem Zeichen auf der Rüstung des Gesandten Allahs (s.). Wahrlich, das siegreiche Banner des Gesandten Allahs ist bei mir, und bei mir sind die Tafeln des Mose und sein Stab, und bei mir ist der Ring Salomons, Sohn des David, sowie das Becken, in dem Moses zu opfern pflegte. Ich habe (auch das Wissen) über den (größten) Namen (Allahs), den der Gesandte Allahs (s.) zwischen die Muslime und die Götzendiener zu stellen pflegte, so dass (wenn er das tat) kein Pfeil der Götzendiener die Muslime erreichte. Ich habe dasselbe, was die Engel gebracht haben. Wir haben die Waffen, genauso wie die Israeliten die Bundeslade. Den Israeliten wurde das Prophetentum in jedes Haus gebracht, an dessen Tür sich die Bundeslade befand, und wem von uns die Waffen zuteil werden, dem wird das Imamat gegeben. Mein Vater hatte die Rüstung des Gesandten Allahs (s.) angelegt, und sie zeichnete Spuren auf die Erde. Als ich sie anlegte, (war es) genauso (wie bei meinem Vater). Der sich Erhebende von uns (al-Qa'im) wird sie ausfüllen3 (so dass sie ihm genau passt), so Allah will'. 1
1 „Al-Kafi":1:42:14.
2 „Al-Kafi": 1:180/2; "Basa'ir al-Daradschat": 203/32; "Manaqib" von Ibn Schahraschub:4:276.
3 Hier kommt anscheinend zum Ausdruck, dass die früheren Imame die Rüstung zwar anzogen, sie ihnen aber zu groß war, so dass sie „Spuren in der Erde" hinterließen, und erst der 12. Imam die Rüstung und damit die verbliebene Aufgabe, ausfüllen wird
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Abd-al-A'la ibn A'yan überlieferte: „Ich hörte Abu Abdillah (a.) sagen: ,Bei mir sind die Waffen des Gesandten (s.), (doch) ich kämpfe nicht damit.' Dann sagte er: , Diese Waffen sind geschützt, denn wenn sie dem Schlechtesten der Geschöpfe Allahs gegeben würden, wäre es das Beste für ihn.' Dann sagte er: , Diese Sache (das Tragen der Waffen des Propheten im Krieg) kommt demjenigen zu, für den Zügel geflochten werden (wenn Männer für ihn reiten), wenn es Allahs Wille ist, wird er in Erscheinung treten. Dann werden die Leute sagen: , Was war das,
'S
was erschienen ist?' Und Allah wird Seine schützende Hand über ihn halten.' "
Omar ibn Aban berichtete: „Ich fragte Abu Abdillah (a.), was die Leute darüber sagten, dass Umm Salama (r.) eine versiegelte Schrift überreicht worden war. Er erwiderte: ,Als der Gesandte Allahs (s.) starb, erbte Ali (a.) sein Wissen, seine Waffen und was es sonst gab. Dann ging es über zu Hassan (a.) und dann zu Hussain (a.).' Ich fragte: 'Gingen (die Sachen) auch zu Ali ibn Hussain, dann zu seinem Sohn, und schließlich zu dir?' - ,Ja,' antwortete er." 3
Die Berichte in dieser Bedeutung sind zahlreich, (doch) diejenigen, die wir angeführt haben, sind ausreichend für das, was wir aufzuzeigen versuchen, inschaallah.
Auszüge von Berichten über Abu Abdillah Dscha far ibn Muhammad al-Sadiq (a.),und von seinen Worten
Ich fand (dieses) in der Handschrift von Abu al-Faradsch Ali ibn al-Hussain ibn Muhammad al-Isfahani in dem Text seines bekannten Buches Maqatil al-Talibiyyin (die Martyrien (der Familie von Abu)Talib:
Omar ibn Abdillah al-Ataki berichtete mir, Omar ibn Schabba berichtete uns, al-Fadhl ibn Abdurrahman al-Haschimi und ibn Daha sagten uns, Abu Zaid (Omar ibn Schabba) sagte mir (auch), Abd ar-Rahman ibn Omar und ibn Dschabala berichteten mir, al-Hassan ibn Ayyub, Gefolgsmann der Banu Numair, berichtete von Abd al-'Ala ibn A'yan, Ibrahim ibn Muhammad ibn Abi al-Kiram al-Dscha'fari sagte mir, von seinem Vater, Muhammad ibn Yahya berichtete mir von Abdullah ibn Yahya, 'Isa ibn Abdullah ibn Muhammad ibn Omar ibn Ali sagte mir von seinem Vater, und die Berichte von einigen sind eingegangen in die der anderen:
1; "Basa'iral-Daradschat":194/2. 2; „Basa'ir al-Daradschat": 204/3 3 „Al-Kafi": 1:183/8; „Basa'ir al-Daradschat": 206/45.
2 „Al-Kafi": 1:182/2; „Basa'ir al-Daradschat": 204/39.
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Eine Gruppe der Bani Haschim versammelten sich in Abwa, und unter ihnen war Ibrahim ibn Muhammad ibn Ali ibn Abdillah ibn Abbas, sowie Abu Dscha'far al-Mansur, Salih ibn Ali, Abdullah ibn al-Hassan, seine beiden Söhne Muhammad und Ibrahim, Muhammad ibn Abdillah ibn Omar und ibn Uthman, und Salih ibn Ali sagte: "Ihr wisst, dass ihr diejenigen seid, auf die die Menschen ihr Augenmerk richten und dass Allah euch an diesem Ort versammelt hat. So schwört einem Mann unter euch den Treueid, den ihr ihm (mit Hingabe) von euch gewähren sollt, und bindet euch daran, bis Allah euch den Sieg verleiht, und Er ist der beste Bringer des Sieges. " Abdullah ibn al-Hassan lobpries Allah. Dann sagte er: „Ihr wisst, dass dieser mein Sohn der Mahdi ist. So kommt, lasst und ihm den Treueid schwören. " Da sagte Abu Dscha'far: „ Warum betrügt ihr euch selbst? Bei Allah, ihr wisst, dass es niemanden gibt, zu dem die Menschen schneller eilen und dem sie schneller antworten würden als diesen Mann ", und er meinte damit Muhammad ibn Abdillah. „ Du hast die Wahrheit gesprochen ", sagten sie, „ das ist derjenige, den wir erkennen." Da schworen sie alle Muhammad den Treueid und nahmen ihn bei der Hand.
Isa berichtete: „Abdullah ibn al-Hassans Botschafter kam zu meinem Vater und sagte: ,Komm zu uns, denn wir haben uns für eine (wichtige) Sache versammelt, und er übersandte darüber (Informationen) zu Dscha'far ibn Muhammad (a.).'" Jemand anderer als Isa1 berichtete: „Abdullah ibn al-Hassan sagte zu allen, die anwesend waren: 'Wünscht euch Dscha'far nicht (hierher), denn wir fürchten, dass er Unstimmigkeiten unter euch in eurer Angelegenheit verursachen könnte. ’"
Isa ibn Abdullah ibn Muhammad berichtete: „Mein Vater schickte mich, um zu sehen, wozu sie sich versammelt hatten, so ging ich zu ihnen.(Dscha'far ibn Muhammad (a.) schickte Muhammad ibn Abdullah al-Arqat ibn Ali ibn al-Hussain. Wir gingen zu ihnen.) Muhammad ibn Abdullah betete auf einer gefalteten Kamelsatteldecke, und ich sagte zu ihnen:
Mein Vater hat mich zu euch geschickt, damit ich euch frage, warum ihr euch versammelt habt.' Abdullah erwiderte: , Wir haben uns versammelt, um dem Mahdi Muhammad ibn Abdullah den Treueid zu schwören.' Und Dscha'far ibn Muhammad (a.) kam, und Abdullah ibn Hassan machte ihm neben sich Platz Er wiederholte, was er zuvor gesagt hatte. Dscha'far sagte: , Tut das nicht, denn die Zeit für dieses (d.h. für die Ankunft des Mahdi) ist noch nicht gekommen. Wenn du (d.h. Abdullah) diesen deinen Sohn für den Mahdi hältst, er ist es nicht, noch ist die Zeit für ihn (d.h. den Mahdi), und selbst, wenn du ihn aufstehen lassen willst im Zorn um Allahs Willen, damit er Gutes gebietet und Schlechtes verwehrt - bei Allah, (nur) weil du einer unserer angesehenen Ältesten bist, werden wir nicht zulassen, dass du deinem Sohn den Treueid schwörst.'
1 Das ist Abdallah al-'Ala, wie in „Maqatil al-Talibiyyin" erklärt wurde.
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Da wurde Abdullah böse und sagte: ,Ich weiß, dass das Gegenteil von dem, was du sagst, (der Fall ist), und, bei Allah, Allah hat dich nicht mit Seinem Verborgenen bekannt gemacht, vielmehr bringt dich der Neid gegen meinen Sohn dazu (zu dieser Einstellung).' - ,Bei Allah, das ist es nicht, was mich dazu bringt, a-ber (es sind) dieser, seine Brüder, seine Söhne und andere (außer ihnen).' Dann klopfte er mit seiner Hand auf den Rücken von Abu Abbas, dann auf die Schulter von Abdullah ibn al-Hassan und sagte: , Wahrlich, es (das Kalifat) ist nicht für dich und nicht für deine beiden Söhne, sondern es ist für sie (d.h. die Abba-siden), und deine beiden Söhne werden getötet werden.' Dann erhob er sich und lehnte sich auf den Arm von Abd-al-'Aziz ibn Imran al-Zuhri, er fuhr fort: ,Seht ihr den Besitzer des gelben Tuches? (Er meinte Abu Dschafar al-Mansur).' -,Ja,' antwortete er. Er sagte: ,Bei Allah, (wir haben eine Prophezeiung), dass er (Abu Dschafar) ihn (Muhammad ibn Abdullah) töten wird.' Abdulaziz fragte ihn: , Wird er Muhammad töten?' Er antwortete: ,Ja.' Ich sagte zu mir selbst: ,Bei dem Herrn der Kaaba, er ist neidisch auf ihn.' Aber dann, bei Allah, ich hatte diese Welt nicht verlassen, bevor ich ihn sie beide habe töten sehen."
Als Dschafar das sagte, standen die Leute auf und zerstreuten sich. Abd-as-Samad und Abu Dschafar folgten ihm und sagten: ,Abu Abdillah, sagst du das wirklich?' Er sagte: ,Ja, das sage ich, bei Allah, und ich weiß es. ’"
Abu al-Faradsch berichtete, Ali ibn AI-Abbas al-Maqani'i berichtete mir, Bak-kar ibn Ahmad informierte uns, al-Hassan ibn al-Hussain, von Anbasa ibn Bid-schas al-Abid, der uns sagte:
„Immer, wenn Dschafar ibn Muhammad (a.) Muhammad ibn Abdullah ibn al-Hassan sah, flossen seine Augen von Tränen über, dann sagte er: ‘Mein Leben für ihn (würde ich opfern).' Die Leute sagen, dass er (der Mahdi ist, obwohl er) getötet werden wird. Er ist (aber) nicht (erwähnt) in dem Buche Alis (a.) unter der Kalifen der Umma."1
Diese (zweite Überlieferung) ist (genauso) berühmt wie die vorherige, und die Gelehrten haben keinen Meinungsunterschied über die Richtigkeit von beiden. Sie weisen alle beide klar auf das Imamat von Abu Abdillah al-Sadiq (a.) hin. In der Tat wurden von ihm Wunder vollbracht, um damit Dinge bekannt zu machen, die unbekannt waren, und um die Existenz von Dingen aufzuzeigen, (noch) bevor sie ins Leben gerufen wurden, wie auch die Propheten (a.) (solche Dinge) anzusagen pflegten, denn dieses gehörte zu den Anzeichen und Merkma-
1 „Maqatil al-Talibiyyin": 205-208, ein weiteres Mal überliefert er es unter Punkt „S": 253-257, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":46:187/35 und 47:276/18.
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len ihres Prophetentums und ihrer Aufrichtigkeit (, mit der sie) über ihren Herrn (s.t.1) (sprachen).
Abul-Qasim Dscha'far ibn Muhammad ibn Qulawaih berichtete mir, von Muhammad ibn Ya'qub al-Kulaini, von Ali ibn Ibrahim ibn Haschim, von seinem Vater, von einer Gruppe von seiner Männern (d.h. Lehrer), von Yunus ibn Ya'qub, welcher sagte: „Ich war bei Abu Abdillah al-Sadiq (a.), als ein Syrer zu ihm eintrat, wobei dieser sprach: ,Ich bin ein Gelehrter der Theologie, des (islamischen) Rechts (fiqh) und des Erbrechts (fara'idh), und ich bin gekommen, um mit deinen Anhängern zu diskutieren.' Da fragte ihn Abu Abdillah (a.): , Stammt deine Theologie vom Gesandten Allahs (s.) oder von dir?' Er antwortete: ,Einiges davon ist vom Gesandten Allahs, und einiges davon ist von mir.' Da fragte ihn Abu Abdillah (a.): ,Dann bist du also Teilhaber des Gesandten Allahs (s.)?!' Er antwortete: ,Nein,' und er (Abu Abdillah, a.) fragte (weiter): ,So hast du die Offenbarung (direkt) von Allah gehört?', und er antwortete (wiederum) ,Nein', daraufhin fragte (Abu Abdillah, a.): ,1st Gehorsam dir gegenüber Pflicht wie der Gehorsam gegenüber dem Gottesgesandten? ' Er (der Syrer) antwortete (erneut) mit,Nein'. Da wandte sich Abu Abdillah (a.) an mich und sagte: , Yunus ibn Ya 'qub, dieser hat sich schon selbst widerlegt, noch bevor er zu diskutieren begonnen hat.' Dann sagte er: , Yunus, wenn du gut wärst in Theologie, dann solltest du zu ihm sprechen. ’"
Yunus erzählte (weiter): „Wie traurig das war, denn ich sagte zu ihm: ,Möge ich dein Opfer sein, ich hörte, dass du verboten hast, (an) theologischen Diskussionen (teilzunehmen), indem ich dich sagen hörte: , Wehe den Theologen, die sagen: , Dieses folgt (daraus), und jenes folgt nicht (daraus), und dieses bedingt (etwas) und jenes bedingt (es) nicht, und dieses akzeptieren wie als vernünftig und jenes nicht.' Abu Abdillah sagte: 'Ich habe (damit) nur gesagt: ’Wehe einem Volk, das mein Wort unbeachtet lässt und sich seinen eigenen Wünschen hingibt.'
Daraufhin sagte er zu mir: , Geh hinaus zur Tür und schau, wen du von den Theologen siehst, und bringe ihn herein.' Ich ging hinaus und fand Humran ibn A'yan, der gut in Theologie war, und Muhammad ibn Nu man al-Ahwal, der ein Theologe war, und Hischam ibn Salim und Quais ibn al-Massir, (auch) beide Theologen. Ich brachte sie (alle) zu ihm. nachdem er uns in der Sitzung hatte Platz nehmen lassen wir waren in einem Zelt Abu Abdillahs (a.) auf der Spitze eines Berges am Rande des Heiligtums (Haram in Mekka), und es war einige Tage vor der Pilger-Zeit (Hadsch) Abu Abdillah (a.) streckte seinen Kopf aus dem Zelt. Da kam ein Kamel dahergetrabt, und er rief: , Hischam, beim Herrn der Kaaba! '2. Wir glaubten, dass es Hischam, einer der Söhne Aqils war, der
1 subhanahu wa ta'alah - gepriesen sei Er, der Erhabene (Anm. d. Übers.)
2 Imam Sadiq (a.) rief Hischam ibn al-Hakam zu sich ins Zelt (Anm. d. Übers.).
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Abu Abdillah (a.) sehr liebte, aber es war Hischam ibn al-Hakam, der kam. Er hatte (erst) die ersten Spuren von einem Bart (in seinem Gesicht), und jeder von uns war älter als er. Abu Abdillah (a.) machte für ihn Platz und sagte: , (Hier ist) jemand, der uns hilft mit seinem Herzen, seiner Zunge und seiner Hand.' Er befahl Humran: ,Debattiere mit dem Mann ', das heißt mit dem Syrer. Humran diskutierte mit ihm und besiegte ihn. Da befahl Abu Abdillah (a.): , Taq (Muhammad ibn Nu 'man), diskutiere mit ihm ', und Muhammad ibn Nu'man diskutierte mit ihm und besiegte ihn. (Abu Abdillah) sagte: ,Hischam ibn Salim, diskutiere mit ihm ', und sie beide (Hischam und der Syrer) diskutierten. (Das gleiche) sagte er zu Qais al-Massir, und er diskutierte mit ihm, und Abu Abdillah (a.) begann zu lächeln über die Diskussion der beiden, und der Syrer hatte durch ihn (Hischam ibn Salim) eine Niederlage erlitten. Er sagte zu dem Syrer: , Diskutiere mit diesem Jungen (Hischam ibn al-Hakam)'. - ,Ja\ erwiderte der Syrer und sagte: Junger Mann, frage mich über das Imamat dieses (Mannes)’, d.h. über Abu Abdillah (a.). Hischam wurde so zornig, dass er zitterte, dann fragte er: ,Du, sage mir, ist es der Herr, Der für Seine Geschöpfe sorgt, oder sorgen sie für sich selbst?' Der Syrer antwortete: , Wahrlich, mein Herr sorgt für Seine Geschöpfe. ' - (Hischam fragte:) , Was tut Er, um für ihre Religion zu sorgen?' -(Der Syrer erwiderte:) ,Er erlegte ihnen (Pflichten) auf und gab ihnen ein Argument (hudscha) und einen Beweis (dalil) für die Dinge, die Er ihnen auferlegt hat und entfernte (alle) Schwächen (die sie haben könnten) darüber.' Da fragte ihn Hischam: , Was ist der Beweis, den Er für sie errichtet hat?' - Der Syrer antwortete: ,Das ist der Gesandte Allahs (s.).' - Hischam: , Und wer ist es nach dem Gesandten Allahs?' - Der Syrer: ,Das Buch und die Sunna.' - Hischam: , Nützen uns heute das Buch und die Sunna in den Dingen, in denen wir verschiedener Meinung sind, so dass die Meinungsverschiedenheiten aufgehoben werden von uns und wir übereinkommen können?' - ,Ja', antwortete der Syrer. Da sagte Hischam: ,Dann unterscheiden wir uns, so dass du von Syrien zu uns gekommen bist, um mit uns zu streiten? Du behauptest, dass das persönliche Urteil (ra'y) die (richtige) Methode für die (Festsetzung der Praktiken) Religion ist, während du zugibst, dass das persönliche Urteil (ra'y) die Menschen, die unterschiedlicher Meinung sind, nicht in einer Lehrmeinung zusammenbringt.' Da schwieg der Syrer, als ob er nachdachte. Da fragte ihn Abu Abdillah (a.): , Was ist mit dir, dass du nicht diskutierst?' - Er (der Syrer) erwiderte: ,Wenn ich sagen würde, dass wir keine Meinungsverschiedenheit haben, dann wäre ich hartnäckig, und wenn ich sagen würde: ,Das Buch und die Sunna heben unsere Differenzen auf, dann wäre ich der falschen Ansicht, denn beide lassen (unterschiedliche) Interpretationen zu, jedoch ich hätte dasselbe (Argument) gegen ihn.'
, Dann frage ihn ', sagte Abu Abdillah (a.), ,du wirst ihn kompetent finden.' Der Syrer fragte Hischam: , Wer sorgt für die Geschöpfe, ihr Herr oder sie (für) sich selbst? ' - Hischam antwortete: ,In der Tat sorgt ihr Herr für sie.' - Der Syrer
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fragte: ,Hat Er jemanden eingesetzt, der ihre Lehrmeinung(en) in Übereinstimmung bringt, die ihre Uneinigkeit aufhebt und ihnen die Wahrheit und das Falsche klarmacht?' - ,Ja', sagte Hischam. , Wer ist das?', fragte der Syrer. Hi-scham erwiderte: ,Am Anfang der Scharira (religiöse Gesetzgebung) war es der Gesandte Allahs (s.), aber nach dem Propheten war es jemand anderes.' - , Wer ist derjenige außer dem Propheten (s.),' fragte der Syrer, ,der dessen Stellung einnahm (al-qa'imu maqamahu) und Sein (Allahs) Beweis war?' - ,In unserer Zeit oder vorher?' fragte Hischam (zurück). ,In der jetzigen Zeit ', antwortete der Syrer. - , Dieser Mann, der hier sitzt - Abu Abdillah (a.) - ist derjenige, zu dem du gereist bist, er bringt uns Kunde vom Himmel, als Erbe von Vater und Großvater '.
Da sagte der Syrer: , Wie kann ich das wissen (dass es wahr ist)? ' - ,Frage ihn (irgendetwas), was dir passiert ist,' sagte Hischam. Der Syrer erwiderte: ,Du hast meine Argumente entkräftet, aber ich habe (immer noch) eine Frage.' Abu Abdillah (a.) antwortete: ,Ich werde dich vom (gegenseitigen) Ausfragen erlösen, Syrer, und ich werde dir über deinen Weg und deine Reise berichten. Du machtest dich an dem und dem Tag auf den Weg, Dein Weg war so und so, du gingst durch da und dort, und dieser und jener (Mann ging) an dir vorbei.' Jedes Mal, wenn er (Abu Abdillah, a.) etwas von seiner Angelegenheit sagte, sagte der Syrer: ,Bei Allah, du hast die Wahrheit gesprochen', dann sagte er (der Syrer) zu ihm (a.): ,In diesem Moment (erst) habe ich mich Allah (richtig) ergeben (aslamtu).' Abu Abdillah (a.) antwortete: , Vielmehr hast du in diesem Moment an Allah geglaubt (amanta), denn Islam (Ergebung) kommt vor Iman (Glaube), auf (der Basis von) dem Islam arrangiert man Erbe und Heirat, und auf (der Basis von) dem Glauben wird man belohnt.' Da sagte der Syrer: ,Du hast die Wahrheit gesprochen, und ich bezeuge in diesem Moment, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad (s.) Sein Gesandter ist und dass du der (jetzige) Erbe (wasi) der Erben (des Imamats) bist (ernannt von Allah).'
Abu Abdillah (a.) näherte sich Humran ibn A'yan und sagte: ,Humran, wende die Theologie auf Basis des traditionellen Wissens (athar) an, und du wirst im Recht sein.' Dann wandte er sich an Hischam ibn Salim und sagte: ,Du willst traditionelles Wissen (athar) (anwenden), aber du weißt nicht(s darüber) ', danach wandte er sich an al-Ahwal: ,Du bist der Mann, der den Analogieschluss (qiyas) gebraucht und hinterlistig ist. Du widerlegst etwas Falsches (batil) mit (etwas anderem) Falschem, nur dass dein falsches (Argument) offensichtlicher ist.' Dann wandte er sich zu Qais al-Massir und sagte: , Wenn du diskutierst, dann, je näher du zu den Aussprüchen (chabar) der Gesandten Allahs (s.) bist, desto weiter bist du davon entfernt. Du vermischt das Wahre mit dem Falschen, ein wenig Wahrheit genügt für vieles Falsche, du und al-Ahwal seid geschickte Springer (Redner).'
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Da bemerkte Yunus ibn Ya'qub: „Bei Allah, ich dachte, er würde zu Hischam etwas Ähnliches sagen wie zu den (anderen) beiden, jedoch er (Abu Abdillah (a.)) sagte: ,Hischam, du wirst kaum fallen, denn du biegst deine Füße (wie ein Vogel), wenn du im Begriff bist, auf die Erde zu fallen, dann fliegst du, jemand wie du soll mit den Leuten debattieren. Hüte dich vor dem Ausgleiten, und die Fürsprache (schafa'a) wird mit dir sein. ’" 1
Dieser Bericht, zusammen mit dem, was er an rationalen Beweisen und Hinweisen auf das Imamat enthält, umfasst auch die Wunder Abu Abdillahs (a.) im Hinblick auf die Berichte über das Verborgene, wie die beiden vorhergehenden Berichte, und er stimmt mit ihnen beiden in der Bedeutung des Beweises überein.
Abul-Qasim Dscha'far ibn Muhammad al-Qumi berichtete mir von Muhammad ibn Ya'qub al-Kulaini, von Ali ibn Ibrahim ibn Haschim, von seinem Vater, von Abbas ibn Omar al-Faqimi: Ibn Abu Audscha', ibn Talut, ibn A'ma und ibn al-Muqaffa' waren mit einer Gruppe von Zindiqs in der Heiligen Moschee während der Pilgerzeit versammelt. Abu Abdillah Dscha'far ibn Muhammad (a.) gab dort für die Leute Rechtsgutachten (Fatwas), erklärte ihnen den Quran und beantwortete ihre Fragen mit Argumenten und Beweisen. Die Gruppe sagte zu ibn Abu al-Audscha': ,Kannst du diesen Mann, der hier sitzt, zu einem Fehler verleiten und ihn etwas fragen, was ihn vor denen, die um ihn versammelt sind, beschämt? Denn du siehst die Faszination, die für die Leute von ihm ausgeht, er ist der Gelehrteste seiner Zeit' - ,Ja\ erwiderte ibn Abu al-Audscha', und er fragte: , Abu Abdillah, die Versammlungen sind Dinge, die anvertraut sind (amana), und zweifellos, jeder, der (das Bedürfnis zu) Husten hat, hustet (dich an), so erlaubst du mir, eine Frage zu stellen?' 2 - ,Frage, wenn du willst', sagte Abu Abdillah (a.). Ibn Abu al-Audscha' fragte ihn: ,Wie lange wollt ihr auf diese Dreschtenne treten und bei diesem Stein Zuflucht suchen? Wie lange wollt ihr dieses Haus aus Ziegeln und Lehm anbeten und darum umhereilen wie ein scheuendes Kamel?! Wer darüber nachdenkt und abwägt, wird wissen, dass das die Tat eines (Mannes) ohne Weisheit und Einsicht ist, so erkläre (es), da du führende Repräsentant (wörtlich: "Haupt und Höcker") in dieser Angelegenheit bist, und dein Vater war deren Grundlage und Ordnung.' - , Derjenige, den Allah irregeführt und sein Herz hat erblinden lassen', erwiderte al-Sadiq (a.), findet die Wahrheit ungenießbar und wird ihre Süße nicht kosten. Satan ist zu seinem Führer und Herrn geworden, er führt ihn zu den Quellen der Zerstörung, und dies ist ein Haus, mit dem sich Allah Seine Geschöpfe dienstbar gemacht hat, um ihren Gehorsam im Kommen dorthin zu prüfen. So hat Er sie angehalten, es zu verherrlichen und zu besuchen. Er hat es zur Gebetsrichtung (qibla)
1 „Al-Kafi": 1:130/4; Ibn Schahraschub erwähnte es gekürzt in „al-Manaqib":4:243, und al-Tabrassi überlieferte es in „al-Ihtidschadsch": 364 genauso, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":48:203/7.
2 Der Fragende will in verächtlicher Weise zum Ausdruck bringen, dass wohl jeder in jener Versammlung den Imam befragen kann, so dass auch ihm die Gelegenheit gegeben werden sollte (Anm. d. Übers.)
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der zu Ihm Betenden gemacht, es ist ein Teil Seiner Zufriedenheit und ein Weg, der zu Seiner Vergebung führt. Es ist auf dem Niveau der Vollkommenheit errichtet, auf dem Sammelpunkt von Größe und Macht. Er schuf es vor der Ausbreitung der Erde über zweitausend Jahre, und Derjenige, Der am würdigsten ist, dass Seinen Befehlen gehorcht wird und von dem von ihm getadelten Abstand genommen wird, ist Allah, Der Ruhmreiche und Mächtige, der Schöpfer der Seelen und der Gestalten.' Ibn Abu al-Audscha' erwiderte: ,Du, Abu Abdil-lah, hast (nur) gesprochen und auf jemanden hingewiesen, der nicht anwesend ist.' Daraufhin sagte al-Sadiq (a.): , Wehe dir! Wie kann jemand, Der mit Seinen Geschöpfen anwesend und zu ihnen näher steht als die Halsschlagader, von uns abwesend sein?! Er hört ihre Worte und kennt ihre Geheimnisse, kein Ort ist frei von Ihm, kein Ort ist von Ihm besetzt, Er ist nicht einem Ort näher als einem anderen. Auf diese Weise geben Seine Werke von Ihm Zeugnis, und Seine Taten weisen auf Ihn hin. Derjenige, den Er mit präzisen Zeichen und klaren Beweisen berufen hat, Muhammad (s.), brachte uns diesen Gottesdienst (der Pilgerriten). Wenn du über irgendeinen Seiner Befehle Zweifel hegst, so frage mich danach, und ich werde es dir erklären.' Ibn Abu al- Audscha' war verblüfft und wusste nicht, was er sagen sollte. Er wandte sich von ihm (Imam Sadiq, a.) ab und sagte zu seinen Gefährten: ,Ich bat euch, etwas Wein (chamra) für mich zu finden (= etwas, um mich zu vergnügen), und ihr warft mich auf eine brennende Kohle (dschamra)1.' Sie sagten: , Schweig, bei Allah, du hast uns gedemütigt mit deiner Verwirrtheit. Wir sahen niemand Verächtlicheren als dich in dieser Versammlung. ' - ,Das sagt ihr zu mir?!,' erwiderte er (d.h. ibn Abu al-Audscha'), 'er ist (doch nur) der Sohn eines Mannes, der denen, die ihr seht, die Köpfe rasierte '2, und er wies mit der Hand auf die Pilger."3
Es wurde überliefert: Abu Schakir al-Daysani war eines Tages in einer Versammlung von Abu Abdillah (a.) und sagte zu ihm: „Du bist einer der strahlenden Sterne, deine Vorväter waren (strahlend wie) der Vollmond und deine Mütter (d.h. weibliche Vorfahren) waren gute Gattinnen, schön an Gestalt und Moral. Deine Abstammung ist von den Edelsten. Wenn Gelehrte erwähnt werden, dann wirst du an erster Stelle genannt. So sage mir, du überfließendes Meer (des Wissens), was die Darlegung für die Erscheinung der Welt ist? ". Abu Abdillah (a.) antwortete: „Die naheliegendste Darlegung ist das, was ich dir (jetzt) sage ", dann rief er nach einem Ei (dass ihm gebracht wurde), legte es auf seine Handfläche und sagte: „Dies ist eine kompakte Festung, innen ist eine dünne Haut, und das, was von ihr umgeben wird, ist wie flüssiges Silber und schmelzendes Gold. Zweifelst du daran?" Abu Schakir erwiderte: „Daran ist kein
1 Im Arabischen ist diese Gegenüberstellung aufgrund der Ähnlichkeit der Worte „chamra" und „dschamra" besonders wirkungsvoll (Anm. d. Übers.).
2 Das Rasieren der Kopfhaare beim Mann ist ein Teil der Pilgerriten (Anm. d. Übers.)
3 Einen Teil davon überlieferte al-Kulaini in „al-Kafi":4:197/1; und al-Saduq überlieferte es in „al-Amali":493/4, „al-Illal":403/4; al-Tabrassi in „al-Ihtidschadsch": 335, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":10:209/11.
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Zweifel" - „Dann spaltet es sich ", sagte Abu Abdillah (a.) „ (und zeigt sich) als eine Form wie ein Pfau. Ist daher etwas anderes darin (ins Ei) eingedrungen, als du wusstest (das es schon darin war)? " - „Nein ", antwortete er (Abu Scha-kir). Al-Sadiq (a.) sagte: „Dies ist also die Darlegung für das Erscheinen der Welt. " Da sagte Abu Schakir: „Abu Abdillah, du hast (es) dargelegt und erklärt, und du hast es gut und kurz und bündig gesagt. Du wusstest, dass wir nichts akzeptieren, was wir nicht mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören, mit unseren Mündern schmecken, mit unseren Nasen riechen oder mit unserer Haut berühren. " - Da sagte Abu Abdillah (a.): „Du hast die fünf Sinne erwähnt, und sie nützen zur Entdeckung (von Dingen) nur durch eine Darlegung, so wie die Dunkelheit durch nichts als eine Lampe beseitigt werden kann. "1 Was er (Abu Abdillah ,a.) damit meinte, war, dass die Sinne ohne Verstand nicht zur Erkenntnis der verborgenen Dinge führen, und dass das, was er gezeigt hatte vom Erscheinen einer Gestalt, etwas Rationales war, dessen Erkenntnis ('ilm) auf sinnlicher Wahrnehmung beruht.
„Ich fand das (notwendige) Wissen aller Menschen in vier (Aspekten zusam-mengefasst):
1. Du musst deinen Herrn kennen,
2. Du musst wissen, was Er für dich getan hat,
3. Du musst wissen, was Er von Dir will,
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4. Du musst wissen, was dich aus deiner Religion austreiben könnte.
Diese (vier) Teile umfassen die Erfordernisse, die bekannt sein sollten, denn die erste Pflicht eines (Gottes-)Dieners ist es, seinen Herrn zu kennen - Gepriesen und Gelobt sei Er. Wenn er weiß, dass er einen Gott hat, dann muss er wissen, was Er für ihn getan hat. Wenn er weiß, was Er für ihn getan hat, (dann) bekommt er Kenntnis von Seinen Segnungen. Wenn Er Seine Segnungen kennt, muss er Ihm danken. Wenn er seinen Dank ausführen will (mit Taten), muss er wissen, was Sein Wille ist, damit er Ihm mit Tat(en) gehorsam ist (sein kann). Wenn (er weiß, dass) Gehorsam zu Ihm notwendig ist, muss er wissen, was ihn von seiner Religion abbringen (könnte), so dass er es vermeidet und (auf diese Weise) seinen Gehorsam gegenüber seinem Herrn (sowie) den Dank für Seine Segnungen reinhält. "
1 Al-Saduq überlieferte es in „al-Tauhid": 292/1, mit leichter Abweichung, und al-Kulaini über lieferte einen Teil davon in „al-Kafi": 1:63/bis zum Ende von 4, und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":10:211/12.
2 „Al-Kafi": 1:40/11; „al-Chisal": 239/87.
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Er sagte zu Hischam ibn al- Hakam (r.): „Allah, Mächtig und erhaben ist Er, soll nicht mit irgendetwas verglichen werden, noch soll irgendetwas mit Ihm verglichen werden. Alles, was in den Bereich der Vorstellung fällt, ist etwas anderes als Allah. " 1
(Das folgende) ist ein (weiteres) Beispiel von seinen prägnanten Worten (Imam Sadiqs, a.) im Hinblick auf Gerechtigkeit. Er sagte zu Zurarah ibn A'yan: „ Soll ich dir eine Zusammenfassung geben über Bestimmung (qadha) und Schicksal (qadar)? " - „Ja, möge ich dein Opfer werden, " antwortete Zurarah. (Der Imam) sagte: „ Wenn der Tag der Auferstehung (gekommen) ist und Allah alle Seine Geschöpfe versammelt haben wird, wird Er sie darüber befragen (d.h. Rechenschaft verlangen), was Er ihnen aufgetragen hat, aber Er wird sie nicht darüber befragen, was (für ein Schicksal) Er für sie bestimmt hat. " 2
Eine weitere Überlieferung von ihm (a.) über Weisheit und Ermahnung. Er sagte: „Nicht jeder, der etwas zu tun beabsichtigt, ist auch in der Lage dazu, und nicht jeder, der zu etwas in der Lage ist, wird Erfolg darin haben, und nicht jeder, der (in etwas) Erfolg hat, wird es am rechten Platz tun. (Erst),wenn sich Absicht, Imstandesein, Erfolg und Richtigkeit vereinigen, dort ist das Glück vollkommen." 3
(Ein weiteres Beispiel) von Überlieferungen (von ihm, a.) hinsichtlich der Motivation, sich mit der Religion Allahs zu befassen und der Kenntnis über die Freunde (auliya') Allahs: Er sagte: „Befasst euch gut mit den Dingen, deren Unkenntnis ihr euch nicht leisten könnt, seid ehrlich zu euch selbst und kämpft gegen sie (das Unwissen), indem ihr nach dem Wissen der Dinge strebt, deren Nichtwissen für euch unentschuldbar wäre. Denn dies sind die grundlegenden Elemente der Religion Allahs, wer sie nicht kennt, der wird keinen Gewinn haben, (unabhängig davon) wie intensiv sein Streben beim Verfolgen der äußeren Form des Gottesdienstes auch sein mag. (Andererseits) wird kein Schaden über jemanden kommen, der sie kennt, sich zu ihnen bekennt mit schönem Maß. Es gibt keinen Weg für irgendjemanden außer durch die Hilfe Allahs, Dem Mächtigen, Dem Erhabenen." 4
(Eine (weitere) Überlieferung von ihm (a.) über die Motivation zur Buße (tau-ba): „Die Verzögerung der Buße (tauba) bedeutet Unachtsamkeit, das längere Hinauszögern (des Verrichtens der religiösen Pflichten) bedeutet Verwirrung (in
1 „Al-Tauhid" von al-Saduq: 80/bis zum Ende von Hadith 36; von al-Mufaddhal ibn 'Umar.
2 „Al-Tauhid" von al-Saduq: 365/2; „I'tiqadat" von al-Saduq: 71.
3 „Al-Fusul al-Muhimma" von Ibn Sabbagh: 228. 4„Kanzal-Fawa'id":2:33.
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seinem Geist zu schaffen), vor Allah Ausreden (zu suchen) bringt Vernichtung, und das Bestehen auf Sünden (führt dazu, dass) man sich vor dem Plan Allahs sicher fühlt, und nur die Verlierenden fühlen sich vor dem Plan Allahs in Sicherheit. " 1
Die Berichte über das, was von ihm (a.) überliefert wurde über Wissen, Weisheit, Rhetorik, Beweisführung, Genügsamkeit, Ermahnung und all die Zweige des Wissens sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen oder im Buch integriert zu werden. Was wir verzeichnet haben, ist für den Zweck, den wir beabsichtigen, ausreichend, und Allah bringt den Erfolg für das Rechte.
(Der Dichter) As-Sayyid Ismail ibn Muhammad al-Himyari (r.), verließ die
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Sekte „Kaysaniyya"2 , der er zuvor angehört hatte, als ihn die Information erreichte, dass Abu Abdillah (a.) diese Lehre und die Gebete für ihn (für Muhammad ibn al-Hanafiyya) leugnete, und (kehrte zurück) zur Ordnung des Imamats. Er sagte über ihn (Abu Abdillah, a., adressiert an sich selbst):
„O der du mit einem großen, starken Kamel nach Medina reitest,
und mit ihm jedes weite Land überquerst. Wenn Allah dich leitet, schaust du zu Dschafar.
So sprich zu dem Freund (wali) von Allah, dem Sohn desjenigen, der (gut) ausgebildet ist (in der Lehre von Allah):
„ Freund von Allah und Sohn Seines Freundes, ich bereue vor dem Allgnädigen und dann kehre ich um, zu Dir,
von der Sünde, in der ich zu verweilen pflegte
und immer gegen jeden kämpfte, der (die Wahrheit) zum Ausdruck brachte, Meine Worte über den Sohn von Chaula3 sollten keine Widersetzung von mir
gegen die Nachkommenschaft des Reinen sein,
Vielmehr überlieferten wir sie von den Erben Muhammads (s.),
und er log nicht, als er sagte, dass der Meister der Befehlsgewalt (wali-ul-amr4)
verschwinden und für Jahre nicht gesehen werden wird,
wie ein sich Fürchtender, der erwartetet wird. Und die Besitztümer der Vermissten werden aufgeteilt werden,
als ob seine Verborgenheit im Himmel wäre, " Und wenn du sagst; „ Nein, ", dann ist das, was du sagst, wahr,
und was du sagst, ist endgültig, ohne (meinen) Fanatismus. Ich rufe meinen Herrn zum Zeugen, dass deine Worte ein Beweis sind
für die Geschöpfe insgesamt, ob gehorsam oder sündig, Und dass er (Dschafar, a.) Meister der Befehlsgewalt (wali-ul-amr) ist,
1 „Al-Fusul al-Muhimma": 228.
2 Kaysaniyya: Eine Sekte, die behauptete, dass das Imamat Muhammad ibn al-Hanafiyya zugestanden hätte, und dass er der Testamentsvollstrecker von Ali ibn Abu Talib (a.) sei („Firaq al-Schia": 23).
3 Die Mutter von Muhammad ibn al-Hanafiyya (Anm. d. Übers.)
4 Imam Mahdi (a.) - (Anm. d. Übers.)
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und der, der sich erheben wird (al-Qa 'im), der ist,
nach dem meine Seele Ausschau hält und der mich hoch erfreut.
Er ist in einer Verborgenheit, die er zweifellos selbst verbergen wird.
Möge Allah ihn als einen Verborgenen segnen, Er wird eine Weile verweilen (in der Verborgenheit),
dann wird sein Befehl die Oberhand gewinnen, und er wird alles von Osten bis zum Westen mit Gerechtigkeit erfüllen."
Scheich Saduq (r.) überlieferte dieses Gedicht in: „Ikmal-ud-din", aber mit fünf Strophen mehr, ab.. „.. als ob seine Verborgenheit im Himmel wäre":
„Er wird eine Zeit verweilen, dann wird er als eine Quelle hervorsprudeln, wie
die Quelle des Polarsterns vom Horizont der Planeten (hervorquillt), Er wird mit der Hilfe Allahs vom Hause seines Herrn zu der Führerschaft (des
Hauses) gehen, und der Befehl ist ergangen,
Er geht zu seinen Feinden mit seinem Banner, und tötet sie wie ein erzürnter Widerspenstiger tötet, und als berichtet wurde, dass der Sohn Chaulas verborgen
ist, wandten wir ihm unser Wort zu, und wir logen nicht, Und wir sagten, er ist der Mahdi, der Qa'im, durch dessen Gerechtigkeit jeder
Verarmte leben wird."
In diesem Gedicht liegt ein Beweis für die Abkehr des Sayyid al-Himyari (r.) von der Sekte der Kaysaniyya, und dafür, dass er in al-Sadiq (a.) den Imam sah, und auch für einen klaren Aufruf von der Schia in den Tagen Abu Abdillahs (a.) sein Imamat (zu akzeptieren) sowie die Lehre der Verborgenheit des Sachwalters der Zeit (Sahib-al-Zaman, a.f.).
Es (dieses Gedicht) ist eines der Zeichen (für den Glauben von Sayyid al-Himyari), und es ist ein offenes Bekenntnis zu der Zwölfer-Schi a. (Es ist auch ein Beweis) für einen deutlichen Aufruf von der Schia , das Imamat Abu Abdillahs (a.) sowie die Verborgenheit des Imams der Zeit (imam-ul-zaman, a.) zu akzeptieren. Dieses (Gedicht) ist eines seiner Zeichen, und es ist eine klare Aussage über die (Lehre der) Zwölfer-Schi a.
Abu Abdillah (a.) hatte zehn Kinder:
1. Isma'il
2. Abdullah
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3. Umm Farwa
Die Mutter (dieser drei) war Fatima bint Hussain ibn Ali ibn Hussain ibn Ali ibn Abu Talib (a.).
4. Musa
5. Ishaq
6. Muhammad
Alle drei waren Kinder einer (ehemaligen) Sklavin.
7. Al-Abbas
8. Ali
9. Asma'
10. Fatima
Alle hatten verschiedene Mütter.
Ismail war der älteste unter seinen Brüdern, und sein Vater liebte ihn mit großer Güte und Zärtlichkeit. Einige der Schiiten waren der Ansicht, dass er (das Ima-mat) übernehmen und der Nachfolger seines Vaters werden würde, da er der älteste unter seinen Brüdern war sowie aufgrund der Zuneigung seines Vaters zu ihm. Jedoch starb er in al-Arid (ein Tal in der Nähe von Medina) während der Lebenszeit seines Vaters (a.), und er wurde auf den Schultern der Männer zu seinem Vater nach Medina getragen und auf (dem Friedhof) al-Baqi' begraben.
Es ist überliefert, dass Abu Abdillah (a.) sehr bekümmert war und ihn heftig betrauerte. Er schritt der Totenbahre barfuß voran und ohne Umhangtuch. Er ließ die Bahre vor der Beerdigung mehrmals auf die Erde niederlegen, und er enthüllte sein (Ismails) Gesicht und schaute es an. Auf diese Weise wollte er die Tatsache des Todes seines Sohnes denjenigen klarmachen, die letzteren für seinen Nachfolger hielten und um jeglichen Zweifel von ihnen zu nehmen, die ihn noch am Leben glaubten. 1
Als Ismail (r.) starb, gaben die Anhänger seines Vaters, die der Überzeugung gewesen waren, dass er (Ismail) nach ihm der Imam sein würde, ihre Meinung auf. Eine kleine Gruppe (jedoch) behauptete, dass er am Leben sei, und sie gehörten weder zu den Anhängern seines Vaters (chassa) noch zu den Überlieferern über ihn, sie waren Extremisten und Übertreiber.
Als al-Sadiq (a.) starb, machte sich ein Teil von ihnen auf, um das Imamat Mu-sas ibn Dscha'fars (a.) (als Nachfolger) nach seinem Vater (a.) zu verkünden, und die Übrigen teilten sich in zwei Gruppen: Eine Gruppe gab die Überzeugung, dass Ismail noch am Leben war, auf und erklärten seinen Sohn Muham-
1 Al-Tabrassi berichtete es in „A'lam al-Wara": 284; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:242.
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mad ibn Ismail zum Imam aufgrund ihrer Annahme, dass das Imamat seinem Vater (Ismail) zugestanden hätte, und dass ein Sohn ein größeres Anrecht darauf habe, das Imamat anzutreten, als der Bruder. Eine (andere) Gruppe hielt (an der Überzeugung) fest, dass Ismail (noch) am Leben sei, (jedoch) heute sind sie extrem selten, und niemand von ihnen, auf den hingewiesen werden könnte, ist bekannt. Diese beiden Gruppierungen werden Isma'iliten genannt.
Abdullah ibn Dscha'far war der älteste seiner Brüder nach Ismail, aber er hatte nicht die ehrenvolle Stellung bei seinem Vater wie die anderen seiner Söhne. Er wurde der Gegnerschaft der Lehren seines Vaters beschuldigt, und es hieß, dass er sich unter die Haschwiyya1 zu mischen pflegte und der Glaubensrichtung der
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Murdschi'a zuneigte. Er beanspruchte nach seinem Vater das Imamat und argumentierte, dass er der älteste unter den überlebenden Brüdern war. Eine Gruppe der Anhänger Abu Abdillahs (a.) schloss sich seiner Erklärung an, dann kehrten die meisten von ihnen später zu der Überzeugung zurück, dass sein (d.h. Abdullahs) Bruder Musa (a.) der (rechtmäßige) Imam war, als ihnen die Schwäche seiner Behauptung, die Stärke der Autorität Abu al-Hassans (d.h. Imam Musa, a.) sowie die Anzeichen und Beweise für dessen Imamat klar wurden. Eine kleine Anzahl von ihnen (jedoch) bestand auf ihrem Glauben und bekannten sich zu dem Imamat von Abdullah ibn Dscha'far. Sie sind die Sekte, die den Beinamen die Plattfüßigen (al-fathiyya) bekam, und dieser Spitzname hing ihnen an aufgrund ihrer Behauptung, dass sie Abdullah für den Imam hielten, denn dieser hatte Plattfüße3. Es heißt auch, dass sie so genannt wurden, weil derjenige, der das Imamat Abdullahs propagierte, Abdullah ibn Aftah genannt wurde.
Ishaq ibn Dscha'far (a.) gehörte zu den Leuten von (herausragendem) Verdienst, Rechtschaffenheit, Frömmigkeit und Anstrengung (auf Allahs Weg), und die Menschen überlieferten von ihm Aussprüche und Berichte. Wenn Ibn Kasib uns etwas über ihn berichtete, sagte er: „ Die zuverlässige befriedigende Quelle Ishaq ibn Dscha'far hat (es) mir gesagt. " Ishaq pflegte für das Imamat seines Bruders Musa ibn Dscha'far (a.) einzutreten, und er überlieferte durch seinen Vater die Ernennung seines Bruders Musa (a.) zum Imam.4
1 Haschwiyya: Sie waren der Meinung, dass Ali (a.), Talha und Zubair mit ihrem Krieg im Unrecht bzw. diejenigen im Recht waren, die sich von selbigen fernhielten, sich allesamt von ihnen abwandten, sich von ihnen lossagten und die Angelegenheit Allah überließen. („Firaq al-Schi'a": 15)
2 Murdschi'a: Sie waren der Ansicht, dass alle Leute der Qibla (ahl-al-qibla, gemeint sind alle Muslime) Gläubige durch ihre klare Versicherung ihres Glaubens waren. Sie ordneten die Wichtigkeit der Tat derjenigen der Absicht unter, und sie erhofften Vergebung (auch) für den widersetzlichen Gläubigen („Firaq al-Schia": 6)
3 arabisch bedeutet der Wortstamm von „fathiyya", aftah, so viel wie plattfüßig.
4 Al-Tabrassi berichtete es in „A'lam al-Wara": 290: dort kommt es vor im Kapitel über die Ernennung von Imam Musa ibn Dscha'far (a.) - (zum Imam).
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Muhammad ibn Dscha'far war mutig und großzügig. Er fastete gewöhnlich jeden zweiten Tag, (jedoch) er hatte die Ansicht der Zaidiyya bezüglich der Rebellion mit dem Schwert. Durch seine Frau Chadidscha bint Abdillah ibn al- Hus-sain wurde überliefert: „Muhammad verließ uns niemals mit einem Kleidungsstück, ohne dass er zurückkam und es jemand anderem gegeben hatte. " 1 Jeden Tag pflegte er einen Schafbock für seine Gäste zu schlachten. Er führte eine
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Aufstand an gegen Ma'mun2 im Jahre 199 n.H. (814/5) in Mekka, und der Zweig der Dscharudiyya der Zaidis folgten ihm. 'Isa al-Dschaludi kämpfte gegen ihn, und er zerstreute seine (Muhammads) Truppe, nahm ihn (Muhammad) gefangen und schickte ihn zu Ma'mun. Als er dort ankam, behandelte Ma'mun ihn ehrenvoll, ließ ihn nahe bei sich sitzen und gab ihm die schönste Belohnung, und er residierte mit ihm (Ma'mun) in Chorassan und ritt zu ihm in einem Trupp (bestehend aus) dessen Neffen. Ma'mun ließ ihm Sachen durchgehen, die ein Herrscher (normalerweise) seinen Untertanen nicht durchgehen lässt.
(Jedoch) ist (auch) überliefert, dass Ma'mun ihm verweigerte, mit einer Gruppe Abkömmlingen Abu Talibs zu ihm zu reiten, die gegen Ma'mun im Jahre 200 n.H. aufgestanden waren und denen er Sicherheit gewährt hatte. Folgender Be-schluss erreichte sie: „Reitet nicht mit Muhammad ibn Dscha'far, reitet mit Abdullah ibn al-Hussain ", jedoch weigerten sie sich, zu reiten und blieben in ihren Häusern. Dann kam der Beschluss zu ihnen: „Reitet, mit wem ihr wollt. " Immer, wenn sie zu Ma'mun ritten, ritten sie mit Muhammad ibn Dscha'far, und gingen, wenn er ging.3
Musa ibn Salama erwähnte: „(Es) kam (eine Nachricht) zu Muhammad ibn Dscha'far, in der es hieß: „Die Diener des (Mannes) der beide zwei Führungspositionen innehat 4, haben deine Diener geschlagen wegen (eines Streits über) Feuerholz, das sie gekauft haben. Er ging hinaus, während er zwei Obergewänder anlegte, nahm einen dicken Stock mit und rezitierte folgenden Vers: ,Der Tod ist besser für dich als ein Leben in Demütigung.' Die Leute folgten ihm, bis er die Diener des Mannes mit den beiden Führerpositionen schlug, und er nahm das Holz von ihnen weg. Die Kunde (darüber) kam zurück zu Ma'mun. Dieser ließ den Mann mit den beiden Führungspositionen rufen und sagte zu ihm: ,Geh zu Muhammad ibn Dscha'far, entschuldige dich bei ihm und lasse ihn entscheiden, (was) mit den Dienern (zu tun ist).' Der Mann mit den beiden Führungspositionen ging zu Muhammad ibn Dscha'far."
1 „Maqatil al-Talibiyyin": 538; „Tarich Bagdad": 2:113; und 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar":47:243.
2 Der damalige Kalif (Anm. d. Übersetzung)
3 Abu al-Faradsch al-Isfahani wies darauf hin in „Maqatil al-Talibiyyin": 537, und al-Tabrassi berichtete es in A'lamal-Wara":285.
4 Der Mann mit den beiden Führerpositionen (d.h. militärische und zivile Verwaltung) war al-Fadhl ibn Sahl.
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Musa ibn Salama berichtete weiter: „Ich saß bei Muhammad ibn Dscha'far, als er kam. Es wurde zu ihm (Muhammad) gesagt: ,Dieser ist der Mann mit den zwei Führungspositionen', und er (Muhammad) sagte: ,Er soll nur auf dem Boden sitzen,' und er und diejenigen bei ihm nahmen den Teppich, der sich im Hause befand und warfen ihn beiseite. Es war nur noch ein Kissen im Hause verblieben, auf dem Muhammad ibn Dscha'far saß. Als der Mann mit den beiden Führungspositionen zu ihm eintrat, machte Muhammad ihm auf dem Kissen Platz. Er jedoch weigerte sich, darauf zu sitzen und setzte sich auf dem Boden, entschuldigte sich bei ihm und gab ihm die Vollmacht, über seine Diener zu richten." 1
Muhammad ibn Dscha'far starb in Chorassan, (wo er) mit Ma'mun (lebte), und Ma'mun ritt los, um (bei seinem Begräbnis) anwesend zu sein. Er traf sie (diejenigen, die das Begräbnis durchführten), als sie ihn (Muhammad ibn Dscha'far) gerade hinaustrugen, und als er auf die Totenbahre blickte, stieg er (von seinem Pferd) ab und ging zu Fuß, bis er zwischen die beiden Tragestangen (der Bahre) kam. Er blieb dort, bis (die Bahre auf den Boden) abgelegt wurde, dann trat er vor und sprach das Totengebet über ihn. Dann trug er ihn, bis er das Grab erreicht hatte, trat daraufhin in die Grabstätte hinein und blieb dort, bis (das Mausoleum) darüber errichtet wurde. Anschließend ging er hinaus und stand am Grabmal, bis das Begräbnis beendet war. Ubaidullah ibn al-Hussain rief ihm zu: „ Fürst der Gläubigen, du bist müde geworden, möchtest du nicht lieber reiten? " Ma'mun antwortete: „Dieses Band der Verwandtschaft ist für zweihundert Jahre zerschnitten worden."
Von Ismail ibn Muhammad ibn Dscha'far ist folgendes überliefert: „Ich sagte zu meinem Bruder, der neben mir stand, während Ma'mun am Grab stand:
, Wenn wir ihm (d.h. Ma'mun) über die Schulden des Ehrwürdigen (Muhammad ibn Dscha'far) berichten würden, wir würden zu dieser Zeit niemanden finden, der ihm (dem Toten) näher steht als er,' und wir begannen, (dies) Ma'mun gegenüber (zu erwähnen), und er erwiderte: , Wie viele Schulden hinterließ Abu Dscha'far?' - ,Fünfundzwanzigtausend Dinar', antwortete ich. 'Allah hat bereits seine Schulden von ihm genommen,' sagte er (Ma'mun), ,wem hinterließ er sein Testament?' - ,Einem seiner Söhne namens Yahya in Medina,' gaben wir zur Antwort. ,Er ist nicht in Medina,' gab er zurück. ,Er ist in Ägypten, und wir wussten, dass er dort ist, aber wir wollten ihn nicht wissen lassen (,dass wir) über sein Verlassen von Medina (Kenntnis haben), damit ihm kein Schaden da-
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durch entsteht, dass er weiß, dass wir seine Abreise von dort missbilligen. " '
1 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:244.
2 'Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar":47:244.
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Ali ibn Dscha'far (r.) war ein Übermittler von Überlieferungen, korrekt in der Vorgehensweise, mit starker Frömmigkeit und großen Vorzügen. Er war seinem Bruder Musa (a.) sehr nahe und überlieferte vieles von ihm.
Al-Abbas ibn Dscha'far (r.), war von herausragenden Tugenden und edel.
Musa ibn Dscha'far (a.) war unter den Söhnen Abu Abdillahs (a.) der Erhabenste an Rang und der die größte Wertschätzung erfuhr sowie der Verehrteste bei den Menschen aufgrund seines Ansehens. In seiner Zeit wurde niemand gesehen, der großmütiger und freundlicher in Geist und Umgang war als er. Er war unter den Leuten seiner Zeit der am meisten dem Gottesdienst Zugeneigte, der Frömmste, der Erhabenste und der Kenntnisreichste in der islamischen Gesetzeswissenschaft. Die Angehörigen der Partei seines Vaters stimmten über (die Richtigkeit) sein(es) Imamat(s) überein sowie über die Verehrung seines Rechtes (Imam zu sein) und über die (Notwendigkeit zur) Ergebung unter seine Befehle.
(Zahlreiche) Bestimmungen über sein Imamat und Hinweise auf seine Nachfolgerschaft wurden von seinem Vater überliefert. Sie bekamen von ihm die Richtschnur für ihre Religion. Sie (die Überlieferer) berichteten von ihm Zeichen und Wunder, durch welche der Beweis für sich und die Rechtmäßigkeit seines Ima-mats erbracht wurde.
(Dies ist) eine Abhandlung über den Imam nach Abu Abdillah Dscha'far ibn Muhammad (a.), (und) die (Frau), die ihn geboren hatte, über sein Geburtsdatum, die Hinweise auf sein Imamat, (einschließlich über) das Alter, das er erreichte und die Periode seines Kalifats. (Beschrieben werden auch) Zeitpunkt und Ursache seines Todes, die Stätte seines Grabes, die Anzahl seiner Kinder sowie eine Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Wie wir bereits erwähnten, war Abu al-Hassan Musa ibn Dscha'far (a.) der (nächste) Imam nach Abu Abdillah (a.), der rechtschaffene Gottesdiener, da er herausragende Tugenden und Vollkommenheit auf sich vereinigte und aufgrund der Ernennung (nass) für das Imamat durch seinen Vater und dessen klare Hinweise, dass es ihm zustand.
Er wurde im Jahre 128 nach der Hidschra (745/746 n.Chr.) in al-Abwa' geboren, und er starb in Bagdad im Gefängnis von al-Sindi ibn Schahak am 6. Radschab im Jahre 183 (n.H.). Zu diesem Zeitpunkt war er 55 Jahre alt. Seine Mutter eine (ehemalige) Sklavin (Umm Walad), nannte sich Hamida al-Barbariyya. Die
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Dauer seines Kalifats1 und seiner Stellung als Imam nach seinem Vater (a.) dauerte 35 Jahre.
Er wurde mit den Beinamen (kunya) Abu Ibrahim, Abu-l-Hassan und Abu Ali bezeichnet, und er ist bekannt als al-Abd al-Salih (der rechtschaffene Diener Gottes), und er wird auch als al-Kazim (der seinen Zorn Unterdrückende) charakterisiert.
Seine Ernennung für das Imamat nach seinem Vater (a.)
Unter den Ehrwürdigen (Scheichs) der Anhänger von Abu Abdillah (a.), seiner speziellen Gruppe (chassa), seinem inneren Kreis und den vertrauenswürdigen Rechtsgelehrten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein), welche die klare Ernennung für das Imamat durch Abu Abdillah al-Sadiq (a.) für seinen Sohn Abu al-Hassan Musa (a.) (berichteten), waren: Al-Mufaddhal ibn Umar al-Dschu'fi, Muaz ibn Kathir, Abd ar-Rahman ibn al-Hadschadsch, al-Faidh ibn al-Muchtar, Ya'qub al-Sarradsch, Sulaiman ibn Chalid, Safwan al-Dschamal und andere,
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deren Erwähnung das Buch sehr in die Länge ziehen würde.
Jene (Ernennung) wurde von seinen beiden Brüdern Ishaq und Ali ibn Dscha'far (beide Söhne von Dscha'far, a.) überliefert. Sie waren Männer von Tugend und Frömmigkeit (daher vertrauenswürdige Zeugen) insofern, als zwei solche nicht darüber uneins waren.
Musa al-Saiqal überlieferte von al-Mufaddhal ibn Umar (r.): „Ich war bei Abu Abdillah (a.), als Abu Ibrahim Musa (a.) eintrat. Er war noch ein Knabe. Abu Abdillah (a.) sagte zu mir: , Weise diejenigen unter deinen Gefährten, denen du vertraust, darauf hin, dass die Befehlsgewalt ihm zusteht.'3
Thubait berichtete, von Muaz ibn Kathir, von Abu Abdillah (a.): „Ich (d.h. Muaz ibn Kathir) sagte (zu Dscha'far): ,Ich bitte Allah, Der deinen Vater mit dir für diese Position ausstattete, dass Er (auch) dich mit einem deiner Nachkommen für die gleiche Position vor deinem Tod versorgen möge.' - Das hat Allah schon getan,' antwortete er. ,Möge ich dir geopfert werden', erwiderte ich, , wer
1 Gemeint ist das ihm zustehende Kalifat, dass er aber - wie alle anderen Imame auch - nicht bekleiden konnte (Anm. d. Übers.)
2 Es kommen detaillierte Darlegungen jener Überlieferungen in der gleichen Reihenfolge wie hier erwähnt vor, jedoch wurde nach der Überlieferung von al-Faidh ibn al-Muchtar die Überlieferung von Mansur ibn Hazim und Isa ibn Abdillah ibn Muhammad ibn Umar ibn Ali ibn Abi Talib (a.) und Tahir ibn Muhammad erwähnt. Dann wird die Überlieferung von Ya'qub al-Sarradsch und den anderen hier Erwähnten zitiert, und das Entsprechende erwähnte Mansur ibn Hazim und wer hier nach ihm kam wie bekannt in den anderen Kapiteln, und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie hier ausgelassen wurden.
3 Al-Kafi 1: 246/4, und Allamah al-Madschlisi überlieferte dieses in al-Bihar 48:17/13
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ist das?' Er zeigte auf al-Abd al-Salih (den rechtschaffenen Diener Allahs), der schlief. ,Dieser Schlafende', sagte er. Er war zu jener Zeit ein Knabe.1
Abu Ali al-Arradschani berichtete von Abd ar-Rahman ibn al-Hadschadsch, der sagte: „Ich (d.h. Abd ar-Rahman ibn al-Hadschadsch) trat in Dscha'far ibn Muhammads (a.) Haus ein, und er war in dem-und-dem Zimmer in seinem Haus, das er als Gebetsraum nutzte, und sprach ein Bittgebet (Du'a). Zu seiner Rechten saß Musa ibn Dscha'far (a.) und sagte ,Amin' zu seinem Gebet, und ich sagte zu ihm: ,Möge Allah mich zu deinem Opfer machen, du weißt, wie ich (mein Leben) dir gewidmet und dir gedient habe, wer ist der Befehlshaber nach dir?‘ Er antwortete: ,Oh Abd ar-Rahman, Musa hat die Rüstung angelegt, und sie passt
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ihm.' Ich sagte zu ihm: ,Ich habe kein Bedürfnis mehr nach diesem.' "
Abu al-'Ala überlieferte von Faidh ibn al-Muchtar, welcher sagte: „Ich (d.h. Faidh ibn al-Muchtar) sagte zu Abu Abdillah (a.): ,Nimm meine Hand (fort) vom Feuer 3, wen haben wir nach dir (als Imam)?' Abu Ibrahim (Musa) trat ein - er war zu der Zeit ein Knabe - und er (Imam Sadiq, a.) sagte: , Dieser ist dein Anführer (Sahib). Halte fest an ihm.' "4
Ibn Abi Nadschran berichtete von Mansur ibn Hazim, welcher sagte: Ich (d.h. al-Mansur ibn Hazim) sagte zu Abu Abdillah (a.): ,Bei meinem Vater und bei meiner Mutter, es gibt ein Kommen und Gehen unter den Leuten (bezüglich deiner Nachfolgerschaft), und da das so ist, wer ist es?' - ,Da das so ist,' erwiderte Abu Abdillah (a.), ,er ist euer Anführer.' Er tippte Abu al-Hassan (Musa, a.) auf die rechte Schulter. Er war, soviel ich weiß, in jener Zeit etwa fünf Jahre alt. Abu Abdillah ibn Dscha'far saß bei uns.5
Ibn Abi Nadschran überliefert (außerdem) von Isa ibn Abi Abdillah ibn Muhammad ibn Umar ibn Ali ibn Abu Talib (a.) von Abu Abdillah (a.): „Ich (d.h. Isa ibn Abdillah) fragte ihn (Abu Abdillah, a.): , Wenn etwas (mit dir) geschieht - Allah möge mich so etwas nicht sehen lassen - wem soll ich (dann) folgen?' Er (Abu Abdillah, a.) zeigte auf seinen Sohn Musa, und ich fragte: , Und wenn Musa etwas zustößt, wem soll ich folgen?' - ,Seinem Sohn,' erwiderte er. , Und wenn,' so fragte ich (weiter) , seinem Sohn etwas zustößt?' - , Dessen Sohn.' antwortete er. , Und wenn diesem etwas zustößt,' fragte ich,, und er einen älteren Bruder zurücklässt und einen kleinen Sohn?' - , Seinem Sohn,' gab er zurück,, es ist immer so.'6
1 „Al-Kafi" 1: 245/2, und Allamah al-Madschlisi überlieferte dieses in al-Bihar 48:17/15
2 „Al-Kafi" 1: 245/3, al-Fusul-al-Muhimma: 231, Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48:18/17
3 Gemeint ist, dass der Fragende sein Heil darin sieht, dem richtigen Imam zu folgen und das Unheil (Feuer) darin, ihn nicht zu kennen (Anm. d. Übers.).
4 „Al-Kafi" 1: 245/1, al-Fusul al-Muhimma: 231, Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48:18/18
5 „Al-Kafi" 1: 246/6, al-Fusul al-Muhimma: 232, überliefert von Allahmah al-Madschlisi in al-Bihar 48: 20/18
6 „Al-Kafi" 1: 246/7 mit leichter Abweichung in "Ikmal al-Din": 349/43 und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in "al-Bihar" 48:17/11
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Al-Fadhl berichtet von Tahir ibn Muhammad, von Abu Abdillah (a.): „Ich (d.h. Tahir ibn Muhammad) sah, wie Abu Abdillah seinen Sohn tadelte und ihn (mit folgenden Worten) ermahnte: , Was hindert dich daran, so zu sein wie dein Bruder? Bei Allah, ich erkenne das Licht in seinem Antlitz.' Da erwiderte Abdullah: , Wie? Ist nicht mein Vater und sein Vater ein- und derselbe? Ist nicht mein Ursprung und sein Ursprung ein- und derselbe? ' Da antwortete Abu Abdillah (a.): ,Er ist von meiner Seele, und du bist mein Sohn.' " 1
Muhammad ibn Sinan überlieferte von Ya'qub al-Sarradsch, welcher berichtete: „Ich (d.h. Ya'qub al-Sarradsch) trat bei Abu Abdillah (a.) ein, und er stand am Kopfende von Abu al-Hassan Musa, der in der Wiege lag. Er begann, ihn lange Zeit hin- und herzuwiegen. Ich setzte mich, bis er fertig war, und stand (dann) auf. Da sagte er zu mir: ,Nähere dich deinem Herrn (Anführer) und grüße ihn.' So näherte ich mich (der Wiege) und grüßte ihn, und er erwiderte den Gruß mit klarer Sprache. Dann sagte er zu mir: ,Gehe und ändere den Namen deiner Tochter, den du ihr gestern gabst, denn das ist ein Name, den Allah hasst.' Eine Tochter von mir war geboren worden, und ich hatte sie al-Humaira2 genannt, und Abu Abdillah (a.) sagte: ,Achte auf seinen Befehl, auf dass du rechtgeleitet bist,' und so änderte ich ihren Namen."
Ibn Muskan berichtete von Sulaiman ibn Chalid, welcher sagte: „Eines Tages rief Abu Abdillah (a.) nach Abu al-Hassan, während wir bei ihm waren. Er sagte zu uns: ,Es ist eure Pflicht, diesem nach mir (zu folgen), und er ist bei Allah euer Führer nach mir.' "3
Wascha' überlieferte von Ali ibn al-Hussain, von Safwan al-Dschamal, der berichtete: „Ich (d.h. Safwan al-Dschamal) fragte Abu Abdillah4 (a.) nach dem Führungsbeauftragten (sahib al-amr) nach ihm. Er erwiderte: ,Der Führungsbeauftragte (sahib al-amr) treibt keinen Scherz (lahu), noch spielt er.' Abu al-Hassan Musa (a.) kam heran - er war noch sehr jung - , und er führte ein Lamm mit sich, und er sagte zu diesem (Lamm): , Wirf dich vor deinem Herrn nieder'. Daraufhin nahm ihn Abu Abdillah (a.) (bei der Hand), umarmte ihn und sagte: ,Bei meinem Vater und bei meiner Mutter, (du bist derjenige,) der nicht Scherze treibt und spielt. ’"5 6
1 Al-Kafi 1:10/247, Al-Imamah wa al-Tabsira, 210/63, in beiden Fudhail, von Tahir, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48:18/22
2 Humaira war einer der Namen, mit denen A'ischa, eine der Frauen des Propheten, genannt wurde.
3 Al-Kafi 1:247/12, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48:19/25
4 Imam Sadiq (a.), (Anm. d. Übers.)
5 Al-Kafi 1:248/15, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48:19/27
6 Mit dieser Überlieferung soll zum Ausdruck kommen, dass Imam Musa (a.) auch in jungen Jahren nicht einmal mit einem Schaf herumspielte, sondern immer Gottes gedachte.
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Ya'qub ibn Dscha'far al-Dschu'fi überlieferte: „Ishaq ibn Dscha'far al-Sadiq (a.) sagte uns: ,Ich (d.h. Ishaq) war eines Tages bei meinem Vater, als Ali ibn Umar ibn Ali ihn fragte: ,Möge ich dir geopfert werden, zu wem sollen wir und die Leute nach dir unsere Zuflucht nehmen?' Er sagte: ,Zu dem Eigner von diesen beiden gelben Kleidern und den beiden Haarlocken, es ist der, der gerade aus der Tür auf dich zukommt.' Es dauerte nicht lange, bis zwei Hände an den beiden Türen zogen, bis sie sich öffneten, und Abu Ibrahim Musa (a.) trat zu uns ein. Er war (noch) ein Junge, und er trug zwei gelbe Gewänder.1
Muhammad ibn al-Walid berichtete: „Ich hörte Ali ibn Dscha'far ibn Muhammad al-Sadiq (a.) sagen: ,Ich (d.h. Ali ibn Dscha'far) hörte meinen Vater Dscha'far ibn Muhammad zu einer Gruppe von seinen nächsten Vertrauten und seinen Gefährten sagen: ,Behandelt meinen Sohn Musa gut, denn er ist der Verdienstvollste (afdhal) von meinen Söhnen und derjeniger, den ich zu meinem Nachfolger nach mir machen werde. Er ist derjenige, der meine Position einnehmen wird (al-qa'im), der Beweis Gottes (al-hudschatullah) für alle Seine übrigen Geschöpfe nach mir.' "2
Ali ibn Dscha'far hielt stark an seinem Bruder fest und war unermüdlich im Lernen der Wegweiser der Religion von ihm, und er hat ein berühmtes (Buch) ,Masa'ü' (Fragen), in dem er die Antworten überlieferte, die er von ihm gehört hatte.
Die Berichte, die wir erwähnt haben, sind zu zahlreich, um aufgezählt, dargelegt und (völlig) erklärt werden zu können.
Ein Auszug von Beweisen, Zeichen, Hinweisen und Wundern Abu Hassan Musas (a.)
Abu al-Qasim Dscha'far ibn Muhammad ibn Qulawaih informierte mich, von Muhammad ibn Ya'qub al-Kulaini, von Muhammad ibn Yahya, von Ahmad ibn Isa, von Abu Yahya al-Wasiti, von Hischam ibn Salim, welcher berichtete: „Ich (d.h. Hischam ibn Salim) und Muhammad ibn al-Nu'man (auch als „Sahib al-Taq" bekannt) waren nach dem Tode Abu Abdillahs (a.) in Medina. Die Leute waren dahingehend übereingekommen, dass Abdullah ibn Dscha'far der Führungsbeauftragte (sahib al-amr) nach seinem Vater war. Wir gingen zu ihm, als die Leute bei ihm waren. Wir fragten ihn, wie viel Zakat gezahlt werden muss. Er erwiderte: ,Fünf von zweihundert Dirham.' - ,Und (wie viel) von hundert Dirham?' fragten wir. Zweieinhalb Dirham,' antwortete er. ,Bei Allah,' sagten
1 Al-Kafi 1: 246/5, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 48: 20/29
2:Al-Tabrassi berichtete das in Flam al-Wara: 291, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar
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wir, ,dies (ist) was die (Lehre der) Murdschi'a sagt', daraufhin sagte er: ,Bei Allah, ich weiß nicht, was die Murdschi 'a sagt. ’" 1 Er (Hischam ibn Salim) fuhr fort: „Wir, Abu Dscha'far al-Ahwal (d.h. Muhammad ibn Nu'man) und ich gingen hinaus und wanderten umher, ohne dass wir wussten, wohin wir uns wenden sollten. Wir setzten uns weinend auf eine der Gassen in Medina und wussten nicht, wohin wir gehen, noch an wen wir uns wenden sollten. Wir sprachen davon, uns an die Murdschi'a zu halten, die Qadariyya, die Mu'tazila [oder an die
'S
Charidschiten]2 . Wir waren in dieser Situation, als ich einen alten Mann sah, den ich nicht kannte und mir mit seiner Hand zuwinkte. Ich fürchtete, dass er einer der Spione des (Abbasiden-Kalifen) Abu Dscha'far al-Mansur sei. Er hatte Spione in Medina (um herauszufinden,) auf wen sich die Leute (als Nachfolger) nach Dscha'far einigten, und dann würde er (d.h. der Imam) ergriffen und geköpft werden, so fürchtete ich, dass er einer von ihnen sei und sagte zu al-Ahwal: , Ziehe dich zurück (von mir), ich fürchte (nur) für mich, du aber sei vorsichtig. Denn er will nur mich, nicht dich, so ziehe dich von mir zurück, begib dich nicht in Gefahr, denn du wirst ihn (sonst) auf dich lenken.' Er entfernte sich weit von mir, und ich folgte dem alten Mann, und (ich tat) das, weil ich annahm, ihm (ohnehin) nicht entkommen zu können. Ich folgte ihm weiterhin und war schon meines Todes gewiss, bis er mich zu der Tür von Abu al-Hassan Musa (a.) brachte. Dann verließ er mich und ging fort. Da erschien ein Diener an der Tür und sagte zu mir: , Tritt ein, Allah sei dir barmherzig.'
So trat ich ein, und da war Abu al-Hassan Musa (a.) und sprach zuerst (bevor ich sprechen konnte): , (Wende dich) zu mir, zu mir, und nicht zu der Murdschi 'a, noch zu der Qadariyya, noch zur Mu 'tazila, noch zu den Charidschiten, noch zu der Zaidiyya,' und ich antwortete: ,Möge ich dein Opfer sein, ist dein Vater fortgegangen?' - ,Ja,' erwiderte er. ,Ging er, indem er starb?,' fragte ich. ,Ja,' antwortete er. , Und wen haben wir nach ihm?,' fragte ich. , Wenn es Allah will, wird Er dich zu ihm führen,' erwiderte er. ,Möge ich dir geopfert werden,' sagte ich, ,dein Bruder Abdullah behauptet, dass er der Imam nach seinem Vater sei,' - ,Abdullah wünscht nicht, dass Allah (in der richtigen Weise) verehrt wird,' sagte er. ,Möge ich dir geopfert werden', fragte ich, ,und wen haben wir nach ihm?' - , Wenn Allah will, wird Er dich zu ihm führen', wiederholte er. ,Möge ich dir geopfert werden,' antwortete ich, ,bist du derjenige?' ,Das sage ich nicht', erwiderte er. Da sagte ich zu mir selbst: ,Ich habe wohl nicht auf die richtige Art und Weise gefragt', dann fragte ich: ,Möge ich dir geopfert werden, hast du einen Imam über dir?' - ,Nein,' antwortete er. Nur Allah weiß, was mir (plötzlich) in den Sinn kam an (einem Gefühl von) Ehre und Respekt (gegenüber
1 Der befragte unrechtmäßige Imam löst die Fragestellung mit einem einfachen Dreisatz, was die Fragenden irritiert (Anm. d. Übers.).
2 Im Buch steht folgender Kommentar: „Was in den eckigen Klammern steht, haben wir bereits aus al-Kafi und den ridschal-ul-kaschi nachgewiesen, damit die Aufeinanderfolge der Wiederholung des Überlieferers richtig ist, zusammen mit der Antwort des Imams (a.),was später von dem Hadith kommt", damit ist gemeint, dass dieser Zusatz der eckigen Klammer möglicherweise in einigen Versionen des Buches nicht vorhanden ist. Bei der Auflistung handelt es sich um diverse muslimische Sekten der Zeit. (Anm. d. Übers.).
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Musa, a.). So sagte ich zu ihm: ,Möge ich dir geopfert werden, darf ich dich so fragen, wie ich deinen Vater zu fragen pflegte?' - , Frage,' antwortete er, ,du wirst informiert werden, (jedoch) verbreite (die Antwort) nicht, denn wenn du (sie) verbreitest, wird ein Massaker stattfinden.' Ich fragte ihn (aus), und er war in der Tat ein unerschöpfliches Meer (an Wissen), und ich sagte zu ihm: ,Möge ich dir geopfert werden, die Schia deines Vaters ist verloren (ohne Führer), soll ich diese Angelegenheit vor sie bringen und sie zu dir aufrufen, (dir zu folgen)? Denn du hast von mir (das Versprechen der) Geheimhaltung bekommen.' -, Bringe es vor denjenigen unter ihnen, dessen Geradheit (im Verstand) dir vertraut ist, jedoch nimm ihm (das Versprechen der) Geheimhaltung ab, denn wenn er es verbreitet, wird ein Massaker stattfinden,' und er wies mit seiner Hand auf seine Kehle.
Er (der Erzähler) fuhr fort: „So verließ ich ihn und traf Abu Dscha'far al-Ahwal. Er fragte mich: ,Was ist dir passiert?' - ,Rechtleitung,' erwiderte ich und erzählte ihm die Geschichte. Dann trafen wir Zurarah und Abu Basir. Sie gingen zu ihm, hörten seine Worte, befragten ihn und bestätigten sein Imamat. Wir trafen Scharen von Menschen, und jeder, der zu ihm ging, bekräftigte sein Imamat außer der Gruppe von Ammar al-Sabati. Abdullah bestand auf seiner Behauptung (Imam zu sein), aber nur wenige gingen zu ihm.1
Abu al-Qasim Dscha'far ibn Muhammad ibn Qulawaih berichtete mir von Muhammad ibn Ya'qub, von Ali ibn Ibrahim, von seinem Vater, von al-Rifa'i, welcher überlieferte: „Ich (d.h. al-Rifa'i) hatte einen Vetter namens al-Hassan ibn Abdillah. Er war genügsam und einer der Frömmsten seiner Zeit. Die Mächtigen fürchteten ihn aufgrund der Ernsthaftigkeit und Aktivität, mit der er seinen Glauben lebte, möglicherweise ging er (sogar) zu den Mächtigen in Sachen Gutes Gebieten (amr-bil-ma'ruf) und Schlechtes verwehren (nahy-an-il-munkar) aufgrund einer Sache, die ihn zornig gemacht hatte. Sie ertrugen dies wegen seiner Rechtschaffenheit. Dieser Zustand dauerte an, bis er eines Tages in die Moschee kam, wo sich Abu al-Hassan Musa (a.) befand. Dieser nickte ihm zu, und er (mein Vetter) ging zu ihm. ,Abu Ali,' sagte er (Abu al-Hassan Musa, a.), ,nichts ist mir lieber und erfreut mich mehr als das, was du tust. Dennoch hast du kein wahres Wissen (ma'rifa), so suche das Wissen.' Er antwortete: ,Möge ich dir geopfert werden, was ist das Wissen?' - ,Gehe und lerne (die Rechtswissenschaft (fiqh)),' erwiderte er,,suche die Überlieferungen.' - , Von wem?' fragte mein Vetter. , Von den Rechtswissenschaftlern Medinas,' antwortete er, , und dann lege mir die Überlieferungen vor.' Er (mein Vetter) ging und schrieb nieder (was er gelernt hatte), dann kam er zu ihm (Musa) und las sie ihm vor, (jedoch) verwarf er (Musa) sie alle, darauf sagte er: , Geh und lerne.' Dem Mann war sehr an seiner (Einstellung zu seiner) Religion gelegen, und so hörte er nicht
1 Al-Kafi: 1:285/7, Ridschal al-Kaschi: 2:565/502, in „al-Saffar fi al-Saba'ir" ist es in gekürzter Form erwähnt: 270/1, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in al-Bihar 47:343/35
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auf, nach Abu al-Hassan zu suchen, bis er sich auf machte, ein Gut von ihm (zu besuchen). Er traf ihn unterwegs und sagte zu ihm: ,Möge ich dir geopfert werden, ich habe dich gesucht (indem ich zu Allah betete), so zeige mir, was du für mich als notwendig(es Wissen) erachtest', und Abu al-Hassan (a.) berichtete ü-ber die Befehlsgewalt und die Rechtmäßigkeit von Amir al-Mu'minin (Fürst der Gläubigen, Imam Ali, a.), und was notwendig für ihn war, zu wissen. (Er sprach zu ihm auch) über die Befehlsgewalt von al-Hassan, al-Hussain, Ali ibn al-Hussain, Muhammad ibn Ali und Dscha'far ibn Muhammad, dann schwieg er. Er (der Mann) fragte ihn: ,Möge ich dir geopfert werden, und wer ist der heutige Imam?' - , Wenn ich es dir sage,' fragte er, , wirst du dann zu mir kommen? ' -,Ja,' erwiderte ich. ,Ich bin es,' sagte er. Ich fragte: ,Gibt es etwas, womit ich das beweisen kann?' - ,Gehe zu jenem Baum,' sagte er und wies auf einen der Umm Ghailan-Bäume1 hin, ,und sage zu ihm, dass Musa ibn Dscha'far ihm befiehlt, zu ihm zu kommen.' Er berichtete (weiter): ,Ich ging zu ihm (dem Baum), und - bei Allah - ich sah ihn die Erde durchpflügen, bis er vor ihm (Musa, a.) stand. Dann bedeutete er ihm, (wieder) zurückzugehen, und er ging zurück. Er (Imam Musa, a.) setzte sich zu ihm und verharrte in Schweigen und Gebet, und niemand sah ihn nach dieser (Begebenheit) sprechen."2
,Möge ich dir geopfert werden, wodurch wird der Imam erkannt?' Er antwortete: , Durch folgende Eigenschaften: Die erste ist etwas, worin sein Vater ihm vorangegangen war und dessen Hinweis auf ihn, auf dass er Beweis (Hudscha) (für die Welt) sei. Wenn er gefragt wird, wird er antworten, und wenn (eine Person) ihm gegenüber schweigt, wird er (das Gespräch) beginnen, indem er ihm sagt, was morgen passieren wird, und er wird zu den Menschen in jeder Sprache sprechen.' Dann sagte er: ,Abu Muhammad (Abu Basir), ich werde dir ein Zeichen geben, bevor du aufstehst (zum Gehen).' Es dauerte nicht lange, bis ein Mann von den Leuten aus Chorassan zu ihm eintrat. Der Chorassani sprach mit ihm auf Arabisch, und Abu al-Hassan antwortete ihm auf Persisch, und der Chorassani sagte zu ihm: ,Bei Allah, alles, was mich hinderte, mit dir Persisch zu sprechen, war, dass ich dachte, dass du es nicht gut beherrschst.' - , Gepriesen sei Allah,' erwiderte er (der Imam), ,wenn ich es nicht so gut beherrschen würde, so dass ich dir antworten könnte, was wäre dann mein Vorzug dir gegenüber, durch den das Imamat gerechtfertigt würde!' Dann sagte er: ,Abu Muhammad, nicht eine der Reden der Menschen bleibt vor dem Imam verborgen, noch die Sprache der Vögel, noch die Rede jeglichen Wesens, das eine Seele besitzt. '"
1 Gehört zu den bekannten Bäumen bei den Arabern, auch al-Samra genannt.
2 Al-Kafi: 1:286/8, und in Basa'ir al-Daradschat: 274/6, und Allamah al-Madschlisi berichtete es in al-Bihar:48:53/49
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Abdullah ibn Idris berichtete von ibn Sinan, welcher überlieferte: „Eines Tages schickte al-Raschid zu Ali ibn Yaqtin einige Kleider, um ihn damit zu ehren. Unter ihnen war ein schwarzes seidenes Obergewand, das mit Gold geschmückt war wie die Kleider der Könige. Ali ibn Yaqtin übersandte den überwiegenden Teil jener Kleider zu Musa ibn Dscha'far, er schickte (auch) darunter jenes (schwarze) Gewand, und er fügte ihm Geld hinzu, das er als Chums-Steuer (fünfter Teil) seines Geldes 1 bei sich hatte, das er zu ihm bringen wollte. Als er (all) jenes Abu al-Hassan (a.) brachte, akzeptierte er das Geld und die Kleider, schickte (aber) das (schwarze) Gewand durch die Hand des Botschafters zu Ali ibn Yaqtin zurück und schrieb ihm: ,Bewahre es und gib es nicht aus deiner Hand, denn ein Ereignis wird dir dadurch passieren, wenn du es brauchst mit ihm (al-Raschid).' Ali ibn Yaqtin war misstrauisch, weil es zu ihm zurückgeschickt worden war und wusste den Grund dafür nicht, und er bewahrte das Gewand auf. Nach einigen Tagen änderte Ali ibn Yaqtin (seine Einstellung zu) einem Diener, der eine spezielle Stellung bei ihm innehatte und entließ ihn. Der Diener wusste von der Zuneigung, die Ali ibn Yaqtin zu Abu al-Hassan Musa (a.) hatte, und er hatte Kenntnis darüber, was er (Ali) bei jeder Gelegenheit zu ihm schickte an Geld, Kleidern, Aufmerksamkeiten und anderen Dingen. Er (ging und) verleumdete ihn (Ali) bei al-Raschid: ,Er (Ali ibn Yaqtin) vertritt die Ansicht, dass Musa ibn Dscha'far der Imam ist, und er schickt jedes Jahr die Chums (den fünften Teil) seines Geldes zu ihm, außerdem hat er ihm ein Ge-
'S
wand geschickt, das der Fürst der Gläubigen2 ihm zu der und der Zeit verehrt hatte.' Al-Raschid entbrannte darüber in hellem Zorn. Er sagte: ,Ich werde diese Situation erforschen, und wenn die Sache so ist, wie du sagst, dann werde ich ihn vernichten.'
Er ließ sofort Ali ibn Yaqtin zu ihm bringen. Als er vor ihn gebracht wurde, fragte er ihn: , Was hast du mit dem Gewand gemacht, das ich dir gegeben habe? ' - ,Fürst der Gläubigen,' erwiderte er, ,ich habe es in einem versiegelten Korb, worin sich (auch) Parfüm befindet, das ich darin mit ihm zusammen aufbewahre. Sobald ich am Morgen erwachte, öffnete ich den Korb und schaute es an, um dadurch Segen zu bekommen, küsste es und legte es wieder an seinen Platz. Dasselbe tue ich jeden Abend.' - , Bringe es sofort her,' befahl er (al-Raschid). - ,Ja, Fürst der Gläubigen,' antwortete er und rief einen seiner Diener und sagte zu ihm: ,Gehe in den-und-den Raum in meinem Haus, nimm den Schlüssel dafür von meinem Schatzmeister und schließe ihn auf. Öffne die-und-die Truhe und bringe mir den versiegelten Korb, der sich darin befindet.' Es dauerte nicht lange, bis der Diener mit dem versiegelten Korb kam. Er (Ali)
1 Als Chums wird ein Fünftel der Summe bezeichnet, die einem Muslim nach Ablauf eines Jahres nach Abzug sämtlicher Ausgaben übrig geblieben ist. Dieses Fünftel ist an den Imam zu zahlen. Näheres in „ Adschwibat-ul-Istiftaa't" („Antworten auf Rechtsfragen"), Teil 1, von Ayatullah al-Uzma' Imam Sayyid Ali Imam Hussaini al-Khamene'i (möge Allah ihn segnen) - (Anm. d. Übers.)
2 Die unrechtmäßigen Kalifen wie al-Raschid beanspruchten für sich den Titel „Amir al-Mu'minin" (Fürst der Gläubigen), den Imam Ali (a.) innehatte (Anm. d. Übers.).
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stellte ihm vor al-Raschid, ließ ihn das Siegel brechen und öffnete ihn. Als er geöffnet wurde, schaute er (al-Raschid) auf das Gewand, das zusammengefaltet in Parfüm darin lag, und sein Zorn beruhigte sich, und er sagte zu Ali ibn Yaq-tin: ,Bringe es wieder zurück an seinen Platz und gehe von hier rechtgeleitet, von nun an werde ich niemals mehr einem Verleumder gegen dich Glauben schenken.' Er ließ ihm ein prächtiges Geschenk überreichen und ordnete für den Verleumder tausend Peitschenhiebe an. Nachdem er mit etwa fünfhundert Peitschenhieben geschlagen worden war, starb er."1
Muhammad ibn Ismail überlieferte von Muhammad ibn al-Fadhl, welcher berichtete: „Die Überlieferung, die das Überstreichen der Füße bei der rituellen Waschung (wudhu') betrifft (mash-al-ridschlain), war Gegenstand einer Meinungsverschiedenheit unter unseren Gefährten, ob es (das Überstreichen) von den Zehen zu den Knöcheln (erfolgen soll) oder von der Knöcheln zu den Zehen? Ali ibn Yaqtin schrieb an Abu al-Hassan Musa (a.): ,Möge ich dir geopfert werden, unsere Gefährten sind über das Überstreichen der Füße uneinig, und wenn Du es für angemessen hältst, mir in Deiner Handschrift zu schreiben, was ich im Hinblick darauf zu tun habe, so werde ich es Ausführen, so Allah will.' Daraufhin schrieb ihm Abu al-Hassan (a.): ,Ich habe verstanden, was du erwähnt hast über die Meinungsverschiedenheit über die rituelle Waschung. Was ich dir dieses betreffend befehle, ist, dass Du dreimal den Mund ausspülst (madhmadha) und dreimal die Nase (istinschaq) und dreimal das Gesicht wäschst, dass Du zwischen den Barthaaren reibst (und deine Arme bis zu den Ellenbogen wäschst, dass Du über deinen gesamten Kopf streichst und über das Äußere und das Innere deiner Ohren und Du sollst Deine Füße dreimal bis zu den Fußknöcheln waschen. Übertrete dieses nicht für irgendetwas anderes. '2 Als der Brief bei Ali ibn Yaqtin ankam, war er über das, was ihm darin beschrieben wurde, verwundert, was sich von dem, über das die gesamte Gruppe übereingekommen war, unterschied. Dann sagte er: ,Mein Herr (mawla) weiß besser, was er gesagt hat, und ich werde seinem Befehl nachkommen.' Er praktizierte seine rituelle Waschung so und war in Konflikt mit allen (anderen) Schiiten durch den Gehorsam gegenüber dem Befehl Abu al-Hassans (a.). Ali ibn Yaqtin wurde bei al-Raschid verleumdet, indem gesagt wurde: ,Er ist ein Rafid-hite3 , der gegen dich ist', und al-Raschid sagte zu einigen seiner Vertrauten: ,Mir ist schon viel Gerede zu Ohren gekommen über Ali ibn Yaqtin, den Widerwillen gegen ihn wegen seiner Gegnerschaft zu uns und seine Hinneigung zu den rafidhitischen Lehren, jedoch kann ich bei ihm keinen Fehler sehen in seinem Dienst mir gegenüber. Ich habe ihn schon mehrere Male überprüft, und ich
1 Ibn al-Sabagh erwähnte es in 'al-Fudhul al-Muhimma': 236, ibn Schahraschub zitierte es in abgekürzter Form in 'Al-Manaqib' 4:289, Al-Rawandi zitiert es in 'al-Chara'idsch wa al-Dschara'ih' 1:334/25, und Al-Tabrassi erwähnt es in Tlarn al-Wara: 293, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in 'al-Bihar' 48:237/12
2 Es handelt sich um die Schilderung der rituellen Waschung gemäß sunnitischer Rechtsschulen (Anm. d. Ü-bers.)
3 Eine der Bezeichnungen für die Schiiten seitens ihrer Gegner (Anm. d. Übers.)
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konnte an ihm nichts Verdächtiges sehen. Ich möchte seinen Fall überprüfen, ohne dass er es merkt, damit er sich vor mir schützen kann.' Man sagte zu ihm (zu al-Raschid): ,Fürst der Gläubigen, die Rafidhiten widersprechen (der Meinung) der (Mehrheit der) Gesellschaft im Hinblick auf rituelle Waschung (Wud-hu ) und machen sie leichter. Sie akzeptieren nicht das Waschen der Füße, so überprüfe sein Verständnis von der rituellen Waschung ohne sein Wissen.' -,Ja ', erwiderte er,, diese Methode wird seinen Fall klären.' Dann ließ er ihn eine Weile allein und beauftragte ihn mit einer Arbeit im Haus, bis die Gebetszeit kam. Ali ibn Yaqtin war allein in einem Zimmer in seinem Haus, um seine rituelle Waschung und sein Gebet zu verrichten. Als die Gebetszeit herangekommen war, stand al-Raschid hinter der Wand des Zimmers, wo er Ali ibn Yaqtin sehen konnte, (ohne dass) er (Ali) ihn sah. Er (Ali) rief nach Wasser für die rituelle Waschung. Er spülte sich dreimal den Mund und dreimal die Nase, (dann) wusch er dreimal das Gesicht; er rieb zwischen den Barthaaren, wusch seine Arme bis zu den Ellenbogen dreimal; er strich über seinen Kopf und seine Ohren und wusch seine Füße. Al-Raschid beobachtete ihn. Als er ihn (Ali) (all) das verrichten sah, konnte er nicht mehr an sich halten, von einem Platz aus auf ihn herabzusehen, von woher er (Ali) ihn sehen konnte und rief ihm zu: ,AH ibn Y-aqtin, wer behauptet, dass du ein Rafidhit bist, hat gelogen.' So war sein (Alis) Verhältnis zu ihm (al-Raschid) wiederhergestellt. Ein Brief von Abu al-Hassan (a.) erreichte ihn (daraufhin): , Von jetzt an, Ali ibn Yaqtin, verrichte die rituelle Waschung, so wie Allah es befohlen hat, wasche dein Gesicht einmal als Pflicht und ein weiteres Mal als (maximale) Vorschrift, und genauso wasche deine Arme, streiche über den vorderen Teil deines Kopfes und den äußeren Teil deiner Füße mit der restlichen Feuchtigkeit von der Waschung. Was für dich befürchtet wurde, ist nun fort. Was-salam.'
Ali ibn Abu Hamza al-Bata'ini überliefert: Eines Tages ging Abu al-Hassan Mu-sa von (a.) Medina in eines seiner Dörfer außerhalb (Medinas), ich (Abu Hamza) begleitete ihn. Er ritt auf einem Maultier und ich auf einem Esel, der mir gehörte, und als wir auf einem Weg entlang ritten, stellte sich uns ein Löwe entgegen. Ich schreckte in Furcht (vor ihm) zurück, doch Abu al-Hassan (a.) ging unbesorgt vorwärts, und ich sah den Löwen sich Abu al-Hassan (a.) unterwerfen und brummen. Abu al-Hassan (a.) stand vor ihm, als ob er seinem Brummen lauschte, und der Löwe legte seine Pranke auf die Kruppe seines Maultieres. Meine Seele zitterte von (all) dem, und ich hatte große Angst, dann wandte sich der Löwe ab auf die Seite des Weges. Abu al-Hassan wandte sein Gesicht in Richtung der Qibla und begann zu beten, und er bewegte seine Lippen so, dass ich ihn nicht verstehen konnte. Dann winkte er dem Löwen mit der Hand zu (und bedeutete ihm,) dass er weggehen sollte. Der Löwe brummte lange, und Abu al-Hassan sagte ,Amin, Amin', dann wandte sich der Löwe ab, bis er aus unseren Augen verschwand.'
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Abu al-Hassan (a.) ging weiter geradeaus, und ich folgte ihm. Als wir vom Ort entfernt waren, schloss ich mich ihm an und fragte ihn: ,Möge ich dir geopfert werden, was ist mit diesem Löwen? Bei Allah, ich hatte seinetwegen Angst um dich, und ich wunderte mich, was er mit dir zu tun hatte.' Abu al-Hassan (a.) antwortete: ,Er kam zu mir, und klagte über die Schwierigkeiten, die seine Löwin bei der Geburt hatte. Er bat mich, Allah zu bitten, dass Er es ihr erleichtern möge, und das tat ich, und er fragte mich, ob ich in meinem Herzen wüsste, ob sie ihm einen männlichen (Löwen) gebären würde, und ich sagte ihm das. Da sagte er zu mir: , Gehe unter dem Schutze Allahs, Allah wird weder dir, noch deinen Nachkommen, noch einem von deiner Schia etwas von reißenden Tieren geschehen lassen', und ich sagte ,Amin'}
Abu al-Hassan Musa (a.) war der Frömmste seiner Zeit, der Kenntnisreichste im islamischen Recht, der Großzügigste und der Edelste an Gesinnung. Es wurde überliefert, dass er das Nafila-Gebet2 in der Nacht (so lange) zu verrichten pflegte, bis die Zeit des Morgengebets anbrach, und dass er danach Bittgebete (Du'a) las, bis die Sonne aufging. Er verharrte in der Niederwerfung vor Allah und erhob nicht seinen Kopf von Bittgebeten und Lobpreisungen, bis die Sonne kurz davor war, ihren Zenith zu überschreiten.3 Er pflegte viele Bittgebete zu rezitieren, wobei er sprach: „ O Allah, ich erbitte von Dir Erleichterung beim Tod und Vergebung bei der Abrechnung"4, und er wiederholte jenes (oft).
Eines seiner Gebete war: „ Wie groß ist die Sünde vor dir, darum lasse Vergebung dir gut erscheinen. "5
Er pflegte aus Furcht vor Allah zu weinen, bis sein Bart vor Tränen feucht war. Er war der freundlichste der Männer zu seiner Familie und seinen Verwandten. Er suchte nachts die Armen von Medina auf und trug einen Korb bei sich mit
1 Ibn Schahraschub überlieferte es in gekürzter Form in „al-Manaqib"4:298, und al-Rawandi in „al-Hawa'idsch wa al-Dschara'ih" 2:649/1, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 48:57/67
2 Ein freiwilliges Gebet (Anm. d. Übers.)
3 Al-Chatib wies in seiner Geschichtsschreibung darauf hin 13:31, und ibn Sabagh in „al-Fudhul al-Muhimma": 238, und Al-Tabrassi erwähnte es in „A'lam al-Wara"296, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar"48:101/5
4 „A'lam al-Wara": 296 und in „Manaqib Aal-i-Abi Talib („Die hervorragenden Charaktereigenschaften der Familie Abu Talibs") 4:318, „al-Fusul-al-Muhimma":237
5 „Tarich-i-Baghdad" 13:27, und „Manaqib ibn Schahraschub":4:318, mit leichter Abweichung.
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Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya berichtete mir: „Mein Großvater Yahya ibn al-Hassan ibn Dscha'far sagte uns: ,Isma'il ibn Ya'qub sagte uns: 'Muhammad ibn Abdullah al-Bakri berichtete uns: ,Ich (Muhammad ibn Abdullah) kam nach Medina, um eine Schuld einzutreiben, und es machte mich überdrüssig. Ich sagte (zu mir selbst): ,Wäre ich doch zu Abu al-Hassan Musa (a.) gegangen und hätte mich bei ihm beklagt', so ging ich zu ihm
'S
nach Naqama2 , in sein Anwesen. Er kam zu mir heraus, und bei ihm war ein Diener, der einen Korb bei sich trug, worin sich etwas getrocknetes in Streifen geschnittenes Fleisch befand. Niemand sonst war bei ihm, er aß, und ich aß mit ihm. Dann fragte er mich nach meinem Wunsch. So erzählte ich ihm meine Geschichte. Er ging hinein, und es dauerte nicht lange, bis er zu mir herauskam, und die (anwesenden) Diener zum Gehen aufforderte. Dann streckte er seine Hand nach mir aus und reichte mir eine Geldbörse, in der sich dreihundert Dinare befanden. Darauf erhob er sich und wandte sich ab. Ich bestieg mein (Reit-)Tier und ritt davon."3
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad berichtete mir von seinem Großvater, von einem anderen seiner Gefährten und Lehrern: „Ein Mann aus der Familie von Omar ibn al-Chattab war in Medina, versuchte, Abu al-Hassan Musa (a.) Schaden zuzufügen, beschimpfte ihn, wann immer er ihn sah und schmähte Ali (a.). Eines Tages sagte zu ihm einer von denjenigen, die an seinen (Imam Musas, a.) Versammlungen teilnahmen: ,Lasst uns diesen Sünder töten.' - Er (Imam Musa, a.) verbot ihnen das mit Nachdruck und tadelte sie streng. Er fragte nach dem Nachkommen von Omar, und man sagte ihm, dass er eine Farm in einem Vorort von Medina bewirtschafte. Er ritt hinaus und fand ihn auf seiner Farm. Als er die Farm mit seinem Esel betrat, rief der Nachkomme Omars aus: , Tritt nicht auf mein Saatfeld!' Doch Abu al-Hassan (a.) betrat es mit seinem Esel (weiterhin), bis er bei ihm ankam. Er stieg ab und setzte sich zu ihm. Er war freundlich und lachte mit ihm und sagte zu ihm: , Wie viel hast du bezahlt, um dein Land zu bebauen?' - ,Hundert Dinar', erwiderte er. ,Und wie viel hoffst du davon zu bekommen?', fragte der Imam. ,Ich kenne nicht das Verborgene', war die Antwort. ,Ich fragte dich nur, wie viel du hoffst, dass es dir bringen wird', sagte der Imam. Zweihundert Dinar,' antwortete er. Abu al-Hassan zog einen Geldbeutel mit dreihundert Dinar hervor und sagte: ,Dies ist (was du ausgegeben hast für) deine Saat in ihrem jetzigen Zustand (d.h. was du ausgegeben hast, um es zu sähen) und was du dafür zu verdienen hoffst. Möge
1 Ibn Schahraschub erwähnte dies in „Manaqib" 4:381, und Al-Tabrassi in „A'lam al-Wara":296, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 48:101/Anhang zum Hadith
2 Naqama: Ein Ort auf dem Lande, der zu Medina al-Munawwara („die Erleuchtete") gehörte, er war im Besitze der Familie Abu Talibs (a.)
3 „Tarich al-Baghdad" 13:28, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 48:102/6
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Allah dir gewähren, was du dir davon erhoffst.' Da erhob sich der Nachkomme Omars, küsste seinen (Abu al-Hassans) Kopf und bat für seine vorherigen (voreiligen) Worte um Verzeihung. Abu al-Hassan (a.) lächelte und ging fort.
Er ging (später) in die Moschee und fand den Nachkommen Omars dort sitzend. Als dieser ihn erblickte, rief er aus: , Allah weiß am besten, wohin er seine (prophetische) Botschaft entsendet.' Seine Gefährten eilten (überrascht) zu ihm und fragten: , Was ist deine Geschichte (hinter dem, was du sagst), du hast (vorher) anders gesprochen.' - ,Ihr habt gehört, was ich jetzt gesagt habe,' sagte er, und er begann, für Abu al-Hassan (a.) zu werben. Sie widersprachen ihm, und er widersprach ihnen. Als Abu al-Hassan (a.) zu seinem Haus zurückkehrte, sagte er zu den (um ihn) Versammelten, die von ihm die Tötung des Omar-Nachkommens verlangt hatten: , Was war besser, das, was ihr wolltet, oder das, was ich wollte? Ich richtete seine Angelegenheit in dem Maße, wie euch (jetzt) deutlich wurde. Ich war genug für das Böse in ihm. "a
Ibn Ammar und andere Überlieferer berichteten: „Als al-Raschid sich auf den Weg zur Hadsch (Große Pilgerfahrt) machte und sich Medina näherte, trafen ihn die Anführer ihrer (Medinas) Einwohner. Musa ibn Dscha'far (a.) kam (auch) zu ihnen (allerdings nur) auf einem Maultier. ,Wie! Ist dies das Tier, auf dem du den Fürsten der Gläubigen treffen wirst?’3 , fragte ihn al-Rabi'. , Wenn du darauf etwas erreichen willst, wirst du es nicht erlangen können, und wenn du verfolgt wirst (während du auf ihm reitest), kannst du nicht entkommen' (sagte al-Rabi'). - ,Es ist unter dem Stolz von Pferden, und es ist über der Niedrigkeit von Wildeseln, und die besten Dinge sind diejenigen in der Mitte.'4
Als Harun al-Raschid nach Medina kam, machte er einen Besuch bei dem (Grab) des Propheten (s.), und die Leute gingen mit ihm. Er näherte sich dem Grab des Gesandten Allahs (s.) und sagte: ,Friede sei mit dir, o Gesandter Allahs, Friede mit dir. o Cousin!,' und er wollte damit seine stolze Position5 gegenüber den anderen zur Geltung bringen. Da näherte sich Abu al-Hassan (a.) dem Grab und
1 Al-Chatib al-Bagdadi führte es mit leichter Abweichung in seinem Geschichtswerk auf 13:28, und Abu al-Faradsch al-Isfahani überlieferte es in „Maqatil al-Talibiyyin" 499, Ibn Schahraschub in „al-Manaqib":4:319, und Al-Tabrassi erwähnte es in „A'lam al-Wara": 296 und Allamah al-Madschlisi berichtete es in „al-Bihar"48:102/7.
2 „Maqatil al-Talibiyyin":499, „Tarich Baghdad":13:28, „A'lamal-Wara": 296, „Manaqib Aal-i-Abi Ta-lib":4:320, mit geringer Abweichung, und Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 48:103
3 Gemeint ist, dass Imam Musa den damaligen Kalifen Harun genannt al-Raschid treffen würde (Anm. d. Ü-bers.)
4 „Maqatil al-Talibiyyin": 500. „A'lam al-Wara": 296, „Manaqib Aal-i-Abi Talib", 4:320 mit geringer Abweichung, und 'Allamah al-Madschlisi berichtete es in „al-Bihar" 48:103
5 Seine Verwandtschaft zum Propheten (s.)
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sprach: ,Friede sei mit dir, o Gesandter Allahs, Friede sei mit dir, Vater!d. Da änderte sich Raschids Gesichtsausdruck, und sein Ärger wurde damit offensichtlich."2
- und sie waren in Mekka - wobei er sich erkundigte: ,Ist es einem Muhrim3 erlaubt, dass seine Kamelsänfte ihn (von der Sonne) überschattet?’ - ,Es ist für ihn nicht erlaubt', erwiderte Musa (a.), ,wenn er irgendeine (andere) Wahl hat.'
- ,Ist es ihm erlaubt,' fragte Muhammad ibn al-Hassan, ,unter (natürlichem) Schatten aus freiem Willen zu wandeln?' - ,Ja\ antwortete Musa (a.). Muhammad ibn al-Hassan lachte darüber. , Verwundert dich die Sunna des Propheten und seiner Familie (s.)', fragte Abu al-Hassan Musa (a.), ,so dass du darüber spottest? Der Prophet (s.) entdeckte den (natürlichen) Schatten (d.h. nutzte ihn) in seinem Ihram-Zustand, und er wandelte im (natürlichen Schatten), während er Muhrim4 war, und die Vorschriften Allahs - o Muhammad - unterliegen nicht dem Analogieschluss (Vergleich)5. Wer bei ihnen den Analogieschluss anwendet, ist von rechten Weg abgewichen.' Muhammad ibn al-Hassan schwieg und erwiderte nichts mehr."6
Die Leute überlieferten von Abu al-Hassan Musa (a.), und sie waren sehr zahlreich, denn wie wir vorher schon erwähnten, war er der Bewandertste im islamischen Recht (fiqh) in seiner Zeit, der beste Kenner des Buches Allahs und er hatte die schönste Stimme beim Qur'an-Rezitieren. Wenn immer er rezitierte, wurden seine Zuhörer traurig und weinten (vor Rührung) durch seine Lesung. Die Bewohner Medinas pflegten ihn „Zain-al-Mutahadschidin" („Zier der nachts Wachenden") zu nennen. Er wurde auch „al-Kazim" („Der Zurückhaltende") genannt wegen der Beherrschung seines Zorns und seiner Geduld gegenüber den Taten seiner Unterdrücker, bis er starb, ermordet in ihrem Kerker und ihren Fesseln.
1 Mit „Vater" wird auch der Urgroßvater bezeichnet. Haruns Verwandtschaft war weitaus entfernter (Anm. d. Übers.)
2 „Tarich al-Baghdad" 13:31, und „Kifaya al-Talib:457, „Tadhkira al-Chawas": 314, „A'lam al-Wara: 297, „Ma-naqib ibn Schahraschub" 4:320, „al-Ihtidschadsch": 393, und Allamah al-Madschlisi erwähnte es in „al-Bihar":48:103
3 Bezeichnung für einen Pilger im Weihezustand (Ihram), Näheres in „Manasik al-Hadsch" von Ayatullah al-Uzma' Imam Sayyid Ali al-Hussaini al-Khamene'i
4 Jemand im Weihezustand (ihram) - (Anm. d. Übers.)
5 Damals hatte sich die Methode des Analogieschlusses (qiyas) relativ neu unter einigen Gelehrten etabliert (Anm. d. Übers.)
6 „A'lam al-Wara": 298, „al-Ihtidschadsch": 394, und Allamah al-Madschlisi erwähnte es in „al-Bihar" 99:176/1
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Berichte über die Ursache seines Ablebens und eine Auswahl von Überlieferungen darüber
Der Grund der Festnahme Abu al-Hassans Musa (a.) durch al-Raschid, seiner Verhaftung und seiner Ermordung berichtet folgende Überlieferung: Ahmad ibn 'Ubaidullah ibn 'Ammar, von Ali ibn Muhammad al-Naufali, von seinem Vater, und Ahmad ibn Muhammad ibn Said (berichtete); und Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya, von ihren Lehrern (welche berichteten)1:
„Der Grund für die Ergreifung Musas ibn Dscha'fars (a.) war, dass al-Raschid seinen Sohn in die Obhut von Dscha'far ibn Muhammad ibn al-Asch'ath gab, und Yahya ibn Chalid ibn Barmak neidete ihm dieses. Er sagte (zu sich selbst): ,Wenn das Kalifat auf ihn (den Sohn) übergeht, dann geht meine Herrschaft verloren und die meines Sohnes (auch).’ Er täuschte daher Dscha'far ibn Muhammad - welcher an das Imamat glaubte - so dass es ihm gelang, zu ihm Zugang zu erhalten und zu ihm freundliche Beziehungen aufzubauen. Er kam oft zu seinem Haus und wurde mit seinen Lebensumständen vertraut, die er al-Raschid (umgehend) berichtete, und er pflegte ihnen (den Berichten) noch Dinge hinzuzufügen, die dazu angetan waren, in seinem (al-Raschids) Herzen Hass zu erzeugten.
Dann sagte er (Yahya ibn Chalid) zu einigen seiner Vertrauten: , Würdet ihr für mich einen Mann der Familie von Abu Talib finden, der in ungünstigen Umständen lebt, und der mir die Informationen gibt, die ich benötige?' Er wurde zu Ali ibn Isma'il ibn Dscha'far ibn Muhammad gebracht. Yahya ibn Chalid brachte ihm etwas Geld. Musa ibn Dscha'far (a.) war freundlich zu Ali ibn Isma'il, beschenkte ihn und behandelte ihn gütig. Yahya ibn Chalid schickte nach (Ali ibn Isma'il), damit er zu al-Raschid gehe, um ihn auf die freundliche Behandlung aufmerksam zu machen, das er gegenüber ihm gezeigt hatte. Er hatte vor, dies auszuführen. Abu al-Hassan (a.) wurde darauf aufmerksam und rief ihn (zu sich) und sagte zu ihm: , Wohin gehst du, mein Neffe?' - ,Nach Bagdad,' antwortete Ali ibn Isma'il. , Und was wirst du tun? ' - ,Ich stehe in Schuld, und ich bin arm', war die Antwort. ,Ich werde deine Schulden bezahlen, für dich handeln und ausführen, (was du brauchst) ', sagte Musa (a.). Er (Ali ibn Isma'il) achtete nicht darauf, sondern fuhr fort, sich auf die Abreise vorzubereiten. Abu al-Hassan (a.) ließ ihn zu sich kommen und sagte zu ihm: ,Du gehst?' - ,Ja', erwiderte er, ,ich habe keine Alternative dazu.' - ,Siehe, mein Neffe,' sagte er (Abu al-Hassan, a.), Jürchte Allah, und mache meine Kinder nicht zu Waisen.' Er ordnete an, dass ihm dreihundert Dinare und viertausend Dirham gegeben wurden. Als er vor ihm stand, sagte Abu al-Hassan Musa (a.) zu den Anwesenden: , Bei Allah, er wird nach meinem Tod streben und meine Kinder zu Waisen machen.' - ,Möge Allah uns dein Opfer sein lassen', sagten sie, ,hast du das an
1 „Maqatil al-Talibiyyin":484-489
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seiner Verfassung erkannt und ihn (trotzdem) beschenkt und großzügig bedacht?' - ,Ja\ entgegnete er, ,mein Vater berichtete mir von seinen Vätern, (welche es) vom Gesandten Allahs (s.) (berichteten), dass, wenn die Verwandten sich (von der Familie) abtrennen, sie (wieder) zusammengefügt werden, denn wenn sie sich (von den Verwandten) trennen, wird Allah sie (von Sich) abtrennen. Ich wollte ihn (wieder) zurückbringen, nachdem er sich von mir getrennt hat, denn wenn er sich von mir trennt, wird Allah ihn (von Sich) abtrennen.'
Ali ibn Ismail brach auf, bis er zu Yahya ibn Chalid kam. Er gab ihm Nachricht von Musa ibn Dscha'far (a.), und er (Yahya ibn Chalid) berichtete diese al-Raschid und fügte noch (etwas) dazu. Dann brachte er ihn (Ali ibn Ismail) zu al-Raschid, der ihn nach seinem Onkel fragte, und er (Ali ibn Ismail) verleumdete ihn bei ihm (al-Raschid) und sagte: , Von Ost und West wird zu ihm Geld gebracht. Er hat ein Gut namens al-Yasir für dreißigtausend Dinar gekauft, und sein (früherer) Besitzer sagte, als er (Musa, a.) ihm das Geld gebracht hatte, dass er diese Währung nicht akzeptieren würde, sondern nur diese und jene Währung. Dann ordnete er (Imam Musa, a.) an, dass jenes Geld ihm gebracht werde, und dann gab er dreißigtausend Dinar von der Währung, um die er gebeten hatte.' Al-Raschid hörte ihm zu und befahl, dass ihm (Ali ibn Dscha'far) zweihunderttausend Dirham überreicht werden sollten, mit denen er sich eine Existenz in einer der Provinzen aufbauen wollte. Er wählte eine der östlichen Provinzen. Seine Sendboten gingen, um das Geld zu holen, und er wartete auf ihr (Wieder-)Kommen. An einem jener Tage ging er auf die Toilette, und er litt an Ruhr, wodurch sein gesamter Mageninhalt austrat, und er fiel um. Man versuchte, ihn (den Mageninhalt) zurückzuhalten, aber es war nicht möglich. Er wusste, was mit ihm war (d.h. dass er im Sterben lag), und das Geld wurde ihm gebracht, als er sich im Todeskampf befand., Was soll ich damit tun', sagte er, ,wo ich doch im Sterben liege? ’“
In jenem Jahr ging al-Raschid zur Hadsch. Er begann damit in Medina und ergriff dort Abu al-Hassan Musa (a.). Es wurde berichtet, dass, als er nach Medina kam, Musa (a.) ihn mit einer Gruppe der hochstehenden Persönlichkeiten empfing. Sie gingen hinaus, um ihn zu empfangen, und Abu al-Hassan (a.) ging in die Moschee, wie es seine Gewohnheit war. Al-Raschid blieb bis zur Nacht, dann ging er zum Grab des Gesandten Allahs (s.) und sprach: „ O Gesandter Allahs, ich bitte dich um Verzeihung für das, was ich tun will. Ich will Musa ibn Dscha'far verhaften, denn er will Spaltung und Blutvergießen in deine Ummah tragen."
Dann ließ er ihn aus der Moschee holen und vor ihn bringen. Er ließ ihn fesseln und zwei Sänften bringen. Er ließ ihn in eine davon auf ein Maultier setzen, die andere Sänfte ließ er auf ein anderes Maultier legen. Die beiden Maultiere verließen sein Haus, sie trugen die beiden Sänften, die geschlossen waren. Mit je-
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dem von ihnen ging eine Kavallerie. Die Kavallerie teilte sich, einige machten sich mit einer der beiden Sänften in Richtung Basra auf den Weg und die anderen in Richtung Kufa. Abu al-Hassan (a.) war unter denen, mit der (das Maultier) in Richtung Basra ging. Al-Raschid tat dies, um die Leute hinsichtlich Abu al-Hassans (a.) zu täuschen. Er befahl den Leuten, die bei der Sänfte Abu al-Hassans (a.) waren, ihn an Isa ibn Dscha'far ibn al-Mansur zu überreichen, der zu dieser Zeit Gouverneur von Basra war. Er wurde ihm ausgeliefert und bei ihm für ein Jahr ins Gefängnis geworfen. Al-Raschid schrieb ihm (und forderte) sein Blut. Isa ibn Dscha'far rief einige seiner hohen Persönlichkeiten und Vertrauten und beriet sich mit ihnen über das, was al-Raschid ihm geschrieben hatte. Sie rieten ihm, davon (von al-Raschids Forderung) Abstand zu nehmen und um Freistellung davon zu bitten. Isa ibn Dscha'far schrieb al-Raschid folgendes:
„Die Angelegenheit Musa ibn Dschafars und sein Aufenthalt in meinem Gefängnis dauern schon lange an. Ich bin über seine Lage informiert und habe diese Zeit Spione auf ihn angesetzt, und ich fand ihn unermüdlich mit Gottesdienst (beschäftigt). Ich setzte jemanden an, um zu hören, was er in seinen Bittgebeten sagte, und er betete nicht (um Schlechtes), weder gegen dich noch gegen mich, und er erwähnte uns in seinem Bittgebet nicht negativ. Er betet für sich selbst um nichts als um Vergebung und Barmherzigkeit. Entweder schickst du jemanden, dem ich ihn überreiche, oder ich werde ihn freilassen. Seine Gefangenhaltung bedeutet für mich eine Drangsal. "
„O Allah, Du weißt, dass ich Dich immer darum bat, mir freie Zeit zu geben, um Dich anzubeten. O Allah, Du hast dieses getan, Preis sei Dir. "
Al-Raschid ordnete an, dass der, der ihn von 'Isa ibn Dscha'far übernahm, ihn nach Bagdad bringen solle. Er wurde (dort) an Al-Fadhl ibn al-Rabi' übergeben und blieb eine lange Zeit bei ihm. Al-Raschid wies ihn an, mit ihm (Musa, a.) etwas zu tun, aber er weigerte sich. Daraufhin schrieb er (al-Raschid) ihm, dass er ihn an al-Fadhl ibn Yahya übergeben solle, der ihn dann von ihm ('Isa ibn Dscha'far) entgegennahm. Er verlegte ihn in eines der Zimmer seines Hauses und setzte einen Beobachter über ihn an. Er (Musa, a.) war mit Gottesanbetung beschäftigt, er verbrachte die ganze Nacht im (rituellen) Gebet, mit Qur'an-Lesung, Bittgebet und Anstrengung (auf dem Wege Allahs). An den meisten Tagen fastete er, und er wandte nie sein Gesicht von der Gebetsnische (mihrab) ab. Al-Fadhl ibn Yahya machte es ihm behaglich und ehrte ihn.
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Dies kam al-Raschid zu Ohren, als er in al-Raqqa1 weilte. Er teilte ihm schriftlich sein Missfallen darüber mit, dass er Musa (a.) das Leben angenehm machte und befahl ihm, ihn zu töten. Er (al-Fadhl) zögerte und wollte es nicht tun. Darüber geriet al-Raschid in Zorn, und er rief Masrur, den Diener, und sagte zu ihm: „ Gehe sofort mit dem Botendienst nach Bagdad, dann gehe direkt zu Musa ibn Dscha far. Wenn du ihn in Komfort und Zufriedenheit findest, dann übergib diesen Brief an Abbas ibn Muhammad und befehle ihm, dem, was darin steht, Folge zu leisten. "
Er überreichte ihm einen anderen Brief für al-Sindi ibn Schahik, indem er ihn aufforderte, Abbas ibn Muhammad zu gehorchen. Masrur brach auf und stieg bei dem Hause al-Fadhl ibn Yahyas ab, und niemand wusste, was er wollte. Dann ging er zu Musa ibn Dscha'far (a.) und fand ihn so, wie al-Raschid berichtet worden war. Er ging sofort zu al-Abbas ibn Muhammad und al-Sindi ibn Schahik und überreichte ihnen die beiden Briefe, und es dauerte nicht lange, bis der Botschafter aufbrach und zu al-Fadhl ibn Yahya eilte, und er (der Botschafter) ritt mit ihm zurück (zu al-Abbas ibn Muhammad). Er ritt mit ihm bestürzt und verwirrt, bis er zu al-Abbas ibn Muhammad kam, und al-Abbas ließ Peitschen und zwei schmalen kleinen Plattformen ('uqabayn) bringen. Dann ließ er al-Fadhl entkleiden, und al-Sindi verabreichte ihm in seinem (al-Abbas ibn Muhammads) Beisein hundert Peitschenhiebe. Als er ging, hatte sich seine (al-' Abbas') Farbe verändert und unterschied sich sehr von der, die er hatte, als er gekommen war, und er begann, zu seiner Rechten und zu seiner Linken die Leute zu grüßen.
Masrur benachrichtigte al-Raschid schriftlich, und dieser befahl, Musa (a.) an al-Sindi ibn Schahik auszuliefern. Al-Raschid veranstaltete eine feierliche Versammlung und sagte: „Ihr Leute, al-Fadhl ibn Yahya hat sich mir widersetzt und mir den Gehorsam verweigert. Ihr habt gesehen, dass ich ihn verflucht habe, so verflucht (auch) ihr ihn, und Allah verfluche ihn. " So verfluchten ihn die Leute von allen Seiten, bis der Saal und das Gebäude von (dem Laut) seinem Fluch bebten.
Die Nachricht erreichte Yahya ibn Chalid, er ritt zu al-Raschid und trat durch eine andere Tür ein, als die Leute (normalerweise) benutzten, so dass er von hinten kam und nicht bemerkt wurde, dann sagte er zu ihm: „Schau mich an, o Fürst der Gläubigen ", und er (al-Raschid) vernahm es mit Schrecken, als (Yahya) fortfuhr: „Al-Fadhl ist noch unerfahren, und ich werde zu deiner Zufriedenheit (auf ihn achten). " Sein (al-Raschids) Gesicht hellte sich auf vor Freude. Er ging zu den Leuten und sprach: „Al-Fadhl ist gegen mich aufgestanden in einer Sache, und ich habe ihn verflucht. Jetzt hat er bereut und ist zum Gehorsam mir gegenüber zurückgekehrt, so nehmt (auch) ihr ihn als Freund an. " Sie
1 Al-Raqqa: Berühmte Stadt am Euphrat, gehört heute zu Syrien
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antworteten: „ Wir sind Freunde von dem, dem du freundlich gesonnen bist, und wir sind die Feinde derjenigen, denen du feindlich gesonnen bist, und wir haben ihn als unseren Freund angenommen. " Daraufhin brach Yahya ibn Chalid mit dem Botschaftsdienst auf, bis er Bagdad erreichte. Die Menschen waren aufgeregt und verbreiteten über alles Gerüchte. Er gab den Eindruck, dass er zwecks Verbesserung (der Situation) des Sawad1 gekommen war und um nach den Angelegenheiten der Gouverneure zu schauen. Er beschäftigte sich mit einigen dieser Dinge für einige Tage. Dann rief er al-Sindi und gab ihm Instruktionen über ihn (Musa, a.). (Er führte diese Instruktionen aus. Er hatte al-Sindi aufgetragen, ihn (Musa, a.) mit Gift zu töten, welches er in das Essen mischte, das er ihm brachte. Man sagte, dass er es in Datteln gemischt habe. Er (Musa, a.) aß davon und spürte dann die Wirkung des Giftes. Er lag drei Tage im Fieber und starb am dritten Tag.)2
Als Musa (a.) starb, brachte al-Sindi ibn Schahik die Rechtsgelehrten und die hohen Persönlichkeiten der Bewohner Bagdads zu ihm, unter ihnen waren al-Haitham ibn Adi und andere. Sie schauten ihn an, es war weder eine Spur von Verletzung zu sehen, noch von Strangulierung. Er (al-Sindi) ließ sie bezeugen, dass er eines natürlichen Todes gestorben sei, und sie bezeugten dies.
Er wurde hinausgetragen und auf die Brücke Bagdads gelegt, und es wurde ausgerufen: „Dieser (Mann), Musa ibn Dschafar ist gestorben, so schaut ihn an, " und die Leute kamen und starrten in sein Gesicht, wie er tot dort lag. Eine Gruppe hatte während Musas (a.) Lebzeiten behauptet, dass er der Erwartete (al-Qa'im al-Muntazar)3 sei, der das Imamat für den Rest aller Zeiten fortführen würde. Sie machten seine Gefangennahme zu der Verborgenheit (Ghaiba), von der hinsichtlich des letzten Imams berichtet wurde.4 Yahya ibn Chalid ordnete an, dass über seinen Tod Folgendes bekannt gemacht werde: „Dies ist Musa ibn Dschafar, von dem die Rafidhiten behaupten, dass er nicht sterben würde (d.h. dass sie angeblich behauptet haben sollen, dass er der letzte Imam sei), so schaut ihn an ", und die Leute sahen, dass er tot war. Dann wurde er weggetragen und auf dem Quraisch-Friedhof5 am Bab Tibn bestattet, und dieser Friedhof wurde ehemals für die Bani Haschim und die Edlen benutzt.
Es wurde überliefert, dass er (der Imam, a.), als er im Sterben lag, al-Sindi ibn Schahik bat, dass ein Gefolgsmann von ihm aus Medina zu ihm gebracht würde, der im Hause von al-'Abbas ibn Muhammad am Zuckerrohr-Markt (Maschra'a
1 Sawad: Bezeichnung für den früheren Irak bzw. Babylonien
2 Der Text in Klammern ist nicht in „Maqatil al-Talibiyyin" überliefert. Dort wird die Tötungsmethode anders beschrieben.
3 Al-Qa'im al-Muntazar: Bezeichnung für den Erwarteten Zwölften Imam, Muhammad al-Mahdi (möge er bald erscheinen)
4 Dies sind al-Mufids Kommentare.
5 Quraisch-Friedhof (Maqabir Quraisch liegt in der jetzigen Stadt Kazimain
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al-Qasb)1 weilte, damit er ihn waschen und in das Totengewand kleiden solle, und er (al-Sindi) tat dieses.
Al-Sindi ibn Schahik berichtete: „Ich bat ihn um Erlaubnis, ihn ins Totengewand einzuwickeln, doch er weigerte sich und sagte: 'Ich bin (ein Mitglied der) Ahl-ul-Bait. Die Ausstattung unserer Frauen mit der Brautgabe (mahr), die Durchführung der Hadsch für Neulinge (hadsch sarura) und das Einhüllen unserer Toten kann nur von unseren Gefolgsmännern durchgeführt werden, die rein sind. Ich habe schon ein Leichentuch, und ich möchte, dass meine Totenwaschung und die Herrichtung (meines Leichnams) von meinem Gefolgsmann so-und-so
'S
durchgeführt wird." Das wurde für ihn getan.
Eine Aufzählung seiner Söhne und Auszüge aus Überlieferungen über sie
Abu al-Hassan Musa (a.) hatte siebenunddreißig Kinder, Söhne und Töchter. Sie waren:
1. Ali ibn Musa al-Ridha (a.)
2. Ibrahim
3. Al-Abbas
4. Al-Qasim
Ihre Mütter waren (ehemalige) Sklavinnen.
5. Isma'il
6. Dscha'far
7. Harun
8. Al-Hussain
Ihre Mutter war eine (ehemalige) Sklavin.
9. Ahmad
10. Muhammad
11. Hamza
Ihre Mutter war eine (ehemalige) Sklavin.
12. Abdullah
13. Ishaq
1 Bab Tibn und Maschra'a al-Qasb: Gebiete, die in jener Zeit zu Bagdad gehörten.
2 Abu al-Faradsch al-Isfahani überlieferte es in „Maqatil al-Talibiyyin: 501, einige Absätze wurden ausgelassen, und Scheich al-Tusi in „al-Ghaiba":26 6, wie auch in „al-Irschad", und Al-Tabrassi erwähnte es in gekürzter Form in „A'lam al-Wara": 299, und ibn al-Sabagh in „al-Fusul al-Muhimma": 238, und Allamah al-Madschlisi in „al-Bihar" 48:234/39
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14. 'Ubaidullah
15. Zaid
16. Al-Hassan
17. Al-Fadhl
18. Sulaiman
Ihre Mütter waren (ehemalige) Sklavinnen.
19. Fatima al-Kubra (die Ältere)
20. Fatima al-Sughra (die Jüngere)
21. Ruqayya
22. Hakima
23. Umm Abiha
24. Ruqayya al-Sughra
25. Kulthum
26. Umm Dscha'far
27. Lubaba
28. Zainab
29. Chadidscha
30. Aliyya
31. Amina
32. Hassana
33. Buraiha
34. A'ischa
35. Umm Salama
36. Maimuna
37. Umm Kulthum
Ihre Mütter waren (ehemalige) Sklavinnen.
Ahmad ibn Musa war edel, erhaben und fromm, und Abu al-Hassan liebte ihn und pflegte ihm den Vorzug zu geben. Er schenkte ihm ein Landgut bekannt als „al-Yasir". Es wird gesagt, dass Ahmad ibn Musa (r.) tausend Sklaven befreit hat.
Al-Scharif Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibnYahya überlieferte: „Mein Großvater (Yahya al-Hassan) berichtete mir: 'Ich hörte Ismail ibn Musa sagen: ,Mein Vater (Musa) ging mit seinem Sohn zu einem seiner Ländereien im Umkreis von Medina (er nannte den Namen dieses Grundbesitzes, aber Abu al-Hassan vergaß ihn). Wir waren an jenem Ort, und mit Ahmad ibn Musa waren zwanzig an Dienerschaft und Gefolge meines Vaters. Wenn Ahmad aufstand,
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standen sie mit ihm auf, und wenn er sich hinsetzte, setzten sie sich mit ihm nieder. Mein Vater beobachtete ihn nach diesem mit einem (liebevollen) Blick, der nicht ignoriert werden konnte. Wir wandten uns nicht zum Gehen, bevor Ahmad ibn Musa vor uns ging.’1
Muhammad ibn Musa war ein tugendhafter und rechtschaffener Mann. Abu Muhammad al-Hassan ibn Muhammad ibn Yahya sagte zu mir: „ Mein Großvater Yahya ibn al-Hassan berichtete mir: 'Haschimiyya, eine enge Vertraute von Ruqayya, der Tochter Musas, teilte mir mit: ,Muhammad ibn Musa gehörte zu denjenigen, die (ständig gereinigt) mit Wudhu' (ritueller Waschung) und mit Gebet beschäftigt waren. Die ganze Nacht pflegte er die rituelle Waschung zu vollziehen und zu beten. Wir hörten das Plätschern des Wassers (für sein Wudhu’), und er betete einen Teil der Nacht. Dann war er für eine Stunde still und schlief. Dann stand er wieder auf, und wir hörten das Plätschern des Wassers (für sein Wudhu ). Dann betete er, daraufhin ruhte er eine Weile, und so fuhr er fort bis zum Morgen. Ich sah ihn niemals, ohne mich an die Worte Allahs, Des Erhabenen, zu erinnern:
„Sie pflegten nur wenig in der Nacht zu ruhen.. "2
Ibrahim ibn Musa war großmütig, mutig und edel. Zur Zeit Ma'muns3 war er von Muhammad ibn Zaid4 ibn Ali ibn al-Hussain ibn Ali ibn Abu Talib (a.) zum Gouverneur von Jemen ernannt worden. Abu Saraya hatte Ali ibn Abu Talib (a.) in Kufa den Treueid geleistet. Er (Ibrahim ibn Musa) ging dorthin (nach Jemen), eroberte es, residierte dort eine Weile, bis das passierte, was Abu Saraya passiert war. Dann wurde ihm von al-Ma'mun Sicherheit gewährt.
Jeder einzelne der Söhne Abu al-Hassans Musa ibn Dscha'far (a.) war verdienstvoll und mit hohem Bekanntheitsgrad, jedoch al-Ridha war ihnen an Vorzügen voran, wie wir (bereits) berichteten.
Dies ist eine Abhandlung über den Imam, der (das Imamat) nach Abu al-Hassan Musa (a.) übernahm, über seine Kinder, sein Geburtsdatum, die Beweise für sein Imamat, sein Alter, die Dauer seines Kalifats, Zeit und Ursache seines Ablebens,
1 Allamah al-Madschlisi überlieferte es in „al-Bihar" 48:287/2.
2 Heiliger Qur'an: 51:18
3 Kalif seiner Zeit (Anm. d. Übers.)
4 Das bezieht sich auf den Großvater, Muhammad ibn Muhammad ibn Zaid, wie Al-Tabari in seinem Geschichtswerk darlegte: 8:529, und al-Nadschaschi in der Biographie von Ali ibn 'Ubaidullah ibn Hussain al-'Alawi: 256/671
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über den Ort, an dem er bestattet wurde, die Zahl seiner Kinder sowie eine Zusammenfassung der Berichte über ihn.
Der Imam nach Abu al-Hassan Musa ibn Dscha'far war sein Sohn Abu al-Hassan ibn Ali ibn Musa al-Ridha (a.) aufgrund seiner überlegenen Charaktereigenschaften über all seine Brüder und die Mitglieder der Ahl-ul-Bait1 sowie wegen des Wissens, des Langmuts und der Frömmigkeit, die er zeigte. Sowohl die Schi iten (chassa) als auch die Sunniten (amma) stimmten überein hinsichtlich seiner Person und im Hinblick darauf, als wen sie ihn erkannten, und auch wegen seiner Ernennung durch seinen Vater für das Imamat und die Hinweise darauf (dass es ihm zustand) vor allen seinen Brüdern und reiner Familie.
Er wurde im Jahre 148 nach der Hidschra (765 n.Chr.) in Medina geboren. Er starb in Tus, in Chorassan, im Safar 203 n.H. (816 n.Chr.). Er war zu jener Zeit 55 Jahre alt. Seine Mutter war eine (ehemalige) Sklavin namens Umm al-Banin. Die Dauer seines Imamats nach seinem Vater betrug 20 Jahre.
Unter denen, die die Ernennung von al-Ridha Ali ibn Musa (a.) durch seinen Vater zum Imam überlieferten sowie dessen Hinweise auf ihn hinsichtlich dessen, waren seine engsten und verlässlichen Vertrauten und diejenigen aus der Schi'a, die Frömmigkeit, Wissen und Kenntnisse über die Rechtswissenschaften (fiqh) besaßen. Unter ihnen waren: Dawud ibn Kathir al-Raqqa, Muhammad ibn Ishaq ibn 'Ammar, Ali ibn Yaqtin, Nu aim al-Qabusi, al-Hussain ibn al-Muchtar, Ziyad ibn Marwan, al-Machzumi, Dawud ibn Sulaiman, Nasr ibn Qa-bus, Dawud ibn Zarbi, Yazid ibn Sulait und Muhammad ibn Sinan.
Abu al-Qasim Dscha'far ibn Muhammad ibn Qulawaih übermittelte mir von Muhammad ibn Ya'qub, von Ahmad ibn Mihran, von Muhammad ibn Ali, von Muhammad ibn Sinan und Ismail ibn Ghiyath al-Qasri, von Dawud al-Raqqa, welcher berichtete:
„Ich sagte zu Abu Ibrahim (d.h. Imam Musa, a.): ,Möge ich dir geopfert werden, mein Alter ist schon fortgeschritten, so nimm meine Hand und rette mich vor dem Feuer. Wer ist unser Führer nach dir?' Während er auf seinen Sohn Abu a